Archiv des Autors: Wisse

170908 GC Eulenwiesen

Schönes Wetter soll man nutzen, heißt ein Motto, das ich gerne befolgt. Daher beschließe ich, die Kinder sind ausgeflogen, den alternativen Weg zu den Eulenwiesen bei Gleins zu bestreiten und mir die besagte gute Aussicht ins Wipptal zu gönnen.
Die Fahrt nach Gleins ist immer ein wenig schräg, da zwar oben am Berg ein Gasthaus lockt, aber der Weg dorthin mit einem Fahrverbot belegt ist.

Dennoch kommen mir Oberösterreicher, Deutsche und ein paar Einheimische mit dem Auto entgegen. Also kann das mit dem Fahrverbot wohl doch nicht so streng genommen werden. Das Auto stelle ich beim Gasthaus, bzw. beim Wandererparkplatz ab, einer der Wenigen im Umkreis von Innsbruck, bei dem man noch nicht zahlen muss.
Dann gehe ich los, nicht den Standartweg zu den Eulenwiesen, sondern eben eine Alternative.

Zuerst sammle ich die Geocaches des „Gleinser Trampelpfades“ ein, dann geht’s weiter mit dem „Alternativen Weg zu den Eulenwiesen“.

Die Dosen kann ich alle ohne Probleme einsammeln, manch eine ist schön im Wald versteckt.
Irgendwann leuchtet mir was Gelbes ins Auge, bei näherem Hinschauen stelle ich fest, dass es sich um Eierschwammerln handelt. Es sind nicht viele, aber die müssen fast mit. Also bastle ich mir aus einem Buff (Kopftuch) einen Schwammerlsack und los geht das Klauben.

So richtig viele finde ich erst nicht, doch dann „poppen“ immer mehr gelbe Köpfe aus dem Moos. Das wird ja noch eine richtig fette Beute. Drei Steinpilze erhöhen meine Freude am Fund. Nachdem ich ein schönes Abendmahl zusammen habe, beschließe ich, den Rest stehen zu lassen… es gibt ja mehr Sammler.

Schon bald stehe ich dann am Gipfel meiner Wanderung, in der Nähe des Eulenstadels. Dort kann ich noch den „Bonus“ zur Eulenwiesenrunde einsammeln, nachdem ich ein paar Fragen in der näheren Umgebung gesucht und das Rätsel gelöst habe.

Der Rückweg geht über für mich bekannte Wege zurück zum „Gleinser Hof“, wo mein Auto steht.

Die Flur- und Wegeschäden durch den letzten Regen sind überall sichtbar, hier hat es wohl auch gut gewütet.

Eine schöne Wanderung, über die Eulenwiesen, die ich jedem nur empfehlen kann. Ohne Geocachen ist man da recht schnell durch, auch für Kinder ist die Runde sehr gut machbar.

Bei schönem Wetter würde ich auch ein Picknick anbieten.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 8,67 km
Höhenmeter: 512 m

170805 Patscherkofel (2.246m)

Es ist Samstag, das Haus ist voll… die Kleinen brauchen Auslauf, das ist eindeutig. Daher beschließen Papa und ich, die 2 Jungs, Letu und einen Freund, auf den Patscher Kofel zu führen.

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Mit der Gondel fahren wir bei nicht ganz perfektem Wetter hinauf zur Bergstation, dort reißen die Wolken aber schon auf. Es ist schwül, sogar auf 2000m. Immer noch angenehmer als im Tal.

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Der Weg vorbei an den Überresten der Panoramabahn ist steil, ein paar Heidelbeeren sind auch schon da und wollen gegessen werden. Immer wieder reißt die Wolkendecke auf und eröffnet schöne Blicke auf das Wipptal, Stubaital und in der Ferne aufs Inntal.

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Die Aussicht von hier oben ist immer wieder schön. Bald erreichen wir das Gipfelkreuz.

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Die Gipfelstube ist zum Zeitpunkt unseres Eintreffens noch geschlossen, aber schon bald kommt der Hüttenwirt mit seinem „Pinzgauer“ raufgefahren und wir können uns eine kleine Erfrischung gönnen. Leon, der zweite Junge, muss noch schnell aufs Klo… schnell wird das aber nicht, denn er schließt sich in der Toilette ein und kommt nicht mehr raus. Erst mit Hilfe einer Leiter kann ich den Kleinen befreien…

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Weiter gehen wir über die Sendeanlage und den Osthang zum Berggasthaus Boscheben. Dort treffen wir auf den Zirbenweg, den wir retour Richtung Bergstation gehen.

