Archiv der Kategorie: Wandern

170402 Via Attrezzata de Rio Secco

Dritter Tag in Südtirol… und heute machen wir noch eine letzte Tour. Die „Via Attrezzata de Rio Secco“, ein kühner Steig durch eine fast trockene Schlucht. Das soll unser Abschluß werden.

Das Zimmer haben wir rasch aufgeräumt und die Sachen ins Auto gepackt. Die Vermieterin ist um Punkt 9:00 Uhr zurück von ihrem Kaffeestündchen, wir bedanken uns noch für die feine Zeit und fahren zum Einstieg des heutigen Steigs. Am geräumigen Parkplatz finden wir noch eine Stelle, weitere Klettersteigler sind schon beim Anziehen.

Da scheint ein wenig mehr los zu sein als in den letzten zwei Via Ferratas. Wir wollen uns beeilen, damit wir nicht hinter einer Familie mit kleinen Kindern laufen müssen, das stellt sich jedoch später als unbegründete Sorge heraus, in der Schlucht sind wir eh nicht alleine, kurze Wartezeiten sind immer wieder notwendig.

Zum Einsteig sind es steile 15min., dort steht eine Bank zum Umziehen. Sobald die Leute vor uns weg und wir angezogen sind, steigen wir ein.

Und gleich am Beginn zeigt sich die andere Qualität dieses Steiges. Steil zieht das Seil rauf, hier muß man schon mehr zupacken als die letzten Tage.

Immer wieder gegegnet uns ein Markenzeichen dieser Schlucht… kleine Steinmändchen die hier überall, vermutlich von Wartenden, aufgestellt wurden.

Dann und wann legt sich die Schlucht ein wenig zurück und gibe einen phantastischen Ausblick auf das Etschtal bei der Salurner Klause frei.

Und sofort geht’s wieder weiter, im Takt, hinauf, hinauf…

Eine schöne Stelle folgt der nächsten, und viel zu schnell sind wir am Ende der Tour angelangt.

Wir wollen gerade die Gurte ausziehen, als zwei Italiener mir bedeuten, daß wir die Gurte noch für den Abstieg anlassen sollen.

Nagut, die wissen sicher etwas, das wir nicht wissen… der Weg fällt steil hinab ins Etschtal, einmal müssen wir einen Felsriegel mit einer Leiter überwinden. Dafür ist also das Klettersteigset noch notwendig.

Wohlbehalten ererreichen wir wieder den Parkplatz.

Unser nächstes Ziel ist die Haderburg, bzw. das Salurner Schloss, das unnahbar und düster auf einem Felssport hoch über die kleinen Stadt thront.

Eine mittelalterliche Burgruine, auf die ich schon jedes Mal, wenn ich sie sah, steigen wollte. Heute schaffen wir uns, und es hat sich wirklich ausgezahlt. Ein schöner Steig führt direkt von Salurn in gemütlichen Kehren hinauf zu Burg.

Oben erwartet uns eine Wahnsinnsaussicht und zusätzlich eine gemütliche Burgschenke, in der wir uns noch laben. Ein richtig feiner Abschluß für ein gelungenes „Buabenwochenende“.

Und so geht ein schönes Wochenende in Südtirol dem Ende zu, auf den Nachhauseweg fahren wir noch an den blühenden Apfelbäumen vorbei…

Tourendaten „Via Attrezzata de Rio Secco“
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtstrecke: 3,35 km
Höhenmeter: 435 m

Tourendaten “Haderburg”
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtstrecke: 2,71 km
Höhenmeter: 162 m

170114 Rodeln 1/2 Rinner Alm

Letu ist gerade mit den Huttlern unterwegs, daher mache ich mich mit Sara auf, eine kleine Rodeltour bei der Rinner Alm zu machen.

Wir starten in Rinn los, leider müssen wir im Ort parken, da so viele Leute auf dem Weg zur Alm sind, daß wir beim Ausgangspunkt gar keinen Parkplatz bekommen. Die Verlängerung ist aber gar nicht wild, und bald schon steigen wir auf dem Aufstiegsweg hinauf.

