Archiv der Kategorie: Bergtouren

180526 GC Pendling (1.563m)

Wann immer ich über Kufstein fuhr, stach mir der Pendling ins Auge. Was für eine Aussicht muss da oben wohl sein.

Heute konnte ich endlich auch diesen Berg in Angriff nehmen. Zusätzlich, aber auch zufällig wollten sich heute auf der Hütte ein paar Geocacher treffen. Nichts wie hin, dachte ich mir.

Um 7:00 Uhr fahre ich von zu Hause mit dem Bus zum Hauptbahnhof, um dort den Zug nach Kufstein zu nehmen.

Um ca. 8:00 Uhr bin ich in Kufstein und starte gleich los. Auf den Weg zum Pendling finde ich schon 1-2 Dosen.

Dann startet der Powertrail von „Fred Bull“ los. Unterwegs stoße ich auch gleich auf den Owner, der auch den Event auf der Hütte heute organisiert hat.

Ich habe das Privileg, den Herrn mit zwei weiteren Cacherinnen bei der Wartungsrunde zu begleiten. Dose die Dose wird abgeklappert.

Nette Gespräche verkürzen die Gehzeit zumindest gefühlt. Außerdem finden wir immer wieder schöne Sachen, wie zum Beispiel diese Frauenschuhe.

Um 13:00 Uhr erreichen wir dann endlich das Pendlinghaus, auch Kufsteinhaus genannt.

Dort löschen wir unseren Durst und essen eine gute Gulaschsuppe.

Einige weitere Geocacher sind mit von der Partie und wir hören so manchen Schwank.

Dann mache ich mich alleine wieder auf ins Tal, ich muss den Zug nach Hause erreichen.

Das geht sich auch knapp aus. In Innsbruck erreiche ich auch gleich wieder meinen Bus nach Hause.

Das war ein super Tag mit Gleichgesinnten. Das hat richtig Spaß gemacht

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:30 h
Gesamtlänge: 25,73 km
Höhenmeter: 1.208 m
Geocaches: 45

171104 Säuling (2.048m)

Nach einer gemütlichen Nacht auf unserer Hütte beschließen Letu zu und ich, auf den Säugling zu wandern.

Wir genehmigen uns noch ein gutes Frühstück, dann packen wir das notwendigste zusammen, und wandern über die Forststraße zum Einstieg in den Steig.

Der erste Teil über die Forststraße ist nicht besonders spannend, aber sobald wir auf den Steig kommen, gefällt es Letu sehr gut.

Bald schon erreichen uns die ersten Sonnenstrahlen und wir können die Jacken ausziehen. Relativ rasch gewinnen wir dann Höhe, bald schon sind wir auf den Weg zum Säulinghaus.

Noch ein paar Kurven, und wir erreichen das wunderschön gelegene Säulinghaus.

Unterwegs sehen wir ein paar uralte Bäume, Letu hat auch gleich einen Namen dafür: Hunderterbäume.

Bei der Hütte überlegen wir uns noch einmal, ob wir auf den Säuling gehen wollen, aber die Entscheidung ist schnell gefallen. Natürlich gehen wir hinauf, Letu ist motiviert.

Gleich hinter der Hütte wird der Steig interessant. Steil geht es an Ketten entlang hinauf zum Sattel. Ein paar spannende Stellen findet besonders Letu super. Nicht immer ganz entspannt beobachte ich die Kletter Künste von meinem Junior.

Nach einer rassigen Kinderkletterei erreichen wir den Sattel. Die Aussicht ist hammermäßig, die Königsschlösser liegen zu unseren Füßen, der Forggensee glitzert schön im Sonnenschein.

Nur kurz genießen wir die Aussicht, denn wir haben noch einen kurzen Weg zum Gipfel. Hier liegt zum Teil schon ein wenig Schnee, hart gepresst, und dementsprechend rutschig.

Trotzdem meistern wir diese Stellen mit Bravour, und dann haben wir unser Ziel erreicht. Das erste Mal für Letu auf dem Säuling.

Wir setzen uns unter das Gipfelkreuz, nun gibt es einen kleinen Snack. Mama Muh und Seppl sind natürlich auch mit von der Partie…

Eine Tafel Schokolade haben wir mitgebracht, und einen Schokoriegel für Letu. Sobald die Verpackung offen ist, kommen auch schon die ersten Dohlen angeflogen.

Letu ist begeistert, die Vögel fressen fast aus der Hand. Ein Spaß ohne Ende…

Aber richtig gemütlich ist es nicht auf dem Gipfel, daher bleiben wir nicht allzu lange, sondern machen uns bald wieder auf ins Tal.

