Archiv des Autors: Wisse

191226 Skifahren Schlick2000

Obwohl der Winter heuer nicht gerade rosig gestartet ist, sind doch ein paar Skipisten offen und können auch recht gut befahren werden. Wir, die Kinder und ich, haben beschlossen, die Weihnachtsferien auf der Piste zu genießen. Heute steht mal das Schigebiet „Schlick2000“ auf dem Programm

Letu und Sara

Zuerst einmal erkämpfen wir uns am Parkplatz. Später erfahren wir, dass die Straße zum Stubaier Gletscher wegen Lawinengefahr in der Früh gesperrt war und daher viele Skifahrer ausgewichen sind… unter anderem auch in die Schlick. Auf der Piste werden wir davon aber nicht viel merken.

Kalkkägelblick mit Ochsenwand

Der Tag ist wunderschön, aber auch kalt. Dafür ist die Piste in Traumzustand und wir genießen jeden Schwung. Im Hintergrund dominiert die Ochsenwand, die ich vorletzten Sommer mit Papa bestiegen habe… gerne denke ich daran zurück.

Kalkkögelblick mit Ochsenwand

Da das Skigebiet riesig ist, verläuft sich der unten vermutete Ansturm und verteilt sich gut auf die verschiedenen Pisten. Es macht richtig Spaß, hier zu fahren.

Sara und ich

Einziger Wermutstropfen ist die Kälte, die uns heute in den Fingern und Zehen kitzelt…

Super Piste…

Das Skigebiet gefällt uns ausnehmend gut, hier werden wir sicher nochmals herkommen…

Nochmals die Skifahrer…

Wir nutzen den Vormittag gut aus, am frühen Nachmittag lassen wir es dann „gut sein“, es hat sich auf jeden Fall rentiert, hier ein paar Schwünge zu machen!

191027 Vennspitze-Runde [2.450m]

Heute in der Früh geht’s los, wir, das heißt, Opa, Letu und ich machen uns auf ins Wipptal. Unser Ziel ist ein eigentlich typischer Skiberg, die Vennspitze und evtl. lässt sich „hinten“ noch ein wenig dranhängen. Um kurz nach 8:00 Uhr fahren wir in Aldrans los, ein Privileg des Herbstes, man kann recht spät starten. Wir fahren bis zum Wanderparkplatz beim Gasthof Steckholzer, dort starten wir zu unserem Tagesunternehmen.

Die Herbstzeit ist zwar nicht mehr mit den hohen Temperaturen des Sommers gesegnet, aber gerade heute ist ein sehr angenehmer Tag. Fast T-Shirt-Temperaturen… Und eines hat der Herbst den anderen Jahreszeiten voraus… die wunderbaren Farben. Wir starten unsere Wanderung durch einen Lärchenwald, die leucht-gelben Nadelbäume werden uns heute noch lange begleiten. Wunderschön anzusehen…

Noch ist es im Schatten ein wenig frisch, sobald die Sonne rauskommt, wird es aber wieder warm. Wir steigen über sanfte Böden immer weiter, überall um uns herum leuchten die wunderschönen Lärchen.

Nach einiger Zeit erreichen wir die Waldgrenze, anstatt leuchtender Herbstbäume haben wir nun Matten mit Wacholdersträuchen, so weit das Auge reicht. Eine kurze Felsstufe im Aufstieg meistern wir auch schnell.

Der Ausblick ist ab der Waldgrenze phänomenal, das Wetter ist heute herrlich, ich kann es nicht oft genug sagen. Und die Aussicht ist in alle Richtungen wunderbar! Letu hat heute sein kleines Fernglas dabei, da wird auch so manchem Gamsl nachgeschaut.

Schlussendlich sind wir am Gipfelgrat angelangt, am Zaun entlang geht es hinauf zum ersten Gipfelkreuz, nämlich dem der Vennspitze [2.390m].

Direkt am Grat, wie hier nicht anders zu erwarten, bläst ein leichter Wind. Doch schon ein paar Meter nördlich des Kreuzes finden wir ein windstilles Plätzchen und genießen unsere mitgebrachte Brotzeit. Dann machen wir uns auf zum nächsten Gipfel, des Rossgrubenkogels [2.450m]. Der Weg zwischen den zwei Gipfeln ist nicht schwer zu gehen, aber teilweise sehr ausgesetzt. Letu macht seine Sache aber sehr gut und ohne Probleme erreichen wir unser nächstes Ziel.

Der weitere Weg führt uns zum Silleskogel [2.418m], auch einer der bekannten Skiberge, im Sommer aber selten besucht. Hier ist kein Gipfelkreuz montiert, eine Steinplatte zeigt den höchsten Punkt hier an. Auch hier bleiben wir nur ganz kurz, nun geht es steil hinunter zum Geierschnabel, einer sehr beeindruckenden Felsformation…

Der sichtbare Pfad zieht rechts vom Geierschnabel steil zu einer Kuppe. Wir beraten uns, schauen uns den weiteren Weg an und kommen zu der Feststellung, dass wir falsch gegangen sind. Wir müssen nochmals aufsteigen, hinauf zum Geierschnabel, denn der Weg führt von hier durch ein breites Tal hinunter zur Sillalm.

Wir gehen nach Erreichen des Geierschnabel weglos in die Talsenke, sehr schön zu gehen, und schwierig ist es auch nicht. Aber wir sind schon eine gute Weile am Weg, Letu wird ein wenig müde. Aber er hält sich wacker… und beeindruckt Opa und mich!

