Archiv des Autors: Wisse

171020 Meissnerhaus – Viggarspitze (2.306m) – Patscherkofelschutzhaus

Nach einer erholsamen Nacht gönnen wir uns ein rudimentäres, aber gutes Frühstück auf der Hütte, bevor wir uns an die Planung des Tages machen.

Ursprünglich wollten wir auf den Morgenkogel, doch nun, vor Ort, entscheiden wir uns zur Viggarspitze zu gehen.

Die Sonne auf der Südseite ist einfach zu verlockend.

Wir wandern erst den gleichen Weg, den wir gestern gekommen sind, bis zur Boscheben-Hütte zurück.

Doch anstatt Richtung Westen, also zum Kofel zu gehen, gehen wir am Zirbenweg Richtung Viggarspitze. Das Wetter ist kristallklar…

Schon bald müssen wir den Zirbenweg verlassen, denn der Steig auf die Viggarspitze zweigt hier ab. Immer besser wird die Aussicht…

In gemütlicher Steigung haben wir schon bald den höchsten Gipfel vom Gemeindegebiet Aldrans erreicht. Gar nicht so viel los, bei dem Kaiserwetter.

Von hier aus haben wir einen wunderschönen Ausblick auf den Innsbrucker Kessel, aber auch auf die Tuxer, Stubaier und natürlich ins Karwendel. Die Sicht ist gut, aber mittlerweile nicht mehr perfekt. Zu lange schon hat es nicht mehr geregnet oder gewindet, ein wenig Dunst liegt in der Luft.

Wir rast ein wenig auf der Aussichtskanzel, dann wandern wir weiter, zuerst noch ein paar Meter Richtung Glungezerhütte, dann zweigt ein unscheinbarer Weg ab, der uns um die Viggar- und Neunerspitze zurück zum Zirbenweg bringt.

Zwei kurze Stellen sind mit Vorsicht zu genießen, denn hier liegt schon harter Schnee, der zum Rutschen verleitet.

Nach einer guten Stunde erreichen wir den wunderschön ausgebauten Zirbenweg, der uns vorbei an schönen Wäldern und Hütten, zum Patscherkofelschutzhaus bringt.

Nun wird es doch noch mal eine Fahrt mit der „alten Dame“ geben, denke ich mir.

Viele Leute nützen noch die letzte Change aus, die historische Bahn zu verwenden.

Schon Mitte Dezember soll die neue Bahn ihren Betrieb aufnehmen. Dann werden nur noch die Bilder der Olympiabahn existieren.

Im Tal schließen wir die schönen zwei Tage noch mit einem Getränk in der Sonne ab. Torsten und Niko haben noch eine lange Fahrt vor sich, daher heißt es bald Abschied nehmen.

Danke an alle für die wunderschönen zwei Tage, die wir miteinander verbracht haben. Mir es es sehr viel Spaß mit euch gemacht!

Tourendaten
Gesamtlänge: 11,39 km
Gesamtdauer: 4:58 h
Höhenmeter: 956 m

Route

171019 Vom Patscherkofel (2.246m) zum Meissnerhaus

Mit Freunden aus Deutschland geht es heute bei bestem Wetter nach der Arbeit vom Schutzhaus auf dem Patscherkofel zum Meissnerhaus. Dort wollen wir übernachten.

Wir fahren mit der Pendelbahn hinauf zum Schutzhaus. Das wird wohl auch die letzte Fahrt für mich sein, denn die Pendelbahn wird kommendes Wochenende nach fast 90 Jahren eingestellt.

Auf die Frage, wie es dem Liftangestellten geht, bekommen wir eine doch recht überraschende Antwort: „Ja, moanscht, i plear dem alten Graffl noach?“. Nach weiteren nicht besonders positiven, dafür aber umso amüsanteren Kommentaren erreichen wir die Bergstation.

Wir wandern zuerst hinauf zum Gipfelplateau des Kofels, wo zwar keine Gastronomie offen, aber dafür die Aussicht heute umso phantastischer ist.

Wir setzen uns eine Weile hin und genießen die Fernsicht, dann machen wir uns auf den weiteren Weg. Da wir vor der Dunkelheit auf der Hütte sein wollen, dürfen wir nicht trödeln.

