Archiv der Kategorie: Allgemein

241231 Jahresrückblick 2024

Auch 2024 ist wieder einiges von Statten gegangen. Bedingt durch meine neue Partnerin war die Motivation noch höher und so kann ich und wir gemeinsam auf ein paar tolle Touren zurückblicken.

Januar

Gestartet wurde das Jahr auf der Hütte in Pflach, mit einem Ausflug auf das Koflerjoch. Schnee war am Anfang des Jahres 2024 Mangelware, dennoch konnten wir die „Route Roman“ am Patscherkofel absolvieren.

Februar

Im Februar beschert uns das Wetter eine Schaufel voll Schnee und so wird es zumindest kurz winterlich. Genau das Richtige für eine Rodeltour und auch Skitouren

März

Der März präsentiert sich aktiv und durchwachsen. Mal ist es fast schon sommerlich, dann wacht man zu weißer Landschaft auf. Dementsprechend abwechslungsreich ist auch das Sportprogramm: Skifahren, Schneeschuhgehen, Rodeln, Wandern und Skitouren… alles ist drin!

April

Auch der April hat einiges zu bieten, neben Skifahren, Wandern und Fahrradfahren findet hier auch das mittlerweile legendäre „Buabenwochenende“ statt! Sogar eine Figlrunde auf der Nordkette ist dabei…

Mai

Der Mai ist sehr ereignisreich, eine Reise in die Toskana, Wanderungen und Radltouren in der Umgebung, dann noch das Familienwochenende in der Nähe von Salzburg, inklusive Alpaka-Wanderung. Da ist für jeden was dabei!

Juni

Im Juni starten wir richtig in die Wanderzeit, obwohl in den Bergen teils noch überraschend viel Schnee liegt. Achensee, Figln auf der Saile und ein paar Almen stehen auf dem Programm.

Juli

Der Juli ist zwar streng, aber leider ist weniger Zeit für sportliche Aktivitäten vorhanden. Die alljährliche Gipfelmesse auf der Viggarspitze, die Italienwoche und Mähen auf der Hütte sind die Haupttätigkeiten.

August

Im Sommermonat schaffen wir eine tolle Runde mit Andi auf den Haneburger! Touren auf den Säuling und den Glungezer und schließlich das Highlight des Jahres, der Tuxer Höhenweg sichern einen tollen August.

September

Im September zieht es uns hauptsächlich ins Karwendel und den Rofan, hoch über der Landeshauptstadt und dem Achensee ist es wunderschön!

Oktober

Der zehnte Montag präsentiert sich angenehm, daher wird hier noch fleißig gewandert, sei es im Inntal oder im Ausserfern.

November

Vielleicht nicht der typische Monat für eine Reise nach Venedig, hatten wir aber ideale Verhältnisse. Dazu kamen noch ein Wanderungen und die erste Skitour des Jahres, auf den Hoadl.

Dezember

Abgesehen von einer Wanderung auf die Walderalm steht der Dezember im Zeichen des kommenden Winters, und so manche Winteraktivität macht jetzt schon Spaß auf die kommende Saison!

Kombinierte Daten 2024:
Gesamtdauer: 347h
Gesamtstrecke: 2.070 km
Höhenmeter: △ 68.906m / ▽ 94.711m

Fazit
2024 war ein wunderschönes Jahr, das kann ich mit Bestimmtheit sagen. Die vielen Touren, die ich insbesondere mit Biggi genießen konnte, werden mir lange im Gedächtnis bleiben! Und einhergehend freue ich mich schon auf das neue Jahr, das hoffentlich genau so tolle Eindrücke bringt!

Ich blicke freudig auf 2025!

Prosit Neujahr!

240810 Zusammenfasstung Inntaler Höhenweg

Der Inntaler Höhenweg war eines der Highlights dieses Jahres. Die Tour war super , das Wetter war immer fein, und wir hatten Glück mit den Hütten und auch mit den Mit-Wanderern.

