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160903 Lechtalhöhenweg Etappe 1

Erste Etappe – Zürs bis Leutkirchner Hütte

Heute geht es endlich los, Papa und ich machen uns auf, den Lechtaler Höhenweg zu begehen. Wir fahren schon in der Früh von Reutte mit dem Postbus bis nach Zürs, von dort wollen wir unsere Tour starten.

Im Bus rufe ich noch auf der Leutkirchner Hütte an, um ein Zimmer zu reservieren, aber der Hüttenwirt meint nur, „alles ausgebucht, da braucht´s gar nit kemmen…“. Welch ein Schock zuerst, aber wir beschließen, trotzdem unser Glück zu versuchen…

Nach ein wenig mehr als 2 Stunden erreichen wir unseren Ausgangspunkt, Zürs.

Der erste Teil von Zürs aus geht auf einer asphaltierten Piste über das Skigebiet hinauf zur Trittalm.

Hier wird der Weg dann „schotterig“, ist aber immer noch sehr breit. Es geht in einem schönen Boden, dem Pazüel, Richtung Stuttgarter Hütte. Schon vom Boden aus sieht man die stolze Hütte über dem Tal thronen…

Der Boden ist weit und zu unserer Rechten sehen wir größere Herden an Almvieh. Das gehört wohl zur Pazüel-Alm.

Vor der Stuttgarter Hütte wird der Weg ein wenig steiler, und wir erreichen das erste Joch auf der Tour, das Krabach-Joch (2.305m).

Dann sind wir auch schon bei der DAV-Hütte. Da es noch früh ist, beschließen wir, nicht einzukehren, sondern gleich weiter zur Leutkirchner Hütte zu gehen.

Nach kurzem Marsch erreichen wir das Erli-Joch (2.430m). Es geht zuerst recht einfach, immer weiter hinunter ins Almajurtal bis zur Erlach-Alm. Auf halbem Weg kommt uns eine Gruppe Zürser entgegen, bewaffnet mit Mountainbikes. Na, wer´s mag… Papa und ich sind uns einig, das würden wir nicht wollen.

Wir erreichen die Erlach-Alm (1.922m), eine größere Jägerschaft ist auch zugegen. Wir stärken uns mit einem Weizen und fragen die Jäger ein wenig aus. Murmeltier und Gemse hat heute dran glauben müssen, jetzt wird gefeiert, meinen sie. Als wir auf unseren weiteren Weg zu sprechen kommen, meint der Chef-Jäger, daß der Weg „arg schlecht beieinander ist“. Trotzdem wollen wir es wagen.

Wir gehen von der Alm zuerst noch ein paar Meter gerade aus, dann steilt der Steig auf, in den Stapfe-Tobel. Schon der Anblick des Weges verspricht „prickelnde Spannung“… ausgesetzt, schottrig und abschüssig, das sind die Charaktereigenschaften, die mir noch spontan einfallen. Aber nachdem wir einsteigen, stellen wir fest, daß es nicht so schlimm ist, wie es ausgeschaut hat. Klar, rutschen darf man nicht, aber wo darf man das schon in den Bergen!

Der Tobel ist bald bemeistert und wir steigen hinauf zum Almajur-Joch (2.237m). Von hier aus ist es nur ein kurzer Weg bis zur Leutkirchner Hütte (2.261m).

Auf Nachfrage beim Hüttenwirt ist wie erwartet kein Zimmer frei, Lager schaut auch schlecht aus, aber „wir werden schon was finden…“, wir müssen uns noch ein wenig gedulden. Nach einiger Zeit könnten wir den Winterraum mit „kleinem“ Hund für die Nacht haben, aber wir wollen das Lager nicht mit einem unbekannten, und wie sich herausstellt, gar nicht so kleinen Hund teilen. Wärend er uns das erzählt, schaut er mich augenzwinkernd an und meint nur: „Gel, du hast heute in der Früh angerufen…“