Sara erzählt mir von der Schule, während wir über den Schnee stapfen. Am Anfang meint sie zwar, daß sie schon jetzt keine Lust mehr hat, aber dann geht es doch noch ein Stück weiter… und wieder ein Stück.

Wir gehen nicht ganz zur Alm rauf, sondern queren hinüber zur Rodelbahn, als diese mit dem Aufstiegsweg zusammenkommt. Fürs Erste sollte das mal reichen, ich will Sara nicht gleich vergraulen. 😀

Die Fahrt hinunter ist ein Spaß, auch wenn unsere Rodel (bzw. unsere Technik) nicht die Allerbeste ist. Trotzdem meistern wir den Weg hinunter mit bravour. Nur einmal hebelt uns eine Bodenwelle aus und wir landen unsanft auf dem Popschi.

Als es schon zu dämmern anfängt, erreichen wir wieder am Start und machen uns die letzten paar Meter auf, zu unserem Dorf-Parkplatz.

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,24 km
Gesamtdauer: 1:10 h
Höhenmeter: 424 m

161217 Drei-Seen-Runde

Endlich mal komme ich dazu, mit meinem Kollegen André eine Runde zu machen. Schon öfter haben wir was überlegt, heute solle es soweit sein. Wir haben beschlossen, in Seefeld die „Drei-Seen-Runde“ zu machen, über den Wildmoos-, Lotter- und Möserersee.

Ich bin schon früh auf und gönne mir ein Frühstück in der Bäckerei.

Um 8 Uhr treffen wir uns am Bahnhof, noch rasch holen wir eine Wegzehrung beim MPreis, dann setzen wir uns in den Zug hinauf nach Seefeld. Vom Bahnhof aus gehen wir über den Christkindlmarkt in Richtung „Camping Alpin“.

Dort nehmen wir den Weg zur „Triendlsäge“. Auf dem Weg sammle ich fleißig Geocaches ein, dieser Weg ist gespickt mit den „Holz-Stein-Wasser“-Dosen. Rasch kann ich einige Dosen finden.

Ein Stück müssen wir neben der Straße gehen, dann zweigen wir wieder ab in den Wald, ein Stück geht es aufwärts, durch das Fludertal Richtung Wildmoosalm.

Dort beim kleinen Teich, der mittlerweile fast ausgetrocknet ist, machen wir Mittagspause in der Sonne. Richtig fein… und die Brotzeit schmeckt wunderbar!

Die Temperaturen sind jedoch trotz Sonnenschein kühl, daher machen wir uns bald wieder auf, die zweite Cacherunde „Lovewalk“ zu machen. Wir kommen am nun ausgetrockneten Wildmoossee vorbei.

Dieser See, und auch der Lottensee sind aperiodische Seen, die nur zu bestimmte Zeiten, gebunden an den Füllgrad der unterhalb liegenden Karsthöhlen „erscheinen“. Ein nicht vorherseebares Naturwunder, das nur alle paar Jahre beobachtet werden kann.

Da dieser Teil der Wanderung im Schatten liegt, machen wir uns bald auf zum nächsten See, dem Lottensee. Dazwischen bewundern wir die Golfanlage Seefeld-Wildmoos und das gigantische, aber alles andere als schöne „Hotel Interalpin“, im Hintergrund die „Munde“

Nun sind wir wieder ein wenig in der Sonne und es ist gleich ein wenig gemütlicher. Der dritte See im Bunde ist der Möserersee, ein Produkt eines sogenannten Toteislochs. Das ist ein von einem Gletscher abgebrochenes Stück Eis, das von Moränengeroll überdeckt wurde. Dieses Eis ist dann sehr langsam abgeschmolzen und in dem entstandenen Loch ist dann der Möserersee entstanden.

Wieder durch den Wald erreichen wir in leichtem Auf- und Ab dann Seefeld. Ein ernüchterner Anblick sind die beschneiten Pisten inmitten vom Grün, da heuer der Naturschnee noch auf sich warten läßt. Trotzdem sind genug Wintersportler am Weg, auch eine Langlaufloipe aus Kunstschnee breitet sich vor uns aus. Die Piefkesage läßt grüßen…

Da unser Zug erst in einer Dreiviertelstunde fährt, kehren wir noch am Christkindlmarkt ein und gönnen uns einen heißen Honigmet. Wunderbar. So läßt sich die Wanderung sehr gut abschließen.

