180615 Sonnenstein (2.442m)

Wie startet man am Besten ins wohlverdiente Wochenende. Genau… man macht eine feine Bergtour. Heute gehts mit Tamara auf den Sonnenstein. Schon lange steht dieser Nachbar der Serles auf meiner Liste.

Selten begangen, daher findet man auch nicht arg viel Information. Doch irgendwie lockte mich dieser Berg schon seit Längerem. Und heute ist es soweit.

Von der Arbeit fahren wir zuerst zur Medrazer Stille, dort vom Parkplatz gehts dann gleich los. Vorbei an der Blutschwitzerkapelle in zuerst angenehmer Steigung Richtung Gasthaus Sonnenstein. Ein Stück, bevor man das Gasthaus erreicht, zweigt ein Steig hinauf Richtung Sonnenstein.

Wir wandern, wobei bei der Steigung des Steigs kaum noch von normalem Wandern gesprochen werden kann, weiter hinauf den Berg. Über Kitzeben folgen wir dem schönen Pfad, ein- zweimal verlieren wir den Anschluss, finden ihn aber gleich wieder und dann gehts schon wieder gerade rauf den Rücken.

Ein kurzes Stück müssen wir dann durch einen Latschengürtel, aber das klingt erst viel schlimmer, als es ist. Wir erreichen bald wieder den Rücken und können uns am frischen Wind, der hier bläst, erfrischen. Die Aussicht wird auch immer besser.

Dann beginnt der zahnigere Teil unserer Bergtour: Erst müssen wir durch ein brüchiges Schotterfeld, doch mit bedacht gesetzte Tritte bringen uns sicher über die nicht ganz einfachen Stellen. Zum Glück müssen wir hier nicht runter, lachen wir noch.

Nun können wir schon gut den weiteren Weg einsehen, ein gutes Stück zum Gipfel haben wir schon noch vor uns…

Nun erreichen wir die Schlüsselstelle der Bergtour, das sogenannte Band. Während ich mich recht „potschert“ anstelle, meistert die Tamara mit Stahlnerven die Stelle ohne Probleme.

Direkt hinter dem Band liegt ein Geocache versteckt, der „Auf allen Vieren“ heißt. Den haben wir uns heute echt verdient, würde ich sagen. Und gerade um zu sehen, daß diesen Weg nicht viele gehen… der Geocache wurde das letzte Mal vor 2 Jahren gefunden.

Nun steigen wir auf nicht so gut sichtbaren, aber erkennbaren Spuren immer weiter Richtung Gipfel: Weit ist es nicht mehr.

Und dann ist es soweit, wir stehen auf dem Gipfel. Jetzt ist mal erst eine feine Rast angesag, wir packen unsere Jause aus, das Bier bleibt noch mal im Rucksack… wer weiß was noch auf uns zukommt.

Vom Gipfel aus versuchen wir den weiteren Weg auszumachen, zum Glück habe ich heute das Fernglas mit. Ohne wäre der Weg, der sich im Endeffekt als nicht so schwierig herausstellt, nicht sichtbar gewesen. Der mächtige „König Serles“ erhebt sich direkt vor uns, die Nordwände schauen aber schon recht düster aus.

Obwohl die Wegfindung Richtung Serlesjöchl nicht immer ganz einfach ist, und jeder zweite Schritt gut überlegt sein muss, geht es wesentlich einfacher als gedacht. Trotzdem, wenn wir so manchesmal zurückschauen, sind wir uns selber nicht mehr sicher, wie wir hier rübergekommen sind.

Irgendwann ist die Schottersteigerei dann aber auch fertig und wir erreichen das Serlesjöchl (2.384m). Hier machen wir nun unser wohlverdientes Bierchen auf. Mjam, das schmeckt heute noch besser als sonst…

Lange bleiben wir allerdings nicht, wir haben noch einen weiteren Weg vor uns. Und der Wind wird auch immer frischer, also „auf, auf, müder Wanderer…“

Der Weg führt nun auf einem angenehmen Steig hinunter ins Tal. Ein Blick zurück zu den Gipfeln zeigt uns unseren heutigen Preis nochmals…

Im Gasthaus Wildeben machen wir dann nochmals eine kurze Pause, trinken eine Kleinigkeit und gönnen uns eine gute Marillenschnitte. Den Platz muß ich mir unbedingt merken, hier ist es echt gemütlich, mit total feinen Wirtsleuten.

