In den letzten Tagen hat es relativ tief herunter geschneit, daher sind Gipfeltouren zur Zeit mit Vorsicht zu genießen. Trotzdem wollen Letu und ich ein wenig in die Natur, daher machen wir uns auf zum Vögelsberg in Wattens.
Hier gibt es scheinbar einen feinen Wanderweg, der auch so manche Spielmöglichkeit am Wegesrand bereitstellt. Also machen wir heute mal auf „gemütlich“. Schon kurz nach dem Start erreichen wir die ersten Stationen.
Hier gibt es „Taxen-Weitwurf“, „Eiermusik“, „Hasenbaubesichtigung“ und Riesenfiguren.
Nebenbei bietet der Weg, da schon ein wenig höher gelegen, schönste Ausblicke auf das Inntal, das gerade jetzt, mit weißen Schneegipfeln, wunderschön anzuschauen ist.
Im Wald ist es zwar kühl, aber sobald wir wieder in die Sonne kommen, können wir uns aufwärmen. „Tik-Tak-To“ oder aber auch „Mensch-ärgere-dich-nicht“, immer wieder kommen lustige Stationen für Groß und Klein.
An einer der letzten Stationen spielen wir ein wenig länger, weil es eben so viel Spaß macht…
… dann erreichen wir das Gasthaus Vögelsberg.
Wir gönnen uns eine kleine Stärkung, hier gibt es einen leckeren Karotten-Nuss-Kuchen, der uns richtig gut schmeckt. Und die Leute hier sind auch sehr freundlich. Eine Einkehr hier ist empfehlenswert.
Da wir auch zum Geocachen da sind, müssen wir nach der Pause noch ein wenig weiter hochsteigen, hier finden wir noch einen sogenannten „Tradi“, für den Multi reichen leider (wie ich später feststellen muss) meine Rechenfähigkeiten nicht aus.
Was ich berechnet habe, stellt sich als falsch heraus, daher gehen die letzten 100 Höhenmeter auf mich… sehr zum Ärger von Letu. Papa, du musst schon richtig rechnen!
Den Multi lassen wir aus, den müssen wir ein andermal lösen, trotzdem hat sich die Wanderung hierher absolut rentiert. Wieder einen schönen Flecken Heimat besuchen können, was will man mehr!
Tourendaten: Gesamtlänge: 7 km Gesamtdauer: 2:00 h Höhenmeter: 486 m
Der Winter streckt seine ersten, eisigen Fühler aus und erinnert uns daran, daß die heißen Tage nun zu Ende gehen. Während so mancher Sportler nun die Tourenski auspackt und die ersten Spuren in die höhener, verschneidten Lagen zieht, beschließen Michi und ich, nochmals unser Glück im Pilzwald zu versuchen.
Wir fahren in eines meiner Pilzplatzelen (A.d.Red.: Gebiet bekannt), vielleicht haben wir Glück und finden noch den einen oder anderen Pilz. Schon bei der Anfahrt sehen wir die Spuren des Winters überall. Also müssen wir uns mit den tieferen Lagen zufriedengeben.
An einer Stelle finden wir einen Baum, der wohl bei einem der letzten Gewitter „im Wege“ gestanden ist, hier hat der Blitz einen riesigen „Zahnstocker“ aus der Seite herausgebrochen.
Schlußendlich werden wir fündig, immer wieder finden wir kleine Ansammlungen von Pfifferlingen, die hier überall gelb aus dem Moos herauslachen. Nicht immer leicht zu finden, aber schon bald füllt sich unser Sammelkorb. Auch unter Schnee leuchtet es manchmal gelb auf…
Zu Hause angekommen, bereite ich aus den gewonnenen Waldfrüchten, es sind immerhin 1, 3 kg Pfifferlinge geworden, ein gutes Schwammerlgulasch mit Knödeln. Hmmm, wie das schon duftet!
Es muss nicht immer ein Gewaltsmarsch sein, manchmal muss man einfach auch was für den Magen tun. Ein vielleicht letztes Mal heuer, daß wir Pilze finden… das hängt jetzt vom Wetter ab. Auf jeden Fall schmeckts und die Kurzwanderung hat sich rentiert.
Tourendaten: Gesamtdauer: 2:30 h Gesamtlänge: 5,30 km Höhenmeter: 226 m
Tourenübersicht: Aus Gründen des Datenschutzes wird keine Karte eingestellt 😂.
Heute steht ein besonderer Berg am Programm, die Dremelspitze im Parzinn. Wir treffen uns um 7:30 Uhr in Boden am Wanderparkplatz. Wir, das sind heute Papa, Luis und ich. Schon ziemlich am Anfang haben wir unser Ziel vor Augen, die Dremelspitze. Einer der schönesten, wenn nicht der schöne Gipfel im Lechtal.
Uns Ziel, die wunderschöne Dremelspitze
Von hier aus wandern wir zuerst flach ins Angerltal, bis wir die Seilbahn der Hanauerhütte erreichen.
Die alten Hasen im Aufstieg…
Blick nach Boden
Blick ins Angerltal
Ab hier steilt der Weg auf, ein paar Kehren führen uns hinauf auf die wunderschön gelegene Alpenvereinshütte. Kurz nach der Hütte sehen wir Reste vom gestrigen Hagelsturm, der hier durchgezogen ist.