Über Stock und Stein, im wahrsten Sinne des Wortes gehen wir Talabwärts, Richtung Sillalm. Da wir zumindest im oberen Teil keinen Weg haben, suchen wir uns immer wieder den Pfad des geringsten Widerstandes. Das geht gut, denn Schwierigkeiten stellen sich uns keine in den Weg. Schlussendlich erreichen wir doch wieder einen gut ausgeprägten Pfad, der uns weiter talwärts führt.

Nach langer Strecke ohne richtigen Wegen sind wir dann froh, als wir die Forststraße erreichen, die wieder in unseren Karten eingezeichnet sind. Naja, Froh ist vielleicht der falsche Ausdruck, die Wanderung durch das Gelände hat uns allen Dreien sehr viel Spaß gemacht. Im Tal kehren wir noch im Gasthaus Steckholzer ein und genießen die feine Herbstsonne.

Eine wunderschöne Überschreitung der Venner Berge, die uns sicher noch länger in Erinnerung bleiben wird…

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:00 h
Gesamtlänge: 11.77 km
Höhenmeter: 1.167 hm

191013 Kaiser-Max-Grotte

Nachdem wir heute Vormittag schon eingespannt waren, ist sich eine längere Wanderung nicht mehr ausgegangen. Aber es gibt so viele schöne und auch nahe Ziele in unserem wunderbaren Land, die man gerne mal übersieht. So ist es uns jetzt seit Jahren mit der Kaiser-Max-Grotte gegangen. Einmal waren wir mit den Kindern oben, aber das ist schon lange her. Immer wieder fahren wir mit dem Auto oder Zug unter der beeindruckenden Martinswand durch und sagen laut: „Da müssen wir jetzt aber echt mal wieder rauf…“

Wir starten in Zirl und wandern die Brunntalstraße hinauf. Diese ist auch bei Mountainbikern beliebt, deshalb müssen wir hier gut aufpassen, denn so Mancher „schießt“ schnell um die Kurve. Zum Glück zweigt der Weg bald ab, ein Steig führt nun über den Steinbruch hinauf zur Grotte.

Die Aussicht ist phänomenal, es ist immer wieder beeindruckend, wie rein die Herbstluft doch ist.

Schnell machten wir Höhe, ab dem Steinbruch ist es dann flach und angenehm zu gehen. Dieser Zugang wurde erst 2015, nachdem der Steig einige Jahre gesperrt war, wieder eröffnet. Nun verläuft der Weg nicht mehr im Wald, sondern direkt durch den Steinbruch.

Unterwegs machen wir mal eine kurze Pause bei einer kleinen Höhle, die jedoch nur ein paar Meter vor unserem eigentlichen Ziel liegt.

Nach einem Schluck Wasser und einem kleinen Verschnaufer geht es um die Kurve weiter, das Ziel schon im Blickfeld.

Und dann ist das Bänklein beim großen Maximiliankreuz erreicht. Die Aussicht ist wunderschön und wir genießen die Aussicht. Es ist fein warm, eigentlich wollen wir gar nicht mehr runter. Aber irgendwann müssen wir halt doch…

Wir folgen dem gleichen Weg hinunter bis zur Abzweigung auf die Brunntalstraße.

Auf dem Weg runter fällt Letu noch ein „Steinherz“ im Steinbruch auf… eine glatte Stelle im sonst so zerfurchten Steinbruch.

Von der Brunntalstraße machen wir noch einen Abstecher zur Geisterbühelkapelle. Über den interessanten Namen dieser Kapelle konnte ich leider nichts herausfinden, aber der Platz ist schön und ruhig.

Auf dem Weg ins Tal findet Letu noch einen Speer, der dann unterwegs immer wieder geworfen wird. Am Schluss hat er das schon ganz gut heraußen…

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:30 h
Gesamtlänge: 4,33 km
Höhenmeter: 261 hm

191012 Waltenhofen am Forgensee

Gefühlsmäßig hat sich der Herbst dieses Jahre länger Zeit gelassen, Einzug zu halten… aber nun, plötzlich, färbt sich die Natur in den wundersamsten Farben, die Sonne scheint warm vom Firmament und es ist einfach wunderbar. Wir sind in Pflach, bei der Oma und überlegen uns, wie wir diesen Tag wohl am Besten würdigen können.

Schon länger haben wir besprochen, im Allgäu einen Spaziergang zu machen, die Wieskirche, Steingaden und die schönen Ortschaften am Lech locken… schlussendlich entschließen wir uns, bei Waltenhofen einen schönen Spaziergang am Forggensee zu machen.

Von Waltenhofen wandern wir gen Norden, am Ufer des wunderschön gelegenen Forggensees entlang. Dieser idyllische See ist ein Stausee, von 1951 bis 1954 nach langen Verhandlungen und Planungen gebaut wurde. Ortschaften mußten verlegt werden, 252 Menschen wurden umgesiedelt und in den Fluten versank so manches Gebäude, so auch die ehemalige bischöfliche Mühle und ein Teil der Via Claudia Augusta. Teilweise können diese Zeugnisse der Vergangenheit bei Niedrigwasser bewundert werden.

Am See entlang machen wir immer wieder Pausen, die Kinder tun „Steine flippen“, Sara stellt mit 7 Sprüngen einen neuen Rekord auf. Und für Oma ist natürlich auch was dabei, bei diversen Hochwassern ist so manche Wurzel am Seeufer angeschwemmt worden, diese gilt es zu bewundern… denn zum Mitnehmen ist heute leider kein Platz.

