200529 Zimmermoos, Hauskogel (1.011m)

Es ist wieder eines unserer Highlights des Jahres, unser von allen geliebtes Familienwochendende vor der Tür. Pünktlich zu Pfingsten treffen wir uns jedes Jahr, heuer allerdings unter etwas erschwerten Bedingungen. Es ist immer noch COVID19-Zeit, die wir mit all ihren Beschränkungen haben. Trotzdem machen wir unser Bestes. Einzig Bettina und Daniel können heuer wegen der Einreisebeschränkungen nicht dabei sein.
Unsere Unterkunft, ein Bauernhof ist heuer in der Nähe von Brixlegg, genauer gesagt in Zimmermoos, einem wunderschönen Hochtal. Dort trudeln wir im Laufe des Tages allesamt ein…

Es ist sehr abgelegen und ruhig hier, trotzdem gibt es für die Kinder viel zu tun. Ein Stall mit Kühen ist in der Nähe, ausserdem gibt es einiges an Spielzeug herumstehen. Genau das Richtige für unsere Horde.
Später am Nachmittag mache ich noch eine kleine Wanderung mit Juri und Letu. Wir wandern zum Hauskogel (1.011m). Nicht gerade der höchte Berg, den wir bestieben haben, aber trotzdem ist es toll.

Wir starten direkt bei der Unterkunft, gehen ein wenig Talein, dann biegen wir bei der Volksschule in Richung Hof.

Bald erreichen wir die Felder und Wiesen der hier ansässigen Bauern, und noch ein paar Meter weiter gehts in den Wald. Auf dem Weg dorthin mußten wir auch noch eine Weide mit „almfertigen“ Kühen durchqueren.

Schließlich erreichen wir den Grat und nun eröffnet sich eine feine Aussicht auf das Inntal. Der Hausberg ist einer jener Berge, die man direkt hinter Rattenberg aufragen sieht. Bewaldet bis zum Gipfel, und auf der Inntalseite richtig steil.

Wir merken fast gar nicht, als wir den Gipfel erreichen. Einziges Indiz ist, daß der Weg nun steil ins Tal führt.

Nun geht es steil hin ins Tal, wir müssen allerdings aufpassen, daß wir nicht in das falsche Tal abzweigen, denn dann würden wir unweigerlich im Inntal enden. Und das wollen wir sicher nicht…

Wir nehmen glücklicherweise die richtige Abzweigung und erreichen bald wieder die Asphaltstraße ins Zimmertal.

Die letzten Meter zur Unterkunft müssen wir auf der Straße entlanglaufen, beeindruckende Bauernhöfe liegen rechts und links von der Straße. Später erfahren wir auch, daß mittlerweile das Bauen im Zimmertal untersagt ist. Zumindest neue Gebäude dürfen nicht mehr gebaut werden, einzig Erweiterungen dürfen durchgeführt werden.

Wir genießen eine kleine Pause im gemütlichen Aufenthaltsraum, dann spazieren wir noch zu einer wunderschönen Kapelle im hinteren Zimmermoos.

Wir sind eine gemütliche Runde, das Wetter ist fein. Was will man hier mehr für eine paar gemütliche Tage.

In der Kapelle werden ein paar Lieder gesungen, dann wandern wir zufrieden retour. Ein gutes Abendessen wartet auf uns, denn dieses Mal haben wir hier Halbpension.

Als wir in der Unterkunft ankommen, riecht es schon verlockend nach Spagetti Bolognese. Mit gutem Essen und einem guten Schluck verbringen wir noch einen feinen Abend mit Gesprächen und Spielen. Einfach toll…

200524 Radltour Innsbrucker Umgebung

Schon lange wünschen sich die Kinder eine längere Radltour, also haben wir uns heute im selben Gespann wie gestern auf den Weg gemacht. Von Aldrans fahren wir als erstes über Schleichwege nach Hall in Tirol, um dort auf den Inntalradweg zu kommen…

Durch Ampass…

Unser erster Ort, den wir durchqueren ist schnell erreicht. Unsere Nachbargemeinde Ampass, mit den schönen, großen Erdbeerfeldern östlich der Ortschaft.

