151025 Lanser Köpfl Umrundung

Das Wetter ist noch immer super, daher beschließen wir, noch einen kleinen Ausflug zu machen. Ein Geocache bietet sich total an, das werden wir machen. GC2W38V „Es war einmal – Märchencache“ bietet sich an.

Wir fahren bis zum Lansersee, dann starten wir die Runde, die uns der Multicache vorgibt.

Da unter euch Lesern evtl. der eine oder andere Geocacher versteckt ist, spare ich mir hier alle Beschreibungen, bis auf eine: Uns allen hat die Runde gut gefallen.

Nach der kleinen Wanderrunde machen wir uns, „Opportunity makes thiefs“ am Minigolfplatz zu schaffen.

Das erste Mal mit den Zwergen. Und auch das macht richtig Spaß.

Zuhause gibts dann einen leckeren Kakao als Belohnung.

151024 Hannauer Hütte +

Der Samstag steht schon länger fest für eine Bergtour. Das Wetter ist gut angesagt, ein goldener Herbsttag soll kommen. Na denn…

Aus Ermangelung an Bergkameraden plane ich eine leichte Tour in der Wildschönau, aber dazu kommt es dann doch nicht. Papa hat Zeit und möchte gerne mit, für ihn ist jedoch die Fahrerei sehr lange. Daher disponieren wir geschwind um, und treffen uns sozusagen in der Mitte. Das wäre dann … naja, nicht ganz vermessungstechnisch, aber doch gefühlt in der Mitte: Etwas in Boden, am Hahntennjoch.

Papa hat auch den passenden Vorschlag, es soll die Hannauer Hütte, aber mit Klettersteigzustieg werden. Das ist eine super Idee. Wir treffen uns in der Früh in Boden, von dort startet zuerst ein gemütlicher Forstweg bis zur Seilbahnstation der Hannauer Hütte. Von dort startet der Steig hinauf zur Hütte.

Wir zweigen jedoch schon ein wenig früher ab und erreichen so den Einstieg zum Klettersteig.

Ganz sicher sind wir uns nicht, denn es liegt schon überall Schnee und wir können den Steig nicht ganz abschätzen. Jedoch gibt es eine sehr einfache Variante (B/C), die wir uns vornehmen. Mit dem Eis werden wir schon zurechtkommen… wir ziehen unsere Gurte an und starten los.

Der Steig ist super eingerichtet, und die Schwierigkeiten sind wirklich gering. Dennoch müssen wir mit dem immer wieder vorhandenen Eis sehr vorsichtig sein.

Dennoch geht der Aufsteig sehr angenehm von Statten, auch dank der wirklich guten Absicherung. Zwischendurch sehen wir einmal die Seilbrücke vom schwierigeren Teil, den wir aber zum Glück doch nicht begangen sind.

Der Steig ist relativ kurz, bald erreichen wir ein Plateau über der Hannauer Hütte. Juhu, unser erster Winter-Klettersteig.

Die Sonne lacht uns ins Gesicht, und die Temperaturen sind schon sehr angenehm. Wir ziehen uns auf der Terasse der Hütte um, die Gurte aus.

Die Hütte hat zwar geschlossen, aber es haben ein paar Leute im Winterraum übernachten, weitere Leute sind vom Tal unterwegs.

Wir machen nur eine kurze Pause, dann beschießen wir, über das Galtseitejoch ins Fundaistal abzusteigen, nach Pfafflar und von dort zurück nach Boden zu wandern.

Wir starten los, doch schon kurz nach der Hütte sehen wir, daß der Weg seit dem letzten Schneefall noch nicht oft gegangen worden ist. Zum Glück haben wir die Gamaschen mitgenommen, die uns jetzt gute Dienste tun. Zur Sicherheit eingepackte Grödel haben wir noch im Rucksack belassen.

Wir steigen den Weg bis zu einer Abzweigung hinauf, dann sehen wir unseren weiteren Weg, anscheinend schneefrei, bzw. schneearm. Also los, sagen wir uns…

Zuerst machen wir noch gut Höhe, doch dann geht der Weg recht flach entlang des Bergrückens. Gemsen und einen Steinbock schauen uninteressiert zu uns herunter und grasen weiter. Wir jedoch tun uns immer schwerer… der Schnee wird tiefer und immer wieder brechen wir tief ein. Bald erreichen wir einen Punkt, an dem wir uns entscheiden müssen. Weiter gehen oder umdrehen..

