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200712 Canyoning Wiesbach und Stuibenfälle

Wiesbachl (Funtour)

Der heutige Sonntag steht im Zeichen des Canyonings. Bedingt durch die Coronakrise bin ich heuer noch kein einziges Mal in die „Schlucht“ gekommen… heute endlich kann ich wieder diese tolle Sportart durchführen

Lechtalzopf

Am Vormittag haben wir eine feine Runde fürs das Wiesbachl in Stanzach. Flott steigen wir zum Einstieg, nach einem Sicherheitsgespräch gehen wir auch schon in die Schlucht. Der Wasserstand ist heute gut, die Gruppe angenehm und so macht das Werken in diesem schönen Canyon richtig Spaß.

Erste Abseilstelle

Besonders die Stellen nach dem großen Wasserfall machen immer wieder Spaß. Sei es die Rutsche am Seil, der sogenannte Fächer oder die Waschmaschine. Hier kommt jeder auf seinen Geschmack und wird nochmals richtig gut „durchgewaschen“.

Rutsche

Beim Fächer muss eine Rutsche gemeistert werden, die immer Enger wird…

Wäscherei

… und bei der Waschmaschine ist der Name Programm. Heute ist der perfekte Wasserstand für diese kühle Freude.

Canyoning ist eine tolle Wassersportart

Stuibenfälle (Action Tour)

Am Nachmittag habe ich noch eine Tour mit 5 Personen in den Stuibenfällen. Hier ist alles ein wenig mehr actiongeladen…

Erster Abseiler

Beim ersten Abseiler passiert heute etwas, das die meisten Canyoningguides noch nicht oder auch niemals erleben müssen. Während dem ersten Abseiler, nachdem 2 Gäste schon abgeseilt sind, ertönt auf einmal der Staumaueralarm. Das ist das Zeichen, die Schlucht sofort zu verlassen Wir ziehen uns sofort auf sicheren Grund zurück und warten ab. Bald bekommen wir die Entwarnung und können weiter.

Sprung ins kühle Nass

Sind am Anfang zwei größere Abseilstellen zu meistern, kann das Seil dann für den Rest der Tour im Rucksack bleiben… dann ist nur mehr Springen angesagt. Und das macht Spaß. Der Höchste Sprung liegt bei ca. 10 m… und immer springen wir in wunderbar tiefe „Gumpen“.

Geländersprung…

Auch diese Tour, obwohl von sehr vielen Menschen frequentiert, macht immer wieder Spaß.

… und ein wenig Spaß!

Ein toller, aber auch anstrengender Tag geht viel zu schnell vorüber, nachdem die Ausrüstung bei der Bootshütte verstaut ist, geht es wieder in nach Innsbruck… hoffentlich bin ich bald wieder in der Schlucht.

200705 Largoz (2.214m)

Ein sehr heißer Tag steht uns laut Wetterbericht bevor, daher starten wir heute mal sehr früh. um 5:45 ist für die Kinder Tagwache, das ruft initial keine große Freude hervor. Trotzdem schaffe ich es irgendwie, die zwei Junioren zu motivieren…
Im Anschluss holen wir Michi ab, die ist heute auch mit von der Partie. Dann fahren wir zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, zum Parkplatz bei der Krepperhütte (1.352m).

Der erste Teil der Wanderung geht durch Nadelwald, die Kühle ist noch spürbar, den Kindern ist erst sogar kalt. Das legt sich aber schon bald, die Temperaturen steigen langsam, aber unaufhaltsam. Als wir ins Almgelände kommen, sind die Temperaturen trotz der Höhe recht warm.

Die Aussicht, sobald man den Wald verlässt, ist atemberaubend, das Inntal liegt einem zu Füßen, im Hintergrund die Stubaier Alpen und der Karwendel.

Der Weg zieht sich in angenehmer Steigung den Berg hinauf, bald schon erreichen wir unser erstes Ziel, die Largozalm (1.930m)

Wir machen hier noch keine Pause, zuerst wollen wir auf den Gipfel des Largoz, im Anschluss werden wir uns hier eine Erfrischung gönnen.

Ein wenig verwundert muss ich verstellen, dass hier sehr viele Leute am Weg sind. Ich bin immer davon ausgegangen, dass der Largoz nur im Winter stark frequentiert wird, aber dem ist nicht so. Ganze Heerscharen ziehen gen Gipfel, der größte Teil sind Einheimische.

Schaut man gegen Süden, sieht man die Wattenspitze, auch ein schöner Skiberg. Im Hintergrund sieht man die Tuxer Skiberge, die jedoch ob der Abgelegenheit nicht ganz so viel Besuch erhalten.