… und die Ampasser Erdbeerfelder…

In Hall, genauer gesagt beim Gasthof Badl erreichen wir den Inntalradweg, der nun für eine längere Zeit unser Fahrband darstellen soll. Von den vormittaglichen Wolken sind nur noch ein paar wenige Fetzen übergeblieben, und die Temperaturen sind schon wärmer geworden…

Die Bauern haben ganze Arbeit geleistet…

Ab und zu bleiben wir kurz stehen, trinken einen Schluck und jedes brave Kind bekommt eine Süßigkeit…

Kurze Stärkung am Wegesrand…

Immer wieder kommen wir an bekannten Stellen, sei es vom Geocachen oder auch vom Bergsteigen vorbei… und können auch eine Geschichte darüber erzählen…

Wolkenspiel über dem Bettelwurfmassiv, rechts der Hundskopf

Nach cirka 20 km Fahrt bleiben wir an einer Bank stehen, es ist Zeit, unsere Brotzeit auszupacken. Wieder ist genug für jeden da, auch an Nachtisch haben wir gedacht…

Schon bald fahren wir weiter, nun erreichen wir Kolsass. Hier haben wir unseren „Point of Return“ festgelegt, daher fahren wir erst durch den Ort und dann auf einer Brücke zum nordseitigen Innufer.

Hier setzen wir unsere Fahrt fort, nun aber geht es retour Richtung Innsbruck, denn dort werden wir von Lucy später mit dem Auto abgeholt. Zuerst müssen wir jedoch den einen oder anderen Hügel bewältigen, das ist nicht immer ganz einfach!

Pause nach einem Anstieg in Baumkirchen…

Trotzdem macht es uns allen Spaß, wenn gleich die Müdigkeit bei immer mehreren durchschlägt…

Letu und ich…

Kurz vor Mieders machen wir nochmals eine kurze Pause bei einem eigentlich schönen Platz, leider haben die Besucher hier viel Müll zurückgelassen, beim sogenannten Gerassi-Biotop.

In Hall machen wir einen letzen Halt, hier gibt es nun endlich das lange ersehne Eis. Und das lassen wir uns auf dem Oberen Stadtplatz so richtig schmecken…

Dann geht es weiter nach Innsbruck, hier haben wir nochmals viel Glück, wir können ein paar Surfer im Inn beobachten, die hier ein sogenanntes „Flippy“ aufgebaut haben… zumindest hat das Teil in meiner Jugend so geheißen.

Eine wunderschöne, wenn auch lange und anstrengende Tour nimmt in Innsbruck sein Ende. Es hat uns alles viel Spaß gemacht, aber es war auch anstrengend. Das nächste Mal machen wir evtl. nicht mehr ganz so viele Kilometer…

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:20 h
Gesamtlänge: 46,58 km
Höhenmeter: 303 m

200523 Padauner Kogel (2.066m)

Wieder ist ein neuer Wandertag angebrochen, heute sind wir eine illustre Runde. Mit von der Partie sind abgesehen von Letu und mir auch noch Sara und Jean, ein Freund des Hauses. Zu viert machen wir uns auf, das Wipptal unsicher zu machen.

Schöne Häuser in Padaun

Wir fahren Richtung Vals und dann weiter nach Padaun. Kurz vor dem Weiler parken wir beim Gasthaus Steckholzer und starten unsere Wanderung auf der Asphaltstraße Richtigung Larchenhof.

Die Wanderschaft…

Überall blühen schon die schönsten Blumen, der Padauerkogel ist bekannt für seine Artenvielfalt bezüglich Blumen.

Jean und Sara inmitten von Löwenzahn

Beim Larchenhof zweigt der Weg in den Wald, der Pfad wird ein wenig steiler, dafür auch schattig. Langsam aber sicher machen wir Höhe, die Aussicht wird immer schöner.

Sara, Letu, Jean

Links und Rechts von uns erstrahlen die Blumen, wir sehen Enzian, Gelbe Küchenschellen und sonst noch Blumen, die schön anzuschauen, aber mir unbekannt sind.