Hanauer Hütte
Hagelreste
Durch den Kessel des Parzinn steigen wir, zuerst eher flach entlang des Baches, in Richtung Vordere Dremelscharte. Ein Blick zurück offenbart uns die Schönheit dieses Abschnitts der Lechtaler Alpen. Nicht umsonst wird die Gegend um den Parzin als einer der schönsten Flecken hier gehandelt.
Mitten im Kessel des ParzinAufstieg zur Vorderen Dremelscharte
Bald erreichen wir den Fuß des Kars, das zur Scharte hochführt. Nicht immer ganz leicht, vor allem wegen des vielen feinen Schotters, erreichen wir das Ende des einfachen Weges.
Markierung zur Dremelspitze
Nasse Rinne
Nun geht es ans Eingemachte. Zuerst müssen wir ein paar Meter ein Schotterband hochsteigen, dann kommt schon die erste, relativ leichte, aber nasse Rinne hochklettern.
Kraxlerei
Unter uns der Steinsee
Wir queren ein schönes Band, das uns in der Wärme der Sonne zur nächsten Kraxelstelle bringt.
Papa auf einem der Bänder…
Nun gehts gerade hinauf, anregende Kletterstellen wechseln sich mit einfacheren Passagen ab. Aber es bleibt immer steil.
… und am Grat
Unter uns leuchtet der Steinsee in Blau herauf, die Aussicht ist fantastisch. Und natürlich bleibt es nun immer steil…
Pfiffiger Grat…
… und noch pfiffigere Umrundung.
Rinnen, Bänder und kleine Grate wechseln sich ab, es wird nie langweilig. Trotz gegenteiligem Anschein ist der Felsen recht kletterfreundlich, heißt nicht so brüchig, wie er erscheint.
Immer weiter rauf…
… gen Himmel
Bei einer kniffligen Stelle probieren wir jeder von uns eine unterschiedliche Taktik, alle führen zum Erfolg, auch diese Stelle meistern wir.
Eine der Schüsselstellen…
…dann wirds wieder einfacher
Kurz vor dem Gipfel erreichen wir die Schlüsselstelle, ein Klemmbock, den wir „unterwandern“.
Klemmblock wird…
… „unterklettert“
Anschließend müssen wir noch eine schottrige, aber gut zu gehende Steilerinne rauf, umd wir stehen auf dem Gipfel der Dremelspitze (2.733m).
Am Gipfel…
… angekommen
Was für eine Aussicht tut sich uns auf, die Lechtaler Bergwelt liegt uns zu Füßen. Wunderschön zum Anschauen, einzig das Wetter schaut nicht mehr so gut aus. Wir sind bis jetzt die Einzigen auf diesem Berg, keiner Menschenseele sind wir hier beim Klettern begegnet.
Gipfelaspiranten am Ziel
Wir genießen die Pause, Brotzeiten und fotografieren. Dann bereiten wir uns wieder mental auf den Abstieg vor. Ein paar knifflige Stellen erwarten uns.
Abstieg
Rinnengegenanstieg
Die Rinnen im Abstieg lassen sich gut meistern, die schwierigere Stelle mit dem Band schaffen wir auch gut, wohlgemerkt mit ein paar Verrenkungen.
Den Steinsee immer im Blick
Schlussendlich erweist sich der Abstieg als viel weniger dramatisch als von mir angenommen. Wir schaffen alle Stellen mit Bravour.
Bergler
Letze Schlüsselstelle
Zurück in der Vorderen Dremelscharte können wir die Helme verstauen. Diese waren in diesem Gelände ein echter Sicherheitsgewinn. Unser Glück, wir waren heute alleine bei dieser Tour.
Abstieg durch Schotter
Schnell haben wir den Abstieg durch das Kar hinter uns gebracht, über Almengelände wandern wir zur Hanauerhütte. Hier gönnen wir uns eine Einkehr zur Feier des Tages.
Bächlein im Parzin
Hier gehs entlang
Gestärkt wandern wir das lange Angerltal wieder zurück nach Boden. Unterwegs findet Papa noch zwei schöne Steinpilze. Im Hintergrund thront noch „unsere“ Dremelspitze.
Noch ein Blick retour
Müde, aber glücklich erreichen wir trocken das Auto. Während wir nach Hause fahren, öffnet sich der Himmel und es gießt aus Strömen. Da haben wir aber nochmals Glück gehabt.
Tourendaten Gesamtdauer: 9:00 h Gesamtlänge: 19,55 km Höhenmeter: 1.692 m Schwierigkeitsgrad: II+
Heute, bei tollem Wetter, steht uns ein besonderes Abenteuer bevor. Wir haben beschlossen, den Leite-Klettersteig in Nasserreith zu absolvieren. Wer sind wir? Heute sind Papa, Sara, Letu und meine Wenigkeit am Wege. Für Sara ist es sogar der erste Klettersteig. Es ist wohl eine Herausforderung, immerhin sind ein paar Stellen, glatte Platten, mit der Klettersteigschwierigkeit C/D bewertet. Da meine Junioren aber gute Kletterer sind, sollte das kein Problem darstellen.
