190205 Skitour Halsmarter

Mit Wolfi mache ich heute noch eine schnelle „After-Work-Tour“ von der neuen Glungezer-Talstation durch den Wald. Wir starten bei traumhafter Abendstimmung am Parkplatz, die Schneeverhältnisse sind noch super.

Direkt am Parkplatz, sozusagen über die Straße gehend, können wir unsere Ski schon anziehen, es ist genug Schnee vorhanden!

Wolfi ist noch motiviert, die Piste ist zwar hart, griffig genug, damit wir schnell vorankommen. Die Dämmerung setzt ein und wir müssen immer wieder stehenbleiben und staunen ob dem prächtigen Farbenspiel.

Der Weg durch den Wald zieht steil hinauf, stellenweise ist die Spur eisig und macht das Fortkommen nicht so einfach. Trotzdem macht es Spaß.

Obwohl es recht frisch ist, kommen wir doch zum Schwitzen, nachdem wir den Wald hinter uns gelassen haben, erreichen wir nach kurzer Zeit unser Ziel, Halsmarter.

Dort in der gemütlichen Wärme gönnen wir uns ein Bier und plaudern ein wenig. Da wir heute wenig Zeit eingepackt haben, machen wir uns dann auch schon wieder auf, ins Tal zu kommen.

Die Abfahrt ist dann nochmals ein Spaß… wie oft kann man heute noch die Talabfahrt am Glungezer genießen…

190131 Skitour Patscheralm

Eine kurze Feierabendtour nach der Arbeit? In Tirol immer möglich… im Sommer zu Fuß oder mit dem Mountainbike, im Winter mit den Tourenskiern… heute haben Michi und ich die Patscher Alm als schnelles Ziel ausgewählt. Gestartet wird bei der Heiligwasserwiese in Igls.

Am Donnerstag ist hier immer Nachtskilauf, daher sind wir nicht alleine… aber das ist man am Patscherkofel nie, Pilgerströme ziehen hier, speziell am Donnerstag, dem Skitourentag, hinauf zum Schutzhaus. Die Patscher Alm ist kürzer und weniger überlaufen…

Das Wetter ist gut, es ist zwar frisch, aber nicht zu kalt. Der Wetterbericht würde sagen: „der Jahreszeit angepasst“. Über die Skipiste steigen wir auf, schnell kommen wir voran, die Piste ist auch immer gleichbleibend steil.

Nach dem Heiligwasserlift, vorbei an der Teehüttn kommen wir noch ein Stück der Piste entlang, dann zweigen wir auf den Waldweg ab, der uns direkt und weg von der Skipiste zur Patscher Alm bringt.

Die Hütte haben wir nach ca. 1:15h erreicht, der Wind pfeift um die Hütte und wir freuen uns schon auf den gut beheizten Gastraum. Dort gönnen wir uns Speis und Trank, es ist hier richtig gemütlich… da will man gar nicht mehr raus.

Doch wir müssen auch wieder runter ins Tal, also packen wir zusammen, begleichen die Zeche und machen uns auf, über die Piste wieder zum Olex abzufahren. Ein wunderschöner, weil auch aktiver Abend…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 6,0 km
Höhenmeter: 613 hm

190121 Reise Phönix, AZ

Von der Arbeit aus hat es mich wieder mal über den „Großen Teich“ geworfen… dieses Mal nach Phönix, Arizona. Mitten im Winter in die Wüste zu fahren ist immer spannend, aber auch mal eine willkommene Abwechslung. Am dritten Tag unserer Reise hatten wir ein wenig Zeit am Nachmittag und konnten uns die Gegend anschauen… hier ein paar Impressionen, hauptsächlich von einem Kakteen-Park mitten in der Stadt…

190105 Skifahren über die Weihnachtstage

Heuter war (ist) ja ein Winter wie schon lange nicht mehr. Daher wurde von mir die Tourengeherei zugunsten dem Nachwuchs stark vernachlässigt, denn bei solchen Verhältnissen musste ich mit den Kindern *fast* tagtäglich auf die Piste. Das muß einfach ausgenutzt werden.

