Skigebiet Glungezer (22.03.2016)

Heute habe ich mir kurz entschlossen noch freigenommen, um mit den Kindern noch einen schönen Nachmittag auf der Piste zu verbringen. Die Zeit drängt ja nun ein wenig, denn die Saison ist fast zu Ende, Anfang April schließen die meisten Skigebiete zu.

Wir beschließen, uns an den Glungezer zu wagen, weil die Vorhersagen auch von sehr guten Pistenverhältnissen sprechen. Das klingt gut, ich will mich aber selber überzeugen, ob dem so ist. Die Kinder sind schnell eingepackt, dann fahren wir nach Tulfes, und dort mit dem Sessellift ins Skigebiet. Je höher wir kommen, desto zuversichtlicher werde ich… ob angekommen, bin ich begeistert. So einen feinen, griffigen Schnee habe ich hier letztes Jahr nicht vorgefunden. Das wird ein Spaß…

Wir fahren mit dem Schlepplift weiter hinauf, Richtung Tulfein, von dort fahren wir dann auf einer super Piste ab.

Die Abfahrt ist ganz schön lang, doch Letu und Sara meistern diese bravourös. Der Schnee ist genau richtig, und es macht uns riesen Spaß. Nach der dritten Abfahrt machen wir eine schöne, lange Pause im Alpengasthof Halsmarter, essen eine Kleinigkeit und genießen die warme Sonne. Nachher geht sich noch eine Abfahrt aus, dann machen wir uns wieder auf den Weg nach Hause.

Wahrscheinlich der letzte Skitag für 2015/16, aber sicher der Beste!

Radlrunde über den Herzsee (18.03.2016)

Mein Sohnemann ist heute beim Fussballtraining, daher beschließe ich, mit der Tocher etwas zu unternehmen. Wir beraten uns kurz, klettern oder radeln, die Wahl fällt auf eine kurze Radtour.

Wir fahren mit dem Rad von Aldrans zum Widum in Ampass, von dort geht´s bergauf durch das Herztal bis zum Herzsee. Die Steigung ist moderat, aber doch nicht ganz ohne. Sara schlägt sich für die erste „Mountainbiketour“ sehr gut, nur ganz kurze Schiebestrecken gönnt sie sich.

Einzig das Aufsitzen in der Steigung sitzt noch nicht richtig, da muss ich immer ein wenig anschieben, doch dann radelt sie auch schon wieder weiter.

Am Herzsee angekommen setzen wir uns kurz in die Sonne, die ihre wärmende Kraft wieder Stück für Stück zurückerhält. Der Winter ist jetzt wohl bald vorbei…

Ein Blick auf mein Handy zeigt mit einen Geocache ganz in der Nähe. Den „Herzsee“ nehme ich gleich mit, das Rätsel ist schnell gelöst und die Dose rasch gefunden.

Vom Herzsee rauschen wir in flottem Tempo hinunter zum Dorf, zurück nach Hause. Abfahren sind schon immer wieder lustig.

Und am Schluss kommt bekantlich das Beste… es gibt das erste Eis der Saison, in der Sonne genossen. Mjam…

Tourendaten
Gesamtdauer: 40min.
Gesamtlänge: 4,78km
Höhenmeter: 180m

Ferratarunde Cima Rocca, 1.089m (13.03.2016)

Wieder ein neuer Tag am Gardasee, ein Blick aus dem Fenster zeigt nicht so feines Wetter wie gestern an, aber es ist trocken und nicht so kalt. Wir frühstücken und packen zusammen, denn heute ist auch der letzte Tag, ein Wochenende ist halt doch recht kurz.

Der Besitzer des Appartments wird angerufen, doch das Telefon ist ausgeschaltet. Oh Schreck… wir müssen doch los. Nach unzähligen Anrufen dann doch noch der erlösende Rückruf… wir sollen doch bitte das Geld einfach auf dem Tisch liegenlassen und den Schlüssel dazulegen. Na, das nenne ich mal Vertrauen.