Etappe I

Etappe II

Etappe III

Etappe IV

Etappe V

Etappe VI

Tourendaten (gesamt)
Gesamtdauer: 25:25 h
Gesamtlänge: 77,5 km
Höhenmeter: ∆ 5.140 m / ∇ 5.742 m

231231 Jahresrückblick 2023

2023 war ein ereignisreiches Jahr, viel ist passiert. Heuer habe ich wieder die Möglichkeit gehabt, ein paar tolle Touren zu machen, am Jahresende lasse ich das Jahr für mich gerne nochmals Revue passieren…

Salfeins

Bergsteigen
Einige Bergtouren mit feiner Begleitung hatte ich heuer, die schönste Solotour war auf die Kreuzspitze, über den Geschriebenen Stein, mit Papa, Maggo und Daniel versuchten wir den Bettelwurf und Speckkarspitze und wunderschön war die Tour mit Biggi auf die Hüttenspitze

Goetheweg

Skitouren
Skitouren beschränkten sich heuer auf ein paar Pistentouren auf den Patscherkofel und den Schartenkogel (einmal mit Letu) … also recht unspektakulär

Reisen
Reisen in verschiedenen Konstellationen haben mich heuer nach Wien, Salzburg und natürlich nach Lignano geführt…

Fahrradfahren
Das Fahrradeln hat sich auch heuer wieder, wie schon im Vorjahr, eigentlich auf den Weg von und zur Arbeit beschränkt. Vielleicht kann ich im Neuen Jahr ein wenig mehr „außertourlich“ fahren…

Canyoning
Canyoning war heuer intensiver als die letzten Jahre… zuerst wurde mir im Frühjahr eine Fortbildung vom Bergsportführerverband und eine neue Ausrüstung zuteil, gut ausgerüstet macht natürlich der Sport gleich noch mehr Spaß…
Die Touren waren dann wieder die üblichen Verdächtigen… Wiesbach, Hochalp und Stuibenfälle, einmal sogar mit meinen Arbeitskollegen

Klettersteig
Obwohl ich überschaubar viele Touren durchgeführt habe, waren doch ein paar tolle neue Sachen dabei… das Buabenwochenende in der Nähe vom Idrosee (Ferrata Sasse und Fregio, Ferrata Crench) war ein tolles Erlebnis, und auch der neue Glungezer-klettersteig mit Letu machte uns viel Spaß!

Kombinierte Daten 2023:
Gesamtdauer: 250 h
Gesamtstrecke: 1.800 km
Höhenmeter: △ 52.804m / ▽ 82.659 m

Fazit
Wieder neigt sich ein tolles Jahr dem Ende zu, und macht Vorfreude auf ein neues, junges Jahr mit vielen Abenteuern…
Ich blicke freudig auf 2024!

Prosit Neujahr!

221231 Jahresrückblick 2022

Sentiero dei Contrabbandieri

Bergsteigen
Beim Bergsteigen und Wandern kann ich heuer auf ein paar besondere Touren zurückblicken. Schlüsselerlebnis war sicherlich der Augsburger Höhenweg.
Weitere schöne Touren waren die Säulingumrundung mit Papa und Letu und die Tauernüberschreitung

Augsburger Höhenweg

Skitouren
Bei den Skitouren war ich heuer „dank“ dem Fasching nicht so fleißig, eine wunderschöne Tour führte mich mit Wolfi ins Arztal, bei schönstem Wetter. Eine andere Tour führe mich das erste Mal auf die Pleisen, wobei dies eigentlich eine Pistentour ist. Dennoch hat es sehr viel Spaß gemacht

Arztal, Pfoner Kreuzjöchl

Klettersteig
Die Begehung des Schmugglersteigs am Gardasee war das absolute Klettersteig-Highlight dieses Jahres. Und ehrlich gesagt auch eines der wenigen Kraxelabenteuer im 22er Jahr…

Sentiero dei Contrabbandieri

Reisen
Die Reisetätigkeiten waren 2022 sehr überschaubar. Der obligatorische Jahresurlaub am Meer mit der Großfamilie in Lignano ist immer sehr entspannend, weiters war ich einmal mit den Kindern übers Wochenende in Bozen

