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Reisetag Durmitor – Herceg Novi (28.04.2015)

Der Tag startet mit einer heißen Dusche und einem herzhaften Frühstück. Die Nacht war regnerisch und windig, aber wir haben gut geschlafen. Jetzt zeigt ein Blick aus dem Fenster die Sonne mit Schwester Wolke.

Die Formalitäten mit Sreten, dem Vermieter sind bald abgeschlossen und wir können losfahren. Erstes Ziel ist Nicsic, die zweitgrößte Stadt Montenegros.

Wir schauen uns das Museum im ehemaligen Königspalast an. Das Gebäude erscheint fast gleich alt wie die Knochen in den Vitrinen. Das soll heißen, dass das Gebäude auch schon bessere Tage gesehen hat. Nichts desto trotz hat sich der Besuch gelohnt.

Die Kirche gleich nebenan schauen wir uns auch noch an.

Dann machen wir uns auf den Weg in den Süden, nach Herceg Novi, der Blumenstadt am Meer. Schon als wir die letzten Berge vor der Bucht von Motor überwinden, können wir die Schönheit der Gegend erahnen.

Die Straße geht steil runter an’s Meer. Die Bucht von Kotor liegt vor uns und die Schönheit ist noch größer als erwartet.

Wir fahren der Küste entlang und erreichen bald die Stadt. Da wir keine Buchung für ein Hotel haben, suchen wir einen Parkplatz und eine Touristeninfo. Das ist richtig hektisch, daher müssen wir noch eine Runde fahren. Da sehe ich ein Schild, das Zimmer anpreist. Das probieren wir gleich aus… und es stellt sich als perfekt heraus. Zimmer mit eigenen Bad, Balkon mit Blick auf die Bucht und sogar eigenem Parkplatz. Was will man mehr…

Wir machen noch einen gemütlichen Spaziergang in die Stadt hinein. Sehr gemütlich ist es hier schon…

Die Stadt wird sehr dominant von einer Burg überschaut, die Aussicht ist fanatisisch.

Wir genießen die letzten Sonnenstrahlen am Hafen beim Essen, dann lassen wir den Abend ausklingen.

Reisetag Podgorica – Durmitor (27.04.2015)

Ich bin schon um 6:00 Uhr wach, bleibe aber aus Bequemlichkeit noch eine Stunde liegen. Eine feine warme Dusche, und ich fühle mich wie ein neuer Mensch. Nur noch ein Kaffee und alles passt. Ich mache uns einen türkischen Kaffee und richt das Frühstück im Gemeinschaftsraum her. Nachdem Mama geduscht hat, lassen wir es uns gut munden.

Als nächstes kommen ein paar Sachsen in den Raum, die haben im Nachbarzimmer geschlafen. „Auch Zwerge werfen lange Schatten… „. Der erste steht in der Unterhose da und will duschen. Leider ist kein warmes Wasser verfügbar. Ups, denke ich, aber so lange habe ich ja gar nicht geduscht. Des Rätsels Lösung ist ein verwaister Schalter an der Wand, der den Boiler anstellt. Hmmmm…

Wir spazieren in die Stadt rein, zuerst an Plattenbauten vorbei…  Überbleibsel und Charme der kommunistischen Ära.

Dann geht’s und die Altstadt, sozusagen als Kontrastprogramm. In der Altstadt sehen uns die älteste Brücke an und ich entdecke nach langem Suchen auch einen Geocache.

Von dort aus wandern wir weiter zu den neuen Brücken und dann ins Geschäftsviertel. Wunderschöne Häuser sehen wir dort.

Die Stadt gefällt und sehr, und was wir feststellen müssen. Diese Siedlung dürfte sehr wichtig sein, denn sie wird von Autobots beschützt, an jeder Ecke…

Am Schluss, vor wir unser Mietauto abholen, gehen wir noch auf den Aussichtsberg von Podgorica, um einen überblick über die Stadt und die Ebene zu bekommen.

