170705 Gamskogel (2.659m)

Eigentlich wollten Alfons und ich heute wieder mal den Steingrubenkogel-Klettersteig machen, aber es sollte dann doch ein wenig anders kommen. Ich beginne meine Geschichte aber schon wieder in der Mitte… also Stop, nochmals von Anfang:

Nach der Arbeit, heute war es unter Tags richtig heiß und teilweise fast schon drückend, machen wir uns wieder mal im bewährten Team auf, einen Berg zu besteigen. Wir fahren mit dem Auto über die Mautstraße bis zur Kemater Alm. Sehr schön gelegen, und um das hier mal zu vermerken, mit moderaten Mautpreisen (€3.- für den Tag) waren wir positiv überrascht. Der Parkplatz ist fast leer, als wir ankommen, auf der schmalen Mautstraße sind um mehrere Autos begegnet, es ist doch schon spät am Nachmittag. Um 17:15 Uhr sind wir dann endlich abmarschbereit.

Zuerst wandern wir auf der Zufahrtsstraße bis zum Adolf-Pichler-Haus, von dort wollen wir laut Plan eigentlich auf den Klettersteig des Steingrubenkogels gehen.

Doch die dunklen Wolken über dem Gebirge schauen nicht so verlockend aus, ein Gewitter, während man am „ewig-langen“ Blitzableiter hängt, ist ein Erlebnis, auf das wir getrost verzichten können. Daher disponieren wir um und beschließen, unter den mächtigen Wänden der Kalkkögel Richtung Süden zu wandern.

Im Hintergrund sehen wir das Gipfelkreuz des Gamskogels, vielleicht geht sich dieser „Muggel“ aus.

Die Kalkkögel sind geologisch sehr interessant, und obwohl ich zugegebenermaßen mich nicht besonders gut auskenne, erkennt man hier doch sehr gut, dass der Dolomit auf einer viel älteren Schicht, nämlich dem Ötztal- und Stubaikristallins sitzt.

Hier hört meine Kenntnis aber auch schon fast wieder auf. Die Raibler Schichten gehen mir noch durch den Kopf, die in den Kögeln im Gegensatz zu sehr viel mächtigeren Vorkommen in anderen Gebirgen nur ein paar Meter dick sind und die Berge in einen oberen und unteren Dolomit trennen. Das muss ich mir nochmals genauer anschauen, beschließe ich.

Die satten Wiesen, die auf dem Kristallin entstanden, sind prädestiniert für den Almbetrieb. Und natürlich sieht man daher hier immer wieder Kühe und Schafe, die hier einen wunderbaren Sommer auf der Alm verbringen dürfen. Kuh müsste man sein… oder Schaf, je nach Präferenz .

Der Weg zieht leicht aufwärts immer näher zum Gamskogel, das Wolkenspiel am Abendhimmel ist faszinierend, manchmal ziehen auch dunklere Wolken herein.

Zweimal werden wir am Weg gegossen, aber da es warm ist, stört es überhaupt nicht. Unterwegs kann ich noch einen Geocache, den „Fat Tony“ loggen, wieder ein Punkt, der mich näher an mein heuriges Ziel, meinen Hauptkonkurrenten zu überholen, bringt…

Nach ca. 2 Stunden erreichen wir den Gipfel des Gamskogels. Das Wetter ist nun wieder besser geworden, wir bekommen auch ein paar Sonnenstrahlen ab. Doch die Freude währt nur kurz, bald zieht eine dicke schwarze Wolke vor die Sonne und im Nu ist es richtig frisch und gar nicht mehr so gemütlich.

Daher genießen wir die Aussicht nur kurz und machen uns wieder auf den Rückweg. Der Einfachheit halber nehmen wir den gleichen Weg wieder retour zum Adolf-Pichler-Haus, grüßen die Belegschaft, die es sich auf der Terrasse gemütlich gemacht hat und steigen weiter ab zur Kemater Alm.

