Archiv der Kategorie: Wandern

180616 Kellerjoch (2.344m)

Die Oma hat sich angemeldet und möchte gerne auf einen Berg. Nach kurzem überlegen fällt uns der Goetheweg an der Nordkette ein. Von Aldrans aus gesehen eine halbe Weltreise, machen wir uns auf zur Hungerburg. Fast schon am Parkplatz stellen wir fest, dass die Nordkette in dichte Wolken, zumindest direkt am Gipfel liegt.

Also muss ein Alternativprogramm her. Da fällt uns das Kellerjoch ein, und ein Blick in die Richtung zeigt wesentlich weniger Wolken.

Die Anfahrt zum Parkplatz der Kellerjochbahn verläuft abenteuerlich, doch wir schaffen es dann doch. Zweimal meinen wir uns verfahren zu haben.

Schlussendlich sitzen wir dann doch im Sessellift hinauf zum Gasthof Hecher.

Von hier aus starten wir zum Kellerjochhaus, das wir schon bald sehen.

Die Ausblicke über das Inntal sind genial und rund um uns blühen die schönsten Alpenrosen.

Der Aufstieg geht flott von Statten, bald erreichen wir die Kellerjochhütte (2.237m). Hier machen wir eine Pause und genießen unsere mitgebrachte Jause.

Während die Damen hier weiter Pausieren wollen, haben Letu und ich schon das nächste Ziel vor Augen. Die Kapelle auf dem Kreuzjoch und auch gleichzeitig der höchste Punkt der Wanderung.

Davor müssen wir allerdings einen versicherten Steig meistern, der uns aber vor keine Probleme stellt.

Bald schon erreichen wir den Gipfel mit der leider verschlossenen Gipfelkapelle.

Die Aussicht ist genial, und das Wetter ebenso. Wir setzten uns kurz in die Sonne, dann steigen wir wieder ab zur Kellerjochhütte. Dort lädt uns Oma noch auf einen Kuchen ein. Lecker…

Dann müssen wir wieder aufbrechen, obwohl es hier echt zum länger Verweilen wäre. Trotzdem, die Seilbahn wartet nicht auf uns, also auf get’s.

Während Oma und Sara den gleichen Weg retour nehmen, gehen Letu und ich über den Grat zum Arbeser Kogel (2.026m), der fast auf dem Weg liegt.

Am Gipfel des Arbeser Kogels finden wir nicht du einen Geocache.

Oma und Sara treffen fast zeitgleich ein, dann gehts mit der alten, ein wenig abenteuerlichen Bahn wieder runter ins Tal. Einen solch wunderschönen Tag kann man nur mit einer feinen Grillage abschließen. So gesagt und gleich getan…

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,32 km
Gesamtdauer: 2:30 h
Höhenmeter: 492 m

180528 Halltal, Herrenhäuser (1.499m)

Nach der Arbeit noch schnell in die Berge? In Tirol ist das kein Thema. Also packen wir unsere Siebensachen (es waren eher weniger…) und wandern ins Halltal.

Dieser geschichtsträchtige Ort zieht mich einfach immer wieder magisch an. Hier wurde über 600 Jahre lang Salz in harter Arbeit in einer sehr unwirtlichen Umgebung abgebaut. Trotzdem, oder gerade deswegen haben die Bergknappen hier eine beeindruckende Infrastruktur hinterlassen. Erst 1967 wurde der Salzbergbau zu Hall eingestellt, trotzdem muss ein guter Teil der Stollen noch gewartet werden, um das fortwährende Auslaugen des Salzen zu kontrollieren. Und die Spuren des Bergbaus sind überall präsent.

Wir starten vom Hackl, zuerst ein Stück der Straße entlang, vorbei an der Bergerkapelle (Freiungkapelle), dann erreichen wir den Fluchtsteig. Dieser ist leider gesperrt, daher gehen wir auf dem Asphalt weiter. Vorbei an den Ladhütten, den ehemaligen Kontrollstationen an der Soleleitung erreichen wir die Abzweigung nach St. Magdalena.

