Patscherkofel-Schutzhaus (1.970m)

Mein Skitourenkonto ist heuer noch recht leer ist, weil irgendwo in Ermangelung von Schnee meine Motivation auch irgendwo zwischen Schneeflocke #45 und Schneeflocke #46 auf der Strecke liegen geblieben ist. Doch irgendwas muss ja für die Kondition und gegen den Weihnachtskecksebauch getan werden… also entscheiden sich Alfons und ich, den Innsbrucker Pilgerbergklassiker, den Patscherkofel bis zum Schutzhaus über die Piste zu besteigen.

Beim OLEX angekommen, sehen wir schon, dass wir, wie sich das für eine Pilgerstätte gehört, nicht alleine sind. Aber das macht uns heute nichts. Es hat gerade zu schneien angefangen und die Stimmung ist sehr winterlich. Super… das könnte noch richtig nett werden. Trotz großem Andrang verteilen sich die ganzen Tourengeher über die Piste und es stört überhaupt nicht, dass wir heute Viele sind.

Wir steigen über die Familienabfahrt hinauf zum Patscherkofel-Schutzhaus, dort gönnen wir uns ein isotonisches Getränk. Nach einem feinen Plausch machen wir uns wieder auf ins Tal. Obwohl es recht stark schneit, und somit das Sichtfeld eingeschränkt ist, gelingt uns der Rückweg dank Skibrille und Hirabira (Stirnlampe) über die Olympiaabfahrt ohne Probleme.

Das war heute eine schnelle, kurzweilige Tour auf den Kofel. Mir hat´s super gefallen.

Tourendaten:
Gesamtdistanz: 8,06km
Aufstiegsdauer: 1:45h
Gesamtdauer: 2:09h
Höhenmeter: 958m
Lawinenwarnstufe: 3

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160130 Sistranser Alm, 1.608m

Kurz und knackig, so soll es heute sein… obwohl knackig war wohl nur das Eis und eine Begegnung mit „Isotherikern“. Aber mal von Vorne:
Alfons und ich machen aus, Samstag vormittag etwas nicht zu langes zu unternehmen. Nach den letzten richtig warmen Tagen (zumindest für die normalerweise vorherschenden winterlichen Verhältnissen) hat es, wie man in Tirol so schön sagt, „den Schnee hergeputzt“. Also ist die Lust auf Skitour nicht ganz so groß. Irgendeine Piste rauf, naja…
Also entscheiden wir uns, die Sistranser Alm zu bewandern. Nicht besonders lang, von uns zu Hause aus schnell erreichbar, und die Hütte soll eine sehr gute Küche haben.

Wir starten für unsere Verhältnisse extrem spät, erst um 8:15 marschieren wir in Sistrans beim Rodelparkplatz los.

Die Rodelbahn schaut auch nicht besonders berühmt aus, auch an ihr ist die letzte Warmwetterperiode nicht unbeschadet vorbeigegangen. Teilweise aper, teilweise vereist… eine eigentlich ungute Mischung.

Den ersten Teil des Weges kürzen wir auf einem Steig ab, dann gehen wir entlang der Rodelbahn bis zur nächsten Abzweigung.

Immer wieder müssen wir Eisplatten seitlich ausweichen. Jedoch kommen wir relativ schnell voran.

Irgendwann sind die eisigen Stellen dann doch in der Überzahl, aber wir haben ja heute beide, sozusagen im Partnerlook, die Wunderwaffe „Chainsen“ im Gepäck…

…diese kleinen Zacken, unten auf die Schuhe montiert, lassen das Eis vor uns erzittern. Mit knirschenden Schritten machen wir uns nun unbeeindruckt vom Eis auf, hinauf zur Sistranser Alm.

Bald erreichen wir auch die Alm, schön gelegen auf einer Lichtung.

Leider müssen wir zwei Dinge feststellen. Erstens bläst jetzt ein richtig unangenehmer Föhnwind über die Lichtung, und die Hütte ist geschlossen, obwohl andersweitig ausgeschrieben. Schade aber auch…

Wir bleiben nur kurz, zu unangenehm ist der Wind, und machen uns über die Rodelbahn wieder auf ins Tal.