Nach der wohlverdienten Pause ist der letzte Teil der Tour noch der Abstieg über die extrem steile Forststraße. Auf der Hütte hatten wir zwei Mountainbiker gesehen, jetzt ziehen wir vor Respekt „virtuell“ den Hut. Diese Straße hat es echt in sich. Im Tal wird es dann ein wenig besser…

Bald erreichen wir dann den Parkplatz, ein super Tag neigt sich dem Ende zu. Mit Tamara hat die Bergtour richtig Spaß gemacht. Danke dafür…

Tourendaten
Gesamtlänge: 15,39 km
Gesamtdauer: 5:30 h
Höhenmeter: 1.595 m

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180610 Tratenspitze (2.510m)

Heute am Vatertag stand eine Bergtour mit meinem Papa an. Es ist ja schon länger her, daß wir gemeinsam irgendwo rauf gegangen sind. Um 6:00 Uhr in der Früh starten wir von Aldrans nach St. Martin bei Gnadenwald, dort stellen wir unser Auto ab.

Vom Parkplatz geht es zuerst in gemütlichem Tempo hinauf zur Hinterhornalm. Der Weg, den ich schon vor ein paar Tagen mal gelaufen bin, ist heute noch mehr ausgewaschen. Naja, gestern am Abend hat es auch richtig fest geschüttet. Die Sicht wird immer besser, uns bald ist unser vermeindliches Ziel vor Augen… die hohe Fürleg.

An der Hinterhornalm bleiben wir nicht stehen, zu früh ist es für eine Pause. Es sind noch wenige Leute am Weg, doch alleine sind wie bei weitem nicht. Das Wetter schaut noch toll aus, also gehen wir weiter. Nächstes Ziel, „Nordumfahrung Hundskopf“. Der Aufstieg beschert uns immer wieder schöne Aussichten auf das Inntal.

Bald schon erreichen wir die „Nordumfahrung Hundskopf“. Wir steigen nicht auf den Gipfel des Hundskopfes selber, weil wir noch einen längeren Weg haben. Nun wird der Steig das erste Mal ein wenig spannend. Das letzte Mal, als ich hier war, sind alle Sicherungsseile noch in Ordnung gewesen, nun aber sind eine Verankerungen rausgerissen. Trotzdem ist der Weg sehr gut zu begehen.

Kurz bevor wir in die Mandele- und Weibelescharte kommen, müssen wir das einzige kleine Schneefeld der ganzen Tour überqueren…

Dann kommen wir am Grat entlang immer näher an die Tratenspitze, die schon im Hintergrund sichtbar wird, wenn sich nicht gerade eine Nebelbank über den Grat schiebt. Im Rücken liegt der von dieser Seite aus spektakulär aussehende Hundskopf, immer wieder sehen wir Leute am Gipfel auftauchen.

Der Grat zieht sich relativ lange dahin, doch das Gehen auf diesem ist angehm, die Aussicht auf beide Bergseite wunderbar. Zwei weitere Wanderer, denen wir ein paar Mal begegnen, sind nun ein Stück vor uns.

Immer wieder zieht der Himmel jedoch zu und läßt uns für das Wetter nicht das Allzubeste erwarten. Wir werden sehen, sagen wir uns und marschieren frohgemut weiter.

Dann, endlich, steilt der Weg ein wenig auf und wir sehen unser heutiges Ziel, die Tratenspitze. Wunderschön steht diese Spitze vor uns, der Weg schaut auch ein wenig verwegen aus. Das Gipfelkreuz kann man schon erkennen.

Obwohl der Grat zu beiden Seiten stark abfällt, ist es sehr angenehm zu gehen. Auf unserer rechten Seite das beeindruckende Vomper Loch, linkerhand liegt das liebliche Inntal.

