Archiv der Kategorie: Wandern

200419 Goaßgogl und Pfaffensteig

In Zeiten von Corona sind alle Aktivitäten ein wenig eingeschränkt. Da besinnt man sich auf so manche kleine, aber feine Wanderung in der direkten Umgebung. Man braucht kein Auto, kann gleich direkt von Zuhause losgehen und ist in wunderschöner Natur. Herz, was willst du mehr…

Aldranser Pfarrkirche

Letu und ich starten von zu Hause aus, erst geht es Richtung Altersheim. Doch schon bald zweigen wir auf einen kleinen Feldweg, der uns über die Wiesen beim Altersheim nach Westen bringt.

Die Wanderer…

Vorbei an den Häusern im Pfarrtal erreichen wir den Ostrand der Felder, und müssen nun Querfeldein. Letu hat eine Analogkamera mit, denn die Kinder wollen mal Filme entwickeln… noch habe ich die gesamte Labor-Ausrüstung zu Hause, daher wagen wir das Experiment.

Letu beim fotografieren…

Ein letzter Blick zum Kirchturm von Aldrans, dann erreichen wir den Wiesenrand und den Weg zum Goaßgogl. Überall blühen schon die Frühlingsboten, wunderschön leuchtet der Löwenzahn in sattem Gelb.

Blumenpracht

Der Pfad führt am Hügelgrat durch einen schönen Wald, hinauf zum Goaßgogl. Oben treffen wir zwei Bekannte, die gerade beim Werkeln sind.

Letze Meter zum Goaßgogl

Wir bleiben nur kurz stehen, denn wir haben wollen ja noch weiter über den Pfaffensteig retour gehen. Auf dem Weg ins Tal finden wir eine regelrechte Maiglöckchen-Plantage, die wir auch gleich ein wenig genauer betrachten. Die ersten Blüten kommen auch schon zaghaft hervor.

Gleich gebenan hat sich ein Imker einen feinen Platz für seine Bienen hergerichtet. Und diese summen schon fleissig herum, auf der Suche nach dem süßen Nektar.

Nachdem wir vom Hügel über einen steilen Pfad runtergestiegen sind, erreichen wir die Wies beim Ampasser Widum, mit dem herrlichen Ausblick auf den Kirchbühel von Ampass. Im Hintergrund tront der mächtige Bettelwurf, die Vorfreude auf größere Bergfahrten steigt.

Kirchbühel

Vorbei am Kirchbühel müssen wir die Hauptstraße, die aktuell nicht so stark befahren ist, queren und erreichen den zweiten Teil unserer Wanderung: den Pfaffensteig. In dieser Gegend hatte letztes Jahr der Borkenkäfer sein Unwesen getrieben, darum wurde massiv ausgeholzt.

Ein paar Meter müssen wir aufsteigen, dann geht es nur mehr runter, fast bis zur Inntal-Talsohle in der Nähe vom Schloss Ambras.

An der äusseren Begrenzungsmauer vom Schloss Ambras geht es wieder bergwärts, hinauf zu unserem Dörfl. Zwischendurch bleiben wir mal beim Aldranser Bach stehen und schauen uns die beeindruckende Schlucht hier an. Wie man sich doch bei diesem kleinen Bächlein täuschen kann. Sogar eine Abseilstelle mit Ausgleichsverankerung können wir ausmachen…

Der Bach verengt sich hier und fließt dann über den Schlossgarten hinab nach Innsbruck, und über einige Irrwege schlußendlich in den Inn. Unser Weg führt uns nun an den Häusern hier am Bach vorbei hinauf auf die Felder nördlich von Aldrans. Wir bewundern eine schön geschichtete Steinmauer, die erst seit kurzem hier steht…

Wunderschöne Steinmauer, wahrscheinlich erst vor kurzem geschichtet…

Schlußendlich erreichen wir wieder unser Dorf, eine schöne Wanderung durch die nähere Umgebung geht dem Ende zu. Es gibt auch hier, ganz in der Nähe immer wieder tolle Sachen zu entdecken…

Frühlingswiese, im Hintergrund Stempeljochspitze, Pfeiserspitze, Speckkarspitze, Bettelwurf und Hohe Fürleg
Glücklich fast am Ziel…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1,5 h
Gesamtlänge: 4,86 km
Höhenmeter: 220 m

200411 Lanserköpfl (930m)

Man muss es schon fast ein wenig Ironie nennen, das Wetter ist seit Wochen trocken und wunderschön, und wir dürfen nur „moderate“ Sportaktivitäten im Freien durchführen. Heute, Sara ist dieses Mal auch mit von der Partie, machen wir eine Wanderung zum Lanserköpfl. Diese Runde können wir wunderbar von zu Hause aus starten, und der Weg dorthin ist interessant und schön.

Die ersten Meter vom Hause weg…

Von Zuhause startend wandern wir nach Westen, der Sonne entgegen. Erst über Bauernwiesen, flach und wenig anstrengend. Dann wird es ein wenig steiler, es geht rauf zum Aldiger Bahnhof, Haltestelle der Straßenbahn Nr. 6.