Über den Osthang gehen wir zuerst bis zum Berggasthaus Boscheben, von dort geht dann der Steig hinab ins Viggartal. Ein sehr angenehmer Steig zieht den Berg hinunter, der uns immer wieder schöne Blicke ins Tal eröffnet. Die Hütte haben wir auch schon gesehen.

Unterwegs treffen wir noch auf 2 Wanderer, später stellt sich heraus, dass die Zwei auf Boscheben an einem neuen Abwasser- und WC-System arbeiten.

Bald schon erreichen wir die Hütte, die uns im letzten Abendlich entgegenleuchtet.

Toll, wenn man am Ziel ankommt. Als erstes gönnen wir uns ein Bier auf die Wanderung, schon bald kommt das Abendessen, Frittatensuppe, gefolgt von einem Riesenschnitzel. So lässt es sich leben.

Nach einem feinen Abend gleiten wir zufrieden ins Reich der Träume.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:50 h
Gesamtlänge: 5,06 km
Höhenmeter: 315 m

Route:

171018 Seefelder und Reither Spitze (2.374m)

Heute habe ich mir freigenommen, denn das Wetter soll super werden. Zeitig in der Früh fahre ich mit dem Bus erst zum
Hauptbahnhof und dann mit dem Zug nach Seefeld. Die Reither Spitze hat’s mir angetan.

Vom Bahnhof gehe ich zuerst zum Parkplatz des Rosskopfliftes, dann folge ich recht langweilig der Forststrasse zur Rosshütte.

Warum? Weil es da ein paar Geocaches auf den Weg gibt, deshalb.

Bald erreiche ich die Rosshütte, dort beginnt auch der interessante Teil der Wanderung.

Zuerst gehts hinauf zum Seefelder Joch, die Aussicht ist hier schon unglaublich, aber es wird immer besser.

Der erste Gipfel ist die Seefelder Spitze, fast alleine sitze ich auf dem sonst überlaufenen Gipfel. Ein Graubündner bittet mich, ein Foto zu machen. Natürlich helfe ich ihm gerne. Dafür macht er auch eines von mir.

Ich gönne mir eine kleine Jause, dann will ich weiter gehen. Halt, ruft mir jemand nach, bitte nich ein Foto machen. Ja, bin ich denn Berufsfotograf? Ich lasse mich dennoch erweichen und knipse die Nächsten. Jetzt aber schnell weg…

Der Weg hat von der Seefelder Spitze aus ein wenig vereist ausgeschaut, meine Befürchtungen bestätigen sich allerdings nicht. Sehr angenehm zu gehen ist der weitere Weg.

Bald schon erreiche ich das kleine Joch, nun steilt der Weg auf und das Gipfelkreuz der Reither Spitze ist nicht mehr weit.

Schon bald stehe ich auf dem Gipfel, dem höchsten des heutigen Tages.

Ich mache eine ausgedehnte Pause am Gipfel, füttere die Dohlen, die mir sprichwörtlich aus der Hand fressen. Manchmal tut das richtig weh, dank der Krallen.

Nach verdienter Rast mache ich mich wieder auf ins Tal. Zuerst komme ich auf die Nördingerhütte, dann beginnt der steile Steig hinunter nach Seefeld.

Eine echte Innsbrucker Spur ist das, steil, steiler, am steilsten.

Auf dem Weg liegt eine Guffel, da muss ich natürlich rein schauen.

Die Färbung des Waldes ist wunderschön, mir geht das Herz auf.

Irgendwann stehe ich auf einer vermeintlichen Halde.

Nach kurzer Nachschau sehe ich, dass ich richtig liege. Die Bergbauspuren sind noch gut sichtbar. Na, der Kurs bei Peter Gstrein hat doch was gebracht.

Nun wird der Weg immer sanfter, bald geht er über in einen Forstweg. Vorbei an der Reither Alm gehe ich wieder Richtung Rosshütte und dann weiter ins Tal. Bald schon erreiche ich den Ausgangspunkt, den Bahnhof von Seefeld.

Geschwind hole ich mir noch eine Dose Bier für die Zugfahrt, eine Hütteneinkehr ist sich leider nicht ausgegangen.

