Mühlendorf Gschnitz (13.09.2015)

Die Oma ist da, und wir wollen einen Ausflug machen. Lucy spürt den Föhn, der sich gerade über dem Wipptal zusammenbraut, daher bleibt sie lieber daheim. Die Kinder sind mehr oder weniger freiwillig auch mit von der Partie.

Mit dem Auto geht’s über die gut befahrene Brennerautobahn bis Matrei am Brenner, dann weiter auf der Bundesstraße bis ans Ende vom Gschnitztal. Wir passieren die schönen Dörfer Trins und Gschnitz, in Obertal stellen wir uns auf den Parkplatz.

Ursprünglich wollten wir zur Laponesalm wandern, doch da hier im Gschnitztal die Wolken wirklich dicht sind, beschließen wir, dem Mühlendorf einen Besuch abzustatten. Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von alten Mühlen aus der Region, die hier aufgebaut wurden, um die verschiedenen Möglichkeiten der Wasserkraft zu sehen.

Heute denken wir nur noch an Brotmühlen, oder Elektrizität, wenn wir von Wasserkraftnutzung sprechen, aber früher wurde viel mehr damit gemacht.

Wir sehen eine Werkstatt mit wasserbetriebener Drechsel- und Hobelbank, ein wasserbetriebenes Butterfass, eine Tiermühle (hier wurden keine Tiere gemahlen…), dazu viele Gegenstände aus dem früheren alltäglichen Gebrauch.

Manche Dinge kennen wir heute in moderater Form, manche Sachen kennen wir nicht mehr und ein eindeutiger Zweck erschließt sich uns auch nicht.

Nach den Museumsmühlen gehen wir noch durch den Wald zu einer Eisenbrücke und zu einem beeindruckenden Wasserfall…

Wir setzen uns auf eine Bank, genießen die Aussicht und machen eine Jause.

Anschließend geht es wieder ins Dorf. Dort angekommen genießen wir noch einen Kaffee, Würstchen und Brot und einen Saft. Meistens ist es windstill, doch wenn der Föhn reinbläst, wird es richtig ungemütlich. Sara und Letu, schon die ganze Zeit begeistert (die Großen wissen es einfach besser 🙂 ), spielen auf dem Spielplatz mit einem Wasserkanal, bei dem man verschiedene Wasserläufe nachstellen kann. Natürlich fließt Wasser… und das macht immer Spaß.

Ein wunderschöner Ausflug in eine Gegend, in der ich noch nie war. Und ein kleines Ziel wurde auch schon vorgemerkt, die Tribulaunhütte…

Absamer Klettersteig – Bettelwurfhütte, 2077m (12.09.2015)

Viele Geschichten haben wir schon gehört, vom Absamer Klettersteig, wilde Geschichten über die Schwierigkeit, wie viele Leute schon rausgeholten wurden, wie auch die Variante, dass der Steig langweilig sei… also Zeit, selber herauszufinden, was es mit diesem Steig auf sich hat.

Zuerst ein paar Fakten, der Steig ist lt. Topo relativ lange, südseitig ausgerichtet, daher auch brutal heiß im Sommer, und ohne einen Wasserkanister am Rücken nicht zu empfehlen. Die Schwierigkeiten halten sich in Grenzen (Klettersteig C), daher werden wir heute das Wetter nutzen und einsteigen.

Wir treffen uns wie gewohnt früh, so richtig aus dem Bett komme ich nicht, da mir die Wanderung vom Vortag noch in den Knochen steht, aber nach einem Müsli geht es mir schon besser. Um 6:00 Uhr stehe ich bei Alfons vor der Türe, er sich auch schon gerichtet. Die paar Meter bis zum Eingang zum Halltal haben wir schnell mit dem Auto zurückgelegt.

Den Weg bis zum Einstieg gehen wir entlang des Fluchsteigs, einem alten Steig der Bergarbeiter im Halltal. Rasch erreichen wir den Einstieg, ein Bergsteiger ist schneller als wir, überholt uns und steig kurz vor uns ein. Die Sonne küsst schon die ersten Berge im Hintergrund, ein Bild, das einen wunderschönen Bergsteigertag ankündigt…

Am Einstieg vom Klettersteig ist eine Tafel mit ein paar nützlichen Informationen zum Klettersteig aufgehängt.

