Archiv des Autors: Wisse

170423 Wanderung Maria Larch

Maria Larch steht bei mir schon länger an, denn einmal bin ich dort im Winter gewesen und war sehr beeindruckt von der Landschaft.
Leider war damals zuviel Schnee gewesen, darum bin ich dieses Mal ohne Schnee, dafür mit Letu unterwegs.


Wir starten direkt bei Maria Larch los und gehen am Bächlein entlang das Tal hinaus, soweit es uns eben gefällt. 


Unterwegs bleiben wir immer wieder stehen und genießen die Natur und die Blumen…


Auch die Marterlen und Gedenkbilder, die wir immer wieder auf dem Weg sehen, sind schön anzuschauen und laden zum Verweilen ein.


Eine schöne Sache, so ein Vater-Sohn-Ausflug…


Tourendaten:
Gesamtdistanz 5,16 km
Gesamtdauer 1:30 h

170412 Radltour „Westliches Mittelgebirge“

Das Wetter ist heute so schön, daß es echt „a Schand“ wäre, das nicht auszunützen. Daher beschließe ich, da es noch nicht ganz so warm ist, nicht in die Höhe, dafür in die Länge zu fahren.

Ich starte direkt von der Arbeit aus Richtung Westen, auf dem Inntalradweg erreiche ich schon bald Völs. Dort zweige ich ab ins Nasse Tal, einem Verbindungstal hinauf nach Axams. Vorbei an Omes erreiche ich bald das Plateau und radle gemütlich in einem Bogen zurück, nun Richtung Osten.

Vorbei an Birgitz erreich ich Mutters, hier kenne ich mich schon aus, denn diese Route verwende ich im Sommer gerne. Hinunter in die Sillschlucht führt mich mein Weg am „Zenzenhof“ vorbei und über die Verbindungsstraße hinauf nach Vill. Ein Wagen der Strassenmeisterei putzt mir den Weg…

Der letzte Teil der Fahrt ist über gemütliche Bauernwiesen um Igls und Lans. Auch die Vogelhütte, bei der ich oft mit Letu vorbekomme, liegt auf meinem Weg.

Dann schon bin ich wieder zu Hause, glücklich, bei dem Kaiserwetter einen längeren Heimweg genommen zu haben.

Tourendaten
Gesamtlänge: 31,58 km
Gesamtdauer: 2:00 h
Höhenmeter: 737 m

170408 Radausflug nach Wattens

Die Kinder wollen schon lange mal eine Radltour von zu Hause weg machen, daher beschließen wir, nach Wattens zu fahren. Im Anschluß wird uns Lucy von dort mit dem Auto wieder aufgabeln.

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Wir starten von Aldrans weg, fahren auf Schleichwegen bis nach Ampass, damit wir die „wilde“ Hauptstraße vermeiden.

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Das geht soweit gut, durch Ampass fährt auch eine mittlerweile sehr ruhige Nebenstraße. Vor Hall in Tirol müssen wir einmal auf die stark befahrene Hauptstraße ausweichen, dabei fährt Sara vor, Letu in der Mitte und ich als Schlußlicht.

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Das ist die beste Option, denn so haben ich immer den Überblick. Obwohl wir uns alle nicht wohlfühlen, schaffen wir die stressige Strecke, sogar über die grüne Ampel gehts in einem Ratsch… dann sind wir endlich auf dem Radlweg.

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Von jetzt an ist entspanntes Radeln angesagt, mal darf die Sara voraus, mal der Letu. Obwohl das immer wieder eskaliert, schaffen wir es doch, zu Dritt in Wattens anzukommen.

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Am Parkplatz von den Kristallwelten holt und Lucy ab, als krönenden Abschluß gönnen wir uns ein Eis.

Tourendaten
Gesamtlänge: 16 km
Gesamtdauer: 1:30 h
Höhenmeter: 60 m

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170402 Via Attrezzata de Rio Secco

Dritter Tag in Südtirol… und heute machen wir noch eine letzte Tour. Die „Via Attrezzata de Rio Secco“, ein kühner Steig durch eine fast trockene Schlucht. Das soll unser Abschluß werden.