Noch ein paar kurze, kniffligere Stellen warten auf uns, bei denen wir auch die Hände zu Hilfe nehmen müssen. Aber richtig klettern muß man doch nicht, zumindest wenn man auf dem richtigen Weg bleibt.

Und dann stehen wir auf dem Gipfel der Tratenspitze. Unserer Wanderfreunde sind schon beim Brotzeiten, wir machen es ihnen gleich nach. Richtig angenehm ist es jedoch auch nicht, immer wieder zieht der heute tourenbegleitende Nebel ein und nimmt uns die schöne Aussicht.

Ursprünglich wollten wir noch weiter bis zur Hohen Fürleg, aber im Anbetracht des nicht so stabilen Wetters, ein Gewitter oder Regen würden die Tour sicher um einiges verschärfen, wählen wir den Weg zurück.

Nun kommen beim Abstieg auch noch die Tiefblicke ins Tal dazu, aber die Stellen lassen sich alle gut meistern. Bald sind wir zurück auf dem angenehmen Grat und gehen den ganzen Weg retour Richtung Hinterhornalm.

Den Hundskopf auf dem Weg lassen wir links liegen, es wird Zeit, die Bergwelt zu verlassen um die vermeindliche Himmelsgießkanne ihre Arbeit machen zu lassen. Ausserdem lockt uns schon das feine Isogetränk in der Alm.

Nach der erquickenden Rast in der schön gelegenen Alm, man erkennt das auch gut an den Besuchern, wandern wir weiter Richtung Tal.

Unterwegs riskieren wir nochmals einen Blick zurück zur Bergkette, die wir heute besuchen konnten, und stellen eindeutig wieder mal fest, wie schön wir es in Tirol haben. Da können auch die Wolken nichts daran ändern.

Zu Hause haben wir auch noch eine kleine Belohnung, es wird gegrillt. Das Wetter hat sich gegen Nachmittag dann doch beruhigt, kein Regen ist gekommen. Trotzdem war die Entscheidung, es gut sein zu lassen, die Richtige. Und das Essen schmeckt einfach super.

Danke an meinen Papa, meinem heutigen Bergkameraden, für die tolle Tour! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtlänge: 15,38 km
Gesamtdauer: 7:13 h
Höhenmeter: 1638 m

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180605 Hinterhorner Alm+ (1.918m)

Obwohl das Wetter nicht ganz so stabil ist wie angenommen, wollen wir doch noch eine kurze Afterwork-Bergtour machen. Zuerst ist die Hüttenspitze unser Ziel, doch bei näherem Hinsehen disponieren wir um und gehen auf die Hinterhorner Alm. Diese liegt genau unser einem Wolkenfenster, während die Hüttenspitze schon einen Hut aufhat.

Vom Parkplatz in St. Martin starten wir los, ein paar Meter laufen wir auf der Mautstraße, dann geht es schon auf den Steig. Dieser ist durch die letzten Unwetter ein wenig in Mitleidenschaft gezogen worden und schaut eher aus wie eine Flussbett als wie ein Wandersteig. Trotzdem kommen wir sehr gut voran, Michi macht ein gutes Tempo.

Der Weg hinauf liegt meist im Wald, trotzdem ist es sehr heiß und schwül. Je weiter wir hinaufkommen, desto kühler wird es. Auch die Aussicht wird immer besser, im Oberinntal sehen wir schon die ersten Regengüsse.

Bald haben wir die Alm erreicht, nur wenige Leute sind da.

Ein kühler Wind zieht vom Karwendel herunter, doch wir beschließen, anstatt einer Rast bei der Hinterhorner Alm doch noch weiter zu gehen. Zumindest bis zur Schulter unterm Hundskopf, dort wollen wir uns nochmals das Wetterspiel anschauen.

Rasch kommen wir voran, der Weg steilt auf, aber der Fels ist griffig und wir erreichen ohne Probleme die Schulter.

Von hier schaut das Wetter, zumindest aktuell nicht so toll aus, daher beschließen wir, umzudrehen. Ein Blick hinunter ins Tal entschädigt für den entgangenen Gipfel, die Walder Alm liegt schön unter uns.

Ein kalter Windstoß raubt uns dann die letzten Ambitionen, weiterzugehen.