Wir entscheiden uns für´s umdrehen. Später werden wir froh sein, denn der Weg wäre noch richtig lang gewesen, auch ohne Schnee schon eine Herausforderung.

Der Rückweg verläuft unspektakulär, die Gemsen schauen nochmals auf uns herab, der Steinbock ist schon weg…

…bald erreichen wir die Hannauer Hütte, bei der wir uns über unsere Jause hermachen. Die schmeckt aber gut… besonders in der noch starken Oktobersonne.

Dann steigen wir den Normalweg hinunter. Zwischendrinnen stellt Papa einmal fest, daß der Klettersteig auf jeden Fall feiner zum gehen war, hier sind ein paar richtig böse Eisstellen, die wir umgehen müssen.

Doch alles geht gut und wir erreichen bei der Seilbahn den Forstweg und auf diesem weiter unser Auto. Unterwegs unterhalten wir uns noch mit einem lustigen Jäger, der uns ein paar Sachen über die Gegend erzählt.

Beim Auto sind wir glücklich, eine schöne Runde gemacht zu haben. Einziger Wermutstropfen… kein Gasthaus weit und breit. Aber das Bier gibts trotzdem irgendwann… aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Tourendaten:
Gesamtstrecke: 13,95km
Gesamtdauer: 5:17h
Höhenmeter: 1.095m

151023 Kaiser-Max-Grotte

Endlich… wie oft bin ich nicht vorbeigefahren, an der Martinswand und habe hinaufgeschaut, auf die Grotte. Immer wollte ich mal dort rauf. Auf dem alten Steig habe ich es nicht mehr geschafft, aber nun soll es endlich wahr werden. Zusammen mit der Familie…

Wir starten gleich nach meiner Arbeit, eine kurze Jause wird zu Hause noch verspeist, dann fahren wir los nach Zirl. Geparkt wird beim Rot-Kreuz-Parkplatz, dort ist immer ein Platzerl frei.

Der erste Teil der Wanderung geht auf dem Brunntal-Weg hinauf, vorbei an einem komischen Gebäude, dessen Zweck sich mir bis heute nicht erschlossen hat. Weiter geht es bis zur ersten Kurfe, dort zweigt dann der Weg ab, hinauf und rüber zur Grotte.

Entgegen meiner Erwartungen bleibt der Steig dann doch mäßig steil, denn mittlerweile ist der erste Teil des Steiges in den Steinbruch integriert. Das kann man sehen wie man will, aber der Weg ist ganz OK geworden. Und Schönheit zeigt sich immer in verschiedenen Gesichtern.

Bald ist der Steinbruch-Weg zu Ende und der „alte“ Weg fängt an, schön durch kleine Kieferwäldchen, vorbei auch an kletterndem Volk, steigen wir weiter hinne, immer der Grotte entgegen.

Eine kleine Holzbrücke, der Steig ist mittlerweile recht eng, tut sich vor uns auf, dann geht es scharf ums Eck und über uns tront die Grotte mit dem Jesu-Kreuz und Kaiser Max, davor kniend.

Was soll ich sagen, es freut mich bis in den kleinen Zeh, daß ich endlich hier raufgekommen bin. Der Weg ist auch mit den Zwergen super begehbar, und entgegen so manchem Hüttenhatscher hat man heute nicht viel Murren gehört… 🙂

Die letzten Meter sind die schönsten…

In der Grotte gönnen wir uns noch eine feine Pause mit Aussicht über das ganze Inntal… wunderschön.

Die Aussicht von hier heroben ist wirklich spektakulär…

Wir nehmen den gleichen Weg hinunter, denn ein bisschen müde sind die beiden Kleinen, wohlgemerkt nach einem anstrengenden Schul- bzw. Kindergartentag doch.

Als Belohnung fahren wir noch in den Kranebitter Hof und gönnen uns ein Eis, bzw. Radler auf die erfolgreiche Besteigung der Kaiser-Max-Grotte…

Super feiner Aussflug mit der Familie! Ein lang gehegter Traum mit der richtigen Mannschaft, was will man mehr…

151010 Gletschermühle

Ein kurzer Ausflug mit meinem Sohnemann, das wird es heute. Wir wollen uns in Igels die Gletschermühle anschauen, ein kleiner Naturwunder, das der letzte Gletscher des Wipptals in die Felsen gefressen hat.

