151208 Brandjochkreuz, 2.268m

Lang hat´s gedauert, bis ich wieder zu einer Tour gekommen bin. Die Auswahl ist jetzt, nach den letzen Schneefällen doch schon eingeschränkt… aber ein paar Gustostücke gibts schon noch in der Nähe. Zuerst wollte ich mir die Zunterköpfe bei Thaur nochmals anschauen. Dann aber stach mir ein Ziel im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge… der Achselkopf und das Brandjochkreuz. Ein Blick am Vortag aus dem Büro mit dem Fernglas bestätigt mir, daß da fast kein Schnee ist…

Um 6 Uhr starte ich von Zuhause los, mit dem Auto ist es immer eine kleine Weltreise, von Süden her in den Norden von Innsbruck zu fahren. Irgendwie gibt es da keine vernüftige Route…

Ich fahre an den Parkplatz oberhalb vom Planötzenhof. Es ist noch dunkel, also gestalten sich die ersten Meter trotz Taschenlampe doch eher schwierig. Doch als ich das Höttinger Bild erreiche, weiß ich, daß ich richtig bin. Den weiteren Weg finde ich dank der Markierungen recht gut, und schon bald beginnt die Dämmerung, und die nächtliche Schwärze wird unwiderruflich zurückgedrängt.

Den Wegebauern hier war auch nicht fad, die Steige ziehen richtig in die Höhe. Hier muss man mit Höhenmetern, nicht mit Distanzen protzen. Es hat aber auch was angenehmes, denn man sieht den Fortschritt auch sehr gut. Innsbruck zu meinen Füßen wird immer kleiner, dafür kommen die Karwendelgipfel, mit Namen, Hohe Warte, Solsteine, Brandjochspitze immer näher. Doch mein Ziel liegt ein wenig vorher, sozusagen ein Vorgipfel der Brandjochspitze.

Auf dem Weg zur Achselbodenhütte nehme ich einen sehr alten, nicht mehr gewarteten Steig, der extrem Steil zu einem Denkmal und dem Geocache „Gedenkstein 3 – am Achselkopf“ führt. Da ich heute Zeit habe, werde ich ein paar GC´s mitnehmen. 🙂

An der Hütte mache ich eine kurze Rast, dann gehts weiter in Richtung „Brandjochboden“. Der Geocache „Achselkopf Alm“ ist schnell mein. Am Boden ist dann ein kleiner, unscheinbarer Abzweiger auf das Brandjochkreuz.

Nach ziemlich genau 3 Stunden erreiche ich den Gipfel, und damit mein Tagesziel. Die Aussicht ist phänomenal, kein Wunder, daß das Brandjochkreuz manchmal als geheime Aussichtskanzel der Alpenhauptstadt gilt.

Ich schaue mich um, genieße die Aussicht, trage mich ins Gipfelbuch ein und suche noch geschwind den Geocache „Brandjochkreuz“. Der fällt mir auch quasi in die Hände, trotz meiner anfänglichen Befürchtung, wegen dem Schnee.

Ich steige rasch ab, da es am Gipfelkreuz doch ein wenig zieht. Ich beschließe, meine Jause weiter unten im Windstillen zu verzehren. Am Abstieg rutsche ich einmal blöd ab, und schneide mir die Handfläche auf. Die Wunde ist kein Problem, aber der Dreck brennt ganz nett. Ich erreiche einen schönen, geschützen Platz und mache eine ausgedehnte Rast.

Mein Weg geht bei der Abzweigung weiter nach rechts. Ich möchte eine Runde machen und nicht den gleichen Weg gehen, daher laufe ich weiter, Richtung Aspachhütte. Dort finde ich den nächsten Geocache „Aspachhütte“. Dann gehts wieder in den Wald hinein, hinunter zuerst nach zum Gasthaus Rauschbrunnen, das gut besucht scheint, was bei dem Wetter kein Wunder ist.

Im Anschluss gehe ich durch den Wald bis zum Höttinger Bild und weiter bis zum Parkplatz. Der letzte Teil des Weges ist unspekalulär, aber angenehm zum „auslaufen“…

Am Parkplatz ist die Hölle los, in der Früh waren 3 Autos, jetzt ist kein freier Platz mehr. Trotzdem komme ich gut aus meiner Lücke und denke mir im Stillen: „Gottseidank, ich bin immer Früh am Weg!“

Tourendaten:
Gesamtlänge: 15,08km
Gesamtdauer: 4:50h
Höhenmeter: 1440m

 

151120 Nizza, Cote d´Azur

Am Donnerstag sind wir den ganzen Tag gut eingespannt, und daher wird am Abend auch nichts gemacht. Dafür können wir am Freitag, da das nur Rückreisetag ist, noch ein wenig anschauen.

