Archiv der Kategorie: Familienausflug

180422 Von Mötz zur Burg Klamm

In der TT [Tiroler Tageszeitung] stehen von Zeit zu Zeit sehr interessante Wanderungen ausgeschrieben. Eine dieser Rundgänge, nämlich jene in Mötz, hat es uns angetan. Da wir schon immer mal die „Burg Klamm“ anschauen wollten, machten wir uns auf, diese Tour am Sonntag zu machen.
Schon in der Früh zeichnet sich ein wunderschöner Wandertag aus, zuerst heißt es aber, den Sonntag zu ehren, daher gehen wir noch kurz in die Kirche in Aldrans.

Nach dem Mittagessen fahren wir, die gesamte Familie nach Mötz zum Sportplatz. Dort treffen wir noch Papa, der uns schon sehnlichst erwartet. Die Rucksäcke sind schnell geschultert, dann machen wir uns auf, zuerst durch das Dorf.

Mötz ist eines der Dörfer, an denen ich schon gefühlte 1000x vorbeigefahren bin, aber noch nie im Ort selber war. Heute stelle ich fest, dass das ein Fehler war. Ein kleiner, aber feiner Ort, der uns allen gut gefällt.

Nach kurzem Gang erreichen wir den Wald, zum Glück, denn auf dem Asphalt ist es für diese Jahreszeit schon richtig heiß. Hier geht die eigentliche Wanderung los.

Zuerst noch auf einem schönen Forstweg, immer entlang dem Klammbach, erreichen wir auch schon bald die erste, wenn auch baufällige Brücke über das Wasser.

Dann steigt der Weg immer leicht aufwärts in Richtung „Burg Klamm“. Schöne Konglomeratwände können wir an den Seiten des Baches bewundern, zum Teil bis zu 30m hoch. Das ist für unseren Geologen vom Dienst, Papa, natürlich sehr interessant.

Das Steiglein ist wunderschön zu gehen, und bald erreichen wir das erste Highlight, den Wasserfall direkt unter der Burg.

Gerade jetzt, da viel Wasser aus den Bergen kommt, rauscht das Wasser hier mit voller Wucht durch den kleinen Durchlass und bildet ein wunderschönes Spektakel.

Und direkt über den Wasserfall liegt „Burg Klamm“. Welch ein Platz für eine Burg. Ausgesetzt liegt die, heute im Privatbesitz befindliche Wehranlage auf einem Felsen, uneinnehmbar sieht es von hier aus. Einzig eine Brücke als Zugang hat wohl als Schutz immer gut funktioniert.

Nach einem kurzen, aber steilen Aufstieg stehen wir am Eingang zur Burg. Nachdem wir uns kurz rückversichert haben, können wir zumindest bis zur Brücke der Burg spazieren, um einen Eindruck von dem Gebäude zu bekommen. Hier pausieren wir kurz, bewundern die schöne Gegend und lassen die Seele baumeln.

Dann machen wir uns auf, der Weg ist noch weit, und der eine oder andere Schuh drückt schon. Trotzdem sind wir alle motiviert, ein Stücklein Schokolade hilft allemal.

Weiter geht es am Fischteich vorbei, dann in der Nähe des sogenannten „Sturlbachs“ weiter in Richtung „Weiler Wald“. Auch dies ein kleines Örtchen, das man normalerweise nie betritt.

Der letzte Teil der Wanderung ist dann wieder im Wald, es geht meist eben, oder abwärts wieder hinunter nach Mötz. An der schönen Aussicht genießen wir nochmals die einzigartige Aussicht auf das wunderschöne Tirolerland und trinken einen kräftigen Schluck Wasser. Die Temperaturen sind schon richtig sommerlich.

Auf den letzten Metern entwickelt sich Sara fast schon Dauermarschierer und macht mit Papa richtig Tempo. Dafür dürfen Sie dann in Mötz wieder auf uns warten…

Leider finden wir in Mötz keinen Gastgarten zum Sitzen, das werden wir ein andermal nachholen. Wir verabschieden uns am Parkplatz von Papa, dann fahren wir nach Hause.

Den Tag beschließen wir mit einem Besuch im Schwimmbad und anschließendem Essen in der „Pizzaria Villagio“ in Aldrans.