Das Zimmer haben wir rasch aufgeräumt und die Sachen ins Auto gepackt. Die Vermieterin ist um Punkt 9:00 Uhr zurück von ihrem Kaffeestündchen, wir bedanken uns noch für die feine Zeit und fahren zum Einstieg des heutigen Steigs. Am geräumigen Parkplatz finden wir noch eine Stelle, weitere Klettersteigler sind schon beim Anziehen.

Da scheint ein wenig mehr los zu sein als in den letzten zwei Via Ferratas. Wir wollen uns beeilen, damit wir nicht hinter einer Familie mit kleinen Kindern laufen müssen, das stellt sich jedoch später als unbegründete Sorge heraus, in der Schlucht sind wir eh nicht alleine, kurze Wartezeiten sind immer wieder notwendig.

Zum Einsteig sind es steile 15min., dort steht eine Bank zum Umziehen. Sobald die Leute vor uns weg und wir angezogen sind, steigen wir ein.

Und gleich am Beginn zeigt sich die andere Qualität dieses Steiges. Steil zieht das Seil rauf, hier muß man schon mehr zupacken als die letzten Tage.

Immer wieder gegegnet uns ein Markenzeichen dieser Schlucht… kleine Steinmändchen die hier überall, vermutlich von Wartenden, aufgestellt wurden.

Dann und wann legt sich die Schlucht ein wenig zurück und gibe einen phantastischen Ausblick auf das Etschtal bei der Salurner Klause frei.

Und sofort geht’s wieder weiter, im Takt, hinauf, hinauf…

Eine schöne Stelle folgt der nächsten, und viel zu schnell sind wir am Ende der Tour angelangt.

Wir wollen gerade die Gurte ausziehen, als zwei Italiener mir bedeuten, daß wir die Gurte noch für den Abstieg anlassen sollen.

Nagut, die wissen sicher etwas, das wir nicht wissen… der Weg fällt steil hinab ins Etschtal, einmal müssen wir einen Felsriegel mit einer Leiter überwinden. Dafür ist also das Klettersteigset noch notwendig.

Wohlbehalten ererreichen wir wieder den Parkplatz.

Unser nächstes Ziel ist die Haderburg, bzw. das Salurner Schloss, das unnahbar und düster auf einem Felssport hoch über die kleinen Stadt thront.

Eine mittelalterliche Burgruine, auf die ich schon jedes Mal, wenn ich sie sah, steigen wollte. Heute schaffen wir uns, und es hat sich wirklich ausgezahlt. Ein schöner Steig führt direkt von Salurn in gemütlichen Kehren hinauf zu Burg.

Oben erwartet uns eine Wahnsinnsaussicht und zusätzlich eine gemütliche Burgschenke, in der wir uns noch laben. Ein richtig feiner Abschluß für ein gelungenes „Buabenwochenende“.

Und so geht ein schönes Wochenende in Südtirol dem Ende zu, auf den Nachhauseweg fahren wir noch an den blühenden Apfelbäumen vorbei…

Tourendaten „Via Attrezzata de Rio Secco“
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtstrecke: 3,35 km
Höhenmeter: 435 m

Tourendaten “Haderburg”
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtstrecke: 2,71 km
Höhenmeter: 162 m

170401 Monte Roen (2.116m)

In der Früh, gleich nach einem einfachen, aber feinen Frühstück machen wir uns auf zum Medelpass. Die Überlegung, den Roen direkt von Tramin aus zu machen, aber wir am Vorabend fallen gelassen. Das machen wir ein andermal.
Zuerst müssen wir von Tramin nach Kaltern, dort zweigt die Passstraße zum Mendel ab, eine bekannte Motorradstrecke, wie wir auf feststellen. Direkt beim Pass biegen wir nochmals nach Links ab, bis wir die Talstation des kleinen Skigebietes erreichen. Dort stellen wir das Auto ab und machen uns per Pedes weiter auf.