Tourendaten
Gesamtdistanz: 20,07 km
Gesamtdauer: 6:00 h
Höhenmeter: 651 m

161121 Lanser Alm (1.735m)

Ein harter Föhnsturm zieht über das Innsbrucker Gebiet, am Patscherkofel werden Windspitzen bis fast 160km/h gemessen. Einziger Vorteil einer solchen Wetterlage: Die Temperaturen sind wieder mild. Und da der Wind im Wald nicht ganz so fest weht, beschließe ich, am Abend noch auf die Lanser Alm zu gehen.
Ich parken an der Römerstraße, kurz nach Lans. Von dort gehe ich über die Felder, gegen den Wind gelehnt, bis ich endlich den schützenden Wald erreiche.

Bald schon zweige ich auf den Ochsensteig ab, hier zieht der Weg in angenehmer Steigung direkt Richtung Lanser Alm. Ich kreuze einen Forstweg, diesem folge ich ein Stück, denn ich möchte ein paar Geocaches auf dem Weg einsammeln.

Der Forstweg hinauf zur Alm scheint ganz neu angelegt worden zu sein, und bietet sich auch für eine schöne Mountainbiketour an.
Ca. 15min. folge ich dem Forstweg, dann zweige ich auf einem verwachsenen Steig durch den Wald ab. Dieser sogenannte Steig scheint aber nur auf der Karte zu existieren, trotz sehr gutem Licht ist der Weg nach 50m weg, und ich stehe im Wald.
Naja, ich muss eigentlich immer nur gerade hinauf durch den Wald gehen, dann muss ich bald wieder auf die Forststraße kommen.

Unzählige glänzende Augenpaare strahlen mich aus dem Wald an, ein ganzes Rudel Rehe steht direkt vor mir. Als ich kurz das Licht der Stirnlampe wegdrehe, raschelt es. Als ich wieder Richtigung Rehe schaue, sind die scheuen Tiere verschwunden.

Über mir arbeitet der Föhn an den Baumwipfeln, manchmal spüre ich sogar eine Böe am Boden. Ich biege auf dem Steig um eine Kurve, vor mir sitzt ein kleiner Hase und schaut mich erschreckt an. Im Hintergrund sehe ich auch schon die neue Lanser Alm. Die Alm wurde, nachdem sie ein paar Jahre geschlossen war, im Jahre 2015 saniert und ist nun wieder ein heißer Tipp im Südlichen Mittelgebirge.

Ich suche mir ein windstilles Plätzchen und mache eine kleine Pause. Die Aussicht auf Innsbruck ist wunderschön…

Ich nehme einen direkteren Weg, fast schon die Direttissima hinunter ins Tal, durch die föhnbedingte Schneeschmelze ist der Weg stellenweise stark matschig, zweimal rutsche ich fast aus. Scheue Rehaugen beobachten mich auf meinem Abstieg.

Kleine Monster blicken mir nach…

Weiter unten wird der Weg dann trocken und ich komme rasch voran. Über das windige Feld erreiche ich wieder den Parkplatz und mein Auto.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:20 h
Gesamtlänge: 9.91 km
Höhenmeter: 848 m

161105 Kohlbergspitze (2.202m)

Das Wetter ist nicht ganz so, wie man es fürs Bergsteigen haben möchte, aber was solls: Föhn und hohe Wolken…

Ich starte sehr früh in Aldrans los, dieser Tage ist es um 5:45h schon stockfinster…

Zuerst mit dem Bus, anschließend bringt der Zug mich nach Bichlbach. Dort wartete Papa schon auf mich.

Unser Ziel ist heute die Kohlbergspitze. Auf den ersten Blick kein Traumziel, aber die Aussicht soll ein Wahnsinn sein. Lass es uns herausfinden, unser Motto!

Obwohl es bewölkt ist, ist der Aufstieg angenehm. Es geht gleich rauf, zuerst durch Wald, dann eröffnet sich der erste Blick auf den Talkessel von Ehrwald, mit Zugspitze und Sonnenspitze. Sehr schön…

Der Föhn bläst über unsere Köpfe.  Doch noch merken wir im Wald nicht viel. Das wird sich später noch ändern.

