Archiv des Autors: Wisse

190830 Venedig Tag I

Die Kinder sind jetzt schon richtig groß, daher haben wir beschlossen, eine schöne Stadtreise zu machen. Nachdem wir eine Weile überlegt haben, wohin wir fahren könnten, haben wir uns auf Venedig festgelegt… wer möchte nicht mal Venedig sehen.

Wir fahren mit dem EC von Innsbruck nach Santa Lucia, meines Erachtens nach die beste Möglichkeit, die Lagunenstadt zu besuchen. Man ist gleich von Anfang an „mittendrin“.

Zuhause habe ich schon Online die Tickets für die Vaporettos (das Schiffstaxi) besorgt, nun brauchen wir nur den Gutschein einlösen und können schon auf das Vaporetto Nr. 1 aufsteigen.

Ein traumhafter Einstieg, wir fahren am Canale Grande entlang zu unserer Unterkunft, die ganz in der Nähe des Markusplatzes ist. Von der Haltestelle des Vaporettos müssen wir noch durch enge Gassen und über schöne Brücken zu unserer Unterkunft.

Dort liegt ein Schlüssel auf, direkt können wir unser Zimmer beziehen. Wir ziehen uns schnell um, denn wir wollen noch einen Sprung in die Stadt schauen. Unser erstes Ziel, das Herz Venedigs, ist der Markusplatz mit seinen schönen Gebäuden. Zur Nachtzeit ein besonderes Schauspiel…

Wir spazieren noch ein Stück am Ufer entlang, sehen die Seufzerbrücke und so manches schöne Gebäude am Wege liegen.

Schließlich macht sich doch der Hunger breit, daher kehren wir noch in einem kleinen Lokal, ein wenig abgelegen vom Markusplatz ein. Es gibt „Tintenfisch Venezianischer Art“ und für die Kinder Spagetti Carbonara. Alles schmeckt sehr gut, wir genießen die T-Shirt-Temperaturen auch spät am Abend. Und schlussendlich ist es spät, und wir gehen nach Hause…

Sehenswürdigkeiten
– Rialtobrücke
– Markusplatz
– Markusdom
– Dogenpalast
– Seufzerbrücke

190827 Sonnenaufgang Serles [2.717m]

3:00 Uhr – Tagwache! Jaja, wenn man früh auf den Berg will, muss man sich sputen. Heute wollen wir König Serles auf´s Haupt steigen, um dort den Aufgang der Sonne zu bewundern. Um das Ganze auch noch vor der Arbeit unterzubringen, ist ein früher Start angesagt. Mit dem Auto fahren wir bis Maria Waldrast, die Mautstelle hat zwar noch nicht offen, aber das Tor ist in der Nacht (extra) offen gelassen, damit frühere Wandersleut durchkommen. Vorbildlich…

Der Start bei Maria Waldrast ist immer ein wenig mit Wegsuche verbunden, gerade am Anfang merkt man, dass hier viele Pfade zum Ziel führen, und manche eben nicht. Heute haben wir Glück und erwischen gleich den richtigen Weg. Bald sind wir im Latschengürtel und gehen um den Bergfuß herum.

Bald schon erreichen wir das Serlesjöchl [2.384m], hier sind wir trotz früher Stunde nicht mehr die Einzigen. Schon ein paar Lichtkegel ziehen den Berg hinauf und sorgen für eine unwirkliches Stimmung. Und am Horizont sieht man schon einen ersten Silberstreifen. Die Schlüsselstelle, eine kurze Leiter, ist gleich gemeistert.

Nun macht sich schon die Dämmerung bemerkbar, bald schon können wir die Taschenlampen ausschalten und gehen ohne künstliches Licht weiter…

Der Blick ins Tal ist phänomenal, unten ist es sicher noch dunkler als hier bei uns heroben.

Wir sind gut unterwegs, kurz vor dem Gipfel wird die Morgenstimmung immer heller und die Sonne kündigt sich langsam aber sicher an.

