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Kugelwald, Glungezer (27.09.2015)

Es ist Sonntag, das Wetter ist nicht besonders gut. Was tun ist die gute Frage. Schnell haben wir entschieden: Der Kugelwald soll es werden.

Flott haben wir gepackt, Kappe auf den Kopf, warne Jacken an. Die Fahrt zum Glungezer-Parkplatz geht schnell, es sind fast keine Autos da.

Der Sessellift dauert wie üblich ewig, dich auch diese Fahrt geht vorbei. Letu schreit schon: „Schau Papa, da waren wir skifahren.“

Die Kugeln sind gleich aufgefasst, dann stürmen die Zwerge auch schon los. Da das Wetter nicht so toll ist, haben wir den Kugelwald für uns alleine. Toll…

Sara und Letu kennen sich schon aus, daher ist das für mich sehr entspannend. Richtig angenehm. Und da wir immer in Bewegung sind, ist es auch nicht kalt. Perfekt. Allen machts richtig Spaß, so ein Spielplatz ist wunderbar.

Gesamtdauer: 2:00 Stunden

Durchs Nurpenstal zur Haglhütte, 2.106m (06.08.2015)

Schon länger hat mich eine Mountainbiketour in den „Tuxern“ angelacht. Stille und Einsamkeit verspricht der Platz, besonders, da das kleine Tal niemandem geläufig ist… Außer ein paar Einheimischen. Das Nurpenstal…
Ich habe einen neuen Dachträger für die Radln gekauft, der mir den Transport eben jener erleichtern soll. Montiert habe ich den Träger schon am Vortag, heute wird er eingeweiht. Die Montage von Rädern ist auf jeden Fall viel angenehmer als mit dem letzten Träger, den ich hatte…

Um 15:00 starten wir von der Arbeit aus los, zuerst nach Hause, Sachen packen und die Räder aufladen. Dann fahren wir wegen der Hitze gleich hinauf nach Parkplatz in Innerberg, nach Weerberg. 

Von dort starten wir in der Nachmittagsglut hinauf zu unserem Ziel, zur Nurpensalm. Der Forstweg zieht langsam, aber stetig hinauf. 

Zuerst geht’s noch durch Wald, der zwar Kühlung verspricht, aber doch keine Wunder bewirkt. Dann kommen wir an der Stallenalm vorbei, dort lichtet sich der Wald und wir sehen den ganze Schönheit des Nurpenstals. 

Die Schotterpiste zieht weiter gemächlich hinauf, unterbrochen von ein paar steileren Passagen, zur Unternurpensalm. Die Almdörfer hier erinnern mich an Fallerschein, einzig, dass hier keine Gäste, sondern nur Bauern nächtigen. 

Der Weg führt uns weiter zur Obernurpsenalm und von dort auf einem steilen, grobschotterigen Weg hinauf der Haglhütte. Dort ist für heute Endstation. Die letzte Passage ist ganz nett in die Wadeln gefahren, müssen wir feststellen… dafür schmeckt uns die Brotzeit umso besser. 

Wir genießen die letzten Sonnenstrahlen bei der Haglhütte und stellen fest, dass die Sonne wieder früh untergeht. Die Kühle der Berge legt sich über das Tal, da wir verschwitzt sind, fröstle ich leicht und muss mir eine Jacke anziehen. Wir sind hier doch auf 2106m.
Dann machen wir uns auf, fahren den gleichen Weg wieder hinunter ins Tal. 

Unterwegs treffen wir einen Senn, mit dem wir uns unterhalten. 150 Stück Vieh haben sie alleine auf der Obernurpensalm, nochmals 250 Stück Vieh auf der Unternurpensalm. Das sind schon Mengen… und des Weiteren bekommen wir zu hören, dass wir heute die einzigen Mountainbiker waren, und dass hier sowieso fast nie Leute reinkommen.

Zufrieden erreichen wir den Parkplatz, verstauen unsere Sachen und fahren nach Weerberg. Dort lassen wir inmitten einer Fliegenwolke den Tag ausklingen, bei einem Radler.