Kolonnen wälzen sich auf den Gipfel, der nun schon in greifbare Nähe gerückt ist. Sara braucht nochmals ein kleines Motivationsgespräch, dann stehen wir auf dem höchsten Punkt der Tour.

Ein Blick in den Osten offenbart im Vordergrund zwei kleine Seelein, dahinter der Bergrücken mit der Walder Alm und weiters die Ausläufer des Karwendels und Teile des Rofan.

Die Brotzeit am Gipfel schmeckt uns heute bei diesem Kaiserwetter natürlich besonders. Es ist windstill, warm und der Ausblick ist auch noch toll… das hat man nicht so oft.

Letu ist natürlich gleich wieder am erkunden der Gegend und kraxelt auf jeden Stein und Felsblock hinauf.

Vom Gipfel des Largoz gehen wir zum Gipfelkreuz der Pfadfinder Wattens (2.096m). Dort genießen wir nochmals die sensationelle Aussicht ins Unterland, dann wandern wir weiter zur Alm.

Überall blühen die Almrosen, wunderschön anzuschauen…

Rasch erreichen wir die Largozalm, nun können wir eine Pause machen. Die Alm ist nicht bewirtschaftet, aber der Senn stellt immer ein paar Kisten Getränke in den Brunnen, gegen einen kleinen Obolus kann man sich hier bedienen.

Hier ist wirklich gemütlich sitzen, aber eine Kleinigkeit treib uns dann doch noch ins Tal… nach der Tour, da wir eh durch Hall fahren, gibt es noch ein Eis vom „Kasenbacher“… das ist genau der richtige Abschluss für die gelungene Tour.

Tourendaten:
Gesamtlänge: 11,07 km
Gesamtdauer: 4:30 h
Höhenmeter: 859 m

200628 Naviser Almenrunde (1.947m)

Heute beschließen wir die Naviser Almenrunde zu absolvieren. Wir starten vom Parkplatz „Schranzberg“ im hinteren Navis. Ab hier haben wir einen gemütlichen Start, der Forstweg hat eine sehr angenehme Steigung.

Immer an einem Bächlein entlang erreichen wir nach kurzer Zeit einen wunderschönen Boden mit uralten Bäumen. Hier würde sich ein Picknick anbieten… oder einfach nur Baumklettern…

Kletterpartie am alten Riesen

Nach dem Boden wechseln wir auf die nördliche Bachseite, der Weg führt nun in den Wald, steil zwar, aber dafür mit ein wenig Schatten. Wir machen ein paar Höhenmeter, bevor wir die erste Alm unserer Runde erreichen. Die leicht erreichbare Peeralm (1.663m) hatten wir schon vor ein paar Jahren mal besucht…

Peeralm

Aktuell ist die Alm geschlossen, denn es gibt keinen Pächter. Das soll aber in den nächsten Monaten erledigen…

Blick zum Talschluss

Unser Weg führt auf schönen Wegen weiter hinein ins hintere Navistal. Die Sonne lacht immer noch vom Himmel, aber an bestimmten Wolken sieht man schon, dass das Wetter nicht 100% stabil ist…

Wandersleut

Wir wandern an einigen Privathütten vorbei und erreichen am Talschluss die Klammalm (1.947m), den für heute höchsten Punkt unserer Wanderung. Dort lassen wir es uns gut gehen, die Kasknödel sind uns sehr empfohlen worden, und es stimmt, diese sind geschmacklich fast nicht zu toppen!

Rast bei der Klammalm

Wir genießen die Pause auf der Terrasse vor der Hütte. Die Hütte ist gut besucht, wir bekommen dennoch einen tollen Platz.

Klammalm

Nach der erholsamen Rast wandern wir wieder Tal-auswärts, vorbei an Almrosen, die jetzt in voller Blüte stehen…

Im Navis wird die Almkultur noch richtig gepflegt, zumindest hat es den Anschein. Die Almen hier sind riesig und überall sieht man das Vieh grasen… für Letu so manches Mal eine Herausforderung, denn die großen Tiere sind nicht unbedingt seine besten Freunde…

Almgrund „ohne nie“…

Im feinen Auf- und Ab wandern wir zur nächsten Alm…

… der Weg ist wunderbar zu gehen. Mal müssen wir über einen Zaun kraxeln, mal einen Bach überqueren, den Kindern wir auf den Fall nicht langweilig.