Bozen, Burg Runkelstein

Fahrradfahren
Jeden Tag mit dem Fahrrad auf die Arbeit, zumindest im Sommer schmälert den Bedarf an sonstigen Touren… ein Ereignis, das mir viel Freude bereitet hat, war die Mittelgebirgstour mit Letu

Mittelgebirgsrunde

Canyoning
Einige Canyoningtour mit Gästen konnte ich wieder durchführen. Clemens seid hier mal gedankt!
Hochalp, Wiesbachl und natürlich die obligatorischen Stuibenfälle… alles war dabei! Dennoch sind mir die Touren im Hochalp, da nicht so häufig begannen, eine besonders schöne Erinnerung

Stuibenfälle

Kombinierte Daten:
Gesamtaktivitäten: 283
Gesamtdauer: 246 h
Gesamtstrecke: 2053 km
Gesamthöhenmeter: 57.261 hm

Fazit
Einige tolle Erlebnisse hat das Jahr 2022 wieder für mich bereitgestellt. Und wenn man sich nicht immer an alle Sachen erinnert, hier tut ein Blick ins Tourenbuch immer wieder gut, damit man sich die doch ansehnliche Anzahl an Erlebnissen wieder ins Gedächtnis ruft.

220821 Wochenende in Reutte

Ursprünglich hatten wir geplant, auf den Krottenkopf in den Allgäuer Alpen zu kraxeln, dann, als der Wetterbericht nicht so respektabel ausgesehen hat, wurde die Planung zur Kreuzspitze in den Ammergauer Alpen umgebogen… doch Petrus meinte es nicht gut mit uns… zumindest zum Bergeln. Denn es hat geschüttet wie aus Kübeln.

Am Vormittag sind wir nach Füssen in den Sportmarkt gefahren, auf dem Weg dorthin konnten wir die Wassermassen am Mangfall bewundern…

Am Nachmittag beschließen Papa und ich, noch auf die Hütte zu spazieren, der Regen hat nachgelassen und so können wir ein wenig in die schöne Natur. Es hat in den letzten Stunden wirklich viel geregnet, dem entsprechend sprudeln überall die Bache… auch dort, wo sonst nie Wasser ist. Der Lettenbach in Pflach ist so ein Kandidat

Den Aufstieg zur Hütte bewältigen wir in „Null-Komma-Nix“, dort gönnen wir uns eine kleine Rast auf der Terasse, die Sonne ist nun ein wenig hervorgekommen…


Am folgenden Tag habe ich noch eine Canyoningtour, da der Wasserstand recht gut ist, freue ich mich schon drauf.
Da ich nun allerdings Auto-los bin, muss ich erst mit dem Bus ins Lechtal fahren. Das verbinde ich dann noch mit einem kleinen Spaziergang von Elmen nach Häselgehr, denn dort liegt ein Geocache, den ich mir schon lange abholen will…

Nach dem gestrigen Regentag tut die Sonne heute wieder richtig gut. Für die Natur war der Regen ein Segen, zu trocken ist das heurige Jahr bis jetzt… überall lodern die Feuer, wir in Tirol sitzen hier eh noch auf der sogenannten „Seligen Insel“

Heute steht wieder eine feine Tour im Lechtal auf dem Programm, der Wasserstand ist heute perfekt. Den Leuten macht es echt Spaß, uns Guides übrigens auch…

Nach der Tour werde ich nach Elmen gebracht, dort steige ich in den Postbus nach Imst. Von dort fahre ich weiter nach Innsbruck und Aldrans. Auch wenn die „Öffi´s“ teilweise recht lange brauchen, bin ich mittlerweile sehr überzeugt vom „autofreien“ Leben.

Ein tolles Wochenende, nicht allzu anstrengend, aber mit feinen Eindrücken!