Unterwegs bleiben wir immer wieder stehen und genießen die wunderschönen Ausblicke auf die Kalkkögel, die im Abendlicht nochmals besonders schön anzuschauen sind. Das Wetter hat sich schlußendlich doch beruhigt. Kurz vor der Kemater Alm finde ich noch den Geocache „Aus Kindertagen“ an der kleinen Kapelle oberhalb der Alm.

Wir gönnen uns noch ein Erfrischungsgetränk und palavern über Gott und die Welt. Wie schön, endlich mal wieder mit Alfons auf dem Weg zu sein, denke ich mir! Das müssen wir in nächster Zeit wieder öfter machen…

Eine wunderschöne Wanderung nach der Arbeit, die den Geist und den Körper wieder mal in Einklang bring, so soll es sein in dieser, unseren wunderschönen Heimat.

Tourendaten
Gesamtdauer: 3:20 h
Gesamtdistanz: 10,74 km
Höhenmeter: 963 m

170618 Zirbenweg + Viggarspitze (2.304m)

Ein aktives Wochenende geht dem Ende zu. Heute haben wir noch zusammen mit Gale den Zirbenweg beschritten.

In der Früh holen wir Gale beim Lanser See ab und fahren zur Patscherkofelbahn. Dort steht schon eine Truppe beim Schalter und warten auf das Ticket. Da nur Sara, Letu und ich das Freizeitticket besitzen, müssen auch wir anstehen. Lucy und Gale brauchen ein Ticket.

Der Engpass beim Anstehen zur Gondel wird wohl in Zukunft mit der neuen Bahn Geschichte sein. Wir warten aber eben doch nicht so lange, bald geht es mit der Altehrwürdigen hinauf zum Schutzhaus.

Das Eingangstor zum Zirbenweg ist immer wieder schön, der Weg entlang der schönen Alpenrosen noch schöner.

Wir wandern bis zum Abzweig zur Viggarspitze gemeinsam, dann trennen sich unsere Wege. Letu und ich wollen noch die Viggarspitze mitnehmen, der Gale, Lucy und Sara laufen den originalen Zirbenweg entlang. Auf der Tulfer Alm wollen wir uns wieder treffen.

Von der Abzweigung geht es gleich mal ein paar Höhenmeter hinauf, die Letu super bewältigt. Dann müssen wir ein paar Stufen bewältigen, und schon stehen wir auf dem Sattel zur Viggarspitze.

Wir nehmen den direkten Weg der Viggartrophy hinauf zum Gipfel, und nach kurzer Zeit stehen wir auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung. Endlich sind wir mal auf einem der zwei Aldranser Gipfel…

Nur eine kurze Rast gönnen wir uns, denn wir müssen weiter zur Tulfer Alm. Der Abstieg führt uns vorbei an der Neunerspitze, die wir heute auslassen. Die schöne Erhöhung werden wir aber bald mal angehen.

Durch einen Latschen- bzw. Zuntergrütel müssen wir hinuntersteigen, Richtung Steig. Letu meint immer wieder: „Papa, wie unendlich weit sind die Latschen noch?“. Doch alles hat irgendwann sein Ende, schlußendlich stehen wir weider auf dem Zirbenweg.

Nun geht es in feinem Auf und Ab hinüber zur Tulfer Alm. Zwei Geocaches haben wir auf dem Weg zur Alm noch auf dem Programm. Dann endlich sehen wir unser Ziel.

Dort werden wir schon erwartet, Lucy besorgt uns schon was zu essen und trinken, denn die Schlange vor der Aussabe ist lang wie eine … äh, Anaconda.

Wir genießen die Sonne, trinken Bier und genießen die Aussicht. Leider müssen wir uns irgendwann von der schönen Umgebung verabschieden und wieder ins Tal. Wie mit Letu vor Kurzem geht es wieder zuerst mit der lustigen 1er-Sesselbahn, ab Halsmarter mit dem 2er Sessellift ins Tal.

Der Bus, der uns zurück zur Patscherkofel-Talstation bringt, kommt erst in 45min., daher trinken wir einen Absacker in der Larchnhittn. Da ich dort noch nie drinnen war, wollte ich mir das eh mal anschauen. Ein netter Platz zum Warten.