Über die Sonnenbrücke führt der Weg weiter Richtung Herrenhäuser, der Asphalt ist endlich vorbei, nun ist der Weg schottrig.

Nach ein paar Kehren erreichen wir dann auch die beeindruckenden Herrenhäuser, Zentrum des früheren Bergbaus.

Hier hat der nette Besitzer der „Knappenkuchl“ immer ein paar frische Bier in Selbstbedienungsmanier eingelagert, heute haben wir aber selber eine Dose mitgebracht…

Wir sitzen eine Weile vor der „Knappenkuchl“, es kommen noch zwei Mountainbiker (ohne Motor) vorbei, mit denen wir uns gut unterhalten. Doch langsam wird es frisch, es ist doch erst Mai, darum machen wir uns auf ins Tal.

Der Fluchtsteig ist gesperrt, aber gut begehbar, wird uns erklärt. Nachdem wir den Steig abmarschiert sind, können wir das auch bestätigen. Es ist eine Drahtseilversicherung ausgerissen, das müsste der Grund für die Sperre sein.

Ansonsten ist der Weg sehr gut begehbar, und um vieles schöner als die Straße. Wieder einmal hat es sich gelohnt, in unserer wunderschönen Natur zu verweilen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,81 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 685 m

180518 Der Weg der Briefträgerin

Freitag Nachmittag ist immer eine gute Zeit zum Geocachen. Also fahre ich mit Alfons nach der Arbeit nach Mieming, doch dort trennen sich unsere Wege auch bald wieder. Geocachen ist nichts für den Jungspund, da ist zu wenig Geschwindigkeit drinnen. 😜

Ein Bierchen wird mir von der gute gelaunten Maria kredenzt, dann verabschiede ich mich.

Also mache ich mich alleine von Affenhausen aus auf den Weg. Zuerst am Golfplatz vorbei, dann warten schon die ersten kühnen Dosen in luftiger Höhe.

Mit meiner Stipprute ist das aber gar kein Problem, eine Dose nach der anderen wird geangelt. So kommen auch wieder ein paar Smileys auf meine Cacherkarte.

Nebenbei ist natürlich die Wanderung an und für sich auch sehr nett. Nicht besonders anspruchsvoll, da es immer auf Forstwegen dahin geht, aber die Landschaft ist sehr schön.

So mancher Cache ist an richtig schönen Plätzen versteckt. Davon finde ich heute gleich mehrere.

Am Schluss, schon ein wenig müde von den Schotterwegen, werde ich noch mit einem feinen Steiglein durch den Wald belohnt.

Und dann erreiche ich auch schon Telfs. Hurtig mache ich mich auf zum Bahnhof, denn mein Zug fährt schon bald.

Gerade noch rechtzeitig erreiche ich das Dampfross, das nenne ich mal Timing.

Und die Zugfahrt genieße ich immer wieder…

Tourendaten
Gesamtlänge: 14,1 km
Gesamtdauer: 4:00 h
Höhenmeter: 290 m

180510 Wolfsklamm

Wieder ein schöner Tag und damit ist wandern angesagt. Da heute beide Kids dabei sind, wird’s was nicht ganz so langes. Da bietet sich die wildroma ntische Wanderung durch die Wolfsklamm an.

Von Aldrans aus fahren wir erst mit dem Bus nach Innsbruck, dann mit dem Zug weiter nach Stans. Hier starten wir durchs Dorf, hinauf zur Mautstelle am Eingang der Schlucht. €6.50 (alle zusammen) müssen wir zahlen, das lasse ich mir gerne einleuchten. Irgendwer muss ja auch den Steig erhalten. Und es gibt sie doch noch, die Moderaten Preise…

Zuerst geht ein kurzes Stück ein Steiglein durch den Wald ehe man zur eigentlichen Klamm kommt. Der Weg ist perfekt eingerichtet, und die Szenerie ist einfach toll. Wunderschön muss ich sagen.

