Es ist wieder so weit, die Wiese auf der Hütte schreit danach, frisiert zu werden… das Grashaupt der Nachbarwiese ist schon kurz und schön… bei uns wuchert aber ein noch schönes Blumenmeer… dennoch, damit das so bleibt, müssen wir auch ran!
Mit Letu fahre ich am Freitag auf die Hütte, damit wir für den nächsten Tag alles herrichten können. in der Nähe wurde Holz geschlägert, das müssen wir natürlich genauer inspizieren.
Am Abend wird noch einmal das schöne Feld dokumentiert, wir machen ein Feuer und genießen den lauen Abend. Es ist immer wieder fein hier oben!
Ganz in der Früh, nachdem wir am Vortag gedengelt und hergerichtet haben, starte ich mit dem ersten Teil. Das Gras ist taufeucht und lässt sich wunderbar schneiden. So geht gleich mal was weiter.
Letu ist dieses Mal eine große Hilfe, er mäht im unteren Teil, rund um den Holzstadl. Er hat die letzten Jahre gut aufgepasst, bei ihm ist der Fortschritt rasch zu sehen.
Bahn für Bahn wird abgemäht, schon am frühen Vormittag steigt die Temperatur in hitzige Höhen, die Freude auf den Nachmittag wird so ein wenig getrübt… nichts desto trotz wird geschnitten was das Zeug hält.
Am frühen Nachmittag holen wir Sara vom Bahnhof in Reutte, dann gehen wir eine Runde schwimmen im Urisee. Die Erfrischung tut gut, allerdings hat bedingt durch die konstant hohen Temperaturen auch das Wasser den Erfrischungseffekt ein wenig verloren…
Zurück auf der Hütte geht die Arbeit gleich weiter, am späteren Nachmittag hat sich ein wenig Schatten über die Wiese gelegt, nun ist die Arbeit, abgesehen von ein paar renitenten Bremsen, wieder angenehm.
Am Abend entschließen sich die Kinder, auf der Terrasse zu schlafen. Die Temperaturen fallen in der Nacht dann doch, wir sind im Ausserfern. Aber die guten Schlafsäcke auf der Hütte schützen zuverlässig vor Kälte und Getier.
Fast noch zu nächtlicher Stunde, die Kinder schlafen tief und fest, starte ich mit dem letzten Teil des Feldes. Auch hier, der Taunässe gedankt, komme ich rasch voran, schon bald ist ein Ende der Maht in Sicht.
Auf den letzten Metern bricht mir noch die Sense, da war ich wohl ein wenig zu hart am Arbeiten. Leider an einer Stelle, die nicht mehr repariert werden kann. Also muss ich für nächstes Jahr ein neues Blatt besorgen. Zum Glück ist die Wiese fertig gemäht.
Im Anschluss wird die Wiese noch geputzt, das Heu entsorgt und die Hütte aufgeräumt. Hier ist Sara die Hüttenwirtin und sorgt für uns alle! Wir sind am Abend bei Mama, eine Runde schwimmen zur Erfrischung und dann eine gute Pizza… so kann das Arbeitswochenende ausklingen. Wir haben alles geschafft, das ist ein angenehmes Gefühl. Und dank der Hilfe der Kinder war es dieses Mal auch gut machbar. Danke dafür!
Zweiter Tag Canyoning, selbe Schule aus Luxemburg, neue Klasse. Die Schüler wissen natürlich schon vom der ersten Gruppe, was auf sie zukommt.
Voller Spannung begeben wir uns erst nach Breitenwang, dann bestreiten wir den Aufstieg.
Der erste Teil ist wie gewohnt steil, doch dafür ist gleich am Anfang das Härteste erledigt. Die Gruppe ist stärker als am Vortag, wir sind flott am Weg.
Leider ist das Wetter heute nicht mehr so fein wie gestern, es ist um die 5°Celsius kühler, das merken besonders die Mädchen sehr rasch…
Am Einstieg gibt es noch ein ausführliches Sicherheitsgepräch, die Schwimmrunde lassen wir wegen der Temperaturen heute aus.
Nach dem ersten Sprung kommt auch gleich wieder die erste Abseilstelle. Links und rechts wird gearbeitet, flott und sicher werden die Jugendlichten abgeseilt.
Allen macht es Spaß, und wie schon eingangs gesagt, es handelt sich hier um eine überdurchschnittlich sportliche Schulklasse! Super!