Etwas später haben wir doch noch Glück, eine Absage beschert uns ein feines 2-Betten-Zimmer, Luxus pur also. Ach das Essen am Abend ist sehr gut, und der Hüttenwirt ein feiner Kerl, ursprünglich aus Kärnten.
Um 19:30h liegen wir schon im Bett, wer mich kennt, weiß, daß das fast „Mittag“ ist… trotzdem schlafen wir auch Dank der Ruhe und der guten Luft bald ein, vorfreudig auf den nächsten Tag.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:30 h
Gesamtlänge: 13,60 km
Aufstieg: 1.299 m
Abstieg: 649 m
Max. Höhe: 2.441 m

Höhenprofil
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Kartenausschnitt

160820 Hechenbergrunde, Kirchbergköpfl (1.943m)

Schon länger schaue ich immer wieder beim Schlafzimmerfenster hinaus, in Richtung Hechenberg. Und immer wieder „gluschtet“ mich die Runde über das Hechenbergl, ein längst vergessener Steig, der westlich der Kranebitter Klamm, durch die extrem steile Wand des Hechenbergs zieht. Gerade gestern am Patscherkofel dachte ich noch dran…

Spontan machen Alfons und ich aus, heute diese Tour zu machen. Wir starten um 6:45 in Aldrans, fahren mit dem Auto bis nach Kranebitten und suchen uns dort einen legalen Parkplatz für das Auto… gar nicht so einfach.

Die ersten Meter gehen wir den Klammsteig entlang, dann zweigen wir auf den Schleifwandsteig ab. Dieser zieht stehtig in Serpentinen hinauf in die Wand. Die Ausblicke auf Innsbruck werden mit jeder Kehre spektakulärer, der Flughafenlärm leider auch…

Dann zweigt ein unscheinbarer Weg ab, mit dem Hinweis, „HECHENBERG, NUR FÜR GEÜBTE“.

Das ist unser Weg, den wir begehen wollen. Zuerst geht der Weg zwar schmal, aber in nicht allzu anstrengender Steigung in Kehren weiter, doch dann steilt der Weg immer mehr auf.

Seilversicherungen sind vorhanden, aber diese schauen nicht immer sehr vertrauenserweckend aus. Trotzdem verwende ich diese gerne, auch wenn es nur für die „Moral“ ist.

Mittlerweile ist der Weg sehr ausgesetzt, einen falschen Tritt darf man sich hier nicht leisten. Die Seilsicherungen helfen nur bedingt, aber der Untergrund ist trocken und bei entsprechender Vorsicht ist das Steigen gar kein Problem.

Bald erreichen wir das Hechenbergl (1.757m), einen kleinen Boden, der mit dem eigentlichen Hechenberg über ein breites Grat verbunden ist.


Von diesem kleinen Vorgipfel steigen wir weiter auf, bis wir endlich das Kreuz vom Hechenberg (1.912m), in manchen Karten auch als Rauhenkopf benannt, erreichen.

Hier gönnen wir uns einen kleinen Snack und schauen uns um. Das Wetter scheint zu halten, und nur im Unterland ist es diesig.

Nächste Station ist das Kirchbergköpfl (1.943), der auch mit einem kleinen Gipfelkreuz verziert ist.

Hier machen wir eine längere Pause, genießen die Aussicht und bewundern die umgebenden Bergriesen, in Namen: Kleiner und Großer Solstein, Hohe Warte, Brandjochspitze, weit im Westen sehen wir die Zugspitze mit dem unmöglichen Gipfelaufbau, im Süden schauen die Stubaier Gletscher zu uns, vorgelagert die Nockspitze und die Kalkkögel… ach wie schön haben wir es doch!

Langsam, leider auf die Uhr schauen müssend, machen wir uns zur Neuen Magdeburger Hütte auf, die wir auf einem sehr guten Pfad auch bald erreichen. Der Wind hat aufgefrischt, aber wir beschließen trotzdem, hier noch eine Kleinigkeit zu essen.

Wir sitzen zwar gemütlich, aber weder sind die Wirtsleute freundlich noch ist das Essen besonders gut… und zu guter Letzt ist der Preis auch noch gesalzen. Na, das wird uns wohl ein Weilchen im Gedächnis bleiben.

Nun kommt der zweite Teil unserer Wandung, zuerst über den Krummen Steig bis zu Nassen Wand. Dieser Teil vor der Nassen Wand ist sehr anregend, denn wunderschön geht der Steig unter den Felswänden der Solsteine hindurch.