Unser Einsatzgebiet war der Patscherkofel, mit der neuen Bahn nun gut erschlossen, und dank der Unmengen an Schnee auch richtig lustig zu befahren. Für die Kinder war es das erste Mal im Tiefschnee. Und obwohl es die zwei immer wieder richtig „rausgfetzt“ hat, war die Freude am „Reinen Weiß“ ohne Grenzen…

Hier ein paar Eindrücke von unserer Skifahrerei…

181118 Geocache „Wilde Prinzessin“

Ich muss mal wieder ein paar Geocaches sammeln, damit ich mit meinem „Spezl“ mithalten kann (in Bezug auf Punkte…). Ein Blick auf meine Karte zeigt mir ein Gebiet, in dem noch einiges zu holen ist… Kufstein. Dort hat „FredBull“ einige sogenannte Powertrails ausgelegt und dort wollen Letu und ich heute hin. Mit dem Zug fahren wir von Innsbruck nach Kunfstein, eine feine Fahrt ist das immer wieder… und schnell.

Vom Bahnhof gehen wir am linken Flussufer, beim Festungshügel vorbei. Dann queren wir die Stadt am grünen Inn und erreichen den Waldrand. Ab hier sind wir eigentlich immer weg von größeren Siedlungen. Alle 160 Meter liegt eine Dose für uns bereit, ansonsten ist der erste Teil der Wanderung, zumindest Landschaflich, ohne große Änderungen. Schön ist es allemal, im herbstlichen Wald die Seele baumeln zu lassen.

Manchmal entdecken wir interessante Sachen, wie einen uralten Holzer-LKW oder auch mal (illegalerweise) einen von uns begangenen, aber gesperrten Steig. So wandern wir recht kurzweilig nach Egerbach. Da wir recht früh losmarschiert sind und die Jahreszeit schon recht vorgeschritten ist, finden wir an schattigen Stellen auch mal ein wenig Reif…

Nächste Station ist Schwoich, hier versuchen wir etwas Essenbares aufzutreiben, schlussendlich kehren wir im Dorfgasthaus ein, dort gönnen wir uns ein Schnitzel. Und wie das schmeckt! Nach dieser wohlverdienten Pause müssen wir noch ein paar Höhenmeter machen, wir müssen jetzt auf das Wöhrer Köpfl steigen, eine kurze Überschreitung, die uns wieder nach Kufstein bringt.

Am Gipfel haben wir eine schöne Aussicht auf das Inn-Städtchen und genießen hier auch wieder ein wenig Ruhe. Dann steigen wir auf der Nordostseite des Wörner Köpfl ab, nun immer das Ziel, Kufstein in Sichtweite.

Der letze Abstiegteil vom Wörner Köpfl wird als Kaiserschützenweg bezeichnet, manchmal auch als Sepp-Innerkoflersteig. Hoch über der Weißache und der Bundesstraße nach Schwoich spazieren wir auf einem anregenden Steiglein gen Nordosten.

In Endach kommen wir noch an einem verfallenen Gasthaus mit angeschlossener, ebenfalls verfallener Kapelle vorbei. Wir betrachten die Gebäude ein wenig näher, wobei ich in das Gasthaus (?) nicht mehr reingehen möchte… zu marode schaut das unheimliche Gemäuer aus…

Nun sind wir wieder in der Stadt angekommen, zuerst müssen wir nochmals quer durch die Siedlung, dann erreichen wir den Inn und wandern in Richtung Bahnhof. Die Sonne zieht sich schon langsam zurück, es ist kühl geworden.

Die letzten Meter zum Bahnhof gehen wir am Inn entlang, die Stimmung ist schön und unsere Laune dementsprechend gut. Heute waren wir wieder mal fleißig… immerhin konnten wir 50 Dosen bzw. Geocaches finden und loggen! Super…

Am Bahnhof müssen wir nicht arg lange warten, hier fahren die Züge zum Glück mit hoher Frequenz, daher sind Wartezeit meist kurz. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende, es hat uns beiden Spaß gemacht und wir freuen uns auf zu Hause.

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:30 h
Gesamtlänge: 20,34 km
Höhenmeter: 645 m

181116 Geocachen „Dharmainitiative“

Gott sei Dank arbeite ich am Freitag nur bis Mittag, da geht sich noch „etwas“ aus, nach dem Tagwerk. Heute soll eine schon länger geplante Cacherunde erledigt werden. Von der Arbeit fahre ich mit dem Fahrrad zuerst einmal hinauf zum Kerschbuchhof, wo ich meine Drahtesel abstelle.