Unser Vermieter bringt uns mit seinem Auto zum Flughafen, wo wir auch unser Mietauto abholen können. Der Mann fährt wie ein Henker, wird einmal von der Polizei aufgehalten und auch gleich wieder weitergewunken… „Michail, moi serrrrrrious!!!“ sind seine einzigen Worte…

Vom Flughafen aus fahren wir durch Podgorica durch hinauf in den Norden, bald schon fahren wir entlang der Bahnstrecke. Unser Auto ist gerade richtig, und wir sind zufrieden.

Unterwegs  bleiben wir immer wieder stehen, um uns die schöne Landschaft anzusehen. Es ist alles sehr beeindruckend. Auf dem Weg liegt auch das Kloster „Moravaca Monastir“, ein uraltes orthodoxes Kloster. Wir gehen in die Kirche und bewundern die beeindruckenden Fresken im inneren.

Vor dem Kloster machen wir dann noch ein Picknick, dann geht es weiter Richtung Norden. Die schneebedeckten Berge Grüßen uns schon…

Die Taraschlucht ist eine der tiefsten Schluchten der Welt, und auch ein raftingparadies, wie wir sehen können. Das smaragdgrüne Wasser ist wunderschön anzusehen, und das Wasserspiel total beeindruckend.

Über eine 190m hohe Brücke geht die Straße zurück nach Serbien, wir fahren einmal hin und retour…

…dann geht’s für uns in Richtung Durmitor, unserem Tagesziel. Der Hochebene, und damit auch Zabljak liegen auf 1.500m, die Skisaison ist erst vor 10 Tagen beendet worden.

Dann erreichen wir unser Tagesziel. Wir treffen den Hausbesitzer, einen sehr netten jungen Mann, der sehr redselig ist und uns viele Tipps gibt. Vom Apartment aus gehen wir dann noch zum schwarzen See, einem Kleinod in den Bergen.

Für meine geplante Bergtour ist es noch zu früh im Jahr, daher wird umdisponiert, wir werden spazieren und morgen wieder abreisen, in den Süden…

Reisetag Belgrad – Podgorica (26.04.2015)

Nach einer langen guten Rast, gestern war doch anstrengend gewesen, starken wir uns mit einem guten Schluck Kaffee und reden eine Weile mit unserem „Host“. Dann machen wir uns auf zum Bahnhof.

Die Sonne lacht schon wieder vom Firmament, ein gutes Zeichen für einen weiteren abenteuerlichen Tag. Ducan, unser „Host“ hat uns mental auf eine wilde Fahrt vorbereitet, selten pünktlich, voll und dreckig. Na, schauen wir mal.

Am Bahnhof finden wir gleich mal unseren Zug, die Sitzplätze, die uns zugewiesen sind, warten auch auf uns. Mit im Abteil sind zwei Einheimische und zwei Amerikaner.  Platz ist genug und aufgeräumt schaut es auch aus. Also schon mal viel besser als befürchtet.

Der Zug füllt sich langsam, der Abreisezeitpunkt rückt näher. Dann setzt sich der Zug langsam, ruckeln und stöhnend in Bewegung… Galack, galack… so kling der Start unserer Reise. Wir fahren aus dem Bahnhofsgelände, dann nimmt der Zug fährt auf. Gar nicht langsam und lattrig kommt uns die Fahrt vor.

Nach einer Stunde muss ich mal auf’s stille Örtlichen. Nicht gerade Rosenduft, aber ok. Ich schließe die Türe, fast finster. Durch ein paar Ritzen im lackieren Fenster kommt Sonnenlicht. Na, dann geht das schon, denke ich mir. Ich bin gerade beim „pieseln“, als es ganz dunkel wird. Hoppla, ein Tunnel. Zielen im Dunkeln ist echt eine Herausforderung, stelle ich fest.