Tourendaten
Gesamtlänge: 16,78km
Gesamtdauer: 1:54
Höhe: 886m

150710 Über Natters/Mutters nach Aldrans

Auf neuen Pfaden geht es heute mit dem Radl von der Arbeit nach Hause. Da der Innsteig bei den Karwendelbögen immer noch gesperrt ist, wähle ich als Alternative den weiter westlich gelegenen Sieglangersteig. Von dort erreiche ich nach einer kurzen Ritt durch eine Siedlung und über die Hauptstrasse das Schloss Mentlberg.

Vorbei an dem schönen Schloss fahre ich den Natterer-See-Weg hinauf durch einen heißen Wald zum Eichhof, von dort vorbei am Landeskrankenhaus Natters und runter nach Natters selber.

Eine kurze Auffahrt nach Mutters, dann geht es einmal in flotter Fahrt durch Gerberbach bis hinunter in die Sillschlucht. Dort, angenehm kühl, steige ich wieder hoch, den Handlhofweg, an der Mülldeponie Ahrental vorbei, grüße noch den Umweltwächter (Skulptur aus Metall, vom Telfer Künster Bernhard Witsch) und trete hinauf nach Vill.

Von dort geht es angenehm über die Felder nach Lans, an der Kirche vorbei bis zur Abzweigung Aldrans/Sistrans.

Ich nehme den Weg zu mir nach Hause, im flotten Fahrtwind lasse ich mich abkühlen und erreiche bald schon mein Zuhause.

Gesamtstrecke: 18,58km
Höhe: 590m
Dauer: 1:21h

Peter-Kofler Klettersteig 

Der erste Klettersteig im Jahr 2015, da bietet sich der Peter-Kofler-Klettersteig, auch Stafflacherwand genannt, an. Da schon früh im Jahr schneefrei, und warm, beschließen wir, diesen nach der Arbeit zu begehen.

 

Schon beim Einstieg merken wir, welch ein Glück wir mit dem Wetter haben. Es ist schön warm, nicht zu heiß, also gerade perfekt. Wir wandern von Stafflach über den Bahnhof und unter der Wand hindurch zum Einstieg.

 

Dort sind schon zwei Kletterer zugange, sie steigen gerade ein in den Klettersteig. Da wir noch unser ganzes Kletterzeug anziehen müssen, macht das sicher nichts aus, die zwei werden wir nicht mehr sehen.

Nach dem Partnercheck starten wir los, über den Einstiegshang, der auch gleichzeitig die Schlüsselstelle ist , erreichen wir gleich luftige Höhen. 

 

Es geht dann in vielen Quergängen und kleinen Aufschwüngen immer weiter hinauf in die Wand.

Als kurzweilige Einlagen sind zwei Seilbrücken und ein paar Sitzbänke zum Rasten eingebaut. Unterwegs im Klettersteig kann ich dann sogar noch einen Geocache bergen, somit ist hier wirklich alles da, was man will.

Bald erreichen wir den Ausstieg, dort warten noch ein paar Sonnenstrahlen und ein leckerer Radler auf uns. 

 

Als Einstieg in die neue Saison gerade richtig, dieser Steig! Danke auch an die Erbauer!

 

Tourendaten:

Gesamtdauer: 2:15h

Gesamtzeit: 5,64km

Höhenmeter: 329m

 

Klettern am Goldbichl 

Es geht heute das erste Mal mit den Kindern zum klettern. Bei mir liegt die letzt Felsberührung im Zuge des Sportklettern auch schon ein paar Lenze zurück. Die Ausrüstung passt, die Motivation ist da und die Knoten sitzen eh vom Canyoning. Also los dann. Wir gehen nach Igls, dort gibt es einen kleinen Übungshang. Der sollte es für den Anfang tun.

Den Kindern macht’s gleich Spaß, einzig die Tatsache, dass es hinter der Wand auch gleich runtergeht, erfordert Obacht.

Wir selektieren eine ganz einfache Tour, damit die Zwerge mal Warm werden. Ich gehe auf der Seite hinauf, und das Seil schon vorher einzuhängen, dann können wir im weiteren Verlauf topropen. Und es haut auch gleich hin.

Immer abwechseln kraxeln die zwei Klettermaxe hinauf, jeder darf zweimal hintereinander. Dann wird gewechselt.

Sara schafft es dann auch ganz alleine bis zum oberen Standplatz und ist natürlich ganz stolz. Letu will sogleich auch ganz rauf und startet auch ganz hinauf, ohne Probleme. Das Abseilen ist dann eher der Knackpunkt, aber auch das schaffen die Beiden nach gutem Zureden. Sara hat eine gute Idee und schaukelt immer bei den letzten Abseilmetern, um ein Gefühl für das Seil zu bekommen.