Der Wald lichtet sich, nun ist die Aussicht auf das Brennergebiet immer besser. Im Blick das Obernbergtal, mit den Tribulaunen im Abschluß…

Obernbergtal mit Tribulaune

Auf der anderen Seite, am Talschluß von Vals begrüßt und der Olperer mit dem Fussstein unter schönem Föhnhimmel.

Olperer, Fussstein, Schrammacher und Sagwandspitze

Und auch der Brenner selber, hier im Hintergrund zu sehen, mit dem Wolfendorn und der Flatschspitze ist zu sehen.

Wolfendorn, Flatschspitze, im Tal der Brenner-Grenzübergang

Nun haben wir den Rücken erreicht, der Weg flacht ab, der Pfad schlängelt sich über schöne Wiesen hinauf zum Gipfel.

Das Ziel haben wir schon vor Augen, es kann nicht mehr weit sein. Ein Blick zurück zeigt uns nochmals den Weg. Im Hintergrund sieht man jetzt auch den Brennersee.

Brenner-Passübergang und Brennersee im Tal…

Und dann haben wir es geschafft, das Gipfelkreuz ist zum Greifen nahe.

Nur noch wenige Meter

Nun haben wir uns eine Brotzeit verdient, zum Glück haben wir heute vorgesorgt und Wurstsemmel für die Wanderschaft mitgenommen!

Rast am Geipfel, links hinter dem Kreuz das Wipptal

Es ist angenehm auf dem Gipfel, wir genießen den Rundblick, ich sehe so manches Ziel, das noch auf meiner „Liste“ steht.

Nochmals das Wipptal, im Hintergrund Nordkette und Patscherkofel

Da es langweilig ist, den gleichen Weg retour zu gehen, beschließen wir eine Überschreitung. Der Abstieg ist um einiges steiler als der Aufsteig, daher heißt es Konzentration…

Wieder erreichen wir nach der Waldgrenze einen urwüchsigen Wald, mit richtig alten Bäumen am Wegesrand.

Knorrige, alte Bäume

Viel rascher als der Aufstieg geht der Abstieg, bald schon erreichen wir wieder Padaun und den Gasthof Steckholzer. Leider ist dieser noch geschlossen, aber im Sommer kommen wir bestimmt noch einmal her.

Padaun, links im Vordergrund der Steckholzer

Ein letztes Hindernis muss vor dem Parkplatz bezwungen werden, ein kleiner Bach. Die Kinder probieren zuerst die „Alte-Leute-Methode“, da diese aber langweilig ist, wird anschließend noch gesprungen. Juhu!!!

Es ist vollbracht, auch den Padauner Kogel haben wir nun mal besucht. Viele Jahre wollen wir hier herkommen, nun haben wir es geschafft. Und es wird hoffentlich nicht das letzte Mal sein.

Ein letzter Gruß vom Tagesziel

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,61 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 559 m

200522 Geocachen Inzing

Es wieder mal Zeit für einen Geocachertag für mich. Ich habe mir, in der Hoffnung, mit den Kindern was zu unternehmen, den Fenstertag frei genommen, aber leider müssen beide Kids in die Schule. Na, dann gehe ich eben „Cachen“. Inzing steht schon länger auf dem Programm. Ich parke beim Sportplatz, wandere durch das wunderschöne Toblaten und erreiche bald den Wald…

Schöne Farne in ungewöhnlicher Größe zieren den Wegesrand, ein feines Bächlein plätschert neben mir und der Weg wird immer steiler… bis er plötzlcih aus dem Wald bricht und eine wunderschöne Aussicht, unter anderem auf die Hohe Munde bietet…

Das Wetter ist total fein, ich spüre die starken Sonnenstrahlen schon in Genick… und die ersten Föhnschlieren zeichnen sich am Himmel ab…

Auf dem Weg erreiche ich auch den Weiler Hof, ein unter Denkmalschutz stehender Dorfteil, der sich wunderschön in die Landschaft schmiegt. Und ich kann gerade noch sehen, wie ein Jungbauer seine Schafe aus der Koppel treibt. Eine Besonderheit ist ein sogenannter „Schneeglöckchenbaum“, ein Mitbringsel eines Missionars aus China. Das einzige Exemplar in Tirol…