Wir parken das Auto auf einem Waldweg in der Nähe von Lans, dann spazieren wir zuerst der Strasse entlang, und danach durch den Wald querfeldein zu dem Platz.

Schon bald werden wir fündig, jedoch nicht, ohne tückischen Pferdeäpfeln auf dem Weg geschickt auszuweichen.

Der Gletschtopf selber ist schon ein kleines Wunder. Hier haben Sedimente und kleine Steine als Schleifmateiral gedient, und haben über hunderte Jahre ein kreisrundes Loch in den Felsen gefräst, das heute noch besichtigt werden kann.

Letu läßt es sich nicht nehmen, den Gletschertopf genauer anzuschauen… und auch ein Geocache, ein sogenannter Earthcache versteckt sich hier, den wir natürlich gleich aufgelöst und gelogged haben.gel

Beim Rückweg meint Letu, er möchte noch gerne mit der Patscherkofelbahn fahren. Da wir glückliche Besitzer des Freizeittickets sind, ist das kein Problem. Leider erreichen wir die Gondel 1 Minute zu spät, und so müssen wir eine halbe Stunde auf die nächste Gondel warten.

Auch diese Zeit geht vorbei, und bald befinden wir uns in der Patscherkofel-Pendelbahn. Die Gondeln sind schon aus dem letzten Jahrtausend, und lange werden diese schönen Erinnerungen an vergangene Pracht am Patscherkofel wohl nicht mehr verkehren. Daher nutze ich gerne die Möglichkeit aus, mit ein bisschen Nostalgie auf den Berg zu kommen…

Oben drehen wir eine kleine Runde, es ist jedoch recht frisch, daher machen wir uns auf, die nächste Gondel wieder ins Tal zu nehmen.

Schön ist es bei uns allemal, ob zu Fuß, oder mit der Gondel auf den Berg hinauf…

151009 Klettersteig Geierwand

Kunde aus fernen Ländern erreichte uns, daß im Oberland, genauer gesagt, bei Haiming ein neuer Klettersteig eröffnet worden ist. Nach einer kurzen Recherche im Internet waren wir nicht sicher, ob der Steig wirklich schon offen ist oder nicht, also entscheiden wir, mit den eigenen Augen das Vernommene zu kontrollieren.

Die Fahrt nach der Arbeit vergeht schnell, ein paar politisierende Worte (Stichwort Wien-Wahl) führten uns weg von der Arbeit hinein in das schöne Wochenende. Das Wetter spielt auch mit, stellen wir fest und somit konnte unserem Vorhangen nichts im Wege stehen.

In Haiming parken wir an der Rafting-Ausstiegsstelle, Erinnerungen an früher, als ich 1-2 mal für Clemens als „Balast“ auf einem Raft mitfahren durfte, setzen ein. Doch heute zielt unser Blick hinauf, in die über uns ragenden Felsen.

Ein paar Kletterer sind schon zu Gange, aber im Klettersteig sehen wir erst niemanden. Nachdem ich den „Guck“ (e.g. Fernglas) aus dem Rucksack geholt habe, werden wir hoch oben einem Päarchen gewahr, das dort rumturnt. Und sich dann auf eine Bank niederläßt… kurios!

Der Zugstieg zeigt auch gleich den einzigen richtigen Wermutstropfen… die Autobahn, die direkt unter dem Felsen hindurchzieht. Doch wir lassen uns nicht beirren und steigen weiter hinauf, zum Einstieg der Tour. Wir wählen den schwierigeren Einstieg, der direkt durch einen Klettergarten führt. Dazu muss gesagt sein, daß der Klettersteig generell als Genußklettersteig angelegt ist, daher übertreffen die Schwierigkeiten nie den Grad C.

Die ersten Meter haben wir schnell geschaft, dank großzügig gesetzer Klammern und Stifte überhaupt kein Problem. Wir queren ein kleiner Grasband und kommen zum Hauptteil des Steiges.

Etwas fällt uns ganz schnell auf, die Wegführung ist super, und der Klettersteig wurde noch nicht oft begangen, zu viel Schotter liegt noch herum. Um es kurz zu fassen, Alfons als Zweiter ist nicht nur einmal froh, einen guten Steinschlaghelm auf dem Kopfe zu tragen.

