Archiv der Kategorie: Familienausflug

200529 Zimmermoos, Hauskogel (1.011m)

Es ist wieder eines unserer Highlights des Jahres, unser von allen geliebtes Familienwochendende vor der Tür. Pünktlich zu Pfingsten treffen wir uns jedes Jahr, heuer allerdings unter etwas erschwerten Bedingungen. Es ist immer noch COVID19-Zeit, die wir mit all ihren Beschränkungen haben. Trotzdem machen wir unser Bestes. Einzig Bettina und Daniel können heuer wegen der Einreisebeschränkungen nicht dabei sein.
Unsere Unterkunft, ein Bauernhof ist heuer in der Nähe von Brixlegg, genauer gesagt in Zimmermoos, einem wunderschönen Hochtal. Dort trudeln wir im Laufe des Tages allesamt ein…

Es ist sehr abgelegen und ruhig hier, trotzdem gibt es für die Kinder viel zu tun. Ein Stall mit Kühen ist in der Nähe, ausserdem gibt es einiges an Spielzeug herumstehen. Genau das Richtige für unsere Horde.
Später am Nachmittag mache ich noch eine kleine Wanderung mit Juri und Letu. Wir wandern zum Hauskogel (1.011m). Nicht gerade der höchte Berg, den wir bestieben haben, aber trotzdem ist es toll.

Wir starten direkt bei der Unterkunft, gehen ein wenig Talein, dann biegen wir bei der Volksschule in Richung Hof.

Bald erreichen wir die Felder und Wiesen der hier ansässigen Bauern, und noch ein paar Meter weiter gehts in den Wald. Auf dem Weg dorthin mußten wir auch noch eine Weide mit „almfertigen“ Kühen durchqueren.

Schließlich erreichen wir den Grat und nun eröffnet sich eine feine Aussicht auf das Inntal. Der Hausberg ist einer jener Berge, die man direkt hinter Rattenberg aufragen sieht. Bewaldet bis zum Gipfel, und auf der Inntalseite richtig steil.

Wir merken fast gar nicht, als wir den Gipfel erreichen. Einziges Indiz ist, daß der Weg nun steil ins Tal führt.

Nun geht es steil hin ins Tal, wir müssen allerdings aufpassen, daß wir nicht in das falsche Tal abzweigen, denn dann würden wir unweigerlich im Inntal enden. Und das wollen wir sicher nicht…

Wir nehmen glücklicherweise die richtige Abzweigung und erreichen bald wieder die Asphaltstraße ins Zimmertal.

Die letzten Meter zur Unterkunft müssen wir auf der Straße entlanglaufen, beeindruckende Bauernhöfe liegen rechts und links von der Straße. Später erfahren wir auch, daß mittlerweile das Bauen im Zimmertal untersagt ist. Zumindest neue Gebäude dürfen nicht mehr gebaut werden, einzig Erweiterungen dürfen durchgeführt werden.

Wir genießen eine kleine Pause im gemütlichen Aufenthaltsraum, dann spazieren wir noch zu einer wunderschönen Kapelle im hinteren Zimmermoos.

Wir sind eine gemütliche Runde, das Wetter ist fein. Was will man hier mehr für eine paar gemütliche Tage.

In der Kapelle werden ein paar Lieder gesungen, dann wandern wir zufrieden retour. Ein gutes Abendessen wartet auf uns, denn dieses Mal haben wir hier Halbpension.

Als wir in der Unterkunft ankommen, riecht es schon verlockend nach Spagetti Bolognese. Mit gutem Essen und einem guten Schluck verbringen wir noch einen feinen Abend mit Gesprächen und Spielen. Einfach toll…

200524 Radltour Innsbrucker Umgebung

Schon lange wünschen sich die Kinder eine längere Radltour, also haben wir uns heute im selben Gespann wie gestern auf den Weg gemacht. Von Aldrans fahren wir als erstes über Schleichwege nach Hall in Tirol, um dort auf den Inntalradweg zu kommen…

Durch Ampass…

Unser erster Ort, den wir durchqueren ist schnell erreicht. Unsere Nachbargemeinde Ampass, mit den schönen, großen Erdbeerfeldern östlich der Ortschaft.