An einer Landzunge nördlich von Waltenhofen machen wir dann eine Pause, genießen die wärmende Sonne, während die Junioren sich mutig in die Fluten stürzen. Es bleibt aber nur beim Versuch, das kühle Nass macht heute seinem Namen alle Ehre!

Nach der Pause und einer feinen Jause spazieren wir wieder zurück nach Waltenhofen. Dort wollen wir uns noch unbedingt die Pfarrkirche „St. Maria und Florian“ anschauen. Diese Kirche geht auf eine Gründung durch den Priester Tasso, begleitet vom „Ällgäuheiligen“ Magnus im Jahre 742 zurück.

Der heute sichtbare stattliche Bau geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Der Innenraum ist geprägt von der Barockisierung im 18. Jahrhundert.

In der Kirche genießen wir die Ruhe und danken wieder für einen schönen Tag, den wir genießen durften.

190923 Kleiner und Großer Bettelwurf [2.726m]

„[…]U. 10 ist der höchste Punkt erreicht. Jetzt erst fliegen die Blicke rings in’s Weite. Blauer Himmel oberhalb und die vorhandenen Wolken über den Gebirgen. Rufe der Freude schallen hernieder rings in’s Thal.“

Carl Gsaller, Österreichischer Alpinist

Um 6:00 Uhr ist Abmarsch, das Dreiergespann, Michi, Max und meine Wenigkeit stehen wieder mal in den Startlöchern. Der vierhöchste Karwendelgipfel ist heute unser Ziel.

Wir wollen über die Bettelwurfhütte [2.077m], den Klettersteig auf den Kleinen Bettelwurf [2.650m] und dann auf den Großen Bettelwurf [2.725m] gehen. Gestartet wird am Hackl, dem Eingang zum geschichtsträchtigen und mir gar so lieben Halltals.

Wir steigen auf dem unteren Fluchtsteig, da es noch recht finster ist sehen wir nicht viel, auf zum Wasserwerk der Hall AG, jenem besonderen Bauwerk, das wegen Muren- und Lawinengefahr in der Berg gebaut wurde und somit heutzutage als sicher gilt. Nun kitzel die Sonne schon die ersten Berggipfel, schön sind sie an zusehen, Speckkarspitze und Lafatscher…

Hier startet der neue Steig auf die Bettelwurfhütte, nachdem der alte Steig dem „Zorn“ der Bettelwurfreise zum Opfer gefallen ist. Steil geht´s erst durch lichten Wald und Latschen, dann erreichen wir auch schon die Reise selber, und gehen im Zickzack, vorbei am Gamsgufel hinauf zum Alten Schlag.

Hier tauchen wir nun wieder ein in die Latschen, da es aber noch relativ kühl ist, ist der Aufstieg angenehm und wir kommen zügig voran. Ich erinnere mich noch an ein Mal, wo ich hier später am Vormittag unterweg war… da war ich richtig ins Schwitzen gekommen.

Vorbei am Juchizer, von hier hat man einen ersten Blick auf die Bettelwurfhütte, und ein paar Gämsen erreichen wir den Quergang zur Hütte. Nun haben wir unser erstes Ziel schon fest vor Augen und nach 2:45 h haben wir endlich die AV-Schutzhaus erreicht. Wir machen nur eine kurze Pause, noch lange ist unser Weg heute

Direkt hinter der Hütte ist der Weg auf den Kleinen Bettelwurf angezeigt, vor uns ist eine größere Gruppe, wie wir später erfahren vom Alpenverein. Abgesehen davon sind noch ein paar Individualisten unterwegs, ansonsten ist es heute recht ruhig. Evtl. spielt das Wetter eine Rolle, besonders sonnig ist es nicht, aber das Wolkenspiel dafür umso schöner und imposanter.

Wir steigen über den Rücken bis zu den Felsbändern auf, dann wird es Zeit, das Klettersteigset anzulegen. Der Steig auf den Kleinen Bettelwurf ist kühn angelegt, nicht besonders schwer, aber entgegen den heute gewohnten Klettersteigen auch nicht durchgehend gesichert. Immer wieder müssen Bereiche bis zum Schwierigkeitsgrad UIAA II- begangen werden. Nicht arg schwierig, aber ungewohnt und auch sehr anregend.

Bänder, kleine Wände, Stufen, wie Bänder… schön zieht sich der Steig direkt Richtung Einschartung zwischen Kleinem und Großem Bettelwurf. Bei dieser müssen wir nochmals ein paar Meter in die entgegengesetzte Richtung, damit wir endlich auf unserem ersten Gipfel stehen. Der Kleine Bettelwurf ist erreicht, nicht ohne kleine Irrwege bei den letzten Metern…

Nun haben wir uns eine „gscheite“ Brotzeit verdient, es ist gerade windstill, zwar keine Sonne, aber aushaltbar. Wir sitzen schlussendlich nicht so lange hier, denn die Kälte kriecht unter das Gewand und die Finder werden taub…

Wir machen uns wieder auf den Weg zurück zur Einschartung, ab hier geht’s nun ein wenig mehr zur Sache. Von der Philosophie, nicht alles mit Stahlseilen abspannen zu müssen, hat sich wenig geändert, aber die Schwierigkeit ist nun ein wenig höher. Tritte sind spärlich, trotzdem kommen wir gut voran… und es macht richtig Spaß.