Dann erreichen wir auch schon den Gipfel und finden ein schönes Plätzchen mit direktem Blick auf den Sonnenaufgang. Ein gutes Frühstück ist auch im Rucksack, die Michi hat da vorgesorgt… da können meine Müsliriegel wohl im Rucksack bleiben… Gott sei Dank!

Zeitlich besser hätten wir es nicht erwischen können, kaum haben wir es uns gemütlich gemacht, bricht auch schon die Sonne durch… was für ein Schauspiel.

Wir genießen den Sonnenaufgang, schnell macht sich die erste Wärme der Strahlen bemerkbar. Leider muss zumindest ich auf die Arbeit, daher können wir nicht ewig hier bleiben. Wir packen zusammen und machen uns auf den Rückweg. Noch ist es morgendlich kühl, aber das wird sich bald legen…

Je weiter wir ins Tal kommen, desto wärmer wird es, wir sind beim Abstieg genau auf der Sonnenseite, wunderbar…

Wir gehen den gleichen Weg wieder Retour nach Maria Waldrast, dank der Morgenstunde ist es auch noch in den Latschen angenehm. Rasch erreichen wir wieder den Ausgangspunkt unserer Bergtour. An eine Einkehr ist nicht mehr zu denken, ersten wegen der Arbeit, zweitens ist es einfach noch zu früh… daher machen wir dem Herrgott noch unsere Aufwartung, und danken für einen wunderschönen Start in einen neuen Tag.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,15 km
Gesamtdauer: 3:30 h
Höhenmeter: 1.093 hm

190825 Kaisertal Tag II

Nach einer kurzen, aber erholsamen Nacht stehen wir schon relativ früh auf, packen unsere Sieben Sachen und gehen Frühstücken. Das Morgenmahl ist hier wirklich vom Feinsten, ein Buffet ist angerichtet, das für jeden Geschmack was hat… Letu kriegt sein Müsli, während wir Anderen Brot, Wurst, Käse, Eier und Marmelade verdrücken. Wir brauchen ja eine gute Grundlage für den zweiten Wandertag…

Der Abmarsch vom Anton-Karg-Haus findet unter schon fast märchenhaften Lichtverhältnissen statt. Das Wetter ist wieder gut, vom Gewitter vom Vortag ist nichts mehr zu sehen. Heute gehen wir an der Kaisertalstraße entlang wieder hinaus ins Inntal. Wobei hier anzumerken ist, dass die Straße mit Anschluss ins Inntal erst 2008 fertiggestellt wurde. Fahrzeuge gab es zwar vorher auch schon im Tal, jedoch mussten diese mit Hubschrauber oder in Einzelteilen über die Sparchenstiege transportiert werden…

Hatten wir schon gestern bei der Wanderung eine Unmenge an Geocaches gesucht und gefunden, geht es heute gleich wieder weiter… die Kinder helfen fleißig mit, wie haben dieses Mal sogar die Walkie-Talkie´s mitgenommen, um so mehr Flexibilität zu haben.

Der erste Teil der Strecke führt an einer Forststraße entlang, doch kurz vor einem markanten Tunnel zweigt ein Steig an, der zum berühmten Pfandlhof führt. Da wir lieber auf Steigen als auf Forstrassen gehen, nehmen wir auch die zusätzlichen Höhenmeter in Kauf, die wir hier abspulen müssen.

Schön geht es durch einen wunderbaren Mischwald, der Steig ist anfangs steil, aber gut begehbar. Und ewig weit müssen wir nicht rauf, zum Glück, denken die Kinder…

Dann lichtet sich der Wald, eine schöne Wiese öffnet sich und wir stehen auf dem Feld des Hinterkaisers mit dem wunderschönen Bauernhof und der berühmten Antoniuskapelle.

Hier machen wir eine Pause, genießen eine Brotzeit und schauen gen Himmel. Leichte Wolken ziehen auf, aber es ist noch warm. Am Nachmittag könnte es schon noch ein „Wetter“ geben.