Die Ausrüstung ist schnell angelegt, ein kurzer Partnercheck obligatorisch. Dann geht’s los, die erste Wand ist sehr einfach, dann ein paar Meter Gehgelände, dann kommt die Schlüsselstelle, eine C-Stelle, die wir relativ einfach überwinden. Dann zieht sich der Steig immer an der Wand entlang, Richtung Westen.

Eine steinschlaggefährdete Rinne wurde jetzt mit einer Seilbrücke entschärft, die Seilbrücke ist aber nicht jedermanns Sache…

Dann flacht das Gelände merklich ab, und einfach geht es hinauf, Richtung Bettelwurfhütte. Ein paar kleinere Schikanen sind noch eingebaut, die jedoch auch wieder einfach zu meistern sind. Bald erreichen wir die Platten, die Aussicht auf das Halltal und Inntal ist phänomenal. Die Plattenkletterei finde ich lustig, speziell weil man einmal merkt, wie gut die Bergschuhe eigentlich auf dem Felsen haften.

Weiter geht es über ein Köpfl, dann noch eine C-Stelle, und wir haben das Ende des Klettersteiges erreicht.

Jedoch noch nicht die Hütte, die müssen wir uns erst in einem ca. 40minütigen Fußmarsch noch verdienen.

Zufrieden erreichen wir die Hütte, schon einige Leute sind oben. Wir bestellen uns ein Bier und Essen und genießen die Aussicht auf das Inntal.

Seit heuer sind neue Pächter auf der Bettelwurfhütte, Nina und Florian. Und Nina ist eine gebürtige Pflacherin. Da muss ich gleich ein paar Worte wechseln, und schon bald wissen wir, obwohl wir uns noch nie gesehen haben, dass wir die gleichen Leute in Pflach kennen. Die Welt ist klein… ein anderer Pflacher, so erzählt sie mir, ist gerade auf dem Weg auf den Bettelwurf.

Wir wollen uns bald wieder aufmachen, da der Weg ins Tal auch noch ein wenig Zeit in Anspruch nimmt.

Der Steig führt durch eine Menge Latschen, immer wieder kommen uns Leute uns entgegen, verschwitzt, da die Temperaturen schon recht hoch sind, trotz des fortgeschrittenen Alters des Jahres. Sind wir froh, dass wir früh aufgestiegen sind.

Der Rückweg zum Parkplatz geht zügig voran, bald erreichen wir den Parkplatz.

Alfons hatte noch eine gute Idee… eine Kneippanlage soll unseren Füssen noch ein wenig Linderung bringen… glaubt mir, das Wasser war wirklich kalt hat aber richtig gut getan. Ein wunderschöner Tourentag mit einem super Tourenpartner… danke und Berg Heil!

Tourendaten:
Gesamtlänge: 14km
Gesamtdauer: 6:30h
Höhenmeter: 1620m

Kranebitter Klamm und Magdeburger Hütte, 1637m (11.09.2015)

Heute ist Freitag, am Freitag wird bei uns nur Halbtags gearbeitet. Also genug Zeit für ein kleines Unternehmen. Schon länger will ich die Kranebitter Klamm machen, heute soll es soweit sein. Leider ist mein Bergspezi Alfons schon wieder verhindert, aber das soll mich nicht abhalten. Ich mache kurzfristig eine Bike&Hiketour aus meinem Unternehmen. In der Früh bin ich ja schon auf die Arbeit gefahren, jetzt, nachdem das virtuelle Horn das Wochenende geblasen hat, hüpfe ich in mein Bergoutfit und schwing mich auf meinen geliebten Drahtesel. Die Strecke bis Kranebitten habe ich schnell geschafft, beim Flughafen Innsbruck vorbei, an dem gerade ein paar kleine Flieger abheben und landen. Wunderschön liegt die Klamm vor mir…