Den Abend beschließen wir im Gasthaus Walzl, das speziell für Kinder eine gute Wahl ist. Das Essen schmeckt wieder einmal super, und die Kinder sind gut aufgehoben, auf dem Spielplatz und in der Spielecke.

Ein gelungener Tag und ein gelungenes Wochenende, würde ich sagen. Das Wetter hat auch toll mitgespielt. Mehr kann man nicht verlangen.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 3:30 h
Gesamtlänge: 9,06 km
Höhenmeter: 564 m

170617 Patscherkofel (2.246m)

Das Wetter ist zwar nicht so super, aber irgendwas wollen Letu und ich dann doch machen. Also beschließen wir, auf den Patscherkofel zu gehen. Auch hier genießen wir die Aufstiegshilfe mit der Kofelbahn, die uns flux auf Höhe bringt. 

Richtig viel los ist auch nicht, auf Innsbrucks Hausberg.

Von der Bergstation gehen wir los, vorbei am Schutzhaus und der Piste zur Bergstation des ehemaligen Panoramalifts. Die Stützen sind schon abgebaut, da sind die Innsbrucker mal richtig schnell gewesen.

Auf feinen Steigen gewinnen wir weiter an Höhe, wir sind extra dem Forstweg ausgewichen und bevorzugen die feinen, kleinen Bergweglein, die gleichzeig auch viel mehr Spaß machen.

Einmal müssen wir auf den Forstweg ausweichen, aber das ist nur für einen kurze Strecke. Dann liegt die „Rakete“ (Letu´s Beschreibung der Sendestation am Gipfel) schon vor uns, und die letzen Schritte zum höchsten Punkt sind bald erledigt.

Wir pausieren in der nett hergerichteten Gipfelstube, gönnen uns ein Getränk und genießen die Aussicht. Es hat merklich abgekühlt.

Der weitere Weg vom Gipfel des Kofels führt uns nach Boscheben durch wunderschöne Zirbenbestände. Auch die Alpenrosen stehen in voller Blüte und sind eine sehenswerte Pracht.

Von Boscheben zweigen wir ab auf den Zirbenweg, der uns zurück zur Bergstation führt.

Die Gondel erwischen wir auf die Sekunde genau, und mit der alterwürdigen Pendelbahn fahren wir retour nach Igls.

Am Abend beschließen wir die Wanderung wieder einmal am Lanser See, eine feine Runde schwimmen mit anschließender Grillage ist genau das, was einen feinen Tag ausmacht.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 6,06 km
Höhenmeter: 349 m

170615 Schartenkogel (2.311m)

Eigentlich wollten wir heute nur ein wenig Geocachen gehen, so der Plan. Geworden ist es dann für Letu und mich der Schartenkogel.
Aber hier mal der Ablauf von vorne: Heute war ja große Fronleichnahms-Prozession in Aldrans, danach sind wir noch ein wenig im Gemeindesaal zusammen gesessen.

Im Anschluß beschließen Lutu und ich, da Sara auf einer Geburtstagsfeier eingeladen war, in den Kugelwald am Glungezer zu fahren. Also rauf mit dem urlangsamen, aber lustigen 2er Sessellift nach Halsmarter.

Als wir oben sind, beschließen wir, noch mit dem 1er Sessellist (jaja, sowas gibt es auch noch), hinauf zur Tulfeiner Alm zu fahren, da wir dort noch einen Cache zu bergen haben.

Oben angekommen, die nächste Umdisponierung. Wir machen uns auf zum Schartenkogel.

Es ist zwar heiß, aber es geht eine feine Brise, die den Aufstieg angenehm macht. Wir machen schnell Höhe und schon nach 30 Minuten stehen wir oben am Gipfelkreuz. Das ging ja schnell.

Den Rückweg machen wir über den Schartenkogelsteig, der eine schöne, abwechslungsreiche Wanderung zurück zur Bergstation der 1er Bahn. Teilweise liegt noch Schnee in den Mulden.

