160728 Rumer Nadel (Langer Stoan)

Das Wetter ist zwar nicht das Beste, aber trotzdem wollen Alfons und ich heute die Rumer Nadel wagen. Zumindest mit dem Rad bis zur Rumer Alm können wir immer fahren. Dann sehen wir schon weiter, so das „Ausgemach“.

Von der Arbeit geht es durch die Stadt, über die Mühlauer Brücke und dann den Berg hinauf bis zum Rechenhof.

Das Wetter schaut mal soweit stabil aus, also beschließen wir, weiterzufahren. Der Weg ändert sich merklich beim Rauffahren, zuerst noch schöner Asphalt, dann schlechter Asphalt und schlussendlich dann unser Liebling, der Forstweg. Hier sind zwar ein paar Stücke, die gerade instand gesetzt werden, aber generell ist der Weg sehr gut in Schuss.

Bald erreichen wir die Rumer Alm, wir beschließen aber gleich am Forstweg weiterzufahren, denn dort am Ende liegt unser Ziel. Die ersten paar Meter vom Forstweg sind fast neu, dann jedoch steilt der Weg so stark auf, dass wir die Räder abstellen und zu Fuß weitergehen.

Am Ende des Forstwegs geht ein kleiner Steig runter zu einem kleinen Hochstand. Ab hier wird es abenteuerlich. Teilweise total matschig und dementsprechend rutschig zieht der Weg nach Unten.

Dann verläuft der Pfad parallel zum Hang, zwar nicht mehr lettig, aber dafür sieht man vor lauter Gras keinen Weg mehr… und die versteckten Wurzeln unter dem Gras stellen sich als echte Stolperfallen heraus. Und was nicht unerwähnt bleiben darf, sind die kleinen Biester, die hier nur auf „Opferbeine“ warten. Zwei Zecken kann ich schon beim Suchen nach „Purpurnen Flüssen“ entfernen. Später zu Hause werde ich noch einen finden, der sich schon leicht verbissen hat, das Mistding!

Schlussendlich erreichen wir den Fuß der Rumer Nadel, bei den „Locals“ auch „Langer Stoan“ genannt. Wir machen eine kurze Pause, dann richten wir uns fürs Klettern her. Gurt, Helm, Einbinden des Seils, dann noch die Patschen und los kann es gehen. Der Einstieg ist ein wenig speckig, aber das sind wirklich nur die ersten 2 Meter.

Dann geht der Weg schön und in fast logischer Linie hinauf. Beim Seilverlauf leiste ich mir einen kleinen Schnitzer, den ich in größerer Höhe dann fast bereue, das Seil lässt sich sehr schwer raufziehen. Die letzten Meter werden zur Kraftprobe, Wisse gegen Seil, aber schlussendlich gewinne ich diesen K(r)ampf und stehe am wohl originellsten Gipfelkreuz in der näheren Umgebung. Das Gartenzwergerl….

Ich richte den Stand ein, dann kann auch schon Alfons nachkommen. Bald sitzen wir zwei gemütlich bei einem kleinen Bier und einer Wurstsemmel bei grandioser Aussicht auf dem Gipfel des Langen Stoans. Gemütlich ist es hier.


Im Oberinntal regnet es schon leicht, also beschließen wir, aufzubrechen. Nach einer lustigen Abseilaktion stehen wir wieder am Fuß der Nadel und können unsere Sachen verstauen.

Rasch berge ich noch den Geocache „Rumer Nadel (Langer Stoan)“

Der Weg durch das Zeckenparadies geht leichter als gedacht, bald stehen wir wieder verschwitzt, da sehr schwül, beim Hochstand.