Von der Antoniuskapelle geht es dann weiter, zuerst wieder durch leichten Wald, immer auf einer Forststraße, dann erreichen wir den Pfandlhof. Hier beschließen wir noch eine Pause zu machen…

Wir bestellen uns ein Getränk, setzen uns auf die Terasse, die einen wunderschönen Ausblick und viele, sehr viele Wespen bietet. Dann bekommt Letu seinen Kaiserschmarrn, denn ein Kaiserschmarrn im Kaisergebirge muss einfach sein…

Nach dieser wundervollen Stärkung gehen wir vorbei am Veitenhof und Zottenhof, zwei uralten Höfen, die nun auch vom Tourismus profitieren.

Schließlich kommt unser letztes Highlight bei dieser Wanderung, die Tischöfer Höhle. Wir müssen nun von der Forststraße abzweigen auf einen kleinen Pfad Richtung Kaiserbach. Dann erreichen wir noch eine Abzweigung und stehen schlussendlich an der berühmten Höhle.

Die Höhle ist bekannt dafür, daß hier die ältesten menschlichen Überreste Tirols, sowie auch viele ausgestorbene Tierarten gefunden wurden. Diese können heute im Museum auf der Festung Kufstein bewundert werden.

Wir genießen die Stimmung in der Höhle, die Kinder haben extra Taschenlampen mitgenommen, um sich hier ein wenig umsehen zu können. Was es da nicht alles zu entdecken gibt. Letu spielt sogar ein wenig Fremdenführer, und zeigt einem anderen Jungen die interessanten Ecken der Höhle.

Der weitere Weg führt uns dann zuerst ganz hinunter in die Schlucht des Kaiserbachs, auf der anderen Seite warten schon steile Stufen darauf, von uns erklommen zu werden.

Am Ende des letzten Aufstieges erreichen wir bald die Theaterhütte, ein mittlerweile geschlossenes Gasthaus. Von hier wandern wir den Weg vorbei am Kaiserlift und wieder hinein in die Stadt.

Auf dem Weg gibt es noch ein Eis als Belohnung für die Kinder, die gestern und heute sehr brav marschiert sind. Und natürlich bekommen Oma und ich auch eine kleine Belohnung in Form eines Eises… schließlich sind wir auch ohne allzuviel Jammerei gewandert.

Am Bahnhof müssen wir nicht lange warten, bis ein Zug vorbeikommt und uns wieder mitnimmt, zurück in die Mitte Tirols. Ein wunderschönes Wanderwochenende ist schnell, aber mit vielen schönen Eindrücken zu Ende gegangen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:40 h
Gesamtlänge: 15,48 km
Höhenmeter: 309 hm

190824 Kaisertal Tag I

Einmal im Jahr, und gerade ist es soweit, machen wir, das sind Oma, die Kinder und ich eine 2-tägige Bergwanderung. Letztes Jahr waren wir dazu auf der Otto-Mayr-Hütte und der Großen Schlicke, heuer ist es fast ganz am anderen Ende von Tirol… heuer steht das Kaisertal bei Kufstein auf dem Programm. Mit dem Zug geht´s ganz umweltfreundlich von Innsbruck nach Kufstein.

Vom Bahnhof müssen wir erst einmal die Stadt queren, wir müssen für den Start mit dem Kaiserlift hinauf auf den Berg. Damit sparen wir uns doch ein paar Höhenmeter Aufstieg. Wir gehen am Waldrand entlang zum Kaiserlift, ein Blick zurück zeigt einen wunderschönen Ausblick auf die Festung Kufstein und den Pendling mit Kufsteinhaus.

Am Kaiserlift stellen wir zu unserer Überraschung fest, dass es sich hier um einen Modernen Einser-Sessellift handelt. Ich hatte keine Ahnung, dass diese Form der Beförderung noch hergestellt wird. Den Kindern gefällt’s, und uns auch. Zusätzlich ist die Streckenführung an bestimmten Stellen spektakulär, da sehr hoch und ausgesetzt.