Zuerst folgen wir noch der Skipiste, es ist sogar noch guter Schnee, wenn auch sehr hart durch die kühlen Nächte. Hier vermisst man fast noch die Tourenski.

Weiter oben zweigen wir dann auf einen Forstweg ab. Sobald wir das kompaktierte weiße Wunder hinter uns lassen, fühlen wir uns wieder wie im Frühjahr. Kein Schnee weit und breit, zumindest nicht in erwähnenswerten Mengen.

Unser Weg führt uns vorbei an der „Malga di Romeno“. Zu unserer Freude ist die Hütte offen, also ist für Speis und Trank nach der Tour gesorgt.

Doch zuerst müssen wir noch weiter, erst einmal geht es zur Überetscher Hütte, die noch geschlossen ist.

Von dort gehen wir direkt zum Einstieg des Klettersteigs auf den Roen. Unter der Felswand ziehen wir unser Kletterzeug an, dann steigen wir weiter auf. Der Weg ist nicht schwer, aber an manchen Stellen doch ausgesetzt, da ist das Seil zumindest zum Halten sehr fein.

Lange ist der Steig nicht, das wußten wir schon von Vornherein, aber als Start in die Saison geradezu perfekt.

Am Plateau angekommen, gehen wir noch eine kurze Strecke, bis wir den Gipfel des Roen erreichen. Die ersten Mountainbiker kommen uns auch entgegen.

Wir bleiben nicht lange am Gipfel, es ist kühl und die Aussicht durch Dunst und Wolken bescheiden. Uns ziehts in die warme Stube der „Malga di Romeno“.

Im Aufstieg sind wir meistens auf der Südseite des Bergmassivs gegangen, nun müssen wir auf die Nordseite. Hier liegt bedeutend mehr Schnee, der Weg ist jedoch problemlos machbar, wenn auch manchmal ein wenig „gatschig“.

Auf der „Malga“ machen wir Pause, jeder gönnt sich eine Kleinigkeit zum naschen, Dani nimmt Käsknödel, Papa und ich bevorzugen was Süßes… Apfelstrudel.

Von der Hütte nehmen wir den gleichen Weg wie beim Aufstieg, und schon bald erreichen wir den Parkplatz und das Auto.

Die Fahrt nach Tramin vergeht wie im Fluge, zu Hause gönnen wir uns in der Sonne ein gutes Bier und später noch eine feine Pizza in der Dorfschenke. Das war mal ein feiner Frühlingstag…

Tourendaten
Gesamtstrecke: 14,86 km
Gesamtdauer: 6:20 h
Gesamthöhe: 965 m

170331 Via Ferrara Burrone Giovanelli

Das Weissensteinerische Buabenwochenende ist da… und es geht nach Südtirol. Genauer gesagt nach Tramin. Alfons ist kurzfristig noch ausgefallen, daher sind wir nur zu Dritt. Papa, Dani und ich.

Wir fahren um 8:30 in Aldrans los. Der Verkehr ist gut und wir kommen rasch voran. Das Thermometer klettert bedächtig nach oben. Fein…

Wir erreichen nach nicht ganz 2 h unser erstes Ziel, den Parkplatz vom Klettersteig „Burrone Giovanelli“. Der Verkehr war super, nirgends eine Verzögerung.

Unsere Klettersachen haben wir schon zu Hause gepackt, daher machen wir uns auf zum Einstieg, den wir rasch erreichen.

Dort ziehen wir uns an, der erste Partnercheck dieser jungen Saison wird durchgeführt, dann sind wir bereit…

Der erste Teil des Klettersteigs fängt gleich gut mit einer Leiterkombination an, die gleich als „Aufnahmeprüfung“ dient. Dani ist schon länger keinen Klettersteig gegangen, daher ist das super zum Probieren.

Die ersten schwierigeren Stellen lassen wir bald hinter uns und genießen die tolle Natur in der Klamm. Wir sind gut unterwegs, und was uns auch noch wundert, so gut wie alleine in der Tour.