Am Fenster zieht eine sonnendurchflutete bäuerliche Landschaft mit Feldern, Tieren und Wäldchen vorbei. Ab und an kommt ein Örtchen, oder aber ein Industriekomplex. Nach einiger Zeit verändert sich die Landschaft, es wird gebirgiger und dadurch müssen wir öfter durch einen Tunnel. Sind diese am Anfang noch kurz, werden sie mit Näherkommen von Montenegro auch länger, da die Berge höher werden. Auch wandelt sich das Wetter, war es am Anfang unserer Reise noch wolkenlos und schön, ziehen jetzt schon ein paar Wolken auf. Hoffentlich bleibt das Wetter trotzdem noch schön oder zumindest trocken.

Die Amerikaner habe sich als Briten herausgestellt und wir haben eine sehr interessante Zeit mit Ihnen. Sie sind fast immer mit dem Zug am Weg, alte Hasen sozusagen. Und in Innsbruck und Wien waren sie auch schon.

Wir Brotzeiten gemütlich, reden und schauen beim Fenster raus. Im Nachbarabteil sitzt eine Gruppe fussballafiner Jugendlicher, die ein paar Lieder preisgeben. Mit dem Konsum von Bier werden die Gesangskünste zwar nicht besser, aber lauter und ambitionierter. Schlussendlich endecken sie, dass ihre Füße im Zug auch eine nützliche Trommelfunktion haben. Nicht allen gefällt’s, aber auch nicht alle stört’s.

Ich hole uns im Speisewagen zwei türkische Kaffee’s. Da wird der Kaffee direkt mitgekocht. Nachdem ich bestellt habe, schmeißt der Koch einen Camping-Gaskocher an und braut mir einen köstlichen Wachmacher. Lecker. Danach gönne ich mir noch ein montinigrisches Bier, das auch sehr lecker schmeckt. Jetzt kann kommen, was wolle…

Je weiter wir in den Süden kommen, desto steiler werden die Berghänge. Um kurz vor 5 Uhr erreichen wir die Grenze zu Montenegro, von serbischen Grenzpolizisten werden unsere Pässe gecheckt. Die Krawallmacher neben uns sind schon gut im Öl, aber Probleme gibt’s keine. Eine Diskussion mit dem Schaffner hatten sie schon, rausgekommen ist nicht viel. Um 19:45, mit 10 Minuten Verspätung erreichen wir Podgorica.

Müde, aber glücklich suchen wir unsere Herberge. Von den Engländern verabschieden wir uns noch, viel hatten wir miteinander geredet.

Das Hostel ist gleich gefunden, der „Padron“ spricht alle möglichen Sprachen, außer Englisch und Deutsch. Mir Armbein-Sprache erreichen wir auch so unser Ziel. Im Anschluss an die Formalitäten gehen wir noch essen, in einen Grill. Das Essen ist sehr schwer und fleischlastig, im Landesinneren. Fast wie griechisches Essen. Und eben auch sehr g’schmackig.

Wir sitzen hier noch eine Weile, diskutieren über Gott und die Welt und lassen so den schönen Tag ausklingen.

Reisetag Innsbruck – Belgrad (25.04.2015)

Nur der frühe Vogel fängt den Wurm, heißt es. Oder heute noch passender: Morgenstund hat Gold im Mund! Die Sonne leuchtet die Berge schon wunderschön an.

Gepackt ist ja schon alles, ein kurzer Check noch, dann fahren wir mit dem Bus zum Flughafen. Innsbruck ist da einfach Spitze. Nach 15 Minuten ist das bürokratische Prozedere erledigt. Juhu.

Dann gönnen wir uns noch einen Kaffee und warten auf den Flieger.

Der Flug von Innsbruck nach Wien ist wie immer spektakulär, auch weil das Wetter und damit die Sicht Sucher ist. Nach einer knappen Stunde sind wir in Wien.

In Wien haben wir über 3 Stunden Aufenthalt. Die Wartezeit füllen wir mit Sacher-Wursteln, Kaffee und guten Gesprächen.

Dann kommt der zweite Flug von Wien nach Belgrad.