Trotz flotter Arbeit und gutem Mittun dauern die Abseilstellen immer am Längesten. Dennoch läuft alles sehr gut, wir sind zufireden.
Nach dem zweiten Abseiler und dem höheren Sprung ist den meisten Kindern nun kalt, aber wir haben noch eine kleine Überraschung parat. An dieser Stelle müssen die Teilnehmer eine „Schweinerolle“ und eine Kopfüberrutsche bewältigen.
Das macht so viel Spaß, dass die Kälte fast wieder vergessen ist.x
Es folgt eine längere Gehstrecke, damit alle wieder auf „Betriebstemperatur“ kommen, dann bewältigen wir die letzten Hindernisse, Sprünge, einen Mini-Klettersteig und eine kleine Rutsche.
Die Hochmotivierten dürfen noch den großen „G`ländersprung“ über 9m wagen, der Rest begibt sich zum Schlusssprung nach der Eisenbrücke.
Ein lustiger Tag mit einer lustigen Truppe.
Beide Tage haben viel Spaß gemacht und waren für mich ein perfekter Start in die Saison. Gerne bald wieder!
Mit dem Frühjahr fängt auch immer wieder die Canyoning Saison an. Meine erste Tour heuer führe ich gleich mit Stammgästen, einer Schülergruppe, durch. Nachdem wir uns an der Bootshütte getroffen haben, werden die Schüler eingekleidet, ein wenig chaotisch, wegen der Menge an Leuten…
Mit dem Transporter fahren wir zum Ausstieg in der Nähe des Kraftwerks Plansee. Über den Ministersteig erreichen wir den Einstieg in die Schlucht. Zuerst kühlen wir uns allerdings im Plansee ab, so wird der Neopren erstmalig nass.
Ein Sprung aus ca. 4m markiert den Start der Tour, kurz danach sind wir schon bei der ersten Abseilstelle. Einer nach dem anderen wird über die Stufe abgeseilt.
Ein weiterer Sprung und eine kurze Laufstrecke bringen uns zum zweiten Abseiler.
Während die letzten Schüler noch abseilen, bin ich mit den ersten Leuten weiter zu einem schönen Sprung gegangen. Dort dürfen sich die Mutigen austoben… ca. 7m sind zu bewältigen!
Einigen ist nun arg kalt geworden, gerade nun kommt die längere Gehstrecke gelegen. Bald ist allen wieder warm!
Am Schluss der Tour haben wir noch ein paar Sprünge, die von allen bravorös gemeistert wurden.
Obgleich wir flott gearbeitet haben und nicht wirklich geschlendert haben, ist heute viel Zeit vergangen. Unterm Strich hat es aber allen sehr gut gefallen und das ist die Hauptsache! Ein wunderbarer Start in die neue Saison!
Nach unserem Trip nach Bozen steht schon die nächste Reise an. Wir fahren auf die Hütte, dort müssen noch ein paar Sachen vor dem Winter erledigt werden. Letu und ich übernachten auf der Hütte, am nächsten Tag stößt Papa noch zu uns.
Wir wollen heute um den Säuling gehen, den Gipfel wollen wir am Rückweg dann noch mitnehmen. Start ist zuerst wieder der Forstweg bis zur Abzweigung „Pflacher Älpele“, dann folgen wir dem Steig zum Säulinghaus.
Trotz regem Andrang ist die Hütte heute geschlossen. Allerdings könnte das Naturfreundehaus evtl. am Nachmittag öffnen, so unser Kalkül. Wir wandern weiter in Richtung Pilgerschrofen.
Plötzlich sehen wir ein kleine Herde Steinböcke, die nicht weit vom Wege grasen. für Letu und mich eine kleine Sensation, Papa kennt diese Herde schon besser.
Nachdem wir uns an den majestätischen Tieren sattgesehen haben, wandern wir in konstantem Auf- und Ab weiter zum Pilgerschrofen.
Im Rückblick kann man gut den Gipfel des Säulings ausmachen. Es ist warm, ein leichter Föhnwind bläst.
Der Ausblick auf den Talkessel, das Lechtal und die Tannheimer Berge ist beeindruckend, allerdings bilden sich schon leichte Schlieren in der Luft.
Auch das Alpenvorland, Vils, Pfronten kann man von hier gut einsehen.