Kurz durch den Wald, in Richtung des kleinen, aktuell geschlossenen Gasthäuschens „Vogelhütte“. Dieser Name hat mich schon immer fasziniert. Woher kommt dies? Nach kurzer Recherche habe ich folgendes herausgefunden: In früheren Zeiten waren Vögel eine beliebte Delikatesse in Tirol (siehe auch Vogelfocher, oder Vogelfänger). Gasthäuser wie eben dieses hier hatten sich auf die Bewirtung mit dem kleinen Federvieh spezialisiert, daher auch der Name: Vogelhütte.
Kurz bevor wir jedoch die Jausenstation erreichen, biegen wir beim Golfplatz wieder in den Wald ab.

Abzweigung beim Golfplatz

Nun geht es in angenehmer Steigung, leicht schattig und daher angenehm kühl in Richtung Seerosenweiher. Immer wieder bewundern wir die schöne Aussicht, die sich hier, auf der östlichen Mittelgebirgsterasse eröffnet. Über allem tront immer der mächtige Patscherkofel.

Der mächtige Patscherkofel tront über allem…

Kurz bevor wir den unter Naturschutz stehenden Seerosenweiher erreichen, biegen wir wieder ab, zu unserem eigentlichen Tagesziel, dem Lanserkopf. Hier steilt der Weg ein letztes Mal auf und mündet fast am Schluß in einen Hohlweg ein. Flotte Downhiller kommen uns entgegen und stürzen sich wagemutig so manch steilen Steig hinunter.

Letu zieht seine Schwester die letzten steilen Meter über den Hohlweg…

Wer schon länger nicht mehr am Lanserkopf war, wird verwundert festellen, wie sehr hier ausgeholzt wurde. War der Gipfel dieses kleinen Hügels „früher“ noch völlig bewaldet, ist jetzt das ganze Plateau abgeholzt und neue Bäumchen wurden gepflanzt. Dies müssen wir feststellen, nachdem wir eine Abkürzung nehmen und oben ein Betretungsverbot festellen…

Forstliches Sperrgebiet… das haben wir wohl übersehen!

Die Kinder sind heilfroh, daß wir nun den Gipfel erreicht haben, ab jetzt ist der Weg eben oder abwärtsführend. Wir machen eine kleine Pause bei den Überresten ehemaliger Flakstellungen, die Innsbrucks Süden im Weltkrieg II verteidigten.

Letu und Sara bei den Flakstellungen

Ein Schluck Wasser stärkt uns und wir machen uns auf, den Weg weiter zum Lansersee zu gehen. Kaum unterwegs, fällt den Kindern und Letu im Besonderen immer wieder ein „Latzi“ ein…

Bald erreichen wir den Lansersee, der ruhig in der Frühlingssonne glänzt. In einem „normalen“ Jahr wäre der See wahrscheinlich geöffnet, und viele Leute würden, wenn auch nicht schwimmend, die Sonnenstrahlen genießen und sich leicht bekleidet bräunen. Heuer ist alles anders…

Menschenleere Liegewiese

Bald nach dem See erreichen wir den asphaltierten Weg zurück zur Vogelhütte, den wir ein Stück begehen werden. Wir sind nicht die Einzigen, viele Menschen nutzen den warmen Frühlingstag aus…

Wir gehen an der Mittelgebirgsbahn-Trasse entlang, leider wurde der Schienenverkehr dieser schönen Bahn in den letzten Jahren sukzessive reduziert und dieser Tage fährt die Bahn unter der Woche überhaupt blos noch 2x täglich. An den Wochenenden fährt sie ein dafür wenig öfter, das ist den Touristen geschuldet.

Wiederum zweigen wir vom geraden Weg ab, nun wandern wir über die Felder retour nach Aldrans, die Vogelhütte haben wir heute komplett ausgelassen. Nun ja, einkehren hätten wir eh nicht können, daher ist es nicht schlimm, daß uns unser Weg anders geführt hat.

Blick vorbei am Mühlsee auf den Patscherkofel

Vorbei am privaten Mühlsee mit dem schattigen alten Haus im Hintergrund, über das ich bis jetzt nicht viel rausfinden konnte, erreichen wir wieder Aldiger Grund. Kurz bevor wir den Wald erreichen, sehen wir ein gar sonderbares Getier über den Weg huschen.

Schwarzblauer Ölkäfer, auch Schwarzer Maiwurm

Es ist ein Schwarzblauer Ölkäfer, auch Schwarzer Maiwurm genannt. Noch nie hatte ich sowas gesehen und auch erst durch die Nachschau zu Hause konnte ich feststellen, um welchen Kreucher es sich hier handelt.

Letu und Sara auf den letzten Metern…

Das letzte Stück führt uns immer entlang des Lanser Baches, der angenehm gurgelnd mit uns mitzulaufen scheint. Dieser Teil ist einer meiner liebsten Stellen zum Spazieren und Joggen, die Ruhe hier kann ich immer wieder sehr genießen.

Idyllischer Lanser Bach

Abschließend erreichen wir wieder den Bahnhofsweg, der uns direkt und kurzweilig retour nach Hause bringt. Eine schöne Runde mit tollen Eindrücken.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:06 h
Gesamtlänge: 7,33 km
Höhenmeter: 213 hm

200306 Wanderung ins Halltal

Seit kurzem bin ich glücklicher Besitzer von Schneeschuhen, das wollte ich heute gleich mal ausprobieren. Obwohl nicht gerade üppig viel Schnee vorhanden ist, muss es doch weiter oben noch gehen, so meine Theorie.