Nochmals ca. 1 Stunde Flugzeit, dann sind wir im Süden. Super warm! Mit dem Bus fahren wir mit lokaler Unterstützung ins zentr zum Hauptbahnhof. Dort kaufen wir uns das Zugticket nach Potgorisa und machen und aufladen Weg zum Hostel. Ein netter Empfang und ein cooles Zimmer erwarten uns schon…

Ich Dann machen wir uns auf in die Stadt. Wir werden absolut positiv überrascht, eine total nette, aufgeräumte Metropole am Zusammenfluss von Sava und Donau empfängt uns…

Wir spazieren zur Belgrader Festung, diese wurde uns empfohlen. Die Nf wir werden nicht enttäuscht.

Wunderschön und riesengroß ist die Schlossanlage und der dazugehörige Park. Wir schauen alles an, ich finde auf dem Weg noch 2 Geocaches, dann gehen wir Abendessen. Es ist zwar erst 1900 Uhr, aber wir sind hungrig und wollen sitzen.

Es ist immer noch warm, sodass wir bald einen Platz auf einer Terasse bekommen. Ein Schlenmermal mit lokalem Bier und Wein Runden den Tag ab, Zeit für die Kiste…

Gute Nacht…

Vorbereitung für den Urlaub (24.04.2015)

Morgen ist es soweit, naja eigentlich schon heute. Morgen flieg ich mit meiner Mama nach Montenegro. Für alle, die es nicht genau wissen: ja, Montenegro ist noch in Europa, aber nicht EU, aber schon Euro. Klingt komisch, ist aber so.

Heute heißt es alsonoch zusammenpacken, Spaß mit den Kindern zu haben…

… Natur genießen…

… und natürlich packen. Da wir recht mobil bleiben wollen, wird leicht gepackt, also alles was unbedingt notwendig ist, kommt mit, der Rest bleibt da… Haha!

Mühlauer Klamm

Heute ist Familienausflug, das ist beschlossene Sache. Der Sonntag startet mit einem guten Frühstück und dann mit einem Kirchenbesuch. Heute ist das ganz was Besonderes, denn es singt Allegro, ein Chor aus Osttirol.
Im Anschluss fahren wir zum Karmelitinnen-Kloster, stellen dort unser Gefährt ab, und wandern in die Mühlauer Klamm. Gemütlich geht es im Wald hinauf, das Wetter ist heute ja Bestens.

Dementsprechend sind einige Wanderer und noch mehr Mountainbiker mit uns auf dem Weg. Der Steig ist nett angelegt, immer wieder sind kleine „Überraschungen“ für die Kleinen und Großen eingebaut.

Dann erreichen wir noch die beeindruckende, aber nicht besonders schöne Lawinenverbauung, die aber notwendigerweise erbaut wurde, um den Ortsteil Mühlau vor der gefürchteten Klammlawine zu schützen.

Die Aussicht von „oben“ ist immer super und wir alle genießen den Moment.

Der Abstieg über den Amarellersteig ist dann besonders für die Kleinen nochmals eine Herausforderung. Aber alles geht sehr gut und jeder hat Spaß.

Ein schöner Ausflug mit der Familie, der im Tal mit einem Eis gekührt wurde.

Peter-Kofler Klettersteig 

Der erste Klettersteig im Jahr 2015, da bietet sich der Peter-Kofler-Klettersteig, auch Stafflacherwand genannt, an. Da schon früh im Jahr schneefrei, und warm, beschließen wir, diesen nach der Arbeit zu begehen.

 

Schon beim Einstieg merken wir, welch ein Glück wir mit dem Wetter haben. Es ist schön warm, nicht zu heiß, also gerade perfekt. Wir wandern von Stafflach über den Bahnhof und unter der Wand hindurch zum Einstieg.

 

Dort sind schon zwei Kletterer zugange, sie steigen gerade ein in den Klettersteig. Da wir noch unser ganzes Kletterzeug anziehen müssen, macht das sicher nichts aus, die zwei werden wir nicht mehr sehen.