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Nachdem wir auf den Gipfel nicht viele Leute getroffen haben, kommen uns auf dem Zirbenweg doch einige Wanderer entgegen. Am Schluss gehen wir noch am ehemaligen Lawinentunnel entlang, der für Skitourengeher als Schutz vor den Lawinen am Osthang errichtet wurde. Heute ist er ein schöner Teil des Zirbenweges, nur noch die Grundmauern, die hangseitig gebaut sind, sind noch zu sehen.

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Bei der Bergstation warten wir auf unsere Gondel, die uns dann wieder hinunter ins Tal bringt.

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Obwohl das Wetter eben nicht strahlend schön war, war die Wanderung doch sehr fein und es hat alles Spaß gemacht.

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Die Jungs sind brav marschiert und hatten nun auch eine gute Portion Auslauf. Bei der Talstation bewundert wir dann noch die neue Gondel Nr. 01.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:15 h
Gesamtlänge: 6,38 km
Höhenmeter: 422 m
Wetter: Schwül und wolkig

170801 KS Steingrubenkogel (2.633m)

Nachdem wir jetzt schon das dritte Mal den Plan gefasst haben, den Steingrubenkogel zu besteigen, schaut heute das Wetter richtig gut aus. Es ist zwar sehr heiß, aber in der Höhe kühlt es schon ab, so unsere Hoffnung. Mit dem Auto geht’s über die Mautstraße zur Kemater Alm. Am Weganfang steht zwar, dass der Weg währen des Tages gesperrt ist, aber wir riskieren die Fahrt. Und ohne Probleme kommen wir bis zur Alm. Unterwegs sehen wir auch den Grund der Sperre: Der Weg wird zur Zeit saniert.

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Von der Kemater Alm gehen wir hinauf zum Adolf-Pichler-Haus. Dort sitzen ein paar Wanderer und schauen uns verwundert an. „Wo geht ihr noch hin, um diese Uhrzeit“, werden wir gefragt. Nachdem Alfons unser Ziel bekannt gibt, lösen wir staunen aus. Na, denen werden wir´s schon zeigen…

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Das nächste Etappenziel ist die Alpenclub-Scharte, die wir nach ca. 40min. erreichen.

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Dort ziehen wir unser Klettersteigset an, dann geht es in den kurzen, aber landschaftlich sehr schönen Steig hinauf zum Steingrubenkogel. „Little-Brenta“ wird diese Ferrata auch genannt, und wirklich zieht der schön angelegte Steig zwischen Türmchen und Bändern hinauf zum Gipfel.

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Ein Blick zum Himmel lässt nichts Gutes erahnen, in den letzten Minuten sind dunkle Wolken auf dem Himmel aufgezogen, nicht lange, dann ist die Sonne auch weg. Windig war’s schon vom Start weg, ein warmer Südföhn bläst uns stetig um die Ohren. Da das vermeintliche Gewitter aber noch sehr weit weg ist und eher Richtung Karwendel zieht, beschließen wir weiterzugehen.

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Schöne Ausblicke ins Stubai und ins Senderstal belohnen uns für die Aufstiegsmühe, schon bald stehen wir auf dem Gipfel.

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Der Ausblick ist grandios, das Wetter leider nicht. Daher beschließen wir, rasch wieder abzusteigen, damit wir nicht nass werden.

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In einem Klettersteig zu hudeln, ist keine gute Idee, daher gehen wir rasch, aber konzentriert wieder den gleichen Weg retour zur Alpenclub-Scharte. Dort entledigen wir uns des Klettersteigsets, dann kommt ein richtig lustiger Teil der Tour… eine schöne Schottereise, die von der Scharte hinab, fast bis zum Adolf-Pichler-Haus hinunterreicht.

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Obwohl ich das schon lange nicht mehr gemacht habe, geht das Laufen im feinen Schotter sehr gut, Staubwolken markieren unseren Weg ins Tal. Viel zu schnell ist das Vergnügen auch schon wieder vorbei, ich muss meine Schuhe von den eingesammelten Steinen befreien.

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Alfons hat in weiser Voraussicht zwei Dosen Bier mitgenommen, die wir nun am Ausläufer der Reise genießen. Über der Reiterspitze bei Seefeld zucken die ersten Blitze. Gut so, wir sind eh schon in Sicherheit.

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Beim Adolf-Pichler-Haus ist nichts mehr los, die Wirtin ist gerade beim Aufräumen. Wir beschließen, in der Kemater Alm noch einzukehren und die wunderbare Tour mit einem Weizen ausklingen zu lassen.