Die Waldgrenze ist bald erreicht, nun offenbart sich die Qualität dieser Tour. Die Aussicht ist dank hoher Wolken sehr gut. Allerdings hat der Wind auch aufgefrischt und bläst uns jetzt stattlichen in den Rücken.

Bald ist das Gipfelkreuz in Sichtweite, davor stehen gefühlte 100 Gamsböcke. Wir genießen den Blick auf die scheuen Tiere, doch schon bald laufen sie auf und davon, im Schlepptau einige Jungtiere.

Die letzten Meter zum Gipfelkreuz ist des dann schon recht frisch, denn der Wind hat jetzt richtig eingesetzt…

Und dann stehen wir am Gipfelkreuz, mit wunderbarem Ausblick. Getrübt wir die Rundumsicht nur durch den extrem kalten Wind. Im Inntal ist der Föhn wenigstens warm…

Der Ausblick ist atemberaubend (nicht nur wegen dem Föhn). Unser Hausberg, der Säuling, steht ganz alleine da und ist von dieser Seite wirklich ein beeindruckender Berg. Im Vordergrund sieht man gut den Plansee.

An eine gemütliche Brotzeit ist leider nicht zu denken, wir beschließen, ein Stück abzusteigen und in den Latschen unsere Brotzeit zu genießen.

Schon wenige Meter unter dem Gipfel ist es gemütlicher, bald finden wir ein feines Platzerl, wo wir es und gemütlich machen.

Dann steigen wir ab, den gleichen Weg, bald wieder durch den uralten Wald, der mich schon im Aufstieg fasziniert hat.

Bald erreichen wir den Talboden, gerade pünktlich für meinen Zug retour nach Aldrans. Ich verabschiede mich von Papa, dann fährt auch schon die Lokomotive ein.

Die Fahrt verläuft ruhig, eine sehr nette Schaffnerin plagt sich mit meinen Handyticket ab.

In Innsbruck gönne ich mir noch ein Bier beim Türken, dann gehts mit dem Bus heim. Heute war die Öffi-Fahrzeit länger als die eigentliche Bergtour, aber ein Spaß war es allemal.

Fazit: Sehr schöne Tour, trotz, oder im Bezug auf die Sicht, vielleicht sogar wegen dem Föhn. Die Aussicht von der Kohlbergspitze ist grandios…

Tourendaten
Gesamtdistanz: 10,33 km
Gesamtdauer: 4:20 h
Höhenmeter: 1.175 m

161029 Tschirgant (2.370m)

Heute konnte ich endlich wieder einen Must-Have Berg auf meiner Liste abhacken. Nach einem spontanen Ausmachen mir einer Arbeitskollegin mache ich mich in aller Frühe mit dem Zug auf nach Imst, wo wir uns treffen.

Die Müdigkeit ist mir noch ins Gesicht geschrieben…

Michaela und Simon holen mich am Bahnhof ab, dann fahren wir zum Parkplatz bei der Karrösteralm (1.468m).

Dort starten wir los, über den Steig hinauf zur Spitze des Tschirgant. Dieser Berg hat mich schon länger fasziniert, heute soll eine Überschreitung gelingen.

Der Weg geht zuerst durch Wald, die Steigung ist angenehm, das Wetter entgegen der Vorhersage doch nicht so prickeln.

Trotzdem geht der Aufstieg gut voran, bald erreichen wir die Waldgrenze. Je weiter wir raufkommen, desto besser wir die Aussicht.

Bald erreichen wir den Grat, für gute Unterhaltung ist gesorgt. Wir beschließen, das Haiminger Kreuz noch mitzumachen, das zwar nicht direkt am Weg liegt, aber trotzdem einen Umweg wert ist.

Hier pausieren wir kurz und schauen uns die Umgebung an.

Dann gehts hinauf zum unserem Tagesziel. Der Steig ist sehr schön ausgebaut.

Bald stehen wir am Gipfel.