Der Steig zieht immer fast direkt am Bach entlang, ein paar Mal weicht die Routenführung in einfacheres Gelände aus. Trotzdem muss man sagen, dass der Steig sehr gut angelegt ist und richtig Spaß macht.

Die nächste spannende Stelle lässt nicht lange auf sich warten, damit wir nicht vergessen, dass das hier doch ein Klettersteig ist.

Ein Riss, der mit einer Leiter überwunden wird. Anschließend kommt die für mich schönste Stelle, ein überdachtes Band, bei dem wir uns durchbücken müssen.

Weiter geht es mit einer interessante Bügelstelle, die spektakulär aussieht und gerade in die Höhe geht.

Eine Muttergottes-Statue grüßt uns nach dieser Stelle, und leitet eine längere Wanderstrecke durch die Schlucht ein.

Ein weiteres Highlight ist der große Wasserfall im oberen Bereich der Schlucht, geschätzte 80m stürzt hier der Bach als Schleier in die Tiefe.

Eine Leiter führt uns schlußendlich aus der Klamm heraus, damit erreichen wir das Ende des Klettersteigs.

Der Weg führt uns nun nach Monte, einem kleinen Dorf in den Bergen.

Vorbei an einer kleinen Alm erreichen wir die nette Siedlung, in der wir uns ein Erfrischungsgetränk gönnen. Das Dörfchen ist nur mit einer Seilbahn und einer sehr abenteuerlichen Waldpiste erreichbar. Hier gibt es ein kleines Gasthaus, in dem wir uns laben können.

Dann entscheiden uns für den Abstieg und damit gegen die Seilbahn. Wir steigen einen steilen Steig hinunter nach Mezzocorona.

Der Pfad ist steil, daher erreichen wir die Talsohle rasch und spazieren an Wandfuss retour zum Auto, vorbei am der spektakulären Ruine Sankt Gotthard.

Eine wunderschöne Rundtour mit feinem Klettersteig war das heute. Wir fahren zu unserer Unterkunft in Tramin. Das Appartment ist gleich gefunden und die nette Wirtin empfängt uns schon mit einem Strahlen im Gesicht.

Wir richten uns ein, setzen uns auf den Balkon und trinken ein Bier auf unser Tagwerk. Am Abend spazieren wir noch nach Tramin und finden eine gemütliche Dorfschenke mit guten Essen und nettem Service. So gestärkt lassen wir den Tag ausklingen.

Tourendaten
Gesamtstrecke: 11,55 km
Gesamtdauer: 5:30 h
Höhenmeter: 806 m

170314 Skitour Tulfeinalm (2.025m)

Das wird wohl eine der letzten Pistentouren für heuer werden… Alfons und ich entscheiden uns noch auf die Tulfeinalm zu gehen. Da ich schon untertags mit dem Rad am Weg war, ist mir das als Strecke gerade recht.

Der untere Teil der Piste hat schon gute Bekanntschaft mit dem Frühjahr gemacht, hier gibt es zwei Hauptzustände: Wiese oder Eis… auf der Seite, auf der wir aufsteigen, ist zumindest noch ein wenig „weicher“ Schnee. Als wir ein wenig höher kommen, wird auch die Piste schlagartig besser.

Hier könnte ich mir echt vorstellen, nochmals skizufahren. Im Westen geht die Sonne unter und zaubert einen schönen Sonnenuntergang in allen Rottönen auf die Himmelsleinwand… wunderschön ist es, unser Landl!

Außer uns sind noch ein paar Leute unterwegs, manche schneller, manche wie die Gruppe hinter uns, gleich schnell. Bald schon erreichen wir Halsmater, dann geht es ein wenig steiler hinauf zur Tulfeinalm. Der Ziehweg, unser bester Freund, zieht sich noch „a Weng“, doch dann erreichen wir die Alm.

Freundlich werden wir empfangen, das Abendmahl schmeckt!