Die letzten Meter gehen ganz nett rauf, aber schon bald stehe ich am Eingang der Klamm, wo ich auch mein Fahrrad abstellen muss. Da geht es mit dem Rad nicht mehr vernünftig weiter. Also habe ich gleich mal einen Baum identifiziert , der meinen Schatz beschützen muss…

Ich steige ins Bachbett hinunter, da beginnt auch gleich der Steig. Nachdem ich mich ein bisschen Schlau gemacht habe, habe ich mir die Tour so vorgestellt: Ich gehe auf dem Schleifwandsteig bis zum Magdeburger Hütte, von dort gehe ich ein Stück den Weg Richtung Rauschbrunnen/Hötting abzusteigen, werde dann aber … na, jetzt greife ich schon vor!

Der erste Teil des Weges geht, gut höhenmetermachend, hinauf, bis zu einer bekannten Abzweigung.

Hier könnte man auf das Hechenbergl gehen, aber diese Tour werde ich mir ein anderes Mal gönnen. Ab der Abzweigung wird der Steig ein wenig flacher, und folgt in respektvoller Höhe der Klamm ins Karwendel hinein. Im Hintergrund sehe ich die Hohe Warte und die Solsteine, rechts davon den Achselkopf und die Brandjochspitze. Ein wunderschönes Ensemble…

Der Weg ist die meiste Zeit super ausgebaut, ein paar Mal hat wohl Mutter Natur auch mitbauen wollen, dort ist es dann auch manchmal ein wenig ausgesetzt.

Aber alles in allem keine Gefahr, obwohl man schon schön steigen muss. Ein Fehltritt wäre an manchen Stellen fatal, und schnell ist was passiert, wenn man unachtsam ist. Doch ich komme gut voran, der Weg gefällt mir sehr gut, und bald erreiche ich das Ende der Klamm.

Der Aufstieg zur Magdeburger Hütte dauer nur noch ein paar Minuten, dann gönne ich mir ein „Weizen ohne“.

Da ich nicht weiß, wie der Weg zurück ist, will ich nichts riskieren :). Ich frage die Hüttenwirtin, ob noch viele Leute kommen. Noch ist genug zu tun, ist die schmale Antwort. Eine rustikale Dame… aber das passt genau hierher auf die Hütte.

Nach der kurzen Verschnaufpause beschließe, doch schnell abzusteigen. Es wird schon früh dunkel, und ich will eigentlich keinen unbekannten Weg suchen müssen. Daher gehe ich ein Stück den gleichen Weg zurück, dann zweige ich auf den Weg nach Rauschbrunnen/Hötting ab, mit der Nummer 220.

Zuerst geht es im Wald entlang, bei einem sehr interessanten Stein vorbei dann öffnet sich das Blickfeld wieder ein wenig. Der weitere Weg zieht an einem sehr schönen Wandfuß vorbei, irgendetwas schmeißt Steine… wahrscheinlich eine Gams. Ich sehe hier keine, aber später wird mein Verdacht an einer anderen Stelle bestätigt.

Ich bin ganz alleine unterwegs, schon seit dem Start (bis auf die Zwischenstation bei der Magdeburger Hütte). So nahe an Innsbruck, und doch so verlassen…

Bald erreiche ich die sogenannte Nasse Wand, die wirklich diesen Namen verdient.

Überall tröpfelt es heraus. Ich beschließe hier, in die Klamm abzusteigen, weil das ist ja das eigentlich Ziel. Stellenweise geht ein bisschen „reisenlaufen“, aber dann sind doch auch stellen, wo zu große, bzw. keine Steine liegen.

Dennoch bin ich schnell am Klammgrund, von hier aus folge ich dem nicht vorhandenen Wasserlauf. Alles hier ist staubtrocken. Man sieht jedoch, dass wenn einmal Wasser hier durchfließt, man vielleicht doch nicht dabei sein will…

Nach einer Weile erreiche ich die Engstelle, die immer wieder beschrieben wird, und auch sehr schön ist. Kurz danach geht’s noch eine alte Steiganlage hinunter, dann bin ich auch schon wieder am Ausgang… das ging ja schnell.

