Archiv der Kategorie: Familienausflug

181020 Koflerjoch (1.861m)

Da der Herbst den Sommer heuer an Genialität ausstechen will, hat es uns bei Kaiserwetter wieder in die Berge getrieben. Und auf unsere Hütte.

Am Vortag, am Freitag, sind wir am Abend nach Reutte gekommen, aber für die Hütte war es dann schon zu spät, daher sind wir bei der Oma geblieben. Gleich in der Früh, nach einem wunderbaren Frühstück sind wir dann auf die Hütte.

Die Sachen waren gleich eingelagert, die Bergstiefel geschnürt, also los, rauf auf das Koflerjoch

Den ersten Teil müssen wir wie letztes Mal auf der Forststrasse überwinden, dann beginnt der schöne Steig. Zuerst gehts hinauf aufs Pflacher Älpele, dann weiter hinauf zum Sattel vor dem Joch.

Hier haben wir eine schöne Aussicht auf den mächtigen und uns wohlbekannten Nachbarn, den Säuling.

Ein paar Meter müssen wir noch aufwärts gehen, dann erreichen wir unser erstes Ziel, den Zunterkopf (1.726m).

Spektakuläre Tiefblicke eröffnen sich hier von dem relativ selten besuchten Kopf. Uns störte nicht, wir genießen die Ruhe und gönnen uns eine gute Jause.

Nach einer ausgedehnten Rast gehen wir in ca. 30 Minuten hinauf zum Koflerjoch, unserem Tagesziel.

Auch hier machen wir eine feine Pause, genießen die Aussicht und ein wenig Faullenzerei!

Als nächste steht die Dürrnberger Alm auf dem Programm. Aber um dorthin zu kommen, müssen wir noch über die Satterköpfe absteigen. Überraschend schnell haben wir die zwei kleinen Gipfel hinter uns gelassen, und schon im nächsten Moment jubeln die zwei Kinder: „Wir sehen die Alm!“

Hier können wir uns ein Erfrischungsgetränk und einen leckeren selber gemachten Kuchen.

Die Sonne scheint angenehm auf die Terrasse, leider weht ein Unangenehmer Wind, der uns leise daran erinnern, welche Jahreszeit schon vor herrscht.

Also packen wir wieder unsere sieben Sachen, das letzte Mal heute, und machen uns auf den Weg zu unserer Hütte. Den Weg, den ich mir aus der Karte gesucht habe, war nicht ganz richtig. Ein totes Ende zeug davon, dass dieser Weg nicht mehr existiert.

Schöne Passagen, die schon lange nicht mehr besucht habe, finden wir auf dem Weg. Auch den Felssturz am Alten Forstweg entdecken wir, dieser kann uns aber nicht mehr aufhalten, wir klettern einfach über den Verbruch.

Schluss endlich erreichten wir unseren Forstweg, der uns direkt zur Hütte führt. Die Freude ist groß, als wir endlich unser Domizil erreichen. Der Grill wird gleich angefeuert, bald schon brutzeln die Bratwürste und lassen uns das Wasser im Munde zusammen laufen.

Das Essen schmeckt nach einem solchen Wandertag natürlich besonders gut, über die Nachtruhe müssen wir heute auch nicht lange streiten, weil schon liegt die Jugend im Bett

Tourendaten
Gesamtdauer: 5:16 h
Gesamtlänge: 13,89 km
Höhenmeter: 1.01

181014 Säuling (2.048m)

Nach einer feinen Nacht auf der Hütte ist heute um 7:00 Uhr Tagwache. Das fällt nicht jedem leicht, am Wochenende so Früh aus der Kiste zu hüpfen, aber wir wollen heute auf den Säuling wandern, gemeinsam mit der Oma, die später zu uns stoßen wird.

Zuerst einmal muß natürlich gut gefrühstückt werden, damit wir auch genügend Kraft für den Tag haben

Wir starten zuerst ein Stück auf dem Forstweg, dann queren wir zum viel schöneren Steig auf den Säuling, der sehr angenehm durch den Wald führt. Der Wald hat ein paar extrem alte Bäume aufzuweisen. Die Oma erinnert sich noch an Zeiten, als der Säuling fast ohne Bäume war…

Bald schon erreichen wir das Säulinghaus, das immer eine gute Einkehr verspricht. Vielleicht schauen wir später noch vorbei, jetzt müssen wir mal weiter. Der Wind ist ein wenig stärker geworden, föhnig blast der Himmelsodem über die Berge…

Der Weg durch die Wand schaffen wir einwandfrei, wobei der Fels unter den hunderten und tausenden Wanderschuhen schon gelitten hat, und zum Teil so glattpoliert ist, daß man sich manchmal fast drinn spiegelt.