Das war mal wieder eine feine Tour, einzig die kurze Gipfelrast war Schade… ein Grund mehr, wieder mal auf den Steingrubenkogel zu steigen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,33 km
Gesamtdauer: 3:20 h
Höhenmeter: 985 m
Wetter: erst strahlend schön, dann gewittrig

170716 GC Der Weg des Adlers II (2.796m)

Seit längerer Zeit wollte ich schon den zweiten Teil des "Weg des Adlers" fertig machen. Hierbei handelt es sich um einen so genannten power Trail, bei dem in kurzer Folge mehrere Geocaches ausgelegt sind. Die gesamte Runde beinhaltet circa 150 Geocache, wobei ich schon einen Teil eingesammelt habe.
Die zweite Motivation für diese Runde sind die so genannten "Seven TuXer Summits", die hier auf dem Weg liegen.
Lucy bringt mich in der Früh zum Parkplatz Volderwildbach.

Von dort starte ich alleine durch das wunderschöne Voldertal Richtung Naviser Jöchl. Schon bald habe ich die ersten Dosen gefunden und gelogged.

Immer leicht aufwärts geht die Forststraße an einem kleinen Dörflein vorbei und am Voldertaler Bergsturz.

Am Ende der Forststraße liegt eine größere Alm, von dort geht ein Steig Richtung Naviser Jöchl.

Hier mache ich meine erste Pause, und packe meine Brotzeit aus. Der Ausblick durch das Voldertal hinaus ins Inntal ist wunderschön, und die Wolken vom Vormittag haben sich auch schon fast verzogen.

Lange bleibe ich nicht sitzen, denn mein Weg ist noch lang. Zuerst besteige ich das Naviser Jöchl.

Dort treffe ich eine Vorarlbergerin, mit der ich mich unterhalten. Während sie auf die Naviser Sonnenspitze steigt, zweigt mein Weg nach rechts in Richtung Grafmartspitze (2.720m), die ich nach einer kurzer Kraxelei erreiche.

Von mir errechnet sich nun ein Stück des weiteren Weges. Da habe ich ja noch was vor…

Überraschend wenige Leute sind auf diesem Pfad unterwegs. Eine Gruppe Schüler begegnet mir, ansonsten weit und breit keine Menschen Seele. Und was noch auffällt, man hört kaum Zivilisationslärm.

Den nächsten Gipfel, denn ich erreiche ist die Grünbergspitze (2.790m). Zwar nur marginal höher, musste ich doch über 150m absteigen und dann wieder aufsteigen. Das klingt nicht viel, aber über den Tag verteilt summiert es sich doch.

Weiter geht es über Stock und Stein, und brüchiges Gelände zum Rosenjoch (2.796m). Damit habe ich den höchsten Punkt meiner heutigen Wanderung erreicht. Die Aussicht ist phänomenal ich setz mich ein wenig hin und genieße den Rundumblick.

Obwohl ich den höchsten Punkt erreicht habe, habe ich noch einiges an Wegstrecke zu meistern. Bis zum Glungezer Bin ich noch eine Weile beschäftigt.

In der Nähe des Tool für Jochens entdecke ich eine für mich geologische Sensation. Versteinerte Bäume. Natürlich bin ich da nicht ganz selber drauf gekommen, ein Earthcache verweist auf diese interessante Stelle.

Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass ich es zur letzten Talfahrt wohl nicht mehr ganz schaffen werde. Daher stelle ich mich schon mental auf einen langen Abstieg vor.

In diesem Abschnitt der Bergtour ist es gar nicht so einfach, den Weg zu finden. Obwohl die Markierungen alle 5m angebracht sind versteige ich mich immer wieder und muss die rot-weiß-roten Markierungen wieder suchen. Auch das kostet Zeit…

Bald reiche ich mit der Gamslahnerspitze (2.681m) zwar nicht die höchste, aber in meinen Augen anspruchsvollsten Spitze. Von hier habe ich einen wunderschönen Ausblick auf das Arztal und den Patscher Kofel.

Daheim ist gar nicht mehr so weit weg denke ich mir, doch eine Weile soll es schon noch dauern. Immerhin, den nächsten Gipfel, denn ich erreiche, wird auch schon der Glungezer sein.

Der Weg wird wieder lieblicher, fast schon einfach würde ich sagen. Vor den Glungezer wird der Weg noch mal ein wenig schwieriger, dann stehe ich auf dem Gipfel, der auch dem Skigebiet den Namen gibt.