Marend, so wirds im Oberland genannt, ist angesagt. Einen Geocache kann ich auch noch bergen, die Sonne lacht nun vom Firmament. Zwei Damen, die kurz nach uns kommen, erklären uns, das sei ihre „Schuld“ 😜

Wir genießen die wunderschöne Aussicht, speziell auf Schonwies, dann brechen wir wieder auf. Wir gehen am Grat entlang zur Bergwachtshütte, der Steig zieht steil runter.

Wir inspizieren noch zwei Bergwerksstollen, beim Zweiten gehe ich nicht besonders weit rein, denn dazu habe ich nicht die passende Kleidung.

Das Wetter (Bergmannssprache für Wind) zieht beeindruckend aus dem Loch, da muss ich nochmals her, das muss ich mit Papa mal anschauen.

Der Steig hört bald auf und wie erreichen eine Forststrasse, die uns zur Alm zurückführt. Leider liegt diese im Schatten, so lädt uns Michi spontan zu sich ein.

Im Garten genießen wir ein Bier und nochmals eine gute Marend, dann wird es Zeit für mich, Abschied zu nehmen. Michi und Simon bringen mich zum Bahnhof, den Railjet erreiche ich gerade noch. Auf schnellen Schienen geht es wieder heimwärts.

Danke für die tolle Tour an meine zwei „Bergführer“. Es war wunderschön…

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:15 h
Gesamtdistanz: 9,39 km
Höhenmeter: 997 m

161022 Wildmoossee

Heute zieh ich bei schönstem Wetter mit meinem Sohnemann aus, den Wildmoossee anzuschauen.

Mit dem Zug fahren wir nach Seefeld, da es schon fast Mittag ist, beschließen wir, gleich Brotzeit zu machen. Dann ziehen wir los auf dem Wanderweg Richtung Wildmoossee.

Der Weg ist schön, im Schatten ist es jedoch immer kalt. Sobald wir wieder in der Sonne gehen sind die Temperaturen angenehm.

Nach ca. 1 Stunde erreichen wir den See, der jedoch fast ausgetrocknet ist. Ich setze mich ein wenig in die Sonne, Letu spielt am Seeufer.

Plötzlich ein panischer Schrei vom Sohnmann, er steckt im Schlamm fest. Er kommt nicht mehr vor und zurück, gottseidank habe ich einen Wanderstock mit, mit dem ich ihn herausziehen kann. Die Schuhe sind schlammverkrustet, die Socken natürlich nass.

Obwohl der See fast ausgetrocknet ist, ist das Ufer noch richtig schlammig. Letu wollt ihr einen Ast holen, dabei ist ihm das Missgeschick passiert.

Also heißt es, Wanderung abbrechen, um rasch zurück nach Hause zu kommen. Wie gehen den gleichen Weg zurück, und erreichen auch bald wieder den Bahnhof.

Lange müssen wir nicht warten, dann kommt auch schon der Zug nach Innsbruck und damit nach Hause.

In Innsbruck machen wir noch einen Zwischenstopp im Café, dann ist auch unser Bus schon da.

Eine schöne Tour mit kleinen Missgeschick, habe uns hat es beiden viel Spaß gemacht. Wir haben die herbstlichen Farben sehr genossen.

161010 Sistranser Alm (1.609m)

Heute am Abend zieht es mich nochmals auf den Berg. Ich beschließe, vom Parkplatz in Sistrans auf die Sistranser Alm zu gehen. Beim Rauffahren fallen schon ein paar Regentropfen, aber zum Glück so wenig, daß es mich von meinem Plan nich abbringen kann.
Die Taschenlampe ist heute schon notwendig, denn im Wald ist es nicht gerade hell. Trotzdem kommt mir schon nach ein paar Metern eine Joggerin ohne Licht entgegen. Ich lasse die Lampe trotzdem an.

Das erste Stück gehe ich noch auf der Forststraße, dann zweigt der Steig ab, hinauf zur Alm. Ein schöner Weg, der auch sehr gut in der Nacht gemacht werden kann. Nach 55 Minuten erreiche ich auch schon die Alm.