Nach dem Partnercheck starten wir los, über den Einstiegshang, der auch gleichzeitig die Schlüsselstelle ist , erreichen wir gleich luftige Höhen. 

 

Es geht dann in vielen Quergängen und kleinen Aufschwüngen immer weiter hinauf in die Wand.

Als kurzweilige Einlagen sind zwei Seilbrücken und ein paar Sitzbänke zum Rasten eingebaut. Unterwegs im Klettersteig kann ich dann sogar noch einen Geocache bergen, somit ist hier wirklich alles da, was man will.

Bald erreichen wir den Ausstieg, dort warten noch ein paar Sonnenstrahlen und ein leckerer Radler auf uns. 

 

Als Einstieg in die neue Saison gerade richtig, dieser Steig! Danke auch an die Erbauer!

 

Tourendaten:

Gesamtdauer: 2:15h

Gesamtzeit: 5,64km

Höhenmeter: 329m

 

Klettern am Goldbichl 

Es geht heute das erste Mal mit den Kindern zum klettern. Bei mir liegt die letzt Felsberührung im Zuge des Sportklettern auch schon ein paar Lenze zurück. Die Ausrüstung passt, die Motivation ist da und die Knoten sitzen eh vom Canyoning. Also los dann. Wir gehen nach Igls, dort gibt es einen kleinen Übungshang. Der sollte es für den Anfang tun.

Den Kindern macht’s gleich Spaß, einzig die Tatsache, dass es hinter der Wand auch gleich runtergeht, erfordert Obacht.

Wir selektieren eine ganz einfache Tour, damit die Zwerge mal Warm werden. Ich gehe auf der Seite hinauf, und das Seil schon vorher einzuhängen, dann können wir im weiteren Verlauf topropen. Und es haut auch gleich hin.

Immer abwechseln kraxeln die zwei Klettermaxe hinauf, jeder darf zweimal hintereinander. Dann wird gewechselt.

Sara schafft es dann auch ganz alleine bis zum oberen Standplatz und ist natürlich ganz stolz. Letu will sogleich auch ganz rauf und startet auch ganz hinauf, ohne Probleme. Das Abseilen ist dann eher der Knackpunkt, aber auch das schaffen die Beiden nach gutem Zureden. Sara hat eine gute Idee und schaukelt immer bei den letzten Abseilmetern, um ein Gefühl für das Seil zu bekommen.

Und wenn man nicht tut, was der Papa sagt, dann gibts Blessuren!

Da sind wir von nun an wohl öfter…

 

 

MTB Über die Sillschlucht nach Hause

Der Frühling zieht ins Lande und ich kann mich endlich wieder auf das Fahrrad schwingen. Juhu.

Die tägliche Fahrt auf die Arbeit ist mir schon während der langen dunklen Wintertage abgegangen. Voller Elan starte ich in die neue Saison und habe mich auch gleich ein paar neue Routen zurechtgelegt, dir mir die Heimfahrt versüßen sollen. Die erste Tour, die ich ausprobiere, ist über die Sillschlucht, eine kurze, und auch kurzweilige Route über den Wanderweg bis zur zweiten Brücke, und dann über Vill, Lans heim nach Aldrans.

Es hat zwar vorgestern noch geschneit, und dementsprechend wird es feucht sein, aber das ist mir heute egal… es gibt eine Waschmaschine, eine Dusche und auch eine Waschstraße… alles was man fürs „Aufräumen“ braucht.

Die ersten Meter muss ich durch die Stadt, bis zum „Gasthause Bierstindl“, von dort geht’s über die Brücke über die Autobahn und schon bin ich auf dem anfangs sehr gut ausgebauten Steig.