Wir nehmen einen Pfad durch den Wald, dort entdecke ich noch ein paar Eierschwammerlen und auch den Geocache „Bäume sind auch nur Menschen“. Dann erreichen wir  wohlbehalten die Fahrräder.
Fast genau in dem Moment, als wir losfahren, fängt es an zu Regnen. Wir bleiben bei der Rumer Alm kurz stehen, stellen uns unter einen Baum bis der ärgste Guss vorbei ist, dann fahren wir ab, nach Mühlau. Quer durch Innsbruck fahren wir bis nach Ambras, dann über den Pfaffensteig hinauf nach Aldrans.

Eine tolle Tour mit ganz vielen Aspekten… am besten beschrieben mit HBC (Hike&Bike&Climb). Das müssen wir öfter machen, das hat richtig Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtlänge: 27,44 km
Gesamtdauer: 3:46 h
Höhenmeter: 1.103m

170717 Arztal Alm (1.900m)

Obwohl das Wetter nicht gerade schön ist, beschließen wir heute eine Familienwanderung auf die Arztalalm zu machen. Eine scheinbar eher unbekannte Alm, aber sehr schön gelegen soll unser Ziel sein. Wir fahren von zu Hause über Ellbögen, wo gerade das Schützenbataillonsfest stattfindet, weiter hinauf zum „Hinterlarcher“. Dort parken wir das Auto und treten den Fußmarsch an, hin zur Alm.

Das erste Stück ist sehr gemütlich auf Asphalt, dann auf dem Forstweg. Dann zweigt ein Steig ab, der uns ein paar Serpentinen sparen wird.

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Obwohl der Weg sehr schön angelegt und auch gut zu gehen ist, sind ein paar Stellen drinnen, die durch die großen Regenmengen verwaschen sind und zum Teil noch überspült werden. Da wir nicht alle die guten Bergschuhe anhaben, wird der Eine oder Andere auch mal ein bisschen Nass an den Füßen.

Bald erreichen wir die Halbzeit, wir beschließen trotz eingesetztem Nieselregen hier eine kleine Pause zu machen, und unsere leckeren Brote zu verspeisen.

Das letzte Stück steilt ein wenig auf, Letu marschiert ohne Murren voraus, Sara freut sich schon auf die Hütte . Dann, endlich, erreichen die wir Alm, schön eingebettet in einer kleinen Senke und umgeben von Bächen.


Freundlich werden wir begrüßt, hier gibt es nochmals eine Kleinigkeit zu essen und wir genießen die Gemütlichkeit.


Die Sonne lacht jetzt mittlerweile auch vom Firmament, daher treten wir fröhlich den Rückweg an, ein paar Lieder mit den Kindern machen den Rückmarsch kurzweilig.

Was für ein toller Wandertag mit der Familie, das hat richtig Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,6 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 593 m

160705 Höttinger Alm (1.490m)

Heute kann ich endlich wieder einmal eine schöne Tour mit dem Radl machen. Das Ziel ist die Höttinger Alm. Nach der Arbeit, genauer nach der Kernarbeitszeit mache ich mich bei sehr schönes Wetter auf den Weg, zuerst noch ein Stück durch die Stadt, hinauf nach Hötting.

Die Steigung vor dem Planötzenhof hat es in sich, ich komme ganz schön ins Schwitzen. Ab dem Planötzenhof legt sich die Strecke ein wenig zurück, und es fängt der gemütliche Teil der Tour an.

Bald erreiche ich die neue Umbrüggler Alm, den Bau sehe ich das erste Mal, seit die Alm fertiggestellt ist. Einmal, als hier noch eine riesige Baustelle war, bin ich mal vorbeigekommen, da war ich fast schon schockiert. Doch heute muß ich sagen, daß die Alm wirklich gelungen ist. Ein schöner Bau, der zum neuen Zeitgeist sehr gut passt.

Je höher ich hinauf komme, desto schöner wird die Aussicht. Wunderschöne Wolkenformationen stehen auf dem Himmel, sehr schön anzuschauen. Und die Aussicht auf Innsbruck zeigt mir wieder einmal, warum die Stadt auch den Beinamen „Hauptstadt der Alpen“ hat.