Von hier geht es zu Fuß hinauf, immer auf schönen Steigen durch den herbstlichen Wald. Von Zeit zu Zeit bleibe ich stehen und suche nach den hier versteckten Dosen der Dharma-Initiative. Die Rätsel zu diesem Cachetrail hatte ich schon zu Hause gelöst, jetzt ist noch das Dosenklauben ausständig.

Höchster Punkt meiner kurzen Wanderung ist der Gasthof Rauschbrunnen, ein Plätzchen in Innsbruck, an dem ich auch noch nicht gewesen bin. Für eine Einkehr fehlt mir die Muse, ich mache ich mich gleich wieder auf an den Abstieg.

Die Aussicht ist, obwohl es heute diesig ist, doch sehr passabel und ich genieße, wenngleich ohne Einkehr, das Panorama.

Der Abstieg ist auch wieder wunderschön, die Temperaturen sind zwar kühl, aber ansonsten ist der Herbst fast meine liebste Zeit fürs Wandern. Die Farben sind so strahlend, speziell in Buchenwäldern finde ich die Stimmung himmlisch…

Bald erreiche ich wieder den Parkplatz meines Drahtesels. Nun heißt es noch nach Hause strampeln. Das ist doch noch ein Stück, aber bei dem Wetter macht es richtig Spaß. Noch einmal dreh ich mich um und sag dem Karwendelpark für heute Adé…

Vom Kerschbaumhof bis nach Hause ist es dank Fahrrad gefühlt ein „Katzensprung“, nach 45 Minuten erreich ich mein Zuhause. Wieder einmal habe ich eine schöne Ecke unserer Hoamat entdecken können. Schön…

Tourendaten (Bike & Hike)
Gesamtdauer: 3:45 h
Gesamtlänge: 28,13 km
Höhenmeter: 896 hm

181111 Halltal, Herrenhäuser (1.481m)

Solch ein Herbst erfordert schöne Wanderungen. Einer der sehr schönen Plätze hier in der Umgebung, die ich kenne, ist das Halltal. Mehrere Vorteile verbinden sich hier zu einem attraktiven Gesamtpaket.

Erst einmal ist es die Nähe zu unserem Zuhause, dann die sehr interessante Montangeschichte, der 700jährige Salzbergbau. Und schlußendlich kommt noch die landschaftliche Schönheit und Wilde dazu! Also, für jeden Etwas.

Der einzige Nachteil, den diese Tour zu dieser Jahreszeit hat, ist der Schatten, denn die Sonne hat in dem engen Tal nicht wirklich eine Change. Dich beim Hackl haben wir noch schönes Licht.

Wir entscheiden uns für den Aufstieg über den Fluchtsteig, denn das ist eindeutig der feinere und auch interessantere Weg ins Tal. Dieser Weg wurde für die Bergler angelegt, um ins Tal rein und rauszukommen, wenn auch mal hohe Lawinengefahr herrschte.

Obwohl der Fluchtsteig offiziell gesperrt ist, wagen wir trotzdem den Aufstieg hier und es lohnt sich…

… denn die reparaturwürdigen Stellen sind schnell überwunden und es wäre einfach schade, diesen Weg nicht zu kennen. Hoffentlich wird der Steig bald wieder in Schuß gebracht…

Letu hat sehr viel Freude beim Aufstieg, Spannung ist auf jeden Fall angesagt. Unter anderem stoßen wir auch immer wieder auf Spuren des alten Bergbaus, der hier stattgefunden hat.

Alte Soleleitungen sind am Fluchtsteig immer wieder sichtbar, obwohl ich schon oft über diesen Steig gelaufen bin, sind mir diese hölzernen Zeitzeugen nie aufgefallen.

Über diese Rohre wurde die Sole von den Herrenhäusern bzw. von den Bergwerksstollen über die heute noch bestehenden drei Ladhütten ins Tal nach Hall in Tirol, genauer zu den Sudhäusern transportiert. Noch können Diese bewundert werden, aber der Zahn der Zeit nagt schon an dem Holz und in ein paar Jahrzehnten werden diese Spuren verwischt sein.