Es wird Zeit, ins Tal zu gehen. Unterwegs hören wir im Hintergrund ein einmaliges Grummeln, aber mehr kommt auch nicht.

Im Voldertal regnet es schon.

Als wir bei der Hinterhorner Alm vorbeikommen, zeigt sich wieder die Sonne, aber die Entscheidung, umzudrehen war schon richtig. Das Wetter ist einfach nicht stabil genug.

Im Tal gönnen wir uns zum Abschluss noch ein Bier im Augustiner Bräu in Hall, das ist wohl verdient.

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,20 km
Gesamtdauer: 3:11 h
Höhenmeter: 986 m

180528 Halltal, Herrenhäuser (1.499m)

Nach der Arbeit noch schnell in die Berge? In Tirol ist das kein Thema. Also packen wir unsere Siebensachen (es waren eher weniger…) und wandern ins Halltal.

Dieser geschichtsträchtige Ort zieht mich einfach immer wieder magisch an. Hier wurde über 600 Jahre lang Salz in harter Arbeit in einer sehr unwirtlichen Umgebung abgebaut. Trotzdem, oder gerade deswegen haben die Bergknappen hier eine beeindruckende Infrastruktur hinterlassen. Erst 1967 wurde der Salzbergbau zu Hall eingestellt, trotzdem muss ein guter Teil der Stollen noch gewartet werden, um das fortwährende Auslaugen des Salzen zu kontrollieren. Und die Spuren des Bergbaus sind überall präsent.

Wir starten vom Hackl, zuerst ein Stück der Straße entlang, vorbei an der Bergerkapelle (Freiungkapelle), dann erreichen wir den Fluchtsteig. Dieser ist leider gesperrt, daher gehen wir auf dem Asphalt weiter. Vorbei an den Ladhütten, den ehemaligen Kontrollstationen an der Soleleitung erreichen wir die Abzweigung nach St. Magdalena.

Über die Sonnenbrücke führt der Weg weiter Richtung Herrenhäuser, der Asphalt ist endlich vorbei, nun ist der Weg schottrig.

Nach ein paar Kehren erreichen wir dann auch die beeindruckenden Herrenhäuser, Zentrum des früheren Bergbaus.

Hier hat der nette Besitzer der „Knappenkuchl“ immer ein paar frische Bier in Selbstbedienungsmanier eingelagert, heute haben wir aber selber eine Dose mitgebracht…

Wir sitzen eine Weile vor der „Knappenkuchl“, es kommen noch zwei Mountainbiker (ohne Motor) vorbei, mit denen wir uns gut unterhalten. Doch langsam wird es frisch, es ist doch erst Mai, darum machen wir uns auf ins Tal.

Der Fluchtsteig ist gesperrt, aber gut begehbar, wird uns erklärt. Nachdem wir den Steig abmarschiert sind, können wir das auch bestätigen. Es ist eine Drahtseilversicherung ausgerissen, das müsste der Grund für die Sperre sein.

Ansonsten ist der Weg sehr gut begehbar, und um vieles schöner als die Straße. Wieder einmal hat es sich gelohnt, in unserer wunderschönen Natur zu verweilen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,81 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 685 m

180526 GC Pendling (1.563m)

Wann immer ich über Kufstein fuhr, stach mir der Pendling ins Auge. Was für eine Aussicht muss da oben wohl sein.

Heute konnte ich endlich auch diesen Berg in Angriff nehmen. Zusätzlich, aber auch zufällig wollten sich heute auf der Hütte ein paar Geocacher treffen. Nichts wie hin, dachte ich mir.

Um 7:00 Uhr fahre ich von zu Hause mit dem Bus zum Hauptbahnhof, um dort den Zug nach Kufstein zu nehmen.

Um ca. 8:00 Uhr bin ich in Kufstein und starte gleich los. Auf den Weg zum Pendling finde ich schon 1-2 Dosen.

Dann startet der Powertrail von „Fred Bull“ los. Unterwegs stoße ich auch gleich auf den Owner, der auch den Event auf der Hütte heute organisiert hat.