Bald erreiche ich die Abzweigung zur Höttinger Alm, der Weg steigt zwar immer noch an, dennoch finde ich das Rauf fahren sehr angenehm.
Und dann sehe ich mein Tagesziel, die Höttinger Alm, belagert von Schottischen Hochlandrindern, die hier eine neue Heimat bekommen haben. Zwischendurch sind die Wolken mal richtig dunkel geworden, aber jetzt ist es schon wieder lieblich, das Wetter.

Ich gönne mir auf der Alm ein alkoholfreies Weizen, genieße die Sonne und die Ruhe auf dieser ansonsten so überlaufenen Gaststätte. Das Wetter hat wohl den einen oder anderen abgehalten, heute hochzuradeln. Insgesamt sind wir 9 Personen, 3 Lokalmatadore inklusive.

Das zweite Non-Bier gönne ich mir noch, da die Sonne heute wirklich gemütlich ist, und die Sprüche von den Lokal-Matadore´s doch recht lustig sind. Die mäkeln nämlich über die E-Bikern rum, zwei davon sitzen in Hörweite und sind sichtlich irritiert. Ich lächle, denn in Jeans und Pulli auf die Höttinger zu fahren, und das mit einer höllischen Geschwindigkeit, ist schon fast ein wenig frech.
Genüsslich richtige ich mich für die Abfahrt her, mittlerweile sind noch ein paar Leute dazugekommen.

Die Abfahrt ist dann auch richtig lustig, es geht flott den Berg hinab, die Scharen sind jetzt gerade beim hochfahren. Ich fahre über die Arzler Alm hinunter nach Mühlau.

Eine Schulgrupe beim Aufstieg blockiert den Weg geschickter Weise genau hinter einer Kurve, Gott sei Dank bin ich gemütlich am Weg, ansonsten will ich gar nicht dran denken, was da alles passieren könnte.

Bald erreiche ich Mühlau, durch die Stadt erreiche ich meinen Standardweg hinauf nach Hause. Die letzten paar Höhenmeter laufen heute extrem gut, dann habe ich mein zu Hause erreicht. Alles gut gegangen.

Beim Bericht schreiben kommt das Gewitter, das schon angesagt wurde, mit voller Wucht auf uns zu, bin ich froh, daß ich das im Hause und nicht draussen erleben muß.

Tourendaten
Gesamtlänge: 27,40 km
Gesamtdauer: 2:20 h
Höhenmeter: 1.088 m

160626 Eulenwiesen

Ein bisschen ein Kreuz ist es schon mit dem Wetter… manchmal ist das Wetter einfach wunderbar, und ich habe keine Zeit, irgendwas zu machen. Und wenn ich dann die Zeit hätte… naja, dann ist es ebenso wie heute.

Aber ich will nicht jammern, ich habe ja gute Kleidung für alle Lebenslagen, also raus in die Natur, es wird halt kein hoher Gipfel, sondern eine gemütliche Rundwanderung in Gleins. Wer sich fragt, wo Gleins ist, über Schöneberg im Wipptal.

Ich bin heute untypisch spät aufgestanden, aber da ich ja nicht so viel vorhabe, sollte das schon OK sein. Auf der Bundesstraße fahre ich bis Schönberg, dann weiter auf einer Straße mit „Fahrverbotsgebot“ hinauf zum Gleinser Hof. Dort stelle ich mein Gefährt ab, schalte mein GPS ein und stelle fest, die Batterien sind fast leer. Na, kein Problem, rein mit den Akkus… doch o Schreck, die sind ja komplett leer. Obwohl ich diese gerade aufgeladen habe… scheinen wohl defekt zu sein, nach 15 Jahren :D. Na gut, da ich einige GC (Geocaches) im Programm habe, muß ich wohl auf mein Smartphone zurückgreifen. Das geht auch sehr gut.