Entlang des Weges sind immer wieder Informationstafeln aufgestellt, die Wissenswertes sowohl für die Erwachsenen als auch die Kinder zur Verfügung stellen.

Nach einer schönen Wanderung mit vielen Eindrücken erreichen wir schlußendlich die beeindruckenden Herrenhäuser.

Auch der Schaustollen ist heute geöffnet, und wir können einen Blick in die ehemalige Schatzkammer von Tirol werfen. Weit sehen wir dank schwacher Taschenlampe allerdings nicht.

Beim Knappenhäusl packen wir unsere Jause aus und lassen es uns mal gut gehen. Leider ist es ohne Sonne dann einfach nicht so angenehm, daher beschließen wir, nicht allzu lange hierzubleiben uns uns auf den Weg ins Tal zu machen.

Bei St. Magdalena machen wir noch eine Rast, hier gönnen wir uns noch eine Aufwärmpause mit Kakao, Kuchen und Kaffee.

Das kleine Kirchlein an diesem altehrwürdigen Platz dürfen wir natürlich auch nicht auslassen.

Nach der feinen Pause machen wir uns auf, ein letzter Blick zurück auf das schöne, alte Gemäuer sagt uns, wir sind nicht das letzte Mal hier gewesen.

Nun folgen wir mehr oder weniger wieder dem Aufstiegsweg, mit einer nun schon sehr herbstlichen Stimmung.

Am Ende erfüllt Letu noch eine mittlerweile zur Tradition gewordenen Tätigkeit. Er marschiert durch das wunderbar kalte Kneippbecken, das am Eingang zum Halltal steht. Dort können müde Beine wieder auf Vordermann gebracht werden.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:30 h
Gesamtlänge: 17,30 km
Höhenmeter: 755 m

181026 Issboden, Aldranser, Sistranser Alm

Heuer bin ich zwar oft mit dem Rad auf die Arbeit gefahren, aber richtige Mountainbike-Touren habe ich fast keine unternommen. Heute ist einer dieser Tage, an denen sich doch ein Klassiker ausgeht. Die Fahrt von Aldrans auf den Issboden (1.873m), über die Sistranser (1.608m) und Alm Aldranser (1.511m) wieder retour. Mit von der Partie ist Michi, die die Hardcorevariante von Innsbruck aus meistern will.

Vom Dorfplatz geht es zuerst ein kleines Stück auf der Hauptstraße, die um diese Uhrzeit an einem Feiertag ausnahmsweise nicht stark befahren ist, rauf zum Kreisverkehr beim ehemaligen Gasthaus Hubertus.

Dann erreichen wir auch schon die Forststraße, die geschottert hinauf zu den einzelnen Almen führt. Der Weg führt am Anfang etwas steiler, aber dann mit gleichbleibenden Steigung auf den Berg hinauf. Dem Sonnenstand ist es zu danken, daß wir noch keine Sonne und dementsprechend kalte Füße bekommen.

Der Herbst hält jetzt augenscheinlich schon Einzug in unsere Gefilde, die Lärchen schlagen auch schon um, schön anzusehen sind die vielen wunderbaren Farben des Waldes.

Die Aussicht auf das Inntal wird auch mit jedem Höhenmeter besser, es dauert nicht mehr lange, und wir haben den Issboden erreicht. Hier hält sich in den Schattenzonen schon der Reif, dies sieht man an der Mächtigkeit der filigranen Strukturen an den Gräsern… da schmilzt hier nichts mehr. Und in der Sonne sehen wir unser höchstes Ziel für heute, die Isshütte.

Wir genießen hier die für heute ersten richtigen Sonnenstrahlen auf einer Rastbank, ein Müsliriegel wird verspeist. Was für ein wunderschönes Wetter heute ist…

So fein es hier ist, ein leichter Bergwind läßt uns schlußendlich dann doch frösteln, wir packen unsere Sachen zusammen, jetzt gehts hinunter ins Tal, natürlich mit einem Zwischenstopp oder zwei, das werden wir noch sehen.