Wohlbehalten erreichen wir die Bergstation. Die Liftfahrt war gemütlich, dem Personal kann ich dieses Prädikat auch ohne Einschränkung verleihen… gemütlich und sehr freundlich. Es ist eine Freude, mit dem Kaiserlift zu fahren… am Ende der Fahrt angekommen stehen wir auf dem Brentenjoch [1.272 m]

Aber nun ist vorbei mit der machanisierten Fortbewegung, jetzt müssen wir auf Bordmittel, sprich die Füsse zurückgreifen. Wir haben ein gutes Stück weg vor uns, sind aber motiviert und das Wetter hält auch zu uns. Unser erstes Ziel ist der Gamskogel [1.449 m]. Der Weg geht stetig leicht bergauf, es ist aber eine Freude hier zu Wandern. Überall stehen Pilze im Wald, überall ein Wohlduft nach Natur und Herbst.

Nach ca. einer Stunde errechen wir den Gipfel des Gamskogels, mit einem ersten schönen Einblick ins Kaisertal. Hier machen wir eine ausgedehnte Pause, wir haben ja alle Zeit der Welt…

Oma findet einen Einheimischen, der uns schlussendlich fast jeden Gipfel des Wilden Kaisers sowie des Zahmen Kaisers aufzählt. Das Kaisertal trennt ja diese zwei berühmten Gebirge genau in der Mitte. Nachdem wir unsere Kräfte gesammelt haben, geht’s weiter.

Wir steigen vom Gamskogel ab, bis wir in eine Scharte kommen. Dort fängt ein spannender Teil der Wanderung an, hier geht es in den Bettlersteig. Nach dem schneereichen Winter war der Weg auf weite Strecken in sehr schlechtem Zustand, und die Reparatur hat bis in den August gedauert. Wir haben Glück, erst vor einer Woche ist der Steig wieder eröffnet worden.

Spannend, mit immer wieder schönen Passagen steigen wir nun ab, hinunter ins Kaisertal. Unser Tagesziel ist das Anton-Karg-Haus, einer Alpenvereinshütte, auf der wir übernachten werden. Nun zehrt der Weg schon an den Kräften des einen oder anderen, aber noch sind wir nicht da… es sind noch mindestens 5 „Schlenker“.

Immer wieder müssen wir kleine, unscheinbare Bäche queren und können jedoch sehen, wie hier der Winter seine Spuren am Steig hinterlassen hat. Fast keine der alten Brücken hat den Schneereichtum und die einhergehenden Lawinen überstanden. Und doch hat die Alpenvereins-Sektion hier gute Arbeit geleistet und den Pfad wieder gangbar gemacht.

Mit immer wieder kurzen Pausen auf dem Weg machen wir uns die Wanderung so bequem wie möglich, und an schönen Plätzen mangelt es auch nicht hier im Kaisertal…

Der Hof mit der Hausnummer Kaisertal 1, der hier im Bild gezeigt ist, liegt wunderschön, aber extrem abgelegen auf dem Berg. Leider scheint es auch hier notwendig zu sein, einen modernen Zaun um das Haus zu bauen, damit die Neugierigen abgehalten werden, in das Haus zu schauen, bzw. rein zugehen.

Noch ein paar verbrochene, aber mittlerweile reparierte Wegstrecken müssen wir meistern, dann erreichen wir endlich unser Tagesziel, das Anton-Karg-Haus.

Wir hatten den ganzen Tag über Glück mit dem Wetter, jetzt hat es die letzten zehn Minuten zugezogen. Gerade als wir unsere Getränke bekommen und in die Hütte gehen, beginnt es zu regnen. Was für ein gutes Timing. Das spricht wohl für eine gute Planung…

Der Ausblick vom Schutzhaus ist wunderbar… wir genießen den Ausblick auf die sehr bekannten Kletterberge des Wilden Kaisers.

Die Wolken werden dichter, so auch die Regenintensität. Bald schüttet es aus Kübeln. Das ist unser aber egal, weil wir nun alles unter Dach und Fach haben.