Ich fahre nach der Arbeit gleich mal ins Halltal, und beim Erreichen des Hackls bin ich mir schon nicht mehr so sicher, ob ich die Schneeschuhe überhaupt mitnehmen soll. Aber dann siegt doch der Trotz und die Schuhe kommen mal auf den Rucksack.

Wo ist der Schnee…

Ich nehme meinen Lieblingszustieg ins Halltal, den Fluchtsteig. Am Anfang noch gemütlich, wird er spätestens beim Brünnl ein wenig steiler. Und dann melden sich auch die ersten Schneefelder. Noch zu wenig für die Schneeschuhe, aber doch ein kurzer Vorgeschmack… da könnte noch was gehen!

Im Halltal gibt es noch ein wenig Schnee

Und dann ist es so weit, nachdem ich zweimal mit dem Fuß richtig gut eingebrochen bin, entschließe ich mich, doch die Tubbs auszuprobieren. Ich habe mich extra für die neueste Version dieses Klassikers entschieden, denn das Verschlusssystem ist mit einer Boa-Schnürung versehen. Da geht das An- und Ausziehen „ratzfatz“

Neue Schneeschuhe…

Ein paar apere Stellen muss ich zwar immer wieder überqueren, aber dafür muss ich nicht jedes Mal die Tubbs ausziehen, ich steige einfach „vorsichtig“ weiter.

Spur zum ehemaligen Kloster
Sankt Magdalena

Vom Fluchtsteig aus sehe ich die drei Ladhütten, dann kommt auch schon mein heutiges Ziel ins Blickfeld. Sankt Magdalena, das wunderschöne ehemalige Kloster, das an einem sehr idyllischen Platz steht. Ich denke mir das jedes Mal wieder, wenn ich hier herkomme. Aber dann kommt mir auch in den Sinn, dass die Tage hier wohl speziell im Winter sehr hart waren…

Alpengasthaus Sankt Magdalena

Ich mache eine kurze Pause, ein Kühlschrank mit Getränken ist sogar angebracht, obwohl die Kühlung natürlich ausgeschaltet ist, denn es ist hier immer frisch genug. Ich nehme mir ein Cola und schmeiße ein wenig Geld in die Kassa… was für ein schönes, auf Vertrauen basierendes System.

Ausrüstung und Stärkung

Lange halte ich es aber nicht aus, ich bin verschwitzt und es ist kalt geworden. Also packe ich meine Sachen zusammen und mache mich an der Fahrstraße entlang ins Tal. Nun brauche ich die Schneeschuhe nicht mehr, dafür habe ich mir Spikes angezogen, auf der zum Teil glatten Straße ein eindeutiger Sicherheitsgewinn.

Blick aus dem Halltal, mit Hüttenspitze im Zentrum

Rasch erreiche ich wieder das Bettelwurfeck. Es sind auch ein paar Leute unterwegs, meine Annahme, daß ich alleine sein würde, hat sich nicht bewahrheitet. Dafür sehe ich extrem viele Gämsen, bei ca. 30 Stk. höre ich auf zu zählen.

Bettelwurf-Brünnl

Nach ca. 2:15h erreiche ich wieder zufrieden den Hackl-Parkplatz. Das hat richtig gut getan… ich freue mich schon wieder sehr auf die Wandersaison… egal ob mit oder ohne Schneeschuhen…

Blick zurück, zur ersten Ladhütte und Speckkarspitze

Tourendaten
Gesamtlänge: 8,75 km
Gesamtdauer: 2:15 h
Höhenmeter: 523 hm

191027 Vennspitze-Runde [2.450m]

Heute in der Früh geht’s los, wir, das heißt, Opa, Letu und ich machen uns auf ins Wipptal. Unser Ziel ist ein eigentlich typischer Skiberg, die Vennspitze und evtl. lässt sich „hinten“ noch ein wenig dranhängen. Um kurz nach 8:00 Uhr fahren wir in Aldrans los, ein Privileg des Herbstes, man kann recht spät starten. Wir fahren bis zum Wanderparkplatz beim Gasthof Steckholzer, dort starten wir zu unserem Tagesunternehmen.

Die Herbstzeit ist zwar nicht mehr mit den hohen Temperaturen des Sommers gesegnet, aber gerade heute ist ein sehr angenehmer Tag. Fast T-Shirt-Temperaturen… Und eines hat der Herbst den anderen Jahreszeiten voraus… die wunderbaren Farben. Wir starten unsere Wanderung durch einen Lärchenwald, die leucht-gelben Nadelbäume werden uns heute noch lange begleiten. Wunderschön anzusehen…

Noch ist es im Schatten ein wenig frisch, sobald die Sonne rauskommt, wird es aber wieder warm. Wir steigen über sanfte Böden immer weiter, überall um uns herum leuchten die wunderschönen Lärchen.

Nach einiger Zeit erreichen wir die Waldgrenze, anstatt leuchtender Herbstbäume haben wir nun Matten mit Wacholdersträuchen, so weit das Auge reicht. Eine kurze Felsstufe im Aufstieg meistern wir auch schnell.

Der Ausblick ist ab der Waldgrenze phänomenal, das Wetter ist heute herrlich, ich kann es nicht oft genug sagen. Und die Aussicht ist in alle Richtungen wunderbar! Letu hat heute sein kleines Fernglas dabei, da wird auch so manchem Gamsl nachgeschaut.