Und wenn man nicht tut, was der Papa sagt, dann gibts Blessuren!

Da sind wir von nun an wohl öfter…

 

 

MTB Über die Sillschlucht nach Hause

Der Frühling zieht ins Lande und ich kann mich endlich wieder auf das Fahrrad schwingen. Juhu.

Die tägliche Fahrt auf die Arbeit ist mir schon während der langen dunklen Wintertage abgegangen. Voller Elan starte ich in die neue Saison und habe mich auch gleich ein paar neue Routen zurechtgelegt, dir mir die Heimfahrt versüßen sollen. Die erste Tour, die ich ausprobiere, ist über die Sillschlucht, eine kurze, und auch kurzweilige Route über den Wanderweg bis zur zweiten Brücke, und dann über Vill, Lans heim nach Aldrans.

Es hat zwar vorgestern noch geschneit, und dementsprechend wird es feucht sein, aber das ist mir heute egal… es gibt eine Waschmaschine, eine Dusche und auch eine Waschstraße… alles was man fürs „Aufräumen“ braucht.

Die ersten Meter muss ich durch die Stadt, bis zum „Gasthause Bierstindl“, von dort geht’s über die Brücke über die Autobahn und schon bin ich auf dem anfangs sehr gut ausgebauten Steig.

Über eine Brücke passiere ich einen der Zugangsstollen des BBT (Brenner-Basis-Tunnel), dann wird der Steig auch schon schmäler. Bald ist die erste Brücke, mit Gitterrost belegt, erreicht, nach diesem kleinen Hindernis bin ich auf dem richtigen Steig, ganz nett schmal…

Die Fahrt am Steig macht richtig Freude, durch die Niederschläge ist der Boden aufgeweicht und in manchen Plätzen artet das Fahren dann doch eher zur Schlammschlacht aus. Stellenweise ist der Steig so aufgeweicht bzw. ausgesetzt, dass ich schieben muss.

Aber das ist mir der Spaß auf jeden Fall wert. Nach einer kurzweiligen Strecke über den Steig erreiche ich die mir bekannte Brücke, über die Sill, bei der ich dann Richtung Fahrzentrum ÖAMTC, MA Ahrntal und im weiteren über eine Stichstraße rauf nach Vill komme.

Von dort fahre ich bei wunderschöner Aussicht und wärmenden Sonnenstrahlen über den Lansersee über die Vogelhütte nach Hause.

Super, diese Tour werden ich öfter nach der Arbeit nach Hause fahren, weil´s einfach Spaß macht.

Tourdaten:
Gesamtlänge: 16,0km
Gesamtdauer: 1:09h
Höhenmeter: 583m

150313 Patscherkofel (2.246m) – Viggarspitze (2.306m) – Sonnenspitze (2.639m)

Endlich, es ist soweit. Eine Tour, die ich mich schon lange eingebildet habe. Heute passt einfach alles: Wetter, Motivation und vieles mehr.

Nach der Arbeit starten Alfons und ich gleich hinauf, nach Igls zur Patscherkofelbahn. Den ersten Teil werden wir heute motorisiert bewältigen, d.h. mit der Pendelbahn auf den Kofel.

Es wird eh eines der letzten Male sein, denn das Ende der Pendelbahn auf den Patscherkofel in der jetzigen Form wird bald Geschichte sein. Die historische Pendelbahn wird gegen eine Neue ersetzt. Nun ja, so ist der Lauf der Dinge.

Mit der Gondel erreichen wir das Patscherkofelhaus im Nu. Gerade als wir ankommen, sehen wir einen Rettungseinsatz, bzw. den Schluss davon, nämlich die Hubschrauberbergung…

Dann steigen wir über steile Flanken hinauf zum Gipfel des Patscherkofel, unserem ersten Gipfel heute. Die Spur ist nicht so gut, immer wieder, auch bedingt durch die Tageszeit, brechen Teile der Spur ab. Aber bald finden wir eine alternative Spur, die nicht so steil rauf zieht und daher auch angenehmer zu gehen ist.