Bei der Nassen Wand zweigen wir über eine Schotterreise hinab ins Bachbett der Kranebitter Klamm und und wandern den alten Weg durch die Klamm hindurch.

Nach dem Zustand der eingebauten Hilfen dürfte dieser Steig wohl kein „High-Priority-Project“ der zuständigen Sektion sein.

Trotzdem sind alle Sicherungen noch in gutem Zustand, hier muss man sich keine Gedanken machen.
Kurz vor dem Ausgang der Klamm passiert mir noch ein Unglück: Da es in der Klamm doch sonnenlos war, hatte ich die Sonnenbrille leger in den Ausschnitt meines T-Shirts gesteckt. Eine falsche Bewegung war’s, dann war auch die Brille weg. Auch mein Versuch, mittels Stecken die Brille im strömenden Wasser zu „fangen“ schlägt fehlt. Ich sehe nur noch, wie das gute Teil über einen kleinen Katerakt hinunterfällt…

Ohweh, was mache ich nun. Ich springe zum kleinen Becken und suche mit meinen Händen alles im tiefen Becken ab, frustriert will ich schon aufgeben, als mich Alfons nochmals ermuntert, zu suchen. Und siehe da, an einem Stein finde ich doch noch unter Wasser das gute Teil, ohne Schrammen, zumindest auf den ersten Blick.

Schnell verschwindet die Brille im Rucksack, nochmals kommt mir diese heute nicht aus.

Dann ist auch schon das Ende der Klamm und das Auto erreicht. Wieder einmal konnte ich mit Alfons eine wunderschöne Tour in unseren heißgeliebten Tiroler Bergen unternehmen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:10 h
Gesamtdistanz: 12,16 km
Höhenmeter: 1.390 m

160819 Patscherkofel (2.246m)

Obwohl das Wetter heute nicht so perfekt ausschaut, entscheiden wir uns trotzdem, im Familienverband auf den Patscherkofel zu steigen. Wir fahren mit dem Auto bis zur Pendelbahn und lassen uns den ersten Weg bequem hinauf führen.

Oben angekommen, machen wir uns zuerst auf der Forststraße, später auf einen gemütlichen Steig auf zum Gipfel.

Rasch gewinnen wir in Höhe, die Aussicht wird immer besser.

Wunderbare fern Blick ins Stubaital und Inntal entschädigen für den heißen Aufstieg.

Die Wolken, die uns am Anfang ein bisschen erschreckt hatten, haben sich verzogen. Bis auf ein paar Haufenwolken haben wir blauen Himmel.

Schon sehen wir die Spitze der „Rakete“, dem Sendemasten auf dem Gipfel des Kofels.

Bald schon stehen wir vor der Gipfelstube, dem kleinen Restaurant, das früher Bergstation des Gipfelliftes gewesen war.

Wir machen eine ausgiebige Rast, während die Kinder die Umgebung erkunden. Glücklicherweise ist der Gipfel des Koffers ohne gefährliche Abgründe.

Der Wind ist ganz schön kühl, trotzdem genießen wir die Sonne in vollen Zügen. Die Zeit verläuft viel zu schnell, wir müssen wieder zurück zum Lift, um die letzte Bahn ins Tal zu bekommen.

Zufrieden im Tagesgeschäft erreichen wir die Talstation der Pendelbahn. 

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,09 km
Gesamtdauer: 1:38 h
Höhenmeter: 307 m

160815 Nockspitze (2.404m)

Wieder wollen wir etwas im Familienbund machen, doch leider geht es dem Knie von Sara in der Früh gar nicht gut, daher bleiben von der Runde nur Letu und ich übrig. Wir wollen auf den „Edelweißberg“, die Nockspitze, oder auch Saile.

Wir fahren mit dem Auto bis zum Parkplatz der Axamer Lizum, von dort geht es motorisiert weiter mit dem 2er-Sessellift auf das Birgizköpflhaus.

Von hier starten wir die Wanderung, die nach ein paar flachen Metern auch gleich absteilt und hinauf zur „Edelweißwiese“ zieht.


Wir machen rasch Meter, Letu zieht ab wie eine Rakete, wir überholen auch zwei Päarchen, die uns nur staunend nachschauen. Gegenüber sehen wir den Olympiaexpress rauf auf das Hoadl fahren, eine beeindruckende Aussicht auf die Kalkkögel rundet das Bild ab.