Schlussendlich sind wir am Gipfelgrat angelangt, am Zaun entlang geht es hinauf zum ersten Gipfelkreuz, nämlich dem der Vennspitze [2.390m].

Direkt am Grat, wie hier nicht anders zu erwarten, bläst ein leichter Wind. Doch schon ein paar Meter nördlich des Kreuzes finden wir ein windstilles Plätzchen und genießen unsere mitgebrachte Brotzeit. Dann machen wir uns auf zum nächsten Gipfel, des Rossgrubenkogels [2.450m]. Der Weg zwischen den zwei Gipfeln ist nicht schwer zu gehen, aber teilweise sehr ausgesetzt. Letu macht seine Sache aber sehr gut und ohne Probleme erreichen wir unser nächstes Ziel.

Der weitere Weg führt uns zum Silleskogel [2.418m], auch einer der bekannten Skiberge, im Sommer aber selten besucht. Hier ist kein Gipfelkreuz montiert, eine Steinplatte zeigt den höchsten Punkt hier an. Auch hier bleiben wir nur ganz kurz, nun geht es steil hinunter zum Geierschnabel, einer sehr beeindruckenden Felsformation…

Der sichtbare Pfad zieht rechts vom Geierschnabel steil zu einer Kuppe. Wir beraten uns, schauen uns den weiteren Weg an und kommen zu der Feststellung, dass wir falsch gegangen sind. Wir müssen nochmals aufsteigen, hinauf zum Geierschnabel, denn der Weg führt von hier durch ein breites Tal hinunter zur Sillalm.

Wir gehen nach Erreichen des Geierschnabel weglos in die Talsenke, sehr schön zu gehen, und schwierig ist es auch nicht. Aber wir sind schon eine gute Weile am Weg, Letu wird ein wenig müde. Aber er hält sich wacker… und beeindruckt Opa und mich!

Über Stock und Stein, im wahrsten Sinne des Wortes gehen wir Talabwärts, Richtung Sillalm. Da wir zumindest im oberen Teil keinen Weg haben, suchen wir uns immer wieder den Pfad des geringsten Widerstandes. Das geht gut, denn Schwierigkeiten stellen sich uns keine in den Weg. Schlussendlich erreichen wir doch wieder einen gut ausgeprägten Pfad, der uns weiter talwärts führt.

Nach langer Strecke ohne richtigen Wegen sind wir dann froh, als wir die Forststraße erreichen, die wieder in unseren Karten eingezeichnet sind. Naja, Froh ist vielleicht der falsche Ausdruck, die Wanderung durch das Gelände hat uns allen Dreien sehr viel Spaß gemacht. Im Tal kehren wir noch im Gasthaus Steckholzer ein und genießen die feine Herbstsonne.

Eine wunderschöne Überschreitung der Venner Berge, die uns sicher noch länger in Erinnerung bleiben wird…

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:00 h
Gesamtlänge: 11.77 km
Höhenmeter: 1.167 hm

191013 Kaiser-Max-Grotte

Nachdem wir heute Vormittag schon eingespannt waren, ist sich eine längere Wanderung nicht mehr ausgegangen. Aber es gibt so viele schöne und auch nahe Ziele in unserem wunderbaren Land, die man gerne mal übersieht. So ist es uns jetzt seit Jahren mit der Kaiser-Max-Grotte gegangen. Einmal waren wir mit den Kindern oben, aber das ist schon lange her. Immer wieder fahren wir mit dem Auto oder Zug unter der beeindruckenden Martinswand durch und sagen laut: „Da müssen wir jetzt aber echt mal wieder rauf…“

Wir starten in Zirl und wandern die Brunntalstraße hinauf. Diese ist auch bei Mountainbikern beliebt, deshalb müssen wir hier gut aufpassen, denn so Mancher „schießt“ schnell um die Kurve. Zum Glück zweigt der Weg bald ab, ein Steig führt nun über den Steinbruch hinauf zur Grotte.

Die Aussicht ist phänomenal, es ist immer wieder beeindruckend, wie rein die Herbstluft doch ist.

Schnell machten wir Höhe, ab dem Steinbruch ist es dann flach und angenehm zu gehen. Dieser Zugang wurde erst 2015, nachdem der Steig einige Jahre gesperrt war, wieder eröffnet. Nun verläuft der Weg nicht mehr im Wald, sondern direkt durch den Steinbruch.

Unterwegs machen wir mal eine kurze Pause bei einer kleinen Höhle, die jedoch nur ein paar Meter vor unserem eigentlichen Ziel liegt.

Nach einem Schluck Wasser und einem kleinen Verschnaufer geht es um die Kurve weiter, das Ziel schon im Blickfeld.

Und dann ist das Bänklein beim großen Maximiliankreuz erreicht. Die Aussicht ist wunderschön und wir genießen die Aussicht. Es ist fein warm, eigentlich wollen wir gar nicht mehr runter. Aber irgendwann müssen wir halt doch…

Wir folgen dem gleichen Weg hinunter bis zur Abzweigung auf die Brunntalstraße.

Auf dem Weg runter fällt Letu noch ein „Steinherz“ im Steinbruch auf… eine glatte Stelle im sonst so zerfurchten Steinbruch.