Tourendaten
Gesamtlänge: 12,75 km
Gesamtdauer: 3:30 h
Höhenmeter: 370 m

180324 BW, Tag 2 – Bocchetta Gabellele

Nach einer erquickenden Nachruhe springe ich schon relativ früh aus meinem Kinder-Halbgitterbett. Rasch sind dann auch alle anderen auf den Beinen und wir machen uns auf zum Frühstück.
Am Vortag hatte und der Besitzer noch gefragt, ob wir „saures“ oder „süßes“ Frühstück haben wollten. Wir entschieden uns für das „Saure“, wobei das Wurst und Käse bedeutete…
Jetzt, am wunderbar gedeckten Tisch ist Beides vorhanden, und das reichlich. Wir schlagen uns die Bäuche voll und fühlen uns für jedlich Tagwerk gewappnet.

Unser Ziel ist heute zwar ein Klettersteig, aber wir machen uns nicht viele Illusionen, daß das was wird. Es ist einfach zuviel Schnee vorhanden. Aber wir haben mal die ganze Ausrüstung dabei.

Im Zielgebiet wollen wir es zwar immer noch nicht ganz glauben, daß der Klettersteig nicht begehbar ist, obwohl hier schon recht viel Schnee liegt. Daher nehmen wir das ganze Zeug mit und machen uns auf einer Rodelpiste auf, zuerst zur „Rifugio Bepi Bertagnoli“, die wir schon nach kurzer Wanderung erreichen.

Hier liegt richtig viel Schnee, daher beschließen wir, den Klettersteig sausen zu lassen und uns über die Wanderwege zu einem Gipfel hinaufzuarbeiten.

Den ersten Steig, den wir wählen, führt zwar relativ steil hinauf, schön präpariert von einem Pistenbully, aber jäh ändet die Spur und von hier wäre böseste Spurarbeit notwendig.

Da wir noch einen zweiten Weg gesehen haben, beschließen wir, nochmals ein Stück runterzugehen, und den alternativen Steig zu verwenden. Immer wieder begegnen uns hier Wanderer, teilweise auch mit Skibobs. Auch wird es immer kälter, das merken wir hauptsächlich an den Fingern.

Schlußendlich erreichen wir den „Bocchetta Gabellele“, einen kleinen Pass. An diesem Punkt beschließen wir, umzudrehen. Der weitere Weg wäre auch wieder zu spuren, was in diesem Schnee gar nicht so toll ist.

Auf dem Weg ins Tal erreichen wir dann wieder die „Rifugio Bepi Bertagnoli“, in die wir einkehren. Wir genießen ein Bier, während Dani sich noch was zum Essen besorgt hat. Da nasche ich dann auch gerne mit, Gnocchi mit Pesto, das ist richtig gut.

Und wieder einmal, als die Rechnung kommt, sind wir von den Preisen hier überrascht. Richtig günstig, wenn man kein Bier trinkt.

Die Fahrt nach Hause verläuft unspektakulär, nicht wie am Morgen, als wir über kleinste Straßen angefahren sind. Kurz bevor wir die Unterkunft erreichen, finden wir eine gemütliche Pizzeria, in der wir uns noch stärken. Das Essen ist super, und der Wein schmeckt auch sehr gut. Gemütlich lassen wir hier den Tag revue passieren, dann machen wir uns in die Unterkunft auf.

Dort wird mal gründlich geduscht, dann sitzen wir uns noch im Wohnzimmer zusammen und genießen einen gemütlichen Abend.

Stationen:
– Castelgomberto
– Campodalbero

Tour auf die „Bocchetta Gabellele“
Gesamtstrecke: 14,33 km
Gesamtdauer: 3:29 h
Gesamthöhe: 785 m

180323 BW, Tag 1 – Porta Fontale, 1.028m

Es ist wieder mal so weit, das Buabenwochenende steht an. Dieses Mal sind wir in der Vollbesetzung dabei, Papa, Dani, Alfons, Maggo und ich. Das Ziel sind dieses Mal die Vinzentiner Alpen, unser Stützpunkt ist in Castelgomberto.
Während Papa, Dani, Alfons und ich gemeinsam von Aldrans aus anreisen, fährt Maggo von Graz aus mit dem Leihauto. Obwohl wir im Internet gesehen haben, dass noch viel Schnee im Zielgebiet liegt, beschließen wir, unser Klettersteigwochenende anzugehen.