Ich habe das Privileg, den Herrn mit zwei weiteren Cacherinnen bei der Wartungsrunde zu begleiten. Dose die Dose wird abgeklappert.

Nette Gespräche verkürzen die Gehzeit zumindest gefühlt. Außerdem finden wir immer wieder schöne Sachen, wie zum Beispiel diese Frauenschuhe.

Um 13:00 Uhr erreichen wir dann endlich das Pendlinghaus, auch Kufsteinhaus genannt.

Dort löschen wir unseren Durst und essen eine gute Gulaschsuppe.

Einige weitere Geocacher sind mit von der Partie und wir hören so manchen Schwank.

Dann mache ich mich alleine wieder auf ins Tal, ich muss den Zug nach Hause erreichen.

Das geht sich auch knapp aus. In Innsbruck erreiche ich auch gleich wieder meinen Bus nach Hause.

Das war ein super Tag mit Gleichgesinnten. Das hat richtig Spaß gemacht

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:30 h
Gesamtlänge: 25,73 km
Höhenmeter: 1.208 m
Geocaches: 45

180518 Der Weg der Briefträgerin

Freitag Nachmittag ist immer eine gute Zeit zum Geocachen. Also fahre ich mit Alfons nach der Arbeit nach Mieming, doch dort trennen sich unsere Wege auch bald wieder. Geocachen ist nichts für den Jungspund, da ist zu wenig Geschwindigkeit drinnen. 😜

Ein Bierchen wird mir von der gute gelaunten Maria kredenzt, dann verabschiede ich mich.

Also mache ich mich alleine von Affenhausen aus auf den Weg. Zuerst am Golfplatz vorbei, dann warten schon die ersten kühnen Dosen in luftiger Höhe.

Mit meiner Stipprute ist das aber gar kein Problem, eine Dose nach der anderen wird geangelt. So kommen auch wieder ein paar Smileys auf meine Cacherkarte.

Nebenbei ist natürlich die Wanderung an und für sich auch sehr nett. Nicht besonders anspruchsvoll, da es immer auf Forstwegen dahin geht, aber die Landschaft ist sehr schön.

So mancher Cache ist an richtig schönen Plätzen versteckt. Davon finde ich heute gleich mehrere.

Am Schluss, schon ein wenig müde von den Schotterwegen, werde ich noch mit einem feinen Steiglein durch den Wald belohnt.

Und dann erreiche ich auch schon Telfs. Hurtig mache ich mich auf zum Bahnhof, denn mein Zug fährt schon bald.

Gerade noch rechtzeitig erreiche ich das Dampfross, das nenne ich mal Timing.

Und die Zugfahrt genieße ich immer wieder…

Tourendaten
Gesamtlänge: 14,1 km
Gesamtdauer: 4:00 h
Höhenmeter: 290 m

180510 Wolfsklamm

Wieder ein schöner Tag und damit ist wandern angesagt. Da heute beide Kids dabei sind, wird’s was nicht ganz so langes. Da bietet sich die wildroma ntische Wanderung durch die Wolfsklamm an.

Von Aldrans aus fahren wir erst mit dem Bus nach Innsbruck, dann mit dem Zug weiter nach Stans. Hier starten wir durchs Dorf, hinauf zur Mautstelle am Eingang der Schlucht. €6.50 (alle zusammen) müssen wir zahlen, das lasse ich mir gerne einleuchten. Irgendwer muss ja auch den Steig erhalten. Und es gibt sie doch noch, die Moderaten Preise…

Zuerst geht ein kurzes Stück ein Steiglein durch den Wald ehe man zur eigentlichen Klamm kommt. Der Weg ist perfekt eingerichtet, und die Szenerie ist einfach toll. Wunderschön muss ich sagen.

Immer wieder muss man staunen, was die Natur in langer Zeit erschaffen hat…

… und wie der Mensch auch ohne Megalomanie und einfachen Mitteln dieses Wunder nachhaltig erschließen kann. Und das schließlich schon vor 117 Jahren. Hut ab!

Bald erreichen wir das Ende der eigentlichen Klamm und wandern weiter Richtung St. Georgenberg. Imposant thront das Kloster über dem Talschluss.