Nach dem Weiler Hof wandere ich weiter auf den Gigglberg und in einer schönen Schleife wieder retour Richtung Inzing. Der Weg ist jetzt schon ein wenig Enger, mancherorts sieht man, daß der Weg auch für Downhiller verwendet wird…

Relativ lange wandere ich auch verschlungenen Pfaden und finde so manchen Geocache auf dem Weg…

Dann sehe ich durch das Blätterdach wieder hinunter auf Inzing. Der Weg durch den Wald, der mir ausnehmend gut gefallen hat, nimmt ein Ende…

… am Wannerkreuz mache ich noch eine kurze Pause. Anschließend wandere ich wieder retour zum Parkplatz.

Eine schöne Wanderung über Inzing mit ein paar neuen Geocaches… so gefällt mir ein freier Tag!

200521 Miederer Berg / Hocheben (1.413m)

Wir starten die Wanderung beim Touristeninfo-Parkplatz in Mieders. Zuerst geht es durch den netten Ortskern.

Dann zweigen wir ab, nun geht es ab ins Wassertal. Bald schon kommt der stattliche Zirkenhof in Sichtweite.

Es ist angenehm warm und wir genießen die wunderschöne Landschaft.

Immer wieder werden wir mit wunderschönen Ausblicken auf die Kalkkögel und auf König Serles belohnt.

Ob’s von Bauern ist oder vom Tourismusverband: Der Thron am Wegesrand ist ein Highlight.

Viel Forststrasse ist heute auf dem Programm, und das von der steilen Sorte.

Schöne Ausblicke Richtung Inntal hellen die Monotonie der Forststrasse auf.

Letu macht es trotzdem sichtlich Spaß…

Der Weg ist teilweise nicht mehr zu sehen, denn hier wurde massiv Holz geschlagen.

Am höchsten Punkt, bei Hocheben (1.413m) finden wir eine gemütliche Bank, wo wir jausnen.

Auf dem Abstieg treffen wir noch so manch Getier…

Kurz vor Mieders kommen wir nochmals an eine Stelle mit wunderschöner Aussicht.

Am Startpunkt angelangt sehen wir noch eine Kuriosität: Ein Doppelhaus, eine Seite alt, eine Seite frisch renoviert. Das schaut schräg aus… und eine Mühle finden wir auch noch…

Den Abschluss machen wir am Miederer Kalvarienberg. Hier genießen wir nochmals die Ruhe und rasten ein wenig auf einer Bank.

Tourendaten
Gesamtlänge: 12,29 km
Gesamtdauer: 4:00 h
Höhenmeter: 671 m

200517 Kartellerjöchl (1.731m)

Wieder einmal zieht es Letu und mich, ins Halltal, Heute steht das Kartellerjöchl auf dem „Speiseplan“, ein im hinteren Halltal aufragender Felsblock, der das Tal teilt. Südlich davon verläuft das Halltal, nördlich liegt der Issboden.
Wir beginnen unsere Wanderung beim Hackl, wie jedes Mal. Heute ist jedoch richtig was los, nur mit Müh und Not bekommen wir einen Parkplatz. Abweichend zu sonst, nehmen wir heute die Asphaltstraße bis zur Ochsenbrücke, immer ganz nahe beim Weißenbach.

Vorbei kommen wir natürlich auch bei der mächtigen Bettelwurfreise, die immer einen Gefahr für das Halltal darstellte und immer noch darstellt. Der Sage nach handelt es sich hier um den Bettelwurfgeist, der unsichtbar in den Felswänden des Halltals geistert. Im Winter tritt er Staublawinen los, im Sommer löst er Muren vom brüchigen Gestein. An warmen Föhntagen kann man sein Heulen und Toben aus den Klüften der Felsen hören.

Ab dem Bettelwurfeck öffnet sich das Tal wieder, Buchen mit frischem Laub säumen den Weg, der Frühling hat es auch ins Halltal geschafft. Bald erreichen wir die Herrenhäuser, die Hauptattraktion des aufgelassenen Bergbaus. Spuren gibt es allerdings noch wesentlich mehr. Im Hintergrund sehen wir schon das Kartellerjöchl.