Die Fahrt führt uns über den Brenner, schon kurz nach der Grenze wird das Wetter besser. Südtirol halt…
Unterwegs piept plötzlich das Auto von Alfons, die Ölwarnleuchte geht an. Oje, hoffentlich nichts schlimmes. Aber an der nächsten Tankstelle wird mal Öl nachgefüllt, dann geht die Fahrt weiter. Also nichts Tragisches…

Bis Trient nehmen wir die Autostrada, dann fahren wir über die Bundesstraße Richtung Bassano del Grappa. Kurz vor dem Ziel müssen wir für die Unterzuckerten noch einen Stop bei einem Supermarkt machen, Brot, Wurst und Käse wird eingekauft. Dann treffen wir dann schlussendlich Maggo.

Nach einer kurzen Pause und Lagebesprechung beschließen wir, eine Erkundungs-Wanderung in der Nähe von Crepano del Grappa zu machen. Zuerst wählen wir einen Weg Richtung „Monte Colombera“. Schon nach kurzer Zeit haben wir Probleme, den richtigen Weg zu finden. Wir kämpfen uns durch das Unterholz, ein kleines Weglein ist zwar sichtbar, aber das wird wohl eher von Tieren als von Menschen verwendet. Die Karte auf dem GPS-Gerät zeigt zwar dauern einen Weg an, doch der ist de facto nicht existent.

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Nachdem wir uns eine Weile hinauf quälen, wird auch der Schnee immer mehr und der Boden extrem rutschig. Daher beschließen wir nach kurzer Beratung, auf der anderen Talseite, fast südlich ausgerichtet, auf ein kleines Kreuz aufzusteigen.

Hier ist der Weg viel besser, und auch trocken. Die Sonne lacht vom Firmament und unsere Laune ist gut. Rasch gewinnen wir an Höhe, und obwohl es recht diesig ist, ist der Ausblick vom Berg doch wunderschön. Das Gras in dieser Gegend wächst schon saftig, aber die Bäume sind noch laubfrei. Vielleicht macht gerade das den Reiz aus.

Bald erreichen wir unser Tagesziel, dort setzen wir uns in die Sonne und genießen die Aussicht.

Ein leichter, kalter Wind stört uns dann doch und wir beschließen, wieder abzusteigen. Kurz unter dem Gipfel schauen wir uns noch eine Kaverne an, deren Zweck sich uns jedoch nicht erschließt. Papa, unser Geologe, findet das Plätzchen aber doch sehr interessant und erklärt uns den Aufbau der Gesteinsschichten.

Im Tal, bei der Kirche „Santuario della Beata Vergine del Covolo“ haben wir geparkt, direkt daneben steht ein kleines Gasthaus, die „Trattoria Al Covolo“. Dort genehmigen wir uns ein Bier auf die schöne Wanderung und sprechen über die nächsten zwei Tage.

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Von hier müssen wir dann weiter zur Unterkunft, die doch fast 1,5h entfernt liegt. Die Fahrt geht durch dicht besiedeltes Gebiet, immer parallel zur Baustelle der neuen Autobahn. Kurz bevor wir das Ziel erreichen, rufe ich den Besitzer an. Er meint nur, wir werden nicht selber zum B&B finden, aber er holt uns bei einer kleinen weißen Kapelle an. Bevor es allerdings soweit ist, müssen wir noch so manche Kehre auf einer sehr engen Bergstraße meistern. Doch schlussendlich kommen wir dann doch bei der Unterkunft an.

Ehemals eine Seidenraupenzucht, wurde dieses Gebäude vom jetzigen Besitzer sehr stylisch her- und eingerichtet. Wir fühlen uns sogleich wohl, die Zimmeraufteilung ist auch gleich erledigt. Auf die Frage, wo wir noch gut essen können, bekommen wir eine Empfehlung für ein feines Restaurant in der Nähe. Ein Anruf zur Reservierung wird getätigt, dann brechen wir auf. Dank der guten Wegbeschreibung erreichen wir die „Trattoria Capitello Della Cocca“ schon sehr bald. Hoch über dem Tal gelegen, ist die Aussicht auch sehr schön…

Wir essen verschiedene Fleischgerichte, dazu gibt es sehr guten Hauswein, der Liter für €6.-. Eine Nachspeise rundet das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes ab, denn vollgefressen kommen wir später in der Unterkunft an. Dort genehmigen wir uns noch ein Bier, besprechen den nächsten Tag und haben es lustig. Ein feiner Tag neigt sich dem Ende zu, wir sind schon gespannt, was morgen auf uns zukommt.