Ich mache eine kurze Pause, aber da es leicht zu Graupeln begonnen hat, bleibe ich nicht lange. Kalt ist es auch und ich gscheit verschwitzt. Also schnell wieder runter ins Tal.
Direkt unter der Alm kann ich mir noch einen Geocache, die Sistranser Alm sichern, gefunden ist die Dose rasch. Dann gehts schnell zurück in die Zivilisation :D.
Nach 45 Minuten bin ich auch schon wieder beim Auto und rasch zu Hause. Das war gerade das Richtige für den Abend.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtstrecke: 8,7 km
Höhenmeter: 801 m

160924 Der Weg des Adlers (Teil 1)

Heute steht „Der Weg des Adlers, Teil 1“ auf dem Programm, eine Power-Geocachingrunde auf den Glungezer. Ich starte schon früh, denn heute in der Nacht hat mich ein Mosquito zur Weisglut getrieben. In der Früh habe ich es nicht mehr ausgehalten, also raus aus dem Bett und zum Start meiner Runde.

Mit dem Auto fahre ich nach Volderwildbach, dort am großen Parkplatz lasse ich das Auto stehen. Doch welch ein Schreck, hier muß man zahlen. Gestern noch hatte ich das im Internet gecheckt, freier Parkplatz war angesagt… wie ungut. Ein Blick in meine Geldtasche zeigt mir, daß Münzen (wie auch anderes verwertbares Papier) Mangelware ist… zum Glück sehe ich eine Bäuerin, die ich nach den Tatsachen frage. Ihre Antwort läßt mir einen Stein vom Herzen fallen: „Des koschtet nix… auf dem Parkplatz kanscht schun parken“.

Da heute das Geocachen im Vordergrund steht, starte ich vom Parkplatz gleich zum ersten Cache, der nur ein paar Meter entfernt ist. Die Dose ist schnell ausgemacht, und ich kann mich verewigen.

Über Windegg, Neue Gufel, die Schipiste erreiche ich bald schon die Tulfeinalm. Alle 300m ist ein Cache versteckt.

Obwohl die Dosen fair versteckt sind, vergeht doch ganz nett Zeit. Diese muß ich durch schnelleres Gehen zwischen den Caches wettmachen :).

In der Nähe der Tulfeinalm mache ich eine Pause, dann gehts weiter, zuerst Richtung Schartenkogellift und anschließend hinauf zur Glungezerhütte.

Die Hütte lasse ich links liegen und mache mich zum Tagesziel, der Sonnenspitze (2.639m) auf. Dort lasse ich mich zuer verdienten Gipfelrast nieder und vertilge meine Brotzeit.

Auf dem Runterweg nehme ich noch ein paar Extradosen mit, auf dem Schartenkogel (2.311m) pausiere ich nochmals kurz, dann gehe ich den wunderschönen Schartenkogelsteig hinunter bis zum Einser-Sessellift der Glungezerbahn.

Da ich glücklicher Besitzer des Freizeittickets bin, gönne ich mir den Luxus einer lustigen Talfahrt im warscheinlich letzten 1er Sessellift von Tirol.

Bei Halsmarter muß ich dann wieder abzweigen, denn das Auto steht ja im Voldertal, und der Lift fährt nach Tulfes. Pech aber auch, so muß ich den zweiten Teil mit dem Lift auslassen und wieder per Pedes weitermachen.

Dies stellt sich als glückliche Fügung heraus, denn das Voldertal und der Weg dorthin ist wirklich schön. Über den Hoch- und Niederleger der Stiftsalm erreiche ich zufrieden wieder meinen Ausgangspunkt und das Auto.

Tourendaten
Gesamtlänge: 25,7 km
Gesamtdauer: 8:00 h
Höhenmeter: 1.903 m

Karte

160908 Lechtalhöhenweg Etappe 6

Sechste Etappe – Muttekopfhütte Hütte zum Schloss Fernstein

Da wir gestern unser Soll mit der Anhalter Hütte nicht geschafft haben, beschließen wir, dafür heute nochmals auf „den Putz“ zu hauen…

Nach einem wunderbaren Frühstück, die Muttekopfhütte ist hier wirklich das Highlight der Tour, machen wir uns schon um 7:00 Uhr auf zum Scharnitzsattel (2.441m).

Gemütlich, aber kontinuierlich schrauben wir uns hinauf und schon bald stehen wir auf oben.

Der Abstieg durch die Rinne gestaltet sich nochmals abenteuerlich, denn hier ist es brüchig und steinschlaggefährlich. Zum Glück sind wir allein.