Nachdem wir schon eine Weile unterwegs sind, zieht ein immer lauter werdendes Brummen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Plötzlich schießt der Hüttenwirt mit seinem Schneeketten-bewährem Landrover um die Kurve, wir springen auf die Seite, denn links und rechts fliegen Eiskörner durch die Gegend, die das Geländewagen bei dieser Geschwindigkeit aus der Eisdecke reißt. Wow, hat wohl verschlafen, der Gute…

Kurz bevor wir den Parkplatz erreichen, treffen wir auf ein Paar, die uns auch gleich aufhalten: Sie wären auf der Suche nach einem Hund, der „Kontakt“ mit ihnen aufgenommen hätte und jetzt bei einer Hütte warten würde… unsere letzten 10min. Abstieg drehen sich nur um dieses komische Gespräch mit den Zweien… leicht komisch sind die und dann doch vorgekommen…

Nichts desto Trotz erreichen wir zufrieden nach einer gemütlichen Tour wieder den Parkplatz.

Tourendaten
Gesamtstrecke: 8,82km
Gesamtdauer: 2:25h
Höhenmeter: 678m

Zur Simmering Alm (1.816m)

Heute mal wieder was Anderes. Heute fahren Alfons und ich nach Obsteig, hier der Simmering zu Hause ist… Eine gerne als Verlegenheitstour bezeichnete Skitour, die auch bei höherer Lawinengefahr noch geht. Und der LLB hat’s heute noch gesagt, es ist heimtückisch. Lieber auf sicher, daher auf den Simmering. Weiterer Vorteil für Alfons: Er kann gleich weiter ins Ausserfera fahren…

Wir starten um 6:40 in Aldrans, und fahren über die Autobahn nach Mötz und von dort weiter nach Obsteig. Dort angekommen müssen wir zum Parkplatz vom Grünberger Skilift. Just angekommen, schüttet es schon. Regen!!! Kein Schnee, liebe Leute, sondern Regen!

Unentschlossen ziehen wir eine Überjacke an und starten los. Die Intensität lässt bald nach und manch kleines blaues Fleckchen zeigt sich am Himmel. Doch diese Lichtblicke bleiben doch selten…

Der meiste Teil des Weges verläuft auf der Rodelbahn, nur zweimal kreuzen wir eine alte Skipiste.

Zwischenzeitlich hat es zu schneien begonnen…

Monoton steigt der Forstweg hinauf durch den Wald, die langen Geraden und wenigen Kehren machen das „Kehrenzählen“ zur Qual.

„Des zieht sich aber…“ ist nun auch von Alfons zu hören, doch dann haben wir die Alm erreicht.

Mein linker Fuß mag mich heute nicht, daher lassen wir es Gutsein und gehen Frühstücken. Mjam…

Wir genießen ein tolles Frühstück, Kaspressknedl, trinken den bewährten Vorgänger von Isostar und genießen die Wärme der Hütte. Nach einer ausgiebigen Rast mach wir und auf dem gleichen Wege zurück ins Tal.

Und dann kommt noch das coole Ende: Da Alfons weiter nach Reutte fährt, nehme ich den Postbus. Doch zuerst muss ich warten…

Ein Blick rund um mich zeigt nochmals den unscheinbaren Simmering, hinter dem Spar…

… und auch die Wankspitze, den ich heuer mit Papa im Sommer bestiegen habe… (Im Hintergrund, in der Mitte)

Schön ist es hier, denke ich mir. Und dann is auch der Bus schon da…

Tolle Tour, und auch mal wieder schön, „grün“ unterwegs gewesen zu sein.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 3h
Distanz: 13,31km
Höhenmeter: 814m
Lawinenwarnstufe: 3
Ausrichtung: NO

Hoadl, 2.340m (09.01.2016)

Gestern war großer „Richte-die-Ski-her-Abend“. Aber ausser Waxen ist es dann doch nichts geworden. Trotzdem, die Ski haben die heiße Flüssigkeit begierlich aufgesogen, also war es wohl höchte Eisenbahn. Nebenbei wurden 1-2 Biere vernichtet und Alfons erzählte mir von seinem Entschluss, auf das Hoadl zu gehen, in der Früh. Lange Rede, kurzer Sinn, bald war ausgemacht, wann wir uns in der Früh treffen würden.