An der „berühmten“ blau-weißen Grenzstange, die auch den Aufstieg zum Pilgerschrofen kennzeichnet, machen wir eine kurze Trinkpause.
Dann wird es ein wenig schattig, wir sind nun in den Nordhängen der 12 Apostel, die über uns thronen.
Auch hier ist stetiger Wechsel von Auf- und Abstieg zu bewältigen, bis wir wieder auf die Abzweigung zum Säuling stoßen.
Ab hier wird der Weg wieder ein wenig interessanter, ein paar harmlose Kletterstellen gefallen besonders meinem Junior.
Die kleine Eisenleiter ist sicher ein Highlight des kurzweiligen Aufstieges.
Es sind nun schon mehr Leute am Weg, die von der Bleckenau, bzw. vom Schloss Neuschwanstein aufgestiegen sind. Beim Blick zurück ins Alpenvorland kann man das Schloss, dahinter den Forggensee gut erkennen.
Kurz vor dem Hexenboden am Säuling erblicken wir das erste Mal den Gipfelaufstieg. Uns trifft fast der Schlag, wahre Kolonnen sind auf dem Weg zum Gipfel. Für einen Sonntag war das eigentlich zu erwarten.
Letu legt sich kurz in die Sonne, während Papa und ich überlegen, wie wir weitergehen sollen. Nach kurzer Beratung beschließen wir, den Gipfel heute auszulassen, zu viele Leute sind am Weg. Nicht nur die Staugefahr ist hoch, auch Steinschlag ist somit ein Thema.
Der knackige Abstieg zum Säulinghaus ist jetzt noch besser machbar, wenn sich nicht alle Leute im Abstieg befinden. Hier heißt es nun aufpassen, auch um keine Steine loszutreten.
An den Engstellen müssen wir immer wieder auf Leute, die von unten kommen, warten. Es ist echt die Hölle los…
Unbeschadet erreichen wir das Säulinghaus, hier machen wir nochmals eine kurze Pause. Die Hütte ist immer noch geschlossen, der Wirt versäumt heute wohl einen potentiell umsatzreichen Tag.
Nach kurzer Rast und Stärkung machen wir uns wieder zur unserer Hütte auf, dort gibt es zwar kein Bier, aber Saft und eine gute Brotzeit.
Am Forstweg entlang erreichen wir schon bald die Abzweigung zur Hütte, am Himmel sind immer wieder Föhnfische zu sehen.
An der Hütte setzen wir uns gemütlich in die Sonne und lassen uns die Jause schmecken. Wieder mal haben wir den Tag gut genutzt und sind zufrieden mit der schönen Tour.
Tourendaten Gesamtdauer: 4:45 h Gesamtlänge: 12,97 km Höhenmeter: ▲1.270 m / ▼ 1.284 m
Der Herbst mit seinen schönen Farben ist für mich einfach die beste Wanderzeit. Heute plane ich mit Papa die Tauernüberschreitung von Nordwest nach Ost und zurück über den Plansee.
Wir starten beim Parkplatz auf der Sattelhöhe, kurz vor Frauenbrünnele. Von dort kann man auch gut runter zu den Stuibenfälle spazieren.
Unser Aufstieg ist steil, teilweise rutschig und einsam. Manchmal steht eine Gams in der Nähe, schaut skeptisch und grast weiter… ansonsten sind nur ein paar Vögel und viel Natur vorhanden.
Während der untere Teil der Wanderung im Wald liegt, lichtet sich weiter oben die Vegetation, es sind nur ein paar Latschen vorhanden. Dafür nimmt die Aussicht zu, schon kann man den Talkessel, die Tannheimer Berge, Säuling und Alpenvorland gut einsehen. Viel Zeit zum Erholen habe ich auf diesem Weg allerdings nicht. Papa macht gutes Tempo und der Weg steigt immer mehr oder minder steil den Hang hinauf.
Kurz vor dem Gipfel legt sich der Weg ein wenig zurück und wir erreichen den Grat. Nun geht es in leichtem Auf- und Ab zum Gipfelkreuz des Zunterkopfes (1.811 m).
Nebelschwaden hängen heute zwischen den Bergen, der Plansee kann von hier aus fast nicht gesehen werden. Die Stimmung ist allerdings magisch, wir sind uns einig, interessanter kann es fast nicht sein…
Immer wieder reißt die Wolkendecke auf, lässt uns weit sehen, Kohlbergspitze, Pitzeneck und Hochschrutte liegen direkt vor uns. Im Süden wälzt sich eine Wolkenwalze über das Gebirge.