Ein paar Leute vor und hinter uns sind ohne Klettersteigset am Weg, naja, jeder wie er will. Die meisten Stellen gingen auch ohne, aber zwei, drei Stellen möchte ich ohne KS-Set nicht bewältigen müssen…

Bald schon werden die Schwierigkeiten weniger, wir sind noch auf dem Plateau vom Gipfel und wandern noch auf schönem Steig, nahe am Grat hinauf zum Höchsten Punkt des Massivs. Glücklich erreichen wir den Gipfel des Großen Bettelwurfs [2.736m], einem der wenigen Berge im Karwendel, die die Höhe von 2.700m übersteigt.

Die Aussicht ist grandios, die ersten schweren Wolken sind schon am Pflerscher Tribulaun zu sehen. Der Wetterumschwung wird nicht mehr lange auf sich warten lassen…

Allzu lange bleiben wir nicht, denn die Gipfelhause beim letzten Gipfel war definitiv angenehmer. Der Wind hat aufgefrischt und es ist recht kühl geworden. Also auf ins Tal… es sind noch über 2.000 Höhenmeter runter. Gerade als wir starten wollen, rutscht Michi auf einer Schotterreise aus… puh, das war knapp. Ausrutschen ist hier nie eine gute Idee!

Nun machen wir uns über das Eisengattergrat auf ins Tal. Schnell laufen wir die gut abgesicherte Steiganlage, an den kniffligen Stellen sind Stahlseile. Plötzlich das nachte Unglück… Max rutscht auf einem Stein aus und schlägt sich den Daumen auf, und zwar richtig. Er blutet richtig, daher muss ein Schnellverband drauf… Michi hat das schon im Griff. Bald ist unser Schwerverwundeter versorgt und wir können weiter.

Der Weg zieht sich, aber irgendwann kommt dann doch die Hütte in Reichweite. Vorher sehen wir noch ein paar Gämsen, die auf dem Steiglein stehen. Noch ein Hinweis drauf, das sich das Wetter wohl verschlechtern wird…

Schlussendlich erreichen wir die Hütte und gönnen uns eine Pause mit Speis und Trank. Das Wetter ist wieder ein wenig besser geworden, aber von Schön ist es noch weit entfernt. Wir genießen die Pause auf dem „schönsten Balkon in Innsbrucker Nähe“. Leider sind die Wirtsleute ein wenig gestresst und daher nicht so fein wie sonst. Aber jeder halt mal einen schlechten Tag, das wird schon wieder…

Bei der Hütte haben wir noch ausgemacht, einen Sprung nach St. Magdalena zu schauen, dort ist es auch immer fein zu sitzen. Ein kurzer Gegenanstieg sollte uns wohl nichts ausmachen… von der zweiten Ladhütte bis ‚Magdalena ist es eh nur 10 Minuten… sag ich!

Erst müssen wir mal zur Ladhüttekommen. Wir steigen flott ab, überholen so manche Mannschaft, auch den Innsbrucker Alpenverein. In der Bettelwurfreise nehmen wir fast jede mögliche Abkürzung über den Schotter und haben in Null-Komma-Nix den Talboden bei der Ladhütte erreicht. Obwohl wir schnell gehen, schaffen die die prognostizieren 10 Minuten nach Magdalena knapp nicht, aber das Kaltgetränkt schmeckt dann trotzdem und ich werde nicht angefeindet… a feine Truppe sind wir schon!

Der Schlussweg führt uns dann über den wunderschönen Fluchtsteig hinunter nach Absam, zum Hackl. Unterwegs sehen wir den Schaf-Abtrieb von St. Magdalena, die Tiere müssen jetzt auch wieder ins Tal.

Nach über 9 Stunden erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt. Hier, eine echte Wohltat, hängen wir unsere Füsse ins Kneippbecken, bis sie schmerzen… doch anschließend sind die Beine wieder fit.

Noch ein Blick zurück offenbart die wunderschönen Berge, die wir heute wieder besuchen durften. Einfach herrlich…

Tourendaten
Gesamtdauer: 9:20 h
Gesamtlänge: 21,94 km
Höhenmeter: 2.297 hm

190915 Habicht [3.277m]

Der Hoger in Gschnitz
der Waldraster Spitz
und die Martinswand
sein die Höchsten im Land
– alter Spruch

Der Habicht, im Volksmund auch Hoger genannt, ist schon lange ein Ziel, das ich gerne besteigen möchte. Lange Zeit galt dieser mächtige, markte Block als höchster Berg des Landes. Obwohl dies schon länger widerlegt ist, der Habicht sticht aus der Berglandschaft heraus und stellt ein lohnendes und herausforderndes (Tages-) Ziel dar. Hier die Aussicht vom Zirbenweg (gestrige Tour).

Der Weg vom Gschnitztal über die Innsbrucker Hütte ist ein Langer, daher machen wir uns trotz herbstlich-später Dämmerung früh auf. Um 6:00 Uhr starten wir schon vom Wanderparkplatz kurz nach Gschnitz, mit von der Partie: Michi, Max und ich. Während wir uns noch die Bergschuhe anziehen, geistern eine deutsche Wanderin um uns herum, der wir heute noch öfter begegnen werden.