211231 Jahresrückblick 2021

Das zweite Coronajahr hatte es in mehreren Hinsichten in sich. Auslandsreisen waren nur erschwert möglich, unser geliebtes Buabenwochenende wurde komplett abgesagt. Dennoch muss ich rückblickend sagen, dass ich ein paar wunderbare Touren

AktivitätAnzahlDistanz [km]Höhenmeter [m]
Bergsteigen3423534.871
Fahrradfahren1551.289,1618.855
Laufen54386,0511.029
Skitouren28272,8925.997
Gesamt3992.840,7591.452
Übersichtstabelle

Bergsteigen

Bergtouren konnte ich ein paar tolle machen. Mit Papa war ich auf der Kogelseespitze, eine lang gehegter Wunsch, den Weißstein zu besteigen, konnte ich auch erledigen. Und mit Wolfi bin auch auf die Naviser Sonnenspitze gewandert, auch das ein Highlight des Jahres.

Bergfeuern

Das Bergfeuern mit der Huttlerjugend, ein tolles Wochenende, das wir jedes Jahr zelebrieren, war wieder einmal toll!

Skitouren

Auch ein paar Skitouren, namentlich Hirzer mit Paul, Route Roman, die zahnige Tour mit Papa auf die Schafkarspitze, Rötenspitze mit Wolfi, mit perfektem Firn bleiben mir sicher lange im Gedächtnis.

Figln

Reisen

Ein paar Reisen sind sich auch ausgegangen, unser jährlicher Familienurlaub in Lignano (Teil 1 und Teil 2) und noch ein kleinerer Familienurlaub in der Steiermark bei Larissa waren tolle Erlebnisse.

Firmenlauf

Einmal bin ich auch über meinen Schatten gesprungen und habe bei einem Wettbewerb, nämlich dem Firmenlauf 2021 teilgenommen. Normalerweise ist das nicht meine Welt, aber er hat mit „meinem“ Team sehr viel Spaß gemacht…

Hütte

Auf der Hütte waren auch auch ein paar Mal, mähen, genießen, entspannen. Dafür ist so eine Hütte einfach perfekt!

Fazit

Obwohl das Jahr unter keinem so guten Stern gestanden ist, muss ich Retrospektive sagen, dass ich wieder viele tolle Abenteuer erleben durfte, mit guten Freunden und Verwandten! So gesehen war 2021 wieder ein sehr gutes Jahr!

210321 Rinner Alm (1.394m)

„Papa, wir müssen heute noch schnell auf die Rinner Alm“, meint Junior. „Auf dann“, sage ich, „aber heute mit Schneeschuhen“.

Die ersten Meter vom Parkplatz aus sind allerdings so dünn mit weißem Zauber bedeckt, dass die Schneeschuhe vorerst am Rucksack bleiben.

Schon bald wird die Schneedecke jedoch „schneeschuhtauglich“ und wir montieren die guten Stücke. Diese, speziell den Krallen geschuldet, erleichtern den ansonsten rutschigen Aufstieg ungemein.

Dazwischen nehmen wir die Gehhilfen für ein Stück ab, denn im dichteren Wald ist das gehen Ohne doch leichter.

Im oberen Drittel sind wir wieder froh, dass wir an die Schneeschuhe gedacht haben. Bis auf zwei Stellen ist die Aussicht auf das Inntal spärlich.

Schließlich erreichen wir die tief verschneite Rinner Alm, vor zwei Wochen noch sind wir nur auf den letzten Metern im Schnee gelaufen…

So schnell kann sich die Landschaft verändern. Bei der Hütte ziehen wir uns um, Nach einer ersten Weigerung von Letu werden militärische Seiten aufgezogen. Besser kurz kalt, als lange erkältet…

Letu testet im Anschluss noch die tief eingeschneite und ein wenig vereiste Schaukel, die er perfekt in Gang bringt.

Zu lange halten wir uns nicht auf, es ist kühl und wir können auch nicht richtig sitzen. Ein Schluck Tee wärmt uns, dann marschieren wir den selben Weg zurück ins Tal.

Runter läuft es sich nicht schlecht mit den großen Tellern an den Füßen. Es muss nur ein wenig lockerer Schnee vorhanden sein. Auf der harten Piste ist das Gehen eher unangenehm.