Schon am Einsteig heißt es mal fest zugreifen, aber die Zwei machen ihre Sache sehr gut und schon bald ist diese Stelle gemeistert. Die Kletterei ist immer an schrägen Platten, diese zeichnen sich jedoch an manchen Stellen als recht griffarm dar. Und noch dazu ist der Klettersteig gut begangen und teilweise schon speckig.
Auf jeden Fall macht es uns schon nach kurzer Zeit viel Spaß, die leichten und natürlich auch die schweren Stellen zu meistern. Ich gehe voraus, die Kinder hinterher und Papa macht das Schlußlicht. Immer wieder geben Papa und ich gute Tipps, sozusagen von den alten an die jungen Hasen…
Die Aussicht über den Kessel von Nasserreith wird immer besser, die Aussicht ist grandios und auch das Wetter spielt heute toll mit. Noch ein Faktor macht die Begehung heute spaßig… es ist nicht so viel los.
Weiter und weiter zieht das Stahlseil in die Wand hinauf, bald haben wir den höchsten Punkt erreicht. Ab hier geht es immer über Mehrseillängentouren, in denen sich schon ein paar Kletterer tummeln, in Quergängen weiter.
Ein kleines Highlight wartet am Ende der Tour noch auf uns, eine kurze Seilbrücke, die es aber in sich hat. Ein wackeliges Stahlseil zum balancieren, das aber alle wieder souverän meistern. Letu meint zwar kurz darauf, daß Seilbrücken ihm den Spaß am Klettersteiggehen verderben könnten, aber das ist bald wieder vergessen…
Überglücklich erreichen wir alle Vier wieder „festen Boden“, im hinteren Kar ist der Ausstieg. Ab hier geht es nun über einen kleinschottrigen Pfad wieder hinunter ins Tal. Der Abstieg ist auch nicht Ohne, hier muss man auf jeden Schritt achten.
Vom höchsten Punkt des Kars können wir nochmals den Tourenverlauf einsehen, die Kinder sind stolz auf ihre Leistung und ich bin es natürlich auch.
Nun heißt es gerade noch fest aufpassen, daß uns auf den letzten Metern nichts passiert. Das wäre nämlich hier nicht fatal, aber sehr unangenehm.
Zufrieden erreichen wir den Talboden, noch einmal schauen wir uns die Tour auf der Schautafel an. Hierher kommen wir sicher wieder einmal. Der Steig ist sehr angenehm zu gehen und der Zustieg ist sehr Kinderfreundlich…
Nasserreith ist seit ein paar Jahren ein richtiges Kletterparadies geworden, dem Entsprechend tummeln sich viele Kletterer in den Wänden herum… wir beobachten ein paar Kraxler, die hier tolle Wege begehen.
Am Parkplatz angekommen gibts eine Wurstsemmel, für Letu ist aber der Wasserspielplatz viel wichtiger. Hier kann er sich voll entfalten.
Am Heimweg nach Aldrans fahren wir über den Holzleitensattel. Und es ist schon wieder voll, in Richtung Deutschland ist Stau… hoffentlich kommt Papa gut nach Hause, denn das ist genau seine Richtung (später erfahre ich, daß es zwar gestockt hat, aber eigentlich alles gut gegangen ist).
Tourendaten Gesamtlänge: 3,82 km Gesamtdauer: 2:30 h Höhenmeter: 372 m Schwierigkeit: C/D
So, am Freitag hatte ich schon gesagt, dass dies wohl als mein „Glungezerwochenende“ in Erinnerung bleiben würde, nun schließt sich heute der Kreis. Am Freitag waren wir im Tulferwald Pilze sammeln, gestern sind wir über den Zirbenweg zum Glungezer spaziert, und heute mache ich noch den Glugezerklettersteig mit Letu.
Der erste Aufstieg über die Piste ist heuer leider ein nicht besonders schönes, aber notwendiges Übel, das wir aber gerne in Kauf nehmen. Die steile Piste kenne ich schon vom Winter als Skitourenaufstieg, heute kommt mir aber alles noch ein wenig steiler vor.
Auch Letu, sonst nicht schnell unterzukriegen, schnauft erleichtert auf, als wir endlich die alte Bergstation erreichen. Ab hier flacht der Weg ein wenig ab.
Ein Stück über der Bergstation ist der neue Speichersee zu sehen, wunderschön schaut das Wasser aus.
Bei der Stütze 8 des Schartenkogellifts erreichen wir schließlich den markanten Stein mit einer Zirbe oben drauf… hier ist der Einstieg in den Klettersteig.
Zuerst müssen wir nur über ein paar Blöcke kraxeln, das geht auch noch ohne Ausrüstung. Auf einer kleinen Almmatte machen wir dann Pause, brotzeiten ein wenig und ziehen uns die Klettersachen an. Nun gehts los…
Der Klettersteig ist, wie die Beschreibung auch sagt, eigentlich eher ein Kraxelpark über Blöcke, durch Schründe und Schluchten… viel Klettersteig ist nicht vorhanden, trotzdem macht es uns beiden richtig Spaß.
Am Schluss kommt das eigentliche Highlight, die Abschlußwand. Letu meistert auch Diese mit Bravour, dann stehen wir am Ausstieg.