Von der Brunntalstraße machen wir noch einen Abstecher zur Geisterbühelkapelle. Über den interessanten Namen dieser Kapelle konnte ich leider nichts herausfinden, aber der Platz ist schön und ruhig.

Auf dem Weg ins Tal findet Letu noch einen Speer, der dann unterwegs immer wieder geworfen wird. Am Schluss hat er das schon ganz gut heraußen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtlänge: 4,33 km
Höhenmeter: 261 hm

190914 Zirbenweg mit Viggarspitze [2.306m] und Neunerspitze [2.285m]

Das Wetter ist heute super gemeldet, die Temperaturen angenehm, das heißt in der Schlussfolgerung, ich bin dann mal wieder auf dem Berg. Heute mit den Junioren. Unser Zeil, das wir auch schon lange machen wollen… die zwei Berggipfel auf Aldranser Gemeindegebiet. Viggarspitze und Neunerspitze. Wir starten in Igls bei der Patscherkofelbahn, die uns gemütlich rauf auf Start des Zirbenwegs bringt.

Die ersten paar Meter des Steiges sind gesperrt, es gibt aber eine gute Umleitung. Schon bald erreichen wir den wunderschönen Weg durch diesen großen Zirbenbestand. Und immer wieder erhaschen wir auch Blicke auf die umliegende Bergwelt und das Tal.

Angenehm geht’s auf und ab, nach kurzer Wanderung erreichen wir auch schon das Alpengasthaus Boscheben. Hier sind die Mitarbeiter schon emsig beim Herrichten, es verspricht ein guter Tag fürs Geschäft zu werden. Schon jetzt sind einige Leute am Weg.

Weiter wandern wir auf dem Zirbenweg, bis wir zur Abzweigung zur Viggarspitze kommen. Hier steilt der Weg nun ein wenig auf, das macht aber den Kindern und mir nichts aus. Immer wieder kommen schöne Felsformationen, die für Kurzweil sorgen.

Dann erreichen wir auch schon die erste Station unserer Wanderung, die Viggarspitze [2.306m]. Schon öfter sind wir hier heroben gestanden, auch zu nächtlicher Stunde, als Bergfeuern angesagt war. Im Winter bin ich hier mal mit Alfons gewesen, das war auch eine tolle Tour.
Nun wir erst mal fein gebrotzeitet, heute haben wir die Luxusvariante mitgenommen. Und es schmeckt…

Das Wetter ist wunderbar, es ist windstill und so könnte man hier fast ewig bleiben, aber wir müssen weiter. Wir haben ja noch einen zweiten Gipfel zu machen. Also packen wir zusammen und machen uns auf den Weg. Die Abkürzung über einen alten Jägersteig finde ich leider nicht, daher gehen wir den Normalweg zur Neunerspitze, der auch wunderschön ist.

Und hier müssen wir irgendwann mal pausieren, zu viele Heidelbeeren stellen sich uns in den Weg. Diese müssen einfach eingesammelt werden… das kostet uns einiges an Zeit. Bald haben wir einen „Topf“ voll gesammelt und gehen weiter Richtung Neunerspitze.

Nicht immer ist der Weg perfekt, aber wir kommen gut durch und dann haben wir nach einem kurzen steilen Anstieg auch das zweite Etappenziel, Neunerspitze [2.285m] erreicht.

Der Weg von den Neunerspitze bis zum Zirbenweg verläuft fast ausschließlich im Latschengürtel, dementsprechende Temperaturen herrschen hier im Sommer. Heute ist es angenehm. Die Aussicht auf diesem Teil ist nicht ganz so spektakulär, aber immerhin gibt es immer wieder ein paar kleine Felsen, die unserem „Scout“ eine Aussichtsplattform geben.

Schlussendlich erreichen wir Zirbenweg, der sich wie eine Autobahn vom Patscherkofel zum Glungezer schlängelt. Wir sind froh, dass wir die Verlängerung über die zwei „Aldiger“ Berge genommen haben…

Obwohl wir erst in der Tulfeinalm einkehren wollten, lassen wir wegen Platzmangels diese Option sausen und fahren mit dem Einsersessellift, vielleicht das letzte Mal, zur Mittelstation.

Eine lustige Fahrt ist es allemal mit dem alten Ding, geplant ist allerdings, dass auch diese Sektion nächstes Jahr mit einer Gondel ausgestattet wird. Die Bauarbeiten sind schon im Gange, wir werden sehen , wie schnell das Projekt umgesetzt wird.
Beim Kugelwald machen wir nochmals eine Pause, Letu geht ein wenig Waldkegeln, während Sara und ich die kleine Pause genießen.