Ab hier befinde ich mich wieder auf bekanntem Territorium. Auf dem Glungezer war ich schon öfters. Unter mir erblicke ich den Schartenkogel, auf den ich öfters mit Alfons eine kurze Skitour machen.

Den Steig zur Tulfeinalm gehe ich sehr rasch, den nun wird es schön langsam kühler. Egal ob ich den Lift erreiche oder nicht, der fährt schon seit Stunden nicht mehr. Also werde ich wohl oder übel ins Tal zu Fuß gehen müssen. Es gibt Schlimmeres, denke ich mir…

Der kürzester Weg führt an der Lifttrasse hinunter ins Tal. Nicht immer ganz einfach zu gehen, da die Piste teils sehr steil ist, aber doch feiner, als der Forststraße zu folgen. Mit halbwegs durchmassiert den Beinen erreiche ich endlich das Tal. Ich gehe schnurstracks in die Larchhüttn und bestell mir ein Bier. Das habe ich mir heute verdient.

Das war wohl heute eine der längsten Touren, die ich bis jetzt unternommen habe. Mir geht es relativ gut, schauen wir mal wie das morgen ausschaut…

Touren Daten
Gesamtdauer: 12 Stunden
Gesamtlänge: 32 km
Höhenmeter: 2.351 m / 2.503 m
Geocaches: 92 Stück

170708 Rinner Alm (1.394m)

Das Wetter ist nicht ganz so gut wie erwartet, das Gewitter von gestern hat sich noch nicht ganz verzogen.

Ich wollte heute mit den Kindern eigentlich recht hoch hinaus, doch nun nehmen wir das Ersatzprogramm, das nicht minder schön ist. Wir wandern durch den Wald hinauf zur Rinner Alm.

Am Parkplatz müssen wir moderate €2.- zahlen, dann geht es direkt los. Nach ein paar Metern erreichen wir einen kleinen Waldspielplatz, den wir uns für später aufheben.

Nicht zu steil, aber doch immer aufwärts geht der Steig, zweimal nehmen wir die ungünstige Variante, doch immer wieder erreichen wir wider den Weg zur Alm. Verlaufen ausgeschlossen…

Der Weg geht fast immer im Wald, da läßt sich die Mittagshitze auch ganz gut aushalten. Sobald wir auf eine Lichtung kommen, brennt die Sonne richtig auf unsere Häupter.

Nach ca. 1:20 h erreichen wir die Hütte, sehr zur Freude der Kinder. Ein kleiner Spielplatz lädt zum Spielen ein, wären da nicht zwei wirklich freche Buben.

Immer wieder schreien Sie Leute an und zeigen den „Stinkfinger“ in alle Richtungen. Von den Eltern ist weit und breit nichts zu sehen. Letu und Sara sind gar nicht mehr erpicht, dort zum Spielplatz zu gehen. Aber nach ein wenig zureden meinerseits machen sie sich doch auf zum Spielplatz. Zwischenzeitlich haben wir uns noch Getränke und Kuchen bestellt.

Es dauert nicht sehr lange, und ich sehe wie Letu eine Watsche vom Größeren kassiert und sich wehrt. Er kommt weinend auf mich zugelaufen. Ich schnappe mir seine Hand und ab gehts retour zum Spielplatz. Den Rüpel werde ich mir kassieren, alles was gut und recht ist. Mann, habe ich einen Zorn. So rotzfreche kleine Dinger habe ich schon gefressen.

Scheinbar einsichtig hat sich der Schläger namens „Pascal“ schon versteckt, sein Bruder meint, er habe nichts getan. So ist mir das auch vorgekommen. Also lass ich den kleineren Frechdachs links liegen und schnappe mir „Pascal“, der nach einigen Aufforderungen aus seinem Versteck rauskommt. Er bekommt eine gescheite Standpauke von mir zu hören. Sozusagen als Warnschuß schließe ich mit: „Wenn mir noch was zu Ohren kommt…“ ab.

Nun kehr Ruhe am Spielplatz ein, auch andere Kinder trauen sich nun her zum Spielen. Sara bedankt sich für die väterliche Hilfe, Letu hat sich nun auch wieder beruhigt. Von den Eltern ist immer noch nichts zu sehen.

