161217 Drei-Seen-Runde

Endlich mal komme ich dazu, mit meinem Kollegen André eine Runde zu machen. Schon öfter haben wir was überlegt, heute solle es soweit sein. Wir haben beschlossen, in Seefeld die „Drei-Seen-Runde“ zu machen, über den Wildmoos-, Lotter- und Möserersee.

Ich bin schon früh auf und gönne mir ein Frühstück in der Bäckerei.

Um 8 Uhr treffen wir uns am Bahnhof, noch rasch holen wir eine Wegzehrung beim MPreis, dann setzen wir uns in den Zug hinauf nach Seefeld. Vom Bahnhof aus gehen wir über den Christkindlmarkt in Richtung „Camping Alpin“.

Dort nehmen wir den Weg zur „Triendlsäge“. Auf dem Weg sammle ich fleißig Geocaches ein, dieser Weg ist gespickt mit den „Holz-Stein-Wasser“-Dosen. Rasch kann ich einige Dosen finden.

Ein Stück müssen wir neben der Straße gehen, dann zweigen wir wieder ab in den Wald, ein Stück geht es aufwärts, durch das Fludertal Richtung Wildmoosalm.

Dort beim kleinen Teich, der mittlerweile fast ausgetrocknet ist, machen wir Mittagspause in der Sonne. Richtig fein… und die Brotzeit schmeckt wunderbar!

Die Temperaturen sind jedoch trotz Sonnenschein kühl, daher machen wir uns bald wieder auf, die zweite Cacherunde „Lovewalk“ zu machen. Wir kommen am nun ausgetrockneten Wildmoossee vorbei.

Dieser See, und auch der Lottensee sind aperiodische Seen, die nur zu bestimmte Zeiten, gebunden an den Füllgrad der unterhalb liegenden Karsthöhlen „erscheinen“. Ein nicht vorherseebares Naturwunder, das nur alle paar Jahre beobachtet werden kann.

Da dieser Teil der Wanderung im Schatten liegt, machen wir uns bald auf zum nächsten See, dem Lottensee. Dazwischen bewundern wir die Golfanlage Seefeld-Wildmoos und das gigantische, aber alles andere als schöne „Hotel Interalpin“, im Hintergrund die „Munde“

Nun sind wir wieder ein wenig in der Sonne und es ist gleich ein wenig gemütlicher. Der dritte See im Bunde ist der Möserersee, ein Produkt eines sogenannten Toteislochs. Das ist ein von einem Gletscher abgebrochenes Stück Eis, das von Moränengeroll überdeckt wurde. Dieses Eis ist dann sehr langsam abgeschmolzen und in dem entstandenen Loch ist dann der Möserersee entstanden.

Wieder durch den Wald erreichen wir in leichtem Auf- und Ab dann Seefeld. Ein ernüchterner Anblick sind die beschneiten Pisten inmitten vom Grün, da heuer der Naturschnee noch auf sich warten läßt. Trotzdem sind genug Wintersportler am Weg, auch eine Langlaufloipe aus Kunstschnee breitet sich vor uns aus. Die Piefkesage läßt grüßen…

Da unser Zug erst in einer Dreiviertelstunde fährt, kehren wir noch am Christkindlmarkt ein und gönnen uns einen heißen Honigmet. Wunderbar. So läßt sich die Wanderung sehr gut abschließen.

Tourendaten
Gesamtdistanz: 20,07 km
Gesamtdauer: 6:00 h
Höhenmeter: 651 m

161204 Überschreitung Seebergspitze-Seekarspitze

Der Schnee läßt immer noch auf sich warten, das freut das Wandererherz natürlich um so mehr. Heute gehts bei bestem, wenn auch kaltem Wetter von Pertisau über die Seebergspitze (2.085m) und die Seekarspitze (2.053m).

Alsons und ich starten nach der sehr wichtigen Wahl unseres Präsidenten mit dem Auto von Aldrans nach Pertisau. Ca. 45min. brauchen wir für die Strecke.

In Pertisau finden wir gleich einen Parkplatz, die Temperaturen sind bei -4°C. Richtig kühl also.

Wir gehen gleich vom Parkplatz in angenehmer Steigung hinauf, bald schon ist uns warm und die Jacken müssen in den Rucksack.