Über den Nordhang mit kleinen Schneefeldern erreichen wir sicher den Sattel, hier kommt dann der Steig hinunter zum Säulinghaus.

Obwohl die Hütte offiziell geschlossen ist, steigt Rauch aus dem Kamin auf. Wir beschließen, mal vorbeizuschauen und wir haben Glück… wir bekommen ein Getränk und auch eine kleine Mahlzeit. Toll…

Letu vergnügt sich am Kletterfelsen bei der Hütte und ich genieße die Sonne, die in den windstillen Winkel vor der Hütte strahlt.

Nachdem wir genug gerastet haben, spazieren wir zurück zur Hütte. Den ersten Teil wieder auf dem Steig, der zweite Teil dann recht langweilig auf der Forststraße, aber Letu weiß schon, wie er sich beschäftigen kann…

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,8 km
Gesamtdauer: 4:00 h
Höhenmeter: 1.108 m

Route

171020 Meissnerhaus – Viggarspitze (2.306m) – Patscherkofelschutzhaus

Nach einer erholsamen Nacht gönnen wir uns ein rudimentäres, aber gutes Frühstück auf der Hütte, bevor wir uns an die Planung des Tages machen.

Ursprünglich wollten wir auf den Morgenkogel, doch nun, vor Ort, entscheiden wir uns zur Viggarspitze zu gehen.

Die Sonne auf der Südseite ist einfach zu verlockend.

Wir wandern erst den gleichen Weg, den wir gestern gekommen sind, bis zur Boscheben-Hütte zurück.

Doch anstatt Richtung Westen, also zum Kofel zu gehen, gehen wir am Zirbenweg Richtung Viggarspitze. Das Wetter ist kristallklar…

Schon bald müssen wir den Zirbenweg verlassen, denn der Steig auf die Viggarspitze zweigt hier ab. Immer besser wird die Aussicht…

In gemütlicher Steigung haben wir schon bald den höchsten Gipfel vom Gemeindegebiet Aldrans erreicht. Gar nicht so viel los, bei dem Kaiserwetter.

Von hier aus haben wir einen wunderschönen Ausblick auf den Innsbrucker Kessel, aber auch auf die Tuxer, Stubaier und natürlich ins Karwendel. Die Sicht ist gut, aber mittlerweile nicht mehr perfekt. Zu lange schon hat es nicht mehr geregnet oder gewindet, ein wenig Dunst liegt in der Luft.

Wir rast ein wenig auf der Aussichtskanzel, dann wandern wir weiter, zuerst noch ein paar Meter Richtung Glungezerhütte, dann zweigt ein unscheinbarer Weg ab, der uns um die Viggar- und Neunerspitze zurück zum Zirbenweg bringt.

Zwei kurze Stellen sind mit Vorsicht zu genießen, denn hier liegt schon harter Schnee, der zum Rutschen verleitet.

Nach einer guten Stunde erreichen wir den wunderschön ausgebauten Zirbenweg, der uns vorbei an schönen Wäldern und Hütten, zum Patscherkofelschutzhaus bringt.

Nun wird es doch noch mal eine Fahrt mit der „alten Dame“ geben, denke ich mir.

Viele Leute nützen noch die letzte Change aus, die historische Bahn zu verwenden.

Schon Mitte Dezember soll die neue Bahn ihren Betrieb aufnehmen. Dann werden nur noch die Bilder der Olympiabahn existieren.

Im Tal schließen wir die schönen zwei Tage noch mit einem Getränk in der Sonne ab. Torsten und Niko haben noch eine lange Fahrt vor sich, daher heißt es bald Abschied nehmen.

Danke an alle für die wunderschönen zwei Tage, die wir miteinander verbracht haben. Mir es es sehr viel Spaß mit euch gemacht!

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,39 km
Gesamtdauer: 4:58 h
Höhenmeter: 956 m

Route

171018 Seefelder und Reither Spitze (2.374m)

Heute habe ich mir freigenommen, denn das Wetter soll super werden. Zeitig in der Früh fahre ich mit dem Bus erst zum
Hauptbahnhof und dann mit dem Zug nach Seefeld. Die Reither Spitze hat’s mir angetan.

Vom Bahnhof gehe ich zuerst zum Parkplatz des Rosskopfliftes, dann folge ich recht langweilig der Forststrasse zur Rosshütte.

Warum? Weil es da ein paar Geocaches auf den Weg gibt, deshalb.