Abgesehen von mir scheinen die Beiden aber auch anderen Leuten aufgefallen zu sein, aber eben hauptsächlich „Pascal“. Irgendwie, trotz jetzigem Frieden, ist meinen Kindern das Spielen vergangen, daher trinken wir aus und machen uns auf, ins Tal. Aus dem Augenwinkel sehe ich nochmals einen Mittelfinger, ein kurzer Blick in die Richtige Richtung und die Kinderhand ist verwunden…

Der Absteig macht nun den Junioren ungleich mehr Spaß, zum einen ist es nicht mehr so anstrengend, und es geht auch schön schnell. Bald erreichen wir den Spielplatz, an dem wir noch eine ausgedehnte Pause machen…

Bis auf den Zwischenfall bei der Alm war es heute auch wieder eine schöne Tour.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:15 h
Gesamtstrecke: 4,61 km
Höhenmeter: 455 m

170705 Gamskogel (2.659m)

Eigentlich wollten Alfons und ich heute wieder mal den Steingrubenkogel-Klettersteig machen, aber es sollte dann doch ein wenig anders kommen. Ich beginne meine Geschichte aber schon wieder in der Mitte… also Stop, nochmals von Anfang:

Nach der Arbeit, heute war es unter Tags richtig heiß und teilweise fast schon drückend, machen wir uns wieder mal im bewährten Team auf, einen Berg zu besteigen. Wir fahren mit dem Auto über die Mautstraße bis zur Kemater Alm. Sehr schön gelegen, und um das hier mal zu vermerken, mit moderaten Mautpreisen (€3.- für den Tag) waren wir positiv überrascht. Der Parkplatz ist fast leer, als wir ankommen, auf der schmalen Mautstraße sind um mehrere Autos begegnet, es ist doch schon spät am Nachmittag. Um 17:15 Uhr sind wir dann endlich abmarschbereit.

Zuerst wandern wir auf der Zufahrtsstraße bis zum Adolf-Pichler-Haus, von dort wollen wir laut Plan eigentlich auf den Klettersteig des Steingrubenkogels gehen.

Doch die dunklen Wolken über dem Gebirge schauen nicht so verlockend aus, ein Gewitter, während man am „ewig-langen“ Blitzableiter hängt, ist ein Erlebnis, auf das wir getrost verzichten können. Daher disponieren wir um und beschließen, unter den mächtigen Wänden der Kalkkögel Richtung Süden zu wandern.

Im Hintergrund sehen wir das Gipfelkreuz des Gamskogels, vielleicht geht sich dieser „Muggel“ aus.

Die Kalkkögel sind geologisch sehr interessant, und obwohl ich zugegebenermaßen mich nicht besonders gut auskenne, erkennt man hier doch sehr gut, dass der Dolomit auf einer viel älteren Schicht, nämlich dem Ötztal- und Stubaikristallins sitzt.

Hier hört meine Kenntnis aber auch schon fast wieder auf. Die Raibler Schichten gehen mir noch durch den Kopf, die in den Kögeln im Gegensatz zu sehr viel mächtigeren Vorkommen in anderen Gebirgen nur ein paar Meter dick sind und die Berge in einen oberen und unteren Dolomit trennen. Das muss ich mir nochmals genauer anschauen, beschließe ich.

Die satten Wiesen, die auf dem Kristallin entstanden, sind prädestiniert für den Almbetrieb. Und natürlich sieht man daher hier immer wieder Kühe und Schafe, die hier einen wunderbaren Sommer auf der Alm verbringen dürfen. Kuh müsste man sein… oder Schaf, je nach Präferenz .

Der Weg zieht leicht aufwärts immer näher zum Gamskogel, das Wolkenspiel am Abendhimmel ist faszinierend, manchmal ziehen auch dunklere Wolken herein.

Zweimal werden wir am Weg gegossen, aber da es warm ist, stört es überhaupt nicht. Unterwegs kann ich noch einen Geocache, den „Fat Tony“ loggen, wieder ein Punkt, der mich näher an mein heuriges Ziel, meinen Hauptkonkurrenten zu überholen, bringt…

Nach ca. 2 Stunden erreichen wir den Gipfel des Gamskogels. Das Wetter ist nun wieder besser geworden, wir bekommen auch ein paar Sonnenstrahlen ab. Doch die Freude währt nur kurz, bald zieht eine dicke schwarze Wolke vor die Sonne und im Nu ist es richtig frisch und gar nicht mehr so gemütlich.

Daher genießen wir die Aussicht nur kurz und machen uns wieder auf den Rückweg. Der Einfachheit halber nehmen wir den gleichen Weg wieder retour zum Adolf-Pichler-Haus, grüßen die Belegschaft, die es sich auf der Terrasse gemütlich gemacht hat und steigen weiter ab zur Kemater Alm.