Über eine Brücke passiere ich einen der Zugangsstollen des BBT (Brenner-Basis-Tunnel), dann wird der Steig auch schon schmäler. Bald ist die erste Brücke, mit Gitterrost belegt, erreicht, nach diesem kleinen Hindernis bin ich auf dem richtigen Steig, ganz nett schmal…

Die Fahrt am Steig macht richtig Freude, durch die Niederschläge ist der Boden aufgeweicht und in manchen Plätzen artet das Fahren dann doch eher zur Schlammschlacht aus. Stellenweise ist der Steig so aufgeweicht bzw. ausgesetzt, dass ich schieben muss.

Aber das ist mir der Spaß auf jeden Fall wert. Nach einer kurzweiligen Strecke über den Steig erreiche ich die mir bekannte Brücke, über die Sill, bei der ich dann Richtung Fahrzentrum ÖAMTC, MA Ahrntal und im weiteren über eine Stichstraße rauf nach Vill komme.

Von dort fahre ich bei wunderschöner Aussicht und wärmenden Sonnenstrahlen über den Lansersee über die Vogelhütte nach Hause.

Super, diese Tour werden ich öfter nach der Arbeit nach Hause fahren, weil´s einfach Spaß macht.

Tourdaten:
Gesamtlänge: 16,0km
Gesamtdauer: 1:09h
Höhenmeter: 583m

150313 Patscherkofel (2.246m) – Viggarspitze (2.306m) – Sonnenspitze (2.639m)

Endlich, es ist soweit. Eine Tour, die ich mich schon lange eingebildet habe. Heute passt einfach alles: Wetter, Motivation und vieles mehr.

Nach der Arbeit starten Alfons und ich gleich hinauf, nach Igls zur Patscherkofelbahn. Den ersten Teil werden wir heute motorisiert bewältigen, d.h. mit der Pendelbahn auf den Kofel.

Es wird eh eines der letzten Male sein, denn das Ende der Pendelbahn auf den Patscherkofel in der jetzigen Form wird bald Geschichte sein. Die historische Pendelbahn wird gegen eine Neue ersetzt. Nun ja, so ist der Lauf der Dinge.

Mit der Gondel erreichen wir das Patscherkofelhaus im Nu. Gerade als wir ankommen, sehen wir einen Rettungseinsatz, bzw. den Schluss davon, nämlich die Hubschrauberbergung…

Dann steigen wir über steile Flanken hinauf zum Gipfel des Patscherkofel, unserem ersten Gipfel heute. Die Spur ist nicht so gut, immer wieder, auch bedingt durch die Tageszeit, brechen Teile der Spur ab. Aber bald finden wir eine alternative Spur, die nicht so steil rauf zieht und daher auch angenehmer zu gehen ist.

Schon sehen wir das Wahrzeichen, den Sendemast. Mein Sohnemann bezeichnet den Mast immer als „Rakete“. Treffender Spitzname, finde ich…

Ein kurzer Stop beim Gipfelkreuz, dann geht es am Sendemast vorbei bis zum Osthang, dort fellen wir ab, und machen uns auf die Abfahrt.

Der Ausblick vom Innsbrucker Hausberg ist einfach fantastisch, eine wunderschöne Sicht auf das Unterland macht sich auf. Die Abfahrt über den Ostgrat ist gar nicht so Ohne, aber macht doch Spaß. Es gleich hier alles eher einer Waldbahn, als einer schönen Abfahrt.

Beim im Winter unbewirtschafteten Berggasthaus Boscheben fellen wir wieder auf, denn nun geht der Gang über den Grat los. Wir treffen bei der Hütte noch drei Münchner, die sich auch fertigmachen. Wir werden sie im Laufe der Tour noch öfters treffen.

Ein Teil der Tour geht auf dem Sommer-Zirbenweg, den ich mit den Kindern schon öfter gegangen bin. Im Winter schaut es hier allerdings ganz anders aus und auch so manche Stelle ist im Winter kritischer als im Sommer.

Der Weg ist ein immerwährendes Auf und Ab, das heißt dann auch, mit den Fellen abzufahren. Das ist auch gar nicht so einfach, schön die Balance zu halten.