Also marschiere ich los, zuerst auf Schotterstraßen. Der Pfad zieht ganz gemächlich den Wald hinauf, ich finde einige GCs auf dem Weg, heute schein mein „Blick“ zu funktionieren.

Bald erreiche ich den Naturschauplatz Eulenwiesen, eine märchenhafte Wiesenlandschaft mit vielen uralten Lärchen dazwischen.

Sehr schön hergerichtet durch den Tourismusverband Stuibaital. Bei schönem Wetter muß ein Picknick hier richtig gut schmecken…

Der Nebel zieht immer wieder zwischen den Bäumen hindurch und taucht die Landschaft in ein mystisches Licht. Es schaut immer wieder nach Regen aus, doch es bleibt trocken. Wunderschön ist es hier, zum Glück bin ich hier heute her.

Mit den Mähdern habe ich den höchsten Punkt meiner Wanderung erreicht, bald geht es wieder bergab, vorbei an schönen Städeln und Lärchen. So wandere ich eine Weile, genieße die Stille, denn heute sind fast keine Leute am Weg und erreiche so das Ende der Eulenwiesenwanderung.

Am Forstweg entlang gehe ich zurück zum Gleinser Hof, wo ich mir einen Kaffee und ein Ziachkiachl mit Preiselbeer gönne.

Just in dem Moment, als ich zum Auto am Parkplatz gehe, fängt es an zu regnen… das nenne ich mal perfektes Timing.

Eine sehr schöne Wanderung, angenehm, und auch mit Kindern sehr gut machbar. Ich kanns jedem empfehlen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,40 km
Gesamtdauer: 2:15 h
Höhenmeter: 265 m

160618 Wanderung in Lans

Was macht man, wenn das Wetter einfach nicht besser werden will? Genau, man zieht sich die Regenjacke an und macht eine Wanderung, wenn auch nur kurz. Die Temperaturen sind ja nicht ungut, daher macht das Ganze eigentlich auch noch richtig Spaß.

Um die Laune zu heben, habe ich mir eine kurze Runde mit ein paar Geocaches ausgesucht, und siehe da, ich konnte auf meiner Karte auch wirklich ein paar Flecken befüllen.

Aber fangen wir von vorne an: Zuerst fuhr ich nach Lans, wo ich das Auto neben der Straße abstelle und dann auf einem Forstweg hinauf zum Wald gehe. Gleich am Anfang meiner Runde finde ich auch schon den ersten Cache, wirklich gut getarnt am „Oachkatzl-Brunnen„. Da suchte ich auch eine ganze Weile, nebenbei kommen auch noch Wanderer und Mountainbiker vorbei, alle tendenziell am Weg nach Hause. Gerade als ich die Dose in Händen halte, fängt es an zu regnen an. Es ist erst ganz am Anfang, aber so ein wenig Wasser macht mir nichts aus…

Also gehe ich weiter den Pfad hinauf, bis ich zur nächsten Dose komme, dem „Perchegg-Blick„. Diesen Cache kann ich auf Anhieb finden, und schon geht es weiter auf der Forststraße. Leider wird der Weg ab hier immer schlechter, denn scheinbar wird die Forststraße gerade hergerichtet und ich wühle mich durch Schlamm weiter Bergan. Dementsprechend kann ich die dritte geplante Dose heute nicht heben, diese ist den Bauarbeiten zum Opfer gefallen. Aber hierher komme ich gerne nochmals…

Der Pfad zweigt ab, nun geht es ein wenig gerade auf einem malerischen Pfad zum nächsten Cache. An einer Bachüberquerung werde ich fündig, und kann noch die „Steinerne Stiege“ loggen. Beeindruckt bleibe ich einige Augenblicke hier stehen und genieße die Ruhe und die schöne Stimmung.