Schon sehen wir das Wahrzeichen, den Sendemast. Mein Sohnemann bezeichnet den Mast immer als „Rakete“. Treffender Spitzname, finde ich…

Ein kurzer Stop beim Gipfelkreuz, dann geht es am Sendemast vorbei bis zum Osthang, dort fellen wir ab, und machen uns auf die Abfahrt.

Der Ausblick vom Innsbrucker Hausberg ist einfach fantastisch, eine wunderschöne Sicht auf das Unterland macht sich auf. Die Abfahrt über den Ostgrat ist gar nicht so Ohne, aber macht doch Spaß. Es gleich hier alles eher einer Waldbahn, als einer schönen Abfahrt.

Beim im Winter unbewirtschafteten Berggasthaus Boscheben fellen wir wieder auf, denn nun geht der Gang über den Grat los. Wir treffen bei der Hütte noch drei Münchner, die sich auch fertigmachen. Wir werden sie im Laufe der Tour noch öfters treffen.

Ein Teil der Tour geht auf dem Sommer-Zirbenweg, den ich mit den Kindern schon öfter gegangen bin. Im Winter schaut es hier allerdings ganz anders aus und auch so manche Stelle ist im Winter kritischer als im Sommer.

Der Weg ist ein immerwährendes Auf und Ab, das heißt dann auch, mit den Fellen abzufahren. Das ist auch gar nicht so einfach, schön die Balance zu halten.

Und trotzdem oder gerade deswegen haben wir richtig Spaß, es ist schön, es ist für einen Frühjahrstag auch sehr warm und wir genießen jeden Moment auf der Tour. Ein Blick über die Schultern zeigt uns den Gipfel des Patscherkofels, mit der markanten Funkstation auf dem Gipfel.

Unser Blick voraus zeigt unser nächstes Ziel schon zum Greifen nahe, die Viggarspitze.

Wie folgen der Spur der „Route Roman“, bis wir ganz nahe an der Viggarspitze angekommen sind, dann steigen wir auf. Zuerst geht´s noch gut mit den Skiern.

Unterwegs genießen wir auch wieder mal die Aussicht. Zuerst nochmals zurück auf den Patscherkofel.

Und in Richtung Innsbruck, der schönen Stadt mitten im Gebirge.

Bald schon wird der Weg zu grasig, zu wenig Schnee hat auf der Viggarspitze überlebt, daher nehmen wir die letzen Meter per Pedes, mit den Skiern auf dem Rücken in Angriff.

Auf dem Gipfel legen wir eine Rast ein, trinken Tee und genießen den ersten Gipfel, wie man hier sieht.

Nach der Stärkung gehen wir wieder zu Fuss runter, bis wir die ersten Skispuren finden. Dort steigen wir wieder in die Bindung und marschieren weiter, zum nächsten Ziel, der Sonnenspitze.

Unterwegs stellen wir fest, dass hier oben auf auf dem Kamm doch sehr viel Schnee liegt, wie man an diesem Schild gut sehen kann.

Der Weg zieht sich entlang des Grates, keine Bäume oder Sträucher sind mehr zu sehen, einzig Fels und Schnee.

Nach ca. 4 Stunden erreichen wir glücklich, auf meiner Seite nicht ohne Blesuren, den letzten Gipfel, die Sonnenspitze. Glücklich stehen wir oben, auf dem Dach von Tulfes.

Die Sonne steht schon tief, daher machen wir uns der Kühle wegen bald auf zur Hütte, die nur ein paar Meter entfernt liegt. Dort, in der warmen Stube, genießen wir unser verdientes Tourenbier.

Ein Blick aus dem Fenster erinnert uns aber dann auch wieder, dass wir bald abfahren müssen, denn wir kennen den Weg ja nicht.

Beim Rausgehen aus der Hütte treffen wir noch den Hüttenwirt, mit dem wir ein paar Worte wechseln. Jedes Mal, wenn ich hier bin, fragt er wieder: „Gel, du bischt a Ausserferna?“. So lange schon weg von Dahoam, und trotzdem immer noch mit hohem Wiedererkennungswert. „Dank dem Reitemerischen…“

Er erklärt uns hilfsbereit auch gleich den richtigen Weg nach unten, den wir auch gleich einschlagen. Dazu müssen wir zuerst wieder Richtung Sonnenspitze aufsteigen, doch dann stehen wir auch schon direkt vor der Abfahrt. Eine wunderschöne Buckelpiste…

Mit jedem Abfahrtsmeter wird es dunkler und wir müssen uns richtig konzentrieren, den Weg zu finden. Gott sei Dank haben wir unsere Stirnlampen mit, die helfen nun sehr. Nichts desto trotz haben wir auch noch ein Auge für die Schönheiten, die uns umgeben.