… und die Ampasser Erdbeerfelder…

In Hall, genauer gesagt beim Gasthof Badl erreichen wir den Inntalradweg, der nun für eine längere Zeit unser Fahrband darstellen soll. Von den vormittaglichen Wolken sind nur noch ein paar wenige Fetzen übergeblieben, und die Temperaturen sind schon wärmer geworden…

Die Bauern haben ganze Arbeit geleistet…

Ab und zu bleiben wir kurz stehen, trinken einen Schluck und jedes brave Kind bekommt eine Süßigkeit…

Kurze Stärkung am Wegesrand…

Immer wieder kommen wir an bekannten Stellen, sei es vom Geocachen oder auch vom Bergsteigen vorbei… und können auch eine Geschichte darüber erzählen…

Wolkenspiel über dem Bettelwurfmassiv, rechts der Hundskopf

Nach cirka 20 km Fahrt bleiben wir an einer Bank stehen, es ist Zeit, unsere Brotzeit auszupacken. Wieder ist genug für jeden da, auch an Nachtisch haben wir gedacht…

Schon bald fahren wir weiter, nun erreichen wir Kolsass. Hier haben wir unseren „Point of Return“ festgelegt, daher fahren wir erst durch den Ort und dann auf einer Brücke zum nordseitigen Innufer.

Hier setzen wir unsere Fahrt fort, nun aber geht es retour Richtung Innsbruck, denn dort werden wir von Lucy später mit dem Auto abgeholt. Zuerst müssen wir jedoch den einen oder anderen Hügel bewältigen, das ist nicht immer ganz einfach!

Pause nach einem Anstieg in Baumkirchen…

Trotzdem macht es uns allen Spaß, wenn gleich die Müdigkeit bei immer mehreren durchschlägt…

Letu und ich…

Kurz vor Mieders machen wir nochmals eine kurze Pause bei einem eigentlich schönen Platz, leider haben die Besucher hier viel Müll zurückgelassen, beim sogenannten Gerassi-Biotop.

In Hall machen wir einen letzen Halt, hier gibt es nun endlich das lange ersehne Eis. Und das lassen wir uns auf dem Oberen Stadtplatz so richtig schmecken…

Dann geht es weiter nach Innsbruck, hier haben wir nochmals viel Glück, wir können ein paar Surfer im Inn beobachten, die hier ein sogenanntes „Flippy“ aufgebaut haben… zumindest hat das Teil in meiner Jugend so geheißen.

Eine wunderschöne, wenn auch lange und anstrengende Tour nimmt in Innsbruck sein Ende. Es hat uns alles viel Spaß gemacht, aber es war auch anstrengend. Das nächste Mal machen wir evtl. nicht mehr ganz so viele Kilometer…

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:20 h
Gesamtlänge: 46,58 km
Höhenmeter: 303 m

200523 Padauner Kogel (2.066m)

Wieder ist ein neuer Wandertag angebrochen, heute sind wir eine illustre Runde. Mit von der Partie sind abgesehen von Letu und mir auch noch Sara und Jean, ein Freund des Hauses. Zu viert machen wir uns auf, das Wipptal unsicher zu machen.

Schöne Häuser in Padaun

Wir fahren Richtung Vals und dann weiter nach Padaun. Kurz vor dem Weiler parken wir beim Gasthaus Steckholzer und starten unsere Wanderung auf der Asphaltstraße Richtigung Larchenhof.

Die Wanderschaft…

Überall blühen schon die schönsten Blumen, der Padauerkogel ist bekannt für seine Artenvielfalt bezüglich Blumen.

Jean und Sara inmitten von Löwenzahn

Beim Larchenhof zweigt der Weg in den Wald, der Pfad wird ein wenig steiler, dafür auch schattig. Langsam aber sicher machen wir Höhe, die Aussicht wird immer schöner.

Sara, Letu, Jean

Links und Rechts von uns erstrahlen die Blumen, wir sehen Enzian, Gelbe Küchenschellen und sonst noch Blumen, die schön anzuschauen, aber mir unbekannt sind.