Der Weg zurück nach Aldrans mit dem Rad geht auch noch gut von Statten, bei den letzten Meter zum Haus bin ich immer froh, wenn diese um sind. Ein super „Greaschtl“ und eine Massage von meinem Schatz runden meinen Tag ab. Wunderbar…

Tourendaten – Bike:
Gesamtdistanz: 28 km
Gesamtdauer: 1:25 h
Höhenmeter: 510 m

Tourendaten – Hike:
Gesamtdistanz: 12,48 km
Gesamtdauer: 3:40 h
Höhenmeter: 1257 m

Höttinger Alm, 1487m (08.09.2015)

Heute juckt es mich schon in den Haxn, eine Runde nach der Arbeit zu drehen. Alfons hat kurzfristig abgesagt, da ihm was dazwischengekommen ist. Nun, was soll ich machen? Natürlich alleine fahren. Alleine ist man da rauf sowieso nie.

Ich starte um 17:00 Uhr los, fahre Richtung Planötzenhof, es geht am Anfang gleich mäßig steil rauf, nach dem Gasthof wird es auch wieder flacher.

Dann schlängelt sich der Weg zielstrebig hinauf, in Richtung Gipfel der Nordkette. Immer näher kommen die Felsriesen, die Frau Hitt schaut von hier schon recht beeindruckend aus. Ich fahre eine ganze Weile hinter einer Gruppe Mountainbikern her, ein kleiner Junge ist auch dabei, mit dem Seil an Papas Fahrrad gebunden. Ich finde das eine tolle Idee.

Nach 1:25h bin ich bei der Alm angekommen, ich bin zufrieden. Der Ausblick auf Innsbruck ist immer wieder einfach nur schön! Die Hauptstadt der Alpen hat diesen Namen wirklich verdient…

Da es schon recht kühl ist, setzte ich mich in die Hütte, die gut besucht ist. Ein Platz bei zwei Sportlern wird mir gewährt, dann bekomme ich noch einen Radler und gut ist. Nach einer kurzen Pause fahre ich wieder ab. Ich fahre Richtung Arzler Alm, dann weiter nach Mühlau. Von dort muss ich einmal Quer durch die Stadt, aber auch das ist OK. Ich treffe noch einen Mountainbiker, mit dem ich vorher abgefahren bin. Wir wechseln ein paar Worte, dann fahren wir getrennte Wege.

Am Schluss, wie halt immer, steht mir die Auffahrt nach Aldrans bevor, die ich heute über den Pfaffensteig von Ambras aus bewältige. nach 2:17 Fahrzeit erreiche ich Aldrans.

Die Tour war super, das Wetter habe ich zum Glück nochmals richtig ausnutzen können. Alleine macht Spaß, zu Zweit ist auf jeden Fall lustiger… ich hoffe, daß ich das nächste Mal wieder mit Alfons am Web bin!

Tourendaten:
Gesamtdauer: 2:17h
Gesamtlänge: 27,71km
Höhenmeter: 1440m

Schwazer Silberbergwerk (05.09.2015)

Als ein Teil vonLetu’s Geburtstag haben wir beschlossen, ins Schwazer Silberbergwerk zu fahren. Mit von der Partie ist die ganze Familie, Alfons und Maria, und natürlich Opa und Oma.

Wir haben beschlossen, dem Werk über Mittag einen Besuch abzustatten, da da am wenigsten los ist. Da wir doch nicht soviel Glück haben, fährt direkt vor uns eine Busgruppe ein. Im Endeffekt hält sich die Wartezeit aber doch in Grenzen, kurz nach Mittag fahren wir ein, wie ist in der Bergmannssprache heißt.

Im Grubenhunt geht es hinein in den Berg, eine lustige, aber auch enge Angelegenheit. Nach ziemlich genau 7 Minuten erreichen wir das Ende der Bergwerksbahn. Von dort führt uns Andreas, unser Führer durch das mittelalterliche Bergwerk.

Die Mutter aller Bergwerke, wie das Bergwerk auch genannt wird, produzierte einst 85 % der Welt-Silberressourcen. Die Fugger, als Urkapitalisten, hatten großen Anteil am Aufstieg vom Silberbergwerk.