Am Sattel angelangt kommen wir in den Genuß der Sonne. Der Wind und der Schatten auf der Aufsteigsseite hat uns ganz gut ausgekühlt, aber jetzt geht es wieder, im Angesicht der Sonne am Firmament. Das Panorama vom Sattel sucht auch seinesgleichen…

Während Oma, Sara und Letu es sich in der Sonne gemütlich machen und dem Wind ausweichen, beschließe ich, noch schnell auf den Gipfel raufzugehen. Es ist ja nicht mehr weit. Schon nach ein paar Schritten befinde ich mit auf der Leeseite des Windes, hier ist es relativ warm für die Jahreszeit. Bald schon stehe ich auf dem Gipfel. Hier verweile ich nur kurz, denn ich möchte auch noch zum eigentlichen Gipfel des Säulings, der 80m östlich, zwar nur mit kleinem Gipfelkreuz, aber dafür mit der echten Höhe.

Lange bleibe ich nicht auf dieser windigen Kanzel, schon bald treibt es mich hinunter zum Sattel, dort treffe ich mich wieder mit der lustigen Wanderschaft… ein kurzer Schluck aus der Wasserflasche und ein Müsliriegel, dann machen wir uns auf den Abstieg durch die Felswand.

Nun sind schon wesentlich mehr Leute am Wege, die das heutige gute Wetter ausnutzen. Zum Glück sind wir früh genug losgegangen…

Auch im Abstieg machen sich die Zwerge sehr gut, und auch die Oma ist noch sehr rüstig und bergtauglich, obwohl sie schon lange nicht mehr auf dem Berg war.

Bald schon erreichen wir wieder das Säulingshaus, eine Einkehr haben wir uns heute redlich verdient. Wieder einmal haben wir Glück, eigentlich ist die Hütte wegen Umbauarbeiten geschlossen, aber auf der Terrasse haben wir noch Platz und bestellen uns was zu trinken.

Nach kurzer Rast brechen wir wieder auf, es geht über den Steig, dann über die Forststraße wieder retour zur Hütte, das Ganze natürlich im Sauseschritt…

Bei der Hütte packen wir rasch unsere Siebensachen, denn wir sind hungrig und im Tal hat meine Schwester uns gutes Essen zubereitet.

Letu ist scheinbar noch nicht ganz ausgelastet, während wir mit dem Auto ins Tal fahren, will er unbedingt den Forstweg noch mit seinen neuen Schuhen ablaufen. Also geben wir ihm ein wenig Vorsprung, dann fahren wir auch los. Auf dem Weg finden wir den Junior nicht mehr, ein Wanderer meint auf meine Frage nur: „Der Kleine ist gerade vorhin wie der Blitz vorbeigelaufen!“. Bei der Schranke entdecken wir den Spaßvogel dann, wie eine Fledermaus hängt er an ebendieser…

Ein wunderschöner Wandertag war das mal wieder, mit sehr feiner Gesellschaft und wunderschöner Umgebung.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:30 h
Gesamtlänge: 10,75 m
Höhenmeter: 963 m

180929 Sellesköpfe (1.644m)

Heute steht ein Ausflug mit Oma und den Kindern an. Wir haben uns entschlossen, obwohl der Wetterbericht nicht ganz so tolles Wetter ansagte, nach Nauders zu fahren und dort Hochfinstermünz, Altfinstermünz und die Sellesköpfe anzuschauen.

Die Fahrt startet um 9:00 Uhr in Aldrans, dort machen wir uns auf nach Wildermieming, wo wir die Oma abholen. Dann fahren wir weiter. Erstes Ziel ist das bekannte „Grandhotel Hochfinstermünz“, ein geschichtlich interessanter Bau, der auf der Reschenstraße liegt. Dies war in früheren Zeiten ein berühmtes Hotel, in dem namhafte Personen, unter anderem Luis Trenker abgestiegen waren. Auch Filme, wie „Der Rebell“ und „Der Feuerteufel“ wurden hier gedreht.