Nach Nordwesten hin sehen wir den Säuling, auch hier schiebt sich eine Wolkendecke vom Alpenvorland herein. Gut einsehen kann man von hier auch den hinter uns liegenden Gratverlauf.
Ein paar steile Passagen müssen wir wieder runtergehen, ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Dennoch ist immer Obacht angesagt, schnell kann ein falscher Schritt zu Blessuren führen.
Da es, obwohl nicht besonders hoch, kühl und windig ist, haben wir uns präventiv gut eingepackt, als wir vom Zunterkopf losgegangen sind. Jetzt beim leichten Weiterweg bin ich froh um die Extraschicht am Körper.
Wieder ein Blick zurück, wir sehen im Verlauf den Zunterkopf und im Hintergrund die imposanten Felsgebilde der Tannheimer Berge.
Papa, der schon öfter am Tauern war, erklärt mir, dass der Weg dieser Tage um einiges besser ist als früher. Daher nehmen wir an, dass nun nun öfter Besucher auf diesen ehemals einsamen Hüter des Talkessels einfinden.
Schließlich erreichen wir auch den eigentlichen Tauerngipfel (1.841m). Oft wird bei der Besteigung fälschlicherweise der erste Gipfel, der Zunterkopf als Tauern bezeichnet.
Von hier führt nun ein schmaler werdender Steig weiter nach Osten, hinüber zum Jägersteig, der allerdings ob des größeren Ansturms auch schon besser gepflegt ist. Wenn ich hier von größerem Ansturm spreche, meine ich allerdings keine Innsbruck Verhältnisse… im Außerfern geht es immer beschaulich zu!
Der Heiterwanger See hat heute eine extrem auffällige Färbung, die durch das gedämpfte Licht noch besser zur Geltung kommt. Durch Sedimenteinträge hat das Gewässer einen milchigen Schein.
Im Gegensatz dazu strahlt der Plansee, mit der der Heiterwangersee durch den sogenannten Kanal verbunden ist, dunkel und klar zu uns herauf.
Der Weg ist hier stellenweise durch den gestrigen Regen aufgeweicht, das Gehen teilweise schwierig und unangenehm. Da meine alten Schuhe fast kein Sohlenprofil aufweisen, muss ich besonders aufpassen.
Hier im Bild sieht man nochmals den schönen Heiterwanger See, dahinter liegt Heiterwang, überragt vom Thaneller.
Über das „Verbrennte“ oder auch „Brand“, einer kahlen Bergflanke, die dem Namen nach mal abgebrannt ist, erreichen wir Ostseite des Massivs.
Gut sieht man von hier den Spieß und das Hochschruttemassiv, getrennt vom Pitzebach.
Alte Wälder säumen unseren Weg, ein kommerzieller Holzabbau würde sich wegen dem schwierigem Zugang nicht anbieten, daher dürfen die Riesen hier in Würde altern.
Auch so manchen verkrüppelten Kerl, evtl. durch starke Aufwinde verursacht, finden hier hier.
Kurz bevor wir den berühmten Aussichtspunkt über dem Plansee erreichen, stoßen wir auf die Jagdhütte der Familie Scharzkopf. Hier setzen wir uns und genießen die Aussicht. Jäger haben sich schon immer wunderbare Plätzchen ausgesucht…
Der Aussichtspunkt am Gratle, vor einigen Jahren nur einem auserwählten Kreise bekannt, wurde durch ein Instagramm-Foto berühmt und wird nun an schönen Tagen regelrecht belagert.
Die Aussicht, das muss gesagt werden, ist phantastisch, man steht genau am richtigen Blickwinkel, um den Plansee schön zu überschauen, links die Soldatenköpfe, rechts der Spieß.
Leider hat jeder Massenansturm seine dunkeln Seiten, der Weg bis zum Aussichtspunkt ist in schlechtem Zustand, der Wald in der Umgebung mit Taschentüchern und Sonstigem übersäht… leider hört hier die Rücksicht auf Mitwanderer an der ausgestreckten Hand auf.