Wir haben ein Zimmer für uns selbst, diesen kleinen Luxus gönnen wir uns. Und das Zimmer ist fein. Am Abend gönnen wir uns noch ein gutes Essen und spielen ein wenig „Räuberjolly“. Wie gut man sich ohne Handy und Fernseher beschäftigen kann… nicht allzu spät gehen wir ins Bett, es war doch ein anstrengender Tag.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:51 h
Gesamtlänge: 14,04 km
Höhenmeter: 479 hm

190817 Kogelsee (2.171m)

Wir starten in Gramais, einen kleinen Seitental des Lechtals, direkt im Ort.

Zuerst geht der Weg noch gemütlich über eine kleine Forststrasse, dann müssen wir den Bach queren und der Weg steilt auf.

Der erste Teil geht durch Latschen, dass es doch schon fortgeschrittener Vormittag ist, ist es sehr warm und kein Windchen weht.

Es dauert eine ganze Weile, bis wir aus den Latschen rauskommen, dann wird es wieder gemütlicher.

Nun weht eine feine Brise und wir konnten auch ein wenig die Aussicht genießen. Während Oma und Sara beschließen, am Bächlein zu bleiben, wollen Letu und ich noch weiter zum Kogelsee.

Nach ca. 30 Minuten erreichen wir den See, und Letu hat vorsorglich seine Badehose eingepackt. Das Thermometer zeigt stolze 13 Grad an, das schreckt uns aber nicht, und wir erfrischen uns im wahrsten Sinne des Wortes.

Noch der feinen Erfrischung machen wir uns auf den Weg zurück zu unseren zwei Damen.

Dort genießen wir die mitgebrachte Jause und rasten ein wenig. Die wollen werden immer mehr, daher machen wir uns auf uns Tal.

Wir nehmen den gleichen Weg zurück, die Kinder unterhalten sich brav, während wir Erwachsenen uns auch über Gott und die Welt austauschen.

Wir finden haufenweise Heidelbeeren und Himbeeren, daher brauchen wir runter gleich lange weiter rauf.

Nach 4 Stunden erreichen wir wieder den Talboden. Eine tolle, feine Wanderung war das heute.

Tourendaten:

Gesamtlänge: 8,17 km
Gesamtdauer: 4 h
Höhenmeter: 803 hm

190814 Steingrubenkogel (2.633m)

Wir fahren direkt an ab Werk zur Kemater Alm, dort parken wir das Auto.

Der erste Weg führt uns zum Adolf-Pichler-Haus, dass wir aber links liegen lassen und gleich weiter zur Alpenclubscharte gehen. Der Aufstieg zur Scharte ist immer ein „Tschoach“, aber der muss sein, um die wunderschöne Tour zum Steingrubenkogel zu begehen.

Aber schon bald haben wir den beschwerlichen Weg geschafft und können uns nun auf den schönen Steig freuen. Schnell wird noch das Klettersteigset angezogen, dann kann’s los gehen.

Der erste Teil muss ein wenig abgeklärter werden, dann kommen immer wieder schöne Passagen, die auch spektakuläre Ausblicke zulassen.

Wunderschöne zieht sich der Weg zwischen Türmchen, auf Bändern, durch Risse hinauf zum Gipfel.

Dann sind wir sich schon auf dem Gipfel, mit dem wunderschönen Rundumblick ins Unter- und Oberinntal und auch ins Wipptal.

Lange bleiben wir nicht am Gipfel, es ist kühl, obwohl sich kein Lüftchen regt. Der Abstieg folgt dem gleichen Weg runter, einer der wenigen Klettersteige, bei dem der Auf- und Abstieg ident sind.

In der Alpenklubscharte entledigen wir uns unserer Kletterausrüstung und steigen hinab Richtung Adolf-Pichler-Haus. Das letzte Stück fahren wir auf einer Reise ab.