Stationen:
– Aldrans
– Crepano del Grappa
– Castelgomberto

Tour auf die „Porta Fontale, 1.028m“
Gesamtdauer: 2:30 h
Gesamtlänge: 6,39 km
Höhenmeter: 656 m

180304 Freundsberg

Was macht man an einem schönen Sonntag? Genau, man macht einen schönen Sonntagsausflug.

Heute zieht es uns zur Burg Freundsberg in Schwaz. Schon oft bin ich an dem imposanten Gebäude vorbeigefahren, aber noch nie dort gewesen. Das soll sich heute ändern.

Die Fahrt von Aldrans nach Schwaz ist schnell erledigt, den Hauptteil des Aufstiegs machen wir mit Auto.

Die Burg ist wirklich imposant, aber von der Nähe wird der Burgfried schon fast ein wenig beängstigend.

Zuerst beschließen wir, die Sonne auf der Terrasse zu genießen, bevor wir weiter in die Burg reingehen. Hier ist ein kleines, aber feines Museum der Stadt Schwaz untergebracht, das wir uns gerne anschauen möchten.

Zuerst jedoch ein wenig in der Sonne sitzen, das ist heute richtig fein. Nachdem wir auch noch die Aussicht von der Plattform genossen haben, besichtigen wir das Museum.

Der ganze Bergfried ist als Museum ausgebaut und hat eine kleine, aber feine Ausstellung über Bergbau, Heeresgeschichte, aber auch über das alltägliche Leben in Schwaz. Wir schauen uns alles genau an, besonders der oberste Stock mit den Wohnräumen finde ich interessant. Es war schon eine karge Behausung, trotzdem daß es eine Burg war.

Ein schöner Sonntag mit einem Ausflug ist halt echt was feines.

171026 Hüttenbesuch in Pflach

Da wir schon länger nicht mehr auf unserer Hütte waren und die Photovoltaikanlage nach Streicheleinheiten verlange, machen sich Sara und ich nach Pflach auf. Dort holen wir noch Mama ab, der Weg zur Hütte ist mit dem fahrbaren Untersatz schnell erledigt.

Auf der Hütte, das Wetter ist super, machten wir zuerst mal eine gemütliche Pause auf der Veranda, bevor ich mit dem Versetzen des Solarpanels starte. Außerdem muss die Batterie ins Tal, da diese komplett leer ist. Also fahre ich nochmals runter und hänge die Batterie ans Ladegerät an. Papa ist gerade in der Gegend, daher erledigen wir das gemeinsam.

Zurück auf der Hütte sind noch ein paar Sonnenstrahlen angesagt. Während ich die letzten Arbeiten an der Photovoltaikanlage erledige, heizen Sara und Mama ein kleines Feuer auf der Wiese (und auch in der Hütte) an.

Dann fängt auch schon die Dämmerung an. Nun, ohne Solarstrom ist dann, wie in den guten alten Zeiten, Kerzenlicht und Gaslampe angesagt.

Aber das ist eh mal wieder schön, das Uno-Spiel bei Kerzenlicht macht unheimlich viel Spaß.

Nicht allzu spät steigen wir in die Kojen, der Ofen knack noch heimelig, nachdem wir noch einen „Kendel“ eingeworfen haben.

Am nächste Morgen ist dann das Wetter 180° verdreht. Die ersten Regentropfen prasseln schon auf das Dach, und irgendwie ist es draussen richtig ungemütlich. Nicht aber in der Hütte, wo schon wieder der Ofen danke Mama seine feine Wärme ausstrahlt.

Ich hole die Batterie aus dem Tale, schließe diese gleich an die Anlage an. Nun funktioniert zumindest die Stromversorgung wieder, aber ob das Panel auch werkt, muss ich beim nächsten Besuch überprüfen, dafür fehlte die Sonne.