Schnell machen wir Meter, bald erreichen wir die Abzweigung zum Parallelstrang, der weiter Rechts die Wand hochzieht. Immer wieder überraschen schöne Wegpassagen den Begeher, und auch die Aussicht wird mit jedem Meter beeindruckender. Noch ein wenig weiter, und wir erreichen die „Löwenbank“, eine echte Parkbank, die hier angespaxt und festgezurrt ist.

Eine tolle Sache. Wir machen dennoch nur eine kurze Fotopause und machen uns auf, den Rest des Steiges zu erkunden.

Über eine kleine Seilbrücke müssen wir noch gehen, dann kommt die Schlüsselstelle, auch mit gut platzierten Klammern gangbar gemacht. Dieser Teil könnte für nicht so geübte Kraxler oder auch Kinder eine kleine Herausforderung sein, ansonsten hält sich über den ganzen Steig die Schwierigkeit in Grenzen.

Bald erreichen wir die letzten Drahtsicherungen, die uns über abschüssige Wiesen zum höchsten Punkt im Walde bringen. Ab dort geht ein unversicherter, steiler und ausgesetzer Steig wieder hinunten ins Tal.

Bevor wir uns einen Platz für ein Feierabendbier aussuchen, machen wir uns noch auf, einen kleinen Geocache zu finden. Nach ca. 100 Höhenmetern erreichen wir das Loch, in dem der Schatz versteckt ist. Juhu…

Auf dem Weg von Parkplatz Richtung Innsbruck finden wir kein Plätzchen in der Sonne, in dem wir ein Bier trinken können. Daher kehren wir im Kranebitter Hof ein, dort wärmt uns die Herbstsonne und wir können Anstoßen.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 4,6 km
Höhenmeter: 435 m

151003 Erlspitze (2.405m)

Heute soll es doch bei besserem Wetter die Erlspitze werden. Letzte Woche ist mir das ja eben wegen dem Wetter verwehrt geblieben, diese Woche schaut das Wetter doch viel besser aus. Obwohl, der Föhn schon fast am Zusammenbruch erschein…

Um 6:30 steht Alfons vor der Tür und wir fahren gemeinsam nach Zirl. Dort parken wir beim Bahnhof. Ich schaue mich gleich wegen einem spezifischen Geocache um, doch leider finde ich diesen nicht. Naja, hierher komme ich bestimmt mal wieder.

Zuerst müssen wir ein Stück durch den Wald, dann kommen wir an eine der wohl steilsten Straße, die für Fahrzeuge ausgelegt ist, an. Dort müssen wir rauf. Es geht steil und immer steiler hinauf, bis wir auf einen weiteren Weg von Hochzirl ankommen, der uns dann mit weniger steiler Steigung weiter hinauf, Richtung Solnalm bringt.

Diese kleine, aber wunderschön gelegene Alm gefällt mir besonders gut. Vor uns ist schon Einer am Weg gewesen, den wir jetzt aus der offenen Almtür pfeifen hören.

Wir gehen bei der Alm nun nicht mehr weiter Solsteinhaus, sondern hinauf in Richtung Kuh(l)jochspitze.

Wir folgen dem Pfad hinauf, wieder recht höhenmeterintentiv, bis wir zu einer Scharte und damit genau auf den Freiung-Höhenweg kommen.

Dieses Teilstück unserer Wanderung ist ein Teil des Freiung-Höhenweg, der von Seefeld bzw. der Nördlingerhütte kommt.

Bis zur Eppzirlerscharte (2.102m) folgen wir diesem Weg, dann zweigen wir auf den Zirler Klettersteig ab, der uns auf die Erlspitze bringen wird.

Verspielt durch Rinnen und Scharten verläuft der eigentlich einfache Weg.

Natürlich sollte man wie überall in den Bergen nicht ausrutschen, aber von einem richtigen Klettersteig braucht man an den ersten Stellen nicht sprechen, eher von einem versichterten Steig.

Das ändert sich im oberen Teil des Steiges, nach ein paar Metern durch Schroffengelände steht der Westgratturm da. Die Warnung „Klettersteigausrüstung unbedingt erforderlich!“ scheint ernst gemeint zu sein.