Die Zugfahrt ist kurzweilig, zwei Rentner lassen das 20e Jahrhunders Revue passieren. So lustig…

So geht ein wunderschöner Wandertag um, mit vielen Eindrücken und einem klaren Kopf. So soll es sein…

Tourendaten
Gesamtlänge: 17,93 km
Gesamtdauer: 6:50
Höhenmeter: 1.622 m

Route

171015 Um den Wildsee (Seefeld)

Das wunderschöne Herbstwetter muss man ausnutzen, soviel steht fest. Und da es auf dem Weg nach Reutte liegt, beschließen wir mit Oma eine Wanderung in Seefeld zu machen.

Wir wandern um den Wildsee, der direkt neben der Ortschaft liegt. Wir sind nicht die Einzigen, die diesen Einfall hatten, soviel steht fest.

Trotzdem ist es einfach nur schön und gemütlich, um den See herumzuwandern. Ein paar Geocaches liegen für mich auch auf dem Weg, das macht die Sache zusätzlich spannend.

Unterwegs sehen wir fast zahme Eichhörnchen, denen wir eine Weile zusehen, fangen läßt sich aber dann doch keines…

Ein Stückchen weiter können wir noch ein paar Meisen füttern, die so zahm sind, dass sie sogar auf die Hände der Kinder fliegen. Ein tolles Erlebnis.

Im Hintergrund lacht immer wieder die Reitherspitze zu uns herunter. Das wäre auch mal ein schönes Ziel für mich.

Nach der Wanderung spielen wir noch eine Runde Minigolf, Letu stellt sich als richtiges Talent heraus.

Und zu guter Letzt genießen wir noch eine Erfrischung im nahe gelegenen Gasthaus. Für jeden war was dabei, an diesem perfekten Herbsttag.

Tourendaten
Gesamtlänge: 4,75 km
Gesamtdauer: 3:30 h
Höhenmeter: 233 m

Route

171014 Durch das Höttinger Bergbaugebiet

Nachdem ich erfolglos 2 Jahre versucht habe, eine Anmeldung beim Kurs der Volkshochschule zum Thema „Bergbaugebiet Hötting“ zu erwirken, hat es heuer endlich geklappt. Zwei der begehrten Plätze konnte ich für Papa und mich ergattern.

Wir treffen uns für die Rundwanderung am Wanderparkplatz beim Planötzenhof. Nachdem wir fast komplett sind, machen wir uns zunächst auf, Richtung Höttinger Bild.

Wir finden, dank der fleißigen Hinweise von Peter Gstrein, dem Leiter des Kurses, immer wieder Spuren vom ehemaligen Bergbau in diesem Gebiet.

Interessanterweise bin ich schon öfter hier vorbeigekommen, wäre aber nie auf die Idee gekommen, dass es sich hierbei um Halden und Pingen ehemaliger Bergwerke handelt.

Auch das Höttinger Bild, das auf einer ehemaligen großen Halde steht, wurde vermutlich als Nachfolgebau einer Bergknappenkapelle in eben diesem Gebiet erstellt. Heute zeugen noch 4 Heilige am Alter in der Kapelle von der montanen Geschichte.

Direkt hinter der Kapelle ist eine Pinge mit dem ehemaligen Mundloch zu sehen, links davon ein zweiter Anschlag in die Grube, der jedoch auch nur mehr erahnt werden kann.

Nach ein paar erklärenden Worten wandern wir weiter, auf Spurensuche nach weiteren Bergstollen. Schon nach wenigen Schritten sehen wir eine weitere Pinge mit den Spuren eines weiteren Mundlochs. Trotz kleiner Halde hat Peter eine gute Erklärung, warum gerade dieser Stollen sehr ergiebig gewesen sein Muss. Da auf einer Halde nur taubes Gestein liegt, wurde vermutlich einfach viel gutes Material abgefahren und verhüttet.

Der montane Krimi geht weiter, als Peter uns erklärt, dass es sich jedoch nicht um den Fundbau handelt, sondern dass der Fundbau weiter östlich zu finden ist. Bald schon haben wir diesen Teil des Bergwerks gesichtet, auch hier ist ein Betreten der ehemaligen Anlagen nicht mehr möglich, da das Mundloch nur noch erahnt werden kann. Nachdem Peter uns die Überlegungen hinter diesem Bergbaugebiet erklärt hat, macht die Lage der einzelnen Stollen plötzlich Sinn: Der Fundbau ist zu den weiteren Bergwerken versetzt, weil die Bergleute feststellen mussten, dass die Vererzung  eben weiter westlich ist.