Wir fahren von Riva aus ins Ledrotal, in Biacesa parken wir unser Auto und starten die Tour. Heute stehen 4 Klettersteige auf dem Programm, im Laufe des Tages finden wir aber, das nur zwei Steige den Begriff Klettersteig verdienen. Die anderen zwei Wege sind schwierige Wanderwege, aber eben keine Klettersteige und brauchen daher auch kein Geschirr.

Wir starten also vom Parkplatz, zuerst auf dem Steig „Senter dei Bech“, der uns von Biacesa Richtung Gardasee zurückführt. Unterwegs entdecken wir eine spektakuläre Raupenstrasse, sowas habe ich auch noch nie gesehen…

Bei einem Bunderloch ziehen wir uns das Klettersteiggeschirr an und steigen in den Klettersteig „Via ferrata F. Susati“ ein. Dieser zieht landschaftlich sehr schön am Grat des „Cima Capi“ über dem Gardasee hoch. Nachdem wir immer wieder stehen bleiben und uns die wunderbare Landschaft anschauen, erreichen wir nach kurzer Zeit den Gipfel des „Cima Capi“.

Wir verbleiben nur kurz auf dem Gipfel und machen und dann weiter, über die „Via ferrata M. Foletti“ hinüber an den Fuss des „Cima Rocca“. Dort finden wir die Hütte „Arcione“, angenehm duftet es hier nach Lagerfeuer.

Wir steigen direkt weiter, nun in den „Sentiero dei Camminamenti“. Dieser Steig bringt uns über alte Bunker und Schützenanlagen hinauf auf den „Cima Rocca“.

Kurz vor dem Gipfel durchsteigen wir eine längere Bunkeranlage, die „Gallerie de Guerre“, dann erreichen wir den Gipfel und gönnen uns eine Wahnsinnsaussicht. Über einen kleinen Steig kommen wir zurück zur Hütte und zu einer Kapelle.

Dann machen wir uns auf ins Tal. Auch hier wieder über einen versicherten Steig, den „Sentiero delle Laste“, der uns hinunter ins Tal und an den Weg zurück zum Ort bringt.

Eine wirklich schöne Runde, die wir da gemacht haben. Wir ziehen uns beim Auto um, da wir dann gleich nach Hause fahren . Wir machen zuvor aber noch eine Brotzeitspause, um dann gestärkt nach Aldrans zu fahren.

Die halbe Fahrt geht an mir einfach vorbei, da ich ein Powernapp mache, als wir zuhause ankommen, durftet es schon herrlich aus der Küche. Chiappati mit Curry, lecker. Im Anschluß gibt es den „Reindl“, von dem uns Papa das ganze Wochenende vorgeschwärmt hat. Nicht ganz unbegründet, wie wir finden…

Tourendaten
Gesamtdauer: 4,30h
Gesamtlänge: 8,9km
Höhenmeter: 995m

  

Via dell‘ Amicizia, 1.246m (12.03.2016)

Heute steht der zweite und für diese Reise längste Klettersteig auf dem Programm. Gestern am Abend konnten wir uns noch einen Zielpunkt auf dem Weg zum Gipfel bestaunen, die Kapelle der Heiligen Barbara. Diese thront steil und hoch über dem See.

Doch starten wir den Tag von Anfang an. Ein guter Tag fängt mit einem deftigen Frühstück an, dank Papa können wir richtig gute Spezialitäten aus der Steiermark genießen. Manch wenige Sachen müssen wir uns halt einfach vorstellen. Ein Blick aus dem Fenster zeigt gutes Wetter an.

Von unserem Appartement können wir direkt zum Klettersteig losgehen. Der Weg führt uns zuerst an die „Bastione“, einer Festung der Venezianer, die auch einmal über den Gardasee geherrscht hatten.

Kurz genießen wir die Aussicht, dann wandern wir weiter, zunächst zur Capanna. Dann erreichen wir die Kapelle Santa Barbara, auch hier verweilen wir kurz und genießen die Aussicht.