Bald erreiche ich die Rosshütte, dort beginnt auch der interessante Teil der Wanderung.

Zuerst gehts hinauf zum Seefelder Joch, die Aussicht ist hier schon unglaublich, aber es wird immer besser.

Der erste Gipfel ist die Seefelder Spitze, fast alleine sitze ich auf dem sonst überlaufenen Gipfel. Ein Graubündner bittet mich, ein Foto zu machen. Natürlich helfe ich ihm gerne. Dafür macht er auch eines von mir.

Ich gönne mir eine kleine Jause, dann will ich weiter gehen. Halt, ruft mir jemand nach, bitte nich ein Foto machen. Ja, bin ich denn Berufsfotograf? Ich lasse mich dennoch erweichen und knipse die Nächsten. Jetzt aber schnell weg…

Der Weg hat von der Seefelder Spitze aus ein wenig vereist ausgeschaut, meine Befürchtungen bestätigen sich allerdings nicht. Sehr angenehm zu gehen ist der weitere Weg.

Bald schon erreiche ich das kleine Joch, nun steilt der Weg auf und das Gipfelkreuz der Reither Spitze ist nicht mehr weit.

Schon bald stehe ich auf dem Gipfel, dem höchsten des heutigen Tages.

Ich mache eine ausgedehnte Pause am Gipfel, füttere die Dohlen, die mir sprichwörtlich aus der Hand fressen. Manchmal tut das richtig weh, dank der Krallen.

Nach verdienter Rast mache ich mich wieder auf ins Tal. Zuerst komme ich auf die Nördingerhütte, dann beginnt der steile Steig hinunter nach Seefeld.

Eine echte Innsbrucker Spur ist das, steil, steiler, am steilsten.

Auf dem Weg liegt eine Guffel, da muss ich natürlich rein schauen.

Die Färbung des Waldes ist wunderschön, mir geht das Herz auf.

Irgendwann stehe ich auf einer vermeintlichen Halde.

Nach kurzer Nachschau sehe ich, dass ich richtig liege. Die Bergbauspuren sind noch gut sichtbar. Na, der Kurs bei Peter Gstrein hat doch was gebracht.

Nun wird der Weg immer sanfter, bald geht er über in einen Forstweg. Vorbei an der Reither Alm gehe ich wieder Richtung Rosshütte und dann weiter ins Tal. Bald schon erreiche ich den Ausgangspunkt, den Bahnhof von Seefeld.

Geschwind hole ich mir noch eine Dose Bier für die Zugfahrt, eine Hütteneinkehr ist sich leider nicht ausgegangen.

Die Zugfahrt ist kurzweilig, zwei Rentner lassen das 20e Jahrhunders Revue passieren. So lustig…

So geht ein wunderschöner Wandertag um, mit vielen Eindrücken und einem klaren Kopf. So soll es sein…

Tourendaten
Gesamtlänge: 17,93 km
Gesamtdauer: 6:50
Höhenmeter: 1.622 m

Route

170801 KS Steingrubenkogel (2.633m)

Nachdem wir jetzt schon das dritte Mal den Plan gefasst haben, den Steingrubenkogel zu besteigen, schaut heute das Wetter richtig gut aus. Es ist zwar sehr heiß, aber in der Höhe kühlt es schon ab, so unsere Hoffnung. Mit dem Auto geht’s über die Mautstraße zur Kemater Alm. Am Weganfang steht zwar, dass der Weg währen des Tages gesperrt ist, aber wir riskieren die Fahrt. Und ohne Probleme kommen wir bis zur Alm. Unterwegs sehen wir auch den Grund der Sperre: Der Weg wird zur Zeit saniert.

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Von der Kemater Alm gehen wir hinauf zum Adolf-Pichler-Haus. Dort sitzen ein paar Wanderer und schauen uns verwundert an. „Wo geht ihr noch hin, um diese Uhrzeit“, werden wir gefragt. Nachdem Alfons unser Ziel bekannt gibt, lösen wir staunen aus. Na, denen werden wir´s schon zeigen…

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Das nächste Etappenziel ist die Alpenclub-Scharte, die wir nach ca. 40min. erreichen.

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Dort ziehen wir unser Klettersteigset an, dann geht es in den kurzen, aber landschaftlich sehr schönen Steig hinauf zum Steingrubenkogel. „Little-Brenta“ wird diese Ferrata auch genannt, und wirklich zieht der schön angelegte Steig zwischen Türmchen und Bändern hinauf zum Gipfel.