Von Biot, wo wir das Hotel haben, fahren wir über Gordon weiter nach Vence, um dann am Schluss noch einen Abstecher nach Nizza zu machen. Die Runde zahlt sich aus, das wäre auch eine schöne Strecke mit dem Fahrrad.

Ein rundum gelungener Tag in Nizza, der Rückflug am Abend ist dann nicht so ideal gelaufen, da wir Verspätung hatten und dadurch nicht das ganze Gepäck angekommen ist. Trotzdem bleiben die guten Eindrücke in Erinnerung… diese Gegend hat mich hoffentlich nicht das letzte Mal gesehen.

151118 Antibe, Cote d´Azur

Normalerweise würde ich nicht über eine Dienstreise schreiben, aber diese hatte den Vorteil, daß wir noch ein wenig Zeit neben der Arbeit hatten, ein paar schöne Flecken in Frankreich anzuschauen, daher schreibe ich ein paar Zeilen, sozusagen als Reisebericht.

Am Dienstag reisten wir von Innsbruck nach Nizza, dann fuhren wir mit dem Auto weiter zu unserem Ziel. Am nächsten Tag, am Mittwoch, finden wir noch ein bisschen Zeit, in Antibe zu spazieren. Eine wunderschöne, mittelalterliche Stadt mit einem großen Hafen für Jachten. Hier ein paar Impressionen.

151115 Cachen in Mühlau

Obwohl sich das Wetter jetzt schon wandelt, einen kurzen Spaziergang mit den Kids lasse ich mir nicht entgehen. Also schnell mal geschaut, was so gemacht werden kann, da kam mir die Geocache-„Krimskramsrunde“ gerade recht. Beginnend mit Krims-Krams-Runde #1 gingen wir eine schöne Runde durch die Wald- und Wiesenlandschaft über Innsbruck. Mit wunderbarer Aussicht auf die Serles, die Nockspitze und viele noch zu lockende Bergziele.

Den Kindern hats auch gut gefallen, da wir unterwegs immer wieder einen kleinen Cache (insgesamt sind 10 Stk. versteckt, wir haben aber nicht alle gefunden) suchen können. schöne Sache. Die Wege sind allesamt sehr Kinderfreundlich, aber auch für Erwachsene zu empfehlen. Und die Aussicht ist sehr schön.

Tourendaten:
Gesamtlänge: 4,17 km
Gesamtdauer: ca. 1 h
Höhenmeter: 140 m

151113 Hüttengaudi

Es heißt, dass es über das Wochenende abkühlen soll. Daher beschließe ich kurz entschlossen, mit den Kindern auf unsere Hütte zu gehen. Lucy ist auf einer Hochzeit in London, daher sind wir nur zu dritt. Da Lucy aber eh keine begeisterte Hüttenbesucherin ist, passt das eh gut.

Wir fahren am Nachmittag nach Reutte, fahren noch schnell bei Papa vorbei, und dann geht es schon hinauf zur Hütte. Da es spät ist, und wir doch ein bischen Zeug mithaben, fahren wir mit dem Auto recht nahe an unser heutiges Dach-überm-Kopf.

Die Hütte ist gleich erreicht, es ist schon dunkel, daher schalten wir das Solarlicht an und ich heize gleich ein, damit wir es gemütlich bekommen. Dank einem Ofen, der schnell zieht und auch schnell wärmt, ist es bald kuschelig warm.

Die Mausefallen werden verräumt, Maus ist keine drinnen. Letzes Mal hatten wir richtige Probleme mit einem solchen Nager. Dieser hatte unsere Wasserleitung pulverisiert, daher müssen wir das Wasser jetzt mit einem Kübel holen. Nächster Jahr wird das repariert.

Zum Abendessen gibts Würstel mit Brot, das schmeckt allen.

Wir spielen nach dem Abendmahl noch eine Runde UNO und die Kinder dürfen zum Schlafengehen ein Video anschauen. Dann ist es schon Zeit, die Augen werden schwer.