Wir schaffen den Steig zwar ohne Probleme, aber im sogenannten Überhang müssen wir dann doch einmal richtig „zupacken“. Dann ist auch schon der Ausstieg aus dem Klettersteig vor uns.

Ein kurzem Marsch, und wir erreichen endlich den Gipfel der Erlspitze.

Dort treffen wir auf ein paar Wanderer, die vom Normalweg kommen, aber auch Leute, die nach uns durch den Klettersteig gewandert sind. Wir setzen uns, dem Föhn trotzdend, in eine kleine Vertiefung und genießen unsere Brotzeit. An dieser Stelle nochmals Danke an dich, Alfons, für das wunderbare Ei!

Nach der ausgiebigen Rast steigen wir über den Normalweg hinunter zum Solsteinhaus. Auch hier muss man genau schauen, wo man hinsteigt, denn so einfach ist der Weg dann doch nicht.

Aber alles geht gut, und schon stehen wir vor dem Solsteinhaus. Die Uhr tickt, Alfons muss noch wo hin, daher bestellen wir je ein schnelles Bier und zahlen dafür sagenhafte 10 Euro.

Das muss einfach schmecken…

Der Abstieg ins Tal ist dann unspektalär, es kommen uns noch einige Leute entgegen, die diesen wunderbaren Tag noch ausnutzen wollen.

Für uns ist das Ziel nur noch das Auto. Die Beine sind schon schwer, doch wir erreichen ohne Zwischenfälle das Auto und beglückwünschen uns für die tolle Tour!

Tourendaten:
Gesamtdauer: ca. 8h
Gesamtstrecke: 18km
Gesamthöhe: 1750m

Kugelwald, Glungezer (27.09.2015)

Es ist Sonntag, das Wetter ist nicht besonders gut. Was tun ist die gute Frage. Schnell haben wir entschieden: Der Kugelwald soll es werden.

Flott haben wir gepackt, Kappe auf den Kopf, warne Jacken an. Die Fahrt zum Glungezer-Parkplatz geht schnell, es sind fast keine Autos da.

Der Sessellift dauert wie üblich ewig, dich auch diese Fahrt geht vorbei. Letu schreit schon: „Schau Papa, da waren wir skifahren.“

Die Kugeln sind gleich aufgefasst, dann stürmen die Zwerge auch schon los. Da das Wetter nicht so toll ist, haben wir den Kugelwald für uns alleine. Toll…

Sara und Letu kennen sich schon aus, daher ist das für mich sehr entspannend. Richtig angenehm. Und da wir immer in Bewegung sind, ist es auch nicht kalt. Perfekt. Allen machts richtig Spaß, so ein Spielplatz ist wunderbar.

Gesamtdauer: 2:00 Stunden

Zirl – Solsteinhaus – Magdeburger – Kranebitten (26.09.2015)

Heute steht eine Wanderung mit Papa auf dem Programm. Alfons ist leider kurzfristig ausgefallen, daher gehen wir zu Zweit. Wir haben geplant, auf das Solsteinhaus, und weiter über den Zirler Klettersteig auf die Erlspitze aufzusteigen.

Am Vortag wurde noch der Rucksack gepackt, in der Früh noch ein gutes Frühstück genossen, dann fahren wir mit dem Auto Richtung Hochzirl. Beim Start des Wanderweges stellen wir das Auto ab, noch sind wir die Ersten. Die Luft ist schön kühl, daher bleiben die Jacken vorerst mal an.

Wir steigen zuerst den Weg fast eben bis zu einer Unterführung, dann wird der Weg gleich richtig steil. Es geht hinauf, und wir sind uns einig, nicht viele Autos und auch nicht viele Mountainbiker nutzen diesen eigentlich schönen Forstweg… wegen der Steilheit.

Bald kommen wir auf den Normalweg, dem wir nun bis zu einer Hütte, an der ein paar Autos abgestellt sind.

Ab hier wird der Steig alpiner. Gleich zu Beginn sehen wir einen Haufen Schafe, die hier noch die letzten Tage in der „Sommerfrische“ verbringen.

Weiter geht’s vorbei an der privaten Solnalm…

…und immer wieder Schotterreisen querend hinauf zum Solsteinhaus.

Dort gönnen wir uns ein frühes Bier, wenn auch ohne Alkohol und genießen die Pause in der Hütte. Richtig warm ist es nicht, aber das passt schon. Für das nicht so tolle Wetter sind doch ein paar Leute hier oben, die aber hier auch übernachtet haben.