Nun müssen wir noch ein Geröllfeld durchqueren. Hier macht der Gang fast gleich viel Spaß wie der Klettersteig vorher. Weglos, aber nicht ohne Markierungen steigen wir fast gerade hinauf zur Sonnenspitze. Wer wohl all diese Steine hier verteilt hat…
Nur noch ein paar Minuten, dann haben wir den ersten Gipfel des Tages erreicht, die Sonnenspitze (2.639m). Wir setzen uns am Gipfel hin, viel los ist trotz des schönen Wetters nicht.
Wir sind recht durstig und haben fast keine Vorräte mehr, also beschließen wir, in der Glungezerhütte einzukehren. Diese ist nur 5 Minuten vom Sonnenspitzgipfel entfernt. Letu bekommt fürs brave Marschieren einen Kuchen, ich begnüge mich mit einem Isogetränk.
Nach der wohltuenden Pause nehmen wir noch rasch das Glungezerkreuz (2.660m) mit. Dieser nicht besonders schöne Gipfel, immerhin steht hier ein Betonklotz des österreichischen Bundesheeres, fesselt uns nicht lange. Ein kurzes Foto am Kreuz, dann gehen wir den Abstieg an.
Fast schon im Laufschritt geht es an der Hütte vorbei und durch das Geröllfeld weiter ins Tal, Richtung Schartenkogel. Unterwegs kommen wir an einem lustigen Tor vorbei, das hier irgendwie deplatziert wirkt.
Ein Blick ins Voldertal sagt mir, dass ich da auch bald wieder mal „reingehen“ muss. Im Hintergrund lacht der Olperer herüber
Die Aussicht ist fantastisch, egal wohin man schaut. Immer wieder bleiben wir stehen und schauen abwechselnd ins Oberland, Unterland, gen Süden zu den Gletscherriesen…
Schließlich erreichen wir das Tulfeinjöchl und kurz darauf den Schartenkogel. Hier pausieren wir noch einmal und genießen die Aussicht.
Die kleinen Wolken vom Vormittag haben sich fast verzogen, aber immer noch ist es relativ diesig. Der Blick auf Innsbruck ist trotzdem spektakulär.
Direkt am Gipfel des Schartenkogels steht eine Bank mit allen Gipfeln der näheren Umgebung. Ein kurzer Vergleich zeigt uns, dass wir Beide schon alle gezeigten Gipfel erstiegen haben. Letu will es aber nochmals wissen, und steigt in Sekundenschnelle über alle Gipfel.
Nun folgen wir dem Schartenkogelsteig, bei der Abzweigung zur Bergstation nehmen wir den Alternativweg, der uns ein Stück hinunter ins Voldertal führt.
Die Nachmittagssonne taucht mit ihren Strahlen die ganze Natur in ein warmes, herbstliches Licht, dazu kommen noch die wunderbaren Herbstfarben.
Der Steig scheint nicht so oft begangen zu sein, führt uns aber immer näher an Halsmarter. Nun wird Letu schön langsam müde, und ich muss ihn immer wieder motivieren. Wir spielen ein paar Buchstabenspiele und schon geht es wieder.
Am Weg kommen wir erst an der Stalsinsalm vorbei, dann noch bei der Hubertushütte.
Schlussendlich stehen wir bei der Mittelstation bei Halsmarter. Das ist nun auch Zeit geworden, viel länger hätte die Tour für Letu nicht mehr sein brauchen.
Wir hüpfen in die Gondel und fahren hinunter zum Parkplatz. Einen Sprung schauen wir noch im Larchenhittl vorbei, eine kleine Stärkung muss nach dieser Tour sein!
Eine tolle Tour, die uns beiden sehr gut gefallen hat. Diese müssen wir in irgendeiner Form wieder mal machen, sind wir uns einig.
Tourendaten Gesamtlänge: 14,0 km Gesamtdauer: 6:05 h Höhenmeter: 1317 m
Einmal im Jahr geht es für uns zum Zirbenweg, hoch über dem östlichen Mittelgebirge. Zum einen ist der Weg sehr leicht begehbar, zum anderen ist die Aussicht spektakulär. Und heute, sozusagen in weiser Voraussicht, nehme ich mir auch noch den Riffl mit…
Heute ist auch Gene mit von der Partie, Letu und Sara sind bei dieser Wanderung sowieso immer dabei. Wir fahren mit der Kofelbahn rauf zur Bergstation, denn hier startet beim „Eingangstor“ der schöne Weg.
Über herbstliche Almmatten wandern wir am Grünbichl, an der schönen privaten Hütte vorbei…
Immer wieder finden wir Moosbeer und Granten am Wegesrand, die schnell gesammelt oder „geriffelt“ werden. Schnell stellen wir fest, bei wenigen Beeren ist das händische sammeln recht flott, bei größeren Beerenansammlungen macht das Riffeln mehr Spaß.
Bei Boscheben machen wir eine ganz kurze Pause beim Kreuz, dann wandern wir weiter. Die Sonne steht nun schon hoch am Firmament und die Temperaturen sehr angenehm.