Wir lassen es richtig sausen, das macht jetzt echt Spaß. Damit wir nicht die ganze Forststraßen ausfahren müssen, nehmen wir mal eine Abzweigung auf einen Wanderweg, der uns direkt über die Sistranser Alm bringt. Das macht richtig Spaß. Dort gönnen wir uns in der Sonne eine Erfrischung.

Nach dem kurzen Stopp geht es dann weiter zur Aldranser Alm, dort wollen wir noch einmal ein wenig länger einkehren. Da heute der letzte Tag ist, an dem die Alm offen hat, ist Livemusik da und gutes Essen ist hier sowieso auf dem Programm. Wir gönnen uns ein Wienerschnitzel und auch hier wieder die schöne Aussicht.

Als Abschluss sausen wir dann ich weiß nicht wieviele Höhenmeter hinunter ins Tal, schon bald sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt. Was für eine tolle Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 21,55 km
Höhenmeter: 939 m

181020 Koflerjoch (1.861m)

Da der Herbst den Sommer heuer an Genialität ausstechen will, hat es uns bei Kaiserwetter wieder in die Berge getrieben. Und auf unsere Hütte.

Am Vortag, am Freitag, sind wir am Abend nach Reutte gekommen, aber für die Hütte war es dann schon zu spät, daher sind wir bei der Oma geblieben. Gleich in der Früh, nach einem wunderbaren Frühstück sind wir dann auf die Hütte.

Die Sachen waren gleich eingelagert, die Bergstiefel geschnürt, also los, rauf auf das Koflerjoch

Den ersten Teil müssen wir wie letztes Mal auf der Forststrasse überwinden, dann beginnt der schöne Steig. Zuerst gehts hinauf aufs Pflacher Älpele, dann weiter hinauf zum Sattel vor dem Joch.

Hier haben wir eine schöne Aussicht auf den mächtigen und uns wohlbekannten Nachbarn, den Säuling.

Ein paar Meter müssen wir noch aufwärts gehen, dann erreichen wir unser erstes Ziel, den Zunterkopf (1.726m).

Spektakuläre Tiefblicke eröffnen sich hier von dem relativ selten besuchten Kopf. Uns störte nicht, wir genießen die Ruhe und gönnen uns eine gute Jause.

Nach einer ausgedehnten Rast gehen wir in ca. 30 Minuten hinauf zum Koflerjoch, unserem Tagesziel.

Auch hier machen wir eine feine Pause, genießen die Aussicht und ein wenig Faullenzerei!

Als nächste steht die Dürrnberger Alm auf dem Programm. Aber um dorthin zu kommen, müssen wir noch über die Satterköpfe absteigen. Überraschend schnell haben wir die zwei kleinen Gipfel hinter uns gelassen, und schon im nächsten Moment jubeln die zwei Kinder: „Wir sehen die Alm!“

Hier können wir uns ein Erfrischungsgetränk und einen leckeren selber gemachten Kuchen.

Die Sonne scheint angenehm auf die Terrasse, leider weht ein Unangenehmer Wind, der uns leise daran erinnern, welche Jahreszeit schon vor herrscht.

Also packen wir wieder unsere sieben Sachen, das letzte Mal heute, und machen uns auf den Weg zu unserer Hütte. Den Weg, den ich mir aus der Karte gesucht habe, war nicht ganz richtig. Ein totes Ende zeug davon, dass dieser Weg nicht mehr existiert.

Schöne Passagen, die schon lange nicht mehr besucht habe, finden wir auf dem Weg. Auch den Felssturz am Alten Forstweg entdecken wir, dieser kann uns aber nicht mehr aufhalten, wir klettern einfach über den Verbruch.

Schluss endlich erreichten wir unseren Forstweg, der uns direkt zur Hütte führt. Die Freude ist groß, als wir endlich unser Domizil erreichen. Der Grill wird gleich angefeuert, bald schon brutzeln die Bratwürste und lassen uns das Wasser im Munde zusammen laufen.

Das Essen schmeckt nach einem solchen Wandertag natürlich besonders gut, über die Nachtruhe müssen wir heute auch nicht lange streiten, weil schon liegt die Jugend im Bett

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:16 h
Gesamtlänge: 13,89 km
Höhenmeter: 1.01

181014 Säuling (2.048m)

Nach einer feinen Nacht auf der Hütte ist heute um 7:00 Uhr Tagwache. Das fällt nicht jedem leicht, am Wochenende so Früh aus der Kiste zu hüpfen, aber wir wollen heute auf den Säuling wandern, gemeinsam mit der Oma, die später zu uns stoßen wird.