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Ein Blick zum Himmel lässt nichts Gutes erahnen, in den letzten Minuten sind dunkle Wolken auf dem Himmel aufgezogen, nicht lange, dann ist die Sonne auch weg. Windig war’s schon vom Start weg, ein warmer Südföhn bläst uns stetig um die Ohren. Da das vermeintliche Gewitter aber noch sehr weit weg ist und eher Richtung Karwendel zieht, beschließen wir weiterzugehen.

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Schöne Ausblicke ins Stubai und ins Senderstal belohnen uns für die Aufstiegsmühe, schon bald stehen wir auf dem Gipfel.

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Der Ausblick ist grandios, das Wetter leider nicht. Daher beschließen wir, rasch wieder abzusteigen, damit wir nicht nass werden.

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In einem Klettersteig zu hudeln, ist keine gute Idee, daher gehen wir rasch, aber konzentriert wieder den gleichen Weg retour zur Alpenclub-Scharte. Dort entledigen wir uns des Klettersteigsets, dann kommt ein richtig lustiger Teil der Tour… eine schöne Schottereise, die von der Scharte hinab, fast bis zum Adolf-Pichler-Haus hinunterreicht.

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Obwohl ich das schon lange nicht mehr gemacht habe, geht das Laufen im feinen Schotter sehr gut, Staubwolken markieren unseren Weg ins Tal. Viel zu schnell ist das Vergnügen auch schon wieder vorbei, ich muss meine Schuhe von den eingesammelten Steinen befreien.

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Alfons hat in weiser Voraussicht zwei Dosen Bier mitgenommen, die wir nun am Ausläufer der Reise genießen. Über der Reiterspitze bei Seefeld zucken die ersten Blitze. Gut so, wir sind eh schon in Sicherheit.

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Beim Adolf-Pichler-Haus ist nichts mehr los, die Wirtin ist gerade beim Aufräumen. Wir beschließen, in der Kemater Alm noch einzukehren und die wunderbare Tour mit einem Weizen ausklingen zu lassen.

Das war mal wieder eine feine Tour, einzig die kurze Gipfelrast war Schade… ein Grund mehr, wieder mal auf den Steingrubenkogel zu steigen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,33 km
Gesamtdauer: 3:20 h
Höhenmeter: 985 m
Wetter: erst strahlend schön, dann gewittrig

170716 GC Der Weg des Adlers II (2.796m)

Seit längerer Zeit wollte ich schon den zweiten Teil des "Weg des Adlers" fertig machen. Hierbei handelt es sich um einen so genannten power Trail, bei dem in kurzer Folge mehrere Geocaches ausgelegt sind. Die gesamte Runde beinhaltet circa 150 Geocache, wobei ich schon einen Teil eingesammelt habe.
Die zweite Motivation für diese Runde sind die so genannten "Seven TuXer Summits", die hier auf dem Weg liegen.
Lucy bringt mich in der Früh zum Parkplatz Volderwildbach.

Von dort starte ich alleine durch das wunderschöne Voldertal Richtung Naviser Jöchl. Schon bald habe ich die ersten Dosen gefunden und gelogged.

Immer leicht aufwärts geht die Forststraße an einem kleinen Dörflein vorbei und am Voldertaler Bergsturz.

Am Ende der Forststraße liegt eine größere Alm, von dort geht ein Steig Richtung Naviser Jöchl.

Hier mache ich meine erste Pause, und packe meine Brotzeit aus. Der Ausblick durch das Voldertal hinaus ins Inntal ist wunderschön, und die Wolken vom Vormittag haben sich auch schon fast verzogen.

Lange bleibe ich nicht sitzen, denn mein Weg ist noch lang. Zuerst besteige ich das Naviser Jöchl.

Dort treffe ich eine Vorarlbergerin, mit der ich mich unterhalten. Während sie auf die Naviser Sonnenspitze steigt, zweigt mein Weg nach rechts in Richtung Grafmartspitze (2.720m), die ich nach einer kurzer Kraxelei erreiche.

Von mir errechnet sich nun ein Stück des weiteren Weges. Da habe ich ja noch was vor…

Überraschend wenige Leute sind auf diesem Pfad unterwegs. Eine Gruppe Schüler begegnet mir, ansonsten weit und breit keine Menschen Seele. Und was noch auffällt, man hört kaum Zivilisationslärm.

Den nächsten Gipfel, denn ich erreiche ist die Grünbergspitze (2.790m). Zwar nur marginal höher, musste ich doch über 150m absteigen und dann wieder aufsteigen. Das klingt nicht viel, aber über den Tag verteilt summiert es sich doch.