Am Weg gibt es immer wieder lustige Stellen, die besonders Letu *noch* gefallen. Je erwachsener die Kinder werden, desto uninteressanter werden diese Abenteuerplätze, wie hier die kleine Höhle.
Wieder finden wir größere Beerenfelder, die mitgebrachte Box ist rasch gefüllt. Und die Beeren schmecken super!
Immer wieder kommen wir an Tafeln vorbei, die über den Zirbenbestand, die Flora und auch über Lawinen informieren.
Auch die Ausblicke ins Tal, obwohl es heute nicht ganz wolkenlos ist, sind spektakulär. Immer wieder fällt hier auf, wie stark bebaut das Inntal ist. Nur wenige Wiesen haben hier zwischen Innsbruck und Hall in Tirol überlebt…
Nun kommt auch unser erstes Ziel ins Blickfeld, die Tulfeinalm. Dort wollen wir eine Kleinigkeit essen, sofern wir einen Platz bekommen.
Doch die letzten Meter sind dann doch ein wenig anstrengend für die nicht-so-geübten.
Schlussendlich erreichen wir die Alm und haben auch noch Glück, wir bekommen einen schönen Platz in der Sonne! Hier bleiben wir nun ein bisschen, bestellen Getränke und für den Hunger einen Speckknödel…
… bald kommen die riesigen Knödel. Nach diesem Festschmaus sind wir wieder fit für den Rest der Wanderung.
Normalerweise war der letzte Abschnitt nur noch der kurze Spaziergang von der Tulfeinalm zur Bergstation des Einser-Sesselliftes. Doch da dieser Lift eben abgebaut wurde und nicht mehr verwendbar ist, müssen wir nun entlang der Piste zur Mittelstation gehen. Es gäbe auch einen Forstweg, doch wir entscheiden uns für die direkte Variante, und die heißt eben „steile Skipiste“.
Überall zeigen sich die unschönen Seiten einer Baustelle, auch die alten Stützen des Liftes finden wir…
… einfach abgeflext und nun wartend auf den letzten Weg zum Schrotthändler.
Von der Mittelstation nehmen wir die Gondel ins Tal, an der Bushaltestelle müssen wir auch nicht lange auf unseren Transport zum Parkplatz der Patscherkofelbahn warten.
Wohlbehalten erreichen wir wieder unser Auto, ein schöner Wandertag geht seinem Ende zu.
Tourendaten Gesamtlänge: 13,39 km Gesamtdauer: 5:00 h Höhenmeter: 458 m / -1.198 m
Rückblickend werde ich mich an diese Zeit als das „Glungezerwochenende“ erinnern… aber dazu später mehr. Das Wetter ist wunderschön, fein warm, aber nicht zu heiß. Ein richtiger Altweibersommertag. Wir beschließen, den Nachmittag zu nutzen und im Wald nach Pilzen Ausschau zu halten.
Dazu fahren wir mit der neuen Glungezerbahn, sogar in der richtigen Gondel (Aldrans) hinauf zur Mittelstation. Hier stehen wir dann vor der großen Baustelle…
… der ganze Bereich wird hier umbaut. Fuhr hier noch letztes Jahr ein „Einer-Sessellift“ im Sommer, umgebaut zu einem Schlepplift im Winter, ist nun von der alten Bahn nicht mehr viel zu sehen. Die meisten Stützen sind schon abgerissen.
Wenn auch ein wenig Wehmut wegen dem richtig coolen Einser-Sessellift mitschwingt, freuen wir uns schon auf den Winter mit der neuen Bahn… die Gondeln sind einfach super-bequem.
Bevor wir mit der Pilzsucherei starten, kehren wir noch im Alpengasthaus Halsmarter ein. Während die Kinder den Kugelwald besuchen und dort die Zirbenkugelbahnen ausprobieren, setze ich mich in die Sonne und genieße ein Bier.
Zum Abschluss läuft Letu noch auf die Aussichtsplattform, um sich einen Überblick zu verschaffen…
Dann starten wir in den Wald, das erste Stück müssen wir zwar noch über die Piste, aber schon bald sind wir im Wald. Und es hat uns nicht getäuscht, kaum sind wir im Unterholz, sehr wir schon die ersten Pilze…
Immer wieder finden wir Steinpilze… leider ist ein guter Teil der leckeren Schwämme wurmstichig und muss daher im Wald verbleiben.
Dennoch, nach ca. 2:30 h gemütlicher Wanderung durch den Wald haben wir schon eine gute Ausbeute an Steinpilzen, Maronenröhrlingen und Hexenröhrling. Und 5 (!!!) schöne Einerschwammerlen haben wir auch gefunden…
Tourendaten Gesamtlänge: 5,87 km Gesamtdauer: 2:36 h Höhenmeter: 60 m / -683 m
Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir mit der U-Bahn nach Schönbrunn. Heute steht der Tierpark auf dem Programm, das hat sich Letu fest gewünscht. Da wir relativ früh dran sind, kommen wir auch schnell in den Zoo rein.
Gleich am Eingang werden die zwei Junioren vom Zoopersonal abgefangen, sie können bei einem kleinen Gewinnspiel mitmachen. Das lassen sich meine Zwei nicht zweimal sagen, und schon starten sie los, die Stationen zu suchen.