Dann mache ich mich wieder bergab, zuerst noch durch den Wald, bald wieder erreiche ich eine Forststraße, die mich zum Starthaus der Bobbahn in Igls bringt. Hier finde ich das „Starthaus 1976“ an einer wahrlich klassischen Versteckstelle. Juhu…

Nun folge ich teilweise dem Verlauf der Bobbahn wieder hinunter. Beeindruckend, wenn man sich vorstellt, daß hier die Spitzensportler im Winter im Eiskanal hinuntersausen. Das muß man sich erst einmal trauen…

Doch nicht nur die Elite läßt es hier krachen, auch die WOK Weltmeisterschaften wurden hier 2011 ausgetragen. Und sozusagen, der Name ist Programm, finde ich noch den „MotherWOKer“ an einem Ast hängen…

Damit ist meine Runde auch schon fast wieder vorbei, ich passiere noch das Pfadfinderzentrum Tirol, mit Zeltplatz und Selbstversorgerhaus und dann stehe ich schon wieder am Olex. Der Regen hat mittlerweile auch wieder aufgehört und ich kann mir die Regenjacke ausziehen und im leichteren Gewand weiterwandern.

An der Straße entlang muß ich den Einzigen nicht so schönen Teil dieser Wanderung absolvieren, doch schon bald biege ich wieder auf einen Feldweg ein. Eine Gruppe junger E-Biker zieht johlend am mir vorbei, da kann ich nur den Kopf schütteln… 😀

Ich erreiche bald darauf nach einer schönen Strecke durch den Wald, vorbei an ein paar Waldkühen, wieder den Oachkatzl-Brunnen und gehe über das wunderschöne Feld mit einer herrlichen Aussicht zum Auto.

Das war zwar keine große Herausforderung, aber eine wunderschöne Wanderung, auch bei Nicht-Sonnenschein empfehlenswert.

Tourendaten
Gesamtlänge: 5.14 km
Dauer: 1:40 h
Höhenmeter: 237 m

160610 Ganalm, Walder Alm, Hinterhornalm (1.522m)

Heute hat der Wetterbericht nach einer längeren Durststrecke wieder einmal wunderbares Wetter angekündigt. Also werden Alfons und ich den Sonnenschein heute auch brav ausnutzen und werden was unternehmen.

Letztes Jahr hatten wir mal über die Runde auf die Ganalm via Terfens, dann weiter auf die Walder Alm und Hinterhornalm sinniert, daß diese wohl recht spannend wäre zu machen. Nun, heute soll es soweit sein. Mit einer kleinen Änderung: Wir fahren gleich nach der Arbeit von Innsbruck los, also zuerst nach Gnadenwald, dann Richtung Terfens, hinein ins Vomper Loch und über die Almen zurück nach Gnadenwald und weiter nach Aldrans. Also schon was vor…

Das Wetter ist wie prognostiziert wunderschön, über die Dörfer (Mühlau, Arzl, Rum, Thauer) fahren wir bis Absam, dort gehts dann hinauf nach Gnadenwald. Der Verkehr läßt nach und bald erreichen wir die Abzweigung auf den MTB-Weg 408.

Hier sind die ersten Meter zwar ein wenig schlammig, doch dann geht eine wunderschöne Forststraße in angenehmer Steigung den Bergrücken empor. Bald erreichen wir die langgestreckte Linkskurve, die uns erste Ausblicke auf das Vomper Loch ermöglichen. Welch eine wilde und schöne Gegend das hier doch ist. Der Ausblick auf die Lamsen- und Hochnisselspitze ist grandios

Die Straße wird nun auch ein bisschen abenteuerlicher und ausgesetzter, der Blick in das Vomper Loch ist wirklich beeindruckend.

Dieser Streckenabschnitt macht auch richtig Spaß zu fahren, denn die Aussicht nach unten ist einfach phantastisch…

Doch die Ausgesetztheit währt nur ein paar Augenblicke, dann wird die Landschaft wieder lieblicher und der Weg schmiegt sich wieder in die Almwiesen.