Andreas führt uns mit großem Wissen und seinem Sohn als Schlusslicht durch die Stollen. Immer wieder würzen seine Witze die Tour auf. Eines der Highlights ist das schwarze Wasserwunder, ein Pumpwerk, um das eindringende Wasser aus dem Werk zu leiten. Zu derzeit eine technische Meisterleistung. So mancher Besucher bestaunte schon vor hunderten Jahren dieses Wunder.

Am Abschluss der Tour sehen wir noch den neueren Teil des Bergwerks, und manche Stollen die im zweiten Weltkrieg gebaut wurden, und zu den noch nicht eröffneten Messerschmitt Hallen führen. Noch ein Highlight ist eine Kluft, in der größere Mengen Silber geschürft wurden. Ein unachtsamen Moment, und in Hollywood Manier fällt ein Stück der Decke auf den Boden. Sara ist richtig erschrocken, doch das legt sich gleich wieder. Ein krönender Abschluss für die schöne Tour.

Anschließend können wir uns noch Leberkäse, ein wenig später Kaffee und Kuchen, und am Abend gibt es Hackbraten. Leben wie der König in Frankreich.

Das war wieder ein schöner Tag mit der ganzen Familie. Glück auf!

Schlicker Scheibenweg (01.09.2015)

Heute ist Letu´s Geburtstag, und da das Wetter noch schön zu bleiben verspricht, machen wir einen Ausflug. 

Ich habe mir den Nachmittag von der Arbeit freigenommen, damit wir gemeinsam etwas unternehmen können. Nach einiger Recherche finde ich den Schlicker Scheibenweg in Fulpmes, der recht spannend klingt und den wir alle noch nicht kennen.
Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir von zu Hause zur Talstation der Schlick2000, dort nehmen wir die Bahn hinauf zur Mittelstation. 

Dem Forstweg folgenden, erreichen wir mehr oder weniger unbeschadet den Panoramasee. Gott sei Dank ist der Anstieg vorbei, denkt so mancher… 

Auf dem Weg sind recht viele Pilze zu sehen, ich muss also doch einmal in den Wald schauen!
Der Weg hinauf war schon schön, doch am Panoramasee, der diesen Namen echt verdient, ist es fast eine Pflicht, eine kurze Pause einzulegen. Die Kinder schmeißen die Schuhe weg und stehen schon im Wasser… das dank der sommerlichen Temperaturen heuer sogar zum Schwimmen einladen würde, hätten wir die Badehosen mitgenommen… 

Und dann geht es los, den Scheibenweg entlang. Das Vergnügen ist so einfach wie lustig. Man bekommt bei der Talstation gegen eine kleine Leihgebühr eine Lärchenscheibe…

Mit dieser spaziert man am Wanderpfad entlang, und wo Rillenbahnen installiert sind, wird die Scheibe auch reingesteckt und darf ins Tal abfahren. Das ist mit Vorsicht zu genießen, denn manchmal will die Scheibe nicht in der Bahn bleiben, dann heißt es entweder schnell reagieren, oder im Wald zu suchen. Beides haben wir ausprobiert, das „schnell reagieren“ ist definitiv die angenehmere Variante.
Ca. eine Stunde sind wir unterwegs, immer wieder Bahnen und dazwischen auch ein paar kleine Aufgaben. 

Dann erreichen wir zufrieden die Brugger Alm. Dort genehmigen wir uns ein Hopfengetränk, die Kinder bekommen ein Eis. 

Mittlerweile ist der Himmel auch schon zugezogen, daher fahren wir mit der Gondel ins Tal. Den gemütlichen Tag lassen wir im Gasthof Walzl ausklingen, ein Restaurant, das sich sehr gut für Kinder eignet. Das kann ich nur empfehlen…

Super Tag, das gute Wetter nochmals ausgenutzt und einen feinen Familientag gehabt, was will man mehr.