Weiter geht es über Stock und Stein, und brüchiges Gelände zum Rosenjoch (2.796m). Damit habe ich den höchsten Punkt meiner heutigen Wanderung erreicht. Die Aussicht ist phänomenal ich setz mich ein wenig hin und genieße den Rundumblick.

Obwohl ich den höchsten Punkt erreicht habe, habe ich noch einiges an Wegstrecke zu meistern. Bis zum Glungezer Bin ich noch eine Weile beschäftigt.

In der Nähe des Tool für Jochens entdecke ich eine für mich geologische Sensation. Versteinerte Bäume. Natürlich bin ich da nicht ganz selber drauf gekommen, ein Earthcache verweist auf diese interessante Stelle.

Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass ich es zur letzten Talfahrt wohl nicht mehr ganz schaffen werde. Daher stelle ich mich schon mental auf einen langen Abstieg vor.

In diesem Abschnitt der Bergtour ist es gar nicht so einfach, den Weg zu finden. Obwohl die Markierungen alle 5m angebracht sind versteige ich mich immer wieder und muss die rot-weiß-roten Markierungen wieder suchen. Auch das kostet Zeit…

Bald reiche ich mit der Gamslahnerspitze (2.681m) zwar nicht die höchste, aber in meinen Augen anspruchsvollsten Spitze. Von hier habe ich einen wunderschönen Ausblick auf das Arztal und den Patscher Kofel.

Daheim ist gar nicht mehr so weit weg denke ich mir, doch eine Weile soll es schon noch dauern. Immerhin, den nächsten Gipfel, denn ich erreiche, wird auch schon der Glungezer sein.

Der Weg wird wieder lieblicher, fast schon einfach würde ich sagen. Vor den Glungezer wird der Weg noch mal ein wenig schwieriger, dann stehe ich auf dem Gipfel, der auch dem Skigebiet den Namen gibt.

Ab hier befinde ich mich wieder auf bekanntem Territorium. Auf dem Glungezer war ich schon öfters. Unter mir erblicke ich den Schartenkogel, auf den ich öfters mit Alfons eine kurze Skitour machen.

Den Steig zur Tulfeinalm gehe ich sehr rasch, den nun wird es schön langsam kühler. Egal ob ich den Lift erreiche oder nicht, der fährt schon seit Stunden nicht mehr. Also werde ich wohl oder übel ins Tal zu Fuß gehen müssen. Es gibt Schlimmeres, denke ich mir…

Der kürzester Weg führt an der Lifttrasse hinunter ins Tal. Nicht immer ganz einfach zu gehen, da die Piste teils sehr steil ist, aber doch feiner, als der Forststraße zu folgen. Mit halbwegs durchmassiert den Beinen erreiche ich endlich das Tal. Ich gehe schnurstracks in die Larchhüttn und bestell mir ein Bier. Das habe ich mir heute verdient.

Das war wohl heute eine der längsten Touren, die ich bis jetzt unternommen habe. Mir geht es relativ gut, schauen wir mal wie das morgen ausschaut…

Touren Daten
Gesamtdauer: 12 Stunden
Gesamtlänge: 32 km
Höhenmeter: 2.351 m / 2.503 m
Geocaches: 92 Stück

170705 Gamskogel (2.659m)

Eigentlich wollten Alfons und ich heute wieder mal den Steingrubenkogel-Klettersteig machen, aber es sollte dann doch ein wenig anders kommen. Ich beginne meine Geschichte aber schon wieder in der Mitte… also Stop, nochmals von Anfang:

Nach der Arbeit, heute war es unter Tags richtig heiß und teilweise fast schon drückend, machen wir uns wieder mal im bewährten Team auf, einen Berg zu besteigen. Wir fahren mit dem Auto über die Mautstraße bis zur Kemater Alm. Sehr schön gelegen, und um das hier mal zu vermerken, mit moderaten Mautpreisen (€3.- für den Tag) waren wir positiv überrascht. Der Parkplatz ist fast leer, als wir ankommen, auf der schmalen Mautstraße sind um mehrere Autos begegnet, es ist doch schon spät am Nachmittag. Um 17:15 Uhr sind wir dann endlich abmarschbereit.

Zuerst wandern wir auf der Zufahrtsstraße bis zum Adolf-Pichler-Haus, von dort wollen wir laut Plan eigentlich auf den Klettersteig des Steingrubenkogels gehen.