Nun geht der richtige Klettersteig erst los, bis jetzt war das nur der Zustieg. Wir ziehen unsere Klettersachen an und machen uns auf den Weg. Zuerst geht es noch einfach über kleine Kletterstellen hinweg. Vor uns ist ein italienisches Pärchen, auch auf dem Weg zum „Freundschaftssteig“. Eine Zeit lang wechseln sich kleine Kletterpassagen mit Wanderwegen ab, dann erreichen wir die erste Leiter.

Diese zieht steil die Wand empor und schaut ganz schön hoch aus. Vor uns kämpfen sich schon zwei Seilschaften empor, dann sind wir an der Reihe. Sprosse für Sprosse ziehen wir uns empor, irgendwann erreichen wir auch das Ende.

Nach dieser ersten Herausforderung kommt wieder eine kleine Gehpassage, dann erreichen wir das zweite Leiterassemble. Die lange Leiter schaut echt nach Herausforderung aus, ist aber dann doch leichter als die erste, steile Leiter am Anfang. Den letzten Teil des Klettersteigs wird mit einer kurzen Gratwanderung eingeleitet, dann kommen die letzten Meter auf 3 weiteren Leitern.

Dann sehen wir auch schon die Gipfelmarkierung. Endlich haben wir den Gipfel erreicht. Die Aussicht ist überragend, und die Sonne zeigt schon frühlingshafte Stärke.

Wir pausieren im Windschatten eines Steinblocks und genießen die Wärme. Nach einer ausgiebigen Rast machen wir uns auf ins Tal. Im ersten Teil haben wir eine gute Schneeauflage, der Schnee ist jedoch rutschig, hohe Konzentration gefordert. Bald erreichen wir wärmere Gefilde, der Schnee wird weniger und das Gehen einfacher.

Vor dem erreichen der Kapelle Santa Barbara müssen wir noch eine Leiter meistern. Dann stehen wir wieder bei der Kapelle und genießen die Aussicht. Nach fast 6h erreichen wir glücklich und zufrieden die Unterkunft, mit Vorfreude auf eine gute Jause.

Am Nachmittag spazieren wir noch ein wenig in der Stadt, essen zu Abend und genießen das fast schon mediterrane Flair.

Tourendaten
Gesamtdauer: 6h
Gesamtlänge: 11km
Höhenmeter: 1.220

Via Ferrata Rio Sallagoni (11.03.2016)

Buabenausflug… Mehr sag ich nicht. Endlich ist es so weit, Papa, Alfons und ich machen uns auf den Weg in den Süden, zum Gardasee… ein paar Klettersteige wollen wir bezwingen.

Über die Brennerautobahn geht’s rasch und ohne Stau bis Trento, dort zweigen wir zum See ab. In Dro zweigen wir ab nach Drena, dort parken wir und ziehen uns um.

Vom Parkplatz bis zum Einstieg sind es gerade mal 5 Mnuten, dort ziehen wir das „Geschirr“ an, dann sind wir bereit…

Dieser Klettersteig geht durch eine Schlucht bis zum Castello Drena. Gespannt starten wir in die erste Passage hinein.

Am Anfang ermöglichen uns ein paar Steigbügel ein schnelles Vorwärtskommen, die ersten Stellen sind nett und lassen die Vorfreude steigen. Bald sind dann ein paar der schwierigen Stellen, leicht überhängend, aber gut machbar für uns.

Zwischendrinnen werden wir von zwei „Joggern“ überholt, ohne jede Ausrüstung. Wir gehen lieber auf Nummer sicher.

Inzwischen ist die Schlucht eng geworden, wir müssen auch mal die Wandseite wechseln. Landschaftlich ist diese Schlucht wirklich schön.

Auch zwei Seilbrücken müssen wir bezwingen, die erste Brücke stellt sich als recht wackeliges Ding heraus…

Eine kurze Gehpassage lockert die Passage durch die Schlucht aus. Die ersten Blumen erwachen schön und erfreuen uns mit ihrer Schönheit.