Insgesamt 25 Stationen und unzählige Tiere weiter haben wir dann den Parkour geschafft und stehen wir am Eingangstor. Wir sind heute relativ flott durch den Zoo spaziert, da könnte man auch viel mehr Zeit verbringen. Trotzdem reicht es uns fürs Erste, weiter geht es nun in der Schlosspark Schönbrunn.
Wir kommen von Westen her zum Schloss, biegen dann aber gleich in Richtung Neptun-Brunnen und Gloriette ab. Sara ist schon ein wenig müde, daher setzt sie sich in den Schatten, während Letu und ich zur Gloriette aufsteigen. Von hier haben wir einen sehr schönen Ausblick auf das Schloss Schönbrunn.
Am Neptun-Brunnen machen wir anschließend eine kurze Pause, schauen dem Wasserspiel zu. Die Temperaturen sind jetzt schon wieder sehr sommerlich, daher suchen wir uns ein Plätzchen im Schatten.
Ins Schloss selber gehen wir heute nicht, wandern aber rund um den beeindruckenden Komplex. Wir müssen uns ja noch was für den nächsten Besuch aufheben 🤣🤣🤣.
Dann geht es wieder zur U-Bahn. Unser nächstes Ziel ist der Prater. Hier wollen die Kinder noch ein bisschen ihre Mägen testen, ich bin schon zu alt für diese Art Vergnügen. Trotzdem gehe ich gerne mit uns schau mir diesen Vergnügungplatz an.
Der Eingang ist schon das erste Highlight, es ist, wie wenn man in eine andere Welt eintaucht. Überall sind tolle Fahrgeschäfte, wir beschließen, uns erst einmal einen Überblick zu verschaffen.
Doch lange halten es die Junioren eh nicht aus, schon bald sitzen sie mit einer Achterbahn… mir wird schon vom Zuschauen schwindlig. Nur eine Fahrt mache ich mit, die klassische Geisterbahn gönne ich mir… zumindest ist da die Geschwindigkeit überschaubar.
Sara sucht sich noch eine wilde Schaukel aus, während Letu eher am Kraxelturm seine Freude findet. Weiter geht es dann mit einer Wasser-Achterbahn, die schaut recht lustig aus. Auch das Riesenrad darf natürlich nicht fehlen, wobei wir keine Runde mit der alterwürdigen Dame fahren.
Zwischendurch setzen wir uns in eines der vielen Lokale, trinken etwas und schauen entspannt dem Treiben zu. Dann dürfen die Kinder noch eine Attraktion aussuchen, es wird einstimmig die Achterbahn, die sie an Superman erinnert. Im Liegen geht es durch die Kurven und Loopings.
Ach, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man es lustig hat. Nach über 2,5 Stunden heißt es, zurück zur Unterkunft, wir richtigen uns für den Abend her. Ich habe ein nettes Lokal (durch Zufall) entdeckt, in diesem genießen wir ganz klassisch ein Wiener Schnitzel. Und ich muss echt sagen, dass das panierte Fleisch superb ist!
Gut gefüllt machen wir uns auf den Heimweg, das Wetter ist noch lau und wir erreichen bald unser temporäres Heim.
Tag IV (06. September 2020)
Der Sonntag beginnt ganz anders als der Samstag aufgehört hat. Ein Blick raus aus dem Fenster zeigt uns ein nasses Regenwetter. Also bleiben wir im Apartment, packen zusammen und essen nochmals gut.
Zu Mittag hört es auf zu regnen, wir spazieren eine Runde um den Block, unter anderem beim Allgemeinen Krankenhaus Wiens vorbei. Dann ist die Zeit für unsere Abreise gekommen.
Vom Apartment holen wir unser Gepäck, dann fahren wir zum Hauptbahnhof. Dort treffen wir durch Zufall eine Aldranser Familie… wie klein die Welt doch ist. Der Zug wartet schon auf uns, unseren Sitzplatz haben wir auch schnell gefunden. Innerhalb von 4,5h erreichen wir wieder Innsbruck, Lucy holt uns vom Bahnhof ab.
Ein schönes verlängertes Wochenende neigt sich dem Ende zu. Wien ist immer einen Besuch wert, uns sicherlich sind wir hier nicht das letzte Mal gewesen!
Schon lange haben wir geplant, nach Wien zu fahren, die Kinder und ich. Heute ist es endlich soweit, wir fahren nach dem Mittagessen mit dem Railjet von Innsbruck über Salzburg, Linz, St. Pölten nach Wien. Sozusagen eine Hauptstadtkette…
Am frühen Abend, nach 4,5h Fahrzeit erreichen wir die Bundeshauptstadt.
Vom Hauptbahnhof fahren wir mit der U-Bahn direkt zu unserer Unterkunft, das Fahren mit Ebendieser ist ein Erlebnis der besonderen Art; speziell Letu hat sehr viel Spaß an der Fahrt mit der U-Bahn.
Schlussendlich erreichen wir beim Schottentor unsere Unterkunft. ein kleines, aber feines Apartment in der Nähe der Universität. Beim Öffnen der Türe entfährt den Kindern ein verwundertes „Oha“… schön ist es hier…
Wir beschließen, heute den Abend gemütlich angehen zu lassen, richten uns ein und gehen noch zu einem Lebensmittelgeschäft. Dort besorgen wir Snacks und Frühstück, und auch eine Pizza für den Abend. So gerüstet geht es zurück zum Apartment.