Der Steig zieht immer weiter hinauf, zuerst durch einen Buchenwald, dann durch Latschen. Die Aussicht auf den See und die umliegenden Berge wird mit jedem Schritt besser, wir genießen den Ausblick um uns in vollen Zügen.

Im Wald sehen wir ein paar Gämsen, und obwohl der Weg teilweise sehr steil ist, ist die Geherei sehr angenehm.

Nach ungefähr 2h erreichen wir das erste und für heute höchstes Ziel, die Seebergspitze (2.085m).

Wir legen eine kurze Pause ein, essen einen Müsliriegel und beschließen, gleich weiterzugehen. Am Gipfel liegt schon ein wenig Schnee, daher ziehe ich mir die „Chainsen“, meine Grödel an. Diese erreichtern mir den nördlichen Abstieg mit einigem Schnee doch erheblich.

Im Sattel zwischen den zwei Berggipfeln schauen wir uns um, gehen jedoch gleich wieder weiter, um auch die Seekarspitze zu besteigen. Der Pfad zieht ziemlich direkt am Grat entlang hinauf, obwohl die Entfernung am Anfang trügt, sind wir relativ schnell auf dem zweiten Gipfel, der Seekarspitze (2.053m).

Dort sind schon deutlich mehr Leute am Gipfel als auf der Seebergspitze, aber überlaufen kann man das auch nicht nennen. Wir finden eine feine Bank in der Sonne, Alfons packt ein kleines Bier aus und wir brotzeiten nach Herzenslust.

Ausnahmsweise ist es total windstill, so kann man es schon eine Weile aushalten.

Nachdem wir ausgiebig gejausnet haben und über die Berge in der Umgebung debattiert haben, brechen wir auf, um unsere Überschreitung weiterzuführen.

Die Spikes haben wir auch schon wieder angezogen, denn die machen das gehen auf dem Schnee einfach angenehmer.

Direkt hinter dem Gipfelkreuz geht der Pfad steil nach unten. Da es hier nordseitig ist, ist hier der Schnee auch liegengeblieben.

Trotzdem ist der Weg sehr gut zu gehen, wir kommen rasch vorhan, und bald erreichen wir die Seekaralm (1.500m). Ab hier geht eine Forststraße ins Tal, die wir jedoch immer wieder abkürzen können.

Rasch erreichen wir die südlichsten Ausläufer der Gemeinde Achensee.

Am See, genauer gesagt am wunderschönen Gaisalmsteig (Mariensteig) entlang, wandern wir mit wunderbaren Ausblicken auf den Achensee bis zur Gaisalm (938m).

Es fängt schon langsam an zu dämmern, aber unser Ziel liegt nicht mehr weit vor uns.

Nach einer weitern Stunde stehen wir glücklich ob der feinen Runde wieder beim Auto und fahren nach Hause.

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:30h
Gesamtlänge: 17,85 km
Höhenmeter: 1.627 m

161125 Stanser Joch (2.103m)

Es herrscht immer noch Wanderwetter in Tirol, der Schnee läßt auf sich warten. Bei den Touren muß man jedoch schon Abstriche machen, in den Nordlagen und in Mulden liegt schon genügend Schnee, um so manche Tour schwierig zu gestalten. Es wird wieder Zeit, daß Alfons und ich eine Tour machen…

Wir haben uns eine schöne südseitige Tour ausgesucht, das Stanser Joch. Direkt nach der Arbeit fahren wir nach Stans, unterwegs kaufen wir noch eine Brotzeit.

Vom Parkplatz an der alten Pfarrkirche gehen wir los, zuerst hinauf zum Wallfahrtsort „Maria Tax“. Schön steht das kleine Kirchlein über dem Inntal.

Ein Stück am Wolfsklamm-Kreuzweg entlang erreichen wir den Heuberg, und über diesen steigt der Steig fast gerade hinauf zum Stanser Niederleger (1.355m)

Der Steig 235 steigt weiter hinauf, zuerst im Wald und dann über einen Latschengürtel, bis wir den Stanser Hochleger (1.961m) erreichen.

Schon seit einiger Zeit sehen wir immer wieder das Gipfelkreuz, obwohl es so manches Mal nicht einfach zwischen den Lawinenverbauungen ersichtlich ist.

Ein Stück gehen wir auf der Baustraße der Lawinenverbauungstrupps, dann beschließen wir, durch eben diese Lawinenverbauungen direkt hinauf zum Gipfelkreuz zu steigen.