Der Wald lichtet sich, nun ist die Aussicht auf das Brennergebiet immer besser. Im Blick das Obernbergtal, mit den Tribulaunen im Abschluß…

Obernbergtal mit Tribulaune

Auf der anderen Seite, am Talschluß von Vals begrüßt und der Olperer mit dem Fussstein unter schönem Föhnhimmel.

Olperer, Fussstein, Schrammacher und Sagwandspitze

Und auch der Brenner selber, hier im Hintergrund zu sehen, mit dem Wolfendorn und der Flatschspitze ist zu sehen.

Wolfendorn, Flatschspitze, im Tal der Brenner-Grenzübergang

Nun haben wir den Rücken erreicht, der Weg flacht ab, der Pfad schlängelt sich über schöne Wiesen hinauf zum Gipfel.

Das Ziel haben wir schon vor Augen, es kann nicht mehr weit sein. Ein Blick zurück zeigt uns nochmals den Weg. Im Hintergrund sieht man jetzt auch den Brennersee.

Brenner-Passübergang und Brennersee im Tal…

Und dann haben wir es geschafft, das Gipfelkreuz ist zum Greifen nahe.

Nur noch wenige Meter

Nun haben wir uns eine Brotzeit verdient, zum Glück haben wir heute vorgesorgt und Wurstsemmel für die Wanderschaft mitgenommen!

Rast am Geipfel, links hinter dem Kreuz das Wipptal

Es ist angenehm auf dem Gipfel, wir genießen den Rundblick, ich sehe so manches Ziel, das noch auf meiner „Liste“ steht.

Nochmals das Wipptal, im Hintergrund Nordkette und Patscherkofel

Da es langweilig ist, den gleichen Weg retour zu gehen, beschließen wir eine Überschreitung. Der Abstieg ist um einiges steiler als der Aufsteig, daher heißt es Konzentration…

Wieder erreichen wir nach der Waldgrenze einen urwüchsigen Wald, mit richtig alten Bäumen am Wegesrand.

Knorrige, alte Bäume

Viel rascher als der Aufstieg geht der Abstieg, bald schon erreichen wir wieder Padaun und den Gasthof Steckholzer. Leider ist dieser noch geschlossen, aber im Sommer kommen wir bestimmt noch einmal her.

Padaun, links im Vordergrund der Steckholzer

Ein letztes Hindernis muss vor dem Parkplatz bezwungen werden, ein kleiner Bach. Die Kinder probieren zuerst die „Alte-Leute-Methode“, da diese aber langweilig ist, wird anschließend noch gesprungen. Juhu!!!

Es ist vollbracht, auch den Padauner Kogel haben wir nun mal besucht. Viele Jahre wollen wir hier herkommen, nun haben wir es geschafft. Und es wird hoffentlich nicht das letzte Mal sein.

Ein letzter Gruß vom Tagesziel

Tourendaten
Gesamtlänge: 6,61 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 559 m

191226 Skifahren Schlick2000

Obwohl der Winter heuer nicht gerade rosig gestartet ist, sind doch ein paar Skipisten offen und können auch recht gut befahren werden. Wir, die Kinder und ich, haben beschlossen, die Weihnachtsferien auf der Piste zu genießen. Heute steht mal das Schigebiet „Schlick2000“ auf dem Programm

Letu und Sara

Zuerst einmal erkämpfen wir uns am Parkplatz. Später erfahren wir, dass die Straße zum Stubaier Gletscher wegen Lawinengefahr in der Früh gesperrt war und daher viele Skifahrer ausgewichen sind… unter anderem auch in die Schlick. Auf der Piste werden wir davon aber nicht viel merken.

Kalkkägelblick mit Ochsenwand

Der Tag ist wunderschön, aber auch kalt. Dafür ist die Piste in Traumzustand und wir genießen jeden Schwung. Im Hintergrund dominiert die Ochsenwand, die ich vorletzten Sommer mit Papa bestiegen habe… gerne denke ich daran zurück.

Kalkkögelblick mit Ochsenwand

Da das Skigebiet riesig ist, verläuft sich der unten vermutete Ansturm und verteilt sich gut auf die verschiedenen Pisten. Es macht richtig Spaß, hier zu fahren.