Die Bedeutung des Halltals kann man heute nur noch erahnen, leider wird meiner Meinung nach dieses bedeutende Erbe Tirols nicht genug gewürdigt. Das ehrwürdige Herrenhaus ist mittlerweile in einem erbärmlichen Zustand und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis hier ein Unglück passieren wird.

Vorbei an den Herrenhäusern steigen wir höher auf der ehemaligen Werkstraße. Immer wieder stoßen wir auf Überbleibsel vom Bergbau.

Wobei man mit dieser Aussage Vorsicht walten lassen muss. Obwohl der aktive Bergbau nicht mehr vorangetrieben wird, ist der Haller Salzberg nach wie vor aktiv und muss gewartet werden. Ein Laugwerk kann nicht einfach stillgelegt werden…

Fast am höchsten Punkt, dem Wasserberg, finden wir wunderschön aufgeschichtete Lawinenschutzbauten, die im 19. Jahrhundert angelegt worden sind.

Das letzte, und in meinen Augen schönste Gebäude, von dem ich jedoch keinen Namen weiß, ist auf diesem Bilde zu sehen. Noch stehen die meisten Bauten, aber der Zahn der Zeit nagt fest daran…

Schlussendlich erreichen wir das Kartellerjöchl, mit einer wunderschönen Aussicht auf das Halltal. Und ein kleiner, unscheinbarer Fels wird von uns auch näher betrachtet. Der Gamskogel. Auf den müssen wir mal rauf, beschließen wir spontan. Heute nicht, denn wir haben kein Seil dabei, und eine seilfreie Begehung ist mir mit Junior zu riskant.

Auch beim Rückweg kommen wir an verschiedenen Stollen vorbei. Das ganze Ausmass der Anlage kann hier erahnt werden. Es wurden ja zig Kilometer Stollen in den Berg gehauen…

Hier im Bild sieht man gut das Resultat der Schadlawine von 1999, ein Teil des Herrenhauses wurde weggerissen und nur notdürftig repariert.

Ein Besuch im Halltal darf nicht ohne Einkehr bei Sankt Magdalena abgeschlossen werden. Nun, da die Hütten zaghaft aufsperren, gönnen wir uns eine Erfrischung. Der Erdbeerkuchen ist ein Gedicht.

Der weitere Weg führt nun wie gewohnt, aber nie langweilig, von Sankt Magdalena…

… über Buchenwälder…

… und den spektakulären Fluchtsteig…

… hinaus in die Zivilisation, zum Hackl. Ein letztes Blick zurück ins Halltal…

… wir kommen gewiss bald wieder!

Tourendaten
Gesamtlänge: 16,43 km
Gesamtdauer: 4:16 h
Höhenmeter: 1000 hm (auf den Meter genau…)

200516 Heiligwasserrunde

Wochenende ist Wanderzeit, auch wenn das Wetter mal nicht so gut ist. Letu und ich beschließen, einen neuen Weg rund um Heiligwasser auszuprobieren. Wir starten vom großen Parkplatz an der Forststraße zu Heiligwasser. Wir wandern aber von hier gen Süden, Richtung Brenner.

Am Waldrand entlang erreichen wir nach kurzer Zeit Patsch, hier zweigen wir in den Wald ab. Beim Gstill steilt der Weg auf und macht eine scharfe Biegung gegen Norden. Auf einer Forststraße erreichen wir bald Heilgwasser. Das Gasthaus ist offen, aber wir kehren nicht ein. Wir besuchen die Kirche, eine kurze Andacht, dann wandern wir weiter.

Das Wetter ist heute nicht so sonnig, trotzdem ist es relativ warm. Und es herrscht eine fast schon mystische Stimmung in dem wunderschönen Wald um den Wallfahrtort. Immer wieder bleiben wir im Wald stehen und genießen das Spiel des Nebels im Wald.

Nachdem wir die Hälfte der Runde geschafft haben, fängt es einmal leicht zu tröpfeln an. Es dauert nicht lange, wir werden auch fast nicht nass. Trotzdem bildet sich ein weiterer Hingucker aus… schöne Wassertropfen auf den Pflanzen, die wie kleine Kristalle glänzen.