Danke für die Schöne Tour

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:47 h
Gesamtlänge: 8,08 km
Höhenmeter: 689 m

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170307 Schartenkogel (2.311m)

Kurz entschossen sind Alfons und ich heute losgezogen, um auf den Schartenkogel zu gehen. Nach der Arbeit packen wir unsere Sachen zusammen und, obwohl der Himmel seine Schleusen geöffnet hat und es regnet, machen wir uns auf den Weg zur „Neuen Gufl“. Dort am Parkplatz werden wir schon mit einer Neuschneedecke begrüßt.

Rasch sind wir auf der Piste, die heute schon ein Traum zu werden verspricht. Griffiger Schnee, keine Steine (nicht wie beim letzten Mal) und eine geschlossene Schneedecke lassen unsere Herzen höherschlagen.

Bis zum Halsmarter geht die Piste richtig angenehm dahin, genau das Richtige, um Warm zu werden. Dort kann ich auch einen kurzen Abstecher zum Geocache „FZT – BB07 (Glugenzerbahn)“ machen, den ich nach kurzer Suche auch schon entdecke.

Weiter gehts an der Piste entlang bis zur Abzweigung zur gemütlichen Tulfeiner Alm, doch unser Ziel sollte noch ein wenig weiter liegen. Immer der Piste entlang erreichen wir bald den Ziehweg, der uns zu unserem Ziel bringen soll. Noch ein paar Meter und wir erreichen *fast* den Schartenkogel. Die letzten Meter verkneifen wir uns heute, denn der Wind hier oben ist schon extrem kalt und unsere Finger schmerzen trotz Handschuhe schon.

Schnell wechseln wir unsere Sachen, verstauen alles, trinken noch heißen Tee und machen uns für die Abfahrt bereit. Und wie schon am Anfang vermutet, ist es heute echt ein Spaß. Zwar ist die Sicht nicht ganz so toll, aber das macht der schöne Schnee allemal wieder wett.

Bald erreichen wir die Tulfeinalm, wo wir uns in der gemütlichen Stube aufwärmen und stärken. Es sind doch einige Leute hier, aber trotzdem ist und bleibt es gemütlich, besonders auch durch die feinen Wirtsleute.

Doch jeder Abend erreicht irgendwann mal sein Ende. Wir stolpern in die Kälte hinaus, doch schon bald wird uns wieder warm. Zuerst, weil wir den furchtbaren Ziehweg von der Hütte bis zu Piste hinaufschieben müssen, dann aber wird uns ums Herz war, weil der Schnee heute so toll ist. Juhu!

Wohlauf erreichen wir bald wieder den Parkplatz, hinter uns eine wunderschöne Abfahrt in der wohl winterlichsten Landschaft, die wir heuer gesehen haben.

Ein Dank an den Alfons fürs Mitnehmen! Berg heil!

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtdistanz: 11,10 km
Höhenmeter: 1.012 m

170219 Glungezer (2.677m)

Nach längerer „Abstinenz“ ging es heute wieder mal mit den Skien auf Wanderschaft. Bei der Tulfer Alm stellen wir unser Gefährt ab und gehen an der Skipiste entlang hinauf zum Halsmarter. Dort bleiben wir weiter auf der Skipiste, die hier schon ein leicht braunes Aussehen hat, bis wir die Bergstation erreichen.

Der weitere Aufstieg ist zuerst immer noch auf der Piste, nicht ganz beim Ausstieg des Schartenkogellifts erreichen wir freies Skigelände.

Leider müssen wir hier feststellen, daß die Schneeauflage nicht mehr sehr mächtig ist, überall schauen Steine und Felsen aus der vorbildlichen Spur heraus.

Im Aufstieg ist das ja noch egal, aber bei der Abfahrt wird das sicher noch lustig…
Seit wir im Gelände sind, hat auch der Wind aufgefrischt, und obwohl wir heute Kaiserwetter haben, ist der Wind doch recht lästig.

Die lezten Schritte vor der Hütte sind relativ steil und die Spur komplett eingeblasen.
Das macht das Steigen nicht sehr angenehm, aber dafür ist ein bombenfestes Seil gespannt, an dem ich mich gut festhalten kann (und muß).