Heute ist vom vergangenen Gland nicht mehr viel geblieben, die letzte Wirtin, „Frau Emmi“, ist heuer im Frühjahr gestorben, seit dem fristet das Hotel, das schon über die letzten Jahrzehnte immer mehr in Vergessenheit geraten ist, ein Schattendasein und verfällt zusehens. Trotzdem war es gerade für die Kinder interessant, ein wenig bei dem Gebäude durch die Fenster zu sehen und vielerlei Dinge zu entdecken.

Direkt vom Hotel zweigt dann auch ein Pfad hinunter zum Inn, der hier noch relativ klein ist, und zur Festung Altfinstermünz.

Wir wandern einen steilen Waldpfad runter, immer lauter hören wir den Inn, der hier auch schön grün ist, rauschen. Und hier erreichen wir noch einen geschichtsträchtigen Platz, das heute sehr schön renovierte Altfinstermünz. Diese Grenzfestung zur Schweiz hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Schon zu Römerzeiten, als Via Claudia Augusta war dies einer der wichtigsten Alpenübergänge, erst der Bau der Brennerstraße ließ den Reschen ein wenig in den Hintergrund rücken.

Leider ist genau heute das Museum geschlossen, sodaß wir die Anlage nur von aussen besichtigen können. Ein Grund, wieder einmal an diesen schönen Ort zurückzukehren. Es stimmt schon nachdenklich, dass der Verkehr ins Engadin einmal über diese kleine Holzbrücke verlief. Heute wohl unvorstellbar…

Nachdem wir uns sattgesehen haben, steigen wir uns wieder den steilen Waldhang hinauf, und fahren weiter nach Nauders und zur Norbertshöhe. Dort stellen wir unser Auto ab, denn jetzt steht die zweite Wanderung an, auf die Sellesköpfe.

Zuerst geht es auf einem gemütlichen Feldweg durch den Wald, hier können wir auch ein paar Geocaches der Runde „Kampf um die Sellesköpfe“ einsammeln. Die Kinder halfen fleissig mit, manchmal mit lustigen Verrenkungen…

Bald erreichen wir die freien Flächen mit Blick auf Nauders. Alte Stellungen sind hier sichtbar, und es wird uns bald klar, warum genau auf diesem Hügel die Stellungen erbaut wurden. Der Blick reicht weit über Nauders hinweg, ein idealer Aussichtspunkt.

Ab hier befinden wir uns nun auf dem Kaiserschützenweg, der an der Westseite der Sellesköpfe, hoch über dem Inn kühn in die abschüssige Wand gebaut wurde. Ein besonderer Punkt ist der „Hohe Turm“, eine wilde Felsnadel, die über dem Tale thront.

Nun erreichen wir die verfallene Zettler Alm, und die in der Nähe liegenden Kavernen. Das ist wieder ein sehr spannender Teil, den die Kinder gerne erkunden. Teilweise wurde hier das beschwerliche Leben der Kaiserjäger nachgestellt, ein Stockbett, eine Essensecke und weitere spärliche Einrichtung kann hier bewundert werden. Ein hartes Los, das auch schon ohne kriegerische Aktionen beschwerlich genug gewesen sein muß.

Jetzt sind wir nicht mehr weit vom Ausgangspunkt entfernt, für die Kinder ist der der Weg nun schon beschwerlich geworden. Doch die Aussicht auf ein Eis hebt die Stimmung wieder, wir müssen nur noch das Gasthaus erreichen.

Am Gasthaus angelegt verschwinden die beiden Junioren gleich am Spielplatz, auch eine lustige Strandmuschel erregt ihre Aufmerksamkeit.

Wir genießen ein Eis in der warmen Herbstsonne und lassen den schönen Tag Revue passieren. Das war wieder ein schöner Tag, bei dem das Wetter bestens mitgespielt hat.

Tourendaten Altfinstermünz
Gesamtdauer: 50 min.
Gesamtlänge: 2,74 km
Höhenmeter: 145 m

Tourendaten Sellesköpfe
Gesamtdauer: 3:00 h
Gesamtlänge: 6,85 km
Höhenmeter: 373 m

180816 Große Schlicke (2.059m)

Nach einer feinen Nacht im 4-Bettzimmer genießen wir ein super Frühstück auf der Otto-Mayr-Hütte. So lässt sich in der Nacht auf dem Berg gut aushalten.

Unser heutiges Ziel ist die große Schlicke. Ungefähr 1 1/2 Stunden von der Hütte entfernt, sollte das gut machbar sein. Oma und die Kinder sind motiviert, was will man mehr.

Der Weg ist von Anfang an steil, aber gut begehbar. Wir scheinen früh dran zu sein, noch sind nicht so viele Leute am Weg.