Nach einer angenehmen Strecke erreichen wir die Ganalm, bzw. befinden und direkt über dieser romantischen Alm. Da wir noch eine gute Strecke zu bewältigen haben, entscheiden wir, nicht hier, sondern erst später einzukehren. Aber einmal möchte ich hier schon noch einkehren, zu urig schaut die Alm aus.

Der Forstweg wird ein wenig steiler und nach einer Weile erreichen wir die wunderschön gelegene Walderalm. Hier bleiben wir, beschließen wir.

Auf der Terasse in der Sonne haben wir ein schönes Plätzchen gefunden, das läßt es sich schon aushalten. Eine Suppe und ein Bier runden die Pause ab.

Nachdem wir gut gestärkt sind, radeln wir zuerst weiter auf die Hinterhorner Alm und dann in rasantem Tempo hinab ins Tal.

Bei Gnadenwald rauschen wir vorbei, dann nach Absam, Hall und über die Innbrücke auf das Südufer. Hier müssen wir leider ein paar Meter auf der gut befahrenen Straße zurücklegen, aber als wir Ampass erreichen, wird es wieder gemütlicher. Ein Blick über die Schulter zeigt uns nochmals einen Teil unserer Tour, direkt unter dem Hundskopf…

Über die Straße erreichen wir dann zufrieden, aber auch müde unsere Homebase. Eine wunderbare Tour, danke an Alfons!

Tourendaten
Gesamtlänge: 54,14 km
Gesamtdauer: 3:48 h
Höhenmeter: 1326 m

160529 MTB Aldranser Alm (1.511m)

Heute während der Festlichkeiten zur „Fronleichnahms-Prozession“ habe ich mit meiner Nachbarin spontan ausgemacht, auf die Aldranser Alm zu radeln. Sandra hat ein neues Fahrrad, das eingeweiht gehört…

Das Wetter schaut zuerst nicht so zuverlässig aus, aber nach einem Gewitterguß beschließen wir, rasch auf die Alm zu radeln. Besonders schön finde ich, daß man direkt von zu Hause auf die Alm fahren kann. Man braucht also nicht irgendwohin zu radeln, sondern kann gleich zu Hause starten.

Wir fahren von Aldrans über den Herzsee hinauf nach Fagslung, von dort gehts auf der sehr schönen Forststraße in ein paar Kehren hinauf zu Alm. Dort sind dem Wetter angepasst nicht so viele Leute, wir werden aber sehr freundlich von der Hüttenwirtin Irmi begrüßt. Wir bestellen uns was zu essen und trinken und genießen die Aussicht.

Die Wolken werden jedoch wieder dichter und bald sagt Sandra: „Schauma, daß mir runterkommen…“. Also packen wir unsere Sachen, ich kann noch schnell den GC „Aldranser Alm 1511m“ loggen, dann rauschen wir auf der wunderbaren Piste hinunter ins Tal.

Wir fahren wieder hinunter nach Fagslung, dann über das Sägewerk nach Hause.

Eine tolle Runde, die sich auch nach der Arbeit anbieten würde.

Tourendaten
Gesamtlänge: 17.04 km
Gesamtdauer: 1:47 h
Gesamthöhe: 866m

160527 Bitterlehütte, Säulinghaus (1.687m)

TAG I

Wir sind wieder mal in Pflach und nutzen das schöne Wetter aus, um auf unsere Hütte zu gehen. Die Kinder und ich, Oma und Gertrud sind auch mit von der Partie. Den Nachmittag verbringen wir faullenzend, die Kinder spielen in der Wiese.