Als ein Highlight des Tages können wir uns das Bergwerk „Weinberg III“ anschauen, das heute als Trinkwasserquelle für Innsbruck dient. Der Zugang ist strickt kontrolliert. Unter Tage zeigt uns Peter dann allerlei Techniken des alten Bergbaus. Von der Feuersetzung bis zu den Schremmspuren sehen wir die Verfahren, geschlossen, wie die Sprengung in der Fachsprache der Bergleute heißt, wurde hier fast nicht mehr, da der Bergbau vor der Etablierung der Sprengungen eingestellt wurde.

Nach ein er gemütlichen Pause beim Mundloch machen wir uns weiter zum nächsten Bergrevier, nämlich dem von Gramart. Auf dem Weg dorthin erklärt und Peter immer wieder interessante Episoden aus seinem Berufsleben als Geologe.

Bald erreichen wir das Bärenloch, einem noch sichtbaren Mundloch, das jedoch nach wenigen Metern verstürzt ist und daher nicht mehr befahrbar ist. Dennoch ist das schiere Ausmaß dieser Anlage schon beeindruckend. Eine sehr große Pinge vor dem Mundloch zeugt von reger Tätigkeit. Manch dieser Stollen reichten hunderte Meter in der Berg hinein.

Ein weiteres interessantes Detail zeigt uns Peter gleich im Anschluss. Ein Baum, der wie eine Spirale gewachsen ist, mit einem „Linksgewinde“. Laut Messungen des Geologen könnte es sich hier um eine Reaktion auf Erze im Boden handeln.

Wir verlassen nun das Höttinger Bergbaurevier und gehen fast nahtlos ins Gramarter Bergbaugebiet. Dort ist auch einmal ein sehr großer und wahrscheinlich einträglicher Bergbau vorhanden gewesen, aber auch hier können die ehemaligen Reichtümer nur mehr erahnt werden. Nichts desto trotz, wenn man sich ein wenig umsieht in der Natur, gibt es wahnsinnig viel zu entdecken.

Bald erreichen wir wieder die „Zivilisation“, ein wenig unterhalb des Höttinger Steinbruchs erreichen wir die Straße. Von hier geht es über kleine Wege und Sträßchen, vorbei an weiteren Mundlöchern, die jedoch für die Wasserversorgung gut in Stand gestellt wurden, das Ufer des Inns.

Hier gehen wir eine Weile der Straße entlang und erreichen bald das „Heimgartl“. Hier erwartet uns das Highlight dieser Tour.

Wir fahren wieder in den Berg ein. Zuerst einmal besichtigen wir die ehemalige Bunkeranlage aus dem zweiten Weltkrieg. Ein riesiges Areal, das jedoch niemals fertiggestellt wurde. 40.000 Menschen sollten hier Unterschlupf vor dem Bombeninferno Schutz finden.

Das wären mehr Menschen gewesen, als überhaupt in Innsbruck gelebt haben. Doch da Innsbruck in dem Hilter-Konzept der „Alpenfestung“ eine große Rolle angedacht war, machen auch die größeren Bunker Sinn.

Nie fertiggestellt, wurde die Bunkeranlage irgendwann von einem Champion-Züchter übernommen. Leider ging dieser nach ein paar Saisonen bankrott und musste die Zucht wieder aufgeben. Seitdem stehen die riesigen Anlagen leer und werden vom Zahn der Zeit angenagt. Zur Zeit wird das Anwesen über willhaben.at veräußert, sollte wer Interesse haben. Ganz ohne wird das wohl nicht sein…

Doch das eigentliche Highlight wartet fast am Schluss der Bunkeranlage. Der Maximilianstollen. Eines der größten finanziellen Debakel der Bergbaugeschichte Tirols, hat der Maximilanstollen einen faszinierenden Hintergrund.