Sobald wir ein paar Höhenmeter gemacht haben, wird die Aussicht auch schon wieder wunderschön. Noch ein Blick zurück auf die drei Hütten, bei denen wir heute waren…

Es wird schön langsam warm, doch das Ziel ist nicht mehr weit entfernt. Schon bald sehen wir das Gipfelkreuz, eine weitere Motivation für die Kleinen.

Nach ziemlich genau eineinhalb Stunden reichen wir den Gipfel, wie wenn die Zeitangaben für uns geschrieben worden werden. Die Aussicht ist grandios, wir setzen uns hin und genießen erst mal die Pause auf der großen Schlicke.

Ausgiebig genießen wir das Panorama, viele bekannte Berge und Sehenswürdigkeiten liegen uns zu Füßen.

Wir sind fast die ersten auf dem Gipfel, aber sicher nicht die letzten. Unter uns zieht schon eine Wandererschlange dem Gipfel entgegen. Für uns das Stichwort, unsere Sachen in den Rucksack zu packen und uns auf den weiten Weg zu machen.

Ein Stück müssen wir dem Aufstiegsweg folgen, dann zweigt unser neuer Pfad auf die Musauer Alm ab.

Am Anfang noch ein feiner Pfad, wird das kleine Steiglein immer steiler und steiler. Bei manchen unserer illustren Wanderrunde machen sich die Knie bemerkbar.

Trotzdem geht es stetig der Alm zu, wir werden das schon schaffen…

Irgendwann ist dann der Weg geschafft und wir erreichten die Musauer Alm. Dort gönnen wir uns ein Erfrischungsgetränk, um uns für den letzten Abschnitt durch das Raintal zu wappnen.

Von nun an ist der Weg einfacher über eine Forststraße, eigentlich der gleiche Weg den wir schon am Vortag gegangen sind.

Ein paar Abkürzungen gönnen wir uns trotzdem, die aber insgesamt keinen großen Zeitgewinn bringen.

Schlussendlich erreichen wir wohl behalten den Parkplatz, müde aber glücklich ist unsere zwei Tageswanderung nun vorbei. Mit dem Wetter hatten wir großes Glück, und der Aufenthalt auf der Hütte war auch sehr schön. Allen hat es Spaß gemacht, das wird wahrscheinlich nicht das letzte Mal gewesen sein.

Tourendaten
Gesamtdauer: 4:20 h
Gesamtlänge: 12,13 km
Höhenmeter: 555 m

180815 Otto-Mayr-Hütte (1.528m)

Schon länger haben wir geplant, auf einer Hütte zu übernachten. Endlich geht es sich einmal aus, als Ziel haben wir uns die Otto-Mayr-Hütte auserkoren.

Wir starten von der Bärenfalle, immer dem Forstweg entlang. Unterwegs sind natürlich auch ein paar Geocache versteckt, die wir gerne suchen. Manche Dose ist einfacher, manche ein wenig schwer versteckt, doch wir können die meisten Dosen problemlos finden.

Der Weg durch das Raintal ist wunderschön, linkerhand sehen wir die Tannheimer Berge, rechts sehen wir schon das Ziel für morgen, die Große Schlicke.

Das Wetter ist heute wechselhaft, immer wieder ziehen graue schaurige Wolken über den Himmel. Doch im nächsten Moment kann es auch schon wieder aufklaren und blaue Fetzen stechen durch die Wolken. Zum Glück ist es nicht kalt, daher stören und diese Wetterallüren nicht.

An der Musauer Alm machen wir eine kurze Pause, die Brotzeit schmeckt hervorragend. Obwohl wir erst in der Alm einkehren wollten, sehen wir jetzt ob der Menschenmassen davon ab. Es ist halt doch Feiertag…

Nach der Erquickung geht es weiter durch das Raintal, immer weiter zum Talschluss, beziehungsweise zur Übernachtunghütte für heute.

Nachdem es am Schluss ein wenig steiler wird, sehen wir auch schon unser Ziel. Wunderschön gelegen liegt vor uns die Otto-Mayr-Hütte.

Die Kinder sind froh, dass wir endlich unseren Schlafplatz erreicht haben. Die Freude ist riesengroß als wir ein Trampolin entdecken. Das muss natürlich gleich ausprobiert werden, hier werden auch neue Freundschaften geschlossen.