Dennoch müssen wir ein paar Mal auf die Forststraße ausweichen, aber am Straßenrand macht der Abstieg dennoch Spaß.

Bald erreichen wir den Eislaufplatz, ganz in der Nähe des Parkplatzes. Hier entledigen wir uns unserer Gehhilfen.

Die letzten Meter laufen wir dann auf der Straße zurück zum Auto. Unspektakuläre, aber schöne Runde. Hoffentlich bald wieder.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,11 km
Gesamtdauer: 3:05 h
Höhenmeter: 555 m
Lawinenwarnstufe: 1 (unterhalb Waldgrenze)

210313 Bitterlehütte

Die ersten lauen Tage dieses Jahres locken uns auf die Hütte. Wir müssen mal Stand machen und schauen, was heuer alles zu tun ist… schlussendlich kommt allerdings alles wieder einmal ganz anders.

Mama ist als Hausherrin mitgekommen, die Sonne scheint noch auf die Terrasse, daher setzen wir uns gemütlich mit einem Kaffee raus.

Letu, wie immer ruhelos, hat den Drachen mitgenommen und versucht sein Glück als „Mini-Paragleiter“. Er hüpft immer wieder hoch in die Luft, ob das allerdings am Auftrieb des Schirms liegt, wage ich zu bezweifeln.

Papa ist mittlerweile auch noch zu uns gestoßen. Allerdings ist es nicht mehr ganz so angenehm, die Sonne ist hinter einen leichten Wolkenschleier verschwunden, die ersten Anzeichen des Wetterwechsels.

Sara macht ein kleines Lagerfeuer und setzt sich mit einem Buch in die Wiese. Mama und Papa verlassen uns nun, wir bleiben heute Nacht „heroben“. Letu und ich beschließen spontan, Mama ins Tal zu begleiten, während Papa mit dem Mountainbike abdampft.

Der Abstieg ist schnell erledigt, bald erreichen wir die weitläufige Säulingwiese. Beim Abzweiger ins „Benkat“ drehen Letu und ich um, wir müssen wieder rauf die Hütte.

Beim Aufstieg zeigt ein Blick über die Schulter die ersten Schneeschauer auf der anderen Talseite, über Gehrenspitze, Bärenfalle und Schlick.

Wir erreichen die Hütte, das Lagerfeuer ist mittlerweile aus und Sara hat sich in die Hütte zurückgezogen.

Wir spielen Karten und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht, dann gibts Abendessen.

Spät schlafen wir ein, es ist kühl geworden. Im Ofen glühen die Kohlen, die braucht es heute…

In der Früh hat sich die Landschaft verändert, es ist über Nacht weiß geworden. Der Ofen ist kalt, aber nach kurzer Zeit knistert wieder ein schönes Feuer.

Als es halbwegs warm ist, kommen auch die Kleinen aus den Federn gekrochen und wir frühstücken gemeinsam.

Dann wird die Hütte noch aufgeräumt und unser Zeug gepackt. Immer wiederholende Routine, die gehört halt zum Aufenthalt dazu.

Der Schnee ist gut zu laufen, und wir müssen nicht weit gehen, denn wir sind gestern mit dem Auto hochgefahren. Die Abfahrt erfolgt unspektakulär und ohne Zwischenfälle.

Einen Einkehrschwung bei Mama rundet das gemütliche Wochenende auf der Hütte ab. Bis bald…

210118 /200119 Schartenkogel (2.311m)

Montag und Dienstag sind Nachschitouren-Tage am Glungezer, und da ich gerne in dem Gebiet unterwegs bin, machte ich da nach der Arbeit gerne eine schnelle Runde. Eine tolle Neuerung ist die Benützbarkeit der Gondel am Abend, damit entfällt die lästige Parkplatzsuche bei der „Neuen Gufel“

Die Fahrt mit der neuen Gondel macht mir jedes mal wieder kindisch viel Freude, ohne Wehmut denke ich an den langsamen Zweiersessellift zurück…

Beim Start, ich bin früh dran, sehe ich die letzten Skifahrer zusammenpacken, für die Tourengeher ist es fast noch zu Früh. Dennoch darf ich nach Rücksprache mit dem Liftpersonal auf der Piste rauflaufen.