Oben empfängt uns ein sehr kalter Wind und eine grandiose Aussicht auf das Rofan im Norden, im Westen die Ausläufer des Karwendels.

Alfons und ich philosophieren, daß es hier im Sommer auch sehr schön sein muß, evtl. auch mit dem Rad.

Da es am Gipfel sehr kalt ist, beschließen wir, erst am Hochleger eine Pause zu machen.

Nach nicht ganz 30min. erreichen wir den Hochleger und machen eine ausgiebige Rast, mit Bier und Brotzeit. Es wird dumper, daher müssen wir die Taschenlampen schon mal auspacken.

Der Weg ist im Taschenlampenlicht gut ersichtlich, da aber durch die Schneeschmelze der Weg recht aufgeweicht ist, rutschen wir gelegenlich durch die Gegend und müssen über unsere Ungeschicktheit recht lachen. Trotzdem erreichen wir die Wallfahrtskirche „Maria Tax“ nach 1 1/2h ohne Probleme.

Da es nun schon dunkel ist, leuchtet der Christbaum neben der Kirche in schönstem Lichte.

Von dem Kirchlein erreichen wir sehr bald den Parkplatz und damit das Ende einer wunderbaren Feierabendrunde.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:30 h
Gesamtdistanz: 12,44 km
Höhenmeter: 1.564 m

161121 Lanser Alm (1.735m)

Ein harter Föhnsturm zieht über das Innsbrucker Gebiet, am Patscherkofel werden Windspitzen bis fast 160km/h gemessen. Einziger Vorteil einer solchen Wetterlage: Die Temperaturen sind wieder mild. Und da der Wind im Wald nicht ganz so fest weht, beschließe ich, am Abend noch auf die Lanser Alm zu gehen.
Ich parken an der Römerstraße, kurz nach Lans. Von dort gehe ich über die Felder, gegen den Wind gelehnt, bis ich endlich den schützenden Wald erreiche.

Bald schon zweige ich auf den Ochsensteig ab, hier zieht der Weg in angenehmer Steigung direkt Richtung Lanser Alm. Ich kreuze einen Forstweg, diesem folge ich ein Stück, denn ich möchte ein paar Geocaches auf dem Weg einsammeln.

Der Forstweg hinauf zur Alm scheint ganz neu angelegt worden zu sein, und bietet sich auch für eine schöne Mountainbiketour an.
Ca. 15min. folge ich dem Forstweg, dann zweige ich auf einem verwachsenen Steig durch den Wald ab. Dieser sogenannte Steig scheint aber nur auf der Karte zu existieren, trotz sehr gutem Licht ist der Weg nach 50m weg, und ich stehe im Wald.
Naja, ich muss eigentlich immer nur gerade hinauf durch den Wald gehen, dann muss ich bald wieder auf die Forststraße kommen.

Unzählige glänzende Augenpaare strahlen mich aus dem Wald an, ein ganzes Rudel Rehe steht direkt vor mir. Als ich kurz das Licht der Stirnlampe wegdrehe, raschelt es. Als ich wieder Richtigung Rehe schaue, sind die scheuen Tiere verschwunden.

Über mir arbeitet der Föhn an den Baumwipfeln, manchmal spüre ich sogar eine Böe am Boden. Ich biege auf dem Steig um eine Kurve, vor mir sitzt ein kleiner Hase und schaut mich erschreckt an. Im Hintergrund sehe ich auch schon die neue Lanser Alm. Die Alm wurde, nachdem sie ein paar Jahre geschlossen war, im Jahre 2015 saniert und ist nun wieder ein heißer Tipp im Südlichen Mittelgebirge.

Ich suche mir ein windstilles Plätzchen und mache eine kleine Pause. Die Aussicht auf Innsbruck ist wunderschön…

Ich nehme einen direkteren Weg, fast schon die Direttissima hinunter ins Tal, durch die föhnbedingte Schneeschmelze ist der Weg stellenweise stark matschig, zweimal rutsche ich fast aus. Scheue Rehaugen beobachten mich auf meinem Abstieg.