Runter geht es dann zum Teil über die uns schon bekannte Steinerne Stiege, dann erreichen wir wieder eine Forststraße, die uns vorbei an so mancher Kuriosität zur Olympischen Rodelbahn Igls bringt.

Beim Starthaus der Bobbahn machen wir eine kurze Pause, Letu jubelt den vertuellen Fahrern zu! Dann gehen wir über den Speckbacherweg zurück zum Ausgangspunkt. Eine schöne Wanderung mit mystischer Stimmung.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:50 h
Gesamtlänge: 6,52 km
Höhenmeter: 299 hm

200502 Aldranser Alm (1.511m)

Ein wenig Regen, ein wenig Sonne, das Wetter hat sich endlich auf den April besonnen. Zum Glück ist es nicht kalt, daher steht unser Beschluß fest: Heute wirds die Aldranser Alm. Sara beschließt, heute auch mitzugehen.
Wir starten in der Aste, einem Ortsteil von Aldrans unsere Wanderung

Die ersten Meter sind relativ fad über eine Asphaltstraße, wir erreichen den Wasserbehälter und bald danach einen schönen Schafstall. Ab hier sind wir auf einem Schotterweg unterwegs, das schon viel angenehmer ist.

Nach einer Weile zweigen wir in den Wald ab, und suchen uns einen alternativen Weg hinauf zur Alm. Es sind hier so viele Wege, einige davon auch Downhill-Pisten, daß man sein Ziel eigentlich nicht verfehlen kann.

Steil zieht der Weg durch den Wald, Sara hat schon fast die Lust verloren, als wir endlich die Alm erreichen. Wir schon erwartet, die die Hütte geschlossen, aber ein paar Handwerker legen gerade noch Hand an. In zwei Wochen soll Eröffnung sein, um genauer zu sein, am 15. Mai. 2020… heuer mit neuer Pächterin! Wir sind schon gespannt…

Auf der Alm wird als Erstes richtig gut gebrotzeitet, wir haben heute alles dabei. Nach diesem Aufstieg schmeckt die Jause zweimal so gut. Dann genießen wir noch kurz die Aussicht. Leider ist es nicht so gemütlich, daher brechen wir brechen wir bald wieder auf…

Wir nehmen anfangs den selben Weg retour ins Tal, nur ganz am Schluss probieren wir einen „neuen“ Pfad. Dieser führt uns erst ein wenig in die Irre, trotzdem gefällt uns der Steig sehr gut… auch wenn es manchmal extrem steil ist.

Immer wieder kreuzen wir eine Forststraße, um gleich wieder im dichten Wald zu verschwinden. Verlaufen kann man sich defakto hier nicht, daher lassen wir uns auf das kleine „Experiment“ ein, wer weiß, welch schönen Weg wir noch finden.

Den Kindern machts Spaß, mir auch…

Schlußendlich erreichen wir wieder die Wasserfassung und die wunderschönen Frühlingswiesen.

Ein kleines Bächlein teilt die Wiesen. Letu kann nicht wiederstehen und muss seine Füsse reinhängen. Lange bleibt er nicht stehen, schnell ist er wieder aus dem eisekalten Wasser herausgesprungen. Zufrieden und heute auch überglücklich, den Weg geschafft zu haben, erreichen wir wieder das Auto.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:15 h
Gesamtlänge: 9,91 km
Höhenmeter: 713 hm

200501 Arztalalm (1.900m)

Letu und ich brauchen schon wieder ein wenig Bewegung, da bietet sich das Arztal an, das uns schon mit so manch schöner Wanderung beglückt hat. Heute wollen wir den Weg am Falkasanerbach entlanggehen, der uns in angenehmer Steigung auf die Alm bringen soll.

Los gehts beim Parkplatz Hinterlarcher, von dort erreichen wir auch den namensgebenden Hof. Die Besitzer sitzen mit Zipfelmütze im Garten, man merkt sofort, daß hier im Arztal der Jahreskreislauf „anders“ läuft. Noch viel frischer ist hier die Luft, wir befinden uns immerhin auf 1.380 m.