Wir fahren hinunten zum Halsmarter, dort gehts dann endlich für Letu in den Kugelwald. Das macht immer wieder Spaß. Ich habe mir ein Lesebuch mitgenommen und genieße die Kühle des Waldes.

Ein Getränk im Gasthaus rundet die Wanderung ab. Fast mit dem letzten Sessel fahren wir ins Tal. Doch noch ist der Tag nicht gelaufen.

Wir fahren noch an den Lanser See. Obwohl die Wolken schon bedrohlich dunkel sind, springen wir in das erfrischende Nass und genießen die Erfrischung, bevor die ersten Tropfen auf die Wasseroberfläche prasseln.
Wunderschön und erreignisreich schließen wir den Tag ab. Letu schläft bald ein, wie ein Stein…

Tourendaten
Gesamtlänge: 3,5 km
Gesamtdauer: 1:00 h
Höhenmeter: 240 m

170603 Über die Zunterköpfe (1.966m)

Da habe ich mir was vorgenommen… von zu Hause aus möchte ich erst ins Halltal fahren und dann noch eine kleine Runde über die Zunterköpfe zu machen. Sozusagen eine CO2-freie Aktivität.

Von Aldrans fahre ich mit dem Mountainbike über Ampass nach Hall in Tirol, von dort geht es weiter Richtung Absam.

Beim Hackl biege ich in das wunderschöne Halltal ein, die ersten Meter gehen flüssig dahin, ich werde zweimal vom Wanderertaxi überholt. Dann kommt das Bettelwurfeck, das ist halt schon nochmals eine eigene Liga.

Ich kämpfe mich hinauf, die Steigung ist brutal. Langsam ernährt sich das Eichhörnchen, erinnere ich mich immer wieder und mache so Meter für Meter wett.

Endlich erreiche ich das Ende der Brutalo-Steigung und fahre wieder gemütlich, über die Sonnenbrücke weiter nach St. Magdalena.

Hier stelle ich mein Radl ab, mache eine kurze Verschnaufpause, und wandere dann über den steilen Steig hinauf zum Hochmahdkopf.

Der Wald hier ist richtig urig, mir gefällt das Halltal jedes Mal wieder. Eine wunderschöne Gegend ist das.

Bald erreiche ich den Latschengürtel, und dann sehe ich zum ersten Mal aus der Nähe, was das Feuer hier vor 3 Jahren angerichtet hat.

Die meisten Latschen (Legföhren) sind damals verbrannt und haben sich bis heute nicht erholt. Es schaut fast aus wie in der Wüste, wären da nicht die Gräser, die überall sprießen.

Ich genieße den Ausblick über Hall, Innsbruck und natürlich das Mittelgebirge.

Nächste Station ist der Haller Zunterkopf, der 200m den Hochmahdkopf überragt. Der Weg ist sehr angenehm zu gehen, eine kleine Kletterstelle, die aber super abgesichert ist, muß überwunden werden.

Hier muß ein Wanderer wegen seinem Hund umdrehen, dieser traut sich nicht über die Stufe.

Auf dem Haller Zunterkopf sitzt schon ein Wanderer, ich geselle mich dazu und genieße nochmals die Aussicht.

Auf der Karwendelseite sieht man die Bettelwürfe und die Gebäude des ehemaligen Salzbergbaus.

Abschließend erreiche ich noch den Thaurer Zunterkopf, der heute gut besucht ist. Ich mache nur eine kurze Pause auf dem sehr ausladenden Gipfel.

Der weitere Weg führt zum Törl. Hier bekomme ich einen kurzen Schreck, denn der Weg ins Halltal ist wegen Steinschlag gesperrt.

Ich beschließe, nachdem zwei Wanderer hochkommen, auch diesen Weg zu gehen. Schlußendlich bin ich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Der Weg war total gut zu gehen und der Umweg wäre sehr lang gewesen.

Hinter einer Kurve liegt dann das ehrwürdige Herrenhaus. Ich liebe diesen Gebäudekomplex, hier beschließe ich, im Knappenhäusl eine Pause einzulegen.