Kleine Monster blicken mir nach…

Weiter unten wird der Weg dann trocken und ich komme rasch voran. Über das windige Feld erreiche ich wieder den Parkplatz und mein Auto.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:20 h
Gesamtlänge: 9.91 km
Höhenmeter: 848 m

161105 Kohlbergspitze (2.202m)

Das Wetter ist nicht ganz so, wie man es fürs Bergsteigen haben möchte, aber was solls: Föhn und hohe Wolken…

Ich starte sehr früh in Aldrans los, dieser Tage ist es um 5:45h schon stockfinster…

Zuerst mit dem Bus, anschließend bringt der Zug mich nach Bichlbach. Dort wartete Papa schon auf mich.

Unser Ziel ist heute die Kohlbergspitze. Auf den ersten Blick kein Traumziel, aber die Aussicht soll ein Wahnsinn sein. Lass es uns herausfinden, unser Motto!

Obwohl es bewölkt ist, ist der Aufstieg angenehm. Es geht gleich rauf, zuerst durch Wald, dann eröffnet sich der erste Blick auf den Talkessel von Ehrwald, mit Zugspitze und Sonnenspitze. Sehr schön…

Der Föhn bläst über unsere Köpfe.  Doch noch merken wir im Wald nicht viel. Das wird sich später noch ändern.

Die Waldgrenze ist bald erreicht, nun offenbart sich die Qualität dieser Tour. Die Aussicht ist dank hoher Wolken sehr gut. Allerdings hat der Wind auch aufgefrischt und bläst uns jetzt stattlichen in den Rücken.

Bald ist das Gipfelkreuz in Sichtweite, davor stehen gefühlte 100 Gamsböcke. Wir genießen den Blick auf die scheuen Tiere, doch schon bald laufen sie auf und davon, im Schlepptau einige Jungtiere.

Die letzten Meter zum Gipfelkreuz ist des dann schon recht frisch, denn der Wind hat jetzt richtig eingesetzt…

Und dann stehen wir am Gipfelkreuz, mit wunderbarem Ausblick. Getrübt wir die Rundumsicht nur durch den extrem kalten Wind. Im Inntal ist der Föhn wenigstens warm…

Der Ausblick ist atemberaubend (nicht nur wegen dem Föhn). Unser Hausberg, der Säuling, steht ganz alleine da und ist von dieser Seite wirklich ein beeindruckender Berg. Im Vordergrund sieht man gut den Plansee.

An eine gemütliche Brotzeit ist leider nicht zu denken, wir beschließen, ein Stück abzusteigen und in den Latschen unsere Brotzeit zu genießen.

Schon wenige Meter unter dem Gipfel ist es gemütlicher, bald finden wir ein feines Platzerl, wo wir es und gemütlich machen.

Dann steigen wir ab, den gleichen Weg, bald wieder durch den uralten Wald, der mich schon im Aufstieg fasziniert hat.

Bald erreichen wir den Talboden, gerade pünktlich für meinen Zug retour nach Aldrans. Ich verabschiede mich von Papa, dann fährt auch schon die Lokomotive ein.

Die Fahrt verläuft ruhig, eine sehr nette Schaffnerin plagt sich mit meinen Handyticket ab.

In Innsbruck gönne ich mir noch ein Bier beim Türken, dann gehts mit dem Bus heim. Heute war die Öffi-Fahrzeit länger als die eigentliche Bergtour, aber ein Spaß war es allemal.

Fazit: Sehr schöne Tour, trotz, oder im Bezug auf die Sicht, vielleicht sogar wegen dem Föhn. Die Aussicht von der Kohlbergspitze ist grandios…

Tourendaten
Gesamtdistanz: 10,33 km
Gesamtdauer: 4:20 h
Höhenmeter: 1.175 m

161029 Tschirgant (2.370m)

Heute konnte ich endlich wieder einen Must-Have Berg auf meiner Liste abhacken. Nach einem spontanen Ausmachen mir einer Arbeitskollegin mache ich mich in aller Frühe mit dem Zug auf nach Imst, wo wir uns treffen.

Die Müdigkeit ist mir noch ins Gesicht geschrieben…

Michaela und Simon holen mich am Bahnhof ab, dann fahren wir zum Parkplatz bei der Karrösteralm (1.468m).

Dort starten wir los, über den Steig hinauf zur Spitze des Tschirgant. Dieser Berg hat mich schon länger fasziniert, heute soll eine Überschreitung gelingen.

Der Weg geht zuerst durch Wald, die Steigung ist angenehm, das Wetter entgegen der Vorhersage doch nicht so prickeln.