Immer wieder muss man staunen, was die Natur in langer Zeit erschaffen hat…

… und wie der Mensch auch ohne Megalomanie und einfachen Mitteln dieses Wunder nachhaltig erschließen kann. Und das schließlich schon vor 117 Jahren. Hut ab!

Bald erreichen wir das Ende der eigentlichen Klamm und wandern weiter Richtung St. Georgenberg. Imposant thront das Kloster über dem Talschluss.

Vorher kommen wir noch vor einer weiteren Kuriosität dieser Wanderung vorbei, es ist die „Stadt der Steinamändchen“

Dann haben wir endlich das Ziel erreicht. Die Klosterschenke.

Trotz großem Andrang haben die Leute hier alles im Griff, bald haben wir unsere Getränke vor und stehen…

… und das leckere Essen folgt auf den Fuß.

Nach einer feinen Pause packen wir es wieder, doch wir nehmen nicht den gleichen Weg, sondern steigen über Maria Tax, einer anderen kleinen Kirche nach Stans ab.

Schnell und steil geht der Steig ins Tal, Gott sei Dank gibts kleine Pausen mit Löwenzahnblasen…

Schlussendlich erreichen wir wieder den Bahnhof und fahren zufrieden nach Hause.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:45 h
Gesamtlänge: 9,79 km
Höhenmeter: 438

180504 Wanderung „Maria Waldrast“

Heute konnte ich Sara überreden, mit mir eine Wanderung zu machen. Wir beschließen, den heuer ersten Besuch bei der Wallfahrtskirche „Maria Waldrast“ Matrei am Brenner zu machen. Das Wetter verspricht schön zu bleiben, daher stehen alle Signale auf „GO“.

Wir fahren über die Römerstraße nach Matrei, trotz kurzer Luftlinie gefühlt eine Weltreise. Dann geht´s hinauf nach Mützens und kurz vor dem Mauthäuschen parken wir das Auto. Ein freundliches Wort bei der Mautstelle macht sich gleich mal bezahlt, eine Frau bietet uns eine Mitfahrgelegenheit an, damit wir „schneller“ zum Wallfahrten kommen. Sara ist begeistert.

Bei der Ausstiegsstelle müssen wir noch einen kurzen Marsch über die Asphaltstraße machen, dann finden wir uns wieder auf dem Forstweg, der uns in kurzer Zeit in Sichtweite der schön gelegenen Kirche mit Kloster bringt.

Unterwegs klauben wir noch den einen oder anderen Geocache auf, dann erreichen wir zufrieden das wunderschöne Gotteshaus. Die Serles lacht uns an, mit einem Hut, doch an eine Besteigung ist jetzt noch nicht zu denken, zu viel Schnee liegt noch auf dem Haupte.

Im Gasthaus bekommen wir das erste Getränk des Jahres, auf Nachfrage erklärt uns der neue Pächter, dass er vor genau einer Stunde die Pforten aufgeschlossen hat. Welch ein Glück. Die Sonne, die sich zwischenzeitlich versteckt hatte, lacht nochmals zwischen den Wolken heraus, so lässt sich die Pause auf der Veranda aushalten.

Da sich der Abend schon nähert, zieht ein kühles Lüftchen vom Tal herein und vertreibt uns von unserem lauschigen Plätzchen. Es wird Zeit, wieder abzusteigen. Davor schauen wir noch in die Kirche, zünden eine Kerze an. Dann machen wir uns auf den Weg. Sind wir beim Raufgehen noch im T-Shirt gewandert, ist jetzt schon Zeit für eine Jacke.

Unterwegs treffen wir ein paar Wanderer, die die erste Nachtwallfahrt mitmachen, die heute stattfindet. Leider haben wir das zu spät erfahren, aber vielleicht geht sich so eine Prozession im Sommer mal aus.

Schlussendlich erreichen wir glücklich wieder den Parkplatz, eine schöne Wanderung haben wir da gemacht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:55 h
Gesamtlänge: 7 km
Höhenmeter: 254 m

180430 GC Hechtsee

Es wird Zeit, wieder mit Letu eine Runde zu drehen. Dieses Mal haben wir uns den Hechtsee in Kufstein ausgesucht. Hier sind auch ein paar Geocaches versteckt, die wir natürlich gleich einsammeln wollen.