Der Weg ist rutschig und ungut zu gehen, einen kurzer Moment nicht aufgepasst, sitze ich auch schon im Gatsch… sehr ärgerlich… Am Plansee angekommen, wasche ich meine Hände. Die Hose ist zum Glück doch fast nicht verdreckt, da habe ich nochmals Glück gehabt.
Der Plansee ist der zweigrößte See Tirols und war schon zu Zeiten Kaiser Maximilians I. bekannt für seinen Fischreichtum und als Jagdgebiet. Auch heute noch kann man das gut nachvollziehen, trotz Ansturm an Menschen ist es hier sehr naturbelassen.
Wir wandern am Plansee entlang zum Seespitz, weiter auf der linken Seite, vorbei am Frauenbrünnele, erreichen wir nach kurzem Forstweg-Marsch die Stuibenfälle. Es ist schön, diese mal „ohne Canyoninggäste“ zu sehen…
Kurz nach dem kleinen Wasserfall zweigt unser Weg nach links bergauf und wir erreichen unseren Ausgangspunkt, den Parkplatz.
Eine tolle Tour, die ich schon lange machen wollte. Toll, dass ich das heute mit Papa „erledigen“ konnte, wir haben auch schon neue Ziele ausgemacht… es bleibt spannend!
Tourendaten Gesamtdauer: 4:23 h Gesamtlänge: 11,42 km Höhenmeter: ▲ 1.076 m / ▼1.102 m
Ursprünglich hatten wir geplant, auf den Krottenkopf in den Allgäuer Alpen zu kraxeln, dann, als der Wetterbericht nicht so respektabel ausgesehen hat, wurde die Planung zur Kreuzspitze in den Ammergauer Alpen umgebogen… doch Petrus meinte es nicht gut mit uns… zumindest zum Bergeln. Denn es hat geschüttet wie aus Kübeln.
Am Vormittag sind wir nach Füssen in den Sportmarkt gefahren, auf dem Weg dorthin konnten wir die Wassermassen am Mangfall bewundern…
Mangfall
Mangfall
Am Nachmittag beschließen Papa und ich, noch auf die Hütte zu spazieren, der Regen hat nachgelassen und so können wir ein wenig in die schöne Natur. Es hat in den letzten Stunden wirklich viel geregnet, dem entsprechend sprudeln überall die Bache… auch dort, wo sonst nie Wasser ist. Der Lettenbach in Pflach ist so ein Kandidat
Staumauer am Hüttenmühlsee
Lettenbach, heute mal nass
Kleiner Wasserfall im Benkat
Spazier- und Radlbrücke „Umfahrung“
Den Aufstieg zur Hütte bewältigen wir in „Null-Komma-Nix“, dort gönnen wir uns eine kleine Rast auf der Terasse, die Sonne ist nun ein wenig hervorgekommen…
Aufstieg zum Wanderparkplatz
Überall ist Wasser…
Unsere Hütte
Rast auf der Terasse
Am folgenden Tag habe ich noch eine Canyoningtour, da der Wasserstand recht gut ist, freue ich mich schon drauf. Da ich nun allerdings Auto-los bin, muss ich erst mit dem Bus ins Lechtal fahren. Das verbinde ich dann noch mit einem kleinen Spaziergang von Elmen nach Häselgehr, denn dort liegt ein Geocache, den ich mir schon lange abholen will…
Behelftbrücke in der Klimm, im Hintergrund die Lichtspitz
Lechtalradweg mit Kreuzspitz
Lechtalradweg, Blickrichtung Haglertal und Heuberg
Lechtalradweg mit Morgendunst
Nach dem gestrigen Regentag tut die Sonne heute wieder richtig gut. Für die Natur war der Regen ein Segen, zu trocken ist das heurige Jahr bis jetzt… überall lodern die Feuer, wir in Tirol sitzen hier eh noch auf der sogenannten „Seligen Insel“
Morgenstimmung
Alte Buche
Blick Richtung Wannenspitz
Der schöne Lech…
Heute steht wieder eine feine Tour im Lechtal auf dem Programm, der Wasserstand ist heute perfekt. Den Leuten macht es echt Spaß, uns Guides übrigens auch…
Canyoning im Wiesbachl
Canyoning im Wiesbachl
Canyoning im Wiesbachl
Canyoning im Wiesbachl
Canyoning im Wiesbachl
Canyoning im Wiesbachl
Canyoning im Wiesbachl
Nach der Tour werde ich nach Elmen gebracht, dort steige ich in den Postbus nach Imst. Von dort fahre ich weiter nach Innsbruck und Aldrans. Auch wenn die „Öffi´s“ teilweise recht lange brauchen, bin ich mittlerweile sehr überzeugt vom „autofreien“ Leben.