Der Aufstieg über den Jubiläumssteig ist unspektakulär, aber sehr schön und mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht aus besser. Bald schon haben wir eine umfassende Sicht auf die Tribulaune, die Schwarze Wand und die Gargglerin…

Das wären auch mal Ziele, philosophieren wir… zumindest der Gschnitzer Tribulaun ist für uns machbar, der Pflerscher Tribulaun ist dann schon was für Spezialisten… doch all zulange müssen wir nicht überlegen, noch lange ist unser heutiger Weg…

Nachdem wir die Waldgrenze, vorbei an ein paar verfallenen Stadeln, erreicht haben, wird die Rundumsicht doch noch spektakulär… und wir sind noch nicht mal bei der Hälfte, das wäre die Innsbrucker Hütte. Der Weg schmiegt sich schön an den Hang, immer wieder müssen wir kleine Schotterreise überqueren. Sogar eine Steinbock-Geiß sehen wir, die sich nur wiederwillig vom Steig entfernt, als wir ankommen.

Schlussendlich macht der Weg einen großzügigen Bogen nach Rechts und dann erhaschen wir das erste Mal einen Blick auf die Innsbrucker Hütte [2.369m]. Was für ein großer Bau, hier in diesem abgelegenen Teil der Welt…

Bei der Hütte machen wir eine kurze Rast, ohne jedoch einzukehren. Diesen Genuss müssen wir uns erst verdienen… also gibt´s Wasser und Müsliriegel. Direkt hinter der Hütte steilt nun der Weg auf, es wird steiniger, aber nicht weniger interessant… bis zur Hütte war der Wandererstrom noch recht überschaubar, hinter uns war eine Gruppe im Aufstieg, ansonsten waren wir alleine. Nun, ab der Innsbrucker Hütte kommen noch all die Hüttenübernachter dazu, daher sind jetzt doch einige Leute am Wege, wobei es trotzdem keine Verzögerungen gibt.

Der erste Teil ab der Hütte ist ein wenig steiler, teilweise auch mit Seilversicherungen, im weiteren Verlauf legt sich aber das Gelände zurück und es werden wieder normale Wanderwege. Bald erreichen wir den Habichtferner, ein kleines, spaltenfreies Schneefeld, das früher wohl ein mächtiger Gletscher gewesen sein mag. Ohne Probleme können wir am Rande vorbeigehen und erreichen den letzten Aufschwung zum Gipfel.

Die letzten Paar Meter auf den Gipfel sind dann nochmals mit Seil versichert und lassen imposante Tiefblicke auf das Schneefeld zu, dann erreichen wir den höchsten Punkt, den Gipfel des Habichts [3.277m], oder eben auch Hogers. Obwohl einige Leute hier anwesend sind, ist auf dem geräumigen Gipfelplateau auch für uns noch Platz. Andächtig setzen wir uns und genießen die fulminante Rundumschau…

Fast 1,5 Stunden bleiben wir am Gipfel sitzen, genießen eine gute Brotzeit, bestaunen die Bergwelt und genießen einfach das Nichtstun. Und die Aussicht ist wirklich grandios… Wildspitz, Ortler, Marmolada, Zugspitz… und im Süden dominierend, die Tribulaune. Herrlich, einfach nur herrlich…

Nach einer sehr guten Rast machen wir uns wieder auf den Rückweg. Der Tag ist nicht mehr ganz jung und wir wollen ja auch noch bei der Innsbrucker Hütte eine Rast machen. Der Abstieg folgt dem Aufstieg, bald haben wir wieder das Schneefeld erreicht. Hier ist schon manch Unglück passiert, wenn einer den Weg abkürzen wollte und über das Schneefeld abgefahren ist. Wir halten uns an den Umgehungsweg und sind wahrscheinlich auch nicht viel langsamer.

Bald erreichen wir den schwierigsten Teil der Tour, eine Geröllflanke mit Drahtseilversicherung. Nicht wirklich arg, aber auf die Tour bezogen wohl das Anspruchsvollste.

Rasch haben wir auch diesen Teil durchquert, dann sehen wir schon die Hütte vor uns. Endlich, denken wir uns alle Drei… denn durstig sind wir schon! Und ein wenig hungrig… zumindest die Michi. Essen tun wir aber dann alle was… Es ist hier total gemütlich in der Sonne, wir genießen zum zweiten Mal heute das gemütliche zusammensitzen und haben es lustig.

Die Zeit schreitet allerdings voran, und wir müssen aufbrechen, es ist noch ein Stück ins Tal. Am Anfang begleitet uns noch die Sonne und taucht die Landschaft in schönes herbstliches Nachmittagslicht ein…

Irgendwann erreichen wir auch das Auto, es ist nun schon dämmrig, wir beschließen noch, in Trins in der Pizzeria was zu essen, damit schließen wir diesen langen, aber sehr schönen und eindrucksvollen Tag ab… es war wieder ein herrliches Erlebnis in den Tiroler Bergen.

Tourendaten
Gesamtdauer: 7:50 h
Gesamtlänge: 17.97 km
Höhenmeter: 2.017 hm

190914 Zirbenweg mit Viggarspitze [2.306m] und Neunerspitze [2.285m]

Das Wetter ist heute super gemeldet, die Temperaturen angenehm, das heißt in der Schlussfolgerung, ich bin dann mal wieder auf dem Berg. Heute mit den Junioren. Unser Zeil, das wir auch schon lange machen wollen… die zwei Berggipfel auf Aldranser Gemeindegebiet. Viggarspitze und Neunerspitze. Wir starten in Igls bei der Patscherkofelbahn, die uns gemütlich rauf auf Start des Zirbenwegs bringt.