Mit dem Zug geht es zuerst von Innsbruck nach Kufstein, direkt vom Bahnhof starten wir dann unsere Runde. Es dauert allerdings eine Weile, bis wir den Übergang beim Bahnhof finden… schon am Start haben wir einen super Ausblick auf die beeindruckende Festung Kufstein.

Der erste Teil unserer Runde ist dann aber nicht so toll, wir müssen ca. 1,5km neben der dicht befahrenen Straße entlanglaufen, bis wir den gemütlichen Teil unserer Runde erreichen. Endlich erreichen der den feinen Steig, der uns zum Ziel, dem Hechtsee bringen soll.

Gemütlich wandern wir durch den Wald, das Wetter ist uns auch heute wieder hold, und nebenbei sammeln wir die Geocaches ein. Der erste Teil des Steiges geht teilweise eng, mit starken Abbrüchen zur Straße dahin, dann weitet sich jedoch die Landschaft und wir sehen wunderschöne Bauernwiesen, im Hintergrund den Pendling mit dem Kufsteinhaus.

Bald wird es Zeit für eine Pause, wir finden eine gemütliche Bank, die mitgebrachte Brotzeit wird hier genüsslich verputzt.

Noch einmal wird der Steig schmal, dann sehen wir in der Ferne die Ruine Thierberg. Da dieser Platz nicht auf unserem Weg liegt, müssen wir da wohl oder übel nochmals herkommen, denn das Bauwerk schaut sehr interessant aus.

Noch ein paar Schleifen müssen wir drehen, dann stehen wir endlich vor dem Hechtsee. Unterwegs ruft Letu plötzlich: „Schau Papa, ein Herzbau…“, und siehe da, sowas habe ich auch noch nicht gesehen…

und gleich daneben steht noch ein Quad, das es dem Junior gleich angetan hat.

Schlußendlich stehen wir dann am Ufer des Sees, hier lassen wir uns eine zweite Brotzeit schmecken.

Mhhhh, das tut gut. Idylisch liegt der See eingebettet im Wald, zum schwimmen und plantschen lädt er aber heute nicht ein: Zum einen sprechen die Wassertemperaturen nicht dafür, zum anderen ist der Randbereich des Wassers dick mit einer Pollenschicht versehen… da will wohl niemand durch.

Auch der weitere Weg ist sehr schön angelegt, über schmale Steige vermeiden wir jede Fahrstraße. Unterwegs gibt’s dann noch einen Klettercache für Letu, den er mit Bravour meistert.

Und schlußendlich erreichen wir dann wieder unseren Ausgangspunkt mit der nicht so tollen Straße. Bald erreichen wir das Zentrum von Kufstein, hier lassen wir es uns noch gut gehen, um bald wieder im Retourzug nach Innsbruck zu sitzen.

Nach Kufstein will ich aber nach diesen Eindrücken bald wieder kommen, es hat uns beiden sehr gut gefallen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:45 h
Gesamtlänge: 15,35 km
Höhenmeter: 349 m
Geocaches: 38 Stk.

180429 GC Auf´n Rinner Berg

Schon länger wollte ich mal die Geocacher-Runde auf den Rinner Berg machen, das Wetter ist heute gut, und ich habe Zeit. Also starte ich von Rinn aus zuerst Richtung Rinner Alm. Der Weg hier führt angenehm durch den Wald, um die einzelnen Dosen einzusammeln, muss ich jedoch die Forststraße verwenden.

Rasch mache ich Höhe, der Weg ist gut zu begehen und die Caches können sich auch nicht lange vor mir verstecken. Bald erreiche ich die Rinner Alm, die aber heute noch geschlossen ist. Die soll erst am „Staatsfeiertag“ geöffnet sein, habe ich gehört.