Tourendaten:
Gesamtdistanz: ca. 3km
Gesamtdauer: 1:15h
Höhenmeter: 231m

Canyoning Stuibenfälle (30.08.2015)

Und weil es so viel Spaß gemacht hat, mache ich heute, am Sonntag die Stuibenfälle gleich noch einmal. Dieses Mal sind wir beim Aufstieg nicht so schnell, dafür geht es in der Schlucht selber leicht von der Hand, die Abseiler laufen gut, Hansi und ich sind ein eingespieltes Team.

Der weitere Verlauf ist mit Sprüngen versehen, wir sind zwar die Einzigen mit Neopren in der Schlucht, aber bei weitem nicht die Einzigen, die hier die wunderbare Natur genießen wollen.

Überall treffe ich Bekannte aus Reutte, das ist auch mal richtig lustig…

Super Tour mit super Leuten.

Tourendaten (Vormittag):
Gesamtdauer: 2,5h
Gesamtlänge: 3,56 km
Höhenmeter: 119m

Canyoning: Stuibenfälle, Wiesbach (29.08.2015)

Und wieder steht ein arbeitsames Wochenende vor der Tür. Am Vormittag eine Actiontour, Nachmittag eine von Funtour.

Start ist um 8:30 Uhr, die Leute sind pünktlich und wir können zeitig in Richtung Stuibenfälle abfahren. Die Gruppe ist sportlich, und bald sind wir am Einstieg. Das obligatorische Einführungsgespräch ist zügig abgeschlossen, dann können wir mit dem ersten Sprung in die Tour beginnen.

Im Anschluss meistern wir die zwei Abseiler, der Erste ist ca. 21m, der zweite fast 30m. Für jemanden, der das noch nie gemacht hat, doch eine Überwindung.

Dann ist nur noch springen angesagt. Das mach dann richtig viel Spaß.

Unbeschadet erreichen wir den Ausstieg und das Auto.

Auf der Fahrt nach Häselgehr werden wir von einem Stau aufgehalten. Doch für Hansi ist das kein Problem, er weicht auf einen richtigen Abenteuerweg aus. Dank dieser Abkürzung erreichen wir ziemlich pünktlich die Bootshütte, Clemens ist zufrieden.

Die nächsten Gäste lässt nicht lange auf sich warten, alle werden eingekleidet, dann geht es weiter zur nächsten Tour.

Auch hier geht der Weg zum Einstieg reibungslos über die Bühne, das Sicherheitsgespräch dauert ein wenig länger als am Vormittag, da wir uns hier in schwierigem Gelände befinden. Ich habe 7 Personen, bin also heute mal Alleine mit den Gästen unterwegs. Das ist auch mal wieder fein, obwohl ich mit Hansi sehr gerne am Weg bin, da wir gut abgestimmt sind. 

Die Tour verläuft reibungslos, allen Beteiligten hat es Spaß gemacht…

Tourendaten (Vormittag):
Gesamtdauer: 2,5h
Gesamtlänge: 3,56 km
Höhenmeter: 119m

Tourendaten (Nachmittag):
Gesamtdauer: 1,5h
Gesamtstrecke: 1,1km
Höhenmeter: 99m

Canyoning Wiesbachl (23.08.2015)

Aktives Wochenende, heute geht’s schon wieder ins Wasser. Dieses Mal gehe ich ins Wiesbachl, auch mit Hansi, neues Publikum inbegriffen. Diese Mal haben wir 15 Leute dabei, gemischte Gruppe, alles feine Gäste.

Das Ankleiden geht schnell von der Hand, die zwei Nachzügler sind auch gleich bedient. Und dann starten wir schon zum Ausstieg der Tour. Der Aufstieg geht relativ gut, bei manchem war die Nacht doch recht kurz :).

Am Einstieg gibt’s ein ausführliches Sicherheitsgespräch durch Hansi, dann starten wir los. Die Wasserfälle und Rutschen wechseln sich ab, den Gästen macht es Spaß. 

Und wenn die Stimmung passt, macht es uns Guides auch Spaß. 

In der Waschmaschine werden alle nochmals richtig durchgeputzt, dann ist das Abenteuer auch schon wieder vorbei. 