Lustige Bachquerung

Später erfahren wir vom Hüttenwirt auf der Poltenalm, dass es am Vortag stark geregnet hat… wir sehen heute immer wieder Auswirkungen davon. Schäden halten sich in Grenzen, aber der Boden ist extrem feucht und überall tritt Wasser aus und bahnt sich seinen Weg, manchmal auch über den Wanderpfad.

Kühe am Horizont

Wir erreichen die Poltenalm (1.880m), hier gibt es nun Kuchen als Nachspeise. Die Hütte wird aktuell als Familienbetrieb geführt und ist nur an den Wochenenden offen. Auch hier fällt auf, dass viele Einheimische das gute Hüttenangebot nutzen.

Poltenalm

Von der Poltenalm überblickt man fast das ganze Navistal. Die Aussicht ist wunderbar. Wir wandern über Mähder und Almwiesen weiter zur Stöcklalm (1.882m). Auch hier machen wir kurz Rast, dann wandern wir zur heute letzten Hütte…

Aussicht auf Habicht und Serles

Die Naviser Hütte, keine Alm, aber trotzdem ein Einkehrplatz, ist für heute der Abschluss unserer Almenrally. Wo sonst kann man relativ einfach über 5 Hütten mit Einkehrmöglichkeit wandern… im Navis ist es auf jeden Fall möglich und auch empfehlenswert.
Die Naviser Hütte hat aktuell auch wegen einem Pächterwechsel geschlossen, aber im Sommer soll das große Hause wieder aufgehen.

Naviser Hütte

Schlußendlich ist der Talgrund wieder erreicht, die letzten Meter zum Parkplatz sind bald geschafft. Das Wetter hat gehalten, aber nun schaut der Himmel schon ein wenig dunkel aus. Da haben wir noch richtig Glück gehabt…

Am Parkplatz ist fast nichts mehr los… dafür ist hier in letzter Zeit wohl mal richtig geholzt worden.
Eine tolle Wanderung, die Naviser Almenrunde. Wir finden sie sehr empfehlenswert und kommen bestimmt wieder mal her.

Parkplatz… doch wer parkt hier?

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:40 h
Gesamtlänge: 13,97 km
Höhenmeter: 742 m

200620 Bergfeuern Viggarspitze (2.306m)

Es ist wieder soweit, das Bergfeuer bzw. Herz-Jesu-Feuer steht für heuer wieder an. Leider, wie fast jedes Jahr ist das Wetter heute wieder durchwachsen. Am Nachmittag ist es mal sonnig, dann ziehen wieder Wolken über das Mittelgebirge.
Da es nicht regnet, machen wir uns doch mit den Jungschützen und Junghuttlern auf, erstes Ziel, eine Jause auf der Aldranser Alm.

Da wir einiges zum transportieren haben für die Feuer, sind wir motorisiert auf der Alm. Übrigens hat die „Aldranser“ heuer einen neuen Pächter… die erste Probe der neuen Küche passt auf jeden Fall mal…

Den Jungs schmeckt es auch, so gestärkt können wir weiter rauf zum Issboden fahren, von wo aus wir dann zur Viggarspitze wandern werden.

Heuer haben wir keine Übernachtung im Zelt geplant, daher sind wir schnell abmarschbereit. Jeder bekommt ein wenig Brennmaterial in den Rucksack, dann marschieren wir los.

Zuerst müssen wir durch die Weide mit übermütigen Haflingern… so manchem ist sichtlich unwohl, aber die Pferde sind eindeutig nur neugierig.

Dann steigen wir durch den Wald hinauf Richtung Viggarspitze

Wir sind ca. 1 Stunde am Weg, das passt genau, damit alle gut nachkommen.

Auf den letzten Metern wird es nochmals kurz ein wenig dunkel, aber wir haben Glück, wir bleiben vom Regen verschont.

Schlußendlich erreichen wir den Gipfel, wir haben noch genügend Zeit, alles herzurichten. Und das Wetter hält auch… das könnte heuer noch richtig gut werden!

Als es dämmert, werden die Feuer angezündet. Schon bald bekommen wir Feedback vom Tal, es schaut schön aus. Ja dann hat sich das Feuern heuer auf jeden Fall rentiert.

Es ist kühl geworden am Gipfel, daher stehen wir ein wenig um die Feuer und genießen die Aussicht ins Inntal. Dann bereiten wir uns für den Abstieg vor. Jeder hat eine Taschenlampe oder Fackel dabei, bedächtig steigen wir ab.

Natürlich braucht man in der Nacht ein wenig länger für den Abstieg, aber es läuft gut, die Jungs sind diszipliniert und folgenden unseren Anweisungen.