Da wir recht früh auf der Hütte angekommen sind, machen wir eine kleine Jause, und beschließen dann noch eine Runde um die Hütte zu wandern. Zuerst wird allerdings noch das Zimmer bezogen, wir haben ein Zimmer für uns alleine, das ist natürlich super…

Der Spaziergang zur Willy-Merkl-Hütte und zur Füssener Hütte ist kurz und spaßig. Wir versuchen noch einen Geocache zu bergen, leider haben wir uns am Platz vertan, daher ist die Lust dann auch irgendwann nicht mehr da. Lieber genießen wir die Aussicht…

Am Abend gibt es noch ein deftiges Essen, bevor wir uns langsam zur Ruhe begeben. Natürlich gehört ein obligatorisches Kartenspiel vor der Nachtruhe dazu.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 9,75 km
Gesamtlänge: 2:45 h
Höhenmeter: 685 m

180422 Von Mötz zur Burg Klamm

In der TT [Tiroler Tageszeitung] stehen von Zeit zu Zeit sehr interessante Wanderungen ausgeschrieben. Eine dieser Rundgänge, nämlich jene in Mötz, hat es uns angetan. Da wir schon immer mal die „Burg Klamm“ anschauen wollten, machten wir uns auf, diese Tour am Sonntag zu machen.
Schon in der Früh zeichnet sich ein wunderschöner Wandertag aus, zuerst heißt es aber, den Sonntag zu ehren, daher gehen wir noch kurz in die Kirche in Aldrans.

Nach dem Mittagessen fahren wir, die gesamte Familie nach Mötz zum Sportplatz. Dort treffen wir noch Papa, der uns schon sehnlichst erwartet. Die Rucksäcke sind schnell geschultert, dann machen wir uns auf, zuerst durch das Dorf.

Mötz ist eines der Dörfer, an denen ich schon gefühlte 1000x vorbeigefahren bin, aber noch nie im Ort selber war. Heute stelle ich fest, dass das ein Fehler war. Ein kleiner, aber feiner Ort, der uns allen gut gefällt.

Nach kurzem Gang erreichen wir den Wald, zum Glück, denn auf dem Asphalt ist es für diese Jahreszeit schon richtig heiß. Hier geht die eigentliche Wanderung los.

Zuerst noch auf einem schönen Forstweg, immer entlang dem Klammbach, erreichen wir auch schon bald die erste, wenn auch baufällige Brücke über das Wasser.

Dann steigt der Weg immer leicht aufwärts in Richtung „Burg Klamm“. Schöne Konglomeratwände können wir an den Seiten des Baches bewundern, zum Teil bis zu 30m hoch. Das ist für unseren Geologen vom Dienst, Papa, natürlich sehr interessant.

Das Steiglein ist wunderschön zu gehen, und bald erreichen wir das erste Highlight, den Wasserfall direkt unter der Burg.

Gerade jetzt, da viel Wasser aus den Bergen kommt, rauscht das Wasser hier mit voller Wucht durch den kleinen Durchlass und bildet ein wunderschönes Spektakel.

Und direkt über den Wasserfall liegt „Burg Klamm“. Welch ein Platz für eine Burg. Ausgesetzt liegt die, heute im Privatbesitz befindliche Wehranlage auf einem Felsen, uneinnehmbar sieht es von hier aus. Einzig eine Brücke als Zugang hat wohl als Schutz immer gut funktioniert.

Nach einem kurzen, aber steilen Aufstieg stehen wir am Eingang zur Burg. Nachdem wir uns kurz rückversichert haben, können wir zumindest bis zur Brücke der Burg spazieren, um einen Eindruck von dem Gebäude zu bekommen. Hier pausieren wir kurz, bewundern die schöne Gegend und lassen die Seele baumeln.

Dann machen wir uns auf, der Weg ist noch weit, und der eine oder andere Schuh drückt schon. Trotzdem sind wir alle motiviert, ein Stücklein Schokolade hilft allemal.

Weiter geht es am Fischteich vorbei, dann in der Nähe des sogenannten „Sturlbachs“ weiter in Richtung „Weiler Wald“. Auch dies ein kleines Örtchen, das man normalerweise nie betritt.

Der letzte Teil der Wanderung ist dann wieder im Wald, es geht meist eben, oder abwärts wieder hinunter nach Mötz. An der schönen Aussicht genießen wir nochmals die einzigartige Aussicht auf das wunderschöne Tirolerland und trinken einen kräftigen Schluck Wasser. Die Temperaturen sind schon richtig sommerlich.