Sara und ich

Einziger Wermutstropfen ist die Kälte, die uns heute in den Fingern und Zehen kitzelt…

Super Piste…

Das Skigebiet gefällt uns ausnehmend gut, hier werden wir sicher nochmals herkommen…

Nochmals die Skifahrer…

Wir nutzen den Vormittag gut aus, am frühen Nachmittag lassen wir es dann „gut sein“, es hat sich auf jeden Fall rentiert, hier ein paar Schwünge zu machen!

191013 Kaiser-Max-Grotte

Nachdem wir heute Vormittag schon eingespannt waren, ist sich eine längere Wanderung nicht mehr ausgegangen. Aber es gibt so viele schöne und auch nahe Ziele in unserem wunderbaren Land, die man gerne mal übersieht. So ist es uns jetzt seit Jahren mit der Kaiser-Max-Grotte gegangen. Einmal waren wir mit den Kindern oben, aber das ist schon lange her. Immer wieder fahren wir mit dem Auto oder Zug unter der beeindruckenden Martinswand durch und sagen laut: „Da müssen wir jetzt aber echt mal wieder rauf…“

Wir starten in Zirl und wandern die Brunntalstraße hinauf. Diese ist auch bei Mountainbikern beliebt, deshalb müssen wir hier gut aufpassen, denn so Mancher „schießt“ schnell um die Kurve. Zum Glück zweigt der Weg bald ab, ein Steig führt nun über den Steinbruch hinauf zur Grotte.

Die Aussicht ist phänomenal, es ist immer wieder beeindruckend, wie rein die Herbstluft doch ist.

Schnell machten wir Höhe, ab dem Steinbruch ist es dann flach und angenehm zu gehen. Dieser Zugang wurde erst 2015, nachdem der Steig einige Jahre gesperrt war, wieder eröffnet. Nun verläuft der Weg nicht mehr im Wald, sondern direkt durch den Steinbruch.

Unterwegs machen wir mal eine kurze Pause bei einer kleinen Höhle, die jedoch nur ein paar Meter vor unserem eigentlichen Ziel liegt.

Nach einem Schluck Wasser und einem kleinen Verschnaufer geht es um die Kurve weiter, das Ziel schon im Blickfeld.

Und dann ist das Bänklein beim großen Maximiliankreuz erreicht. Die Aussicht ist wunderschön und wir genießen die Aussicht. Es ist fein warm, eigentlich wollen wir gar nicht mehr runter. Aber irgendwann müssen wir halt doch…

Wir folgen dem gleichen Weg hinunter bis zur Abzweigung auf die Brunntalstraße.

Auf dem Weg runter fällt Letu noch ein „Steinherz“ im Steinbruch auf… eine glatte Stelle im sonst so zerfurchten Steinbruch.

Von der Brunntalstraße machen wir noch einen Abstecher zur Geisterbühelkapelle. Über den interessanten Namen dieser Kapelle konnte ich leider nichts herausfinden, aber der Platz ist schön und ruhig.

Auf dem Weg ins Tal findet Letu noch einen Speer, der dann unterwegs immer wieder geworfen wird. Am Schluss hat er das schon ganz gut heraußen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtlänge: 4,33 km
Höhenmeter: 261 hm

191012 Waltenhofen am Forgensee

Gefühlsmäßig hat sich der Herbst dieses Jahre länger Zeit gelassen, Einzug zu halten… aber nun, plötzlich, färbt sich die Natur in den wundersamsten Farben, die Sonne scheint warm vom Firmament und es ist einfach wunderbar. Wir sind in Pflach, bei der Oma und überlegen uns, wie wir diesen Tag wohl am Besten würdigen können.

Schon länger haben wir besprochen, im Allgäu einen Spaziergang zu machen, die Wieskirche, Steingaden und die schönen Ortschaften am Lech locken… schlussendlich entschließen wir uns, bei Waltenhofen einen schönen Spaziergang am Forggensee zu machen.