Ein exklusiver Spaß in den Kalkalpen 😊. Dann setzen wir uns noch in die Sonne, die letzten Sonnenstrahlen tauchen die Berge in eine unwirkliche Farbe ein…

Die wunderschöne Bergtour lassen wir in der Kemater Alm ausklingen, wir sind die letzten Gäste für diesen Tag.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,46 km
Gesamtdauer: 3:55 h
Höhenmeter: 1.017 hm

190803 Säuling (2.048m)

Einmal im Jahr sollte man als gebürtiger Pflacher auf dem Säuling stehen. Zumindest bilde ich mir das fest ein… 😁.

Nachdem wir am Freitag und Samstag unsere Wiese auf dem Berg gemäht haben, das erste Mal ich mit der Sense, machen wir uns am Sonntag auf, den Gipfel zu erklimmen. Wer sind wir? Letu und meine Wenigkeit.

Nachdem wir gut gefrühstückt haben, packen wir einen kleinen Rucksack, setzten unsere Hüttenhüte auf und gehen los.

Der erste Teil ist auf der Forststrasse, dann erreichen wir den Steig am Bruftgrat entlang. Schnell machen wir Höhe, schon bald erreichen wir das Säulinghaus.

Dieses lassen wir allerdings links liegen und gehen gleich weiter Richtung Sattel. Der Weg ist mittlerweile so speckig, dass man echt aufpassen muss.

Wohlbehalten erreichen wir aber dann doch den Sattel, der Ausblick auf das Alpenvorland ist spektakulär.

Wir bleiben nur kurz stehen, schon fast greifbar ist der Gipfel des Tagesziels. Nur noch 20 Minuten, und wir erreichen, Letu teils unter anerkennenden Blicken der Mitbesteiger, den höchsten Punkt.

Wir machen eine ausgedehnte Pause auf dem Gipfel, es gibt viel zu sehen und es geht kein Lüftchen. Total fein und wunderschön. Wir genießen den Moment.

Doch auch wenn es noch so fein ist, irgendwann müssen wir halt doch wieder ins Tal. Der Abstieg, sehr konzentriert, verläuft ohne Probleme, und dann erreichen wir das Säulinghaus.

Wir gönnen uns ein gutes Essen, das hier sehr gut schmeckt.

So gestärkt erreichen wir nach einem ereignisreichen Tag wieder unseren Ausgangspunkt.

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,5 km
Gesamfdauer: 3.50 h
Höhenmeter: 1.181 hm

190717 Lignano II

Wieder ein paar schöne Tage mit viel schwimmen, rasten und kleineren Aktivitäten.

Am 15.07.2019 hab ich wieder einen Lauf nach Lignano gemacht, das erste mal über 14km. Super gegangen, ein paar Geocaches habe ich auch auf dem Weg gefunden.

Am Nachmittag war relaxen angesagt.

Am Abend sind wir dann noch eine Pizza holen gewesen und haben im Garten ein gemütliches Abendessen genossen.

Am Abend war dann das Highlight für die Kinder. Wir sind erst in die Kinder-Disco, plötzlich ist Schaum im Spiel gewesen und die Kinder haben sich austoben können.

Am Schluss noch ein Sprung in den Swimmingpool, damit der Schaum wieder abgeht. Hui!

190716 Lignano I

Heuer steht ein Sommerurlaub am Strand von Lignano an. Mit dabei ist die Großfamilie, Oma, Larissa und Maria mit Familie und natürlich auch unsere Wenigkeit.

Wir haben zwei Mobile-Homes auf einem Campingplatz gebucht, der Strand ist direkt daneben und auch ein Swimmingpool ist dabei.

Rasch haben wir uns eingerichtet, dann rauschen wir auch schon zum Strand.

Angenehme Temperaturen, nicht zu heiss, das war angenehm kühl und erfrischend.

Den Kindern macht’s sehr viel Spaß, für uns große ist es Entspannung pur.

In der Früh gehe ich joggen, dann wird gefrühstückt und ab an den Strand.