Am späteren Nachmittag grillen wir uns noch ein paar Würsten auf dem „heißen Stein“

…dann verlassen Oma und Gertrud uns, uns wir richten uns für die Nacht her. Ein UNO Spiel runden den Abend ab, dann müssen die Zwerge in die Koje. An Schlaf ist natürlich zuerst nicht zu denken, aber zumindest müssen sie mal liegen. Morgen haben wir was vor…

TAG II

Gleich der der Früh gönnen wir uns ein feines Frühstück, dann räumen wir die Hütte auf. Opa kommt gegen 8:00 Uhr zur Hütte und wir machen uns auf, auf das Säulingshaus zu wandern.

Sara geht mit Opa voraus, Letu und ich machen das Schlußlicht. Letu hat sich vor ein paar Tagen den Fuß angeschlagen, aber das Aufwärtsgehen ist doch fast kein Problem. Manchmal hinkt er ein wenig, aber er beißt durch.

Nach 1,5h stehen wir beim Haus, den Kindern taugs. Die Aussicht von hier oben auf den Talkessel ist einfach wunderbar, der Hüttenwirt holt gerade den Nachschub mit der Seilbahn hoch. Das ist was für Letu…

Wir gönnen uns Würstchen und etwas zum Trinken und genießen die Pause.

Der Abstieg läuft auch gut, nur Letu´s Bein plagt ihn ein wenig. Ein paar Stücke trage ich den Bub, ansonsten geht er brav selber.

Wir machen noch einen Zwischenstopp auf der Bitterlehütte, dort trinken wir noch einen Kaffee. Sara geht mit Opa zu Fuß ins Tal, während Letu und ich die Hütte aufräumen. Das ist schwubbs gemacht, dann fahren auch wieder wieder ins Tal.

Brav sind die beiden Zwerge heute marschiert, die Tour hat uns allen sehr gut gefallen.

Tourendaten:
Gesamtdistanz: 7,34 km
Gesamtdauer: 2:50 h
Höhenmeter: 659 m

160522 Radltour von Innsbruck nach Hall in Tirol

Das Wetter ist zwar optisch gleich schön wie gestern, aber heute hat der Föhn wieder mal eingesetzt. An den Temperaturen hat das allerdings gar nichts geändert, daher beschließen Letu und ich, eine kleine, feine Radltour zu machen.

Wir fahren mit dem Auto zum Sportzentrum Wiesengasse und finden gleich einen Parkplatz. Von dort radeln wir los, zuerst noch durch die Stadt, es geht am Ost-Friedhof vorbei, dann sind wir auch schon auf einem kleinen Radlweg, weg von der Straße.

Letu radelt sehr flott, wir überholen immer wieder andere Familien, die unserer Geschwindigkeit einfach nicht gewachsen sind.

Am Baggersee vorbei, dort wird gerade ein Biathlon ausgetragen, erreichen wir den Fahrradweg nach Hall in Tirol. Hier merkt man den Föhn fast nicht mehr, es geht am Inn entlang zur alten, wunderschönen Münze- und Salzstadt.

Hier stellen wir unsere Fahrräder ab, und gehen zu Fuss in die Stadt. Im Augustinerbräu bestellen wir uns eine Speckknödelsuppe, ein Cola und ein Bier. Ahhhhh, ist das gemütlich. Leider währt dieser Augenblick nicht ewig, irgendwann ist es Letu langweilig, und wir beschließen, zurückzufahren.

Die Fahrt nach Hause zieht sich dann für den kleinen Helden, aber er fährt brav und tapfer zurück. Bei Gegenwind nicht immer fein…

Tourendaten
Gesamtlänge: 20,92 km
Gesamtdauer: 2:00 h
Höhenmeter: 126 m

160521 Leithe Klettersteig und Wandern

Gestern am Abend habe ich noch kurzfristig mit Papa ausgemacht, daß wir uns in Nassereith zu einem Klettersteigabenteuer treffen könnten. Der Leithe Klettersteig lacht mich schon seit längerem an, und jedes Mal wenn ich nach Reutte fahre, denke ich mir, da muss ich hin.