Im Rückblick sehen wir noch die Feuer am Gipfel, ein paar von uns sind noch zurückgeblieben…

Am Issboden lassen wir den Abend mit einer kleinen Grillerei ausklingen, dem Obmann sei dank: es gibt Brot und Wurst.

Zufrieden erreichen um mitten in der Nacht wieder Aldrans… heuer hat es allen sichtlich Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:35 h
Gesamtlänge: 4,70 km
Höhenmeter: 487 m

200618 Rauher Kopf (2.308m) und Brechten (2.419m)

Heute bin ich mal alleine am Weg, es ist wieder Zeit für eine ausgedehntere Tour. Ein Ziel, das mir schon öfter auf- und eingefallen ist, ist der Rauhe Kopf, bei Inzing. Normalerweise bekannter im Winter als längere Skitour, ist er auch im Sommer für seine Aussicht bekannt. Ich fahre von Inzing ein Stück den Berg hinauf und parke im Weiler Hof, den ich vor kurzem schon mal besucht hatte…

Blick auf Hof

Zuerst muss ich eine Asphaltstraße entlanglaufen. Nicht gerade ein super Start, denke ich mir, als ich plötzlich „etwas“ über die Strasse hüpfen sehe… bei einer genaueren Nachschau entdecke ich einen Buntspecht, der gerade fliegen lernt… aber es eben noch nicht kann. Ich kann das kleine, hilflose Tier auf einen Baum lotsen, bevor Nachbars Katze angerannt kommt.

Kurz nach der netten Begegung mit dem Specht zweigt ein steiler Steig von der Straße ab, das soll nun mein weiterer Weg sein. Ziemlich gerade zieht der Steig, steil und ohne Pause über schöne Felder und vorbei an alten Städeln.

Schöne Aussicht

Immer wieder fällt mir heute die wunderschöne Natur auf, die überall allgegenwärtig ist. Grillen, Schmetterlinge, Eichhörnchen…

… und bunte Wanderer. Von denen ich aber heute das einzige Exemplar bin. Keine Menschenseele begegnet mir auf dem Anstieg.

Seltene Spezies

Einmal nehme ich eine „falsche“ Abzweigung und muss mich richtig steil hochplagen, als ich den Pfad wieder erreiche bin ich verschwitzt, aber froh.

Endlich wieder am richtigen Weg…

Bei der Archbrandalm (1.696m) mach ich eine kurze Pause und geniee die Aussicht. Und die ist heute trotz oder eben wegen der schönen Wolken wunderbar. Leider zieht manchmal eine Nebelbank ein und versperrt wieder die Sicht ins Inntal.

Archbrandhütte

Ein wenig oberhalb der Hütte befindet sich das schöne Jugendkreuz (1.960m), von dem aus auch eine grandiose Aussicht versprochen wird, wenn nicht gerade Nebelwolken vor dem Kreuze ziehen… ich bin jedoch dankbar, denn die Stimmung ist wunderschön.

Jugendkreuz

Nun wird die Vegetation ein wenig karger, waren hier noch ein paar Almrosen zu sehen, die gerade anfangen zu blühen, ist kurz nach dem Kreuz die typische Bergwiesen mit kurzem Gras, von Fern höre ich immer wieder Gebimmel… von Schafen.

Nun kommt auch mein Ziel in Sicht, das Gipfelkreuz des Rauhen Kopfes (2.308m). ein kurzes Stück muss ich noch über einen einfach Wiesengrat laufen, dann habe ich mein erstes Ziel erreicht. Den Geocache am Gipfel finde ich auch gleich mal, der wurde schon über ein Jahr nicht mehr gelogged.

Blick auf das erste Ziel (Rauher Kopf)

Leider ist die Aussicht nicht so toll, daher mache ich mich gleich auf zum Nachbargipfel, dem Brechten (2.419m). Auch hier ist der Weg sehr einfach, einzig eine Herde Schafe macht mir sorgen. Nicht, daß die Tiere in irgendeiner Art und Weise gefährlich erscheinen, das ist es nicht. Scheinbar habe ich ihr Interesse erweckt und sie wollen mich begutachten. Das behagt mir gar nicht, schon mal, vor vielen Jahren, wurde ich von Schafen, die den Salzstein in meinem Rucksack gerochen hatten, bedrängt… und die Tiere können ganz nett schieben…

Blick ins Inntal

Ich schalte einen höheren Gang ein und entkomme den Schafen. Was aber wahrscheinlich nicht an meiner Geschwindigkeit, sondern eher am einsetzenden Desinteresse der Schafe gelegen haben muss.