Ich wandere an der Alm vorbei, es sind trotzdem einige Leute auch schon per Pedes oder mit dem Rad hier raufgekommen. Ab der Alm wird es viel ruhiger. Der Weg „gehört“ mir alleine. Die Aussicht auf das Inntal wird immer besser…

Fein warm wird es nun, kein Windlein stört. Meine nächste Station ist die Kriegerkapelle, die idyllisch im Wald liegt. Hier bin ich noch gar nie gewesen, daher freut es mich umso mehr, endlich mal diesen Platz zu sehen.

Vor dem Kirchlein sitzen zwei Leute, die mir den Zugang zum Cache hier verwehren… was soll ich tun. Gerade, als ich fragen will, ob ich kurz stören kann, fragt mich der Mann: „Suachscht die Dos´n“… juhu, da habe ich wieder zwei Cacherkollegen, dieses Mal aus Südtirol getroffen.

Nach einem kurzen Gespräch ziehe ich weiter, noch habe ich ein paar Schätze zu suchen. Bei der nächsten Station fuchst es mich dann doch, ich suche eine Weile, aber das GPS-Signal im Wald ist nicht besonders gut… Gott sei Dank kommen die zwei Südtiroler und gemeinsam können wir die Dose dann doch noch finden… bzw. um der Wahrheit zu entsprechen, sie finden den Cache und ich kann mich auch noch gleich eintragen. Wir beschließen, die nächsten Stationen gemeinsam zu machen…

Nochmals 20 Minuten später erreiche ich die Endstation, ein kleiner Weiher mitten im Wald. Ob der im Sommer auch existiert, wage ich zu bezweifeln, aber jetzt mit der Schneeschmelze hat sich ein idyllischer Platz gebildet. Die Schuhe sind zwar, da hier noch einiges an Schnee liegt, leicht feucht geworden, aber das tut dem Spaß keinen Abbruch. Ich setze mich eine Weile in die Sonne und genieße den schönen Tag.

Für den Rückweg nehme ich den Steig, der fast gerade den Berg runterführt. Noch einmal treffe ich die zwei Cacher auf dem Weg, doch dann trennen sich endgültig unsere Wege. Ich gehe direkt ins Tal, vorbei an der Rinner Alm und weiter nach Rinn.

Ein schöner Tag mit einer tollen Runde endet, zufrieden mache ich mich auf den Nachhauseweg.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:30 h
Gesamtlänge: 13,53 km
Höhenmeter: 908 m
Caches gefunden: 15 Stk.

180422 Von Mötz zur Burg Klamm

In der TT [Tiroler Tageszeitung] stehen von Zeit zu Zeit sehr interessante Wanderungen ausgeschrieben. Eine dieser Rundgänge, nämlich jene in Mötz, hat es uns angetan. Da wir schon immer mal die „Burg Klamm“ anschauen wollten, machten wir uns auf, diese Tour am Sonntag zu machen.
Schon in der Früh zeichnet sich ein wunderschöner Wandertag aus, zuerst heißt es aber, den Sonntag zu ehren, daher gehen wir noch kurz in die Kirche in Aldrans.

Nach dem Mittagessen fahren wir, die gesamte Familie nach Mötz zum Sportplatz. Dort treffen wir noch Papa, der uns schon sehnlichst erwartet. Die Rucksäcke sind schnell geschultert, dann machen wir uns auf, zuerst durch das Dorf.

Mötz ist eines der Dörfer, an denen ich schon gefühlte 1000x vorbeigefahren bin, aber noch nie im Ort selber war. Heute stelle ich fest, dass das ein Fehler war. Ein kleiner, aber feiner Ort, der uns allen gut gefällt.

Nach kurzem Gang erreichen wir den Wald, zum Glück, denn auf dem Asphalt ist es für diese Jahreszeit schon richtig heiß. Hier geht die eigentliche Wanderung los.

Zuerst noch auf einem schönen Forstweg, immer entlang dem Klammbach, erreichen wir auch schon bald die erste, wenn auch baufällige Brücke über das Wasser.