Mitten in der Nacht stehe ich einmal auf, um nach dem Feuer zu schauen, in der Früh ist es immer noch gemütlich in der Hütte.

Nach dem Frühstück wird die Hütte durchgeputzt, ich muss mehrere Male Wasser holen gehen.

Dabei finde ich einen Tintenfischpilz (übrigens schon den Zweiten, dieser aus Australien eingeschleppten Art). Schaut hübsch aus, stinkt aber fürchterlich.

Auf dem Weg nach Hause schauen wir noch bei Maria und Papa vorbei, dann gehts wieder gemütlcih über den Fernpass nach Innsbruck.

Gemütlicher und spannender Abend mit den Kindern.

151112 Sonnenaufgang auf der Serles, 2.717m

Da das Wetter ununterbrochen schön ist, geht’s heute nochmals in der Früh los, das Ziel ist die Serles. Und weil der Sonnenaufgang auf König Serles so wunderschön sein soll, gehen wir zeitig los. Zeitig ist bei den kurzen Tagen eh nicht so früh, um 4 Uhr verlassen wir das warme Heim und machen uns auf den Weg zum Kloster „Maria Waldrast“, 1.641m

Wir parken direkt unter dem Kloster und richten uns her. Eine Stirnlampe ist heute unbedingt notwendig, da es Neumond und dementsprechend dunkel ist. Nur die Sterne leuchten mit großer Kraft vom Firmament, ein Himmel, den man bei uns nicht oft zu Gesicht bekommt. Gebannt starren wir nach oben. Einzig die Temperaturen machen ein Verweilen an Ort und Stelle nicht so angenehm, daher brechen wir auf, bringen unsere müden Knochen in Schwung.

Durch das Kloster hindurch und scharf nach Links erreichen wir den Aufstieg durch den Wald. Einmal nehmen wir eine falsche Abzweigung und Schwupps sind wir mitten in der Pampa. Der Fehler ist schnell entdeckt und korrigiert und bald befinden wir uns wieder auf dem Steig, vorbei an Latschen und Schotterreisen hinauf zum Serlesjöchl, 2.384m. Kurz bevor wir das Jöchl erreichen, bricht ein leichter Lichtstreifen am Horizont auf, der Sonnenaufgang hat begonnen.

Noch ist es nur eine kleine Ahnung von einem Licht, doch schnell beginnt sich der Himmel zu färben.

Die Schlüsselstelle, ein mit Leiter und Drahtseil versicherter Felsblock nach dem Serlesjöchl ist schnell überwunden, nach dieser Stelle wird der Aufstieg ein kleines bisschen anspruchsvoller.

Da wir heute mit den Turnpatschen unterwegs sind, müssen wir schon auf die Schrittwahl achten. Aber keine Schwierigkeit für uns, der Aufstieg geht schnell weiter. Bald schon können wir die Taschenlampen ausschalten, denn die Dämmerung ist so weit fortgeschritten, dass wir den Weg auch so sehen können.

Bald erreichen wir den Gipfel, die Sonne wird in den nächsten Minuten aufgehen.

Eine gute Brotzeit, sozusagen ein Frühstück haben wir uns mitgenommen, das wird jetzt verspeist. Leider zieht ein richtig kalter Wind über den Gipfel, daher packe ich den Biwaksack aus und wir hängen uns diesen als Windschutz um die Schultern.

Ich bin kein großer Frühstücker, aber nach so einem schönen Aufstieg schmecken Wurst, Käse und Brot auch zu dieser frühen Stunde. Nach dem Frühstück will ich noch den Geocache Stubaital – König Serles heben, doch leider muss ich feststellen, dass das bei diesen Bedingungen nicht geht. Ein großes Schneefeld, pickelhart und sehr abschüssig, liegt genau vor der Position des Geocaches. Das ist mir eindeutig zu gefährlich, und Berge laufen bekannter Weise nicht so schnell weg. Also wird der Cache wohl die nächsten Jahre auch noch hier oben sein.

Dann bricht auch schon die Sonne durch…

Uns ist schon richtig kalt, daher beschließen wir wieder abzusteigen. Wir packen unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Weg ins Tal. Die Zeit präsiert, wir müssen ja auch noch auf die Arbeit.