Ein Bier ist hier immer verfügbar (solange die Leute brav zahlen), nur der „Wirt“ ist heute ausgeflogen. Ein Kamerateam ist vor Ort, die sind natürlich mit dem Auto angereist…

Der Weg nach Magdalena offeriert nochmals wunderbare Einblicke ins Halltal. Und dann steht es da, mein Radl… ich kann es gar nicht erwarten, jetzt die schöne Asphaltstraße nach Absam hinauszusausen.

Wie gewohnt, kann ich an den „guten“ Stellen schön Gas geben und Ruckzuck bin ich in Absam… schade, das ging fast zu schnell. Doch die Abfahrt geht weiter bis Hall. Dort nehme ich den Radweg nach Innsbruck.

Das letzte Stück ist dann immer das Härteste, über den Pfaffensteig erreiche ich schlußendlich müde, aber glücklich das traute Heim.

Eine wunderbare Tour, die ich gerne wieder mal wiederholen werde.

Tourendaten-Bike
Gesamtdauer: 2:45 h
Gesamtlänge: 32,5 km
Höhenmeter: 954 m

Tourendaten-Hike
Gesamtdauer: 3,5 h
Gesamtlänge: 8,41 km
Höhenmeter: 775 m

Bike – Hinfahrt:

Hike:

Bike – Rückfahrt

170602 (Fast bis) St. Magdalena im Gschnitztal

Letu will wandern, das Wetter schaut gar nicht schlecht aus. Sara ist auch bald überredet, daher machen wir uns auf ins Gschnitztal.
Ein Blick auf den Verkehrsbericht zeigen, daß der Brenner noch nicht komplett dicht ist, daher sollte das auch fahrtechnisch gehen.

Wir starten bei schönstem Wetter, je näher wir allerdings unteres Ziel kommen, desto dunkler werden die Wolken.

Trotzdem beschließen wir, obwohl es ganz leicht nieselt, den Aufstieg zu wagen. Gleich von unten weg geht der Steig steil hinauf, das drückt natürlich auch einen Teil der Junioren.

Trotzdem wandern wir weiter.
Zwischendurch gibts mal Wurstsemmel vom MPreis, da hat sich heute der Verkäufer richtig ins Zeug gelegt. Trotz mehrmaliger Bitte, nicht zu viel Wurst in die Semmel zu packen, sind alle Semmel mit einer fast 2cm dicken Wurstschicht belegt. Oh mann, da hätte ein belegter Semmel und 4 Leersemmel auch funktioniert 😬.

So gestärkt, wandern wir auf dem Steiglein weiter, sehr schöne Kreuzstationen versprechen Kurzweile.
Leider wird der Regen immer stärker, bald müssen wir unter einem Baum Schutz suchen. Eine kurze Beratung, es wäre zwar nicht mehr weit, bewegt uns zur Umkehr.

Unten ist man bekanntlich schnell, auf dem Weg will Letu einem Käfer helfen. Dieser setzt sich leider zur Wehr und Letu riecht streng nach Käfer. 😆😆😆

Bald schon sitzen wir wieder im Auto. Die Rückfahrt ist fast gleich wie die Hinfahrt, nur in umgekehrter Folge. Das Wetter wird mit jedem Meter besser, zu Hause in Aldrans lacht die Sonne vom Firmament.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:25 h
Gesamtlänge: 3,79 km
Höhenmeter: 325 m

170510 Sistraner Alm (1.611m)

Ich fahre schon seit einiger Zeit mit dem Rad auf die Arbeit, aber eine „echte“ Mountainbike-Tour habe ich noch nicht geschafft. Das wird heute geändert: Mit André mache ich mich direkt nach der Arbeit bei Kaiserwetter auf, die Sistranser Alm zu besuchen.

Wir starten von der Arbeit, zuerst heim zu André, da er noch sein Rad abholen muß, dann fahren wir über den Bretterkeller hinauf Richtung Lans. Sobald wir aus der Hektik der Stadt ausgebrochen sind, macht sich auch eine innere Ruhe breit. Der wunderschöne Wald, die Vögel, die das Frühjahr auch genießen, alles ist Bestens.