Nach der Pause, und das Wetter im Blick haltend, haben wir kurzfristig umdisponiert und haben beschlossen, doch nicht durch den dicken Nebel weiter hinaufzusteigen, sondern über den Schützensteig hinüber zur Neuen Magdeburgerhütte zu gehen.

Gesagt getan, der Steig erweist sich als sehr interessant, die Wegführung unter den Felswänden ist sehr gut angelegt und anregend.

Nach eine schönen Wanderung, bei der uns noch 2 Männer entgegenkommen, erreichen wir die Neue Magdeburger Hütte.

Dort haben wir uns noch eine Suppe verdient. Dazu natürlich wieder ein isotonisches Getränk. Hier in der Hütte haben wir sehr gut geheizt, und da könnte man auch wirklich länger sitzen. Aber wir haben noch ein wenig Weg, also wird bezahlt, danke an den Spender, und gleich drauf sind wir wieder unterwegs.

Von der Magdeburger Hütte gibt’s eigentlich nur zwei Wege, entweder (zumindest teilweise) über die Forststraße, oder aber, und diese Alternative wählen wir, über die Kranebitter Klamm. Auch hier haben wir zwei Möglichkeiten, entweder über den Schleifwandsteig, oder aber über den Weg 220. Auch hier ist schnell entschieden, wir gehen über den Weg 220, um dann ca. bei Halbzeit in die Kranebitter Klamm zu steigen. Genau so, wie ich das am 11.09.2015 schon mal gemacht hatte.

Der Weg unter den Felswänden ist wieder richtig beeindruckend, dann erreichen wir die Nasse Wand, an der wir wieder den Weg in die Klamm hinunter nehmen. Der Klammgrund ist dann recht einfach zu begehen, bei der Engstelle bewundern wir die hohen Felsen, kurz nach der Klammstelle sehen wir eine alte verfallene Hütte, und Marterln im Gedenken an 5 Bergleute, die hier ihr Leben ließen.

Spuren des ehemaligen Bergbaus in der Klamm können wir auch noch finden, jedoch sind die Anzeichen sehr spärlich.

Das letzte Stück aus der Klamm ist sehr schön, und dann stehen wir schon draußen, zurück in der Zivilisation.

Ein paar Schritte weiter erreichen wir den Kranebitter Bahnhof, dort müssen wir auf den Zug nach Hochzirl warten. Nicht ganz so erfreut stellen wir fest, dass wir den letzten Zug gerade um 15min. versäumt haben und nun über 1 Stunde warten müssen. Doch Frust lassen wir erst gar nicht aufkommen, „gebrotzeitet“ wird, dann geht es schon wieder gut.

Schneller als erwartet kommt der Zug und bringt uns spektakulär durch die Martinswand nach Hochzirl. Dort laufen wir in kurzer Zeit zurück zum Auto.

Lange, tolle Tour mit super Begleitung. Vielen Dank!

Tourendaten:
Gesamtlänge: 16,86km
Gesamtdauer: 7:44h
Höhenmeter: 1228m/1342m

Canyoning Hochalpbach (20.09.2015)

Heute steht als Abschlusstour für diese Saison der Hochalpbach auf dem Programm. Diese Tour bin ich heuer noch nicht begangen, daher freue ich mich umso mehr auf die tolle Tour. Mit von der Partie, und das macht es für mich noch lustiger, sind 5 sportliche Deutsche. Ursprünglich aus Kasachstan, treffen sie sich jedes Jahr und unternehmen etwas in der Männerrunde. Das finde ich toll.
Beim mir bekannten Einstieg werden wir von einem Einheimischen verscheucht, wir dürfen hier nicht sein und auch nicht durchfahren. Als ich ihm erkläre, dass wir zum Canyoning da sind, beruhigt er sich ein wenig, und empfiehlt und die obere Einfahrt. Im Endeffekt ist das dann der bessere Platz, da wir weder einen langen Zustieg, noch eine Lange Rückkehr haben.
Vom Fahrzeug steigen wir zuerst den Steig Richtung „Hochtal“, bzw. „Hohes Licht“ auf, dann zweigen wir auf einem mittlerweile sehr gut sichtbaren Steig zum Einstieg ab. Dieser führt zuerst durch den Wald, der letzte Teil ist dann ein kurzer versicherter Steig, der uns bis zum ersten Abseiler führt.