Unterwegs bleiben wir immer wieder stehen und genießen die wunderschönen Ausblicke auf die Kalkkögel, die im Abendlicht nochmals besonders schön anzuschauen sind. Das Wetter hat sich schlußendlich doch beruhigt. Kurz vor der Kemater Alm finde ich noch den Geocache „Aus Kindertagen“ an der kleinen Kapelle oberhalb der Alm.

Wir gönnen uns noch ein Erfrischungsgetränk und palavern über Gott und die Welt. Wie schön, endlich mal wieder mit Alfons auf dem Weg zu sein, denke ich mir! Das müssen wir in nächster Zeit wieder öfter machen…

Eine wunderschöne Wanderung nach der Arbeit, die den Geist und den Körper wieder mal in Einklang bring, so soll es sein in dieser, unseren wunderschönen Heimat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:20 h
Gesamtdistanz: 10,74 km
Höhenmeter: 963 m

170618 Zirbenweg + Viggarspitze (2.304m)

Ein aktives Wochenende geht dem Ende zu. Heute haben wir noch zusammen mit Gale den Zirbenweg beschritten.

In der Früh holen wir Gale beim Lanser See ab und fahren zur Patscherkofelbahn. Dort steht schon eine Truppe beim Schalter und warten auf das Ticket. Da nur Sara, Letu und ich das Freizeitticket besitzen, müssen auch wir anstehen. Lucy und Gale brauchen ein Ticket.

Der Engpass beim Anstehen zur Gondel wird wohl in Zukunft mit der neuen Bahn Geschichte sein. Wir warten aber eben doch nicht so lange, bald geht es mit der Altehrwürdigen hinauf zum Schutzhaus.

Das Eingangstor zum Zirbenweg ist immer wieder schön, der Weg entlang der schönen Alpenrosen noch schöner.

Wir wandern bis zum Abzweig zur Viggarspitze gemeinsam, dann trennen sich unsere Wege. Letu und ich wollen noch die Viggarspitze mitnehmen, der Gale, Lucy und Sara laufen den originalen Zirbenweg entlang. Auf der Tulfer Alm wollen wir uns wieder treffen.

Von der Abzweigung geht es gleich mal ein paar Höhenmeter hinauf, die Letu super bewältigt. Dann müssen wir ein paar Stufen bewältigen, und schon stehen wir auf dem Sattel zur Viggarspitze.

Wir nehmen den direkten Weg der Viggartrophy hinauf zum Gipfel, und nach kurzer Zeit stehen wir auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung. Endlich sind wir mal auf einem der zwei Aldranser Gipfel…

Nur eine kurze Rast gönnen wir uns, denn wir müssen weiter zur Tulfer Alm. Der Abstieg führt uns vorbei an der Neunerspitze, die wir heute auslassen. Die schöne Erhöhung werden wir aber bald mal angehen.

Durch einen Latschen- bzw. Zuntergrütel müssen wir hinuntersteigen, Richtung Steig. Letu meint immer wieder: „Papa, wie unendlich weit sind die Latschen noch?“. Doch alles hat irgendwann sein Ende, schlußendlich stehen wir weider auf dem Zirbenweg.

Nun geht es in feinem Auf und Ab hinüber zur Tulfer Alm. Zwei Geocaches haben wir auf dem Weg zur Alm noch auf dem Programm. Dann endlich sehen wir unser Ziel.

Dort werden wir schon erwartet, Lucy besorgt uns schon was zu essen und trinken, denn die Schlange vor der Aussabe ist lang wie eine … äh, Anaconda.

Wir genießen die Sonne, trinken Bier und genießen die Aussicht. Leider müssen wir uns irgendwann von der schönen Umgebung verabschieden und wieder ins Tal. Wie mit Letu vor Kurzem geht es wieder zuerst mit der lustigen 1er-Sesselbahn, ab Halsmarter mit dem 2er Sessellift ins Tal.

Der Bus, der uns zurück zur Patscherkofel-Talstation bringt, kommt erst in 45min., daher trinken wir einen Absacker in der Larchnhittn. Da ich dort noch nie drinnen war, wollte ich mir das eh mal anschauen. Ein netter Platz zum Warten.

Den Abend beschließen wir im Gasthaus Walzl, das speziell für Kinder eine gute Wahl ist. Das Essen schmeckt wieder einmal super, und die Kinder sind gut aufgehoben, auf dem Spielplatz und in der Spielecke.