Doch die dunklen Wolken über dem Gebirge schauen nicht so verlockend aus, ein Gewitter, während man am „ewig-langen“ Blitzableiter hängt, ist ein Erlebnis, auf das wir getrost verzichten können. Daher disponieren wir um und beschließen, unter den mächtigen Wänden der Kalkkögel Richtung Süden zu wandern.

Im Hintergrund sehen wir das Gipfelkreuz des Gamskogels, vielleicht geht sich dieser „Muggel“ aus.

Die Kalkkögel sind geologisch sehr interessant, und obwohl ich zugegebenermaßen mich nicht besonders gut auskenne, erkennt man hier doch sehr gut, dass der Dolomit auf einer viel älteren Schicht, nämlich dem Ötztal- und Stubaikristallins sitzt.

Hier hört meine Kenntnis aber auch schon fast wieder auf. Die Raibler Schichten gehen mir noch durch den Kopf, die in den Kögeln im Gegensatz zu sehr viel mächtigeren Vorkommen in anderen Gebirgen nur ein paar Meter dick sind und die Berge in einen oberen und unteren Dolomit trennen. Das muss ich mir nochmals genauer anschauen, beschließe ich.

Die satten Wiesen, die auf dem Kristallin entstanden, sind prädestiniert für den Almbetrieb. Und natürlich sieht man daher hier immer wieder Kühe und Schafe, die hier einen wunderbaren Sommer auf der Alm verbringen dürfen. Kuh müsste man sein… oder Schaf, je nach Präferenz .

Der Weg zieht leicht aufwärts immer näher zum Gamskogel, das Wolkenspiel am Abendhimmel ist faszinierend, manchmal ziehen auch dunklere Wolken herein.

Zweimal werden wir am Weg gegossen, aber da es warm ist, stört es überhaupt nicht. Unterwegs kann ich noch einen Geocache, den „Fat Tony“ loggen, wieder ein Punkt, der mich näher an mein heuriges Ziel, meinen Hauptkonkurrenten zu überholen, bringt…

Nach ca. 2 Stunden erreichen wir den Gipfel des Gamskogels. Das Wetter ist nun wieder besser geworden, wir bekommen auch ein paar Sonnenstrahlen ab. Doch die Freude währt nur kurz, bald zieht eine dicke schwarze Wolke vor die Sonne und im Nu ist es richtig frisch und gar nicht mehr so gemütlich.

Daher genießen wir die Aussicht nur kurz und machen uns wieder auf den Rückweg. Der Einfachheit halber nehmen wir den gleichen Weg wieder retour zum Adolf-Pichler-Haus, grüßen die Belegschaft, die es sich auf der Terrasse gemütlich gemacht hat und steigen weiter ab zur Kemater Alm.

Unterwegs bleiben wir immer wieder stehen und genießen die wunderschönen Ausblicke auf die Kalkkögel, die im Abendlicht nochmals besonders schön anzuschauen sind. Das Wetter hat sich schlußendlich doch beruhigt. Kurz vor der Kemater Alm finde ich noch den Geocache „Aus Kindertagen“ an der kleinen Kapelle oberhalb der Alm.

Wir gönnen uns noch ein Erfrischungsgetränk und palavern über Gott und die Welt. Wie schön, endlich mal wieder mit Alfons auf dem Weg zu sein, denke ich mir! Das müssen wir in nächster Zeit wieder öfter machen…

Eine wunderschöne Wanderung nach der Arbeit, die den Geist und den Körper wieder mal in Einklang bring, so soll es sein in dieser, unseren wunderschönen Heimat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:20 h
Gesamtdistanz: 10,74 km
Höhenmeter: 963 m

170401 Monte Roen (2.116m)

In der Früh, gleich nach einem einfachen, aber feinen Frühstück machen wir uns auf zum Medelpass. Die Überlegung, den Roen direkt von Tramin aus zu machen, aber wir am Vorabend fallen gelassen. Das machen wir ein andermal.
Zuerst müssen wir von Tramin nach Kaltern, dort zweigt die Passstraße zum Mendel ab, eine bekannte Motorradstrecke, wie wir auf feststellen. Direkt beim Pass biegen wir nochmals nach Links ab, bis wir die Talstation des kleinen Skigebietes erreichen. Dort stellen wir das Auto ab und machen uns per Pedes weiter auf.

Zuerst folgen wir noch der Skipiste, es ist sogar noch guter Schnee, wenn auch sehr hart durch die kühlen Nächte. Hier vermisst man fast noch die Tourenski.