Dann geht auch dieser feine Wandertag zu Ende, mit der neuen Glungezerbahn fahren wir nach Tulfes, wo schon der Bus auf uns wartet. Das war wieder ein wunderschöner Tag im Hoamat´l.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:00 h
Gesamtlänge: 10,46 km
Höhenmeter: 616 hm

190825 Kaisertal Tag II

Nach einer kurzen, aber erholsamen Nacht stehen wir schon relativ früh auf, packen unsere Sieben Sachen und gehen Frühstücken. Das Morgenmahl ist hier wirklich vom Feinsten, ein Buffet ist angerichtet, das für jeden Geschmack was hat… Letu kriegt sein Müsli, während wir Anderen Brot, Wurst, Käse, Eier und Marmelade verdrücken. Wir brauchen ja eine gute Grundlage für den zweiten Wandertag…

Der Abmarsch vom Anton-Karg-Haus findet unter schon fast märchenhaften Lichtverhältnissen statt. Das Wetter ist wieder gut, vom Gewitter vom Vortag ist nichts mehr zu sehen. Heute gehen wir an der Kaisertalstraße entlang wieder hinaus ins Inntal. Wobei hier anzumerken ist, dass die Straße mit Anschluss ins Inntal erst 2008 fertiggestellt wurde. Fahrzeuge gab es zwar vorher auch schon im Tal, jedoch mussten diese mit Hubschrauber oder in Einzelteilen über die Sparchenstiege transportiert werden…

Hatten wir schon gestern bei der Wanderung eine Unmenge an Geocaches gesucht und gefunden, geht es heute gleich wieder weiter… die Kinder helfen fleißig mit, wie haben dieses Mal sogar die Walkie-Talkie´s mitgenommen, um so mehr Flexibilität zu haben.

Der erste Teil der Strecke führt an einer Forststraße entlang, doch kurz vor einem markanten Tunnel zweigt ein Steig an, der zum berühmten Pfandlhof führt. Da wir lieber auf Steigen als auf Forstrassen gehen, nehmen wir auch die zusätzlichen Höhenmeter in Kauf, die wir hier abspulen müssen.

Schön geht es durch einen wunderbaren Mischwald, der Steig ist anfangs steil, aber gut begehbar. Und ewig weit müssen wir nicht rauf, zum Glück, denken die Kinder…

Dann lichtet sich der Wald, eine schöne Wiese öffnet sich und wir stehen auf dem Feld des Hinterkaisers mit dem wunderschönen Bauernhof und der berühmten Antoniuskapelle.

Hier machen wir eine Pause, genießen eine Brotzeit und schauen gen Himmel. Leichte Wolken ziehen auf, aber es ist noch warm. Am Nachmittag könnte es schon noch ein „Wetter“ geben.

Von der Antoniuskapelle geht es dann weiter, zuerst wieder durch leichten Wald, immer auf einer Forststraße, dann erreichen wir den Pfandlhof. Hier beschließen wir noch eine Pause zu machen…

Wir bestellen uns ein Getränk, setzen uns auf die Terasse, die einen wunderschönen Ausblick und viele, sehr viele Wespen bietet. Dann bekommt Letu seinen Kaiserschmarrn, denn ein Kaiserschmarrn im Kaisergebirge muss einfach sein…

Nach dieser wundervollen Stärkung gehen wir vorbei am Veitenhof und Zottenhof, zwei uralten Höfen, die nun auch vom Tourismus profitieren.

Schließlich kommt unser letztes Highlight bei dieser Wanderung, die Tischöfer Höhle. Wir müssen nun von der Forststraße abzweigen auf einen kleinen Pfad Richtung Kaiserbach. Dann erreichen wir noch eine Abzweigung und stehen schlussendlich an der berühmten Höhle.

Die Höhle ist bekannt dafür, daß hier die ältesten menschlichen Überreste Tirols, sowie auch viele ausgestorbene Tierarten gefunden wurden. Diese können heute im Museum auf der Festung Kufstein bewundert werden.

Wir genießen die Stimmung in der Höhle, die Kinder haben extra Taschenlampen mitgenommen, um sich hier ein wenig umsehen zu können. Was es da nicht alles zu entdecken gibt. Letu spielt sogar ein wenig Fremdenführer, und zeigt einem anderen Jungen die interessanten Ecken der Höhle.

Der weitere Weg führt uns dann zuerst ganz hinunter in die Schlucht des Kaiserbachs, auf der anderen Seite warten schon steile Stufen darauf, von uns erklommen zu werden.

Am Ende des letzten Aufstieges erreichen wir bald die Theaterhütte, ein mittlerweile geschlossenes Gasthaus. Von hier wandern wir den Weg vorbei am Kaiserlift und wieder hinein in die Stadt.

Auf dem Weg gibt es noch ein Eis als Belohnung für die Kinder, die gestern und heute sehr brav marschiert sind. Und natürlich bekommen Oma und ich auch eine kleine Belohnung in Form eines Eises… schließlich sind wir auch ohne allzuviel Jammerei gewandert.

Am Bahnhof müssen wir nicht lange warten, bis ein Zug vorbeikommt und uns wieder mitnimmt, zurück in die Mitte Tirols. Ein wunderschönes Wanderwochenende ist schnell, aber mit vielen schönen Eindrücken zu Ende gegangen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:40 h
Gesamtlänge: 15,48 km
Höhenmeter: 309 hm

190824 Kaisertal Tag I

Einmal im Jahr, und gerade ist es soweit, machen wir, das sind Oma, die Kinder und ich eine 2-tägige Bergwanderung. Letztes Jahr waren wir dazu auf der Otto-Mayr-Hütte und der Großen Schlicke, heuer ist es fast ganz am anderen Ende von Tirol… heuer steht das Kaisertal bei Kufstein auf dem Programm. Mit dem Zug geht´s ganz umweltfreundlich von Innsbruck nach Kufstein.

Vom Bahnhof müssen wir erst einmal die Stadt queren, wir müssen für den Start mit dem Kaiserlift hinauf auf den Berg. Damit sparen wir uns doch ein paar Höhenmeter Aufstieg. Wir gehen am Waldrand entlang zum Kaiserlift, ein Blick zurück zeigt einen wunderschönen Ausblick auf die Festung Kufstein und den Pendling mit Kufsteinhaus.