Gleich hinter dem Bauernhof startet die Forststraße auf die Arztalalm, die auch gut mit dem Moutainbike zu bewerkstelligen ist. Das habe ich mir auf jeden Fall schon für den Sommer vorgenommen!

Vorbei an so manch schöner Hütte, die Rosenjochhütte ist hier besonders zu erwähnen, erreichen wir bald die waldfreien Regionen kurz vor der Alm. Ein besonderer Platz auf dem Weg ist eine Überquerung von zwei älteren Brücken, die sich abenteuerlich über ein kleines Bächlein spannen.

Kurz vor der Arztalalm erreichen wir auch die letzten Schneereste des Winters, die hier perdu nicht weg gehen wollen. Aber auch hier, im schroffen Arztal wird der Winter nicht mehr lange bleiben können.

Über eine Kuppe steigend sehen wir endlich die Alm, ein großes Solarpanel als „Eyecatcher“ prominent davorgelagert.

Doch bevor wir uns hier kurz zur Rast setzen können, müssen wir noch das Bödele vor der Alm queren, und das hat noch eine kleine Überraschung parat. Schneebedeckte Brücken, relativ rutschig, müssen noch gequert werden. Nachdem das letzte Hindernis bewältigt ist, erreichen wir die Alm.

Eine kurze Pause gönnen wir uns auf der Terasse, aber lange wollen wir heute hier nicht bleiben, denn es ist noch recht kühl.

Für den Weg retour wählen wir den Aufstiegsweg. Wie immer, wenn man einen Weg in die entgegengesetzte Richtung geht, entdeckt man interessante Plätze, die beim Aufstieg verborgen geblieben sind.

Viel zu schnell erreichen wir wieder den Ausgangspunkt. Eine feine Wanderung, die ich bei höheren Temperaturen sicher nochmals machen möchte. Ausserdem gibt es in der Nähe die Hinterlarcher Mühle, die im Sommer an Freitagen einen Schaubetrieb hat. Sicher eine interessante Geschichte.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 8,54 km
Höhenmeter: 570 hm

200430 Rinner Alm (1.394m)

Nach einem recht inaktiven Tag im Homeoffice und in der Homeschool denken sich Letu und ich, es muss noch ein kleiner Ausflug in die Natur sein. Schnell ist ein Ziel auserkoren, wir wollen auf die Rinner Alm. Weil: Wir müssen nicht weit fahren und es ist auch nicht ganz so weit hinauf.

Wir parken nicht am kostenpflichtigen Wandererparkplatz, sondern direkt im Ort. Dort müssen wir zwar ein paar Höhenmeter mehr machen, aber das schadet nicht. Von dort müssen wir ein Stück auf der Asphaltstraße und dann gehts schon in den Wald hinein. Bald erreichen wir den Waldspielplatz.

Ein kleiner unscheinbarer Pfad zweigt von hier in den Wald, den nehmen wir, ein wenig Abenteuer muss auch sein. Bald erreichen wir durch ein wildes Dornengestrüpp hindurch wieder die Forststraße und nun auch den Rinneralm-Steig.

Dieser zieht meist in angenehmer Steigung durch den kühlen Wald. Zweimal wird es ein wenig steiler, hier ist ein neuer Wegabschnitt erstellt worden, weil der alte Weg durch Wasseraustritt relativ feucht und matschig geworden ist. Dieser ist sehr steil, aber dafür auch entsprechend kurz.

Kurz vor der Hütte erreichen wir eine Lichtung, mit wunderbarem Ausblick auf Innsbruck und das obere Inntal. Schlußendlich erreichen wir die Hütte, die leider (oder zum Glück ob der Einsamkeit) geschlossen ist.

Wir schauen uns um, alles ist ruhig. Wir sind die einzigen Besucher heute. Es gibt einen Schluck Wasser und eine Reihe Haselnuss-Schoko.

Dann brechen wir wieder auf, wir nehmen den gleichen Steig hinunter und erreichen zufrieden ob des feinen Ausflugs das Zentrum von Rinn und unser Auto.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtlänge: 4,87 km
Höhenmeter: 485 m