Um 6:45 kommt Alfons zu mir herüber, wir bepacken den neuen Skiträger mit den Tourenskien und starten los, Richtung Axamer Lizum. Dort angekommen, sind wir zwar nicht die Ersten, aber viel los ist nicht. Es ist zwar früh, aber es ist doch verdächtig ruhig.

Da wir den bald eintrudelnden Skifahrern nicht den Parkplatz wegnehmen möchten (ausserdem ist es von der Bergbahn untersagt worden), parken wir ein wenig vor dem großen Besucherparkplatz und gehen die ersten Meter über den Parkplatz, zur Piste. Dort legen wir die Ski an und starten los, zuerst noch auf der Piste, später zweigen wir immer wieder auf die rechte Seite ab. Irgendwie, mit ein wenig Phantasie kommt dann sogar noch „Gelände-Feeling“ auf, wenn da nicht so wenig Schnee wäre…

Je weiter wir in die Höhe steigen, desto besser wird die Aussicht auf das Inntal.

Leider nimmt hier auch der Krawall vom Flughafen exorbitant zu, und noch ein Geräusch stört immer wieder die Idylle. Die alte Olympiabahn rattert immer wieder auf der gegenüberliegenden Pistenseite vorbei.

Bei einem Stück müssen wir auf die Piste queren, die höchste Steighilfe einlegen und dann durchbeissen. Doch nach diesem richtig steilen Stück geht es hinauf zum Ziel, dem Hoadl mit dem großen Holzkreut „Für Gott und Heimat“

Wir genießen den Ausblick auf die wenig verschneiten Berge und machen und dann gemächlich zum Hoadl-Haus auf, wo wir uns einen Kaffee mit Torte gönnen.

Die Abfahrt ist dann nochmals für mich eine kleine Herausforderung, ich merke, daß ich diese Bewegungen nicht mehr gewohnt bin. Aber bis zum Saisonende wird das schon wieder…

Tolle Tour, das Wetter war besser als angenommen. Das Richtige zum Einstimmen…

Tourendaten
Aufstiegsdauer: 1:52h
Aufstiegsdistanz: 3,88 km
Höhenmeter: 793m

Spazieren am Hüttenmühlsee (03.01.2026)

Heute in der Früh werde ich von einem Schrei geweckt: „Es hat geschneit!!!“ ruft Letu und deutet aus dem Fenster.

Ein kurzer Blick aus dem Fenster zeigt auch mir, dass die Landschaft heute angezuckert ist.

Während ein Teil der Familie in die Kirche geht, wie schließe ich mit den Kindern, eine Runde um den Hüttenmühlsee zu machen.

Die Kinder sind schnell angezogen, dann starten wir los. Die Stimmung ist wunderschön, dass Wolkenspiel ist total faszinierend.

Das war ein sehr stimmungsvoller Neujahrsspaziergang.

Spazieren am Plansee (02.01.2016)

Heute geht’s zu einer gemütlichen Runde mit der Familie. Das Wetter ist kühl, aber nicht zu kalt. Wolken ziehen über den Himmel, aber es ist nicht ungemütlich. Wir wollen nach Nesselwang, zum Besinnungweg. Er sei sehr schön, und daher wollen wir uns diesen anschauen.
Wir fahren vom Hüttenbichl, und sehen schon das große Maleur. Der Reiseverkehr vor unserer Tür ist wieder mal zum Erliegen gekommen, daher gibt es kein durchkommen nach Deutschland, beziehungsweise retour.
Die Kinder müssen raus, daher entscheiden wir uns für den Plansee. Wir fahren über Schleichwege unseren Zielen gehen und parken direkt an der Enge beim Seespitz.

Wie spazieren über die Brücke beim kleinen Plansee und weiter Richtung Kanal, der den Plansee mit dem Heiterwanger See verbindet.

Dort dürfen die Kinder in bisschen auf den Eisplatten herumrutschen, die auch den weiten Weg verhindern.

Dort drehen wir auch wieder um, und gehe in den gleichen wunderschönen und aussichtsreichen Weg zurück. Ein wunderschöner Fleck, den wir Heimat nennen dürfen.