Von Waltenhofen wandern wir gen Norden, am Ufer des wunderschön gelegenen Forggensees entlang. Dieser idyllische See ist ein Stausee, von 1951 bis 1954 nach langen Verhandlungen und Planungen gebaut wurde. Ortschaften mußten verlegt werden, 252 Menschen wurden umgesiedelt und in den Fluten versank so manches Gebäude, so auch die ehemalige bischöfliche Mühle und ein Teil der Via Claudia Augusta. Teilweise können diese Zeugnisse der Vergangenheit bei Niedrigwasser bewundert werden.

Am See entlang machen wir immer wieder Pausen, die Kinder tun „Steine flippen“, Sara stellt mit 7 Sprüngen einen neuen Rekord auf. Und für Oma ist natürlich auch was dabei, bei diversen Hochwassern ist so manche Wurzel am Seeufer angeschwemmt worden, diese gilt es zu bewundern… denn zum Mitnehmen ist heute leider kein Platz.

An einer Landzunge nördlich von Waltenhofen machen wir dann eine Pause, genießen die wärmende Sonne, während die Junioren sich mutig in die Fluten stürzen. Es bleibt aber nur beim Versuch, das kühle Nass macht heute seinem Namen alle Ehre!

Nach der Pause und einer feinen Jause spazieren wir wieder zurück nach Waltenhofen. Dort wollen wir uns noch unbedingt die Pfarrkirche „St. Maria und Florian“ anschauen. Diese Kirche geht auf eine Gründung durch den Priester Tasso, begleitet vom „Ällgäuheiligen“ Magnus im Jahre 742 zurück.

Der heute sichtbare stattliche Bau geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Der Innenraum ist geprägt von der Barockisierung im 18. Jahrhundert.

In der Kirche genießen wir die Ruhe und danken wieder für einen schönen Tag, den wir genießen durften.

190914 Zirbenweg mit Viggarspitze [2.306m] und Neunerspitze [2.285m]

Das Wetter ist heute super gemeldet, die Temperaturen angenehm, das heißt in der Schlussfolgerung, ich bin dann mal wieder auf dem Berg. Heute mit den Junioren. Unser Zeil, das wir auch schon lange machen wollen… die zwei Berggipfel auf Aldranser Gemeindegebiet. Viggarspitze und Neunerspitze. Wir starten in Igls bei der Patscherkofelbahn, die uns gemütlich rauf auf Start des Zirbenwegs bringt.

Die ersten paar Meter des Steiges sind gesperrt, es gibt aber eine gute Umleitung. Schon bald erreichen wir den wunderschönen Weg durch diesen großen Zirbenbestand. Und immer wieder erhaschen wir auch Blicke auf die umliegende Bergwelt und das Tal.

Angenehm geht’s auf und ab, nach kurzer Wanderung erreichen wir auch schon das Alpengasthaus Boscheben. Hier sind die Mitarbeiter schon emsig beim Herrichten, es verspricht ein guter Tag fürs Geschäft zu werden. Schon jetzt sind einige Leute am Weg.

Weiter wandern wir auf dem Zirbenweg, bis wir zur Abzweigung zur Viggarspitze kommen. Hier steilt der Weg nun ein wenig auf, das macht aber den Kindern und mir nichts aus. Immer wieder kommen schöne Felsformationen, die für Kurzweil sorgen.

Dann erreichen wir auch schon die erste Station unserer Wanderung, die Viggarspitze [2.306m]. Schon öfter sind wir hier heroben gestanden, auch zu nächtlicher Stunde, als Bergfeuern angesagt war. Im Winter bin ich hier mal mit Alfons gewesen, das war auch eine tolle Tour.
Nun wir erst mal fein gebrotzeitet, heute haben wir die Luxusvariante mitgenommen. Und es schmeckt…

Das Wetter ist wunderbar, es ist windstill und so könnte man hier fast ewig bleiben, aber wir müssen weiter. Wir haben ja noch einen zweiten Gipfel zu machen. Also packen wir zusammen und machen uns auf den Weg. Die Abkürzung über einen alten Jägersteig finde ich leider nicht, daher gehen wir den Normalweg zur Neunerspitze, der auch wunderschön ist.