Der Stand ist ausgesetzt, aber gut eingerichtet, und ich habe die Gäste gleich alle auf das Podest abgeseilt. Von dort kommt gleich eine zweite schöne Abseilstelle, die bei viel Wasser recht anspruchsvoll werden kann. Heute ist der Wasserstand jedoch angenehm.
Eine kurze aber tolle Rutsche stellt sicher, dass wir jetzt alle gut durchgewaschen sind. Der Sprung vom Baumstamm macht auch allen viel Spaß.

Ab hier geht es dann eine Weile ohne nennenswerte Hindernisse bis zum Abschlusswasserfall, der direkt in den Lech stürzt.

Die Flussüberquerung macht uns noch mal richtig Spaß.

Und der Rückweg ist, entgegen der Befürchtungen, sehr schnell gemeistert. Tolle Tour, tolle Leute, das Wetter ist am Schluss dann auch noch richtig gut geworden… perfekt!

Canyoning: Stuibenfälle, Wiesbach, Pfrillenwasser (19.09.2015)

Das intensivste und wahrscheinlich auch letzte Wochenende beim Canyoning hat bekommen. Heute habe ich gleich 3 Touren, das kommt extrem selten vor:

Stuibenfälle:
Mit Hansi zusammen habe ich heute 12 Leute zum Betreuen, eine bunte, aber sehr angenehme Truppe von Bankern. 

Der Aufstieg fällt so manchem ein bisschen schwer, aber als wir dann oben beim Einstieg sind, geht’s dafür richtig zur Sache. 

Am Anfang geht’s gleich mit einem Sprung und den zwei Abseilstellen los. Die kurze Aufwärmphase begrüßen die meisten, am Schluss lassen wir es nochmals bei den Abschlusssprüngen krachen… 

Tolle Tour mit tollen Leuten.

Wiesbachle:
Gleich noch eine Tour mit Hansi, ins bekannte und beliebte Wiesbachle. Hier haben wir eine fast durchgängige Männertruppe, eine Frau ist dabei.

Auch hier läuft alles wie am Schnürchen, besonders die Waschmaschine am Schluss macht allen Spaß. Und nebenbei zeig sich Hansis „Grünes Herz“, Stichwort: Frösche

Pfrillenwasser (Familientour):
Premiere für dieses Jahr, ich habe auch noch eine Kindertour. 1 Mädchen, und 3 Erwachsene. Die erste Challenge ist es, die Kleine in einen zweiten Neopren und in die Schuhe zu bringen. Da es schon recht kühl ist, ist der Kälteschutz bei Kindern noch wichtiger als sonst.

Doch nach einer Weile ist es geschafft, Floe ist komplett angelegt, und wir starten das Trockentraining, ein wichtiger Teil bei der Familientour.

Wir seilen uns hinter der Bootshütte an einem Baum ab, das macht allen Spaß, und ist eine gute Vorübung zum Abseiler in der Schlucht.
Die Autofahrt zum Ausstieg der Tour dauert nicht ganz 5min., der Aufstieg ist auch bald geschafft.

Zuerst geht es über ein wenig Geröll zur Rutsche, diese ist schon vom Ansehen her sehr rutschig, beim gesicherten Runterrutschen merken wir, dass die Rutsche diesen Namen wirklich verdient. Extrem veralgt, ist die Beschleunigung von 0 – 100 fast schon Rennwagentauglich.

Das Mädchen ist nach der Rutsche ein bisschen verunsichert und ängstlich, das legt sich aber im weiteren Verlauf.
Direkt nach der Rutsche ist die Abseilstelle, diese ist leider auch veralgt und rutschig.

Trotz dieser Widrigkeiten meistern wir auch diese Stelle und über Blockwerk klettern wir, durch ein paar Rutschen unterbrochen, hinunter zum Durchflussrohr, dem Ende der Tour.

Dort klettern wir noch durch das Rohr, dann gehen wir zum Auto.
Bei der Bootshütte entschließen wir uns noch, ein wenig in den Lech zu springen, solange wir den Neoprenanzug haben. Das ist zum einen lustig, zum anderen sind auch die Anzüge fast sauber… Auch diese Tour hat sehr viel Spaß gemacht.