Und wieder einmal nehme ich mir vor, öfter auf die Hütte zu kommen… hier ist es einfach total gemütlich und ich kann gut abschalten…

171011 Rundflug übers Oberland und Ausserfern

Nach gefühlten 2 Jahren schaffen wir es endlich, mein wundervolles Geburtstagsgeschenk einzulösen. Ein Rundflug mit einem kleinen Flieger. Obwohl das keine Bergtour ist, ist es doch spannend, da man von „oben“ neue Ziele ausmachen kann.

Die Kinder fliegen mit mir mit, wissen aber beim losfahren von zu Hause noch nichts von ihrem Glück. Am Flughafen angekommen, ist Sara natürlich sofort im Bilde… „wir fliegen mit einem Sportflieger, juhu!“.

Die Aufregung ist groß, doch dann dauert es doch noch eine Weile, bis wir endlich die Freigabe bekommen, denn beim Security-Check gibt’s mehr zu tun als gedacht.

Dann endlich ist es soweit, wir steigen in das Flugzeug, Christian, unser Pilot stellt sicher, daß die Kinder korrekt „verstaut“ sind. Noch ein kurzer Check mit dem Tower, dann können wir abheben.

Das Wetter ist super, Turbulenzen sind so gut wie ausgeschlossen. Zuerst fliegen wir an der Martinswand entlang, und dann über Seefeld ins Gaistal. Linkerhand erhebt sich der mächtige Bergstock der Hohen Munde. Ein Wahnsinnsausblick…

Über Ehrwald erreichen wir Zwischentoren und den Heiterwanger See, schon bald kommen die Tannheimer Berge und die Ruine Ehrenberg ins Blickfeld.

Über dem Talkessen Reutte machen wir eine Schleife, fliegen genau über den Hüttenbichl und dann weiter ins Lechtal. Die „heiße“ Kurfe macht vor allem den Kindern viel Spaß.

Wir gewinnen bald an Höhe, Christian lässt mich auch mal ans Steuer.

Über die Knittelkarspitze in den Lechtaler Alpen fliegen wir nach Nasserreith und dann gleich weiter ins Ötztal.

Nun befinden wir uns auf ca. 4000m, die Berggipfel unter uns sind dennoch zum Greifen nahe.

Bald erreichen wir die Ötztaler Gletscher und drehen in einer Schleife wieder zurück Richtung Inntal. Die Fernsicht ist super, wir sehen sogar die Dolomiten in Südtirol.

Bei Sautens erreichen wir wieder das Inntal, nun geht es rasch über die die Inntaldörfer weiter ins westliche Mittelgebirge.

Ein kleines Flugmanöver für die Kinder macht nochmals gute Laune auf den „billigen Plätzen“. Da wir relativ hoch sind, muss unser Pilot nun einen steilen Sinkflug einleiten. Das schlägt den Kindern auf die Ohren.

Eine Schleife über Aldrans bringt uns dann auf Kurz zum Flughafen. Eine Musterlandung bringt uns wieder auf den geliebten Boden.

Danke an alle, die diesen Flug möglich gemacht haben, es hat uns sehr viel Spaß gemacht.

Route:
Flugroute

171007 Mühlauer Klamm

Das gute Wetter nutzend, beschließen wir, in die Mühlauer Klamm zu wandern. Wir starten direkt in Mühlau, beim Arzler Friedhof.

Zuerst sanft steigend, führt uns der Weg durch wunderschöne Herbstwälder, die Farben sind zu dieser Jahreszeit immer ein Wahnsinn.

Auf dem Weg gibt es viel zu entdecken, im Wald hat irgendwer sogar ein großes Tippi aus Ästen gebaut.

Bald steilt der Weg ein wenig auf, doch unser Ziel, die Lawinenverbauung in der Klamm erreichen wir bald.

Von der Aussichtsplattform haben wir eine wunderschöne Aussicht auf Innsbruck, und die Sonne schickt uns heute nochmals ihre wärmenden Strahlen.

Über die Teehütte gehen wir weiter zum Aussichtspunkt „Teufelskanzel“ und dann weiter durch den bunten Laubwald bis zum Auto.