Am Kaiserlift stellen wir zu unserer Überraschung fest, dass es sich hier um einen Modernen Einser-Sessellift handelt. Ich hatte keine Ahnung, dass diese Form der Beförderung noch hergestellt wird. Den Kindern gefällt’s, und uns auch. Zusätzlich ist die Streckenführung an bestimmten Stellen spektakulär, da sehr hoch und ausgesetzt.

Wohlbehalten erreichen wir die Bergstation. Die Liftfahrt war gemütlich, dem Personal kann ich dieses Prädikat auch ohne Einschränkung verleihen… gemütlich und sehr freundlich. Es ist eine Freude, mit dem Kaiserlift zu fahren… am Ende der Fahrt angekommen stehen wir auf dem Brentenjoch [1.272 m]

Aber nun ist vorbei mit der machanisierten Fortbewegung, jetzt müssen wir auf Bordmittel, sprich die Füsse zurückgreifen. Wir haben ein gutes Stück weg vor uns, sind aber motiviert und das Wetter hält auch zu uns. Unser erstes Ziel ist der Gamskogel [1.449 m]. Der Weg geht stetig leicht bergauf, es ist aber eine Freude hier zu Wandern. Überall stehen Pilze im Wald, überall ein Wohlduft nach Natur und Herbst.

Nach ca. einer Stunde errechen wir den Gipfel des Gamskogels, mit einem ersten schönen Einblick ins Kaisertal. Hier machen wir eine ausgedehnte Pause, wir haben ja alle Zeit der Welt…

Oma findet einen Einheimischen, der uns schlussendlich fast jeden Gipfel des Wilden Kaisers sowie des Zahmen Kaisers aufzählt. Das Kaisertal trennt ja diese zwei berühmten Gebirge genau in der Mitte. Nachdem wir unsere Kräfte gesammelt haben, geht’s weiter.

Wir steigen vom Gamskogel ab, bis wir in eine Scharte kommen. Dort fängt ein spannender Teil der Wanderung an, hier geht es in den Bettlersteig. Nach dem schneereichen Winter war der Weg auf weite Strecken in sehr schlechtem Zustand, und die Reparatur hat bis in den August gedauert. Wir haben Glück, erst vor einer Woche ist der Steig wieder eröffnet worden.

Spannend, mit immer wieder schönen Passagen steigen wir nun ab, hinunter ins Kaisertal. Unser Tagesziel ist das Anton-Karg-Haus, einer Alpenvereinshütte, auf der wir übernachten werden. Nun zehrt der Weg schon an den Kräften des einen oder anderen, aber noch sind wir nicht da… es sind noch mindestens 5 „Schlenker“.

Immer wieder müssen wir kleine, unscheinbare Bäche queren und können jedoch sehen, wie hier der Winter seine Spuren am Steig hinterlassen hat. Fast keine der alten Brücken hat den Schneereichtum und die einhergehenden Lawinen überstanden. Und doch hat die Alpenvereins-Sektion hier gute Arbeit geleistet und den Pfad wieder gangbar gemacht.

Mit immer wieder kurzen Pausen auf dem Weg machen wir uns die Wanderung so bequem wie möglich, und an schönen Plätzen mangelt es auch nicht hier im Kaisertal…

Der Hof mit der Hausnummer Kaisertal 1, der hier im Bild gezeigt ist, liegt wunderschön, aber extrem abgelegen auf dem Berg. Leider scheint es auch hier notwendig zu sein, einen modernen Zaun um das Haus zu bauen, damit die Neugierigen abgehalten werden, in das Haus zu schauen, bzw. rein zugehen.

Noch ein paar verbrochene, aber mittlerweile reparierte Wegstrecken müssen wir meistern, dann erreichen wir endlich unser Tagesziel, das Anton-Karg-Haus.

Wir hatten den ganzen Tag über Glück mit dem Wetter, jetzt hat es die letzten zehn Minuten zugezogen. Gerade als wir unsere Getränke bekommen und in die Hütte gehen, beginnt es zu regnen. Was für ein gutes Timing. Das spricht wohl für eine gute Planung…

Der Ausblick vom Schutzhaus ist wunderbar… wir genießen den Ausblick auf die sehr bekannten Kletterberge des Wilden Kaisers.

Die Wolken werden dichter, so auch die Regenintensität. Bald schüttet es aus Kübeln. Das ist unser aber egal, weil wir nun alles unter Dach und Fach haben.

Wir haben ein Zimmer für uns selbst, diesen kleinen Luxus gönnen wir uns. Und das Zimmer ist fein. Am Abend gönnen wir uns noch ein gutes Essen und spielen ein wenig „Räuberjolly“. Wie gut man sich ohne Handy und Fernseher beschäftigen kann… nicht allzu spät gehen wir ins Bett, es war doch ein anstrengender Tag.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:51 h
Gesamtlänge: 14,04 km
Höhenmeter: 479 hm

190817 Kogelsee (2.171m)

Wir starten in Gramais, einen kleinen Seitental des Lechtals, direkt im Ort.

Zuerst geht der Weg noch gemütlich über eine kleine Forststrasse, dann müssen wir den Bach queren und der Weg steilt auf.