Auf der Suche nach der „Gottesgabe“ wurde dieser Stollen angeschlagen. Über 600m wurde dem Berg millimeterweise der Stein abgerungen, dann wurde der Bau eingestellt. Man war nicht auf den ersehnten Bergsegen gestoßen. Heute vermutet man, dass diese „Gottesgabe“ wahrscheinlich erst in ca. 2400m erreicht worden wäre. Also noch 4 mal so weit zu graben gewesen wäre.

Der Stollen selber ist, obwohl komplett manuell mit Hammer und Meißel geschlagen, von einer makellosen Perfektion. Fast über die gesamte begehbare Länge ist der Stollen mustergültig ausgearbeitet, die Wände schön gearbeitet.

Dennoch war die ganze Arbeit umsonst, das Geld, das in der Bergbau hier floss, kam nie mehr zurück.

Auf dem Rückweg gehen wir nochmals durch die weitläufigen Flügel des Bunkers, dann sehen wir wieder das Tageslicht beim Heimgartl.

Nach ein paar Schritten in der Wärme erreichen wir das Gasthaus Dollinger, in dem wir uns noch ein Bier gönnen und den interessanten und langen Tag Revue passieren lassen.

Tourendaten
Gesamtlänge: 7,69 km (ohne Stollenbefahrung)
Gesamtdauer: 6:49 h
Höhenmeter: 543 m

Route

171011 Rundflug übers Oberland und Ausserfern

Nach gefühlten 2 Jahren schaffen wir es endlich, mein wundervolles Geburtstagsgeschenk einzulösen. Ein Rundflug mit einem kleinen Flieger. Obwohl das keine Bergtour ist, ist es doch spannend, da man von „oben“ neue Ziele ausmachen kann.

Die Kinder fliegen mit mir mit, wissen aber beim losfahren von zu Hause noch nichts von ihrem Glück. Am Flughafen angekommen, ist Sara natürlich sofort im Bilde… „wir fliegen mit einem Sportflieger, juhu!“.

Die Aufregung ist groß, doch dann dauert es doch noch eine Weile, bis wir endlich die Freigabe bekommen, denn beim Security-Check gibt’s mehr zu tun als gedacht.

Dann endlich ist es soweit, wir steigen in das Flugzeug, Christian, unser Pilot stellt sicher, daß die Kinder korrekt „verstaut“ sind. Noch ein kurzer Check mit dem Tower, dann können wir abheben.

Das Wetter ist super, Turbulenzen sind so gut wie ausgeschlossen. Zuerst fliegen wir an der Martinswand entlang, und dann über Seefeld ins Gaistal. Linkerhand erhebt sich der mächtige Bergstock der Hohen Munde. Ein Wahnsinnsausblick…

Über Ehrwald erreichen wir Zwischentoren und den Heiterwanger See, schon bald kommen die Tannheimer Berge und die Ruine Ehrenberg ins Blickfeld.

Über dem Talkessen Reutte machen wir eine Schleife, fliegen genau über den Hüttenbichl und dann weiter ins Lechtal. Die „heiße“ Kurfe macht vor allem den Kindern viel Spaß.

Wir gewinnen bald an Höhe, Christian lässt mich auch mal ans Steuer.

Über die Knittelkarspitze in den Lechtaler Alpen fliegen wir nach Nasserreith und dann gleich weiter ins Ötztal.

Nun befinden wir uns auf ca. 4000m, die Berggipfel unter uns sind dennoch zum Greifen nahe.

Bald erreichen wir die Ötztaler Gletscher und drehen in einer Schleife wieder zurück Richtung Inntal. Die Fernsicht ist super, wir sehen sogar die Dolomiten in Südtirol.

Bei Sautens erreichen wir wieder das Inntal, nun geht es rasch über die die Inntaldörfer weiter ins westliche Mittelgebirge.

Ein kleines Flugmanöver für die Kinder macht nochmals gute Laune auf den „billigen Plätzen“. Da wir relativ hoch sind, muss unser Pilot nun einen steilen Sinkflug einleiten. Das schlägt den Kindern auf die Ohren.

Eine Schleife über Aldrans bringt uns dann auf Kurz zum Flughafen. Eine Musterlandung bringt uns wieder auf den geliebten Boden.

Danke an alle, die diesen Flug möglich gemacht haben, es hat uns sehr viel Spaß gemacht.