Das Abendessen schmeckt uns dann so richtig, und wir schmieden Pläne für den nächsten Tag…
Tag II (04.September 2020)
Den zweiten Tag (und ersten „Sightseeing-Tag“) starten wir mit einem herzhaften Frühstück, das uns Sara zubereitet. Es gibt lauter leckere Sachen, so gestärkt sind wir heute fit für ein dichtes Programm…
Unsere erste Station ist der Stephansdom, auch Steffl genannt. Als wir am Stephansplatz ankommen sind wir verwundert, wie wenig Menschen hier sind… es ist zwar noch Früh am Tag, aber trotzdem irgendwie komisch…
Es sind auch im Dom selber wenige Touristen und Einheimische, für uns natürlich ideal, weil so kann man auch was von der besinnlichen Stimmung aufnehmen. Der Rundgang führt uns an verschiedene Plätze in der Kirche, mittels Audioguide werden die einzelnen Bereiche erklärt.
Anschließend fahren wir mit dem Lift hinauf in den Nordturm. Sprechen ist im Lift verboten, es ist ja Coronazeit! Oben angelangt, bewundern wir die „Pummering“, die größte Glocke Österreichs. Nachdem die erste, alte Pummering 1945 beim Brand vom Steffl aus dem Kirchturm abstürzte und zerbrach, wurde mit 1957 die neue Pummering eingeweiht (diese ist zwar nicht mehr so prunkvoll wie die erste Glocke, dafür ist sie aber klanglich um einiges besser).
Am Steffl drehen wir dann noch eine Runde um das Kirchenhaus und bewundern es von allen Seiten. Besonders interessant ist die das Bildnis des „Zahnweh-Herrgotts“.
In der Nähe des Steffls finden wir auch noch das Römermuseum, das die Geschichte Vindebonas anhand ein paar gefundener Mauerreste aufzeigt. Das Museum ist klein, aber fein und wir finden es sehr interessant.
Mit der U-Bahn geht es dann weiter zur Ringstraße, nächstes Highlight ist das Naturhistorische Museum, kurz NHM.
Dort bewundern wir die umfangreichen Ausstellungen von Mineralien, präparierten Tieren, dem Werdegang der Menschheit und vieles mehr. Mir scheint, dass in den letzten Jahren sehr viel renoviert und restauriert wurde… auf jeden Fall ist das Museum einen Besuch wert.
Vom NHM wandern wir hinüber zur Hofburg. Am Heldenplatz schauen wir uns die Reiterstatue von Prinz Eugen an, dann gehen wir durch die Hofburg weiter in die Altstadt hinein.
Hier wandern wir von Gasse zu Gasse, ein paar Geocaches werden auch eingesammelt. Immer wieder lädt ein kleiner Platz oder Brunnen ein zum Verweilen, gegen den kleinen Hunger gönnen wir uns dann mal einen Bosna.
Einem Wunsch meiner Kinder, das neue, hippe Bubble-Tea-Lokal zu besuchen, wird auch entsprochen. Als wir dort ankommen, steht eine lange Schlange, hauptsächlich Teens, vor dem Lokal… jaja, denke ich mir, so ist das mit den In-Plätzen, da will halt jeder hin. Die Kinder lassen sich nicht aus der Ruhe bringen und stellen sich brav an… und siehe da, schneller als erwartet haben sie ihren Bubble-Tea erhalten.
Ein Lokal, das eher meinen Geschmack trifft, ist das Hawelka. Als wir hier vorbeispazieren, beschließen wir spontan, hier noch Kaffee und Kuchen zu konsumieren. Auch hier, es verwundert mich sehr, gähnende Leere… zur Zeit ist Wien ein guter, weil wenig überlaufener Platz zum Besuchen…
Wir genießen unseren Kaffee, rasten ein wenig. Langsam werden wir müde, es wird Zeit, den Retourweg anzutreten. Am Nachhauseweg kommen wir noch an Wasserwellen-Lebensbrunnen vorbei. Dieser schöne Brunnen wurde aus dem größten Lapislazuli-Monolithen, das jemals gefunden wurde, geformt. Überall schimmert dieses unvergleichliche Blau am Brunnen heraus, ein wunderschönes Stück Kunst.
Schlussendlich erreichen wir wieder die Umgebung vom Rathaus, hier wandern wir noch durch einen schönen Park, dann erreichen wir müde, aber reich an schönen Eindrücken unser Apartment.
Da wir unter Tags immer wieder Kleinigkeiten gegessen haben, sind wir nicht mehr besonders hungrig. Ein wenig Brot ist noch zu Hause, daher beschließen wir, nichts mehr zu unternehmen und uns einen feinen Abend zu machen. Ein toller Tag neigt sich seinem Ende zu.
Das Wetter soll am Wochenende wieder schlechter werden, der schönste Tag soll der heutige Freitag werden. Spontan beschließen Michi und ich, noch eine etwas andere Sonnenaufgangstour zu machen. Wir treffen uns um 2:45 Uhr in Innsbruck und starten mit einem Auto los Richtung Kemater Alm.