Daher laufen wir schon fast hinunter ins Tal. Unterhalb vom Serlesjöchl machen wir nochmals eine Pause, die Sonne knallt jetzt schon vom Himmel und wir können uns ein paar Jacken ausziehen.

Ich gebe noch schnell den Geocache Stubaital – Last Step und lege noch einen Travelbug hinein. Dann können wir runter zum Parkplatz.

Die Sonne ist jetzt schon hoch aufgestiegen, und wunderschön zeigt sich die morgendliche Landschaft um uns, die Luft ist kristallklar und die Aussicht einfach wunderbar.

Die ersten Wanderer kommen uns entgegen, schauen uns zum Teil ungläubig an, jeder weiß jedoch schon, was wir gemacht haben. „Aha, wart´z Sunne aufgian schaug´n…“. Jeder, der uns entgegenkommt, hat einen Spruch für uns auf Lager, doch der Beste kommt von zwei netten Damen, die uns kurz vor dem Kloster entgegen kommen… „Streber, Streber…“ schallt es aus beider Münder, und wir biegen uns vor Lachen. Welch ein lustiger Abschluss für eine wunderschöne Wanderung.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,69km
Gesamtdauer: 3:30h
Gesamthöhe: 1.046m

151108 Wankspitze-Klettersteig

Noch ein wunderbarer Herbsttag, der nach einer „Bin mal draussen-Tätigkeit“ ruft. Mit Papa habe auch gleich ein Ziel in der Mitte gefunden. Die Wankspitze. Und da sich die Wankspitze mit dem Klettersteig be-, und über den Normalweg absteigen läßt, ist das auch gleich ein Ziel, das uns anlacht.

Um 8:00 Uhr treffe ich Papa auf dem Parkplatz vom Gasthof Arzkasten. Noch ist nichts los, 4 Autos stehen am Parkplatz. Dann wird es hier wohl gemütlich, denken wir uns. Zu meiner großen Überraschung treffen wir Renate und Christian. Ich kenne Renate vom Rafting her, und Papa kennt Christian von der ehemaligen Arbeit. Wunderbar, die Welt ist echt klein.

Wir starten los, ein Stück folgen wir der Forststraße, dann zweigt der sogenannte Bachweg ab, den wir nehmen. Auf den ersten Blick unterscheidet sich dieser Weg nicht so sehr von einem Forstweg, bei einem kleinen Rastplatz am Bach, bei dem auch viele Steinmändle sind, zweigt der Weg nach rechts ab, wird ein bisschen enger und steiler. Und dann stehen wir schon vor dem Lehnberghaus.

Dieses lassen wir rechts liegen und wandern weiter Richtung Talschluss, immer das kleine, aber feine Joch im Blickfeld. Komisch ist aber, obwohl schon ein paar Bergsteiger vor uns aufgebrochen sind, wir diese im Aufstieg nicht sehen. Doch das Mysterium klärt sich bald, falsches Ziel im trüben Auge gehabt.

Der Weg zieht wieder nach rechts weg, hinauf zum Stöttltörl (2.036m). Wir treffen dort eine Gruppe junger Leute, die auch den Klettersteig machen wollen. Doch zuvor wird noch in der Sonne gejausnet.

Im Gegensatz dazu richtigen wir uns gleich her, ziehen die Ausrüstung an und steigen ein, in den Wankspitze-Klettersteig.

Renate und Christian sind kurz vor uns eingestiegen, wir sehen sie noch hoch oben. Der Steig liegt im Schatten, aber trotzdem ist es, obwohl schon November, nicht richtig kalt. Die Wegführung ist super, aber schon jetzt kann ich sagen, daß dieser Steig auch Landschaftlich wunderschön ist. Verpielt wurde das Seil in die Felsformationen eingebaut, langweilig wird uns nie.

Der Steig führt fast immer am Grat entlang, ein Highlight ist das Bankerl vom Kletterclub, von weitem sehen wir Renate und Christian sitzen, da müssen wir auch rauf.

Sie rufen uns auch schon zu, daß wir da rauf müssen. Also gehen wir die Variante hinauf und genießen eine kurze Pause auf dem Bankerl. Und das hat sich richtig rentiert, die Aussicht ist wunderschön.

Kurz darauf steigen wir nochmals ein Stück hinunter, kommen wieder zum Normalsteig, dann geht es noch eine letzte Wand empor. Der Gipfel liegt direkt vor uns.