Bald erreichen wir die Edelweißwiese und können auch gleich ein paar dieser wunderschönen Blumen bewundern.

Nachdem wir uns sattgesehen haben, machen wir uns auf zum Gipfel, den wir bald erreichen.

Wir machen uns gleich auf zum Vorgipfel, wenn man schon mal hier ist, dann muß man schon beide Kreuze besuchen. Unterwegs wird Letu immer wieder bewundern gefragt, ob es ihm Spaß macht. Natürlich, sagt er, nicht mehr…

Am Gipfelkreuz genießen wir die Aussicht auf Innsbruck und das Mittelgebirge. Unsere Brotzeig schmeckt da mal richtig gut. Dann machen wir uns auf zum Hauptgipfel, dort schauen wir den grasenden Schafen noch eine Weile zu.

Im Oberinntal wird es schon dunkel, ein paar Mal hat es auch schon gedonnert, daher machen wir uns auf ins Tal.

Jetzt muss es schnell gehen. Wir erreichen das Birgizköpflhaus ohne Pause, dann rein in den Sessellift und runter zum Auto.

Im Tal gönnen wir uns noch ein Erfrischungsgetränk, dann fängt auch schon der leichte Regen an. Manche Leute waren noch auf dem Weg zum Gipfel, an Umdrehen stand denen aber nicht der Sinn. Naja, sie werden es schon wissen…

Zufrieden steigen wir in unsere Kutsche und fahren zufrieden nach Hause, das Schlossfest in Ambras wartet noch auf uns…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1,53 h
Gesamtdistanz: 4,31 km
Höhenmeter: 388 m

160813 Auf ins Halltal, Sankt Magdalena

Die Kinder haben Sommerferien und wollen unterhalten werden. Was wäre das besser geeignet, als eine Wanderung. Nun ja, nicht für alle Kinder ist eine Wanderung was Schönes, aber das kann sich im Verlaufe, wie heute schon ändern.

Wir starten vom Hackl ins Halltal, die ganze Familie. Wie bin ich glücklich, daß wir mal was gemeinsam machen…

Wir zweigen gleich am Anfang auf den Forstweg, später geht dieser über in den Fluchtsteig. Obwohl ich den Kinder eine spannende Wanderung versprochen habe, sehen diese eben diesen Fluchsteig als gar nicht so spannend an.

Nichts desto trotz erreichen wir nach 1 1/2h Sankt Magdalena, unsere Endstation für heute. Es ist ganz nett was los hier oben, aber wir finden einen feinen Platz im Schatten.

Kurz nach unserer Ankunft hockt sich noch eine Bekannte von Lucy zu uns, wir unterhalten uns sehr fein und auch die Kinder sind sofort wie ein Herz und eine Seele… was man auch am Lärmpegel erkennen kann.
Wir genießen die warmen Sonnenstunden bei dem ehemaligen Kloster und machen und dann gemeinsam auf ins Tal.

Natürlich ist die Wanderung für die Kinder nun total angenehm, es könnte nichts Besseres geben.

Wir erreichen bald wieder den Hackl, stellen unsere Füsse ins angenehme Kneipbad und lassen die Kinder schön spielen.
Sara darf später auch noch bei ihrer neuen Freundin übernachten und Letu und ich machen einen „Bubenabend“…

Tourendaten
Gesamtdauer: 2,5 h
Gesamtdistanz: 7,5 km
Höhenmeter: 520 m

160728 Rumer Nadel (Langer Stoan)

Das Wetter ist zwar nicht das Beste, aber trotzdem wollen Alfons und ich heute die Rumer Nadel wagen. Zumindest mit dem Rad bis zur Rumer Alm können wir immer fahren. Dann sehen wir schon weiter, so das „Ausgemach“.

Von der Arbeit geht es durch die Stadt, über die Mühlauer Brücke und dann den Berg hinauf bis zum Rechenhof.