Von Lans fahren wir beim Lanser Hof vorbei weiter hinauf in den Wald am Fusse des Patscherkofels. Die Wiesen rund um uns blühen schon auf, die warme Jahreszeit scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.

Eines der Markenzeichen der Mittelgebirgswege ist, daß es fast keine „Raststrecken“ gibt, es geht einfach immer hinauf, immer Richtigung Gipfel (bzw. Hütte). Auf dem Weg, kurz vor der Hütte sehen wir die ersten Schneeflecken neben der Straße.

Doch bis zur Hütte geht es super zu fahren, bald schon sitzen wir auf der Sonnenterasse und genießen die warmen Strahlen. Wir sitzen eine gute Stunde mit Blick auf die Alpenstadt, essen eine Brettljause und trinken ein Bier. Es wird sukzessive kälter, und wir beschließen schließlich, wieder ins Tal zu fahren.

André hat einen Vorschlag: Er kennt einen feinen Trail, den wir (ich) zum Probieren fahren können. André ist ja ein Vollblut-Trailer, daher habe ich meine liebe Not, ihm über den Steig nachzukommen. Aber Spaß macht es allemal, und viel zu schnell sind wir wieder in Lans.

Gemeinsam fahren wir auf Wiesenwegen bis zur Vogelhütte, dort trennen sich unsere Wege dann, ich fahre über die Straßenbahnhaltestelle Aldrans heim, André nimmt den gleichen Weg, den wir am Nachmittag gefahren sind, wieder hinunter nach Innsbruck.

Ein wunderbarer Tag, das Wetter haben wir gut genutzt und die gemütlichen Gespräche auf der Terasse waren auch fein.

Tourendaten
Gesamtdistanz: 25,29 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 1157 m

170506 Aldranser Alm (1.511m)

Das Wetter soll in den nächsten Tagen wohl nicht ganz so gut werden, daher beschließen Letu und ich, heute noch was zu machen.

Wir waren zusammen noch nicht auf der Aldranser Alm, daher bietet sich dieses Ausflugsziel sehr an. Wir starten beim Kreisel nach dem Sägewerk in Aldrans, dort stellen wir unser Auto ab.

Zuerst gehts durch Fagslung, einem kleinen Weiler mit sehr schönen Häusern in Aldrans. Im Anschluß durch jetzt schön blühende Wiesen erreichen wir den Wald.

Dort gehen wir zuerst ein Stück auf der Forststraße, dann zweigen wir auf kleinere Pfade ab.

Immer wieder bleiben wir stehen, mal, um Blumen zu bewundern, mal um einer Biene bei der Arbeit zuzuschauen.

Auch basteln wir mal zwei „Portäts“, einmal gibts die Sara…

… und dann den Letu.

Auf der Alm gönnen wir uns einen wunderbaren Kaiserschmarrn mit Preiselbeeren und Apfelmus. Sensationell.

Der Abstieg verläuft wie der Aufstieg ohne Probleme, Letu ist heute marschiert wie ein Weltmeister.

Tourendaten
Gesamtstrecke 9,92 km
Gesamtdauer 3 h
Höhenmeter 660 m

170505 Malta – Rückreise

Heute ist der letzte Tag, der Urlaub ist schon wieder vorbei. Früh schon müssen wir zum Flughafen. Gott sei Dank ist das mit der Unterkunft kein Problem, gepackt haben wir schon am Vortag.

Um 8:45 geht unser Flug retour nach München. Also alles in allem ein straffes Programm in der Früh.

Wir erreichen zeitig den Flughafen, zum Glück haben wir das Auto schon am Vortag zurückgegeben. Schon nach 10 Minuten sind wir auf dem Weg zum Check-In Schalter.

Der Flug vergeht dann sprichwörtlich wie im Fluge, die Sicht auf die Alpen ist wunderschön. Fliegen hat schon immer wieder etwas Aufregendes…

Mit dem Zug geht es dann von München noch nach Innsbruck, und schon bald erreiche ich wieder bekannten Boden.