Zügig wird Meter für Meter zurückgelegt, ich habe mir heute ein gemütliches, aber stetes Tempo vorgenommen.

Die Aussicht mit dem wunderschönen Wolkenspiel begleitet meine Schritte, im Oberland hängen noch ein paar Wolken. Aber auch am Schartenkogel und Glungezer wollen die Wolken nicht ganz weichen.

Je näher ich der Bergstation komme, desto kälter wird es, denn ein immer stärker werdender Nordwind ist aufgekommen.

Der gesamte Weg ist auf der Piste machbar, einzig eine Abkürzung gönne ich mir, diese ist ungefährlich und vermeidet ein flaches Stück…

Kurz vor dem Gipfel sehe ich surreal wirkende Felsen, die mit Schneeformen bedeckt sind, die sich ein Mensch so nicht ausdenken könnte. Wunderschön anzuschauen, besonders ist dem jetzt vorherrschenden Licht.

Kurz vor dem Gipfel wird es nochmals richtig steil, normalerweise war das immer ein für mich sehr unangenehmes Stück, heute stört es mich nicht, im Gegenteil, ich kann mich hier nochmals ein wenig aufwärmen.

Dann ist schließlich das Gipfelkreuz in Sicht, eine große Wechte hat sich hier aufgebaut. Die war das letzte Mal noch nicht vorhanden…

Es ist spät geworden, die Sonne geht schlafen und überlässt unser Landl der Nacht.

Es ist richtig kalt, mit dem Wind noch gefühlt viel mehr. Ich kühle schnell aus, mein Trinkschlauch ist eingefroren, daher halte ich mich nicht lange auf, sondern richtige mich für die Abfahrt her.

Ein letzter Blick ins Inntal und auf Innsbruck, dann setze ich meine Schwünge ins Tal…

Da ich nicht weiß, ob die Talabfahrt präpariert ist, fahre ich das letzte Teilstück wieder mit der Gondel ab. 6 Minuten dauert die Fahrt, dann erreiche ich wieder den Talboden.

Wiederum tolle Trainingstouren…

Nachtrag: Ein paar Tage später habe ich erfahren, dass am 14.01.2021 (LWS = 4) und 19.01.2021 (LWS = 3) im freien Gelände am Glungezer Lawinen mit Personenbeteiligung (Quelle: https://lawis.at/incident/) geschehen sind. Gott sei Dank ist nichts passiert, es zeigt jedoch sehr deutlich, dass die Lage aktuell angespannt ist und ein Ausweichen auf Pistenskitouren angezeigt ist.

Tourendaten Montag 18.01.2021
Gesamtlänge: 7,66 km
Gesamtdauer: 1:43 h
Höhemeter: 759 m
Lawinenwarnstufe: 4 (Altschnee / Triebschnee)

Tourendaten Dienstag, 19.01.2021
Gesamtlänge: 7,58 km
Gesamtdauer: 1:26
Höhemeter: 759 m
Lawinenwarnstufe: 3 (Altschnee / Triebschnee)

210116 Herztal-Wanderung mit Schneeschuhen

Eigentlich hat die Planung heute in der Früh ganz anders ausgesehen. Wir wollten Skifahren, ich parallel dazu eine Skitour machen. Das Material war im Auto, die Kinder angezogen, so fuhren wir spät aber doch von Zuhause los. Leider wohl zu spät. Am Patscherkofel war schon die Hölle los, also disponierten wir um. Doch was machen? Kurzentschlossen gingen die Junioren Schlittschuh laufen, und ich mit den Schneeschuhen eine Runde spazieren.

Vom Parkplatz am Eislaufplatz starte ich los, erst geht es ein paar Meter aufwärts, dann über schöne Wiesen in mit feiner Sonne eben dahin.

Der erste Teil des Spaziergangs entspricht im Übrigen dem Weg zum Goaßgogl. Da es selten so einen tollen Schnee in den Niederungen hat, ist das heute die perfekte Aktivität für mich.