Trotzdem geht der Aufstieg gut voran, bald erreichen wir die Waldgrenze. Je weiter wir raufkommen, desto besser wir die Aussicht.

Bald erreichen wir den Grat, für gute Unterhaltung ist gesorgt. Wir beschließen, das Haiminger Kreuz noch mitzumachen, das zwar nicht direkt am Weg liegt, aber trotzdem einen Umweg wert ist.

Hier pausieren wir kurz und schauen uns die Umgebung an.

Dann gehts hinauf zum unserem Tagesziel. Der Steig ist sehr schön ausgebaut.

Bald stehen wir am Gipfel.

Marend, so wirds im Oberland genannt, ist angesagt. Einen Geocache kann ich auch noch bergen, die Sonne lacht nun vom Firmament. Zwei Damen, die kurz nach uns kommen, erklären uns, das sei ihre „Schuld“ 😜

Wir genießen die wunderschöne Aussicht, speziell auf Schonwies, dann brechen wir wieder auf. Wir gehen am Grat entlang zur Bergwachtshütte, der Steig zieht steil runter.

Wir inspizieren noch zwei Bergwerksstollen, beim Zweiten gehe ich nicht besonders weit rein, denn dazu habe ich nicht die passende Kleidung.

Das Wetter (Bergmannssprache für Wind) zieht beeindruckend aus dem Loch, da muss ich nochmals her, das muss ich mit Papa mal anschauen.

Der Steig hört bald auf und wie erreichen eine Forststrasse, die uns zur Alm zurückführt. Leider liegt diese im Schatten, so lädt uns Michi spontan zu sich ein.

Im Garten genießen wir ein Bier und nochmals eine gute Marend, dann wird es Zeit für mich, Abschied zu nehmen. Michi und Simon bringen mich zum Bahnhof, den Railjet erreiche ich gerade noch. Auf schnellen Schienen geht es wieder heimwärts.

Danke für die tolle Tour an meine zwei „Bergführer“. Es war wunderschön…

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:15 h
Gesamtdistanz: 9,39 km
Höhenmeter: 997 m

161022 Wildmoossee

Heute zieh ich bei schönstem Wetter mit meinem Sohnemann aus, den Wildmoossee anzuschauen.

Mit dem Zug fahren wir nach Seefeld, da es schon fast Mittag ist, beschließen wir, gleich Brotzeit zu machen. Dann ziehen wir los auf dem Wanderweg Richtung Wildmoossee.

Der Weg ist schön, im Schatten ist es jedoch immer kalt. Sobald wir wieder in der Sonne gehen sind die Temperaturen angenehm.

Nach ca. 1 Stunde erreichen wir den See, der jedoch fast ausgetrocknet ist. Ich setze mich ein wenig in die Sonne, Letu spielt am Seeufer.

Plötzlich ein panischer Schrei vom Sohnmann, er steckt im Schlamm fest. Er kommt nicht mehr vor und zurück, gottseidank habe ich einen Wanderstock mit, mit dem ich ihn herausziehen kann. Die Schuhe sind schlammverkrustet, die Socken natürlich nass.

Obwohl der See fast ausgetrocknet ist, ist das Ufer noch richtig schlammig. Letu wollt ihr einen Ast holen, dabei ist ihm das Missgeschick passiert.

Also heißt es, Wanderung abbrechen, um rasch zurück nach Hause zu kommen. Wie gehen den gleichen Weg zurück, und erreichen auch bald wieder den Bahnhof.

Lange müssen wir nicht warten, dann kommt auch schon der Zug nach Innsbruck und damit nach Hause.

In Innsbruck machen wir noch einen Zwischenstopp im Café, dann ist auch unser Bus schon da.

Eine schöne Tour mit kleinen Missgeschick, habe uns hat es beiden viel Spaß gemacht. Wir haben die herbstlichen Farben sehr genossen.

161010 Sistranser Alm (1.609m)

Heute am Abend zieht es mich nochmals auf den Berg. Ich beschließe, vom Parkplatz in Sistrans auf die Sistranser Alm zu gehen. Beim Rauffahren fallen schon ein paar Regentropfen, aber zum Glück so wenig, daß es mich von meinem Plan nich abbringen kann.
Die Taschenlampe ist heute schon notwendig, denn im Wald ist es nicht gerade hell. Trotzdem kommt mir schon nach ein paar Metern eine Joggerin ohne Licht entgegen. Ich lasse die Lampe trotzdem an.