Auf den letzten Metern entwickelt sich Sara fast schon Dauermarschierer und macht mit Papa richtig Tempo. Dafür dürfen Sie dann in Mötz wieder auf uns warten…

Leider finden wir in Mötz keinen Gastgarten zum Sitzen, das werden wir ein andermal nachholen. Wir verabschieden uns am Parkplatz von Papa, dann fahren wir nach Hause.

Den Tag beschließen wir mit einem Besuch im Schwimmbad und anschließendem Essen in der „Pizzaria Villagio“ in Aldrans.

Tourendaten
Gesamtlänge: 12,75 km
Gesamtdauer: 3:30 h
Höhenmeter: 370 m

180324 BW, Tag 2 – Bocchetta Gabellele

Nach einer erquickenden Nachruhe springe ich schon relativ früh aus meinem Kinder-Halbgitterbett. Rasch sind dann auch alle anderen auf den Beinen und wir machen uns auf zum Frühstück.
Am Vortag hatte und der Besitzer noch gefragt, ob wir „saures“ oder „süßes“ Frühstück haben wollten. Wir entschieden uns für das „Saure“, wobei das Wurst und Käse bedeutete…
Jetzt, am wunderbar gedeckten Tisch ist Beides vorhanden, und das reichlich. Wir schlagen uns die Bäuche voll und fühlen uns für jedlich Tagwerk gewappnet.

Unser Ziel ist heute zwar ein Klettersteig, aber wir machen uns nicht viele Illusionen, daß das was wird. Es ist einfach zuviel Schnee vorhanden. Aber wir haben mal die ganze Ausrüstung dabei.

Im Zielgebiet wollen wir es zwar immer noch nicht ganz glauben, daß der Klettersteig nicht begehbar ist, obwohl hier schon recht viel Schnee liegt. Daher nehmen wir das ganze Zeug mit und machen uns auf einer Rodelpiste auf, zuerst zur „Rifugio Bepi Bertagnoli“, die wir schon nach kurzer Wanderung erreichen.

Hier liegt richtig viel Schnee, daher beschließen wir, den Klettersteig sausen zu lassen und uns über die Wanderwege zu einem Gipfel hinaufzuarbeiten.

Den ersten Steig, den wir wählen, führt zwar relativ steil hinauf, schön präpariert von einem Pistenbully, aber jäh ändet die Spur und von hier wäre böseste Spurarbeit notwendig.

Da wir noch einen zweiten Weg gesehen haben, beschließen wir, nochmals ein Stück runterzugehen, und den alternativen Steig zu verwenden. Immer wieder begegnen uns hier Wanderer, teilweise auch mit Skibobs. Auch wird es immer kälter, das merken wir hauptsächlich an den Fingern.

Schlußendlich erreichen wir den „Bocchetta Gabellele“, einen kleinen Pass. An diesem Punkt beschließen wir, umzudrehen. Der weitere Weg wäre auch wieder zu spuren, was in diesem Schnee gar nicht so toll ist.

Auf dem Weg ins Tal erreichen wir dann wieder die „Rifugio Bepi Bertagnoli“, in die wir einkehren. Wir genießen ein Bier, während Dani sich noch was zum Essen besorgt hat. Da nasche ich dann auch gerne mit, Gnocchi mit Pesto, das ist richtig gut.

Und wieder einmal, als die Rechnung kommt, sind wir von den Preisen hier überrascht. Richtig günstig, wenn man kein Bier trinkt.

Die Fahrt nach Hause verläuft unspektakulär, nicht wie am Morgen, als wir über kleinste Straßen angefahren sind. Kurz bevor wir die Unterkunft erreichen, finden wir eine gemütliche Pizzeria, in der wir uns noch stärken. Das Essen ist super, und der Wein schmeckt auch sehr gut. Gemütlich lassen wir hier den Tag revue passieren, dann machen wir uns in die Unterkunft auf.

Dort wird mal gründlich geduscht, dann sitzen wir uns noch im Wohnzimmer zusammen und genießen einen gemütlichen Abend.

Stationen:
– Castelgomberto
– Campodalbero

Tour auf die „Bocchetta Gabellele“
Gesamtstrecke: 14,33 km
Gesamtdauer: 3:29 h
Gesamthöhe: 785 m

180323 BW, Tag 1 – Porta Fontale, 1.028m

Es ist wieder mal so weit, das Buabenwochenende steht an. Dieses Mal sind wir in der Vollbesetzung dabei, Papa, Dani, Alfons, Maggo und ich. Das Ziel sind dieses Mal die Vinzentiner Alpen, unser Stützpunkt ist in Castelgomberto.
Während Papa, Dani, Alfons und ich gemeinsam von Aldrans aus anreisen, fährt Maggo von Graz aus mit dem Leihauto. Obwohl wir im Internet gesehen haben, dass noch viel Schnee im Zielgebiet liegt, beschließen wir, unser Klettersteigwochenende anzugehen.