Bald sind wir aus dem Gefahrenbereich und über das Hahntennkar erreichen wir das Hahntennjoch (1.894m), der Klang der Motorräder verkündet die Nähe zur Zivilisation, die wir in den letzten Tagen nicht vermisst haben.

Am Joch steht ein Bus voll mit Touristen, die uns neugierig betrachten. Rasch huschen wir über die Straße und steigen auf, Richtigung Steinjöchl. Wir überholen eine ältere Frau und ein Mädchen, die mit einem Hund am Weg sind. Auf dem Rücken antike Rucksäcke und das Gewand ist sehr „erdfarben“ gehalten. Auf Nachfrage bestätigt sich unser Verdacht, zwei Jägerinnen. Sie sind aber heute nur mit Fernglas am Weg, „Viach schaug´n“.

Bald erreichen wir das Joch mit einem kleinen Kreuz, dann geht es schon wieder runter, fast schon auf einer Berg-Autobahn.

Hoher Zaun schützt vor Unvorsichtigkeit, teilweise ist der Weg sogar betoniert… echt schräg.

Erst als der Pfad wieder flacher wird, bekommt er auch das Aussehen eines normalen Bergweges. Um die Flanken des Maldongrates herumgehend erreichen wir auch schon die noch im Schatten liegende die Anhalter Hütte (2.038m).

Carmen, die Hüttenwirtin ist schon schwer beschäfigtigt, obwohl (oder weil) niemand mehr in der Hütte ist. Wir trinken einen Saft, und reden eine Weile mit ihr. Ich kaufe von einer Sherpani noch 3 Wollmützen für den Winter, die sehr kamod ausschauen, für die Kinder und Lucy.

Am mittlerweile nicht mehr existenten Kromsee vorbei gehen wir hinauf zum Kromsattel (2.137m). Über ein Schotterkar, anschließend durch eine Steilwiese kommen wir auf das Hinterbergjoch (2.202m).

Die beeindruckende Heiterwand steht rechts von uns, ein Versuch offenbart ein wunderbares Echo.

Was nun folgt, kann nur als langer Hatsch bezeichnet werden, der Weg wird zusehens schlechter und lehmiger. Unterwegs treffen wir noch ein paar Bauern aus Tarrenz, die ihr Vieh (Schafe und Ziegen) zusammensuchen, bald schon ist Almabtrieb.

Auf der Hinterberghütte, die wir versehentlich mit der Hinteren Tarrentonalpe verwechseln, bekommen wir einen Radler und gute Unterhaltung. Nach kurzer Pause geht es weiter zur Hinteren Tarrentonalpe (1.519m), an der wir aber nun einfach vorbeilaufen.

Rechts haltend gehen wir durch einen wunderschönen Boden an einem Jagdhäuschen und später am ehemaligen Bergbaugebiet Dirstentritt vorbei. Ein letztes Joch müssen wir übersteigen, das Schweinsteinjoch (1.564m), dann geht es nur mehr abwärts.

Über das Tegelstal steigen wir ab, zuerst noch flach auf einem schönen neuen Forstweg, später wird der Weg aber arg steil, sodaß ich mir denke, weder mit dem Auto noch mit meinem Mountainbike möchte ich hier fahren müssen. Gott sei Dank sind wir auf dem Abstieg.

Bei der Tegestalhütte (935m) drehen wir nochmals nach links und gehen zuerst vorbei am Campingplatz zum Fernsteinsee. Endlich sind wir am Ziel…

Im Selbstbedienungsrestaurant laben wir uns mit einem Bier und einem Sandwich, während wir auf den Postbus warten und wieder mitten im Hier und Jetzt angekommen sind.

Die letzten sechs Tage waren eine wahre Bereicherung für mich, die Zeit mit meinem Papa war sehr schön, wir haben viel und gut gesprochen, und ich merke, daß mir diese gemeinsame Reise sehr gut getan hat. Danke dafür meinem Papa!

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:40 h
Gesamtlänge: 26,9 km
Aufstieg: 1.170 m
Abstieg: 2.110 m
Max. Höhe: 2.441 m

Höhenprofil
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