Geocachen unter dem Nösslachjoch (27.12.2015)

Heute ziehe ich alleine los, denn ich habe ein besonderes Ziel. Ich werde heute den Geocache-Runde „Tirol“ machen. Da die Punkte nicht die endgültigen Koordinaten darstellen, muß ich zuerst zu Hause ein wenig rechnen. Es dauert eine Weile, bis ich die Koordinaten von 88 Geocaches berechnet habe, aber irgendwann einmal habe ich alle Daten auf dem Handy und es kann losgehen.

Ich starte relativ spät los (zumindest für mich), denn ich brauche Tageslicht zum Suchen. Schon ein paar Mal wollte ich in der Nacht irgendwelche Geocaches suchen, das hat nicht wirklich gut funktioniert. Als ich bei Patch an die Mautstelle komme, will meine Videomaut nicht funktionieren. Macht ja nichts, denke ich mir, dafür hast du die Karte. Also halte ich die Karte an das Lesegerät und freue mich schon… doch nichts passiert! S……, durchfährt es mich, ich habe vergessen die neue Karte zu beantragen. Meine Videomaut ist zwar noch bis März gültig, aber ich habe eben keine Karte…
Ich will schon zahlen, als neben mir ein Mann ein ähnliches Problem hat und einfach den Notruf wählt. Das probiere ich im Anschluß auch und ruckzuck bin ich auf der Autobahn. Wunderbare Technik…

Um 7:30 dämmert es schon gut, und ich starte vom Skifahrer-Parkplatz bei der Bergeralm in Steinach los.

Der Weg startet gleich hinauf und gemächlich mache ich Höhenmeter und klaube Geocaches auf. Das Finden der kleinen Dosen geht zwar rasch, aber bald schon merke ich, daß das hier noch eine ganze Weile dauert wird.

Auf dem vorgegebenen Weg erreiche ich bald die Gerichtsherrnalm, dann geht es weiter hinauf, zur Vallmaritzalm.

Auf dem Weg hierhin stellen sich die ersten Schwierigkeiten ein, denn der Weg ist teilweise völlig vereist und ich muß immer wieder auf Umwege ausweichen.

Trotzdem erreiche ich nach einiger Zeit die Vallmaritzalm und komme das erste Mal heute in die Sonne. Aha, tut das gut.

Eine kurze Verschnaufpause, dann geht es auch schon weiter, über den Wanderweg 44 geht es wieder hinunter zur Gerichtsherrnalm und dann über den Forstweg und wieder vielen Geocaches hinunter in die Galtschein-Siedlung von Trins.

Hier leitet mich die Cacherunde dann noch über die Felder und einen schönen Spazierweg vorbei am Skilift Trins mit viel Betrieb zurück zum Ausgangspunkt bei der Bergeralm.

3 Geogaches habe ich nicht finden können, da sie entweder nicht mehr da waren oder ich einfach zu blind und müde war. Aber im Sommer werde ich mir diese kleinen Dinger schon noch holen.

Super Runde, hier nochmals Dank an die Tirolerin, die diese schöne Runde möglich gemacht hat.

Tourendaten
Gesamtlänge: 28,70km
Gesamtdauer: 8:24h
Höhenmeter: 1.333m

151226 Spaziergang auf den Kalvarienberg

Es ist beschlossene Sache, da kein Schnee zum Skifahren vorhanden ist, werden die Kinder ein paar Tage zu Oma fahren. Dort gibt es einige Sachen, die sie machen können.

Wir beschließen, bevor sie mit Oma nach Reutte fahren, einen Spaziergang auf den Kalvarienberg zu machen.

Wir fahren von zu Hause los, Lucy am Steuer, nach Zirl. Dort parken wir bei der Rettung. Unter der Brücke hindurch, geht es schon bald auf dem Steig Richtung Kriegerdenkmal.

Dort machen wir eine kurze Pause, und genießen die Aussicht. Unser nächstes Ziel ist das kleine Kirchlein au dem Kalvarienberg. Der Steig geht entlang einige Kreuzwegstationen, die als kleine Kapellen angelegt sind.

Sehr schöne Sinnessprüche sind an jeder Station angebracht. Und dann stehen wir am Ziel, bei den Kirchlein.