Die Fahrt führt uns über den Brenner, schon kurz nach der Grenze wird das Wetter besser. Südtirol halt…
Unterwegs piept plötzlich das Auto von Alfons, die Ölwarnleuchte geht an. Oje, hoffentlich nichts schlimmes. Aber an der nächsten Tankstelle wird mal Öl nachgefüllt, dann geht die Fahrt weiter. Also nichts Tragisches…

Bis Trient nehmen wir die Autostrada, dann fahren wir über die Bundesstraße Richtung Bassano del Grappa. Kurz vor dem Ziel müssen wir für die Unterzuckerten noch einen Stop bei einem Supermarkt machen, Brot, Wurst und Käse wird eingekauft. Dann treffen wir dann schlussendlich Maggo.

Nach einer kurzen Pause und Lagebesprechung beschließen wir, eine Erkundungs-Wanderung in der Nähe von Crepano del Grappa zu machen. Zuerst wählen wir einen Weg Richtung „Monte Colombera“. Schon nach kurzer Zeit haben wir Probleme, den richtigen Weg zu finden. Wir kämpfen uns durch das Unterholz, ein kleines Weglein ist zwar sichtbar, aber das wird wohl eher von Tieren als von Menschen verwendet. Die Karte auf dem GPS-Gerät zeigt zwar dauern einen Weg an, doch der ist de facto nicht existent.

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Nachdem wir uns eine Weile hinauf quälen, wird auch der Schnee immer mehr und der Boden extrem rutschig. Daher beschließen wir nach kurzer Beratung, auf der anderen Talseite, fast südlich ausgerichtet, auf ein kleines Kreuz aufzusteigen.

Hier ist der Weg viel besser, und auch trocken. Die Sonne lacht vom Firmament und unsere Laune ist gut. Rasch gewinnen wir an Höhe, und obwohl es recht diesig ist, ist der Ausblick vom Berg doch wunderschön. Das Gras in dieser Gegend wächst schon saftig, aber die Bäume sind noch laubfrei. Vielleicht macht gerade das den Reiz aus.

Bald erreichen wir unser Tagesziel, dort setzen wir uns in die Sonne und genießen die Aussicht.

Ein leichter, kalter Wind stört uns dann doch und wir beschließen, wieder abzusteigen. Kurz unter dem Gipfel schauen wir uns noch eine Kaverne an, deren Zweck sich uns jedoch nicht erschließt. Papa, unser Geologe, findet das Plätzchen aber doch sehr interessant und erklärt uns den Aufbau der Gesteinsschichten.

Im Tal, bei der Kirche „Santuario della Beata Vergine del Covolo“ haben wir geparkt, direkt daneben steht ein kleines Gasthaus, die „Trattoria Al Covolo“. Dort genehmigen wir uns ein Bier auf die schöne Wanderung und sprechen über die nächsten zwei Tage.

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Von hier müssen wir dann weiter zur Unterkunft, die doch fast 1,5h entfernt liegt. Die Fahrt geht durch dicht besiedeltes Gebiet, immer parallel zur Baustelle der neuen Autobahn. Kurz bevor wir das Ziel erreichen, rufe ich den Besitzer an. Er meint nur, wir werden nicht selber zum B&B finden, aber er holt uns bei einer kleinen weißen Kapelle an. Bevor es allerdings soweit ist, müssen wir noch so manche Kehre auf einer sehr engen Bergstraße meistern. Doch schlussendlich kommen wir dann doch bei der Unterkunft an.