Zuerst einmal muß natürlich gut gefrühstückt werden, damit wir auch genügend Kraft für den Tag haben

Wir starten zuerst ein Stück auf dem Forstweg, dann queren wir zum viel schöneren Steig auf den Säuling, der sehr angenehm durch den Wald führt. Der Wald hat ein paar extrem alte Bäume aufzuweisen. Die Oma erinnert sich noch an Zeiten, als der Säuling fast ohne Bäume war…

Bald schon erreichen wir das Säulinghaus, das immer eine gute Einkehr verspricht. Vielleicht schauen wir später noch vorbei, jetzt müssen wir mal weiter. Der Wind ist ein wenig stärker geworden, föhnig blast der Himmelsodem über die Berge…

Der Weg durch die Wand schaffen wir einwandfrei, wobei der Fels unter den hunderten und tausenden Wanderschuhen schon gelitten hat, und zum Teil so glattpoliert ist, daß man sich manchmal fast drinn spiegelt.

Am Sattel angelangt kommen wir in den Genuß der Sonne. Der Wind und der Schatten auf der Aufsteigsseite hat uns ganz gut ausgekühlt, aber jetzt geht es wieder, im Angesicht der Sonne am Firmament. Das Panorama vom Sattel sucht auch seinesgleichen…

Während Oma, Sara und Letu es sich in der Sonne gemütlich machen und dem Wind ausweichen, beschließe ich, noch schnell auf den Gipfel raufzugehen. Es ist ja nicht mehr weit. Schon nach ein paar Schritten befinde ich mit auf der Leeseite des Windes, hier ist es relativ warm für die Jahreszeit. Bald schon stehe ich auf dem Gipfel. Hier verweile ich nur kurz, denn ich möchte auch noch zum eigentlichen Gipfel des Säulings, der 80m östlich, zwar nur mit kleinem Gipfelkreuz, aber dafür mit der echten Höhe.

Lange bleibe ich nicht auf dieser windigen Kanzel, schon bald treibt es mich hinunter zum Sattel, dort treffe ich mich wieder mit der lustigen Wanderschaft… ein kurzer Schluck aus der Wasserflasche und ein Müsliriegel, dann machen wir uns auf den Abstieg durch die Felswand.

Nun sind schon wesentlich mehr Leute am Wege, die das heutige gute Wetter ausnutzen. Zum Glück sind wir früh genug losgegangen…

Auch im Abstieg machen sich die Zwerge sehr gut, und auch die Oma ist noch sehr rüstig und bergtauglich, obwohl sie schon lange nicht mehr auf dem Berg war.

Bald schon erreichen wir wieder das Säulingshaus, eine Einkehr haben wir uns heute redlich verdient. Wieder einmal haben wir Glück, eigentlich ist die Hütte wegen Umbauarbeiten geschlossen, aber auf der Terrasse haben wir noch Platz und bestellen uns was zu trinken.

Nach kurzer Rast brechen wir wieder auf, es geht über den Steig, dann über die Forststraße wieder retour zur Hütte, das Ganze natürlich im Sauseschritt…

Bei der Hütte packen wir rasch unsere Siebensachen, denn wir sind hungrig und im Tal hat meine Schwester uns gutes Essen zubereitet.

Letu ist scheinbar noch nicht ganz ausgelastet, während wir mit dem Auto ins Tal fahren, will er unbedingt den Forstweg noch mit seinen neuen Schuhen ablaufen. Also geben wir ihm ein wenig Vorsprung, dann fahren wir auch los. Auf dem Weg finden wir den Junior nicht mehr, ein Wanderer meint auf meine Frage nur: „Der Kleine ist gerade vorhin wie der Blitz vorbeigelaufen!“. Bei der Schranke entdecken wir den Spaßvogel dann, wie eine Fledermaus hängt er an ebendieser…

Ein wunderschöner Wandertag war das mal wieder, mit sehr feiner Gesellschaft und wunderschöner Umgebung.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:30 h
Gesamtlänge: 10,75 m
Höhenmeter: 963 m