Das Wetter schaut mal soweit stabil aus, also beschließen wir, weiterzufahren. Der Weg ändert sich merklich beim Rauffahren, zuerst noch schöner Asphalt, dann schlechter Asphalt und schlussendlich dann unser Liebling, der Forstweg. Hier sind zwar ein paar Stücke, die gerade instand gesetzt werden, aber generell ist der Weg sehr gut in Schuss.

Bald erreichen wir die Rumer Alm, wir beschließen aber gleich am Forstweg weiterzufahren, denn dort am Ende liegt unser Ziel. Die ersten paar Meter vom Forstweg sind fast neu, dann jedoch steilt der Weg so stark auf, dass wir die Räder abstellen und zu Fuß weitergehen.

Am Ende des Forstwegs geht ein kleiner Steig runter zu einem kleinen Hochstand. Ab hier wird es abenteuerlich. Teilweise total matschig und dementsprechend rutschig zieht der Weg nach Unten.

Dann verläuft der Pfad parallel zum Hang, zwar nicht mehr lettig, aber dafür sieht man vor lauter Gras keinen Weg mehr… und die versteckten Wurzeln unter dem Gras stellen sich als echte Stolperfallen heraus. Und was nicht unerwähnt bleiben darf, sind die kleinen Biester, die hier nur auf „Opferbeine“ warten. Zwei Zecken kann ich schon beim Suchen nach „Purpurnen Flüssen“ entfernen. Später zu Hause werde ich noch einen finden, der sich schon leicht verbissen hat, das Mistding!

Schlussendlich erreichen wir den Fuß der Rumer Nadel, bei den „Locals“ auch „Langer Stoan“ genannt. Wir machen eine kurze Pause, dann richten wir uns fürs Klettern her. Gurt, Helm, Einbinden des Seils, dann noch die Patschen und los kann es gehen. Der Einstieg ist ein wenig speckig, aber das sind wirklich nur die ersten 2 Meter.

Dann geht der Weg schön und in fast logischer Linie hinauf. Beim Seilverlauf leiste ich mir einen kleinen Schnitzer, den ich in größerer Höhe dann fast bereue, das Seil lässt sich sehr schwer raufziehen. Die letzten Meter werden zur Kraftprobe, Wisse gegen Seil, aber schlussendlich gewinne ich diesen K(r)ampf und stehe am wohl originellsten Gipfelkreuz in der näheren Umgebung. Das Gartenzwergerl….

Ich richte den Stand ein, dann kann auch schon Alfons nachkommen. Bald sitzen wir zwei gemütlich bei einem kleinen Bier und einer Wurstsemmel bei grandioser Aussicht auf dem Gipfel des Langen Stoans. Gemütlich ist es hier.


Im Oberinntal regnet es schon leicht, also beschließen wir, aufzubrechen. Nach einer lustigen Abseilaktion stehen wir wieder am Fuß der Nadel und können unsere Sachen verstauen.

Rasch berge ich noch den Geocache „Rumer Nadel (Langer Stoan)

Der Weg durch das Zeckenparadies geht leichter als gedacht, bald stehen wir wieder verschwitzt, da sehr schwül, beim Hochstand.

Wir nehmen einen Pfad durch den Wald, dort entdecke ich noch ein paar Eierschwammerlen und auch den Geocache „Bäume sind auch nur Menschen“. Dann erreichen wir  wohlbehalten die Fahrräder.
Fast genau in dem Moment, als wir losfahren, fängt es an zu Regnen. Wir bleiben bei der Rumer Alm kurz stehen, stellen uns unter einen Baum bis der ärgste Guss vorbei ist, dann fahren wir ab, nach Mühlau. Quer durch Innsbruck fahren wir bis nach Ambras, dann über den Pfaffensteig hinauf nach Aldrans.

Eine tolle Tour mit ganz vielen Aspekten… am besten beschrieben mit HBC (Hike&Bike&Climb). Das müssen wir öfter machen, das hat richtig Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtlänge: 27,44 km
Gesamtdauer: 3:46 h
Höhenmeter: 1.103m

170717 Arztal Alm (1.900m)

Obwohl das Wetter nicht gerade schön ist, beschließen wir heute eine Familienwanderung auf die Arztalalm zu machen. Eine scheinbar eher unbekannte Alm, aber sehr schön gelegen soll unser Ziel sein. Wir fahren von zu Hause über Ellbögen, wo gerade das Schützenbataillonsfest stattfindet, weiter hinauf zum „Hinterlarcher“. Dort parken wir das Auto und treten den Fußmarsch an, hin zur Alm.