Der zweite Teil des Steiges ist kein richtiger „Eisenweg“ mehr, schwierige Passagen sind mit Klammern ausgestattet, aber kein Sicherungsseil ist mehr vorhanden.

Die Schwierigkeit im zweiten Teil besteht darin, keine Nassen Füße zu bekommen. Das gelingt uns dank GoreTex Schuhen sehr gut.

Bald erreichen wir den Ausstieg, der uns zum Castello Drena führt.

Von der Burg aus gehen wir neben der Schlucht hinunter ins Tal.

Ohne Probleme erreichen wir das Auto. Eine sehr gelungene Tour, in einer schönen Landschaft.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1,5h
Gesamtlänge 4,35km
Höhenmeter: 180m

Aldranser Alm, 1.511m (08.03.2016)

Nach einer längeren Periode, in der es mir nie richtig gut gegangen ist, entschließe ich mich heute, wieder einmal was zu machen. Der Skitouren-Virus hat mich heuer nicht gestreift, daher beschließe ich, nach dem Abendessen noch „schnell“ auf die Aldranser Alm zu gehen.

Beim Kreisverkehr bei Fagslung gehts los, zuerst über eine Wiese, vorbei an einem einsamen Bauernhof. Dann in den Wald. Mit jedem Höhenmeter wird auch die Schneedecke ein wenig höher. Obwohl ich mir im Tal immer wieder mit Blick auf die Berge denke, daß da kein Schnee ist, würde man sich da doch manchmal täuschen. Gerade in den Nordlagen, wo die Sonne nicht oft hinkommt, hat sich das wertvolle Weiß doch ganz gut gehalten.

Der Schnee ist schön griffig, und die rutschigen Reifenspuren sind nur im ersten Teil des Weges ein Thema. Bald sind nur noch eine glitzernde Schneedecke und die Spuren eines Wanderers, der vor mir gegangen war, meine Begleiter. Im Hintergrund leuchtet das Lichtermeer vom Inntal und besonders von Innsbruck herauf. Es hat leicht zu schneien begonnen und so ist eine eigene, wunderbare Stimmung vorhanden.

Ich stapfe vor mich hin, spure den Weg immer weiter hinauf zur Alm. Meine Gamaschen haben ich zu Hause gelassen, weil ich nicht dachte, soviel Schnee anzutreffen. Die letzte Kehre vor der Alm liegt gerade hinter mir, als die Spuren aufhören. Mein Vorgänger hat wohl hier aufgegeben. So kurz vor dem Ziel ist für mich Aufgeben jedoch keine Option, daher spure ich fast knietief weiter hinauf, zur Hütte. Bald schon kommt der Weidezaun in Sicht, der Wald hat den Weg wieder vor dem Schnee in Schutz genommen, sodaß die Schneemenge am Weg überschaubar ist.

Und dann, nachdem ich noch bei einem Monsterschneemann vorbeigeschlichen bin, stehe ich endlich vor der Aldranser Alm, das erste Mal zu Fuß. Mit dem Rad bin ich vor Jahren schon mal hier gewesen, aber noch nie per Pedes. Super! Früher, bei der alten Pächterin war diese Hütte auch als die Busserlalm bekannt, denn da bekam jeder Gast, sodenn die Alm offen war, ein Busserl und einen Schnaps zur Begrüßung. Ich kann nicht sagen, ob das noch so ist, da bei mir die Alm geschlossen war. Und wie bin ich erschrocken, als plötzlich neben mir ein automatisches Licht angesprungen ist…

Ich bleibe nur sehr kurz auf der Alm, um mich nicht zu vertun. Schnell umziehen tue ich mich doch, das ist mir zur Zeit sehr wichtig. Der Weg ins Tal ist anschließend schnell erledigt, ich folge einfach meinen eigenen Spuren, bis ich wieder vor dem Auto stehe.