Kurz vor dem Auto spazieren wir noch durch das Fuchsloch, ein Feuchtbiotop, das in den letzten Jahren wieder reaktiviert wurde.

Schlußendlich erreichen wir wieder den Ausgangspunkt, nächste Station für heute ist das Schwimmbad, das haben sich die braven Wanderer jetzt verdient.

Tourendaten
Gesamtdauer: 1:40 h
Gesamtlänge: 4.39 km
Höhenmeter: 280 m

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170805 Patscherkofel (2.246m)

Es ist Samstag, das Haus ist voll… die Kleinen brauchen Auslauf, das ist eindeutig. Daher beschließen Papa und ich, die 2 Jungs, Letu und einen Freund, auf den Patscher Kofel zu führen.

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Mit der Gondel fahren wir bei nicht ganz perfektem Wetter hinauf zur Bergstation, dort reißen die Wolken aber schon auf. Es ist schwül, sogar auf 2000m. Immer noch angenehmer als im Tal.

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Der Weg vorbei an den Überresten der Panoramabahn ist steil, ein paar Heidelbeeren sind auch schon da und wollen gegessen werden. Immer wieder reißt die Wolkendecke auf und eröffnet schöne Blicke auf das Wipptal, Stubaital und in der Ferne aufs Inntal.

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Die Aussicht von hier oben ist immer wieder schön. Bald erreichen wir das Gipfelkreuz.

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Die Gipfelstube ist zum Zeitpunkt unseres Eintreffens noch geschlossen, aber schon bald kommt der Hüttenwirt mit seinem „Pinzgauer“ raufgefahren und wir können uns eine kleine Erfrischung gönnen. Leon, der zweite Junge, muss noch schnell aufs Klo… schnell wird das aber nicht, denn er schließt sich in der Toilette ein und kommt nicht mehr raus. Erst mit Hilfe einer Leiter kann ich den Kleinen befreien…

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Weiter gehen wir über die Sendeanlage und den Osthang zum Berggasthaus Boscheben. Dort treffen wir auf den Zirbenweg, den wir retour Richtung Bergstation gehen.

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Nachdem wir auf den Gipfel nicht viele Leute getroffen haben, kommen uns auf dem Zirbenweg doch einige Wanderer entgegen. Am Schluss gehen wir noch am ehemaligen Lawinentunnel entlang, der für Skitourengeher als Schutz vor den Lawinen am Osthang errichtet wurde. Heute ist er ein schöner Teil des Zirbenweges, nur noch die Grundmauern, die hangseitig gebaut sind, sind noch zu sehen.

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Bei der Bergstation warten wir auf unsere Gondel, die uns dann wieder hinunter ins Tal bringt.

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Obwohl das Wetter eben nicht strahlend schön war, war die Wanderung doch sehr fein und es hat alles Spaß gemacht.

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Die Jungs sind brav marschiert und hatten nun auch eine gute Portion Auslauf. Bei der Talstation bewundert wir dann noch die neue Gondel Nr. 01.

Tourendaten
Gesamtdauer: 2:15 h
Gesamtlänge: 6,38 km
Höhenmeter: 422 m
Wetter: Schwül und wolkig

170618 Zirbenweg + Viggarspitze (2.304m)

Ein aktives Wochenende geht dem Ende zu. Heute haben wir noch zusammen mit Gale den Zirbenweg beschritten.

In der Früh holen wir Gale beim Lanser See ab und fahren zur Patscherkofelbahn. Dort steht schon eine Truppe beim Schalter und warten auf das Ticket. Da nur Sara, Letu und ich das Freizeitticket besitzen, müssen auch wir anstehen. Lucy und Gale brauchen ein Ticket.

Der Engpass beim Anstehen zur Gondel wird wohl in Zukunft mit der neuen Bahn Geschichte sein. Wir warten aber eben doch nicht so lange, bald geht es mit der Altehrwürdigen hinauf zum Schutzhaus.

Das Eingangstor zum Zirbenweg ist immer wieder schön, der Weg entlang der schönen Alpenrosen noch schöner.