Vorher kommen wir noch vor einer weiteren Kuriosität dieser Wanderung vorbei, es ist die „Stadt der Steinamändchen“

Dann haben wir endlich das Ziel erreicht. Die Klosterschenke.

Trotz großem Andrang haben die Leute hier alles im Griff, bald haben wir unsere Getränke vor und stehen…

… und das leckere Essen folgt auf den Fuß.

Nach einer feinen Pause packen wir es wieder, doch wir nehmen nicht den gleichen Weg, sondern steigen über Maria Tax, einer anderen kleinen Kirche nach Stans ab.

Schnell und steil geht der Steig ins Tal, Gott sei Dank gibts kleine Pausen mit Löwenzahnblasen…

Schlussendlich erreichen wir wieder den Bahnhof und fahren zufrieden nach Hause.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:45 h
Gesamtlänge: 9,79 km
Höhenmeter: 438

180508 Wallfahrtskirche Heiligwasser (1.234m)

Kurz entschlossen fahren ich heute nach der Arbeit noch rauf zur Wallfahrtskirche Heiligwasser. Von Innsbruck aus fahre ich meine Standardroute rauf zum Lanserkopf.

Dort wurde in letzter Zeit richtig fest ausgeholzt. Daher ist der Platz jetzt fast schon wieder ein wenig sonnendurchflutet.

Weiter geht’s über den Lansersee, Igls und dann vorbei an der alten Patscherkofelbahn hinauf zum Olex, der neuen Talstation der „Kofelbahn“.

Hier ist immer noch Baustelle, daher muss ich einen kleinen Umweg nehmen, der mich jedoch fast keine Zeit kostet. Dann geht es die letzten Meter hinauf zum schön gelegenen Kirchlein mit der wunderschönen Aussicht.

Dort setzte ich mich ein wenig in die Sonne. Natürlich gibt es hier oben einen Geocache, der verschiedene Stationen involviert. Den musste ich natürlich auf dem Weg hierher lösen, nahe bei der Kirche werde ich dann auch noch fündig.

Die Abfahrt nach Aldrans ist wieder einmal ein Riesenspaß, es geht nur noch abwärts und das einzige Hindernis sind die langsamen Autos und Postbusse…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:50 h
Gesamtdistanz: 19,50 km
Höhenmeter: 741 m

180504 Wanderung „Maria Waldrast“

Heute konnte ich Sara überreden, mit mir eine Wanderung zu machen. Wir beschließen, den heuer ersten Besuch bei der Wallfahrtskirche „Maria Waldrast“ Matrei am Brenner zu machen. Das Wetter verspricht schön zu bleiben, daher stehen alle Signale auf „GO“.

Wir fahren über die Römerstraße nach Matrei, trotz kurzer Luftlinie gefühlt eine Weltreise. Dann geht´s hinauf nach Mützens und kurz vor dem Mauthäuschen parken wir das Auto. Ein freundliches Wort bei der Mautstelle macht sich gleich mal bezahlt, eine Frau bietet uns eine Mitfahrgelegenheit an, damit wir „schneller“ zum Wallfahrten kommen. Sara ist begeistert.

Bei der Ausstiegsstelle müssen wir noch einen kurzen Marsch über die Asphaltstraße machen, dann finden wir uns wieder auf dem Forstweg, der uns in kurzer Zeit in Sichtweite der schön gelegenen Kirche mit Kloster bringt.

Unterwegs klauben wir noch den einen oder anderen Geocache auf, dann erreichen wir zufrieden das wunderschöne Gotteshaus. Die Serles lacht uns an, mit einem Hut, doch an eine Besteigung ist jetzt noch nicht zu denken, zu viel Schnee liegt noch auf dem Haupte.

Im Gasthaus bekommen wir das erste Getränk des Jahres, auf Nachfrage erklärt uns der neue Pächter, dass er vor genau einer Stunde die Pforten aufgeschlossen hat. Welch ein Glück. Die Sonne, die sich zwischenzeitlich versteckt hatte, lacht nochmals zwischen den Wolken heraus, so lässt sich die Pause auf der Veranda aushalten.