Ein gelungener Tag und ein gelungenes Wochenende, würde ich sagen. Das Wetter hat auch toll mitgespielt. Mehr kann man nicht verlangen.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 3:30 h
Gesamtlänge: 9,06 km
Höhenmeter: 564 m

170617 Patscherkofel (2.246m)

Das Wetter ist zwar nicht so super, aber irgendwas wollen Letu und ich dann doch machen. Also beschließen wir, auf den Patscherkofel zu gehen. Auch hier genießen wir die Aufstiegshilfe mit der Kofelbahn, die uns flux auf Höhe bringt. 

Richtig viel los ist auch nicht, auf Innsbrucks Hausberg.

Von der Bergstation gehen wir los, vorbei am Schutzhaus und der Piste zur Bergstation des ehemaligen Panoramalifts. Die Stützen sind schon abgebaut, da sind die Innsbrucker mal richtig schnell gewesen.

Auf feinen Steigen gewinnen wir weiter an Höhe, wir sind extra dem Forstweg ausgewichen und bevorzugen die feinen, kleinen Bergweglein, die gleichzeig auch viel mehr Spaß machen.

Einmal müssen wir auf den Forstweg ausweichen, aber das ist nur für einen kurze Strecke. Dann liegt die „Rakete“ (Letu´s Beschreibung der Sendestation am Gipfel) schon vor uns, und die letzen Schritte zum höchsten Punkt sind bald erledigt.

Wir pausieren in der nett hergerichteten Gipfelstube, gönnen uns ein Getränk und genießen die Aussicht. Es hat merklich abgekühlt.

Der weitere Weg vom Gipfel des Kofels führt uns nach Boscheben durch wunderschöne Zirbenbestände. Auch die Alpenrosen stehen in voller Blüte und sind eine sehenswerte Pracht.

Von Boscheben zweigen wir ab auf den Zirbenweg, der uns zurück zur Bergstation führt.

Die Gondel erwischen wir auf die Sekunde genau, und mit der alterwürdigen Pendelbahn fahren wir retour nach Igls.

Am Abend beschließen wir die Wanderung wieder einmal am Lanser See, eine feine Runde schwimmen mit anschließender Grillage ist genau das, was einen feinen Tag ausmacht.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 6,06 km
Höhenmeter: 349 m

170615 Schartenkogel (2.311m)

Eigentlich wollten wir heute nur ein wenig Geocachen gehen, so der Plan. Geworden ist es dann für Letu und mich der Schartenkogel.
Aber hier mal der Ablauf von vorne: Heute war ja große Fronleichnahms-Prozession in Aldrans, danach sind wir noch ein wenig im Gemeindesaal zusammen gesessen.

Im Anschluß beschließen Lutu und ich, da Sara auf einer Geburtstagsfeier eingeladen war, in den Kugelwald am Glungezer zu fahren. Also rauf mit dem urlangsamen, aber lustigen 2er Sessellift nach Halsmarter.

Als wir oben sind, beschließen wir, noch mit dem 1er Sessellist (jaja, sowas gibt es auch noch), hinauf zur Tulfeiner Alm zu fahren, da wir dort noch einen Cache zu bergen haben.

Oben angekommen, die nächste Umdisponierung. Wir machen uns auf zum Schartenkogel.

Es ist zwar heiß, aber es geht eine feine Brise, die den Aufstieg angenehm macht. Wir machen schnell Höhe und schon nach 30 Minuten stehen wir oben am Gipfelkreuz. Das ging ja schnell.

Den Rückweg machen wir über den Schartenkogelsteig, der eine schöne, abwechslungsreiche Wanderung zurück zur Bergstation der 1er Bahn. Teilweise liegt noch Schnee in den Mulden.

Wir fahren hinunten zum Halsmarter, dort gehts dann endlich für Letu in den Kugelwald. Das macht immer wieder Spaß. Ich habe mir ein Lesebuch mitgenommen und genieße die Kühle des Waldes.

Ein Getränk im Gasthaus rundet die Wanderung ab. Fast mit dem letzten Sessel fahren wir ins Tal. Doch noch ist der Tag nicht gelaufen.

Wir fahren noch an den Lanser See. Obwohl die Wolken schon bedrohlich dunkel sind, springen wir in das erfrischende Nass und genießen die Erfrischung, bevor die ersten Tropfen auf die Wasseroberfläche prasseln.
Wunderschön und erreignisreich schließen wir den Tag ab. Letu schläft bald ein, wie ein Stein…

Tourendaten
Gesamtlänge: 3,5 km
Gesamtdauer: 1:00 h
Höhenmeter: 240 m

170603 Über die Zunterköpfe (1.966m)

Da habe ich mir was vorgenommen… von zu Hause aus möchte ich erst ins Halltal fahren und dann noch eine kleine Runde über die Zunterköpfe zu machen. Sozusagen eine CO2-freie Aktivität.