Der erste Teil geht durch Latschen, dass es doch schon fortgeschrittener Vormittag ist, ist es sehr warm und kein Windchen weht.

Es dauert eine ganze Weile, bis wir aus den Latschen rauskommen, dann wird es wieder gemütlicher.

Nun weht eine feine Brise und wir konnten auch ein wenig die Aussicht genießen. Während Oma und Sara beschließen, am Bächlein zu bleiben, wollen Letu und ich noch weiter zum Kogelsee.

Nach ca. 30 Minuten erreichen wir den See, und Letu hat vorsorglich seine Badehose eingepackt. Das Thermometer zeigt stolze 13 Grad an, das schreckt uns aber nicht, und wir erfrischen uns im wahrsten Sinne des Wortes.

Noch der feinen Erfrischung machen wir uns auf den Weg zurück zu unseren zwei Damen.

Dort genießen wir die mitgebrachte Jause und rasten ein wenig. Die wollen werden immer mehr, daher machen wir uns auf uns Tal.

Wir nehmen den gleichen Weg zurück, die Kinder unterhalten sich brav, während wir Erwachsenen uns auch über Gott und die Welt austauschen.

Wir finden haufenweise Heidelbeeren und Himbeeren, daher brauchen wir runter gleich lange weiter rauf.

Nach 4 Stunden erreichen wir wieder den Talboden. Eine tolle, feine Wanderung war das heute.

Tourendaten:

Gesamtlänge: 8,17 km
Gesamtdauer: 4 h
Höhenmeter: 803 hm

181118 Geocache „Wilde Prinzessin“

Ich muss mal wieder ein paar Geocaches sammeln, damit ich mit meinem „Spezl“ mithalten kann (in Bezug auf Punkte…). Ein Blick auf meine Karte zeigt mir ein Gebiet, in dem noch einiges zu holen ist… Kufstein. Dort hat „FredBull“ einige sogenannte Powertrails ausgelegt und dort wollen Letu und ich heute hin. Mit dem Zug fahren wir von Innsbruck nach Kunfstein, eine feine Fahrt ist das immer wieder… und schnell.

Vom Bahnhof gehen wir am linken Flussufer, beim Festungshügel vorbei. Dann queren wir die Stadt am grünen Inn und erreichen den Waldrand. Ab hier sind wir eigentlich immer weg von größeren Siedlungen. Alle 160 Meter liegt eine Dose für uns bereit, ansonsten ist der erste Teil der Wanderung, zumindest Landschaflich, ohne große Änderungen. Schön ist es allemal, im herbstlichen Wald die Seele baumeln zu lassen.

Manchmal entdecken wir interessante Sachen, wie einen uralten Holzer-LKW oder auch mal (illegalerweise) einen von uns begangenen, aber gesperrten Steig. So wandern wir recht kurzweilig nach Egerbach. Da wir recht früh losmarschiert sind und die Jahreszeit schon recht vorgeschritten ist, finden wir an schattigen Stellen auch mal ein wenig Reif…

Nächste Station ist Schwoich, hier versuchen wir etwas Essenbares aufzutreiben, schlussendlich kehren wir im Dorfgasthaus ein, dort gönnen wir uns ein Schnitzel. Und wie das schmeckt! Nach dieser wohlverdienten Pause müssen wir noch ein paar Höhenmeter machen, wir müssen jetzt auf das Wöhrer Köpfl steigen, eine kurze Überschreitung, die uns wieder nach Kufstein bringt.

Am Gipfel haben wir eine schöne Aussicht auf das Inn-Städtchen und genießen hier auch wieder ein wenig Ruhe. Dann steigen wir auf der Nordostseite des Wörner Köpfl ab, nun immer das Ziel, Kufstein in Sichtweite.

Der letze Abstiegteil vom Wörner Köpfl wird als Kaiserschützenweg bezeichnet, manchmal auch als Sepp-Innerkoflersteig. Hoch über der Weißache und der Bundesstraße nach Schwoich spazieren wir auf einem anregenden Steiglein gen Nordosten.

In Endach kommen wir noch an einem verfallenen Gasthaus mit angeschlossener, ebenfalls verfallener Kapelle vorbei. Wir betrachten die Gebäude ein wenig näher, wobei ich in das Gasthaus (?) nicht mehr reingehen möchte… zu marode schaut das unheimliche Gemäuer aus…

Nun sind wir wieder in der Stadt angekommen, zuerst müssen wir nochmals quer durch die Siedlung, dann erreichen wir den Inn und wandern in Richtung Bahnhof. Die Sonne zieht sich schon langsam zurück, es ist kühl geworden.

Die letzten Meter zum Bahnhof gehen wir am Inn entlang, die Stimmung ist schön und unsere Laune dementsprechend gut. Heute waren wir wieder mal fleißig… immerhin konnten wir 50 Dosen bzw. Geocaches finden und loggen! Super…

Am Bahnhof müssen wir nicht arg lange warten, hier fahren die Züge zum Glück mit hoher Frequenz, daher sind Wartezeit meist kurz. Ein wunderschöner Tag geht zu Ende, es hat uns beiden Spaß gemacht und wir freuen uns auf zu Hause.

Tourendaten
Gesamtdauer: 6:30 h
Gesamtlänge: 20,34 km
Höhenmeter: 645 m