Das erste Stück ist sehr gemütlich auf Asphalt, dann auf dem Forstweg. Dann zweigt ein Steig ab, der uns ein paar Serpentinen sparen wird.

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Obwohl der Weg sehr schön angelegt und auch gut zu gehen ist, sind ein paar Stellen drinnen, die durch die großen Regenmengen verwaschen sind und zum Teil noch überspült werden. Da wir nicht alle die guten Bergschuhe anhaben, wird der Eine oder Andere auch mal ein bisschen Nass an den Füßen.

Bald erreichen wir die Halbzeit, wir beschließen trotz eingesetztem Nieselregen hier eine kleine Pause zu machen, und unsere leckeren Brote zu verspeisen.

Das letzte Stück steilt ein wenig auf, Letu marschiert ohne Murren voraus, Sara freut sich schon auf die Hütte . Dann, endlich, erreichen die wir Alm, schön eingebettet in einer kleinen Senke und umgeben von Bächen.


Freundlich werden wir begrüßt, hier gibt es nochmals eine Kleinigkeit zu essen und wir genießen die Gemütlichkeit.


Die Sonne lacht jetzt mittlerweile auch vom Firmament, daher treten wir fröhlich den Rückweg an, ein paar Lieder mit den Kindern machen den Rückmarsch kurzweilig.

Was für ein toller Wandertag mit der Familie, das hat richtig Spaß gemacht.

Tourendaten
Gesamtlänge: 10,6 km
Gesamtdauer: 2:45 h
Höhenmeter: 593 m

160705 Höttinger Alm (1.490m)

Heute kann ich endlich wieder einmal eine schöne Tour mit dem Radl machen. Das Ziel ist die Höttinger Alm. Nach der Arbeit, genauer nach der Kernarbeitszeit mache ich mich bei sehr schönes Wetter auf den Weg, zuerst noch ein Stück durch die Stadt, hinauf nach Hötting.

Die Steigung vor dem Planötzenhof hat es in sich, ich komme ganz schön ins Schwitzen. Ab dem Planötzenhof legt sich die Strecke ein wenig zurück, und es fängt der gemütliche Teil der Tour an.

Bald erreiche ich die neue Umbrüggler Alm, den Bau sehe ich das erste Mal, seit die Alm fertiggestellt ist. Einmal, als hier noch eine riesige Baustelle war, bin ich mal vorbeigekommen, da war ich fast schon schockiert. Doch heute muß ich sagen, daß die Alm wirklich gelungen ist. Ein schöner Bau, der zum neuen Zeitgeist sehr gut passt.

Je höher ich hinauf komme, desto schöner wird die Aussicht. Wunderschöne Wolkenformationen stehen auf dem Himmel, sehr schön anzuschauen. Und die Aussicht auf Innsbruck zeigt mir wieder einmal, warum die Stadt auch den Beinamen „Hauptstadt der Alpen“ hat.

Bald erreiche ich die Abzweigung zur Höttinger Alm, der Weg steigt zwar immer noch an, dennoch finde ich das Rauf fahren sehr angenehm.
Und dann sehe ich mein Tagesziel, die Höttinger Alm, belagert von Schottischen Hochlandrindern, die hier eine neue Heimat bekommen haben. Zwischendurch sind die Wolken mal richtig dunkel geworden, aber jetzt ist es schon wieder lieblich, das Wetter.

Ich gönne mir auf der Alm ein alkoholfreies Weizen, genieße die Sonne und die Ruhe auf dieser ansonsten so überlaufenen Gaststätte. Das Wetter hat wohl den einen oder anderen abgehalten, heute hochzuradeln. Insgesamt sind wir 9 Personen, 3 Lokalmatadore inklusive.

Das zweite Non-Bier gönne ich mir noch, da die Sonne heute wirklich gemütlich ist, und die Sprüche von den Lokal-Matadore´s doch recht lustig sind. Die mäkeln nämlich über die E-Bikern rum, zwei davon sitzen in Hörweite und sind sichtlich irritiert. Ich lächle, denn in Jeans und Pulli auf die Höttinger zu fahren, und das mit einer höllischen Geschwindigkeit, ist schon fast ein wenig frech.
Genüsslich richtige ich mich für die Abfahrt her, mittlerweile sind noch ein paar Leute dazugekommen.