Weiter oben zweigen wir dann auf einen Forstweg ab. Sobald wir das kompaktierte weiße Wunder hinter uns lassen, fühlen wir uns wieder wie im Frühjahr. Kein Schnee weit und breit, zumindest nicht in erwähnenswerten Mengen.

Unser Weg führt uns vorbei an der „Malga di Romeno“. Zu unserer Freude ist die Hütte offen, also ist für Speis und Trank nach der Tour gesorgt.

Doch zuerst müssen wir noch weiter, erst einmal geht es zur Überetscher Hütte, die noch geschlossen ist.

Von dort gehen wir direkt zum Einstieg des Klettersteigs auf den Roen. Unter der Felswand ziehen wir unser Kletterzeug an, dann steigen wir weiter auf. Der Weg ist nicht schwer, aber an manchen Stellen doch ausgesetzt, da ist das Seil zumindest zum Halten sehr fein.

Lange ist der Steig nicht, das wußten wir schon von Vornherein, aber als Start in die Saison geradezu perfekt.

Am Plateau angekommen, gehen wir noch eine kurze Strecke, bis wir den Gipfel des Roen erreichen. Die ersten Mountainbiker kommen uns auch entgegen.

Wir bleiben nicht lange am Gipfel, es ist kühl und die Aussicht durch Dunst und Wolken bescheiden. Uns ziehts in die warme Stube der „Malga di Romeno“.

Im Aufstieg sind wir meistens auf der Südseite des Bergmassivs gegangen, nun müssen wir auf die Nordseite. Hier liegt bedeutend mehr Schnee, der Weg ist jedoch problemlos machbar, wenn auch manchmal ein wenig „gatschig“.

Auf der „Malga“ machen wir Pause, jeder gönnt sich eine Kleinigkeit zum naschen, Dani nimmt Käsknödel, Papa und ich bevorzugen was Süßes… Apfelstrudel.

Von der Hütte nehmen wir den gleichen Weg wie beim Aufstieg, und schon bald erreichen wir den Parkplatz und das Auto.

Die Fahrt nach Tramin vergeht wie im Fluge, zu Hause gönnen wir uns in der Sonne ein gutes Bier und später noch eine feine Pizza in der Dorfschenke. Das war mal ein feiner Frühlingstag…

Tourendaten
Gesamtstrecke: 14,86 km
Gesamtdauer: 6:20 h
Gesamthöhe: 965 m

161204 Überschreitung Seebergspitze-Seekarspitze

Der Schnee läßt immer noch auf sich warten, das freut das Wandererherz natürlich um so mehr. Heute gehts bei bestem, wenn auch kaltem Wetter von Pertisau über die Seebergspitze (2.085m) und die Seekarspitze (2.053m).

Alsons und ich starten nach der sehr wichtigen Wahl unseres Präsidenten mit dem Auto von Aldrans nach Pertisau. Ca. 45min. brauchen wir für die Strecke.

In Pertisau finden wir gleich einen Parkplatz, die Temperaturen sind bei -4°C. Richtig kühl also.

Wir gehen gleich vom Parkplatz in angenehmer Steigung hinauf, bald schon ist uns warm und die Jacken müssen in den Rucksack.

Der Steig zieht immer weiter hinauf, zuerst durch einen Buchenwald, dann durch Latschen. Die Aussicht auf den See und die umliegenden Berge wird mit jedem Schritt besser, wir genießen den Ausblick um uns in vollen Zügen.

Im Wald sehen wir ein paar Gämsen, und obwohl der Weg teilweise sehr steil ist, ist die Geherei sehr angenehm.

Nach ungefähr 2h erreichen wir das erste und für heute höchstes Ziel, die Seebergspitze (2.085m).

Wir legen eine kurze Pause ein, essen einen Müsliriegel und beschließen, gleich weiterzugehen. Am Gipfel liegt schon ein wenig Schnee, daher ziehe ich mir die „Chainsen“, meine Grödel an. Diese erreichtern mir den nördlichen Abstieg mit einigem Schnee doch erheblich.

Im Sattel zwischen den zwei Berggipfeln schauen wir uns um, gehen jedoch gleich wieder weiter, um auch die Seekarspitze zu besteigen. Der Pfad zieht ziemlich direkt am Grat entlang hinauf, obwohl die Entfernung am Anfang trügt, sind wir relativ schnell auf dem zweiten Gipfel, der Seekarspitze (2.053m).