Eine sehr schöne Feierabendtour, die mit dem Lichtermeer von Innsbruck auch einen besonderen Reiz bekommt.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,20km
Gesamtdauer: 2:25h
Höhenmeter: 648m

160228 GC Alien Invasion

Diese Geocaching-Runde kann man gar nicht wirklich auf einen Tag fixeren, denn schön öfter bin ich alleine oder mit moralischer Hilfe ausgezogen, um die „Alien Invation“ aufzulösen. Leider war mir das bis jetzt und auch heute nicht ganz vergönnt, die letzten Rätsel und Mythen der Aliens zu entziffern. Trotzdem waren mein Sohnemann und ich frohen Mutes, als wir heute am Natterer See parkten und uns aufmachen, die letzten „Aliens“ zu suchen.

Vom Parkplatz müssen wir zuerst ein ganzes Stück retour auf der Straße, dann eine Wiese queren, bei der noch die vereiste Loipe an einen denkbar unspektakulären Winter zurückdenken ließ. Trotz überschaubarer Niederschlagsmengen diesen Winter hatte es wohl doch gereicht, die Wiese, die wir überqueren müssen, in ein kleines Feuchtbiotop zu verwandeln. Mit „fast“ trockenem Fuß setzen wir über, und erreichten den Wald und damit auch den Start des Steiges, den wir abklappern wollen.

Ein wirklich schöner Weg führt uns sehr schnell zum ersten Ziel, die Dose war nach kurzem Suchen und einem kleinen Blick in die „Hinweise“ bald entdeckt und gelogged. Von hier aus sind die Geocaches dann immer in Abständen ausgelegt, die meinem Sohn das Gsatzl: „Mir ischt langweilig…“ gerade noch nicht über die Lippen huschen lassen.

Nach ein paar Funden erreichen wir Natters, hier wird noch eine Dose gesucht, dann machen wir uns auf den Rückweg.

Nun sind wir doch schon eine Strecke abgelaufen und Junior will nicht mehr gehen. Also muss ich Hand anlegen… naja, nicht so… rauf auf die Schultern wird er verfrachtet und ein Stück getragen. Das waren noch Zeiten, als der kleine Mann noch fast unmerklich auf der Schulter saß und von mir Stundenlang getragen worden ist…

In gutem Tempo, Sohnemann ist wieder am Boden der Tatsachen angelangt, erreichen wir das Auto und machen einen Lokalwechsel zum Natterer Krankenhaus. Dort erwischen wir noch einen Geocache, der zweite Schatz ist leider vermuggelt (soll heißen, der Schatz stand unbeabsichtigt unter Beobachtung von sogenannten Muggel, den natürlichen Feinden der Geocacher). Nach dem Eintragen aller heutigen Funde kann man mit Fantasie schon erkennen, was bei der Gesamtlösung rauskommen wird:

Tourendaten:
Gesamtlänge: 6 km
Gesamtdauer: 2 h
Höhenmeter: 100 m

160223 Rinner Alm (1.394m)

Nach der Arbeit ein wenig Bewegung zu tun, das ist schon eine feine Sache. Daher beschließen Alfons und ich heute kurzfristig, nach dem Schaffen noch auf die Rinner Alm zu gehen. Da die gutmütigen Temperaturen den Rodlern den Spaß verdorben haben, nehmen wir auch kein Holzgefährt mit, sondern machen uns per Pedes auf, die Alm zu erobern.

Das Wetter ist zwar nicht so gut, aber trocken, darum bin zumindest ich Fußtechnisch relativ leicht bekleidet. Wir starten langsam los, doch Alfons steigert unmerklich, aber bestimmt die Schrittfrequenz und bald haben wir ein schönes Tempo, bei dem wir uns gut unterhalten können, aber kalt ist uns beiden auch nicht.