Aussicht auf den Brechten

Am Brechten stehe ich nur kurz, ein sehr unspektakulärer Berg, mit einem riesigen, grasigen Gipfelplateau…
Im Abstieg steht noch eines der hartnäckigeren Schafe am Horizont und blöckt mir nach…

Gruß vom letzten Schaf

Nach einer Weile, wie schon im Aufstieg bemerkt, ändert sich die Vegetation, es wird wieder grün und die Almrosen blühen vor sich hin… im Hintergrund gut sichtbar, die Martinswand und der Inn.

Almrosenblüte hoch über dem Inntal

Bald erreiche ich wieder die Archbrandhütte, hier fülle ich meine Wasservorräte ein wenig auf.

Fast wieder bei der Archbrandhütte

Am Schluß mache ich noch eine kleine Abzweigung, denn in der Nähe ist ein Geocache versteckt, den ich auch noch mitnehmen möchte. Heute ist die Bilanz an gefundenen Dosen recht gut und ich bin zufrieden.

Aussicht auf den Weiler Hof und im Tal Inzing

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:45 h
Gesamtlänge: 15,70 km
Höhenmeter: 1.640 m

200617 Klettersteig St. Magdalena im Gschnitz

Schon bei der Einfahrt ins Gschnitztal kommt wieder unser „Bergspruch“, den ich hier schon mal erwähnt habe und den Letu mittlerweile auswendig kann:

Der Hogar im Gschnitz
der Waldraster Spitz
und die Martinswand,
sind die Höchsten im Land…

Wir sind auf dem Weg zur „Alpine Safety Area“ beim Klettersteig zur Wallfahrtskapelle St. Magdalena im Gschnitztal. Dort wollen wir mal die ersten Schritte mit dem neu erworbenen Klettersteigset erwerben. Sara ist zwar mitgekommen, aber sie fühlt sich nicht so wohl und will lieber eine Runde im Auto schlafen…
Und Letu und ich müssen zuerst einen kleiner Aufstieg meistern…

Wir starten mit dem Übungsklettersteig der Schwierigkeit A. Hier muss schon ein wenig ausgesetzt klettert werden, aber dafür sind die Schwierigkeiten echt überschaubar. Als wir beim Habichtblick angelangt sind, ist für Letu noch lange nicht genug…

Also beschließen wir, die nächste Stufe anzugehen, diese können wir ja wieder abseilen, so mein Kalkül… doch auch hier habe ich nicht mit Junior gerechnet. Der will einfach weiter.

Zum Glück habe ich ein Kletterseil dabei, daher kann ich bei den ganz knackigen Stellen ein wenig mitsichern.

Dem Junior macht es sichtlich Spaß, und mir natürlich auch. Mit der schwersten Stelle der Wertung C ist der Klettersteig gar nicht so ohne…

Einziger Wermutstropfen bei dieser Steiganlage sind die erdigen Stufen, die zwischen den Kletterstellen immer wieder aufgestiegen werden müssen. Durch den Regen der letzten Tage sind die Erdpassagen richtig rutschig geworden.

Immer wieder laden Bänke an schönen Aussichtspunken auf eine Rast ein, doch wir können uns diesen Luxus heute nicht leisten, denn das Wetter schaut nichts so gut aus und zwischendurch hat es immer wieder ein wenig getröpfelt.

Der Ausstieg des Klettersteigs ist nochmals richtig schön, denn man sieht bei den letzten Metern schon die schöne Wallfahrtskirche, die 1307 erstmals erwähnt wurde.

Oben angekommen ist Letu sichtbar stolz auf seine Leistung.

Hier kehren wir kurz ein, eine junge Frau komme aus der Wirtsstube. Eine Änderung, seit heuer hat nicht mehr Peter, der alte Hüttenwirt diesen Platz unter seiner Fuchtel, nun hat ein junges Paar diesen Platz von der Gemeinde gepachtet. Gott sei Dank geht es hier weiter…

Wir können uns ein Getränk und einen Kuchen, dann machen wir uns schnell wieder auf ins Tal… das heißt, wir laufen runter…

Wir sind sehr flott am Weg, doch unterwegs überholt uns trotzdem der Hüttenwirt, denn er muss noch was aus dem Tal holen…

Schlußendlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt, wo wir das Auto abgestellt haben. Sara schläft noch im Auto, es geht ihr aber zum Glück wieder besser.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:20 h
Gesamtlänge: 5,76 km
Höhenmeter: 500 m

200616 Zirler Klammwanderung

Schlechtes Wetter bedeutet nicht immer, daß man zu Hause bleiben muß. Es gibt Wanderungen, die sich für solche Tage geradezu anbieten. Eine Route, die mir schon öfter ins Auge gestochen ist, und auch schon mal in der Tiroler Tageszeitung, zumindest in einer kürzeren Variante geschrieben stand, ist der Gang durch die Ehnbach- und dann weiter in die Schlossbachklamm.
Ich starte in Zirl beim Wanderparkplatz bei der Rettung, heute habe ich keine Schwierigkeiten, einen Parkplatz zu bekommen, denn ich bin der Erste hier.