Bootshütte
Bahnhof Imst-Pitztal
Ein tolles Wochenende, nicht allzu anstrengend, aber mit feinen Eindrücken!
Schon wieder auf der Hütte? Ja, gewiss, zur Zeit nutzen wir die Zeit… heute allerdings ohne Arbeit, sondern mal nur zum Entspannen. Und zum Wandern… Früh morgens stoßt Papa zu uns, dann machen wir uns von der Hütte aus aus, zuerst Richtung Säuling.
Die ersten Meter müssen wir auf der Forststraße bewältigen, dann zweigen wir ab zum Steig Richtung Säuling oder aber Pflacher Älpele.
Wir nehmen den rechten Pfad zum Älpele und der wunderschönen Scharrhütte (Jagdhütte), das wir schon bald erreichen. Hier treffen wir ein paar Leute, die gerade Pause machen.
Vom Älpele geht es weiter auf schönem Steig unterhalb der Lähngehre…
… und mit wunderschönen Blicken ins Lechtal hinauf zum Jöchl beim Zunterkopf.
Der Steig ist teilweise recht steil, ansonsten leicht zu erwandern und gerade für nicht-schwindelfreie Wanderer zu empfehlen!
Je höher wir steigen, deste schöner wird der Ausblick. Die Gehrenspitze, Köllenspitze und Gimpel „winken“ zu uns herrüber…
Unzählige Eisenhüte zieren den Weg am Joch, edle Pflanzen und dennoch so giftig!
Am Jöchl verschnaufen wir kurz, im Hintergrund thront prominent der Säuling (2.048m).
Wenig bekannt, aber ungemein schön sind die Ammergauer ALpen. Pitzenjoch, Geierköpfe, Soldatenköpfe, Ochsenälpeleskopf und wie sie alle heißen. Wenig begangen, aber sehr lohnend.
Mittlerweile ist die Sonne hoch am Zenit und trotz mancher Schleierwolke sind die Temperaturen angenehm und die Aussicht gut.
Vom Jöchl aus sehen wir schon unser Tagesziel, das Koflerjoch. Eine feine Gratwanderung ohne Schwierigkeiten, aber mit tollen Ausblicken führt uns immer näher zum Gipfel.
Schlussendlich erreicht, haben wir uns hier eine gemütliche Pause mit Jause verdient. Wir schauen uns den Reuttener Talkessel mal genauer an, die Berge der Allgäuer und Lechtaler Alpen klar vor uns.
Für Clemens und Letu war das Stück bis hier recht anspruchsvoll, aber nun haben wir den höchsten Punkt erreicht und ab jetzt geht es fast nur runter.
Wir steigen vom Koflerjoch über steile, rutschige Platten ein Sück in ein neues Jöcherl ab, man kann von hier auf Deutscher Seite die Sepp-Soller-Hütte sehen, umringt von viel Weidevieh.
Unser Steig führt uns nun nach Süden über die Sattelköpfe… durch eine urtümliche Landschaft.
Abgestorbene Bäume, zu weit weg um abgeholt zu werden, schöne Steige, tolle Aussichten… der Pfad verspricht Kurzweil.
Bald erreichen wir die Dürrenberger Alm, die Jungs sind nun schon müde und freuen sich auf eine Stärkung.
Bei der Alm angekommen finden wir sogleich ein Plätzchen im Schatten, es ist recht wenig los. Die meisten Leute sind heute wohl am Badesee.
Für die Jungs gibts Kaiserschmarrn, für die Großen einen Schnaps. So lässt sich eine gemütliche Pause wohl aushalten.
Hier könnte man ewig sitzen, aber wir müssen wieder weiter. Wir haben noch ein gutes Stück vor uns. Nun sind wir allerdings wieder gestärkt, da wird das wohl ein Klacks werden.
Die Buben sind fit und dementsprechend auch wissbegierig, da weiß Opa so manche Geschichte zu erzählen… zum Beispiel vom Baum, den der Blitz gespalten hat.