Das erste Stück gehe ich noch auf der Forststraße, dann zweigt der Steig ab, hinauf zur Alm. Ein schöner Weg, der auch sehr gut in der Nacht gemacht werden kann. Nach 55 Minuten erreiche ich auch schon die Alm.

Ich mache eine kurze Pause, aber da es leicht zu Graupeln begonnen hat, bleibe ich nicht lange. Kalt ist es auch und ich gscheit verschwitzt. Also schnell wieder runter ins Tal.
Direkt unter der Alm kann ich mir noch einen Geocache, die Sistranser Alm sichern, gefunden ist die Dose rasch. Dann gehts schnell zurück in die Zivilisation :D.
Nach 45 Minuten bin ich auch schon wieder beim Auto und rasch zu Hause. Das war gerade das Richtige für den Abend.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtstrecke: 8,7 km
Höhenmeter: 801 m

160925 Brennerspitze (2.877m) und mehr

Heute beschließe ich, alleine auf die Brennerspitze zu gehen. Und da Lucy das Auto braucht, mache ich mich mit dem Bus auf nach Krössbach bei Neustift. Um 6:20 Uhr gehe ich zum Bus, bald schon steht der Gelbe Kasten da. Ich bestelle mein Ticket nach Krössbach und erlebe eine tolle Überraschung. Heute ist Mobilitätstag, daher zahle ich für den ganzen Tag nur 2 Euro. Wow… das kann was.

Nach ca. einer Stunde erreiche ich meinen Ausgangspunkt und mache mich auch gleich auf zur Milderaunalm.

Die Hütte habe ich nach einer guten Stunde errreicht, da es noch früh ist, gehe ich gleich weiter. Bis zur Alm war ich immer im Wald, kurz nach der Hütte erreiche ich offeneres Gelände. Der Ausblick auf das Stubaital wird immer besser.

Gut eine halbe Stunde später stehe ich auf dem Hühnerspiel (2.181m), einem kleinen Plateau mit wunderbarer Aussicht auf die Gletscher.

Ich bleibe aber nicht lange, sondern mache mich auf zu meinem Tagesziel, der Brennerspitze.

Der Weg wird immer ausgesetzer und steiler, manche Stellen sind schon ein wenig spannend, werden aber von mir in aller Gemütlichkeit gemeistert.

Mit Hudelei ist noch niemand ans Ziel gekommen. Der Weg zieht immer am Grat entlang, die Aussicht ist ein Wahnsinn.

Bald erreiche ich eine Mulde, der Gipfel ist in greifbarer Entfernung. Noch ein paar Meter, dann stehe ich oben auf dem Gipfel der Brennerspitze (2.877m). Eine Parkbank läd hier zum Rasten ein. Volle fein. Wer die wohl raufgeschleppt hat?

Zwei Leute sind mir im Aufstieg entgegengekommen, also viel ist nicht los. Kein Wunder, müssen doch fast 1.800m im Aufstieg bewältigt werden. Ein Pärchen sehe ich hinter mir herkommen, wir sind immer das gleiche Tempo gegangen, daher blieb der Abstand auch konstant. Nun erreichen sie auch den Gipfel, und… welch ein Hallo, ein Bekannter von der Arbeit, Benni. Mit im Gefolge hat er Dani.

Wir genießen den Blick vom Gipfel und kommen ins Gespräch. Sie wollen über den Grat über Mittergratspitze, Gamsspitze und Seblasspitze zum Seblaskreuz gehen. Nach ein wenig Überlegen beschließe ich, mich anzuhängen.

Wir steigen vom Gipfel Richtung Norden ab, immer wieder sind kleine teuflische Raureifflecken zu bewältigen.

Ansonsten ist der Weg sehr gut, einzig die Markierungen sind nicht gerade üppig gesät. Ein, zwei Mal kommen wir vom rechten Weg ab.

Trotzdem finden wir unseren Weg gut über das Grat und erreichen zufrieden das Seblaskreuz.

Nach einer kurzen Pause steigen wir ab, Richtung Brandstattalm. Bevor wir jedoch dieses Kleinod erreichen, müssen wir Dani helfen, ein paar Granten (Preiselbeeren) zu klauben. Das ist aber bei diesem Überfluss, der uns umgibt, schnell passiert. Dazwischen essen wir ein paar „Hoadlbeern“, auf das unsere Lippen sich schon blau färbe.