Nach einer kurzen Stunde erreichen wir die Alm im Dunklen. Für mich wartet noch ein kleines Zuckerl hier oben: Gerade heute wurde hier ein neuer Geocache versteckt. Da dieser sich im Wald versteckt, gestaltet sich die Suche als doch recht schwierig, aber nach einer Weile ist die Dose in meinen Händen. Zum Leidwesen muss ich feststellen, dass vor mir schon jemand den Erstfund (FTF) für sich beansprucht hat, aber ja… irgendwann werde ich der „First-to-find“ sein… irgendwann.

Wir halten uns gar nicht lange bei der Alm auf, denn diese ist schon geschlossen und es ist ein kalter Wind aufgekommen. Beim Abstieg fängt es zuerst leicht, dann immer fester zu schneien an.

Später, also wir in tiefere Gefilde kommen, wandelt sich der Schneefall in leichten Regen um. Relativ trocken und Wohlauf erreichen wir nach einer weiteren 3/4tel Stunde das Auto.

Schöne, schnelle Tour auf eine von außen betrachtet gemütlichen Alm. Daher komme ich wieder…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:42h
Gesamtlänge: 8,29km
Höhenmeter: 600m

160213 „Inntaler Schatzrunde“

Schon länger schiele ich in die Gegend von Mils, denn dort verbirgt sich eine schöne Geocache-Runde, die ich schon länger machen möchte: Die Inntaler-Schatzrunde (erstellt von „Die Volderer“). Endlich habe ich mal einen Tag gefunden, an dem sich das ausgeht. Zu früh brauche ich heute auch nicht starten, weil man zum geocachen halt auch Licht braucht, und das bekanntlich um diese Jahreszeit noch nicht so früh verfügbar ist.
Mit dem Auto erreiche ich den Ausgangspunkt direkt in Mils und starte los. Die Inntaler-Schatzrunde ist den bekannten Tiroler Geocachern gewidmet, jeder Cache ist einem der Lokalgrößen gewidmet. Eine schöne Idee finde ich, und auch gleich beim ersten Cache kommt mir der Name des Namensgebers bekannt vor. Leider scheine ich heute Tomaten auf den Ohren zu haben, denn ich sehe nichts, überhaupt nichts… naja! Den ersten Cache kann ich ja auch am Schluss machen, denke ich mir, und gehe weiter zum zweiten Schatz. Doch auch hier, dasselbe Spiel… was ist nur heute los mit mir. Auch hier, nach einem kurzen Check auf der Karte sehe ich, dass ich hier nochmals vorbeikomme, beschließe ich, diesen am Schluss abzuholen.
Weiter geht’s die Runde, nun finde ich doch den einen oder anderen Cache. Die Runde selber ist auch sehr schön, es geht am Waldrand über Mils nach Baumgarten, und dann in einem Bogen zurück zum Ausgangspunkt. Manche Caches finde ich einfach wegen dem Schnee nicht, doch als ich mit der Runde fast am Ende bin, habe ich schon einen Großteil der Geocaches loggen können. Da das Wetter nicht so schön ist, sind auch relativ wenig Spaziergänger unterwegs, die mich bei meiner Suche beobachten könnten. Das erleichtert das manchmal doch längere Suchen nach den Verstecken. Hier haben sich „Die Volderer“ richtig was angetan, Respekt…

Als ich zum Ausgangspunkt zurückgehe, will ich mir noch die am Anfang nicht gefundenen Schätze einsammeln. Der Erste stellt für mein nun geübtes Auge kein Problem mehr dar, beim Zweiten schaue ich auf das Handy… und stelle fest, dass irgendwas nicht stimmt. Nanu, denke ich mir, so wenig Akkuladung, obwohl ich einen externen Akku angehängt habe. Da stimmt was nicht. Beim Auto angekommen, probiere ich das Handy über den Zigarettenanzünder zu laden… nix! Leichte Hitzewallung… erste Befürchtungen… manmanman… was ist da nur. Später stellt sich heraus, das die Ladebuchse defekt ist und das Handy getauscht werden muss. Eine teure Angelegenheit, die mir jedoch den Spaß an dieser Runde nicht mehr verderben kann.