Später gehen wir auch mal zum Pool, am Abend gibt es eine Kinderdisco.

Spät in der Nacht wird es noch mal abenteuerlich, wir gehen kurz vor Mitternacht noch einmal ins Meer schwimmen, der Vollmond scheint und es ist eine wunderschöne Stimmung.

Beim Retourweg müssen wir über den Strandzaun klettern, denn diese wurde verschlossen, als wir gerade im Wasser an.

Monotone Tage, an denen nicht so viel passiert. Gerade richtig zum entspannen.

190330 Skitour Rosslaufspitze (2.248m)

In letzter Zeit war ich hier ein wenig ruhig, aber das heißt nicht, daß ich untätig war. Die Kinder sind jetzt schon groß, daher war ich statt Skitouren öfter mal auf der Skipiste.

Am Samstag hat mich dann Wolfi angerufen und gefragt, ob wir nicht gemeinsam eine Tour machen wollen. Nachdem wir eine Weile überlegt hatten, fiel die Entscheidung auf die Rosslaufspitze. Ein Gebiet, in dem ich schon länger nicht mehr gewesen bin, das letzte Mal mit dem Mountainbike.

Am Sonntag in der Früh, um 7:30 starten wir in Innerst. Die ersten paar hundert Meter müssen wir zwar mit geschulterten Skiern laufen, aber schon bald ist die Schneedecke dick genug, um auf die Bretter umzusteigen.

Noch ist die Talsohle im Schatten und der Weg dementsprechend eisig. Doch schon weiter hinten im Tal scheint die Sonne auf wunderschöne Skihänge. Was für ein Tag…

In angenehmer Steigung führt uns der Weg an der Stullenalm vorbei zur Unteren Nurpensalm. Ab hier verlassen wir den Forstweg und begeben uns in die wunderschönen Skihänge. Unsere gewählte Spur ist nicht ganz neu, der letzte Wind hat die Spur ein wenig zugeweht, aber das Vorankommen geht wunderbar.

Immer wieder müssen wir uns umsehen, die Landschaft hier ist einfach nur schön. Eine wunderbare Gegend. Wir sind nun in der Sonne angekommen und genießen die warme Frühlingssonne.

Auch das Ziel ist nur sichtbar. Zwischendurch sind wir uns mal unsicher, ob wir auf dem richtigen Pfad sind, aber schlußendlich stellen wir dann doch fest, daß alles passt.

Bis jetzt war die Steigung immer sehr angenehm zu gehen, die letzten Meter vor dem Gipfel steilen nun an. Bald schon sind Spitzkehren gefordert, obwohl die Spur nicht ganz angenehm zu gehen ist, da recht steil angelegt, schaffen wir auch diese Hürde, dann stehen wir auf dem Gipfel.

Ein kleiner aperer Fleck lädt uns zum Sonnen ein, während wir unsere Brotzeit genießen. Die Aussicht ist wunderbar, im Hintergrund lacht der Olperer mit dem Fussstein herüber.

Nachdem wir ausgerastet und sattgesehen sind, richten wir uns für die Abfahrt her. Wolfi bevorzugt die steilere Variante und nach kurzer Überredung hat er mich auch überzeugt. Erst ein wenig mulmig, macht es mir dann umso mehr Spaß.

Die Abfahrt ist ein Spaß, der Schnee gut, sogar ein wenig Pulver kann gefunden werden. Viel zu schnell sind wir wieder bei der Unteren Nurpensalm und wechseln wieder auf den Forstweg. Die Abfahrt geht gut von Statten, aber der Weg ist nicht viel besser geworden und im oberen Bereich immer noch recht hart.

Zufrieden erreichen wir wieder das Auto. Das Gasthaus in der Nähe ist geschlossen, also fahren wir nach Weerberg und gönnen uns ein Bier im Dorfgasthäusl. Ein wunderbarer Vormittag mit schönen Eindrücken neigt sich dem Ende zu.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:30 h
Gesamtlänge: 11,97 km
Höhenmeter: 969 m