Die ersten paar Meter des Steiges sind gesperrt, es gibt aber eine gute Umleitung. Schon bald erreichen wir den wunderschönen Weg durch diesen großen Zirbenbestand. Und immer wieder erhaschen wir auch Blicke auf die umliegende Bergwelt und das Tal.

Angenehm geht’s auf und ab, nach kurzer Wanderung erreichen wir auch schon das Alpengasthaus Boscheben. Hier sind die Mitarbeiter schon emsig beim Herrichten, es verspricht ein guter Tag fürs Geschäft zu werden. Schon jetzt sind einige Leute am Weg.

Weiter wandern wir auf dem Zirbenweg, bis wir zur Abzweigung zur Viggarspitze kommen. Hier steilt der Weg nun ein wenig auf, das macht aber den Kindern und mir nichts aus. Immer wieder kommen schöne Felsformationen, die für Kurzweil sorgen.

Dann erreichen wir auch schon die erste Station unserer Wanderung, die Viggarspitze [2.306m]. Schon öfter sind wir hier heroben gestanden, auch zu nächtlicher Stunde, als Bergfeuern angesagt war. Im Winter bin ich hier mal mit Alfons gewesen, das war auch eine tolle Tour.
Nun wir erst mal fein gebrotzeitet, heute haben wir die Luxusvariante mitgenommen. Und es schmeckt…

Das Wetter ist wunderbar, es ist windstill und so könnte man hier fast ewig bleiben, aber wir müssen weiter. Wir haben ja noch einen zweiten Gipfel zu machen. Also packen wir zusammen und machen uns auf den Weg. Die Abkürzung über einen alten Jägersteig finde ich leider nicht, daher gehen wir den Normalweg zur Neunerspitze, der auch wunderschön ist.

Und hier müssen wir irgendwann mal pausieren, zu viele Heidelbeeren stellen sich uns in den Weg. Diese müssen einfach eingesammelt werden… das kostet uns einiges an Zeit. Bald haben wir einen „Topf“ voll gesammelt und gehen weiter Richtung Neunerspitze.

Nicht immer ist der Weg perfekt, aber wir kommen gut durch und dann haben wir nach einem kurzen steilen Anstieg auch das zweite Etappenziel, Neunerspitze [2.285m] erreicht.

Der Weg von den Neunerspitze bis zum Zirbenweg verläuft fast ausschließlich im Latschengürtel, dementsprechende Temperaturen herrschen hier im Sommer. Heute ist es angenehm. Die Aussicht auf diesem Teil ist nicht ganz so spektakulär, aber immerhin gibt es immer wieder ein paar kleine Felsen, die unserem „Scout“ eine Aussichtsplattform geben.

Schlussendlich erreichen wir Zirbenweg, der sich wie eine Autobahn vom Patscherkofel zum Glungezer schlängelt. Wir sind froh, dass wir die Verlängerung über die zwei „Aldiger“ Berge genommen haben…

Obwohl wir erst in der Tulfeinalm einkehren wollten, lassen wir wegen Platzmangels diese Option sausen und fahren mit dem Einsersessellift, vielleicht das letzte Mal, zur Mittelstation.

Eine lustige Fahrt ist es allemal mit dem alten Ding, geplant ist allerdings, dass auch diese Sektion nächstes Jahr mit einer Gondel ausgestattet wird. Die Bauarbeiten sind schon im Gange, wir werden sehen , wie schnell das Projekt umgesetzt wird.
Beim Kugelwald machen wir nochmals eine Pause, Letu geht ein wenig Waldkegeln, während Sara und ich die kleine Pause genießen.

Dann geht auch dieser feine Wandertag zu Ende, mit der neuen Glungezerbahn fahren wir nach Tulfes, wo schon der Bus auf uns wartet. Das war wieder ein wunderschöner Tag im Hoamat´l.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:00 h
Gesamtlänge: 10,46 km
Höhenmeter: 616 hm

190904 Ampferstein [2.556m] u. Marchreisenspitze [2.620m]

Der Wetterbericht für die nächsten Tage schaut nicht so rosig aus, heute soll einer der letzten richtig schönen Tage sein. Das will ausgenutzt werden. Ein kurzer Blick auf die Tourenliste enthüllt ein sehr schönes Ziel in den Kalkkögeln. Eine Überschreitung von Ampferstein und Marchreisenspitze solls werden. Wir treffen uns nach der Arbeit um 15:00 Uhr und fahren direkt in die Axamer Lizum. Der Sommer mit den sehr langen Tagen ist leider schon vorbei, daher müssen wir uns ein wenig sputen, um das Vorhaben bei Tageslicht abschließen zu können.

Von der Lizum starten wir direkt hinauf zum Halsl, dem Übergang, der von viele Touren in diesem Gebiet gestreift wird.

Ab hier steilt der Weg auf, den Ampferstein muss man sich schon verdienen. Der Weg ist allerdings sehr leicht und angenehm zu gehen, die Temperaturen sind auch nicht mehr so hoch wie beim Einstieg zum Halsl. Schnell machen wir Höhe, mit jedem gewonnenen Meter wird die Aussicht ins Tiroler Land schöner. Aber auch in der Nähe gibt es viel zu bestaunen.

Bald wird der Weg rassiger, der „Lustige Bergler Steig“ auf den Ampferstein ist ein schöner versicherter Weg, der mancherorts auch als Klettersteig eingetragen ist, aber für den geübten nicht wirklich ein Klettersteigset erfordert.