Wir erreichen die Glungezerhütte, die Sonnenspitze haben wir heute ausgelassen, um dort unser Skidepot einzurichten. Die letzten Schritte zum Gipfelkreuz des Glungezers machen wir zu Fuss.

Der Glungezer selbst ist kein schöner Gipfel, denn direkt dabei steht eine Wetterstation und weitere Betonbauten. Da ist die Sonnenspitze schon ein „gipfliger“ Gipfel. Aber am „Glungi“ muß man doch mal gewesen sein…

Da der Wind hier recht mächtig pfeift, ist uns im Endeffekt die Betonbauten doch ganz recht, da wir uns in ihrem Windschatten ein wenig ausruhen können und den Tee von Alfons dann doch genießen.

Der Weg zur Hütte ist dann auch schnell zurückgelegt und wir setzen uns in die warme Stube. Viel ist noch nicht los in dem Schutzhaus, aber fein ist es. Wir bestellen uns „Spagetti Kathmandu“, leicht würzig, aber wunderbar…

Ein Bierchen dazu rundet den kulinarischen Genuß ab. Wir sitzen eine Weile, reden über Gott und die Welt, und rundherum füllt sich die Stube.
Als wir uns auf den Heimweg machen, ist mehr los. Eine Einladung zum Abschied des jetzigen Pächters in der Tasche, fahren wir über die steinige Piste ab. So manches Mal kracht es herzzerreissend, aber große Schäden bleiben Gott-Sei-Dank aus.

Auf der Piste ist mittlerweile auch schon was los, leider ist die Schneelage auch auf den zweiten Blick nicht üppig und so touchieren wir auch hier denn und wenn ein Steinchen.

Wohlbehalten erreichen wir dennoch wieder das Auto, und blicken zurück auf einen wunderschönen Tourentag.

Tourendaten
Gesamtlänge: 14,14 km
Gesamtdauer: 4:00 h
Höhenmeter: 1.413 m

170123 Tulfeiner Alm (2.035m)

Wir haben ausgemacht, nach der Arbeit noch auf die Tulfeiner Alm zu gehen, wir, das sind Stefan, Katha, Alfons und ich. Wir treffen uns auf einem kleinen Parkplatz vor der „Neuen Gufl“, von dort steigen wir über die Wiesen hinauf zur Skipiste.

Der erste Teil der Tour geht über die Halsmarter-Abfahrt, bis wir die Talstation der Glungezerbahn 1 erreichen. Die Schneeauflage ist nicht so prickeln, dafür ist der Start nicht so steil und der Schnee schön griffig.

Ab dem Gasthaus Halsmarter steil die Piste dann auf, das Gehen ist aber dennoch sehr angenehm. Heuer hat das Skigebiet in ein paar Schneekanonen investiert, so wie es scheint. Letztes Jahr sind mir die Lanzen auf den Fall noch nicht aufgefallen.

Wir gehen über die FIS-Standardabfahrt immer parallel zum Schlepplift hinauf, bis wir die Bergstation von eben diesem Lift erreichen. Ein Stück weiter geht es über einen Ziehweg, dann erreichen wir die Abfahrt zur Tulfeinalm. Unser erster Plan, war noch auf den Schartenkogel zu gehen, aber wir beschließen, es für heute zu lassen, denn es ist schon 21:00 Uhr.

Die Felle sind rasch verstaut und wir sind auch schon bald in der urigen Hütte. Ein kühles Weizen löscht den Durst, und wir reden ein wenig über Gott und die Welt. Dann machen wir uns an die Abfahrt, die dank guter Taschenlampe auch wunderbar von statten geht.

Einzig im unteren Teil ist eben die Schneeauflage nicht so stark, trotzdem schaffen wir es (fast) ohne Steinkontakt wieder zurück zum Auto.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:00 h
Gesamtlänge: 10,04 km
Höhenmeter: 802 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Tourengebiet – 2)