Die Abfahrt ist dann auch richtig lustig, es geht flott den Berg hinab, die Scharen sind jetzt gerade beim hochfahren. Ich fahre über die Arzler Alm hinunter nach Mühlau.

Eine Schulgrupe beim Aufstieg blockiert den Weg geschickter Weise genau hinter einer Kurve, Gott sei Dank bin ich gemütlich am Weg, ansonsten will ich gar nicht dran denken, was da alles passieren könnte.

Bald erreiche ich Mühlau, durch die Stadt erreiche ich meinen Standardweg hinauf nach Hause. Die letzten paar Höhenmeter laufen heute extrem gut, dann habe ich mein zu Hause erreicht. Alles gut gegangen.

Beim Bericht schreiben kommt das Gewitter, das schon angesagt wurde, mit voller Wucht auf uns zu, bin ich froh, daß ich das im Hause und nicht draussen erleben muß.

Tourendaten
Gesamtlänge: 27,40 km
Gesamtdauer: 2:20 h
Höhenmeter: 1.088 m

160626 Eulenwiesen

Ein bisschen ein Kreuz ist es schon mit dem Wetter… manchmal ist das Wetter einfach wunderbar, und ich habe keine Zeit, irgendwas zu machen. Und wenn ich dann die Zeit hätte… naja, dann ist es ebenso wie heute.

Aber ich will nicht jammern, ich habe ja gute Kleidung für alle Lebenslagen, also raus in die Natur, es wird halt kein hoher Gipfel, sondern eine gemütliche Rundwanderung in Gleins. Wer sich fragt, wo Gleins ist, über Schöneberg im Wipptal.

Ich bin heute untypisch spät aufgestanden, aber da ich ja nicht so viel vorhabe, sollte das schon OK sein. Auf der Bundesstraße fahre ich bis Schönberg, dann weiter auf einer Straße mit „Fahrverbotsgebot“ hinauf zum Gleinser Hof. Dort stelle ich mein Gefährt ab, schalte mein GPS ein und stelle fest, die Batterien sind fast leer. Na, kein Problem, rein mit den Akkus… doch o Schreck, die sind ja komplett leer. Obwohl ich diese gerade aufgeladen habe… scheinen wohl defekt zu sein, nach 15 Jahren :D. Na gut, da ich einige GC (Geocaches) im Programm habe, muß ich wohl auf mein Smartphone zurückgreifen. Das geht auch sehr gut.

Also marschiere ich los, zuerst auf Schotterstraßen. Der Pfad zieht ganz gemächlich den Wald hinauf, ich finde einige GCs auf dem Weg, heute schein mein „Blick“ zu funktionieren.

Bald erreiche ich den Naturschauplatz Eulenwiesen, eine märchenhafte Wiesenlandschaft mit vielen uralten Lärchen dazwischen.

Sehr schön hergerichtet durch den Tourismusverband Stuibaital. Bei schönem Wetter muß ein Picknick hier richtig gut schmecken…

Der Nebel zieht immer wieder zwischen den Bäumen hindurch und taucht die Landschaft in ein mystisches Licht. Es schaut immer wieder nach Regen aus, doch es bleibt trocken. Wunderschön ist es hier, zum Glück bin ich hier heute her.

Mit den Mähdern habe ich den höchsten Punkt meiner Wanderung erreicht, bald geht es wieder bergab, vorbei an schönen Städeln und Lärchen. So wandere ich eine Weile, genieße die Stille, denn heute sind fast keine Leute am Weg und erreiche so das Ende der Eulenwiesenwanderung.

Am Forstweg entlang gehe ich zurück zum Gleinser Hof, wo ich mir einen Kaffee und ein Ziachkiachl mit Preiselbeer gönne.

Just in dem Moment, als ich zum Auto am Parkplatz gehe, fängt es an zu regnen… das nenne ich mal perfektes Timing.