Dort sind schon deutlich mehr Leute am Gipfel als auf der Seebergspitze, aber überlaufen kann man das auch nicht nennen. Wir finden eine feine Bank in der Sonne, Alfons packt ein kleines Bier aus und wir brotzeiten nach Herzenslust.

Ausnahmsweise ist es total windstill, so kann man es schon eine Weile aushalten.

Nachdem wir ausgiebig gejausnet haben und über die Berge in der Umgebung debattiert haben, brechen wir auf, um unsere Überschreitung weiterzuführen.

Die Spikes haben wir auch schon wieder angezogen, denn die machen das gehen auf dem Schnee einfach angenehmer.

Direkt hinter dem Gipfelkreuz geht der Pfad steil nach unten. Da es hier nordseitig ist, ist hier der Schnee auch liegengeblieben.

Trotzdem ist der Weg sehr gut zu gehen, wir kommen rasch vorhan, und bald erreichen wir die Seekaralm (1.500m). Ab hier geht eine Forststraße ins Tal, die wir jedoch immer wieder abkürzen können.

Rasch erreichen wir die südlichsten Ausläufer der Gemeinde Achensee.

Am See, genauer gesagt am wunderschönen Gaisalmsteig (Mariensteig) entlang, wandern wir mit wunderbaren Ausblicken auf den Achensee bis zur Gaisalm (938m).

Es fängt schon langsam an zu dämmern, aber unser Ziel liegt nicht mehr weit vor uns.

Nach einer weitern Stunde stehen wir glücklich ob der feinen Runde wieder beim Auto und fahren nach Hause.

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:30h
Gesamtlänge: 17,85 km
Höhenmeter: 1.627 m

161125 Stanser Joch (2.103m)

Es herrscht immer noch Wanderwetter in Tirol, der Schnee läßt auf sich warten. Bei den Touren muß man jedoch schon Abstriche machen, in den Nordlagen und in Mulden liegt schon genügend Schnee, um so manche Tour schwierig zu gestalten. Es wird wieder Zeit, daß Alfons und ich eine Tour machen…

Wir haben uns eine schöne südseitige Tour ausgesucht, das Stanser Joch. Direkt nach der Arbeit fahren wir nach Stans, unterwegs kaufen wir noch eine Brotzeit.

Vom Parkplatz an der alten Pfarrkirche gehen wir los, zuerst hinauf zum Wallfahrtsort „Maria Tax“. Schön steht das kleine Kirchlein über dem Inntal.

Ein Stück am Wolfsklamm-Kreuzweg entlang erreichen wir den Heuberg, und über diesen steigt der Steig fast gerade hinauf zum Stanser Niederleger (1.355m)

Der Steig 235 steigt weiter hinauf, zuerst im Wald und dann über einen Latschengürtel, bis wir den Stanser Hochleger (1.961m) erreichen.

Schon seit einiger Zeit sehen wir immer wieder das Gipfelkreuz, obwohl es so manches Mal nicht einfach zwischen den Lawinenverbauungen ersichtlich ist.

Ein Stück gehen wir auf der Baustraße der Lawinenverbauungstrupps, dann beschließen wir, durch eben diese Lawinenverbauungen direkt hinauf zum Gipfelkreuz zu steigen.

Oben empfängt uns ein sehr kalter Wind und eine grandiose Aussicht auf das Rofan im Norden, im Westen die Ausläufer des Karwendels.

Alfons und ich philosophieren, daß es hier im Sommer auch sehr schön sein muß, evtl. auch mit dem Rad.

Da es am Gipfel sehr kalt ist, beschließen wir, erst am Hochleger eine Pause zu machen.

Nach nicht ganz 30min. erreichen wir den Hochleger und machen eine ausgiebige Rast, mit Bier und Brotzeit. Es wird dumper, daher müssen wir die Taschenlampen schon mal auspacken.

Der Weg ist im Taschenlampenlicht gut ersichtlich, da aber durch die Schneeschmelze der Weg recht aufgeweicht ist, rutschen wir gelegenlich durch die Gegend und müssen über unsere Ungeschicktheit recht lachen. Trotzdem erreichen wir die Wallfahrtskirche „Maria Tax“ nach 1 1/2h ohne Probleme.

Da es nun schon dunkel ist, leuchtet der Christbaum neben der Kirche in schönstem Lichte.

Von dem Kirchlein erreichen wir sehr bald den Parkplatz und damit das Ende einer wunderbaren Feierabendrunde.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:30 h
Gesamtdistanz: 12,44 km
Höhenmeter: 1.564 m