Dann kehren wir noch in der schon erwähnten gemütlichen Brandstattalm ein und genießen ein Bier, ein Hoch auf die bestandenen Abenteuer. Gemütlich läßt es sich in der Sonne sitzen, einzig eine Wolke, die sich frech vor die Sonne schiebt, trübt das feine Zusammensitzen.

Die Zeit bleibt nicht stehen, daher steigen wir ab ins Tal. Benni und Dani nehmen mich mit dem Auto mit nach Mieders, von wo aus ich gleich noch einen Anschlussbus nach Innsbruck erreiche.

Die Wartezeit am Bahnhof verdinge ich mir noch mit einem zweiten Bier, dann geht die Fahrt auch los, nach Hause.

Eine tolle Tour, dank Dani und Benni auch mit schöner Verlängerung. Wunderbar, denn das Wetter war auch noch dazu vom Allerfeinsten. Danke dafür.

Tourendaten
Gesamtlänge: 15,7 km
Gesamtdauer: 5:50 h
Höhenmeter: 1.893 m

Karte

160924 Der Weg des Adlers (Teil 1)

Heute steht „Der Weg des Adlers, Teil 1“ auf dem Programm, eine Power-Geocachingrunde auf den Glungezer. Ich starte schon früh, denn heute in der Nacht hat mich ein Mosquito zur Weisglut getrieben. In der Früh habe ich es nicht mehr ausgehalten, also raus aus dem Bett und zum Start meiner Runde.

Mit dem Auto fahre ich nach Volderwildbach, dort am großen Parkplatz lasse ich das Auto stehen. Doch welch ein Schreck, hier muß man zahlen. Gestern noch hatte ich das im Internet gecheckt, freier Parkplatz war angesagt… wie ungut. Ein Blick in meine Geldtasche zeigt mir, daß Münzen (wie auch anderes verwertbares Papier) Mangelware ist… zum Glück sehe ich eine Bäuerin, die ich nach den Tatsachen frage. Ihre Antwort läßt mir einen Stein vom Herzen fallen: „Des koschtet nix… auf dem Parkplatz kanscht schun parken“.

Da heute das Geocachen im Vordergrund steht, starte ich vom Parkplatz gleich zum ersten Cache, der nur ein paar Meter entfernt ist. Die Dose ist schnell ausgemacht, und ich kann mich verewigen.

Über Windegg, Neue Gufel, die Schipiste erreiche ich bald schon die Tulfeinalm. Alle 300m ist ein Cache versteckt.

Obwohl die Dosen fair versteckt sind, vergeht doch ganz nett Zeit. Diese muß ich durch schnelleres Gehen zwischen den Caches wettmachen :).

In der Nähe der Tulfeinalm mache ich eine Pause, dann gehts weiter, zuerst Richtung Schartenkogellift und anschließend hinauf zur Glungezerhütte.

Die Hütte lasse ich links liegen und mache mich zum Tagesziel, der Sonnenspitze (2.639m) auf. Dort lasse ich mich zuer verdienten Gipfelrast nieder und vertilge meine Brotzeit.

Auf dem Runterweg nehme ich noch ein paar Extradosen mit, auf dem Schartenkogel (2.311m) pausiere ich nochmals kurz, dann gehe ich den wunderschönen Schartenkogelsteig hinunter bis zum Einser-Sessellift der Glungezerbahn.

Da ich glücklicher Besitzer des Freizeittickets bin, gönne ich mir den Luxus einer lustigen Talfahrt im warscheinlich letzten 1er Sessellift von Tirol.

Bei Halsmarter muß ich dann wieder abzweigen, denn das Auto steht ja im Voldertal, und der Lift fährt nach Tulfes. Pech aber auch, so muß ich den zweiten Teil mit dem Lift auslassen und wieder per Pedes weitermachen.

Dies stellt sich als glückliche Fügung heraus, denn das Voldertal und der Weg dorthin ist wirklich schön. Über den Hoch- und Niederleger der Stiftsalm erreiche ich zufrieden wieder meinen Ausgangspunkt und das Auto.

Tourendaten
Gesamtlänge: 25,7 km
Gesamtdauer: 8:00 h
Höhenmeter: 1.903 m

Karte