Dann steigt der Weg immer leicht aufwärts in Richtung „Burg Klamm“. Schöne Konglomeratwände können wir an den Seiten des Baches bewundern, zum Teil bis zu 30m hoch. Das ist für unseren Geologen vom Dienst, Papa, natürlich sehr interessant.

Das Steiglein ist wunderschön zu gehen, und bald erreichen wir das erste Highlight, den Wasserfall direkt unter der Burg.

Gerade jetzt, da viel Wasser aus den Bergen kommt, rauscht das Wasser hier mit voller Wucht durch den kleinen Durchlass und bildet ein wunderschönes Spektakel.

Und direkt über den Wasserfall liegt „Burg Klamm“. Welch ein Platz für eine Burg. Ausgesetzt liegt die, heute im Privatbesitz befindliche Wehranlage auf einem Felsen, uneinnehmbar sieht es von hier aus. Einzig eine Brücke als Zugang hat wohl als Schutz immer gut funktioniert.

Nach einem kurzen, aber steilen Aufstieg stehen wir am Eingang zur Burg. Nachdem wir uns kurz rückversichert haben, können wir zumindest bis zur Brücke der Burg spazieren, um einen Eindruck von dem Gebäude zu bekommen. Hier pausieren wir kurz, bewundern die schöne Gegend und lassen die Seele baumeln.

Dann machen wir uns auf, der Weg ist noch weit, und der eine oder andere Schuh drückt schon. Trotzdem sind wir alle motiviert, ein Stücklein Schokolade hilft allemal.

Weiter geht es am Fischteich vorbei, dann in der Nähe des sogenannten „Sturlbachs“ weiter in Richtung „Weiler Wald“. Auch dies ein kleines Örtchen, das man normalerweise nie betritt.

Der letzte Teil der Wanderung ist dann wieder im Wald, es geht meist eben, oder abwärts wieder hinunter nach Mötz. An der schönen Aussicht genießen wir nochmals die einzigartige Aussicht auf das wunderschöne Tirolerland und trinken einen kräftigen Schluck Wasser. Die Temperaturen sind schon richtig sommerlich.

Auf den letzten Metern entwickelt sich Sara fast schon Dauermarschierer und macht mit Papa richtig Tempo. Dafür dürfen Sie dann in Mötz wieder auf uns warten…

Leider finden wir in Mötz keinen Gastgarten zum Sitzen, das werden wir ein andermal nachholen. Wir verabschieden uns am Parkplatz von Papa, dann fahren wir nach Hause.

Den Tag beschließen wir mit einem Besuch im Schwimmbad und anschließendem Essen in der „Pizzaria Villagio“ in Aldrans.

Tourendaten
Gesamtlänge: 12,75 km
Gesamtdauer: 3:30 h
Höhenmeter: 370 m

180402 GC Sterzinger Runde

Letu und ich haben wir ein neues Ziel vor Augen… in Sterzing gibts eine coole „Powertrail-Runde“ mit vielen, vielen Geocaches auf dem Weg.

Wir fahren mit dem Zug über den Brenner, auf der Passhöhe müssen wir den Zug wechseln. Trotzdem ist die Fahrt gefühlt mindestens gleich schnell wie mit dem Auto.
In Sterzing startet die Runde gleich vom Bahnhof. Wir haben uns schon ein bisschen was vorgenommen, mal schauen wie es geht.

Zuerst geht es durch den Ort und recht fad am Radlweg durch das Industriegebiet. Doch dann kommen wir endlich in die „freie Natur“.

Entlang eines kleinen Bächleins gehts schön dahin.

Dazwischen machen wir immer wieder Pausen, Brotzeit ist natürlich auch dabei.

Da es noch recht früh im Jahr ist, liegt in den Schattenbereichen immer noch Schnee. Trotzdem ist der Weg gut gangbar.

Einmal machen wir eine interessante Pause an einem „Steingarten“, bei dem wir auch noch gleich einen Earthcache loggen können.

Dann wandern wir am gegenüberliegenden Ufer wieder retour Richtung Sterzing. Unterwegs sehen wir noch die beeindruckende Burg Reifenstein, die sicher auch mal einen Besuch wert ist.