Nachdem wir das Skigebiet verlassen haben, die Talabfahrt ist ja gesperrt, wird es richtig dunkel. Wir müssen sehen, wie wir weiterkommen…

Das Gras lacht auch immer mehr durch, und irgendwann ist uns das Risiko zu groß, die Ski kaputt zu machen und wir schultern die guten Latten. Die letzten Meter ins Tal laufen wir. Und erreichen genau den Postbus, der uns nach Hause bringt. Wunderbar…

Tourendaten:
Gesamtdistanz: 19,26km
Gesamtdauer: 5:15h
Aufstiegshöhe: 1012m

150308 Largoz (2.214m)

Die Zeit pressiert heute mehr als sonst, da Alfons Maria und Larissa vom Flughafen abholen muss. Daher starten wir noch früher als üblich. Ich hole Alfons schon um 5:30 Uhr ab. Kurz entschlossen haben wir uns am Vorabend für den Largoz entschieden, einem sehr bekannten Skiberg über Volders.

Die Suche nach einem Parkplatz gestaltet sich schwierig, da ich leider nicht pass einer Eisplatte 10m vor dem Platz komme. Nach ein wenig hin und her entschließen wir uns, direkt vor der Krepperhütte zu parken. Wir werden bei der Rückkehr eh einen Kaffee trinken, da wird das wohl passen.

Um 6:00 Uhr starten wir los, Taschenlampen brauchen wir keine. Zum einen ist es fast Vollmond, zum andern setzt die Dämmerung schon wieder früher ein. Der erste Teil führt uns durch den Wald, die Spur ist gut, aber teilweise steil und auch schon leicht eisig. Daher rutsche ich auch ein paar mal recht unelegant aus, sehr zur Belustigung der Waldbewohner. Denn meinem Kraxlspezi ist es egal, kein einziges boshaftes Lachen höre ich von ihm.

Doch meine Mühen werden dennoch belohnt. Eine wunderbare Aussicht mit Mond erfreut unser Auge.

Stetig machen wir Höhenmeter und wir sind überrascht wie viel Schnee wir hier vorfinden. Die Qualität ist jedoch durchwachsen, von recht feinem Pulver über Bruchharsch finden wir alles. Da kann man sich schon auf die Abfahrt freuen.

Nach einiger Zeit lichtet sich der Wald und gibt die Sicht frei auf schöne Skihänge. Noch liegt diese Seite im Schatten und das lasst uns hoffen.

Im Hintergrund sieht man auch immer wieder den Glungezer zu uns rüberblinzeln, hier wird auch die Dimension dieses Berges richtig sichtbar.  Spuren überall am Berg zeigen uns, dass hier auch sehr Verwegene unterwegs sind.

Das Gipfelkreuz haben wir schon ein paar mal durch die einzelnen Bäume gesehen, dann erreichen wir nach ziemlich genau 2 Stunden den Gipfel mit einem wahrlich großen Gipfelkreuz.

Am Gipfel ist die Aussicht wunderbar, direkt beim Kreuz trinken wir einen heißen Tee und bestaunen unsere wunderbare Bergwelt. Bis zur Zugspitze reicht der Blick und viele uns bekannte Gipfel grüßen uns. Da ein leichter, aber kühler Wind am Kreuz weht, beschliesen wir, ein bisschen weiter unterhalb des Gipfels zu rasten.

Auf einer Bank nehmen wir platz, schauen hinunter ins Inntal und genießen die Brotzeit, die Alfons raufgeschleppt hat. Ein kurzer Blick auf meine Geocache App zeigt mir, dass hier der Cache „glotzen vom Glotzen“ versteckt sein muss. Die Koordinaten sind gleich ermittelt, kurz im Schnee gegraben erschein der Schatz. Dieser wird auch gleich gelogged und ein sogenannter Travelbug hüpft mit mit der Ansage: „Nimm mich mit…“ in den Rucksack.