Der Weg zweit nicht von ungefähr „7-Täler-Weg“, es sind wirklich genau so viele kleinere und größere Täler zu überschreiten. Eines der Schönsten fällt kurz vor dem Weg über einen tollen Wasserfall…
Immer näher führt uns der Weg Richtung Säuling und zurück zu unserem Forstweg, den wir in der Früh schon aufgestiegen sind.
Ein paar leichte Klettereien peppen den Weg ein wenig auf, ansonsten ist besonders die wunderschöne Landschaft zu erwähnen.
Unterwegs, die Temperaturen sind mittlerweile wieder recht hoch, braucht Letu eine kurze Abkühlung an einem der Bäche…
Über das Pflacher Älpele erreichen wir wieder die Forststraße, die uns zurück zur Hütte führt.
Rasch haben wir unsere Siebensachen gepackt, die Hütte ein wenig aufgeräumt, und alles wieder dicht gemacht.
Bis zum nächsten Mal, liebe Hütte, geht es mir durch den Kopf, als wir den Weg ins Tal antreten.
Das ist nun unser letzter Weg, von der Hütte zurück zum Haus meiner Mama. Dort bekommen wir noch eine kleine Stärkung, dann müssen wir auch schon zum Bus.
Die Busfahrt geht, trotz dem hohen Verkehrsaufkommen, in normaler Geschwindigkeit von Statten… schon bald erreichen wir Aldrans uns unser Zuhause.
Ein tolles Wochenende, mit gemütlichem Abend und feiner Wanderung. Definitiv ein Wochenende zum Wiederholen.
Tourendaten Gesamtdauer: 4:49 h Gesamtlänge: 13,89 km Höhenmeter: ∆ 1.046m / ∇ 1.270m
Es ist wieder Zeit, auf der Hütte nach dem Rechten zu sehen und die Wiese zu stutzen. Einen Teil habe ich ja schon vor Wochen gemacht, in der vergangenen Woche waren noch ein paar Helfer dabei und haben schon Vorarbeit geleistet.
Seit ich stolzer Besitzer eines Klima-Tickets bin, reise ich viel mit Bus und Bahn. Heute ist sogar das Fahrrad dabei, damit ich in Reutte mobil bin. Heute habe ich es rechtzeitig zum Bahnhof geschafft, kaum bin ich unter Dach, schüttet es in Strömen.
Auf der Wiese angekommen, sehe ich schon die gute Vorarbeit. Der rechte, obere Teil der Wiese ist noch zu mähen, das schaffe ich an diesem Wochenende gut. Später kommen noch Letu und Mama auf die Hütte, mehrere Hände machen der Arbeit ein schnelles Ende. Sara bleibt dieses Mal im Tal, es sind gerade meine Geschwister auf Besuch…
Das Wetter ist bewölkt, aber warm. Also das beste Wetter, um zu mähen. Die Sonne knallt nicht so stark vom Himmel und die berühmt/berüchtigten Bremsen auf der Wiese sind heute im Urlaub.
Von der Stimmung her ist dies eines der interessantesten Wetterlagen, immer wieder ziehen Nebelbänke über die Wiese, teilweise mit einer unglaublichen Geschwindigkeit… die Hexen kochen wohl wieder einmal!
Die Arbeit geht gut von der Hand, bald schon liegt der größte Teil des Grases und muss nur noch weg geräumt werden.
Gemäht wird, wie schon die letzten Jahre, mit der Sense. Das hat gleich mehrere Vorteile: Ökologisch, und was mir fast am wichtigsten ist, sehr leise. Man hört die Vögel, Insekten, leider manchmal auch den Verkehr unten an der Umfahrungsstraße.
Beim Aufstieg habe ich zwei schöne Parasole gefunden, die werden nun paniert und gebacken. Das ist ein feines Abendessen für Letu und mich…
Am Montag in der Früh geht es wieder zurück nach Innsbruck, der Bus fährt um 5:50 Uhr los und fährt direkt bis Innsbruck. Perfekt für mich, da fahr ich gleich auf die Arbeit.
Die Kinder bleiben noch ein paar Tage bei der Oma, während ich diese Woche wieder schaffen muss. Das Fahrrad hat mir dieses Wochenende sehr gute Dienste geleistet… das werde ich öfter machen.