Kurze Aufschwünge und zwei Rinnen müssen überquert werden, dann ist der erste Gipfel der heutigen Tour erreicht.

Nur kurz bleiben wir auf dem ersten Gipfel, denn der Weg ist noch weit und wir müssen immer den Sonnenstand im Auge behalten. Nachdem wir den weiteren Pfad nicht kennen, das Klettersteigset aber eh im Rucksack haben, beschließen wir, diesen anzulegen, damit wir bei heikleren Passagen schon vorbereitet sind. Zwei Stellen, die ein wenig ausgesetzt sind und ein kleiner Riss stellen jedoch die einzigen Herausforderungen dar.

So manches Bändchen und Wändchen, stellen weise sehr brüchig, erinnern an die Dolomiten. Nicht umsonst werden die Kalkkögel auch oft als die Dolomiten Nordtirols genannt. Es ist kein direkter Weg zum Gipfel, wir müssen eine Weile absteigen, dann geht’s wieder hinauf, immer dem Gipfel zu.

Im Rückblick sehen wir den Ampferstein und noch ein wenig weiter hinten die Saile und den Patscherkofel. Im Unterinntal ist es schon ein wenig diesig.

Der Gipfel ist erreicht und somit auch unser höchster Punkt des Tages, die Marchreisenspitze. Hier gönnen wir uns eine längere Pause, die Rundumsicht ist ein Traum, ebenso sind es die Temperaturen. Gemütlich sitzen wir hier, bestaunen unser schönes Hoamat´l und genießen, dank Michi, Mannerschnitten! Welch ein Genuss.

Die letzten Sonnenstrahlen ermahnen uns, dass der Weg noch nicht ganz zu Ende ist und wir uns sputen sollten. Also packen wir unsere Siebensachen und gehen weiter. Der Weg ist nun unkompliziert, jedoch zieht sich die Strecke, bis wir die Malgrubenscharte erreichen.

Am Himmel spielt sich ein kleines Farbwunder ab, die Dämmerung mit ihren Pastellfarben hat eingesetzt. Schlussendlich erreichen wir auch die Malgrubenscharte und ein besonderer Leckerbissen steht noch an, sozusagen als vorzeitiger Abschluss der Tour. Eine wunderschöne Reisenabfahrt…

Über die olympische Damenabfahrt erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt, den Parkplatz der Lizum. Im „Hotel Lizumerhof“ gönnen wir uns noch ein Weizen, das haben wir uns nach dieser Wunderschönen Tour verdient.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 4:48 h
Gesamtlänge: 11,87 km
Höhenmeter: 1.278 hm

190901 Venedig Tag III

Den dritten und letzten Tag in Venedig starten wir wieder mit einem guten Frühstück im Apartment, dann packen wir auch gleich unsere Siebensachen. Wir haben mit Anna-Lisa, der Vermieterin vereinbart, dass wir die Rucksäcke noch in der Unterkunft lassen können…

Letu hat heute Geburtstag, daher hab ich noch einen besonderen Platz gefunden: Die „Chiesa di San Samuele“, eine Kirche, dem heiligen Samuel (und auch Namenspatron von Letu) geweiht. Wir schauen uns diese Kirche an und ich erkläre Letu, dass ich nicht viele Kirchen kenne, die dem Heiligen Samuel geweiht sind…

Anschließend wandern wir Richtung Osten, vorbei am Markusplatz, der wir heute nur streifen. Vorbei an lieblichen Gässchen und wundersamen Konstruktionen.

Wir wollen zum Arsenal, dem ehemals geheimsten Platz Venedigs. Hier wurden die Schiffe, die Venedig über Jahrhunderte die Hoheit über das Mittelmeer gebaut. Auch heute noch kann nur ein kleiner Teil des Areals angeschaut werden, denn immer noch ist es hier militärisches Sperrgebiet.

Der Eingang ins Arsenal ist schon beeindruckend, zwei Türme flankieren den Wasserweg. Nahe an diesem Tor sind vier Löwen, die als Beutegut ihren Weg von Griechenland nach Venedig fanden.
Ganz in der Nähe befindet sich das „Museo Storico Navale di Venezia“, das Marinemuseum der Stadt. Da Venedig eine Zeit auch zu Österreich gehört hatte, bin ich sehr interessiert, ob man hier Spuren finden kann.

Neben Hinweisen auf die österreichische Geschichtsverbindung zu Venedig ist eines der Highlights ein Model der goldenen Galeere des Dogen, der „Bucintoro“. Es muss ein wirklich beeindruckendes Erlebnis gewesen sein, wenn dieses Schiff mit dem Dogen auf Fahrt in die Lagune ging.

Vom Marinemuseum spazieren wir wieder zurück, Richtung Markusplatz. Auf dem Weg finden wir ein kleines Kaffee, in dem wir uns eine Kleinigkeit zum Essen bestellen.

Wir genießen die letzten Stunden in der Stadt, essen noch ein Eis und machen uns dann mit Vaporetto Nr. 1 auf zum Apartment, damit wir unsere Sachen holen können.

Wir finden zwar keine Anna-Lisa vor, aber einen Hausmeister, der gerade etwas an einer Tür repariert. Dieser erklärt uns, dass der gesamte Flussverkehr ab 3:00 Uhr wegen eines Rennens zum erliegen kommt. Wir nehmen unsere Rucksäcke, ein Blick auf die Uhr sagt uns, dass wir und noch ein Eis gönnen können. Dieses genießen wir am Kanal direkt neben dem Apartment.