Von Aldrans fahre ich mit dem Mountainbike über Ampass nach Hall in Tirol, von dort geht es weiter Richtung Absam.

Beim Hackl biege ich in das wunderschöne Halltal ein, die ersten Meter gehen flüssig dahin, ich werde zweimal vom Wanderertaxi überholt. Dann kommt das Bettelwurfeck, das ist halt schon nochmals eine eigene Liga.

Ich kämpfe mich hinauf, die Steigung ist brutal. Langsam ernährt sich das Eichhörnchen, erinnere ich mich immer wieder und mache so Meter für Meter wett.

Endlich erreiche ich das Ende der Brutalo-Steigung und fahre wieder gemütlich, über die Sonnenbrücke weiter nach St. Magdalena.

Hier stelle ich mein Radl ab, mache eine kurze Verschnaufpause, und wandere dann über den steilen Steig hinauf zum Hochmahdkopf.

Der Wald hier ist richtig urig, mir gefällt das Halltal jedes Mal wieder. Eine wunderschöne Gegend ist das.

Bald erreiche ich den Latschengürtel, und dann sehe ich zum ersten Mal aus der Nähe, was das Feuer hier vor 3 Jahren angerichtet hat.

Die meisten Latschen (Legföhren) sind damals verbrannt und haben sich bis heute nicht erholt. Es schaut fast aus wie in der Wüste, wären da nicht die Gräser, die überall sprießen.

Ich genieße den Ausblick über Hall, Innsbruck und natürlich das Mittelgebirge.

Nächste Station ist der Haller Zunterkopf, der 200m den Hochmahdkopf überragt. Der Weg ist sehr angenehm zu gehen, eine kleine Kletterstelle, die aber super abgesichert ist, muß überwunden werden.

Hier muß ein Wanderer wegen seinem Hund umdrehen, dieser traut sich nicht über die Stufe.

Auf dem Haller Zunterkopf sitzt schon ein Wanderer, ich geselle mich dazu und genieße nochmals die Aussicht.

Auf der Karwendelseite sieht man die Bettelwürfe und die Gebäude des ehemaligen Salzbergbaus.

Abschließend erreiche ich noch den Thaurer Zunterkopf, der heute gut besucht ist. Ich mache nur eine kurze Pause auf dem sehr ausladenden Gipfel.

Der weitere Weg führt zum Törl. Hier bekomme ich einen kurzen Schreck, denn der Weg ins Halltal ist wegen Steinschlag gesperrt.

Ich beschließe, nachdem zwei Wanderer hochkommen, auch diesen Weg zu gehen. Schlußendlich bin ich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Der Weg war total gut zu gehen und der Umweg wäre sehr lang gewesen.

Hinter einer Kurve liegt dann das ehrwürdige Herrenhaus. Ich liebe diesen Gebäudekomplex, hier beschließe ich, im Knappenhäusl eine Pause einzulegen.

Ein Bier ist hier immer verfügbar (solange die Leute brav zahlen), nur der „Wirt“ ist heute ausgeflogen. Ein Kamerateam ist vor Ort, die sind natürlich mit dem Auto angereist…

Der Weg nach Magdalena offeriert nochmals wunderbare Einblicke ins Halltal. Und dann steht es da, mein Radl… ich kann es gar nicht erwarten, jetzt die schöne Asphaltstraße nach Absam hinauszusausen.

Wie gewohnt, kann ich an den „guten“ Stellen schön Gas geben und Ruckzuck bin ich in Absam… schade, das ging fast zu schnell. Doch die Abfahrt geht weiter bis Hall. Dort nehme ich den Radweg nach Innsbruck.

Das letzte Stück ist dann immer das Härteste, über den Pfaffensteig erreiche ich schlußendlich müde, aber glücklich das traute Heim.

Eine wunderbare Tour, die ich gerne wieder mal wiederholen werde.

Tourendaten-Bike
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 32,5 km
Höhenmeter: 954 m

Tourendaten-Hike
Gesamtdauer: 3,5 h
Gesamtlänge: 8,41 km
Höhenmeter: 775 m

Bike – Hinfahrt:

Hike:

Bike – Rückfahrt