Wir wandern bis zum Abzweig zur Viggarspitze gemeinsam, dann trennen sich unsere Wege. Letu und ich wollen noch die Viggarspitze mitnehmen, der Gale, Lucy und Sara laufen den originalen Zirbenweg entlang. Auf der Tulfer Alm wollen wir uns wieder treffen.

Von der Abzweigung geht es gleich mal ein paar Höhenmeter hinauf, die Letu super bewältigt. Dann müssen wir ein paar Stufen bewältigen, und schon stehen wir auf dem Sattel zur Viggarspitze.

Wir nehmen den direkten Weg der Viggartrophy hinauf zum Gipfel, und nach kurzer Zeit stehen wir auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung. Endlich sind wir mal auf einem der zwei Aldranser Gipfel…

Nur eine kurze Rast gönnen wir uns, denn wir müssen weiter zur Tulfer Alm. Der Abstieg führt uns vorbei an der Neunerspitze, die wir heute auslassen. Die schöne Erhöhung werden wir aber bald mal angehen.

Durch einen Latschen- bzw. Zuntergrütel müssen wir hinuntersteigen, Richtung Steig. Letu meint immer wieder: „Papa, wie unendlich weit sind die Latschen noch?“. Doch alles hat irgendwann sein Ende, schlußendlich stehen wir weider auf dem Zirbenweg.

Nun geht es in feinem Auf und Ab hinüber zur Tulfer Alm. Zwei Geocaches haben wir auf dem Weg zur Alm noch auf dem Programm. Dann endlich sehen wir unser Ziel.

Dort werden wir schon erwartet, Lucy besorgt uns schon was zu essen und trinken, denn die Schlange vor der Aussabe ist lang wie eine … äh, Anaconda.

Wir genießen die Sonne, trinken Bier und genießen die Aussicht. Leider müssen wir uns irgendwann von der schönen Umgebung verabschieden und wieder ins Tal. Wie mit Letu vor Kurzem geht es wieder zuerst mit der lustigen 1er-Sesselbahn, ab Halsmarter mit dem 2er Sessellift ins Tal.

Der Bus, der uns zurück zur Patscherkofel-Talstation bringt, kommt erst in 45min., daher trinken wir einen Absacker in der Larchnhittn. Da ich dort noch nie drinnen war, wollte ich mir das eh mal anschauen. Ein netter Platz zum Warten.

Den Abend beschließen wir im Gasthaus Walzl, das speziell für Kinder eine gute Wahl ist. Das Essen schmeckt wieder einmal super, und die Kinder sind gut aufgehoben, auf dem Spielplatz und in der Spielecke.

Ein gelungener Tag und ein gelungenes Wochenende, würde ich sagen. Das Wetter hat auch toll mitgespielt. Mehr kann man nicht verlangen.

Tourendaten:
Gesamtdauer: 3:30 h
Gesamtlänge: 9,06 km
Höhenmeter: 564 m

170408 Radausflug nach Wattens

Die Kinder wollen schon lange mal eine Radltour von zu Hause weg machen, daher beschließen wir, nach Wattens zu fahren. Im Anschluß wird uns Lucy von dort mit dem Auto wieder aufgabeln.

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Wir starten von Aldrans weg, fahren auf Schleichwegen bis nach Ampass, damit wir die „wilde“ Hauptstraße vermeiden.

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Das geht soweit gut, durch Ampass fährt auch eine mittlerweile sehr ruhige Nebenstraße. Vor Hall in Tirol müssen wir einmal auf die stark befahrene Hauptstraße ausweichen, dabei fährt Sara vor, Letu in der Mitte und ich als Schlußlicht.

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Das ist die beste Option, denn so haben ich immer den Überblick. Obwohl wir uns alle nicht wohlfühlen, schaffen wir die stressige Strecke, sogar über die grüne Ampel gehts in einem Ratsch… dann sind wir endlich auf dem Radlweg.

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Von jetzt an ist entspanntes Radeln angesagt, mal darf die Sara voraus, mal der Letu. Obwohl das immer wieder eskaliert, schaffen wir es doch, zu Dritt in Wattens anzukommen.

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Am Parkplatz von den Kristallwelten holt und Lucy ab, als krönenden Abschluß gönnen wir uns ein Eis.

Tourendaten
Gesamtlänge: 16 km
Gesamtdauer: 1:30 h
Höhenmeter: 60 m

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