Und trotzdem oder gerade deswegen haben wir richtig Spaß, es ist schön, es ist für einen Frühjahrstag auch sehr warm und wir genießen jeden Moment auf der Tour. Ein Blick über die Schultern zeigt uns den Gipfel des Patscherkofels, mit der markanten Funkstation auf dem Gipfel.

Unser Blick voraus zeigt unser nächstes Ziel schon zum Greifen nahe, die Viggarspitze.

Wie folgen der Spur der „Route Roman“, bis wir ganz nahe an der Viggarspitze angekommen sind, dann steigen wir auf. Zuerst geht´s noch gut mit den Skiern.

Unterwegs genießen wir auch wieder mal die Aussicht. Zuerst nochmals zurück auf den Patscherkofel.

Und in Richtung Innsbruck, der schönen Stadt mitten im Gebirge.

Bald schon wird der Weg zu grasig, zu wenig Schnee hat auf der Viggarspitze überlebt, daher nehmen wir die letzen Meter per Pedes, mit den Skiern auf dem Rücken in Angriff.

Auf dem Gipfel legen wir eine Rast ein, trinken Tee und genießen den ersten Gipfel, wie man hier sieht.

Nach der Stärkung gehen wir wieder zu Fuss runter, bis wir die ersten Skispuren finden. Dort steigen wir wieder in die Bindung und marschieren weiter, zum nächsten Ziel, der Sonnenspitze.

Unterwegs stellen wir fest, dass hier oben auf auf dem Kamm doch sehr viel Schnee liegt, wie man an diesem Schild gut sehen kann.

Der Weg zieht sich entlang des Grates, keine Bäume oder Sträucher sind mehr zu sehen, einzig Fels und Schnee.

Nach ca. 4 Stunden erreichen wir glücklich, auf meiner Seite nicht ohne Blesuren, den letzten Gipfel, die Sonnenspitze. Glücklich stehen wir oben, auf dem Dach von Tulfes.

Die Sonne steht schon tief, daher machen wir uns der Kühle wegen bald auf zur Hütte, die nur ein paar Meter entfernt liegt. Dort, in der warmen Stube, genießen wir unser verdientes Tourenbier.

Ein Blick aus dem Fenster erinnert uns aber dann auch wieder, dass wir bald abfahren müssen, denn wir kennen den Weg ja nicht.

Beim Rausgehen aus der Hütte treffen wir noch den Hüttenwirt, mit dem wir ein paar Worte wechseln. Jedes Mal, wenn ich hier bin, fragt er wieder: „Gel, du bischt a Ausserferna?“. So lange schon weg von Dahoam, und trotzdem immer noch mit hohem Wiedererkennungswert. „Dank dem Reitemerischen…“

Er erklärt uns hilfsbereit auch gleich den richtigen Weg nach unten, den wir auch gleich einschlagen. Dazu müssen wir zuerst wieder Richtung Sonnenspitze aufsteigen, doch dann stehen wir auch schon direkt vor der Abfahrt. Eine wunderschöne Buckelpiste…

Mit jedem Abfahrtsmeter wird es dunkler und wir müssen uns richtig konzentrieren, den Weg zu finden. Gott sei Dank haben wir unsere Stirnlampen mit, die helfen nun sehr. Nichts desto trotz haben wir auch noch ein Auge für die Schönheiten, die uns umgeben.

Nachdem wir das Skigebiet verlassen haben, die Talabfahrt ist ja gesperrt, wird es richtig dunkel. Wir müssen sehen, wie wir weiterkommen…

Das Gras lacht auch immer mehr durch, und irgendwann ist uns das Risiko zu groß, die Ski kaputt zu machen und wir schultern die guten Latten. Die letzten Meter ins Tal laufen wir. Und erreichen genau den Postbus, der uns nach Hause bringt. Wunderbar…

Tourendaten:
Gesamtdistanz: 19,26km
Gesamtdauer: 5:15h
Aufstiegshöhe: 1012m