Da sich der Abend schon nähert, zieht ein kühles Lüftchen vom Tal herein und vertreibt uns von unserem lauschigen Plätzchen. Es wird Zeit, wieder abzusteigen. Davor schauen wir noch in die Kirche, zünden eine Kerze an. Dann machen wir uns auf den Weg. Sind wir beim Raufgehen noch im T-Shirt gewandert, ist jetzt schon Zeit für eine Jacke.

Unterwegs treffen wir ein paar Wanderer, die die erste Nachtwallfahrt mitmachen, die heute stattfindet. Leider haben wir das zu spät erfahren, aber vielleicht geht sich so eine Prozession im Sommer mal aus.

Schlussendlich erreichen wir glücklich wieder den Parkplatz, eine schöne Wanderung haben wir da gemacht.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:55 h
Gesamtlänge: 7 km
Höhenmeter: 254 m

180430 GC Hechtsee

Es wird Zeit, wieder mit Letu eine Runde zu drehen. Dieses Mal haben wir uns den Hechtsee in Kufstein ausgesucht. Hier sind auch ein paar Geocaches versteckt, die wir natürlich gleich einsammeln wollen.

Mit dem Zug geht es zuerst von Innsbruck nach Kufstein, direkt vom Bahnhof starten wir dann unsere Runde. Es dauert allerdings eine Weile, bis wir den Übergang beim Bahnhof finden… schon am Start haben wir einen super Ausblick auf die beeindruckende Festung Kufstein.

Der erste Teil unserer Runde ist dann aber nicht so toll, wir müssen ca. 1,5km neben der dicht befahrenen Straße entlanglaufen, bis wir den gemütlichen Teil unserer Runde erreichen. Endlich erreichen der den feinen Steig, der uns zum Ziel, dem Hechtsee bringen soll.

Gemütlich wandern wir durch den Wald, das Wetter ist uns auch heute wieder hold, und nebenbei sammeln wir die Geocaches ein. Der erste Teil des Steiges geht teilweise eng, mit starken Abbrüchen zur Straße dahin, dann weitet sich jedoch die Landschaft und wir sehen wunderschöne Bauernwiesen, im Hintergrund den Pendling mit dem Kufsteinhaus.

Bald wird es Zeit für eine Pause, wir finden eine gemütliche Bank, die mitgebrachte Brotzeit wird hier genüsslich verputzt.

Noch einmal wird der Steig schmal, dann sehen wir in der Ferne die Ruine Thierberg. Da dieser Platz nicht auf unserem Weg liegt, müssen wir da wohl oder übel nochmals herkommen, denn das Bauwerk schaut sehr interessant aus.

Noch ein paar Schleifen müssen wir drehen, dann stehen wir endlich vor dem Hechtsee. Unterwegs ruft Letu plötzlich: „Schau Papa, ein Herzbau…“, und siehe da, sowas habe ich auch noch nicht gesehen…

und gleich daneben steht noch ein Quad, das es dem Junior gleich angetan hat.

Schlußendlich stehen wir dann am Ufer des Sees, hier lassen wir uns eine zweite Brotzeit schmecken.

Mhhhh, das tut gut. Idylisch liegt der See eingebettet im Wald, zum schwimmen und plantschen lädt er aber heute nicht ein: Zum einen sprechen die Wassertemperaturen nicht dafür, zum anderen ist der Randbereich des Wassers dick mit einer Pollenschicht versehen… da will wohl niemand durch.

Auch der weitere Weg ist sehr schön angelegt, über schmale Steige vermeiden wir jede Fahrstraße. Unterwegs gibt’s dann noch einen Klettercache für Letu, den er mit Bravour meistert.

Und schlußendlich erreichen wir dann wieder unseren Ausgangspunkt mit der nicht so tollen Straße. Bald erreichen wir das Zentrum von Kufstein, hier lassen wir es uns noch gut gehen, um bald wieder im Retourzug nach Innsbruck zu sitzen.

Nach Kufstein will ich aber nach diesen Eindrücken bald wieder kommen, es hat uns beiden sehr gut gefallen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:45 h
Gesamtlänge: 15,35 km
Höhenmeter: 349 m
Geocaches: 38 Stk.