Schon 1771 wurde hier eine kleine hölzerne Kapelle am Einsiedlerbödele errichtet. Zwischen 1803 und 1805 wurde vom Einsiedler Thomas Tiefenbrunnen das barocke Kirchlein errichtet. Den barocken Altar erwarb Tiefenbrunner von Stift Stams.

Auch die Einsiedelei ist noch vorhanden, durch die Fenster sieht man sogar noch gut die Inneneinrichtung und einen gemütlichen Kachelofen.
Von der Kirche hat man eine wunderbare Aussicht auf das Intal, besonders gut sieht man die Saile und die Kalkkögel im Hintergrund.

Nachdem wir uns satt gesehen haben, machen wir uns wieder auf den Rückweg.

Wir nehmen den gleichen Weg zurück und erreicht bald wieder das Auto. Nach so einer Wanderung haben wir uns natürlich eine Stärkung verdient. So machen wir uns auf in das nächste Restaurant und lassen die Wanderung ausklingen.

Herzogstand, 1.731m Heimgarten, 1.788m (19.12.2015)

Der Schnee läßt immer noch auf sich warten, die Temperaturen sind für diese Jahreszeit schon relativ hoch. Ich erinnere mich an letztes Jahr, da war das auch so ähnlich.

Nun denn, Papa und ich nutzen das schöne Wetter, um noch eine feine Tour in einer nicht so oft von uns frequentierten Gegend zu machen. Wir fahren in die Voralpen, genauer gesagt ins Estergebirge, einer der letzten Ergebungen der Alpen vor dem deutschen Flachland.

Als einer der beliebsten Berge der Müncher muss man eine solche Herausforderung an einem besonderen Tag übernehmen. Zum Beispiel am letzten Super-Shopping-Samstag vor Weihnachten! Da ist die Change, recht alleine auf dem Berg zu sein, doch größer als sonst.

Wir starten heute relativ spät, da für beide von uns die Anreise doch länger ist. Ca. 1 Stunde Fahrzeit von unserer jeweiligen Hombase… Um 8:30 treffen wir uns am Parkplatz der Herzogstandbahn. Die Crocs sind gleich gegen Bergschuhe getauscht, dann geht es hinauf, „aufi auf´n Berg…“

Der Weg führt durch schönen alten Wald hinauf zu den Herzogstandhäusern, darunter auch das Königshaus, das König Ludwig II., der Märchenkönig 1865 erbauen ließ.

Wir wandern an den Gebäuden vorbei, weiter dem Weg zum Herzogstand entlang. Auf dem Weg nehmen wir einen Abstecher auf den Martinskopf, 1.675.

Leider ist wegen dem Schnee der alternative Weg vom Gipfel zurück zum Weg zum Herzogstand nicht möglich, also müssen wir den gleichen Weg wieder zurück.

Unser nächses Ziel heißt Herzogstand,1.731m. Auf dem Weg dorthin zieht das Wetter leicht zu und eine kalte Briese setzt ein.

Doch ganz in der Nähe vom Gipfel steht ein Pavillion, in dem wir Unterschlupf vom Wind finden und eine schnelle Brotzeit genießen. Hier treffen wir auch die ersten Leute heute.

Das eigentliche Highlight der Rundwanderung steht uns noch bevor, der sogenannte Gratweg hinüber zum Heimgarten.

Wir sehen von oben, daß die Schneeauflage sehr geringt ist und wir daher ohne Probleme dorthin übersteigen können.

Der Weg ist teilweise versichtert, im Sommer sind wir uns einig, sind hier bestimmt viele Leute am Weg.

Spekatulär sind mache Stellen und die Aussicht auf das Umland. Wunderschön liegt hinter uns der Herzogstand und vor uns der Heimgarten.

Die Distanz kam uns optisch viel länger vor, als wir dann zu Fuss brauchen. Bald stehen wir auf dem Heimgarten, 1.788m und schauen nochmals zurück auf den Gratweg zurück.

Direkt unter dem Gipfel liegt die kleine und gemütlich ausschauende Heimgartenhütte, die zwar gut besucht, aber geschlossen ist.

Auf der Terasse sitzen ein paar Sonnenanbeter, wir beschließen gleich weiter zu gehen.