Nachdem wir uns statt gesehen haben, packen wir zusammen und machen uns auf den Weg. Die Vorfreude auf die Abfahrt hält sich in Grenzen, der Bruchharsch lockt nicht so sehr. Doch überraschenderweise finden wir immer wieder Pulverschneenester, die uns dann doch Abfahrtsspaß gönnen.

Ab der Largozalm fahren wir dann im Pflug den Forstweg ab, das ist immer noch feiner, als sich durch den komischen Schnee im Wald zu quälen. Die Stimmung ist super, die Sonne wärmt mit den Morgenstrahlen.

 

Be runterfahren realisieren wir, dass wir die ersten sind… Mit Abstand. Die ersten Nachkommenden kommen erst, als wir schon weit abgefahren sind. Wie erreichen den nun vollen Parkplatz, gleich darauf sind wir beim Gasthaus. Wir wollen, wie besprochen was trinken, wegen dem parken. Aber zu unserer Überraschung ist alles noch verschlossen, so ziehen wir von dannen. Kaffee gibt’s zu Hause bei Alfons. Auch (oder gerade) dort gibt es tolles „Braunes Wasser“. Dann Prost auf einen schönen Tourentag.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 2:45 h
Aufstieg: 857 hm
Gesamtdistanz: 10.69 km

 

150222 Schartenkogel (2.311m)

5:00 Uhr Tagwache, doch es ist gerade noch fein im Bett… also bleibe ich noch 10min. liegen. Dann stehe ich auf, richte mich her für einen neuen Tourentag. Ein Blick aus dem Fenster bestätigt meine halbherzigen Befürchtungen. Der Wetterbericht hatte mal recht, und draußen schneit es. Tja, das hatten wir gestern bei der Tourenplanung schon mit berücksichtigt, daher wählten wir den Glungezer als Tourenziel.
Den Rucksack habe ich am Vortag gepackt, die Ski stehen schon aufgefellt vor der Tür.

Ich hole Alfons von zu Hause ab und wir fahren rauf, zum Gasthaus „Neue Gufl“. Dort parke ich das Auto, bzw. versuche es. Der Parkplatz ist eine einzige Eisplatte. Ich stehe am zweiten Platz von oben und irgendwie überkommt mich das schlechte Gefühl, dass mir jemand reinrutschen könnte, sollte er den ersten Platz okupieren wollen. Daher montieren wir noch schnell die „Super-Fast-Wonderful-Schneeketten“, ich parke das Auto um und die Nerven sind beruhigt.

Das Wetter ist in dieser Höhe noch unangenehmer, trotzdem fürchten wir uns nicht, es wird schon warm werden beim rauflaufen.
In der Zwischenzeit ist eine zweite Mannschaft eingetroffen, zwei Männer, ein Einheimischer und ein Deutscher. Die sind schnell hergerichtet und starten noch vor uns los. Daher haben wir Spuren, denen wir folgen können, um den Einstieg zu finden. Später werden wir noch herausfinden, dass es manchmal gar nicht schlecht ist, wenn man nicht blind jedem folgt, sondern auch mal selber nachschaut.

Der Weg an sich ist wenig spektakulär, es geht immer der Piste hinauf, wir passieren die Tulfer Hütte, erreichen dann Halsmarter und gehen der Piste entlang, eigentlich immer den Spuren unserer Vorgänger folgend. So manches Mal, wenn es ein bisschen Steiler wird, merken wir, dass der Schnee nicht wirklich mit dem Untergrund bindet. Daher rutschen wir auch immer wieder ab. Die Spuren führen uns dann auch ins Gelände direkt neben der Piste.

Wir steigen ein paar Meter sehr steil eine Waldschneise empor, dann stellen wir fest, dass dies nicht ganz ideal ist. Wir beschließen, quer zu Hang wieder zur Piste zu gehen. Der Untergrund ist pickelhart und drauf liegt gebundener Schnee. Ein paar rutschende Schritte weiter hören wir plötzlich ein leichtes Wumm. Oha, jetzt aber raus… wir sehen den Riss über den Hang laufend. Nichts Wildes, aber ein „friendly reminder“, dass man doch aufpassen muss.

Wir steigen ab, zur Piste. D.h. wir fahren mit den Fellen ab, soweit das geht. Plötzlich steche ich ein und fliege Kopfüber aus der Bindung. Wunderbar, die Sicherheitseinrichtungen funktionieren. Und ich muss wieder ein Stück den Hang rauf, um an meine Skier zu kommen. Der Ausflug ins Gelände hat uns Kraft und Zeit gekostet, aber auch um eine Erfahrung reicher gemacht.