Und hier müssen wir irgendwann mal pausieren, zu viele Heidelbeeren stellen sich uns in den Weg. Diese müssen einfach eingesammelt werden… das kostet uns einiges an Zeit. Bald haben wir einen „Topf“ voll gesammelt und gehen weiter Richtung Neunerspitze.

Nicht immer ist der Weg perfekt, aber wir kommen gut durch und dann haben wir nach einem kurzen steilen Anstieg auch das zweite Etappenziel, Neunerspitze [2.285m] erreicht.

Der Weg von den Neunerspitze bis zum Zirbenweg verläuft fast ausschließlich im Latschengürtel, dementsprechende Temperaturen herrschen hier im Sommer. Heute ist es angenehm. Die Aussicht auf diesem Teil ist nicht ganz so spektakulär, aber immerhin gibt es immer wieder ein paar kleine Felsen, die unserem „Scout“ eine Aussichtsplattform geben.

Schlussendlich erreichen wir Zirbenweg, der sich wie eine Autobahn vom Patscherkofel zum Glungezer schlängelt. Wir sind froh, dass wir die Verlängerung über die zwei „Aldiger“ Berge genommen haben…

Obwohl wir erst in der Tulfeinalm einkehren wollten, lassen wir wegen Platzmangels diese Option sausen und fahren mit dem Einsersessellift, vielleicht das letzte Mal, zur Mittelstation.

Eine lustige Fahrt ist es allemal mit dem alten Ding, geplant ist allerdings, dass auch diese Sektion nächstes Jahr mit einer Gondel ausgestattet wird. Die Bauarbeiten sind schon im Gange, wir werden sehen , wie schnell das Projekt umgesetzt wird.
Beim Kugelwald machen wir nochmals eine Pause, Letu geht ein wenig Waldkegeln, während Sara und ich die kleine Pause genießen.

Dann geht auch dieser feine Wandertag zu Ende, mit der neuen Glungezerbahn fahren wir nach Tulfes, wo schon der Bus auf uns wartet. Das war wieder ein wunderschöner Tag im Hoamat´l.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:00 h
Gesamtlänge: 10,46 km
Höhenmeter: 616 hm

190901 Venedig Tag III

Den dritten und letzten Tag in Venedig starten wir wieder mit einem guten Frühstück im Apartment, dann packen wir auch gleich unsere Siebensachen. Wir haben mit Anna-Lisa, der Vermieterin vereinbart, dass wir die Rucksäcke noch in der Unterkunft lassen können…

Letu hat heute Geburtstag, daher hab ich noch einen besonderen Platz gefunden: Die „Chiesa di San Samuele“, eine Kirche, dem heiligen Samuel (und auch Namenspatron von Letu) geweiht. Wir schauen uns diese Kirche an und ich erkläre Letu, dass ich nicht viele Kirchen kenne, die dem Heiligen Samuel geweiht sind…

Anschließend wandern wir Richtung Osten, vorbei am Markusplatz, der wir heute nur streifen. Vorbei an lieblichen Gässchen und wundersamen Konstruktionen.

Wir wollen zum Arsenal, dem ehemals geheimsten Platz Venedigs. Hier wurden die Schiffe, die Venedig über Jahrhunderte die Hoheit über das Mittelmeer gebaut. Auch heute noch kann nur ein kleiner Teil des Areals angeschaut werden, denn immer noch ist es hier militärisches Sperrgebiet.

Der Eingang ins Arsenal ist schon beeindruckend, zwei Türme flankieren den Wasserweg. Nahe an diesem Tor sind vier Löwen, die als Beutegut ihren Weg von Griechenland nach Venedig fanden.
Ganz in der Nähe befindet sich das „Museo Storico Navale di Venezia“, das Marinemuseum der Stadt. Da Venedig eine Zeit auch zu Österreich gehört hatte, bin ich sehr interessiert, ob man hier Spuren finden kann.

Neben Hinweisen auf die österreichische Geschichtsverbindung zu Venedig ist eines der Highlights ein Model der goldenen Galeere des Dogen, der „Bucintoro“. Es muss ein wirklich beeindruckendes Erlebnis gewesen sein, wenn dieses Schiff mit dem Dogen auf Fahrt in die Lagune ging.