Der Blick über das Inntal ist zwar nicht ganz so spektakulär wie von einem Berggipfel, aber man muss schon zugeben, dass von allen Dörfern in der Gegend Aldrans wohl den besten Logenplatz hat.

Die Bäume und Stauden sind tief verschneit, damit ergeben sich immer wieder schöne Fotomotive.

Kurz vor der Abzweigung zum Goaßgogl bleibe ich am Aussichtspunkt stehen und schau „hinab“ ins Unterland. Ein paar Wolken hängen an den Bergflanken, aber ansonsten ist das Wetter heute kaiserlich!

An der Nockspitze haben sich auch ein paar Wolken am Gipfel verfangen, lt. Wetterbericht ist es heute recht windig im Gebirge, und die Schneefahnen, die immer wieder sichtbar werden, bestätigen dies eindrucksvoll.

Im Wald habe ich diese Sorgen nicht, hier muss ich eher drauf achten, nirgends anzustoßen. Eine falsche Bewegung, und das wunderbare Weiß verwandelt sich im Nacken zu eiskaltem Wasser… eine Erfrischung, auf die ich heute verzichten kann.

Der Abstieg vom Goaßgogl ist steil, aber kurz. Gar nicht so einfach mit den Schneeschuhen, gut dass die richtige Spikes montiert haben. Die Wiese unter dem Ampasser Kirchbichl ist rasch überquert. Es sind fast keine Leute am Weg, und es ist total ruhig.

Ein kurzes Stück muss ich mir die Schneeschuhe ausziehen und über die steile Straße Richtung Herztal hochsteigen. Da aber fast keine Autos unterwegs sind, ist das kein Problem.

Nach kurzer Strecke erreiche ich die Abzweigung ins Herztal. Überall sind schon Fußspuren, nicht viele, aber immerhin. Ohne Schneeschuhe ist das ein zweifelhaftes Vergnügen.

Ich beschließe, nicht den ganzen Weg durch das schöne Herztal zu wandern, sondern zweige auf dem aktuell nicht sichtbaren Sommerweg hinauf zu den schönen Wiesen über dem Pfarrtal.

An den Bäumen sieht man sehr gut, wie der Schnee hier mit Windbeteiligung „gewütet“ hatte. Wie eine zweite Haut klebt der Schnee teilweise auf der Rinde fest.

Im Schatten ist es kalt, aber darauf war ich vorbereitet. Ein paar Mal muss ich nun vom Weg abweichen, damit ich mit den Schneeschuhen einen feinen Pfad laufen kann, doch immer wieder kehre ich auf den normalen Sommerweg zurück.

Die Sonne kommt nun immer öfter zum Vorschein, ich freue mich schon wieder auf offenes Gelände.

Der Weg öffnet sich und der Patscherkofel lacht mir schon entgegen. Nun bin ich wieder draußen auf dem Feld.

Die Aussicht ist toll, unter mir liegt das Pfarrtal, im Hintergrund die Aldranser Pfarrkirche mit dem schönen, neu renovierten Turm. Und von überall her leuchtet prächtig der frisch gefallene Schnee.

Ein letzter Blick zur Sonne, dann laufen ich den Hügel hinab zum Sportplatz. Da warten schon die Kinder auf mich. Eine feine Route, die dank dem Schnee aktuell gut mit Schneeschuhen machbar ist. Im Sommer werde ich hier mal laufen, das macht sicher auch Spaß.

Das Fazit heute: Wegen Corona muss man trotz Bewegungsdrangs den Verstand bemühen. Wäre Skifahren heute sicher unsere bevorzugte Betätigung gewesen, war es meiner Meinung nach dennoch schlau, eine ruhigere Tätigkeit auszusuchen. Das haben wir getan, und jeder war glücklich…. was will man mehr!

Tourendaten
Gesamtlänge: 3,7 km
Gesamtdauer: 1:15 h
Höhenmeter: 180 m
Lawinenwarnstufe: 4