An einer schönen Kapelle kurz vor Sterzing machen wir die letzte Rast in der Sonne, und genießen die frühlingshafte Wärme… Südtirol ist einfach anders…

Am Bahnhof angelangt, sind wir beide ganz schön müde, ein Getränklein zum Auffüllen der leeren Speicher ist jetzt natürlich noch angesagt.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:50 h
Gesamtlänge: 20,23 km
Höhenmeter: 115 m

180324 BW, Tag 2 – Bocchetta Gabellele

Nach einer erquickenden Nachruhe springe ich schon relativ früh aus meinem Kinder-Halbgitterbett. Rasch sind dann auch alle anderen auf den Beinen und wir machen uns auf zum Frühstück.
Am Vortag hatte und der Besitzer noch gefragt, ob wir „saures“ oder „süßes“ Frühstück haben wollten. Wir entschieden uns für das „Saure“, wobei das Wurst und Käse bedeutete…
Jetzt, am wunderbar gedeckten Tisch ist Beides vorhanden, und das reichlich. Wir schlagen uns die Bäuche voll und fühlen uns für jedlich Tagwerk gewappnet.

Unser Ziel ist heute zwar ein Klettersteig, aber wir machen uns nicht viele Illusionen, daß das was wird. Es ist einfach zuviel Schnee vorhanden. Aber wir haben mal die ganze Ausrüstung dabei.

Im Zielgebiet wollen wir es zwar immer noch nicht ganz glauben, daß der Klettersteig nicht begehbar ist, obwohl hier schon recht viel Schnee liegt. Daher nehmen wir das ganze Zeug mit und machen uns auf einer Rodelpiste auf, zuerst zur „Rifugio Bepi Bertagnoli“, die wir schon nach kurzer Wanderung erreichen.

Hier liegt richtig viel Schnee, daher beschließen wir, den Klettersteig sausen zu lassen und uns über die Wanderwege zu einem Gipfel hinaufzuarbeiten.

Den ersten Steig, den wir wählen, führt zwar relativ steil hinauf, schön präpariert von einem Pistenbully, aber jäh ändet die Spur und von hier wäre böseste Spurarbeit notwendig.

Da wir noch einen zweiten Weg gesehen haben, beschließen wir, nochmals ein Stück runterzugehen, und den alternativen Steig zu verwenden. Immer wieder begegnen uns hier Wanderer, teilweise auch mit Skibobs. Auch wird es immer kälter, das merken wir hauptsächlich an den Fingern.

Schlußendlich erreichen wir den „Bocchetta Gabellele“, einen kleinen Pass. An diesem Punkt beschließen wir, umzudrehen. Der weitere Weg wäre auch wieder zu spuren, was in diesem Schnee gar nicht so toll ist.

Auf dem Weg ins Tal erreichen wir dann wieder die „Rifugio Bepi Bertagnoli“, in die wir einkehren. Wir genießen ein Bier, während Dani sich noch was zum Essen besorgt hat. Da nasche ich dann auch gerne mit, Gnocchi mit Pesto, das ist richtig gut.

Und wieder einmal, als die Rechnung kommt, sind wir von den Preisen hier überrascht. Richtig günstig, wenn man kein Bier trinkt.

Die Fahrt nach Hause verläuft unspektakulär, nicht wie am Morgen, als wir über kleinste Straßen angefahren sind. Kurz bevor wir die Unterkunft erreichen, finden wir eine gemütliche Pizzeria, in der wir uns noch stärken. Das Essen ist super, und der Wein schmeckt auch sehr gut. Gemütlich lassen wir hier den Tag revue passieren, dann machen wir uns in die Unterkunft auf.

Dort wird mal gründlich geduscht, dann sitzen wir uns noch im Wohnzimmer zusammen und genießen einen gemütlichen Abend.

Stationen:
– Castelgomberto
– Campodalbero

Tour auf die „Bocchetta Gabellele“
Gesamtstrecke: 14,33 km
Gesamtdauer: 3:29 h
Gesamthöhe: 785 m