Es geht fast kein Wind, die Sicht ist super. Da machen wir gleich eine ausgedehnte Pause am Gipfel, mit Brotzeit. Ein paar Leute und die obligatorischen Dohlen sind am Gipfel.

Hinter uns plagen sich die jungen Klettersteigler noch die letzten Meter hinauf zum Gipfel, wir machen uns ausgerastet auf den Weg nach unten.

Das Lehnberghaus ist geöffnet, aber wir beschließen, beim Gasthof Arzkasten ein Bier zu trinken. noch einiger Zeit stehen wir vor dem Gasthaus, der Parkplatz rappelvoll, Papa´s Auto wird gerade von einem Deutschen richtig ungut zugeparkt, doch eine kurze Intervention unsererseits läßt ihn doch nochmals ins Auto steigen und sein Vehikel richtig hinstellen.

Trotz des Ansturms leider müssen wir feststellen, als wir vor verschlossenen Türen stehen. Das Gasthaus hat Betriebsurlaub. Das ist jetzt schon das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, daß ich mit Papa am Ende kein wohlverdientes Bier bekomme. Hmmm…

Trotzdem sind wir total glücklich, die Tour hat richtig Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtlänge: 13,18 km
Gesamtdauer: 5:00 h
Höhenmeter: 1029 hm

151107 Radlrunde nach von Hall nach Mils

Der Herbst, so kommt es mir vor, will dem Sommer heuer noch den Rang ablaufen, an Erinnerungswürdigkeit. Ein herrlicher Tag reiht sich an den Nächsten, die Sonne lacht golden vom Firmament und jede Aktivität im Freien macht einfach nur Spaß.

Heute beschließe ich, mit den Kindern eine Runde mit dem Fahrrad zu machen. Wir fahren mit dem Auto nach Hall, das ist immer die gleiche Prozedur. Von Aldrans aus kann ich mit den „Schnecken“ leider nicht fahren, da es überall entweder rauf oder runter geht. Also mit dem Auto nach Hall, dann fahren wir ein Stück dem Inntalradweg entlang.

Zuerst liegen wir immer wieder im Schatten, doch dann kommt doch noch die wärmende Sonne raus, und wir können entspannt fahren. Immer wieder überholen uns schnelle Rennradfahrer, aber uns stört das nicht, wir haben Zeit.

Bei einer Brücke beschließen wir, auf der anderen Seite des Inns zurückzufahren, bald erreichen wir Mils.

Leider müssen wir dort eine weile auf der Hauptstraße fahren, aber dann zweigen wir ab, fahren unter einer Brücke durch und erreichen wieder einen schönen Fahrweg ohne viele Autos.

Und dann sind wir auch schon wieder fast zurück am Anfang, einzig die schöne, alte Holzbrücke in Hall müssen wir noch queren.

Eine tolle Tour bei tollem Wetter. Den Kindern hat es mindestens so gut gefallen wie mir.

Tourendaten:
Gesamtlänge: 11,98km
Gesamtdauer: 1:15h

151103 Großer Beil, 2.309m

Gestern habe ich mir ob der Wettervorhersage noch schnell den heuigen Tag freigenommen, es soll ja ein fantastischer Tag werden. Und Glück habe ich… das Wetter ist perfekt.

Wohin soll es gehen? Ein Blick auf die Karte zeigt mir noch viele „Weiße Flecken“, an denen ich noch nie gewesen bin. Ein solcher Platz ist die Wildschönau. Und dorthin fahre ich heute auch…

Es soll der Große Beil werden, die höchste Ergebung in der Wildschönau. Schon den Namen finde ich interessant, denn es ist nicht „DAS BEIL“, sondern „DER BEIL“, und das bezeichnet einen Ort, bei dem Tiere bei der Jagd gestellt werden.

Ich fahre bis zur Schönangeralm, dort stelle ich mein Auto ab und sattle um auf das Fahrrad. Ja, heute mache ich eine der viel zu seltenen, im Neudeutsch genannten „Bike&Hike“-Tour. Diese Tour bietet sich richtig an dafür, denn der erste Teile geht über eine schöne Forststraße bis zu Gressensteinalm. Die Steigung ist immer moderat und durch den Schatten ist mir auch nicht zu heiß beim Raufradeln.

Der Weg spult sich immer weiter hinauf, zuerst im Wald, dann öffnet sich die Sicht immer weiter und gibt die Blicke frei auf die wunderschöne Bergwelt.