Keilerboden

Von Zirl gehts steil über den kurzen Steig hinauf zum Keilerboden. Hier eröffnet sich eine wunderbare Aussicht auf Zirl. Ein kleiner Grillplatz auf der Aussichtskanzel zeugt von der Beliebtheit dieses Platzes… bei der Sicht kein Wunder.

Blick auf Zirl

Weiter gehts in die Ehnbachklamm. Der Bach führt heute nicht viel Wasser, aber man sieht am Geschiebe, daß das kleine Bächlein auch ganz anders kann. Ich gehe ein paar Meter am Bach entlang und gelange wieder auf den Wanderweg. Hier treffe ich meinen einzigen Mitwanderer an diesem Tag… eine ältere Frau mit Hund.

Sicht auf den Ehnbach und das Geschiebe…

Ich bewundere das Klettergebiet, und auch die Formationen, die man hier sieht. Ein kleines Köpferl schaut aus wie ein Gnom, der über der Schlucht wacht.

Saftiges Grün, verwitterte Felsen, Höhlen und uralte Bäume formen eine fast schon unwirkliche Landschaft, die wunderschön anzuschauen ist.

Märchenlandschaft

Der Wanderweg geht noch ein wenig über das Klettergebiet hinaus, dann quert der Pfad über einer Brücke auf die andere Talseite. Hier ist der Bahnhof Hochzirl und das LKH angeschrieben.

Vorbei an dem Bahnhof und ein wenig Zivilisaton quere ich in die Schloßbachklamm. Hier verläuft nun eine technische Meisterleistung. Die Mittenwaldbahn, mein Zug nach Hause…
Diese Bahntrasse wurde schon 1912 eröffnet, man kann sich heute gar nicht vorstellen, unter welchen Bedingungen diese Bahn gebaut wurde, und welche technische Meisterleitung von Josef Riehl und Wilhelm Carl von Doderer erbracht wurde…

Mittenwaldbahn, Abschnitt Karwendelbahn

Immer wieder rauscht ein Talent-Personenzug vorbei, die Strecke ist besser befahren als ich angenommen hatte.

Blick zum Zug auf der anderen Seite der Schlossbachklamm

Am Ende der Schlossbachklamm, zumindest am Wegende, führt eine steile Treppe ins Bachbett und zu einer Brücke, die über den Bach führt. Und hier sieht man noch ein Highlight dieser Wanderung…

Schlosbachklamm

… die denkmalgeschütze Schlossbachgrabenbrücke. Diese von der k.u.k. Hof-Eisen-Construktions-Werkstätte 1912 erbaute Brücke überspannt die Klamm mit einer Spannweite von 56m. 2012, zum 100jährigen Jubiläum wurde die Brücke saniert und erstrahlt heute wieder in „altem“ Glanz.

Schlossbachgrabenbrücke

Vom Bachbett muss ich nach der kleiner Stegbrücke wieder hinauf, auf Höhe der Bahntrasse aufsteigen. Dabei geht es steil zu Sache, doch bald bin ich auf dem höchsten Punkt meiner heutigen Wanderung angelangt.

Steg über den Schlossbach

Abgesehen von den Eisenbahnbauwerken und der Trasse finde ich immer wieder andere Spuren von Zivilisation inmitten dieser wilden Landschaft. Zum Beispiel eine verwitterte Staumauer, bei der nur noch der obere Teil der Krone stehengeblieben ist (siehe nächstes Bild)…

Verwitterte Rückhalte-Staumauer

Vorbei an einem schönen Föhrenwald, immer noch die Stille genießend stehe ich plötzlich vor der B177…

Farnen-Armee

… die Seefelder Straße, vielen auch aus dem Verkehrsfunk bekannt wegen den immer wieder vorkommenden Staus an Wochenenden.