Vom Marinemuseum spazieren wir wieder zurück, Richtung Markusplatz. Auf dem Weg finden wir ein kleines Kaffee, in dem wir uns eine Kleinigkeit zum Essen bestellen.

Wir genießen die letzten Stunden in der Stadt, essen noch ein Eis und machen uns dann mit Vaporetto Nr. 1 auf zum Apartment, damit wir unsere Sachen holen können.

Wir finden zwar keine Anna-Lisa vor, aber einen Hausmeister, der gerade etwas an einer Tür repariert. Dieser erklärt uns, dass der gesamte Flussverkehr ab 3:00 Uhr wegen eines Rennens zum erliegen kommt. Wir nehmen unsere Rucksäcke, ein Blick auf die Uhr sagt uns, dass wir und noch ein Eis gönnen können. Dieses genießen wir am Kanal direkt neben dem Apartment.

Nun müssen wir uns sputen, damit wir noch zum Bahnhof kommen… ansonsten müssen wir laufen!

Unseres dürfte eines der letzten Boote gewesen sein, die noch durchfahren durfte, hinter uns hören wir schon Trommelwirbel und sehen überall Zuschauer. Leider haben wir selber keine Zeit, uns das Spektakel anzuschauen, denn wir müssen zum Zug. Nach einer finalen Fahrt auf dem Canale Grande erreichen wir den Bahnhof.

Wir müssen nicht lange warten, dann ist auch unser Zug angeschrieben und wir können einsteigen. Letu hat sich für die Fahrt noch ein neues Kartenspiel gekauft… was habe ich gelacht, wo ich das das erste Mal gesehen habe.

Die Fahrt nach Innsbruck verläuft unspektakulär, um die Zeit ein wenig zu verkürzen, gönnen wir uns noch ein kleines Abendessen im Speisewagen. Es hat uns richtig Spaß gemacht, diese kurze Reise nach Venedig zu machen. Das machen wir, so sind wir uns einige, bestimmt bald wieder mal…

Sehenswürdigkeiten:
– Chiesa di San Samuele
– Arsenal
– Marinemuseum
– Canale Grande

190831 Venedig Tag II

Ein neuer, feiner Tag in Venedig. Wir genießen die Morgenstunden, in dem wir ein gemütliches Frühstück in der Apartment-Küche verspeisen. Dann machen wir uns auf, die Stadt zu erkunden. Bestimmte Sachen muss man in Venedig einfach mal gesehen haben, daher will ich den Kinder diese Plätze heute zeigen.

Wir starten direkt bei der Unterkunft, unser erstes Ziel ist der Markusplatz. Für manche des schöne Platz Europas, oder, wie Alfred de Musset sagte: der „Salon Europas“. Zu solch einer Aussage möchte ich mich zwar nicht hinreißen lassen, aber ich muss auch zugeben, dass der Platz wirklich wunderbar ist.

Wir wandern den großen Platz ab, dort sind viele der Wahrzeichen der Stadt: Der Markusdom, der Campanile (Turm), und die Prokuratien, die den Platz umschließen. Überall lassen sich schöne Details entdecken, wie zum Bespiel der Uhrturm oder die von mir sehr geschätzten Tetrarchen.

Immer neue Details entdecken wir, so ganz „nebenbei“ lösen wir auch ein paar Earthcaches… und lernen wieder einiges dazu, über die Lagunenstadt.

Am Dogenpalast ist wie immer einiges los, da wir uns aber die Sehenswürdigkeiten nur von Außen anschauen, lässt uns das ziemlich kalt… wobei kaltlassen nicht wirklich treffend ist. Wir sind eher froh, dass wir bei dieser Hitze nicht auch noch irgendwo anstehen müssen.

Nachdem wir uns noch ein Eis (sicher nicht das letzte für heute) gegönnt haben, spazieren wir am Ufer entlang zur Vaporetto-Anlegestelle. Mit der Linie 4.1 fahren wir nun um die Insel, vorbei am Arsenal der Insel „Le Vignole“, dann erreichen wir Murano, die Glasbläserinsel.