Von da an bleiben wir auf der Piste, bis zur Bergstation des oberen Sessellifts, des Schartenkogellifts. Mir ist es schon die letzten Minuten nicht mehr so gut gegangen und die Sicht ist extrem schlecht, daher beschließen wir, auf den Schartenkogel zu gehen und dann abzufahren. Der Glungezer läuft uns schon nicht davon…

Auf dem Gipfel machen wir schnell ein paar Bilder und dann ist auch schon wieder Aufbruchstimmung.

Die letzten Meter gehen wir zu Fuß, also ohne Ski. Auf dem Gipfel ist es recht windig, daher bleiben wir auch nicht lange und gehen zurück zum Skidepot. Dort „enthäuten“ wir unsere Skier, in der Jägersprache Abfellen genannt, und fahren gemütlich die „6er Piste“ ab.

Wir haben noch beschlossen, auf der Tulfeinalm einen Einkehrschwung zu machen, beim Abfahren sehen wir die Hütte aber nicht, und als wir erkennen, wo die Hütte ist, sind wir schon zu tief. Zum Glück nur ein paar Meter… diese sind schnell wieder aufgestiegen. Drinnen erwartet uns in der gemütlichen warmen Stube ein leckeres Weizen, ich gönne mir noch eine Wurst. Und heute ist sogar die Bedienung einmal richtig freundlich… da bleiben wir gerne ein bisschen, sitzend und quatschend und die Zeit vergeht im Fluge.

Irgendwann müssen wir doch los, fahren zur Talstation vom Schartenkogellift und mit diesem wieder ganz hinauf zum Ende unserer Skitour. Warum? Weil wir sonst gar nicht mehr auf unsere Piste kommen würden. Die letzten Schwünge für diesen Tag ziehen wir im wunderbaren Glungezer-Skigebiet in den angefahrenen Neuschnee. Wir steigen dort aus, wo wir angefangen haben. Beim runter gehen meint Alfons plötzlich: „Schau, Wisse: Da wäre ja eigentlich die Skipiste bis zum Auto…“. Und richtig, wir hätten 3m vom unserem Parkplatz starten können und hätten uns den ersten Hatscher zum Einstieg sparen können. Wie anfangs gesagt, Hirn einschalten, und Augen auf!

Als Fazit bleibt zu sagen: Trotz grausigem Wetter eine sehr schöne Tour.

Tourendaten:
Aufstiegszeit: 2:45h
Gesamtdistanz: 15,8km (mit Abfahrt & Lift)
Aufstieg: 1.050m

150220 Patscherkofel Schutzhaus (1.970m)

Wieder mal ist es Zeit für eine kleine Trainingsrunde nach der Arbeit. Schon unter Tags haben wir uns zusammengeredet, um 19:00 Uhr am Parkplatz des Olypmiaexpress ist Treffpunkt.
Alfons holt mich zu Hause ab, kurz nach 19:00 Uhr erreichen wir den Parkplatz. Siehe da, Lisa, Michael und Stefan stehen schon bereit. Also schnell rein in die Schuhe, Rucksack umgeschnallt und los geht’s. Trotz zügigem Tempo will es heute nicht so ganz passen. Der Schnee ist gut, ich rutsche nur selten ab, obwohl die Piste hart ist. Dennoch fehlt mir heute irgendwas. Die Bindung kommt mir auch komisch vor, aber das ist dann doch zum Glück nichts. Jammern auf hohem Niveau…
Irgendwann erreichen wir die Hütte, drinnen erwartet uns Stefan, da er die letzten Meter im „Super-Persuit-Mode“ rauf gelaufen ist, einen Salat kauend. Wir bestellen uns auch einen Drink und eine Suppe. Schmecken tut’s gut, aber die Bedienerei ist auch nicht gerade freundlich heute… naja, hübsch und nett zu sein, ist wohl ein bisschen zu viel verlangt! Summa sumarum hatte ich schon rundere „Bergerlebnisse“…
Wir machen uns wieder auf ins Tal, etwas wirklich erfreuliches ist das Wetter und die Aussicht auf die Hauptstadt der Alpen! Dieser Ausblick entschädigt mich für vieles…