Zum Glück muss ich nur ein paar Meter neben der Bundesstraße laufen, dann zweigt der Pfad in den Wald und weg vom Verkehrslärm. Leider scheint hier keine bessere Routenführen möglich gewesen zu sein…
Meine letzte Station ist die Burgruine Fragenstein, die zu ihren aktiven Zeiten einen wichtigen Schutz des Salzhandels über den Seefelder Sattel darstellte.

Fragenstein

Vorbei am Kriegerdenkmal, der Gedenkstätte für die Zirler Euthansieopfer-Opfer und über eine steile, aber toll angelegte Stiege erreiche ich den Eingang zur Ehnbachklamm und damit fast wieder den Parkplatz. Schließlich bin ich bei meinem Auto, das immer noch weit und breit alleine auf dem Parkplatz steht…

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:45 h
Gesamtlänge: 13,38 km
Höhenmeter: 809 m

200613 Hochmahdalm (1.907m)

Das Wetter soll sich in den nächsten Tagen verschlechtern, daher mach ich mit den Kindern noch eine Kurzwanderung auf die Hochmahdalm am Patscherkofel.

Wir machen es uns extra gemütlich und werden mit der Bahn rauffahren und dann erst auf die Hochmahd und dann auf die Patscher Alm gehen. So der Plan.

Leider ist die obere Sektion der Seilbahn gesperrt und wir müssen den Weg ein wenig ändern. Zwar immer noch gemütlich, aber Sara ist alles andere als begeistert. Das wird sich schon legen hoffe ich.

Der Weg ist angenehm steil, daher ist der Aufstieg angenehm. Aber es ist unglaublich, wie viele Leute am Weg sind. Scheinbar hat sich ganz Innsbruck und das Mittelgebirge auf den Weg gemacht, den Kofel zu erstürmen.

An der Patscher Alm laufen wir vorbei, wir nehmen eine Abkürzung durch den Wald, weil ein paar Kühe vor der Alm liegen und das Letu gar nicht behagt…

Die Aussicht ins Stubai und auf die Serles ist super, ein paar kleine Wolken können uns da auch nicht betrüben… dennoch sind das die ersten Anzeichen eine Wetteränderung.

Nach dem ersten Groll macht es dann allen Dreien doch viel Spaß. Manchmal rauscht eine Radlergruppe an uns vorbei, ansonsten sehen wir haufenweise Wanderer… an so viele kann ich mich schon lange nicht mehr erinnern.

Schlußendlich erreichen wir die Hochmahdalm, eine sehr gemütliche Hütte mit wunderbaren Tiefblicken. Ich bin hier bis jetzt zum meiner Schande nur einmal vorbeigekommen, und da bin ich nicht eingekehrt! Das werde ich nun ändern…

Sara und Letu sind auch froh und ein wenig hungrig, also bestellen wir was zu essen. Letu und Sara teilen sich eine Pfanne Eier mit Speck, ich nehme eine Hauswurst.

Als das Essen schlußendlich da ist, meint Letu nur, das ist aber wenig… also wird noch ein Pfännchen bestellt… jetzt sind alle glücklich.

Der Abstieg verläuft nun über eine Abzweigung, die direkt bei der Hütte startet. Hier kommen wir steil und direkt wieder retour auf den Fahrweg. Eine richtige Abkürzung nenne ich das mal…

Nochmals schaue ich hinüber ins Stubai, die Wolken werden nun mehr…

Auch dieses Mal lassen wir die Patscher Alm, die recht gut besucht ist, links liegen… zwar wäre ein Kuchen noch eine Sache gewesen, aber man kann nicht alles haben. Rasch fahren wir mit der Bahn wieder ins Tal… es ist richtig schwül geworden.

Während der Runterfahrt beschließen wir, noch was zu machen. Während ich die Kinder ins Tivoli bringe (jetzt sind sie ja groß genug für den alleinigen Schwimmbadbesuch), fahre ich noch nach Gleins, denn da warten noch ein paar Geocache auf mich…

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,86 km
Gesamtdauer: 1:20
Höhenmeter: 263 m

200612 MTB Almenrunde SÖM

Ja ich gebe zu, der Titel verwirrt. Was soll das heißen? MTB und SÖM. Während der erste Begriff noch jedem geläufig sein dürfte, dürfte der zweite für ein wenig Rätselraten sorgen. Daher hier gleich die Auflösung: SÖM steht für Südöstliches Mittelgebirge. Und dahin führt mich heute auch meine Radtour.

Eigentlich wollte ich heute ganz was anderes machen, nach einer kreative Denkpause beschloss sich aber, “meine“ Almen zu besuchen.