Auf dem Weg treffen wir eine Familie, die mit Sack und Pack auf dem Weg zur Heimgartenhütte ist, der Sohn trägt die Brotzeit für den Rest. Das erklärt auch, warum er ganz am Schluss hinaufzoggelt.

An der schön gelegenen Ohlstädter Alm gehen wir vorbei, dann müssen wir nochmals ein Stück den Berg hinauf, der Gegenanstieg freut uns nicht mehr so ganz.

Unter dem Rotwandkopf,  1.519m durch führt der Weg in angenehmen Serpentinen hinunter, immer näher zurück in die Zivilsation, nach Walchensee.

Über den kleinen Holzkopf, 1.108m gehen wir, und am Schluss noch entlang des Deiningbachs zurück zum Parkplatz.

Im Gasthaus „Sakrisch Guat“ lassen wir uns von einem grantigen Kellner noch 2 alkoholfreie Weissbier bringen, und lassen den Tag gemütlich ausklingen.

Eine sehr schöne Wanderung in einer für uns Beide neuen Gegend. Sehr interessant und auch herausfordernd.

Tourendaten
Gesamtlänge: 16,30km
Gesamtdauer: 5:24h
Höhenmeter: 1.320m

 

151212 Haller Zunterkopf, 1.966m; Thaurer Zunterkopf, 1.918m

Wie angekündigt läßt der Schnee auf sich warten, also kann man noch getrost in den niedereren Lagen noch die eine oder andere Wandung machen.
Ich beschließe, mit Alfons zusammen auf die Zunterköpfe im Karwendel zu gehen, die auf den ersten Blick vom Tale aus schneefrei ausschauen.ii

Wir starten früh um 7:00 Uhr in Thaur beim Wandererparkplatz, die erste Viertelstunde geht es nach unten, bis wir beim Thaurer Schloss und dem Romediuskirchl ankommen.

Ein paar Schritte hinter diesen beiden geschichtsträchtigen Gebäuden ist ein weiterer Parkplatz, an dem unsere Wanderung nund richtig, nämlich bergauf, beginnt.

Zuerst wandern wir bei relativ gemütlicher Steigung hinauf zum Ochsner, dort zweigt dann der Weg Richtung Guggenmauerhütte ab. Diese erreichen wir relativ flott, vor der Hütte genießen wir noch eine wunderschöne Aussicht auf das Unterinntal.

Ab der Guggenmauerhütte zieht der Weg dann stehtig an, immer steiler wird der Pfad, quer durch Latschenfelder.

Im Sommer sicher kein Spaß. Nach knapp 3 Stunden stehen wir auf dem Gipfel des Haller Zunterkopfs, 1.966m. Ein kleines Gipfelkreuz ziert den Gipfel.

Der Ausblick ist fantastisch. Trotzdem bleiben wir nur kurz auf dem für uns heute höchsten Punkt, der Hunger treibt uns auf den Thauer Zunterkopf, dort wollen wir brotzeiten.

Der Steig zum kleineren Thauer Zunterkopf, 1.918m ist sehr angenehm zu gehen, obwohl ein paar eisige Stellen zur Vorsicht gebieten. Doch nach ca. 30 Minuten erreichen wir den zweiten und letzten Gipfel für heute.

Hier machen wir ausgiebig Rast, lesen im Gipfelbuch (Wer bitteschön ist der Sepp Neuner!!!) und genießen die mitgebrachten Leckereien. Ach, wie schön ist doch eine Brotzeit, wenn man sich diese verdient! 🙂

Wir sitzen relativ lange am Gipfel, die Sonne wärmt uns. Eine Frau kommt alleine rauf, setzt sich zu uns auf die Bank. Kurz darauf, wir glauben es kaum, kommen zwei Downhiller mit ihren Rädern auf dem Rücken. Unglaublich… Einer meint lappidar: „Wenn´s nit zum Tourengehen geht, dann muss man eben mit dem Radl fahren!“. Das nenne ich Kompromisslosigkeit.

Nachdem wir wieder alleine auf dem Gipfel sitzen, beschließen wir auch, den Abstieg zu wagen.

Über die Kaisersäule, Taurer Alm und den Haselbergsteig erreichen wir wohlbehalten und leicht müde den Parkplatz.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 5:23h
Gesamtstrecke: 13,44km
Höhenmeter: 1.275m