Toll war´s, danke an Alle!

Tourendaten:
Gesamtdauer: 1,5h
Gesamtstrecke: 1,1km
Höhenmeter: 99m

Hahlekopf, 1758m (22.08.2015)

Am Vormittag eine Canyoningtour, am Nachmittag, sozusagen als Würze noch eine kleine Bergtour. Mit Papa habe ich beschlossen, heute noch auf den Hahlekopf zu steigen. Ein Ziel, das mir schon lange sprichwörtlich vor der Nase gelegen ist… von unserem Küchenfenster in Pflach aus sehen wir genau auf diesen Berg.

Wir starten beim alten Skigebiet „Langtennenlift“ in Wängle. Wo der Lift noch im Betrieb war, bin ich hier einmal mit meiner Oma gewesen. Aber das ist schon lange her, und vom Liftbetrieb ist nur noch die Abfahrt zu sehen. Der Hahlekopf ist auch, wenn wir schon vom Skifahren reden, ein hervorragendes Skitourenziel.

Aber jetzt ist Sommer, also werden die Bergstöcke ausgepackt und wir starten hinauf, zuerst ein Stück der Piste entlang, dann zweigen wir in den Wald ab. Der Weg zieht stetig und steil hinauf. Erster Anlaufpunkt für uns ist die kleine Kostarieskapelle.

Dort ist ein Geocache versteckt, doch da ersten Leute (in Geocache-Sprache auch Muggels genannt) rumstehen, und wir zweitens beim runtergehen auch noch hier vorbeilaufen, gehen wir einfach weiter. Papa kennt ein paar versteckte Pflade, die uns schnell durch den Wald, die Forststrasse immer wieder querend, hinaufbringen, zum nächsten Zwischenziel: Die Sulztaler Hütte. Alle Hütten auf diesem Weg sind unbewirtschaftet, und privat geführt.

Dort, an der Alpe fließt noch ein bisschen Wasser aus dem Brunnen, daher nutzen wir die Gelegenheit und laben uns.

Und über dem Wasser wacht der Waldgeist, und wünscht den braven Wanderern eine gute Reise…

Bald brechen wir aus dem Wald heraus, dort steht noch verlassen auf einer offenen Fläche die Hahlealpe, auch dies ein notdürftiges Hüttchen, in dem wohl schon längere Zeit keiner mehr zu Gast war.

Über die schöne, im Winter wunderbare Skiwiese erreichen wir noch die kleine Schallerkapelle und sind dann schon auf dem Kamm. Die Aussicht wird von Meter zu Meter besser, besonders der Blick ins Voralpengebiet ist beeindruckend.

Zum Gipfel ist es nur noch ein kurzer Weg, einmal müssen wir noch ein wenig absteigen, dann erreichen wir nach dem letzten Anstieg den Gipfel, mit dem notdürftig reparierten Gipfelkreuz. Hier hatte vor nicht allzu langer Zeit der Blitz eingeschlagen. Nun wird das Kreuz mit Schraubzwingen zusammengehalten…

Der Aufenthalt am Gipfel ist kühl, denn das Wetter ist im Moment nicht so berauschend. Am Tauern fliegt ein Rettungshubschrauber, kurz danach ist der ÖAMTC auch mit einem Hubschrauber am Gimpel am Werk. Na, hoffentlich ist nicht allzu viel passiert.

Wir steigen ab, nehmen jedoch den direkten Weg hinunter ins Tal, die Winterskipiste folgend, und finden sogar meines Papas Stein: Wilhelm´s Stein. Na, ob er mit dem Fund eine Freude haben wird…

Als Abschluss dieses schönen Tages hat Papa beschlossen, den Grill anzuzünden. Wir lassen uns das Bier und das Gegrillte am Balkon gut schmecken, Papa´s Spezial-Gewürzmischungen wärmen uns von Innen gehörig an…

Vielen Dank wieder für einen wunderschönen Tag in den Bergen. Vergelts Gott.

Tourendaten:
Gesamtlänge: 9,18km
Gesamtdauer: 3:05h
Höhenmeter: 912m