Mittlerweile ist es richtig warm geworden, wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und machen Pause. Eine der berühmten Glasbläser-Werkstätten finden wir zwar, aber es wird aktuell nichts gezeigt. Es ist Mittagspause. Also spazieren wir am Kanal entlang, finden ein schönes Geschäft, kaufen kleine Glaskunstwerke als Andenken und machen noch eine ausgiebige Mittagspause mit Tramezzini und Saft… dann fahren wir wieder zurück nach Venedig.

Unser nächstes Ziel ist die Rialtobrücke, denn diese liegt genau zwischen Anlegestelle und unserem Apartment. Und außerdem gehört diese besondere Brücke wohl zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Lagunenstadt. Lange Zeit war dies eine der wenigen Übergänge über den Canale Grande. Sara lechzt nach Eis, Letu hat was anderes im Kopf bzw. im Sichtfeld… einen Schokoladebrunnen…

Wir wandern noch eine Weile durch das Gassengewirr, es ist einfach unglaublich, was man hier alles findet, wenn man die Augen öffnet. Und sobald man ein wenig weg von den berühmten Plätzen ist, wird es auch ruhiger.

Da wir unterwegs immer wieder auch auch nach Geocaches suchen, kommen wir an ein paar Besondere Plätze, die wir sonst wohl nicht gefunden hätten. Eine davon ist die Wendeltreppe beim Palazzo Contarini. Leider nicht begehbar, da gerade heute ein Konzert im Palazzo stattfindet, aber auch von Außen sehr beeindruckend.

Nachdem wir richtig brav marschiert sind, erreichen wir das Apartment und machen eine ausgiebige Pause. Die haben wir uns verdient. Am Abend spazieren wir nochmals in die Stadt. Den Rückweg bestreiten wir in einem total überfüllten Vaporetto…

Bei einem Supermarkt kaufen wir uns alle Zutaten für ein feines Abendessen und lassen den Abend angenehm ausklingen…

Sehenswürdigkeiten:
– Markusplatz
– Dogenpalast
– Campanile
– Basilika Santa Maria alla Salute
– Murano
– Rialtobrücke
– Palazzo Contarini

190830 Venedig Tag I

Die Kinder sind jetzt schon richtig groß, daher haben wir beschlossen, eine schöne Stadtreise zu machen. Nachdem wir eine Weile überlegt haben, wohin wir fahren könnten, haben wir uns auf Venedig festgelegt… wer möchte nicht mal Venedig sehen.

Wir fahren mit dem EC von Innsbruck nach Santa Lucia, meines Erachtens nach die beste Möglichkeit, die Lagunenstadt zu besuchen. Man ist gleich von Anfang an „mittendrin“.

Zuhause habe ich schon Online die Tickets für die Vaporettos (das Schiffstaxi) besorgt, nun brauchen wir nur den Gutschein einlösen und können schon auf das Vaporetto Nr. 1 aufsteigen.

Ein traumhafter Einstieg, wir fahren am Canale Grande entlang zu unserer Unterkunft, die ganz in der Nähe des Markusplatzes ist. Von der Haltestelle des Vaporettos müssen wir noch durch enge Gassen und über schöne Brücken zu unserer Unterkunft.

Dort liegt ein Schlüssel auf, direkt können wir unser Zimmer beziehen. Wir ziehen uns schnell um, denn wir wollen noch einen Sprung in die Stadt schauen. Unser erstes Ziel, das Herz Venedigs, ist der Markusplatz mit seinen schönen Gebäuden. Zur Nachtzeit ein besonderes Schauspiel…

Wir spazieren noch ein Stück am Ufer entlang, sehen die Seufzerbrücke und so manches schöne Gebäude am Wege liegen.

Schließlich macht sich doch der Hunger breit, daher kehren wir noch in einem kleinen Lokal, ein wenig abgelegen vom Markusplatz ein. Es gibt „Tintenfisch Venezianischer Art“ und für die Kinder Spagetti Carbonara. Alles schmeckt sehr gut, wir genießen die T-Shirt-Temperaturen auch spät am Abend. Und schlussendlich ist es spät, und wir gehen nach Hause…

Sehenswürdigkeiten
– Rialtobrücke
– Markusplatz
– Markusdom
– Dogenpalast
– Seufzerbrücke