Ein wunderschönes Wochenende auf der besten Hütte der Welt! Hoffentlich bald wieder…
Und schon wieder bin ich in den Stuibenfällen. Obwohl ich am Parkplatz einen echten Schreck bekomme, soviel Leute sind hier, verläuft sich im Aufstieg das Gewimmel…
Heute habe ich richtig Glück, ich habe eine kleine, feine Familie aus Dänemark. Zu Viert ist man einfach sehr flexibel und es macht richtig Spaß, den einen oder anderen Sprung nochmals zu machen.
Die Abseilstellen sind rasch und ohne befürchteten Stau absolviert, die anfängliche Nervosität der Jugendlichten ist verpufft.
Am großen Abseiler sind wir wieder allein, es ist schon fast verdächtig ruhig. Aber schlussendlich stellt sich heraus, dass wir einfach Glück haben…
… wahrscheinlich haben gerade eine gute Zeit erwischt, um die Stuibenfälle in vollen Zügen genießen zu können.
Im zweiten Teil wird dann wieder viel gesprungen und geschwommen, bei diesen Temperaturen ist das eine willkommene Erquickung.
Der Spaßfaktor ist heute hoch, die Jugendlichen sind sehr motiviert und springen wirklich gut. Da kann man dann schon den einen oder anderen besonderen Sprung wagen.
Wohlbehalten erreichen wir wieder den Ausstieg und machen uns gleich wieder auf den Weg zur Bootshütte. Eine tolle Tour, die mir auch wieder sehr viel Spaß gemacht hat.
Tourendaten Gesamtdauer: 2:24 h Gesamtlänge: 8 km Höhenmeter: 100 m Abseiler: 2 Sprünge: mind. 8
Ein fast schon fixes Canyoningevent im Jahreskreis ist der Besuch einer Jugendgruppe aus Belgien. Jedes Jahr aufs Neue kommt eine ausgewählte Mannschaft ins Lechtal und bucht regelmäßig eine Canyoningtour.
Wir starten, nachdem die Ausrüstung in der Bootshütte verteilt wurde, vom Parkplatz Stuibenfälle mit dem schweißtreibenden Aufstieg über den Ministersteig.
Oben, mittlerweile schon fast traditionell hüpfen wir zur Abkühlung in den Plansee, alle sind wieder frisch und schon gespannt auf die Tour. Nach einer Sicherheitseinweisung legen wir auch schon mit einem Sprung los.
Direkt im Anschluss kommt schon die erste Abseilstelle mit 23m. Ein gemütlicher Einstieg ins Abenteuer.
Nach einem Sprung und einer kurzen Wanderstrecke erreichen wir den zweiten Wasserfall mit ca. 30 Meter Höhe.
Obwohl die Abseilstelle leichter ist als der erste Absatz kostet es die Teilnehmer doch immer wieder Überwindung, sich ins Seil zu setzen und die viele Luft unter den Füssen zu ignorieren.
Beim „Hohen Abseiler“, wie der eigentliche Stuibenfall auch genannt wird, landen die Gäste direkt im Wasser und müssen eine kurze, aber kühle Strecke schwimmen.
Alle meistern das zweite Hindernis ohne Probleme, nun können wir das Seil einpacken und uns auf die Springerei konzentrieren.
Da man im frischen Wasser in den hinteren Stuibenfälle immer, auch bedingt durch Wartezeiten, auskühlt, ist die nun folgende Gehstrecke eine willkommene Aufwärmung.
Schlussendlich erreichen wir mit der „Arschbombe“ wieder feines Hüpfgelände, jeder kommt auf seine Kosten.
Da die heutige Truppe wunderbar diszipliniert ist und alle sehr gut springen, wagen wir uns an den Geländersprung, den höchsten Absatz im Schluchtenverlauf. Ganze 9 Meter sind luftig zu überwinden, ein Heidenspaß…
Am Schluss der Schlucht ist nochmals Sprung auf Sprung, manche nicht so hohen Absätze können auch mittels Rolle gemeistert werden.
Der finale Sprung ist war nicht sehr hoch, muss aber weit gesprungen werden, damit man die Felswand nicht touchiert. Aber bei solch guten Springern wie heute stellt auch das kein Problem dar…
Eine sehr feine Truppe, die wir heute führen durften!
Tourendaten Gesamtdauer: 3:05 h Gesamtlänge: 8 km Höhenmeter: 100 m Abseilstellen: 2 Sprünge: mind. 8