Route:
Flugroute

171007 Mühlauer Klamm

Das gute Wetter nutzend, beschließen wir, in die Mühlauer Klamm zu wandern. Wir starten direkt in Mühlau, beim Arzler Friedhof.

Zuerst sanft steigend, führt uns der Weg durch wunderschöne Herbstwälder, die Farben sind zu dieser Jahreszeit immer ein Wahnsinn.

Auf dem Weg gibt es viel zu entdecken, im Wald hat irgendwer sogar ein großes Tippi aus Ästen gebaut.

Bald steilt der Weg ein wenig auf, doch unser Ziel, die Lawinenverbauung in der Klamm erreichen wir bald.

Von der Aussichtsplattform haben wir eine wunderschöne Aussicht auf Innsbruck, und die Sonne schickt uns heute nochmals ihre wärmenden Strahlen.

Über die Teehütte gehen wir weiter zum Aussichtspunkt „Teufelskanzel“ und dann weiter durch den bunten Laubwald bis zum Auto.

Kurz vor dem Auto spazieren wir noch durch das Fuchsloch, ein Feuchtbiotop, das in den letzten Jahren wieder reaktiviert wurde.

Schlußendlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt, nächste Station für heute ist das Schwimmbad, das haben sich die braven Wanderer jetzt verdient.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 4.39 km
Höhenmeter: 280 m

mühlau

170923 Dragör (Dänemark)

Heute ist der Tag der traditionellen Radtour von Daniel. Einmal im Jahr macht mein Bruder eine Traditionstour zum kleinen Fischerdörfchen Dragör, um dort Fisch & Chips zu essen… aber eben nicht nur. Die Tour wird mit dem Fahrrad gemacht, und darauf freue ich mich schon sehr.
Wir schnappen uns die Räder, Daniel überlässt mir seinen Flitzer, und er nimmt ein altes Notfallfahrrad.

Direkt vor der Haustür starten wir zuerst Richtung Süden, zuerst noch durch die Stadt. Aber schon nach ein paar Minuten lichten sich die Häuserreihen und wir erreichen offeneres Gebiet.

Durch den Valbyparken hindurch erreichen wir die Küste, dieser entlang am Kystagerparken vorbei sehen wir schon die Autobahnbrücke, über die wir nach Amager rüberfahren.

Ab hier sind wir komplett in der Natur, immer entlang der Küste geht es immer weiter in den Süden. Da wir in der Nähe des Flughafens sind, hören wir immer wieder die großen Passagiermaschinen über unsere Köpfe rauschen.

Ansonsten ist es angenehm ruhig und entspannt hier.

Immer wieder bleiben wir für die vielen Geocaches, die hier verlegt sind stehen. Bei einer Station, wir suchen eine Weile, stellt Daniel fest, dass er einen „Patschen“ hat. Keine Luft mehr im Reifen… und das mitten im Naturschutzgebiet. Also in die nächste Siedlung müssen wir es wohl oder übel so schaffen. Aber mein Bruder ist hier hart in Nehmen, sowas kann die Traditionstour nicht stören.

Wir müssen nun weg von der Küste, ein wenig querfeldein, dann erreichen wir unser Ziel, Dragör.

Ein wunderschönes, kleines Fischerdörfchen, mit sehr schönen strohgedeckten Häusern.

In einem kleinen Imbisslokal gönnen wir uns einen frischen Backfisch mit Pommes. Obwohl es nicht sehr warm ist, hält man dank Windstille den Garten doch ganz gut aus.
Im Ort finden wir keinen Fahrradladen, daher muss Daniel wohl oder übel mit dem „Flat tyre“ weiterfahren. Wir schauen uns in der Nähe des Dorfes noch eine Bunkeranlage an.

Dieses Verteidigungswerk ist heute in ein Hotel umfunktioniert, die Bunker selber kann man aber noch frei begehen.

Am Westende des Flughafens vorbei erreichen wir den Nordzipfel von Amager, dann biegen wir auch schon wieder ab in Richtung Stadt. Quer durch Kristiania fahren wir direkt ins Zentrum.

Bei der Papierinsel treffen wir Bettina, wir haben ausgemacht, hier noch etwas zu essen. Allerlei leckere Sachen gibt es hier, Daniel und ich entscheiden uns schlussendlich für einen Burger.