Ehemals eine Seidenraupenzucht, wurde dieses Gebäude vom jetzigen Besitzer sehr stylisch her- und eingerichtet. Wir fühlen uns sogleich wohl, die Zimmeraufteilung ist auch gleich erledigt. Auf die Frage, wo wir noch gut essen können, bekommen wir eine Empfehlung für ein feines Restaurant in der Nähe. Ein Anruf zur Reservierung wird getätigt, dann brechen wir auf. Dank der guten Wegbeschreibung erreichen wir die „Trattoria Capitello Della Cocca“ schon sehr bald. Hoch über dem Tal gelegen, ist die Aussicht auch sehr schön…

Wir essen verschiedene Fleischgerichte, dazu gibt es sehr guten Hauswein, der Liter für €6.-. Eine Nachspeise rundet das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes ab, denn vollgefressen kommen wir später in der Unterkunft an. Dort genehmigen wir uns noch ein Bier, besprechen den nächsten Tag und haben es lustig. Ein feiner Tag neigt sich dem Ende zu, wir sind schon gespannt, was morgen auf uns zukommt.

Stationen:
– Aldrans
– Crepano del Grappa
– Castelgomberto

Tour auf die „Porta Fontale, 1.028m“
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 6,39 km
Höhenmeter: 656 m

180304 Freundsberg

Was macht man an einem schönen Sonntag? Genau, man macht einen schönen Sonntagsausflug.

Heute zieht es uns zur Burg Freundsberg in Schwaz. Schon oft bin ich an dem imposanten Gebäude vorbeigefahren, aber noch nie dort gewesen. Das soll sich heute ändern.

Die Fahrt von Aldrans nach Schwaz ist schnell erledigt, den Hauptteil des Aufstiegs machen wir mit Auto.

Die Burg ist wirklich imposant, aber von der Nähe wird der Burgfried schon fast ein wenig beängstigend.

Zuerst beschließen wir, die Sonne auf der Terrasse zu genießen, bevor wir weiter in die Burg reingehen. Hier ist ein kleines, aber feines Museum der Stadt Schwaz untergebracht, das wir uns gerne anschauen möchten.

Zuerst jedoch ein wenig in der Sonne sitzen, das ist heute richtig fein. Nachdem wir auch noch die Aussicht von der Plattform genossen haben, besichtigen wir das Museum.

Der ganze Bergfried ist als Museum ausgebaut und hat eine kleine, aber feine Ausstellung über Bergbau, Heeresgeschichte, aber auch über das alltägliche Leben in Schwaz. Wir schauen uns alles genau an, besonders der oberste Stock mit den Wohnräumen finde ich interessant. Es war schon eine karge Behausung, trotzdem daß es eine Burg war.

Ein schöner Sonntag mit einem Ausflug ist halt echt was feines.

171026 Hüttenbesuch in Pflach

Da wir schon länger nicht mehr auf unserer Hütte waren und die Photovoltaikanlage nach Streicheleinheiten verlange, machen sich Sara und ich nach Pflach auf. Dort holen wir noch Mama ab, der Weg zur Hütte ist mit dem fahrbaren Untersatz schnell erledigt.

Auf der Hütte, das Wetter ist super, machten wir zuerst mal eine gemütliche Pause auf der Veranda, bevor ich mit dem Versetzen des Solarpanels starte. Außerdem muss die Batterie ins Tal, da diese komplett leer ist. Also fahre ich nochmals runter und hänge die Batterie ans Ladegerät an. Papa ist gerade in der Gegend, daher erledigen wir das gemeinsam.

Zurück auf der Hütte sind noch ein paar Sonnenstrahlen angesagt. Während ich die letzten Arbeiten an der Photovoltaikanlage erledige, heizen Sara und Mama ein kleines Feuer auf der Wiese (und auch in der Hütte) an.

Dann fängt auch schon die Dämmerung an. Nun, ohne Solarstrom ist dann, wie in den guten alten Zeiten, Kerzenlicht und Gaslampe angesagt.

Aber das ist eh mal wieder schön, das Uno-Spiel bei Kerzenlicht macht unheimlich viel Spaß.

Nicht allzu spät steigen wir in die Kojen, der Ofen knack noch heimelig, nachdem wir noch einen „Kendel“ eingeworfen haben.

Am nächste Morgen ist dann das Wetter 180° verdreht. Die ersten Regentropfen prasseln schon auf das Dach, und irgendwie ist es draussen richtig ungemütlich. Nicht aber in der Hütte, wo schon wieder der Ofen danke Mama seine feine Wärme ausstrahlt.

Ich hole die Batterie aus dem Tale, schließe diese gleich an die Anlage an. Nun funktioniert zumindest die Stromversorgung wieder, aber ob das Panel auch werkt, muss ich beim nächsten Besuch überprüfen, dafür fehlte die Sonne.

Und wieder einmal nehme ich mir vor, öfter auf die Hütte zu kommen… hier ist es einfach total gemütlich und ich kann gut abschalten…