Eine sehr schöne Wanderung, angenehm, und auch mit Kindern sehr gut machbar. Ich kanns jedem empfehlen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,40 km
Gesamtdauer: 2:15 h
Höhenmeter: 265 m

160618 Wanderung in Lans

Was macht man, wenn das Wetter einfach nicht besser werden will? Genau, man zieht sich die Regenjacke an und macht eine Wanderung, wenn auch nur kurz. Die Temperaturen sind ja nicht ungut, daher macht das Ganze eigentlich auch noch richtig Spaß.

Um die Laune zu heben, habe ich mir eine kurze Runde mit ein paar Geocaches ausgesucht, und siehe da, ich konnte auf meiner Karte auch wirklich ein paar Flecken befüllen.

Aber fangen wir von vorne an: Zuerst fuhr ich nach Lans, wo ich das Auto neben der Straße abstelle und dann auf einem Forstweg hinauf zum Wald gehe. Gleich am Anfang meiner Runde finde ich auch schon den ersten Cache, wirklich gut getarnt am „Oachkatzl-Brunnen„. Da suchte ich auch eine ganze Weile, nebenbei kommen auch noch Wanderer und Mountainbiker vorbei, alle tendenziell am Weg nach Hause. Gerade als ich die Dose in Händen halte, fängt es an zu regnen an. Es ist erst ganz am Anfang, aber so ein wenig Wasser macht mir nichts aus…

Also gehe ich weiter den Pfad hinauf, bis ich zur nächsten Dose komme, dem „Perchegg-Blick„. Diesen Cache kann ich auf Anhieb finden, und schon geht es weiter auf der Forststraße. Leider wird der Weg ab hier immer schlechter, denn scheinbar wird die Forststraße gerade hergerichtet und ich wühle mich durch Schlamm weiter Bergan. Dementsprechend kann ich die dritte geplante Dose heute nicht heben, diese ist den Bauarbeiten zum Opfer gefallen. Aber hierher komme ich gerne nochmals…

Der Pfad zweigt ab, nun geht es ein wenig gerade auf einem malerischen Pfad zum nächsten Cache. An einer Bachüberquerung werde ich fündig, und kann noch die „Steinerne Stiege“ loggen. Beeindruckt bleibe ich einige Augenblicke hier stehen und genieße die Ruhe und die schöne Stimmung.

Dann mache ich mich wieder bergab, zuerst noch durch den Wald, bald wieder erreiche ich eine Forststraße, die mich zum Starthaus der Bobbahn in Igls bringt. Hier finde ich das „Starthaus 1976“ an einer wahrlich klassischen Versteckstelle. Juhu…

Nun folge ich teilweise dem Verlauf der Bobbahn wieder hinunter. Beeindruckend, wenn man sich vorstellt, daß hier die Spitzensportler im Winter im Eiskanal hinuntersausen. Das muß man sich erst einmal trauen…

Doch nicht nur die Elite läßt es hier krachen, auch die WOK Weltmeisterschaften wurden hier 2011 ausgetragen. Und sozusagen, der Name ist Programm, finde ich noch den „MotherWOKer“ an einem Ast hängen…

Damit ist meine Runde auch schon fast wieder vorbei, ich passiere noch das Pfadfinderzentrum Tirol, mit Zeltplatz und Selbstversorgerhaus und dann stehe ich schon wieder am Olex. Der Regen hat mittlerweile auch wieder aufgehört und ich kann mir die Regenjacke ausziehen und im leichteren Gewand weiterwandern.

An der Straße entlang muß ich den Einzigen nicht so schönen Teil dieser Wanderung absolvieren, doch schon bald biege ich wieder auf einen Feldweg ein. Eine Gruppe junger E-Biker zieht johlend am mir vorbei, da kann ich nur den Kopf schütteln… 😀

Ich erreiche bald darauf nach einer schönen Strecke durch den Wald, vorbei an ein paar Waldkühen, wieder den Oachkatzl-Brunnen und gehe über das wunderschöne Feld mit einer herrlichen Aussicht zum Auto.

Das war zwar keine große Herausforderung, aber eine wunderschöne Wanderung, auch bei Nicht-Sonnenschein empfehlenswert.

Tourendaten
Gesamtlänge: 5.14 km
Dauer: 1:40 h
Höhenmeter: 237 m