Dort wird dann erst mal das Geleucht aufgesetzt, denn es ist noch richtig finster… da brauchen wir eine gute Beleuchtung, um den Weg zu finden. Rasch erreichen wir die Adolf-Pichler-Hütte (1.977m), im oberen Stock sehen wir schon die ersten Lichter… noch wissen wir nicht, wen wir hier später noch treffen werden.
Weiter geht es von der Hütte über ein steiles Kar hinauf zur Alpenklub-Scharte (2.451m). Der Weg ist steil, im oberen Bereich auch ein wenig brüchig, aber durch die Dunkelheit haben wir einen großen Vorteil… wir sehen nicht, wie lange der Aufstieg ist.
Bei der Alpenklub-Scharte angekommen, ziehen wir uns das Klettersteigset an, im Westen ist schon ein Silberstreif am Horizont sichtbar. Doch noch ist es nicht hell genug, um ohne Lampen weiterzugehen. Die Stimmung ist ein Wahnsinn, über uns ein wunderschönes Himmelszelt und über den Bergen das eben erwähnte erste Zeichen eines neuen, wunderschönen Tages.
Der Klettersteig auf den Steingrubenkogel ist nicht schwer, seit ein paar Jahren sind auch die Versicherungen auf neuen Stand gebracht. Die Routenführung ist sehr gelungen, nicht umsonst wird dieser Klettersteig manchmal mit den großen Steigen in den Dolomiten vergleichen. Die schwierigste Stelle, Schwierigkeit C, ist ein Kamin kurz vor dem Gipfel, der aber mittels Metallstiften ein wenig entschärft ist. Nachdem diese Stelle gemeistert ist, sehen wir schon bald das Gipfelkreuz.
Wir erreichen den Gipfel der Steingrubenkogels (2.633m), ziehen uns eine Jacke an, setzen uns hin, und schon beginnt das Spektaktel. Ein Wunder, das jeden Tag aufs Neue bewundert werden kann. Der Sonnenaufgang über den Bergen. Wir sind auf die Sekunde genau angekommen… keine 5 Minuten haben wir warten müssen.
Der Feuerball schiebt sich nun immer weiter über den Horizont, und damit kommt auch ein wenig Wärme zu uns. Wobei man heute sagen muß, daß wir wahrscheinlich einen der wärmsten Tage im Gebirge erwischt haben, der Aufstieg mit kurzer Hose und T-Shirt auf dieser Höhe ist nicht alltäglich.
Während wir die Stimmung rund um uns aufsaugen, schnell ändern sich die Farben und auch das Licht, verzehren wir unsere Brotzeit, die nätürlich auf dieser Höhe besonders gut schmeckt…
Wir sitzen eine Weile, doch irgendwann müssen wir auch wieder ins Tal, während Michi heute frei hat, heißt es für mich nach der Tour noch zur Arbeit zu gehen. Das sollte mir allerdings ob dem tollen Tagesstart heute nicht schwerfallen.
Der Abstieg von diesem Berg erfolgt gleich wie der Aufstieg. Da wir früh unterwegs sind, müssen wir uns den Steig mit niemandem teilen. Das wäre ja an sich kein Problem, aber Gegenverkehr in einem Klettersteig ist nicht das Allerfeinste.
Der Steig ist in beiden Richtungen sehr angenehm zu gehen, wir kommen zügig voran.
Nun, im schönen Tageslicht sehen wir die ganzen Türmchen, Bänder und Felsformationen, die wir im Aufstieg teilweise nur erahnen konnten.
Ohne jemandem zu begegnen, erreichen wir die Alpenklubscharte. Dort verstauen wir unser Kletterzeug wieder.
Einen Teil des Abstieg versuchen wir im „Schotterreisenlauf“ hinter uns zu bringen, es sind aber jetzt schon die ersten Leute im Aufstieg, daher entscheiden wir uns aus Sicherheitsgründen gehen diese schnelle Varianten. Trotzdem entwischt uns einmal ein Stein, der sofort mit einem lauten „Achtung Stein“ verkündet wird, und eine hektische Flucht zweier unter uns gehenden Bergsteiger zur Folge hat.
Ansonsten kommen wir ohne Zwischenfälle zum Grund der Reise und gehen durch das Weidegebiet hinüber zur Adolf-Pichler-Hütte. Plötzlich sehen Noah und Martin, zwei Nachbarn aus Aldrans vor uns… sie gehen heute auch auf diesen schönen Kletterberg. Im Haus treffen wir dann noch Martina, Greta und das Neugeborene… die Welt ist doch klein… und Tirol sowieso.
Von der Adolf-Pichler-Hütte ist es nicht weit bis zur Kemater Alm, dort haben wir das Auto geparkt. Ein pünklicher Arbeitsbeginn geht sich heute bei mir nicht mehr aus, ich werde mich wohl ein klein wenig verspäten.
Eine tolle Bergtour mit sehr schönen Eindrücken endet hier, mögen uns noch viele wunderbare Tage beschert sein!
Tourendaten: Gesamtdauer: 4:50 h Gesamtlänge: 11,71 km Höhenmeter: 1.059 m