Von Aldrans fuhr ich über die Prockenhöfe nach Rinn, bis hierher alles auf Asphalt. Nun wechselte der Weg zu einer Forststrasse mit gemütlicher Steigung. Die erste Alm, die ich erreiche, war die Rinner Alm ().

Ohne Pause fuhr ich an der schönen, urigen Alm vorbei, und machte mich auf zur nächsten Alm, der Aldranser Alm. Weiter in angenehmer Steigung und auf einer guten Fall Straße konnte ich diese schnell erreichen. Auch hier überrascht mich der hohen Besucher Andrang, der mich schon bei der Rinner Alm überrascht hatte.

Hier dachte ich auch noch nicht ans pausieren, mein nächstes Ziel sollte nun die Kriegerkapelle sein. Diese schön über dem Inntal gelegene Kapelle ist immer einen Besuch wert.

Hier bei der kleinen Gotteshaus machte ich meine erste Rast. Die Sonne sendet schon ihre warmen Strahlen auf dem Platz, und erinnerte mich daran, Sonnencreme aufzutragen.

Lange kann ich nicht verweilen, denn ich habe noch einen längeren Weg vor mir. Daher packe ich meine sieben Sachen zusammen und genieße noch mal den Ausblick ins Inntal.

Die nächste Station sollte eigentlich die Sistranser Alm sein, aber auch hier beschert mir meine Motiv ation heute einen kleinen Abstecher. Ich zweige beim erstbesten Wegweiser Richtung Issboden ab, das beschert mir nochmals 300 Extrahöhenmeter.

Hier angelängt wünsche ich mir nichts sehnlicher als eine gute Brotzeit, aber leider spuckt mein Rucksack nur einen kleinen, aber feinen Müsliriegel aus. Wenigstens etwas, danke ich mir und genieße die kleine Jause. Während ich bei der Rauffahrt fast alleine war, sehe ich nun fast schon rudelweise Radler, mit und ohne Motor raufkommen… also genug pausiert, jetzt kommt die herrliche Abfahrt!

Der erste Teile der Abfahrt ist noch ein wenig grob, das ist mir beim Rauffahren gar nicht so aufgefallen, aber jetzt beim Abwärtsritt ist Vorsicht geboten, schnell kommt ein unverhoffter Stein und kann der Abfahrtsfreude ein schnelles Ende bescheren.

Recht rasant, aber sicher erreiche ich wieder den Talgrund… und so eine 20minütige Abfahrt macht schon richtig Spaß. In Sistrans erreiche ich wieder die Asphaltstraße und rausche die letzten Kilometer auf Seitenstraßen nach Hause.

Später am Nachmittag fahre ich mit den Kindern noch ins Tivoli, und dort gönne ich mir schlußendlich auch ein verdientes Bier. Tolle Tour mit vielen Eindrücken…

Tourendaten
Gesamtlänge: 28,52 km
Gesamtdauer: 3:06 h
Höhenmeter: 1.363 m

200611 Geocachen Hintersteiner See

Heute hat es uns ein wenig weiter weg von der Heimat gezogen. Der Hintersteiner See, von dem ich schon viel Gutes gehört habe, sollte unser Ziel sein. Schon die Anfahrt ist abenteuerlich, die Straße wird immer enger, bei Gegenverkehr muss man auf die Seite ausweichen.

Am Parkplatz ist die Hölle los, ich möchte nicht wissen wie es hier im Sommer zugeht. Dafür sind die Preise moderat, drei Euro zahlen wir für den Ganztagespreis. Da kannst jetzt so mancher Innsbrucker Gegend eine Scheibe abschneiden.

Ich bin davon ausgegangen, dass wir hier irgendwo in den See springen können, um uns abzukühlen. Gleich am Anfang unserer Wanderung sind die ersten Verbotstafeln aufgestellt. Naja, das wird wohl nichts…

Obwohl uns die Badeverbotstafel Ärgern, sind wir umso mehr begeistert, das ist in manchen Geocache finden. die Junioren helfen fleißig mit beim suchen, daher können wir fast alle Dosen finden.

Zum See selber muss man nicht viel sagen, nur vielleicht, den muss man selber einmal angeschaut haben. Wunderschön, und das sagt ein Ausserferner, Der Gewässer wie den Plansee gewohnt ist.

Wir umrunden den See im Uhrzeigersinn und finden eine Dose nach der anderen. Toll, so macht die Wanderung Spaß.

Schlussendlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt. Dort kaufen wir uns noch ein Eis, dann gehts zurück nach Hause. Wieder einmal ein feiner Ausflug

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,28 km
Gesamtdauer: 2:00
Höhenmeter: 198 m