Nun müssen wir uns sputen, damit wir noch zum Bahnhof kommen… ansonsten müssen wir laufen!

Unseres dürfte eines der letzten Boote gewesen sein, die noch durchfahren durfte, hinter uns hören wir schon Trommelwirbel und sehen überall Zuschauer. Leider haben wir selber keine Zeit, uns das Spektakel anzuschauen, denn wir müssen zum Zug. Nach einer finalen Fahrt auf dem Canale Grande erreichen wir den Bahnhof.

Wir müssen nicht lange warten, dann ist auch unser Zug angeschrieben und wir können einsteigen. Letu hat sich für die Fahrt noch ein neues Kartenspiel gekauft… was habe ich gelacht, wo ich das das erste Mal gesehen habe.

Die Fahrt nach Innsbruck verläuft unspektakulär, um die Zeit ein wenig zu verkürzen, gönnen wir uns noch ein kleines Abendessen im Speisewagen. Es hat uns richtig Spaß gemacht, diese kurze Reise nach Venedig zu machen. Das machen wir, so sind wir uns einige, bestimmt bald wieder mal…

Sehenswürdigkeiten:
– Chiesa di San Samuele
– Arsenal
– Marinemuseum
– Canale Grande

190831 Venedig Tag II

Ein neuer, feiner Tag in Venedig. Wir genießen die Morgenstunden, in dem wir ein gemütliches Frühstück in der Apartment-Küche verspeisen. Dann machen wir uns auf, die Stadt zu erkunden. Bestimmte Sachen muss man in Venedig einfach mal gesehen haben, daher will ich den Kinder diese Plätze heute zeigen.

Wir starten direkt bei der Unterkunft, unser erstes Ziel ist der Markusplatz. Für manche des schöne Platz Europas, oder, wie Alfred de Musset sagte: der „Salon Europas“. Zu solch einer Aussage möchte ich mich zwar nicht hinreißen lassen, aber ich muss auch zugeben, dass der Platz wirklich wunderbar ist.

Wir wandern den großen Platz ab, dort sind viele der Wahrzeichen der Stadt: Der Markusdom, der Campanile (Turm), und die Prokuratien, die den Platz umschließen. Überall lassen sich schöne Details entdecken, wie zum Bespiel der Uhrturm oder die von mir sehr geschätzten Tetrarchen.

Immer neue Details entdecken wir, so ganz „nebenbei“ lösen wir auch ein paar Earthcaches… und lernen wieder einiges dazu, über die Lagunenstadt.

Am Dogenpalast ist wie immer einiges los, da wir uns aber die Sehenswürdigkeiten nur von Außen anschauen, lässt uns das ziemlich kalt… wobei kaltlassen nicht wirklich treffend ist. Wir sind eher froh, dass wir bei dieser Hitze nicht auch noch irgendwo anstehen müssen.

Nachdem wir uns noch ein Eis (sicher nicht das letzte für heute) gegönnt haben, spazieren wir am Ufer entlang zur Vaporetto-Anlegestelle. Mit der Linie 4.1 fahren wir nun um die Insel, vorbei am Arsenal der Insel „Le Vignole“, dann erreichen wir Murano, die Glasbläserinsel.

Mittlerweile ist es richtig warm geworden, wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und machen Pause. Eine der berühmten Glasbläser-Werkstätten finden wir zwar, aber es wird aktuell nichts gezeigt. Es ist Mittagspause. Also spazieren wir am Kanal entlang, finden ein schönes Geschäft, kaufen kleine Glaskunstwerke als Andenken und machen noch eine ausgiebige Mittagspause mit Tramezzini und Saft… dann fahren wir wieder zurück nach Venedig.

Unser nächstes Ziel ist die Rialtobrücke, denn diese liegt genau zwischen Anlegestelle und unserem Apartment. Und außerdem gehört diese besondere Brücke wohl zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Lagunenstadt. Lange Zeit war dies eine der wenigen Übergänge über den Canale Grande. Sara lechzt nach Eis, Letu hat was anderes im Kopf bzw. im Sichtfeld… einen Schokoladebrunnen…

Wir wandern noch eine Weile durch das Gassengewirr, es ist einfach unglaublich, was man hier alles findet, wenn man die Augen öffnet. Und sobald man ein wenig weg von den berühmten Plätzen ist, wird es auch ruhiger.

Da wir unterwegs immer wieder auch auch nach Geocaches suchen, kommen wir an ein paar Besondere Plätze, die wir sonst wohl nicht gefunden hätten. Eine davon ist die Wendeltreppe beim Palazzo Contarini. Leider nicht begehbar, da gerade heute ein Konzert im Palazzo stattfindet, aber auch von Außen sehr beeindruckend.

Nachdem wir richtig brav marschiert sind, erreichen wir das Apartment und machen eine ausgiebige Pause. Die haben wir uns verdient. Am Abend spazieren wir nochmals in die Stadt. Den Rückweg bestreiten wir in einem total überfüllten Vaporetto…

Bei einem Supermarkt kaufen wir uns alle Zutaten für ein feines Abendessen und lassen den Abend angenehm ausklingen…

Sehenswürdigkeiten:
– Markusplatz
– Dogenpalast
– Campanile
– Basilika Santa Maria alla Salute
– Murano
– Rialtobrücke
– Palazzo Contarini