Sehr lecker…
Der Weg zur Wohnung führt uns dann auch schon bekannten Wegen zurück.

Tourendaten
Gesamtlänge: 55,4 km
Gesamtdauer: 9:00 h
Höhenmeter: 301 m

Route

170922 Kopenhagen

Nachdem wir richtig lange ausgeschlafen haben, machen sich Daniel und ich auf, die Nähe der Wohnung, in Valby nach Geocaches zu durchforsten. Die erste Station ist die „Jesuskirken“, die wir besuchen.

Der Bau ist zwar noch nicht so alt, aber beeindruckend. Die Kirche wurde 1891 von Carl Jacobsen und Carlsberg im Stile der alten italienischen Kirchen erbaut.
Da Daniel nach dem Kirchenbesuch noch etwas zu arbeiten hat, trennen wir uns hier und ich mache mich auf, mit dem Fahrrad eine kleine Runde durch die Hauptstadt Dänemarks zu machen.

Mit dem Rad kommt man ja ganz nett rum, daher kann ich einige Bereiche der Stadt abklappern.

Von Valby fahre ich über Umwege nach Vesterbro, vorbei am Herz in der Mitte der Straße, neben dem afrikanischen Shop.

Weiter geht’s am „Sankt Jörgens Sö“, einem künstlich angelegten See vorbei, und schließlich erreiche ich die Knippelsbro, eine Brücke im Herzen von Kopenhagen.

Der lustige Name der Brücke rührt vom ersten Brückenmeister (Brückenaufseher), Hans Knip, aus dem Jahre 1641 her.

Nächste Station ist das touristische Herz und auch früher der zentrale Punkt der Stadt, der Nyhavn, der neue Hafen. Neu ist der Hafen nicht, das ist einer der ältesten Häfen in Kopenhagen.

Wunderschön liegen die kleinen Schiffe inmitten von bunten Häusern. Größere Kähne haben hier keinen Platz, daher hat der Hafen auch keine Bedeutung als traditioneller Anlegepunkt. Hier wohnte auch Hans Christian Anderson, der berühmte Märchendichter eine Weile.

Am Nyhavn treffe ich auch Daniel wieder, der nun seine Arbeit abgeschlossen hat. Wir spazieren noch eine Weile zwischen hunderten Touristen herum. Auch an einem Museum, das mit einer aktuellen Fassadenausstellung an die Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gedenkt, kommen wir vorbei.

Da uns der letzte Abend doch ein wenig in den Knochen steckt, fahren wir nach Hause und genießen einen gemütlichen Fernsehabend.

Tourendaten
Gesamtlänge: 16,3 km
Gesamtdauer: 3:00 h
Höhenmeter: 70 m

Route
kopenhagen

170921 Kopenhagen

Nachdem ich dienstlich in der Nähe von Kopenhagen zu tun hatte, bot es sich an, noch ein paar Tage anzuhängen und bei Daniel, meinem Bruder in Kopenhagen zu urlauben. Schon der Start, in Hillerode, ist sehr interessant.

Am Abend, nach getaner Arbeit, spazieren wir ein wenig in der Stadt herum. Ein gemütlicher Flecken Erde, mit einem sehr sehenswerten Schloss, Frederiksborg.

Wir spazieren durch den Park rund um das Schloss, wahrscheinlich die interessantest Variante, diesen Prunkbau zu erleben.

Da es schon am Abend schlägt, ist die Stimmung wunderbar.

Am nächsten Nachmittag, wir müssen bis Mittag arbeiten, ist es dann soweit, ich steige bei Daniel in Kopenhagen ab, und werde hier die nächste 3 Tage verbringen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause in der Wohnung machen wir eine kleine Erkundungstour durch die Stadt. Da Kopenhagen die Hauptstadt der Fahrräder ist, machen wir das stilecht mit älteren Drahteseln. So gefällt mir das.

Am Abend ist zufälligerweise der „Stammtisch der Deutschsprachigen“, an dem ich auch teilnehmen kann.

Dort treffe ich meinen alten Volkschulfreund Thomas, der mittlerweile auch in Kopenhagen lebt. Die Welt ist doch klein…

Natürlich fließt das Bier in Strömen und spät, aber zufrieden sinken wir ins Bett.