Jetzt freue ich mich schon richtig auf meine Familie…

Stationen
– Marsaxlokk
– Luqa
– München
– Innsbruck
– Aldrans

170504 Malta – Valletta

Wenn man schon mal in Malta ist, dann muss man einfach einen Tag in Valetta einplanen.

Diese Stadt ist in sich ein Wunderwerk der damaligen Stadtbautechnik. Wohl überlegt und geplant, wurde diese Stadt zuerst mit der Stadtmauer als Außengrenze, im zweiten Teil des Ausbaus erst die Wohnstadt erbaut.


Stark befestigt, damit die Piraten, die damals das Mittelmeer unsicher machten, keine Möglichkeit hätten, die Stadt einzunehmen, wurde dies auch das Credo der Stadt.
Ein weiterer Fakt, der hervorzuheben ist, ist das Krankenhaus, das zu der damaligen Zeit als eines der Besten der westlichen Hemisphäre galt.

Wir fahren mit dem Bus von unserer Unterkunft in die Hauptstadt, heute verzichten wir auf das Mietauto. Da Parkplätze sehr spärlich sind, ist das wohl auch die einzige Möglichkeit, entspannt einen Tag in der Stadt zu verbringen.

Ein Stadtrundgang ermöglicht es uns, zuerst einmal einen Überblick über die Stadt zu erlangen. Der englische Einfluss ist nicht zu verleugnen, überall sieht man die Spuren der letzten Fremdherrscher.

Ein Haus, das wir uns umbringt anschauen wollen, ist die „Casa Rocca Piccola“, ein Wohngebäude eines alten maltesischen Adelsgeschlechts, das bis heute gut erhalten ist und als Museum für diese Zeit Zeugnis abgeben kann.

Die Führung durch das Haus ist sehr interessant, einige Fakten über das ehemalige Leben wird uns erklärt.

Die einzelnen Wohnräume sind noch authentisch eingerichtet.

Das Highlight ist sicher die Bunkeranlage unter dem Gebäude, die nicht nur für die Hausbewohner, sondern auch für die anliegenden Anwohner errichtet wurde.

Der Hausherr gesellt sich am Schluss der Führung auch noch dazu und zeigt uns seinen ganzen Stolz, einen wunderschönen, riesigen Papagei.

Die nächste Station ist das Fort Elmo, eine berühmte Zitadelle der westlichen Welt.

Wie oft hatte diese Befestigung schon die anstürmenden Heere des Ostens abgewehrt, die letzten kriegerischen Aktionen fanden im zweiten Weltkrieg statt.

Malta galt als „fixer Flugzeugträger“ für die Engländer das Mittelmeer kontrollierte, und die Nachschubwege der Deutschen störte.

Eine weitere Sehenswürdigkeit, wahrscheinlich die am meisten herausragende, ist die Kathedrale der Malteser, die St. John’s Co-Cathedral.

Es gibt sozusagen an jeder Ecke von Malte eine Kirche, aber diese ist wohl an Schmuck und Prunk nicht zu überbieten.

Alle Landesgruppen konnten sich hier in Gold und Juwelen verewigen, daher versuchte sich jede Landesgruppe zu profilieren. Mit der Idee Jesu hat das wohl nicht mehr viel zu tun, aber optisch ist die Kathedrale wohl wirklich einzigartig und schön.

Nachdem wir uns hier sattgesehen haben, wandern wir weiter durch die lieblichen Gassen von Valetta, in einem Café rasten wir uns ein wenig aus.

Wir spazieren noch ein wenig in der Stadt um, dann machen wir uns wieder auf nach Marsaxlokk, den Abend lassen wir mit einem sehr guten Essen ausklingen.

Hier lassen wir die Eindrücke des Tages

im gemütlichen Hafen Revue passieren.

Stationen:
– Stadtrundgang
– Casa Rocca Piccola
– Fort Elmo
– St. John’s Co-Cathedral
– Marsaxlokk