Nach ca. 1 1/2 Stunde erreiche ich die Gressensteinalm, wo ich mein Fahrrad hinter die nicht mehr geöffnete Alm stelle und absperre… Sicher ist sicher. Dann setze ich mich 5 Minuten in die feine Sonne, genieße die ersten Strahlen und richte mich für den Weitermarsch her.

Gleich neben der neuen Alm steht eine alte Steinhütte, die wahrscheinlich mal die originale Alm war. Neben der Steinhütte geht auch gleich der Weg hinauf, zum Großen Beil.

Zuerst steigt der Weg pfeilsgerade hinauf in den Talschluß, zumindest sieht es so aus, doch dann macht er doch noch einen Schwenk, und auch der Talschluß schaut plötzlich anders aus.

Der Weg ist super zu gehen, und doch wieder mal was Neues für mich. HIer herrscht nicht Kalk vor, den ich gut von zu Hause aus kenne, nein, hier ist alles aus Schiefer, das klingt schon ganz anders, wenn man drauftritt. Eine tolle Abwechslung auf jeden Fall.

Immer wieder ist die Landschaft von kleinen und größeren Wasserläufen unterbrochen, auch kleine Lacken sehe ich immer wieder heroben.

Und dann zeigt sich doch noch das Gipfelkreuz vom Großen Beil, direkt vor mir, sozusagen im Wege. Da kann es nicht mehr lange rauf sein. Der Himmer ist leuchtend Blau, die Fernsicht ein Wahnsinn, aber es gibt doch einen Wermutstropfen… der Föhn hat eingesetzt, der Wind wird, je höher ich komme, immer stärker.

Ich erreiche den Gipfel ohne Probleme, such mir eine windgeschütze Stelle zum Brotzeiten und genieße die Stille… nur manchmal von hoch über mir fliegenden Jets unterbrochen, und natürlich vom immer wieder aufheulenden Föhn.

Die Aussicht von dieser Kanzel ist überragend…

Auf dem Weg nach unten treffe ich einen der einzigen Wanderer, die mir heute begegnen. Wir unterhalten uns eine Weile, dann geht jeder seinen Weg weiter.

Die Alm erreiche ich ohne Probleme, mein Fahrrad ist auch noch da. Jetzt fängt der Spaß an, denn die letzten Kilometer mit dem Fahrrad rausrollen, das macht Spaß. Zwei ältere Wanderer schauen mir neidisch zu, wie ich den Forstweg hinunterjuchitze…

Eine perfekte Herbsttour, wenig Leute, super Wetter und sehr viel Ruhe. Toll!

Tourendaten:
Gesamtstrecke 19,90 kmGesamtlänge 4:00 h
Höhenmeter 1112 hm

151031 Plansee

Bei diesen herrlichen Tagen zieht es einen schon fast zwanghaft hinaus in die Natur. Doch nicht immer müssen es die hohen Berge sein, nicht immer ein schwieriger Zugang. Manchmal liegen die schönen Dinge auch einfach und in der Nähe vor einem…

Wir wollen uns heute den Alatsee im herbstlichen Farb-Feuerwerk anschauen. Das ist jedes Jahr aufs neue ein Wunder, wie die Natur sich hier nochmals vor dem Winter aufbäumt, nochmals in die Trickkiste greift und uns mit wunderschönen Farben und Düften bei Laune hält.

Unterwegs, wir können schon den Wald beim Alatsee sehen, entdecken wir etwas, das uns einen gehörigen Strich durch die Rechnung macht. Vor uns türmen sich die ersten Hochnebelfelder, von Füssen kommend, auf. Im Nebel um den See spazieren hat schon auch was für sich, aber wir wollen Sonne und Farbfeuerwerk.

Also drehen wir um, und fahren in die entgegengesetzte Richtung. Zum Plansee. Wir parken bei der Musteralm, und spazieren am See entlang bis in den Winkel am Schluss.

Dort scheint die Sonne auf uns, wir setzen uns in das Schotterfeld. Dort brotzeiten wir, genießen goldene Herbstsonne und … genießen.

Im Anschluss, zurück am Parkplatz, lassen wir den Drachen noch steigen, doch leider ist der Wind nicht stark genug, daher müssen wir dieses Abenteuer auf ein andres Mal verschieben.

Den Tag haben wir voll genossen, es war richtig fein.