Sehr schöne Runde durch den Milser Wald, auch als Spaziergang ohne Cacher-Ambitionen sehr empfehlenswert.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3h (mit Suchzeit)
Gesamtlänge: 8,0km
Höhenmeter: 250m

Inntaler Schatz

160206 1/2 Wankspitze oder Lehmberghaus, (1.554m)

Schon auf dem Lokus war mir heute früh klar, daß es ein harter Tag werden würde. Die Tochter schon seit fast einer Woche krank, der Bub hustet seit gestern, und zu allem Überfluss meinte auch noch meine Frau, daß es ihr im Halse kratzen würde… und ich mal ausnahmsweise nicht schuld. :D:D:D

Nichts desto trotz beschließe ich, mit Alfons doch auf die Wankspitze zu gehen. Jaja, man soll halt doch ein bisschen auf das Körpergefühl achten. Wir erreichen nach ca. 45min. das Gasthaus Arzkasten, dort parken wir für satte €4.- und schnallen und die Ski an.

Anfangs geht es mir noch halbwegs. Einmal wird mir ein bisschen schwindlig, das legt sich aber gleich wieder. Trotzdem merke ich, daß alles heute ein wenig schwerer geht. Die Beine sind schwerer, die Schuhe drücken ein bisschen, usw.

Wir erreichen, nachdem wir auch noch zu allem Überfluss einen Umweg gegangen sind, das Lehnberghaus.

Eine kurze Trink- und Beratungspause später sind wir auf dem Weg zum Gipfel. Aber schon nach kurzer Zeit muss ich die weiße Fahne zeigen. Natürlich ist Alfons enttäuscht, aber ein echter Bergspezi ist er halt auch. „Na, kua Problem…“ meint er und läßt mich ohne schlechtes Gewissen umdrehen.

Beim Runterfahren bis zum Lehnberghaus merke ich schon, daß das heute nicht gut gegangen wäre. Die Beine schwer, der Schnee furchtbar zu fahren… irgendwie sollte es wohl heute nicht sein.

Wir lassen auch die Hütte aus und fahren gleich auf der Rodelbahn hinunter ins Tal, zum Parkplatz. Bis auf die letzten Meter ist die Rodelbahn herrlich zu fahren, ganz im Gegensatz zu dem Schnee über der Hütte…

Mein Bus, der mich nach Aldrans zurückbringen soll, ist gerade abgefahren, daher beschließen wir, im nahegelegenen Baguette in Barwies einen Kaffee mit Krapfen zu verspeisen. Nach dem Zahlen hören wir noch eine Konversation zwischen einem Gast und einer Bedienung: „Sag amol, es tiat´z schun extrem viel Zucker auf dia Krapfen. Muaß doch it sei…“, darauf: „Mei, woascht, des miaßma tian, sunscht sichscht ja, wia dia Krapfen wirklich ausschaugen…“.

Alfons läßt mich in Barwies bei der Bushaltestelle aussteigen, nach 10min. kommt auch schon der Postbus. Ich muss nichts zahlen, dank einem Gutschein aus dem Büchlein „Skitouren mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Großraum Innsbruck 2015/16“. Kann ich nur jedem empfehlen.

Mit ein wenig Verspätung erreiche ich den Bahnhof, mein nächster Bus fährt nach 20min. weiter. Ich steige ein, lege die €3.- Obulus auf die Kasse, da meint der Busfahrer freundlich lächeln: „Passt schun, bischt ja eigentlich o a Schifahrer…“ und nimmt mich gratis mit! Super.

Trotz gesundheitlicher Gebrechen war die Tour doch fein, und hat Spaß gemacht. Und ein großes Danke an meinen Spezl Alfons!

Tourendaten:
Gesamtdauer: 2:11h
Gesamtdistanz: 7,86km
Gesamthöhe: 554m
Lawinenwarnstufe: 2