Heute in der Früh ist es dann so weit. Ich treffe mich mit Papa beim Kletterparkplatz um 8:00 Uhr und wir starten hinüber zum Einstieg in den Klettersteig. Im Kletterführer steht geschrieben „… noch vor der Wand den Helm aufsetzen… viele Gämsen, die unkontrolliert Steine ablassen!“

Ein Blick in die Höhe zeigt auch schon die Krickerln einer Gams, die über einen Felsrand zu uns hinunterschaut. Da wir allerdings die Ersten an der Wand sind, wird der Steinschlag für uns kein Problem, für die Nachfolgenden werden wir schon aufpassen. Und die Gams ist mittlerweile auch schon weitergezogen.

Der Einstieg ist zunächst einfach, dann kommt schon eine der C/D Stellen, die aber gut gemeistern werden können. Es ist nicht arg ausgesetzt, oder gar psychisch anspruchsvoll, nein, es geht einfach in die Arme, wenn man sich am Seil über die griff und trittlosen Platten hinaufziehen muss.

Es sind nur immer kurze Stellen, die uns ein wenig fordern, der große Teil des Klettersteiges ist Genuss pur. Unter uns sehen wir die nächsten Kletterer an die Wand kommen, heute wird´s hier wohl noch richtig voll werden. Kein Wunder, bei dem Wetter…

Bald erreichen wir den Scheitel der Tour und auf Bändern geht es hoch über den Häusern von Nassereith und den Köpfen der Kletterer hinüber ins Kar.

Unterwegs müssen wir noch eine Seilbrücke meistern, die aber gut verspannt, und deshalb auch gut begehbar ist.

Bald erreichen wir den Fußweg ins Tal, den wir bis zu unserem Auto nehmen. Für den Klettersteig haben wir ca. 1 Stunde gebraucht, also die Hälfte der angegebenen Zeit. Und das, obwohl wir nicht gehudelt haben.

Beim Auto angekommen, verstauen wir unser Klettersteigzeug, denn nun kommt der zweite Teil unseres Ausflugs dran. Zuerst wandern wir hinauf zum Adlerhorst, von dem wir die Aussicht auf die Kletterwand genießen.

Von oben hatten wir gar nicht gesehen, welch eindrucksvolle Aussichtskanzel hier steht. Fast wären wir daran vorbeigelaufen.

Weiters schauen wir uns das alte Bergwerk zu Feigenstein an. Dieses Bergwerk, von dem heute noch zwei Stollen sichtbar sind war schon ab dem 15ten Jahrhundert bekannt, hier wurde vor allem Galmei (Zinkblende) und Blei abgebaut. Traurige Bekanntheit erhielt das Bergwerk 1999, als eine Wasserexplosion im stillgelegten Bergwerk eine Murenkatastrophe auslöste.

Heute zeugen noch die versperrten Zugänge der Mundlöcher vom ehemaligen Bergbau.

Besonders sehenswert ist der tiefe Stollen, den man durch die Eisenstäbe beim Barbarastollen erspäht.

Was für eine Arbeit muss das damals gewesen sein. Hut ab vor den Bergknappen. Gedankenvoll wandern wir wieder hinunter ins Tal, bald erreichen wir Dormitz und unser Auto. In Nassereith beim „Gasthaus Post“ genießen wir noch ein Bierchen.

Ich gönne mir bei der Heimfahrt noch einen Abstecher auf die alte Bundesstraße, die seit der Umfahrung über den Holzleitensattel nicht mehr oft besucht wird, zumindest nicht von Autos. Fahrräder sind dafür hier um so mehr am Weg.

Bald erreiche ich die Hauptstraße und flugs bin ich zu Hause.

Tourendaten

Klettersteig
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 5,40 km
Höhenmeter: 418 m

Wanderung Feigenstein
Gesamtdauer: 2:40 h
Gesamtlänge: 7,51 km
Höhenmeter: 665 m